Alle Inhalte erstellt von Drachenmann
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Schwarzmagische Sprüche bei Elfen
@Nanoc: Wenn's hilft: Ich erkläre solche charakterlichen Einschränkungen immer mit "Gelübden" in irgendeiner Form, deren Glaubhaftigkeit immer wieder auf die Probe gestellt wird. Wenn z.B. ein Mönch mit einem SEHR hübschen, leichten Mädchen ohne Zeugen alleine ist... ...muß er wohl auch an sich halten, mit den ganzen gestauten...Säften... So ähnlich stelle ich es mir bei Elfen und der Schwarzmagie vor: sie könnten durchaus, lassen es aber, da sie um die "Gefahr der Versuchung" wissen. Manche von ihnen unterliegen in diesem moralischen Konflikt, und die verändern sich langsam zu Schwarzalben...Ein Mechanismus wie Beichte, Sühne und Ablaß ist in diesem Fall jedoch nicht möglich. Die betroffenen geraten in einen Teufelskreis, der sie immer tiefer in die Schwarzmagie zieht, denn die Machtmöglichkeiten sind sehr verlockend... Ich hoffe, das bringt Dir etwas... Grüße, Drachenmann
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Zwergenschmied
Hallo, ich bin hier gerade so vorbeigestolpert...zu Lernschemata habe ich gar nicht viel beizutragen. Zum Einen möchte ich sagen: ganz groß, solche Zwerge haben gefehlt!!! Zum Anderen ein Vorschlag zum persönlichen Werdegang eines solchen Krieger-Schmiedes auf Or-Basis: Einem jungen Schmiedegesellen der Waffen kann es passieren, daß ihm Zornal in die Hände fährt, während der junge Zwerg seine eigene Spezialwaffe schmiedet. Ein solches Ereignis ist mit optisch-akustischen Effekten der Sonderklasse verbunden und macht aus dem jungen Schmied einen "Auserwählten", einen späteren Elitekrieger. Er muß nur noch vorher so weit wie möglich mit der Waffe verschmelzen, die seit dem prägenden Ereignis unzerstörbar ist. Sein ganzes Trachten zielt darauf ab, diese Waffe immer mehr an sich zu binden, eventuelle nötige Zauber ersetzen die bisherigen Schattenweber-Zauber. Am Schluß ist ein Zwerg mit nur einer, aber dafür vielleicht beseelten Waffe entstanden, die der Char im Laufe der Zeit selbst hergestellt hat... Was haltet Ihr von dem Ansatz? Gruß, Drachenmann
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Ziel bei Umgebungszaubern
Naja, bei der Feurkugel bin ich einfach mal davon ausgegangen, daß der Zauberer sich ganz zum Ort der Entstehung dreht, und nicht nur zur Seite blickt. In den Regeln steht das so nicht... Und mit den "Zielen" ging es mir eigentlich nur um die Möglichkeit einer genauen Ortsangabe. Dafür muß m. M. n. der Zielpunkt recht genau benannt werden, d.h. in ein Verhältnis zu Orten gesetzt werden. An den Zauber selbst und wie er auf z.B. Moleküle wirkt, hatte ich dabei weniger gedacht. Wobei auch diese Auslegung rein subjektiv ist... Ich finde es halt logischer. Luftlauf ist kein Umgebungszauber. Elementewandlung schon, aber auch hier sollte eine genaue Ortsangabe erfolgen, welcher Kubikmeter und wo verzaubert werden soll... Gruß, Drachenmann
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Ziel bei Umgebungszaubern
Morsche HarryB, Kann er nicht. Eine Feuerkugel ensteht etwa einen Meter vor dem Zauberer. Dann erst kann er sie in 50m UK steuern. Gerade bei der Feuerkugel ist das klar definiert. "Ziele" verstehe ich eigentlich als fixierbare Punkte und Gegenstände, an oder auf denen sich die Energie manifestiert. Rein theoretische "Punkte" in der Luft würde ich nur zulassen, wenn sie über ihre Nähe zu echten Zielen klar angegeben werden können (z.B. einen Meter oberhalb dieses Schornsteins; dort, wo der Fremde steht, usw, oder so.) Damit bin ich mir aber auch nicht sicher... Gruß, Drachenmann
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Filme und ihre Beweiskraft
Morsche Zusammen! Die entsprechenden Stränge habe ich jetzt nicht gelesen, kann mir aber die Argumentationen vorstellen, die sich ergeben, wenn jemand ums Verplatzen eine bestimmte Filmszene sich zum Vorbild nimmt. Ich kann mir aber auch die Argumentationen vorstellen, wenn jemand ums Verplatzen "historisch korrekt" mit Fachbuch spielen möchte. Beides geht nicht, da Midgard nun mal nicht die Erde ist, sondern nur ähnlich. Das einzige, was für mich argumentativ zählt, sind die Spielregeln. Wenn diese an ihre Grenze stoßen, richte ich mich nach dem Sl, dem ich immer ein Interesse an einer guten, spannenden und einfallsreichen Story unterstelle. Ich für meinen Teil habe häufiger Argumente auf irdisch-historischer, als auf der Grundlage der Unterhaltungsindustrie erlebt. Zur Veranschaulichung von Situationen können aber Filme durchaus dienen, auch zur Übernahme von Ideen. Ich selber wäre z.B. niemals auf den Trick mit dem zähflüssigen Gift an der Schnur gekommen, weil ich mich im asiatischen Bereich so gar nicht auskenne. Wenn ich irdisch-historisch-korrekt-realistisch spielen möchte, ist das m.M.n. nur mit den Regeln alleine möglich, nicht mehr auf Midgard als Welt. Natürlich nehme ich folgendes Argument ausdrücklich aus: "Wir spielen Fantasy, mein Char kann das, weil die Regeln es nicht verbieten." Nur, weil Regelschreiber nicht jede kranke Idee vorhersehen können, ist die Umsetzung jedes neuen Filmtricks noch lange nicht möglich. Gruß, Drachenmann
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Lustige Begebenheiten 2
In unserer Sonntagsgruppe, mit Figuren nur rudimentär ausgestattet: SL: So, und hier steht das Erd-Elementar...(stellt eine Plastikheuschrecke von etwa 10 cm Länge und 6 cm Höhe auf. Stille am Tisch.) SL: Sag mal, S1, kannst Du eigentlich auch normal essen? 5 Kekse auf einmal? Was machst Du da? S1: Eerb-Ebbemempa...wabbema, hammer gweich... ------------------------------- Dieselbe Gruppe bewegt sich im Gelände (Tisch mit diversen Trink-, Eß- und Rauchutensilien: SL: Was ist das denn für Rauch? Alle Figuren: WO? SL: Im Aschenbecher, ich ersticke gleich! S1: (immer noch im Spiel, ganz fachmännisch) Ah, nasses Holz! Obacht, Jungs, sie sitzen im Aschenbecher!
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Historische Welten
Ich habe für Kreuzzüge gestimmt. Wenn ich mir schon mal was aussuchen darf, dann die Epoche, für die ich mich sowieso am Meisten interessiere... Gruß, Drachenmann
- Katapult
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Katapult
Guten Morgen! Ja, sicher, das hat mir auch schon Nixonian erklärt, als ich verschiedene Stichwörter durcheinander gebracht hatte, die in den Regeln festgelegt sind. Wie auch immer, ich versuche gerade, mir eine Alternative zu einer riesigen Blide zu überlegen... Ich wollte halt nur mal etwas konstruktiver sein als in meinen Beiträgen vorher. Aber jetzt, wo ich gerade in den Regeln lese und nur das Katapult finde (blind?)...wo sind denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Maschinen aufgelistet, und die passenden Fähigkeiten? Gruß, Drachenmann
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Katapult
@Gromiart: Peace, Mann, ich wollte Dir nicht zu nahetreten! Falls das passiert sein sollte, tut es mir ehrlich leid. Das "ad" hängt mir noch von einer früheren Arbeitsstelle nach. Aber als Gegenvorschlag: Laß Dir doch eine richtig dicke Armbrust bauen, mit soviel Wumms, daß sie ein Gestell braucht. Die montierst Du Dir auf einen Wagen. Mit entsprechenden Hebeln kannst Du sie vielleicht auch alleine bedienen. Die Vorteile, die eine solche Waffe bringt, sind m.E. auch nicht schlecht. Haken wären dann auch denkbar, welche, die aufklappen, wenn sich die Schnur am Ende spannt...dafür müßtest Du vorher die Weite abschätzen, bei korrekter Berechnung öffnet sich der dreiarmige Haken kurz hinter der Mauerkrone. äääh, kann Dein Char überhaupt mit der schweren Armbrust schießen, oder ausschließlich mit dem Katapult? Gruß, Drachenmann
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Katapult
Mein Fazit:Bau das Teil genau so, stelle fest, daß Du nur in exakt eine Richtung mit exakt einer Weite schießen könntest, spann das Bäumchen und sieh zu, wie Du es entwurzelst oder brichst. Nette Idee, aber unpraktikabel. Ein so biegsames Bäumchen hält einfach nicht eine solche Spannung aus. Randnotiz: Du bist ein Steppenbarbar und Waldarbeiter. Und Du weißt, wo bei einem Katapult vorne und hinten ist. Ok. Dennoch stellt eine solche Belagerungsmaschine mittelalterliches "High-Tech" dar, von speziellen Konstrukteuren entwickelt und gebaut... Ich würde sowas ja den NSC überlassen...und für die Mauer dann vielleicht doch eine Leiter benutzen. Die kannst Du doch locker aus einem langen Stamm mit Kerben herstellen, als Waldarbeiter. Gut, das Anstellen an die Mauer könnte problematisch werden. Und der Haken und sein Flugverhalten, wenn er's denn aus dem Katapult rausschafft...ich weiß ja nicht... Das Fläschchen Öl kannst Du doch auch mit einer Stockschleuder verschießen? Grüße, Drachenmann
- Katapult
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Feudalsystem und feudale Titel
@Nanoc: ...und wenn ich mir dazu noch die Quellenlage betrachte; also, wer schreiben konnte und wessen Geschichte in wessen Auftrag unter welchem Blickwinkel verfaßte...Leichenfledderei wundert mich nicht bei den aufgeputschten Leuten, vor allem, wenn ich mir das sinnlose Gemetzel nach der eigentlichen Sclacht vorstelle... Ein Glück, daß wir nur spielen und uns das alles sparen können! ich spiele auch am Liebsten mit leichten Klischees, sowohl als Spieler, als auch als Leiter. Von daher finde ich im Spiel eine stärkere Auslebung von ritterlichen Idealen im Alltag und deren Bruch auch viel spannender, als es wohl wirklich war. Ich glaube ja, es war eine furchtbare Zeit, roh und gewalttätig. Und Maßlos in Allem...also...eigentlich wie heute, nur ohne Autos und Schusswaffen. Und Söldner: Die gesamte byzanthinische Palastgarde bestand aus den "Warägern", Exilwikingern, die für Gold kämpften, auch gegen die Normannen Süditaliens. Teilweise liefen sie auch über. Sowas läßt sich richtig gut spielen, aber, wie Du sagst, adaptiert für Midgard. Schöner und bunter. Gruß, Drachenmann
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Katapult
OK, war mißverständlich formuliert und damit nicht besonders hilfreich...wie war das: @Drachenmann! Trotzdem sind sich alle einig, daß sich ein solches Gerät grundlegend von einem Bollerwagen unterscheidet und eher behindert als hilft...unter Umständen sogar für Irritationen bei ansässigem Wachpersonal sorgt... , Drachenmann
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Katapult
Ist natürlich auch die Frage, ob schwere Gegenstände (Steine/Öl/Brandsätze/Köpfe) mithilfe eines Wurfarms verschossen werden, oder ob es eine Speerschleuder sein soll. Speerschleudern gab es transportabel, nicht zu groß (zwei bis drei Mann Personal), sie waren wegen der vielen gespannten Riegel und Sehnen aber sehr empfindlich, gerade gegen Nässe. Reichweite bis zu 500m! Mächtige Gefahr der Verletzung des Bedienpersonals bei Sehnenriß! Wesentlich bediensicherer waren die Gegengewichtsbliden, die mit einem Wurfarm und einem Gegengewicht mehrere Zentner in Parabeln verscleudern konnten. Das waren aber regelrechte Belagerungsmaschinen und sie wurden immer vor Ort gebaut (s. vorherige Argumente, bis zu 7m lange Wurfarme). Wenn er wirklich so eine will, soll er sich gleich um einen zweiten Wagen für Geschosse, oder einen preiswerten Steinmetz kümmern... Laß es ihn doch bauen. Bis er feuerbereit ist, hat ihn der Gegner dreimal überrannt...dann kehrt er freiwillig zur schweren Armbrust zurück! Gruß, Drachenmann Jetzt habe ichs geschrieben und stelle es trotz Nixonians Beitrag auch dazu.
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Wer spielt mit wem?
Und was passiert, wenn einer nicht erfolgreich geleitet hat? mfg Detritus Dann stände da kein "*", sondern ein "+"...
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Feudalsystem und feudale Titel
@Barmont: Auf jeden Fall!!! Damit wollte ich auch nur sagen, daß "damals" ein Lehen gleichbedeutend mit einem 6er im Lotto war. Auf Turnieren gab es nur "Kleingeld", Ehre und Ruhm...Turniersieger haben sich natürlich erfolgreich in Szene gesetzt. Aufträge und Questen sind dann die Folgen im Spiel . Ich meine auch, eine realistische Ritterdarstellung mit Rheuma und Gicht wäre nicht wirklich lustig...
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Feudalsystem und feudale Titel
Eher andersherum: "blaues Blut" wurde zu einer Bedingung gemacht, um in die Ritterschaft aufgenommen zu werden. ...wo hab ich nur dieses Spezialbuch...egal... Jedenfalls ist in diesem Zusammenhang entscheidend, daß "Ritter" trotz Nennung mit den eigentlichen Ständen (Adel, Klerus, Bauernschaft) ursprünglich keinen eigenen Stand darstellten. Ritter war man immer zusätzlich zum eigenen Stand: ein Ministerialer konnte Ritter und dennoch unfrei sein, sich innerhalb der Ritterschaft als Gleichgestellter mit einem Adeligen unterhalten. Er war u.U. sogar berechtigt, einen Zweikampf auszufechten. Begegneten sich dieselben Gesprächspartner aber am Königshof, waren ihre Plätze beim Festmahl mehrere hundert Meter entfernt voneinander. Ritter war lange Zeit die Bezeichnung für eine Lebensform, wie "Bürger" ursprünglich ein Sammelbegriff für alle Seßhaften innerhalb oder nahe einer Befestigung war. Unabhängig von ihrem rechtlichen Status. Die Verbindung des Titels "Ritter" mit einer abgesicherten, adeligen Rechtsform vollzog sich als Folge der Beanspruchung ritterlicher Verhaltensweisen durch Adelige, die damit erfolgreich sämtliche Nichtadelige vom sozialen Aufstieg ausschlossen. Auch in späteren Zeiten war die Auszeichnung "Ritter" ein Zusatz, eine Art Sahnehäubchen auf dem adeligen Titel. Dann aber ohne jede nennenswerte Konsequenz für den Träger. In diesem Zusammenhang ist vielleicht wichtig, auf den Unterschied zwischen Stand und Lebensform hinzuweisen: es gab drei Stände, mehr nicht; Herrschende (Adel, ursprünglich der gewählte, "makellose" Stammesführer), Versorger (Bauern und herstellende Gewerbetreibende) und den Klerus (dessen Rechtsstaus nie ganz geklärt wurde, s. Schisma, Gegenpäpste, Heinrich IV). Davon relativ unabhängig war die subjektive Lebensform, in der sich der Einzelne rechtlich bewegte: es gab die ganze Palette vom Sklaven bis zum Souverän. (Karl der Große erhielt nicht nur "sarazenische" Sklaven geschenkt, er behielt sie auch - als Sklaven) Eingeschränkt war nur der Aufstieg, der Abstieg konnte im freien Fall erfolgen. Ritter stellen hierbei ein Schlupfloch dar, durch das der Einzelne sich soziale Achtung i.S.v. Tapferkeit und Waffenfertigkeit erwerben und "mit Königen auf Du und Du" verkehren konnte. Darum die Einschränkung des Zugangs durch den Adel, sobald die schlimmsten Kämpfe vorbei waren. Bis dahin - ok, auch später noch - gab es viele Ritter, die durchaus mit Hingabe die ritterlichen Ideale verfolgten und dabei ihr Leben ließen. ...hätte ich jetzt dieses verf***** Spezialbuch, könnte ich sie aufzählen... es waren ursprünglich drei Ideale, auf die der Jungritter bei seinem Seelenheil (!) schwor: 1. Unbedingte Treue gegen seinen Herren (in den späteren Zeiten der Lehnsherrschaft unmöglich), 2. Verteidigung des Königtums (nicht des Königs als Person), 3. Schutz der Schwachen. (Keine greifbare Quelle = ohne Gewähr) Sicher ist, daß die Ritterleiten der ersten Jahrhunderte 1. ohne Klerus, 2. ohne Treueschwur gegen die Kirche durchgeführt wurden. Österreich rechne ich in diesem Fall dazu, England könnte ein Sonderfall gewesen sein, glaube ich aber nicht. In späterer Zeit...soweit ich weiß, werden in UK die Leute zum "Sir" geschlagen, aber nicht zum Knight? Ist jedoch nicht so wichtig, da es sich dann hierbei um eine Entwicklung der Neuzeit handeln würde, im Zuge der Verlagerung hin zu politischer Werttung... @Barmont: An Lehen ist nicht ein einziger durch Turniere gekommen, es gibt aber nette Geschichten von aufgebrachten Zeitzeugen, wie fahrende Ritter von Turnier zu Turnier reisen, als geübte Kämpfer reihenweise (und ausgebuht) in professioneller Weise ihre Gegner aus dem Sattel heben. Traditionell gehört die gesamte Ausrüstung des Verlierers, meist den Wert von mehreren Dörfern samt Einwohnern repräsentierend, dem Sieger. An wen hat er sie wohl verkauft? Und der Besiegte mußte seine Maßrüstung aus Italien bei wem wieder auslösen? Aha... Diese professionellen Turnierritter waren nicht gerade beliebt, da ihre herzlose Art so gar nicht dem "ritterlichen" Ideal entsprach. Übrigens dürfte Ivanhoe ein besonders schlimmer gewesen sein...
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Brennen Diamanten?
- Feudalsystem und feudale Titel
Muß ich mich doch auch mal reinhängen... "Ritter" war niemals ein Bestandteil der feudalen Struktur i.S. eines Adeltitels! Auch im Zusammenhang mit Kreuzzügen werden niemals Ritter ohne ihren jeweiligen Adelstitel erwähnt. Historisch gesehen, entstand die Ritterschaft im Zuge der ottonischen Kriege gegen die Hunnen, um die 900 n.C. Der östliche Teil des fränkischen Gebietes war besetzt, die Ottonischen Frankenkönige beschränkten sich mehrere Jahre darauf, sich mit Tributen freizukaufen. In der Zwischenzeit entwickelten sie eine neue Waffe, leichte gepanzerte (kein Widerspruch, die Hunnen waren ungerüstet) Reiterei mit kurzen Lanzen und dem fränkischen Schwert, die als Phalanx Sturmangriffe ritten und in neuartigen Militärburgen kaserniert. (Als Fanal schickte Otto III (?) einen Hundekopf als Tribut...) "Ritter" war also ursprünglich ein Angehöriger einer solchen Einheit und hatte mit adeliger Hrekunft so gar nichts zu tun. Im Gegenteil. Zu dieser Übergangszeit von "germanischem" Stammesleben zu festen und erblichen Feudalstrukturen bildeten diese Einheiten Aufstiegsmöglichkeiten für einfache Krieger. Folgerichtig wurden solche Krieger zunächst nur "Miles" genannt, in Anlehnung an die römischen Berufssoldaten. Das Wort "Ritter" taucht erstmals Ende des 10. Jahrhunderts im moselfränkischen auf. Im Laufe der Zeit entwickelte sich innerhalb dieser Einheiten, oft ausgerüstet auf Kosten eines adeligen Herren, ein gewisses Elitedenken, gepaart mit mit einem theoretischen Kriegerethos, um dem Standesdünkel des Adels ein eigenes Selbstverständnis entgegenzusetzen. Zu dieser Zeit (etwa um 1000-1100, regional verschieden) war es durchaus möglich, als Unfreier oder auch Leibeigener im Dienst eines Adeligen zu großem Ansehen und Reichtum zu gelangen, auch Lehen (nicht erblich) wurden solchen "Ministerialien" vergeben, da sie durch ihren Stand zu größerer Treue verpflichtet waren als Freie. Um etwa 1200 wandelte sich das Bild: Angelockt von der romantischen Verkärung des Ideals eines wehrhaften Dieners (und der sozialen Macht einiger Ministerialien) drängten zunehmend Adelige in den Ritterstand, der bald darauf zu einer abgeschlossenen Kriegerkaste deformiert wurde. Seitdem konnte nur noch Ritter werden, wer adeliger Herkunft war, und/oder einen Vater im Ritterstand nachweisen konnte. Damit war der Verfall des Rittertums als Kämpferelite eingeleitet, in der Folgezeit degenerierte die Ritterschaft zunehmend im Zusammenhang mit "Höfischkeit", "Ritter" wurde immer häufiger als Auszeichnung benutzt, ohne Bezug zur früheren Wehrhaftigkeit. Ab etwa 1500 sind Ritter im militärischem Zusammenhang bedeutungslos geworden, es beginnt die Ära der käuflichen Berufssoldaten, der Landsknechte, entweder mit Hellebarde oder mit Bihänder bewaffnet, in der Folgezeit zunehmend mit Handfeuerwaffen. Historisch korrekt ist ein Ritter daher nichts anderes als ein gepanzerter Reiter, aufgrund der Kosten für seine Ausrüstung und der Besonderheiten des Feudalsystems in Diensten eines Lehnsherrn stehend, jedoch nicht zwangsläufig selber adelig oder Lehnsherr. Der Ritterschlag bedeutete keine Aufnahme in den Adelsstand, sondern in die "Kriegerkaste", gepaart mit dem Eid des Kriegers, den Ethos zu beachten, der immer wieder verändert wurde. Wenn jemanden tiefergehende Informationen interessieren, kann ich gerne entsprechende Literatur empfehlen, die ich gerade nicht greifbar habe... Gruß, Drachenmann- Brennen Diamanten?
...wie zum Beispiel bei unserer Sonne. Ist aber ein Drachenfeuer so heiß wie eine Kernfusion? Dennoch stimme ich zu: Wärme, Licht, Mikrowellen, Röntgen, Radioaktivität usw. unterscheiden sich rein in der Wellenlänge. Der menschliche Körper besitzt nur Fähigkeiten zur Wahrnehmung bestimmter Wellenlängen. Alle anderen bemerkt er nur an den Auswirkungen... Darüber ließen sich vielleicht auch die Wirkungen von Drachenfeuer "definieren". Wenn es nämlich nur teilweise im sichtbaren Wellenspektrum strahlte? Und zusätzlich zur Wärme noch etwas "Anderes" abstrahlte? Gruß, Drachenmann- Magische Gegenstände Eurer Charaktere / Gruppe
Holla! Meine Ohren wurden beim Lesen des Strangs immer röter... Hier kommt Colin Dew MacMulligan, Gl Grad 7: Ein Claemore ohne was. Colin kann kämpfen und braucht keinen Schnickschnack. Wenn sich der Gegner nicht sooo gut verwunden läßt, packt er murrend zwei Streitäxte aus: 2x Streitaxt, unkaputtbar. Dew ist nicht blöd und hat gelernt... Er hat außerdem einen Armreif mit...ich glaube "Eisen-" oder "Marmorhaut". Ist was für Zauberer und Weicheier, er läuft dann doch immer in seiner KR auf. Für teures Geld selbstgekauft: mehrere 1W6 Heiltränke, 2x 2W6 Heiltränke, 1x Berserkertrank, 1x Kraut konz. Energie, 1x Trank der Beschleunigung. Ich glaube, das wars...und er lebt immer noch!- Quellenbücher oder Abenteuer
Hallo Ambakaj! Ich habe den Eindruck, hier überschneiden sich zwei Themen: 1. Deine verständliche Frustration, daß Deine Ausarbeitung mit einem recht stoffeligen Spruch vom Tisch gewischt wurde und in der Konsequenz Charaktere in ihren Ansichten grundlegend verändert wurden. Das hätte mich auch aufgebracht, sehe ich allerdings nicht ursächlich durch eine mangelhafte Abdeckung mit Quellenmaterial bedingt. Es hört sich für mich mehr nach einem kleinen Machtkampf an, für den Dein damaliger Leiter Position und Neuerscheinung als Argumentationshilfe benutzt hat. Formal läßt sich ja drüber reden, menschlich ist es fragwürdig in einer "Spiel-Spaß-Spannung-Runde". 2. Deine Schlußfolgerung, mit mehr und ausführlicherem Hintergrundmaterial ließe sich ein solcher Konflikt vermeiden oder zumindest entschärfen. Stimmt nicht! Auch ein QB ist nichts weiter als ein Angebot. Je stimmiger und praktikabler, desto mehr kann es zur Grundlage des Spiels werden. Kann, nicht muß. Vielleicht war Dein SL einfach jemand, der kritiklos jeden Satz als Regel gedeutet hat. Vielleicht war er unsicher, ob er mit "Deiner", sicher sehr komplexen, tegarischen Steppe zurechtgekommen wäre, es gibt 1000 Möglichkeiten. Aber mangelndes Material würde ich nicht unbedingt dazuzählen. Auch mit der Macht von 20 QB sitzt Du als Spieler schlußendlich jemandem gegenüber (SL), der diese Informationen interpretiert und filtert, möglicherweise ändert. Und dann helfen Dir die ganzen Sekundärmaterialien auch nicht weiter, weil der SL antwortet:" Ist mir egal, wir spielen das jetzt so und so!" Und damit wären wir wieder am Anfang... Bessere Umgehensweisen mit einem solchen Problem haben ja schon die anderen umrissen. Gruß, Drachenmann (Ich versuch´s wirklich, aber mich kurzzufassen fällt mir einfach schwer...)- Rollenspielsprüche
Damals auf Mittelerde: Abenteurer vor Orkhöhle. Magier: Hmm, Zeit, dieses Kristalldings auszuprobieren, das mit dem komischen Rauch drin...Wenn ich "jetzt" rufe, haltet Euch die Nase zu! Hobbit: Aber wenn Du jetzt schreist, kommen doch die Orks? Magier: Du Trottel, ich rufe "jetzt"! Dann haltet IHR Euch die Nase zu! Hobbit (unbeirrt): Also, wenn Du jetzt schreien willst, dann halte ich mir doch lieber die Ohren zu. In den folgenden Kampf griff der Hobbit erst am Schluß ein...- Quellenbücher oder Abenteuer
Ganz eigennützig: Für mehr QB. Ein gutes QB gibt einen stimmigen Rahmen, den jeder SL nach seinem Gusto ausfüllen kann. Und wenn auf der vorgegebenen Karte keine Burg ist, bei mir steht da halt eine. Und zwar immer schon. Kulturelle und soziale Hintergründe als frei anwendbare Basis sind mir einfach wichtiger als vorgefertigte, konkrete Phantasien anderer. Allein beim Gestalten eines Abenteuers habe ich einen Riesenspaß, außerdem kenne ich dann alle Möglichkeiten, die Gruppe über Improvisation wieder zum roten Faden zu bringen. Und da die Spieler immer aus einem engen Korsett ausbrechen, ist improvisieren auch immer nötig. Dann stehe ich da und versuche sie krampfhaft, auf Seite dreundzwanzig zu lotsen, damit sie endlich irgendeinen Schrott finden, der mir von Anfang an nicht gefiel, aber unbedingt nötig ist, damit sie auf Seite vierzig nicht untergehen. Viel zu eng. Und dann dieses ewige Hingeschubse in die vorgegebene Richtung! Nur eigene Abenteuer wirken lebendig, weil der SL zu 100% dahintersteht. Meine Meinung. Wobei ich natürlich das Argument "Zeit" völlig nachvollziehen kann. Grüße, Drachenmann (ich entschuldige mich mal vorsorglich für meinen Ton, aber das Thema hat mich jahrelang aufgeregt. Beim Tabellenmoloch Rolemaster) - Feudalsystem und feudale Titel