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Eleazar

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  1. Im Prinzip kann ich dir zustimmen. Ich behaupte auch nicht, dass Midgard das beste Rollenspiel sei. Erstens ist mein Horizont dafür zu klein und ich kenne zu wenig. Zweitens geht es um meinen subjektiven Geschmack - um das von mir gewünschte Spielgefühl. Und da matched es bei mir und Midgard und ich bin zufrieden. Und wenn ich zufrieden* bin, dann muss ich nicht länger rumsuchen. Das Einarbeiten in neue Regeln ist für mich eine Hürde, die kleinere Optimierungsgewinne auffressen würde. Außerdem ist mir die Gruppe wichtiger als das System. Und meine alte Gruppe spielt nun mal Midgard. Selbst das (für mich) perfekte System mit intuitiven Ausbau- und Bewegungsregeln würde vom Spielgefühl meilenweit nicht an das gute Spielgefühl ranreichen, wenn ich das nicht mit meinen Freunden spielen würde. *Zufriedenheit, nicht Perfektion als anstrebenswertes Ziel, ist für mich sowieso eine Maxime. Wenn ich mit etwas zufrieden bin, reicht mir das in der Regel. Vielleicht passe ich noch ein bisschen an. Im Zweifelsfall ist meiner Erfahrung nach das Gras auf der anderen Seite eh immer grüner. Es gibt noch genug, mit dem ich unzufrieden bin, auf das ich Energie verwenden kann. Das heißt nicht, dass ich nicht auch interessehalber in andere Systeme gucke und schaue, wie die was regeln. Aber ich habe meist keinen Bock, mich darin komplett einzuarbeiten. Und im Zweifelsfall kann ich nach den Midgardregeln und ein bisschen Kreativität so gut wie alles machen, was mir so in den Sinn kommt.
  2. Ich wollte nur darauf hinaus: Spielst du ein kleines System und guckst nicht auf die anderen, dann bist du in ner Bubble. Spielst du ein sehr großes System und guckst du nicht auf die anderen, dann bist du im Mainstream und alles andere sind Exoten. Wenn du bei den Großen mitspielst, dann wird die Abschirmung gegen andere ganz anders gesehen. Die Begriffe werden nicht unbedingt neutral verwendet. Bei kleineren Systemen wird eher erwartet, dass du dich auch anders informierst. Bei großen Systemen ist es halt so. Aber im Prinzip ist das ja auch egal.
  3. Wäre überhaupt mal interessant, wie lange man noch von einer "Bubble" sprechen kann. Ich vermute mal, dass viele DSA- und DnD-Spieler systemtreu sind. Aber DnD ist bei einem gewissen Alter so omnipräsent, dass die sich wohlmöglich fragen, ob es noch was anderes gibt. Also weniger Blase und mehr schon Lufthülle des Planeten. Bei Midgard fällt es halt auf, weil der Anteil der Midgardspieler am großen Kuchen eher klein ist.
  4. Ich sag auch nicht, dass M5 ohne Schwächen ist, aber die Schwächen im Lernsystem behindern mich nicht im Spiel. Ehrlich gesagt stresst mich eine Charaktererschaffung mit Kaufsystem weit mehr und es inspiriert mich auch nicht. Und Agens/Reagenz interessiert mich nicht die Bohne. Braucht kein Mensch, außer den Mager, wenn er sein Spezialgebiet auswählt. Die Macken in anderen Systemen kann ich nicht so gut ignorieren. Oder sie bedienen nicht den Komplexitätsgrad, den ich mag.
  5. Keine Ahnung, wie ich das vergleichen soll. Dafür spräche für mich, dass ich mit Midgard immer schon sehr zufrieden war. Und da war Midgard eben einfach das erste Rollenspiel. Als mein kleiner Bruder mit DSA anfing, habe ich das Regelwerk mal durchgelesen und war von dem kindlichen Stil und den Zaubernamen echt abgestoßen. Da war ich einfach nicht mehr die Zielgruppe. Alles, was ich danach mal gespielt und getestet habe, hat mir keinen Mehrwert gegenüber Midgard gegeben, sofern es das Fantasygenre betraf. Traveller fand ich schlecht gemacht. Bei Shadowrun gefiel mir das Setting, die Regeln sind allerdings sinnlos kompliziert. Und über Deadlands und den Shadowrun-Clon bin ich an Savage Worlds geraten. Grundsätzlich finde ich Spielregeln aber auch nicht so interessant. Regeln lernen ist mühsam und lästig und an sich erst mal kein Teil des Spaßes. Da müsste also ein großer Mehrwert abzusehen sein, mich in ein neues Regelwerk einzuarbeiten. Entweder, dass ich ein neues Genre spielen kann. Oder dass ich ein schlechtes Regelwerk (SR) gegen ein besseres (SW) austauschen kann. Vaesen würde mich interessieren, allein weil ich mir wegen der tollen Illus das Regelwerk geholt habe. Demnächst muss ich mich in Warhammer einarbeiten, weil der neue SL unbedingt das leiten will. Wenn ich nicht zwei Jahre pausieren will, muss ich in den sauren Apfel beißen. Wenn ich mich so im Tanelorn umsehe, dann sind da sehr viele Spieler, die sehr viele verschiedene Systeme spielen und immer wieder auch auf neue Systeme umsteigen. Für meinen Geschmack sind das sehr eigenartige Gelüste, aber da ist halt jeder anders. Was ich mir vorstellen kann, ist dass man in der Midgard-Szene wenig Druck und auch weniger Anregung bekommt, mal was anderes zu spielen. Denn dafür bräuchte es ja Leute, die den neuen heißen Scheiß mitbringen und andere mitziehen, dass mit ihnen zu spielen. Da sind das Forum und die Midgard-Cons nicht die idealen Biotope für. Denn hier trifft man sich ja, um über Midgard zu diskutieren oder um Midgard zu spielen. Es gibt Anzeichen, dass dem so sein könnte. Für mich ist der maßgebliche Punkt allerdings, dass ich M5 auch für das beste Rollenspiel halte, dass ich je gespielt habe. Klar, kann ich auch was anderes ausprobieren. Aber bislang hat sich das nicht wirklich gelohnt - wenn es denn auch Fantasy war.
  6. Ich glaube, die Formulierungen tun der Diskussion nicht gut: Eine "abgeschottete Gemeinschaft" kann man schnell als moralischen Vorwurf verstehen. "Offenheit" ist meist ein positiver Wert an sich und "Abschottung" per se was Negatives. Als Elsa und/oder Jürgen die Vokabel benutzten, ging es aber um einen ganz bestimmten Aspekt: Die Midgard-Szene ist einfach so organisiert, dass die Außenwirkung in die restliche Rollenspielszene relativ überschaubar ist. Das ist natürlich aus Werbezwecken definitiv schlecht, aus vielen anderen Gründen aber durchaus gut oder egal. Vielleicht wäre Midgard ohne dieses Kuschelforum und die reinen Midgard-Cons nie so alt geworden. Vielleicht hätte es einen ganz anderen Zulauf bekommen. Das weiß keiner. Und so wie es ist, ist Midgard bislang ja erst mal eine Erfolgsgeschichte Ich denke bloß, dass die "Abschottung" der Midgardszene ja nicht aus niederen Beweggründen oder wegen einer allergischen Reaktion gegenüber der restlichen Rollenspielumwelt geschehen ist. Und es muss daher ja auch nicht kritisch gesehen werden. Hier im Forum gibt es ja immer wieder Posts von Leuten, die auf Cons mitgeschleppt wurden oder die ins Forum gestolpert sind und sich sehr gut aufgenommen fühlten. Insofern gibt es keine Abschottung. Aus Marketingsgesichtspunkten gäbe es noch Optimierungspotential. Aber das war mit einem so kleinen Verlag wahrscheinlich auch nicht zu stemmen.
  7. Aber dann bist du ja juristisch umfassend beraten und dann weißt du wie es geht und dann kannst du einem anderen Softwarespezialisten hier im Forum deine Erkenntnisse weitergeben, der das dann für Microsoft macht... (... schreibt ausgerechnet der, der hier von Tuten und Blasen keine Ahnung hat). ;) Doch ich hoffe wirklich, dass es in ein paar Jahren technische Möglichkeiten geben wird, die hier auch dem digitalen Fußvolk bislang ungeahnte Möglichkeiten eröffnen werden.
  8. Es liegt eben auch daran, dass Midgard eben immer ein "kleines" System war. Auf ner größeren Con hättest wenig Auswahl an Midgard-Runden gehabt und sicher auch nicht viel Abwechslung bei den Leuten. Bei einem reinen MidgardCon hast du das optimale Biotop - außer für die Werbung.
  9. Ich muss auch sagen, dass der Schwampf mir so gar nichts gibt. Anderen aber schon und wenn die deswegen ins Forum schauen und ab und zu auch die anderen Stränge mit Leben erfüllen, um so besser.
  10. So absolut gesehen, widerlegt ja bereits ein Gegenbeispiel die These. Und sobald man nicht vollkommen abgeschottet ist, ist man ja schon wieder relativ offen. Ich weiß nicht, ob es von Branwen oder Jürgen oder sogar beiden kam, aber die haben es zumindest so gesehen. Wobei "abgeschottet" wohl das falsche Wort ist. Es gibt aber eben zwei Strukturen, in denen sich die Midgard-Gemeinde überregional organisiert und das ist das Midgard-Forum und das sind die Midgard-Cons. Und die beiden tragen nunmal dezidiert Midgard im Namen nicht nicht allgemein P&P. Und klar, wenn man MIdgard toll findet, dann wird man in den beiden Bereichen einfach optimal bedient. Warum auf ne Con fahren, in der Midgard eventuell nur am Rande vorkommt? Warum in einem Forum diskutieren, in denen Midgard von vielen schlecht dargestellt wird? Eine mögliche Antwort wäre: Aus missionarischem Eifer. Aber das ist anstrengend. Ich bin wirklich nicht gut informiert, aber ist das Konzept der Midgardcons als Übernachtungscons nicht auch was Besonderes? Das ist natürlich auch gemeinschaftsbildend. Moderation Hab das Thema aus diesem Thema ausgelagert. @Eleazar Dein Beitrag war der passendste für den Einstieg in die Diskussion.
  11. Es ist immer die Frage, wann diese Theorie gezückt wird und welche Alternativen am Ende zur Debatte stehen. Wenn ich von eine Bewältigungsprozess spreche, dann ist a) das Problem unausweichlich und b) das Ziel / die Aufgabe mehr oder minder unstrittig. Zumindest bei b) hätte ich in unserem Kontext deutliche Anfrage. Und dann wird das Anspielen dieser Theorie durchaus manipulativ, weil es Zwangsläufigkeiten voraussetzt oder Alternativlosigkeiten proklamiert, die es in gewissen Szenarien so gar nicht gibt. Und ja, es gibt Veränderungsprozesse, die ich nicht oder schlecht bewältigen kann, denen ich mich aber stellen muss. Und es gibt Veränderungsprozesse, die ich anders angehe, als derjenige, der den Prozess initiiert hat, das von mir wünscht oder erwartet. Ich muss nicht in allem folgen, weil sich das wer anderes so gedacht hat.
  12. Bist du neu im Forum? ;)
  13. Vielleicht ist das Angebot einfach Schrott? Oder längst nicht so gut, dass ein großer Teil der Leute hier mitgehen würde? Du unterstellst scheinbar, dass die Kritik an oder die fehlende Begeisterung für Damatu daran liegt, dass diejenigen psychologisch einen Veränderungsprozess nicht bewältigen können. Damit schiebst du den Schwarzen Peter auf die Kritikerseite. Dagegen möchte ich mich eigentlich verwahren. Ich finde es ein bisschen lustig, dass da ein Fehler bei mir liegen sollte, wenn mir ein Produkt nicht gefällt, dass sich so essentiell und leider eben nicht im positven Sinne vom Vorgängerprodukt unterscheidet. Ich sehe es so, dass Pegasus die Leute aussortiert hat oder die Zusammenarbeit mit ihnen beendet hat oder nicht mehr fortsetzen konnte, die eine eher evolutionäre, traditionswahrende Vision von M6 hatten. Ich war ganz am Anfang im Regelteam mit dabei. Das klang noch sehr verheißungsvoll. Auch sehr anders und durchaus mutiger als die Wechsel von 2 nach 3 nach 4 nach 5. Wäre dieser Weg weiterverfolgt worden, wäre die Stimmung hier ne andere, was die Akzeptanz von M6 betrifft. Das hat aber nichts mit meiner Bereitschaft zu tun, mich auf Änderungen einzulassen oder was Neues auszuprobieren. Für mich ist das Angebot einfach sehr unattraktiv.
  14. Danke für den Hinweis. Das Konzept, dass sich ja an den Trauerprozess nach Kübler-Ross anlehnt, funktioniert aber nur, wenn man einer Entwicklung nicht ausweichen kann und der allgemeine Fortschritt, das Ziel einigermaßen klar ist. Wenn jemand gestorben ist, musst du dich mit dem Verlust abfinden und ins Leben zurückfinden. Wenn du die Senderumstellung auf HD blöd findest, kannst du irgendwann kein Fernsehen mehr gucken. Wenn dein Arbeitgeber die Pforten schließt, wirst du dir eine neue Arbeit suchen müssen. Das Haus of Change ist in Raum 1 und 2 relativ eindeutig, wenn der Change nicht von Anfang an begrüßt wird (war bei mir bei der Einführung von M2, M4 und M5 der Fall). Aber von da an kann alles Mögliche passieren. Vor allem aber kann der Change komplett abgelehnt und nicht vollzogen werden: Ich bleibe bei M5 und M6 kann mich mal. Ich wechsel zu DSA und M6 kann mich mal. Ich höre auf zu spielen, weil das eh keinen Sinn hat. ... Dann zieht man quasi in ein anderes Haus und durchläuft da die Räume 3 und 4. Ich reagiere aufgrund von Erfahrungen in einem ganz anderen Kontexr ein bisschen allergisch auf das Modell (und auch auf die Grafik da drunter), weil das oft herrschaftlich eingesetzt wird, um Änderungen nach dem "Friss oder stirb-Prinzip" durchzusetzen. Nach dem Motto: "Der wird sich schon damit abfinden, der braucht nur noch ein bisschen Zeit". Von oben herab wird diktiert, dass andere sich in ihre Pläne einfinden und das nachher auch noch gut finden müssen. Dabei gibt es oft Alternativen: Das anvisierte Ziel kann zum Beispiel aufgrund von Widerständen noch mal verändert werden oder die Veränderung kann aufgrund von Widerständen modifiziert werden. Nicht, wenn jemand gestorben ist, aber in vielen anderen Fällen schon. Dessen ungeachtet werden sicher alle in einiger Zeit ihren Frieden mit der Situation gemacht haben. Wie sie das tun und wie sie sich entscheiden, ist nun wieder maßgeblich für unsere Community.
  15. @Widukind Also ich spiele mit meiner alten Gruppe nur Midgard. Mit der anderen habe ich zuletzt Deadlands, dann Shadowrun, dann Shadowrun mit Savage Worlds-Regeln gespielt und als nächstes kommt Warhammer.
  16. Die Frage ist doch erst mal, was ich unter "Midgard-Gemeinde" oder "Gemeinschaft" überhaupt verstehe. Der Begriff "Midgard-Gemeinde" hat ja fast schon einen biblisch-christlichen Klang. Und vielleicht ist das Urchristentum gar kein schlechter Vergleich. Da ging es um ein freundlich-solidarisches Miteinander einer Gruppe mit einem Ziel, das sie erreichen möchte, umgeben von einer feindlichen Umwelt. Freundschaft kann sein, muss aber nicht. Wohl aber ein solidarischer, freundlicher Umgang, der einem Verhalten in einer Freundschaft um nichts nachsteht. Gut, von dem idealen Anspruch kann man sicher eine Menge abschleifen und "feindlich" ließe sich durch desinteressiert ersetzen. Aber dann sind wir doch nahe dran. Der nächste Punkt ist, wie ich die Midgard-Gemeinde personell definiere: Da gibt es den weitesten Kreis der nicht verbundenen Kunden, der ausschließlichen Konsumenten. Die tragen zur Gemeinschaft nicht bei, außer dass sie mit ihrer Nachfrage und ihrem Geld die Produktion von Inhalten unterstützen. Dann kommt die Gruppe der nicht nur ganz sporadisch spielenden oder interessierten Mitglieder: Die Leute, die zum Beispiel in irgendeiner Gruppe spielen und noch irgendwie einen Kontakt zu anderen Gruppen halten. Zum Beispiel, indem ein Mitglied im Forum aktiv ist oder auf Cons fährt und den Informationsfluss gewährleistet. Hier fließen mittelbar noch Informationen mit der Kern-Gemeinschaft hin uns her. Als weitere Abstufung kommen die Mitglieder des Forums und / oder die Con-Gänger. Beide Gruppen decken sich nicht vollständig, überschneiden sich aber weit. Und als letztes ein enges Verständnis der Kreis der Engagierten, Mulitplikatoren, Kreativen, die aktiv eine Menge beitragen. Ich würde die Midgard-Gemeinde als konzentrisches Modell verstehen, in dem der Gemeinschafts-Gedanke nach außen hin immer schwächer wird, aber noch da ist. Wenn ich mir das so anschaue, dann wird M6 allein die Midgard-Gemeinde in der bestehenden Form auf keinen Fall zusammenhalten können. Wenn die bisherigen Aussagen zur Wechselbereitschaft zu M6 oder zum Bleiben bei M5 auch nur irgendeinen Anhalt in der Realität haben, dann wird dieser Gemeinschaft das gemeinsame Ziel abhanden kommen. Ein großer Teil der Gemeinschaft wird nicht zu M6 rübermachen. Insofern spaltet M6 eher, als dass es verbindet. Also stellt sich doch vielmehr die Frage, ob das Forum, die Cons oder Pegasus die Midgardgemeinde zusammenhalten können. Das Forum kann das tun, indem M6- und M5-Interessierte hier parallel in nicht toxischer Kommunikation und ohne "Missionierungsversuche" nebeneinander her und im allgemeinen, theoretischen Rollenspielbereich auch gemeinsam zwei Zielen nachgehen können. Ähnliches gilt für die Cons. Und bezogen auf Pegasus als Rechteinhaber ist die Frage der Fan-Policy und der Haltung gegenüber Midgard- (Welt) und M5- (Regeln) Fanmaterial entscheidend. Dabei ist es möglich, dass der Zusammenhalt der bisherigen Gemeinschaft sich in den unterschiedlichen Kanälen unterschiedlich darstellt: Auf der einen Ebene geht gar nichts zusammen, auf der anderen Ebene geht und holpert es und wieder auf einer anderen ist eitel Freude, Sonnenschein. Aber dass M6 beim Erscheinen die bestehende Kundschaft so positiv überrascht, dass es zu einem großen Sinneswandel führt, halte ich für ausgeschlossen. Und dass M6 im Forum oder auf den Cons dominierend wird, sehe ich auch nicht. Wenn sich M6 am Markt durchsetzt und halten kann, dann erwarte ich eher das Entstehen einer von der alten fast vollständig getrennten Community mit eigenem digitalen Treffpunkt auf dem Pegasus.Discord und eigenen Cons oder eigenen Slots auf bestehenden Nicht-Midgard-Cons mit weitgehend anderen, neuen Leuten.
  17. So hatte ich es auch verstanden.
  18. Thema von Akeem al Harun wurde von Eleazar beantwortet in Konzertsaal
    Dass ist gut, aber eine Info von der Seite will ich schnell noch weitergeben: Yeah! Deutschland wird 22.! Das ist nicht ansatzweise der letzte Platz!
  19. Vieles überzeugt mich oder sehe ich ähnlich, aber trotzdem weiß kein Mensch, was die Zukunft bringen wird. Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Midgard-Cons noch lange Zeit Bastionen von M5 bleiben werden, auch wenn M6 nicht aktiv ausgeschlossen wird. Die Liebe zur alten Spielwelt und den alten Spielfiguren ist stark. Und dafür ist die Begeisterung für die Legenden von Damatu zu schwach oder zu wenig umfassend. Zusätzlich werden sich auf den Midgard-Cons 7töter und Altgard in gewissem Rahmen etablieren. Allein schon wegen der persönlichen Verbindungen und der Verwurzelung der Macher in der Szene. Und Pegasus wird seine Aktivitäten sowieso mehr auf seine eigenen Kanäle und andere Cons konzentrieren als auf die klassischen Midgard-Cons. Da ist der Zugang zu einer neuen Kundschaft. Und dann hängt mittel- und langfristig viel davon ab, wie sich die verschiedenen Systeme am Markt schlagen und zukünftig entwickeln werden. Aber dass da zukünfig Trends eher auseinander gehen und dass sich da nicht die große Masse auf einen gemeinsamen Weg einigen wird, halte ich schon für wahrscheinlich. Wenigstens, was die jetzige "Midgard-Community" anbetrifft. Was sind in 5 Jahren als Midgard-Community verstehen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich halte es weder für ausgeschlossen, dass 7töter eine gut besuchte Midgard-Blase beherbergen wird, noch dass Midgard 7 auf Damatu sich wieder stark dem M5-Regelkern annähert und damit Damatu bespielt. Oder, oder, oder.
  20. Noch ein Versuch: Mechanismus für eine Hausregel Sozialer Angriff: (Ich habe den Text im Tanelornforum geschrieben. Da gab es keine Systemvorgabe, ich habe mich aber an M5 orientiert) Es gibt die Eigenschaft "Willenskraft", die sowohl misst, ob oder wie sehr man seinen Geist und seinen Körper im Griff hat. Wer eine geringe Willenskraft hat, sollte potentiell gefährdeter sein, sozialen Angiffen zu widerstehen. Es gibt die Resistenz gegen Geistesmagie, die den Willen einer Figur manipulieren. Der Wert wird von extremen Existenzwerten erhöht oder vermindert und Zauberer erhalten zusätzlich einen Bonus von +2 (Man könnte diesen Bonus auch streichen). Der Wert erhöht sich auf höheren Graden, so dass hochstufige Figuren nicht so leicht zu manipulieren sind. Das ist wahrscheinlich der passende Wert für die Abwehr eines sozialen Angriffs. Den sozialen Angriff machst du dann mit der entsprechend passenden sozialen Fertigkeit wie Verhören, Beredsamkeit, Verführen, Verstellen, Gassenwissen. Doch wovon soll der "Schaden" eines sozialen Angriffs abgezogen werden? Bei Midgard gibt es Lebenspunkte, die auch von der Konstitution und der Stärke abhängen (was gar nicht passt). Die Lebenspunkte liegen unter 20 und wachsen auch nicht weiter an. Die Ausdauerpunkte hängen vom Grad und dem Abenteuerertyp ab und können ewig weiterwachsen, also durchaus auch mehr als 30 oder 50 Punkte betragen. Lebenspunkte bieten sich wegen der körperlichen Komponente wenig an. Ausdauerpunkte wegen der schieren Masse. Sinn und Zweck des sozialen Kampfes: In einem Kampf mit Waffen ist oft die ganze Gruppe beteiligt und man kann sich auch mit Zaubern einbringen. In einem sozialen Kampf sind das oft Einzelaktionen oder Spezialaktionen eines oder zweier Gruppenmitglieder. Was machen in der Zwischenzeit die anderen? In einem bewaffneten Kampf hängt die Spannung davon ab, dass die Figur immer auch dabei zu Tode kommen oder stark verletzt werden könnte. Im sozialen Kampf können die Folgen sowohl schwer als auch sehr banal sein: Du hast einem König abgewiesen oder du bist von einem Stalljungen abgewiesen worden. Zumindest das Letztere sollte nicht in einem minutenlangen hin und her geklärt werden. Ich würde deshalb von so was wie Trefferpunkten ganz absehen und so was wie ein Best of 3 oder in besonderen Fällen, wenn es um eine Menge geht, Best of 5 nehmen. Außerdem würde ich in sozialen Kämpfen nicht allein die Würfel und die Fertigkeiten oder Werte sprechen lassen, sondern in gewisser Weise der Sache mit etwas Taktieren und Rollenspiel eine gewisse Würze geben. Ich würde vom Maß der Willenskraft für alle Figuren Schwächen abeiten, die im sozialen Kampf eine Rolle spielen. Dafür könnte man zum Beispiel für jeden aufgerundeten Zehnerwert einen Malus von 1 nehmen: Bei einer miesen Willenskraft von 7 ergeben sich so 10 Punkte für Schwächen, bei einer guten Willenskraft von 86 immerhin noch 2. Die Schwächen verteilst du auf verschiedene Bereiche, die ich limitieren würde: 1.) Gier/Gold/Materielles, 2.) Begierde/Sex/Liebe, 3.) Ruhmsucht/Ansehen/Status/Schmeichelei, 4.) emotionale Erpressbarkeit/Familie, 5. Sucht, Drogen, Erregbarkeit und Kontrollverlust - fehlt noch was? Meine Schwächepunkte muss ich jetzt auf diese fünf Kategorien verteilen und zwar so, dass kein Wert zweimal vorkommt. Ich will, dass kumuliert und das Risiko nicht einfach breit verteilt wird. Habe ich zwei Punkte zu verteilen, dann habe ich eine Kategorie auf 2. Habe ich drei zu verteilen, so habe ich eine Kategorie auf 3 oder eine auf 2 und zusätzlich eine auf 1. Habe ich zehn Punkte zu verteilen, habe ich eine auf 4, eine auf 3, eine auf 2 und eine auf 1. Oder ich habe eine auf 9 und eine auf 1 oder andere weitere Verteilungen. Wenn eine Schwäche angespielt wird, dann erhält der Angreifer einen entsprechenden Bonus für seinen Angriff. Diese Schwächen geben bieten Ansatzpunkte fürs Rollenspiel, weil sie die Figuren charakterisieren und deren Darstellung beeinflussen können. Sie motivieren aber auch dazu, dass Ziel eines sozialen Angriffs vorher zu beobachten, auszukundschaften oder einzuschätzen. Eventuell bekomme ich so eine Schwäche raus, die ich gezielt anspielen kann. Jetzt könnte ich im Rollenspiel meinen ersten Versuch starten und eine andere Figur bestechen. Ich habe einen Erfolg oder einen Misserfolg oder es gibt ein Patt. Letzteres wird ignoriert. Nach jedem Versuch kann ich es versuchen, ob ich es mit einer anderen Schwäche ausprobiere, bei der ich vielleicht mehr Erfolg habe und mache meinen nächsten Wurf. So geht es weiter, bis drei Erfolge oder Misserfolge erreicht wurden. Es gibt immer vergleichende Proben und immer ein Ergebnis, auch wenn ich mit meinem Erfolgswurf + Fertigkeistwert nicht die eigentlich für einen Erfolg nötige Schwelle von 20 erreicht habe. Wenn sich beim Verhören zwei Stümper gegenüber sitzen, dann kann sich das Ziel immer noch verplappern, auch wenn die Fragetechnik jetzt nicht gerade toll war. Andererseits bekomme ich bei einem Ergebnis von 20 oder höher immer auch eine brauchbare Information, auch wenn der soziale Angriff abgewehrt wurde. z.B.: Das Ziel scheint für eine Bestechung mit Gold nicht sonderlich empfänglich zu sein (es hat da also keine besondere Schwäche). Wichtig ist noch: Wenn ich in einer Kategorie keinen Schwächepunkt habe, bedeutet das nicht, dass ich auf diesem Feld immun wäre. Ich bin eben nur nicht besonders empfänglich. Und ja, bei einem Best of 3 komme ich mit einem einzigen Zufallserfolg nicht zum Ziel, was meine Chancen zur bisherigen Regel verschlechtert. Mit den Schwächepunkten steigen meine Chancen aber grundsätzlich an. Ich muss mein Ziel nur gut auskundschaften oder gut pokern.
  21. Also, wenn ich für ein bestimmtes Abenteuer oder Gelegenheit eine bestimmte Figur bräuchte, dann hätte ich auch keine Skrupel, mit einen 15gradigen Krieger aus dem Ärmel zu schütteln. Und sei es nur, um in eine Kampagne quereinzusteigen oder für ein Treffen eine passende Figur zu haben, um sinnvoll mitspielen zu können. Und sicherlich wäre meine Zufriedenheit mit einer höhergradigen Figur dann etwas höher als mit einer unerfahrenen. Trotzdem würde mir das Steigern der Figur immer noch mejr Spaß machen als mich das Ausbauen belasten würde.
  22. Es gab doch mal bei M1 die unsägliche Regel, dass man würfeln musste, ob man überhaupt einen Lehrer findet. Schleppt sich da eine Tradition durch?
  23. Urlaub zum Lernen machen wäre doch unheldisch! Es gibt immer irgendwen oder irgendwas zu retten. Und währenddessen wird man immer schlauer und besser. ;)
  24. Ich gehe davon aus, dass zwischen den meisten Abenteuern genügend Zeit ins Land geht, dass man ohne Probleme lernen kann. Ich habe nur keinen Bock, nachzurechnen, in wie vielen Tagen man wie viele EPs umsetzen kann. Wenn zwei Abenteuer Schlag auf Schlag folgen, weil in der Spielwelt Zeitdruck besteht, dann wird auch nicht gelernt. Ansonsten halte ich Lernphasen im Spiel genau so für überflüssig, wie das Ausspielen der Morgenroutine oder den Einkauf von Brot und Mettwürsten. Ich denke auch, dass es im Abenteurerleben unendlich viel unausgespielte Zeit gibt, in der die Figuren nebenbei was üben oder ausprobieren könnten. Mit der Annahme funktioniert bei mir auch die Immersion. Was ich in der Tat gern tue, ist Zwischenphasen erzählerisch auszugestalten (Was ist während des Winterlagers in einem befreundeten Stamm passiert? Wie haben sie die Helden geehrt?). Und da kann auch jeder noch seinen Senf dazu geben, wie er die Zeit genutzt hat und wofür er sich interessiert hat. Das sind 10 Minuten, vielleicht 15, aber keinerlei Buchhaltung. Und dann braut sich am Horizont eventuell das nächste Problem oder Abenteuer zusammen. Wir haben früher mal echt mit Kalender und allem Schaseldasel gespielt und dann passierten Sachen wie: Eine Figur hat EPs aufgespart oder musste in eine große Stadt reisen, um was zu lernen. Und die anderen Abenteurer hatten ihre EPs längst verbaut und mussten warten. Das hat keinem gefallen.

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