Und nun in etwas hübscher: Shen Bao, Priester-Anwärter Als Waisenkind wurde er von einem abgelegenen Bergtempel aufgenommen, nachdem man ihn schlafend vor dem Tor fand – mit einer fremden Gebetskette in der Hand. Er ist fromm, höflich und ehrgeizig, doch heimlich fürchtet er, dass seine Herkunft mit einem verbannten Dämonenkult zusammenhängt. Ko Ren, Falkner-Lehrling Er dient einem alten Falkner, der früher für einen Fürsten jagte. Ko Ren kann kaum schreiben, aber er versteht Greifvögel besser als Menschen – und sein junger Falke kehrt manchmal mit Dingen zurück, die niemand verloren haben will. Mina Tsu, Imker-Lehrling Sie arbeitet bei einer schweigsamen Imkerin am Waldrand und kennt jedes Bienenvolk beim Klang. Seit kurzem produzieren einige Stöcke seltsam dunklen Honig, der Träume von Toten und vergessenen Wegen bringt. Han Koro, Töpfer-Lehrling Han brennt einfache Schalen, Dachziegel und Urnen. Eines Tages entdeckt er im Ton eine winzige Jadefigur, obwohl der Lehm aus der Dorfgrube stammt – und der alte Töpfer verbietet ihm, weiterzugraben. Dao Wen, Bauer Ein kräftiger Reisfeldarbeiter mit gutem Herzen und schlechtem Timing. Er hat zufällig gesehen, wie nachts eine Truhe im Bewässerungskanal versenkt wurde, traut sich aber nicht, darüber zu sprechen. Nin Yo, Reisender in Ausbildung Nin Yo wurde von seinem Onkel in die Kunst des „richtigen Reisens“ eingeführt: Wege merken, Herbergen beurteilen, Zollwächter einschätzen, nie zu viel fragen. In Wahrheit bereitet ihn der Onkel darauf vor, geheime Botschaften durch halb KanThaiPan zu tragen – doch Nin Yo glaubt noch, er lerne nur, wie man gute Sandalen auswählt. Hua Gen, Ginsengsammler in Ausbildung Er sucht mit seinem Vater in den feuchten Bergwäldern nach seltenen Wurzeln. Hua Gen hat einmal eine Ginsengwurzel gefunden, die wie ein kleiner Mensch aussah – seitdem flüstert im Wald manchmal jemand seinen Namen. Pai Lok, Straßenmusikant Er spielt eine dreisaitige Laute, singt Spottlieder und ist schneller verschwunden, als ein Wirt bezahlen kann. Viele halten ihn für harmlos, doch seine Lieder enthalten versteckte Hinweise auf Bestechung, Mord und verbotene Liebschaften. Mei Shan, Kurtisane Sie wurde als Kind an ein elegantes Teehaus verkauft und lernte Tanz, Dichtung, Gesprächskunst und das Lesen von Gesichtern. Hinter ihrer ruhigen Fassade sammelt sie Schuldscheine, Namen und Geheimnisse, denn sie will eines Tages die Familie finden, die sie verkauft hat – und entscheiden, ob sie ihnen verzeiht. Akihiro Ren, Samurai in Ausbildung Er ist der jüngere Sohn einer verarmten Kriegerfamilie und wurde in eine kleine Grenzgarnison geschickt, weil zu Hause kein Platz für ihn war. Er kennt die Formen, die Etikette und den Schwertgruß, aber noch nicht den echten Krieg – und seine größte Angst ist, im entscheidenden Moment nicht ehrenhaft, sondern lebendig bleiben zu wollen. Bun Taro, Faulenzer und trinkfestes Dorfdepot Bun Taro liegt meistens im Schatten, kennt jeden Sakekrug im Dorf und behauptet, Arbeit sei eine Krankheit. Dummerweise hat er ein hervorragendes Gedächtnis und war betrunken Zeuge von drei Dingen, die er nüchtern niemals hätte sehen dürfen. Lin Sui, Kräutersammlerin Sie sammelt Wurzeln, Blätter, Rinden und Blüten für Heiler und Köche. Lin Sui weiß, welche Pflanzen Fieber senken – und welche einen Mann einen halben Tag lang so krank machen, dass er ein Treffen verpasst. Bo Han, Hirte Er hütet Ziegen an steilen Hängen und kennt geheime Pfade zwischen den Dörfern. Nachts hört er aus einer Felsspalte manchmal Glocken, obwohl dort kein Tempel und kein Tierpfad liegt. Fei Rokuro, Feuerwerker in Ausbildung Er arbeitet für einen alten Meister, der Festfeuerwerk, Rauchzeichen und kleine Knallkörper herstellt. Fei Rokuro ist begabt, aber ungeduldig – und hat aus Versehen eine Mischung erfunden, deren Rauch Geister sichtbar machen kann. Tsu Gen, Seiler Er dreht Hanfseile für Brunnen, Boote, Fallen und Lasttiere. Vor kurzem bat ihn ein Fremder um ein besonders starkes, dünnes Seil „für eine religiöse Prüfung“ – und zahlte mit einer Münze aus einem längst untergegangenen Fürstentum. Lan Ko, Koch Er arbeitet in einer schmutzigen, aber beliebten Garküche nahe der Straße. Lan Ko kann aus fast allem eine Suppe machen, doch seine eigentliche Gabe ist, aus dem Essverhalten eines Gastes dessen Herkunft, Rang und Sorgen zu lesen. Tao Ji, Bote Ein schneller junger Läufer, der Briefe, kleine Pakete und Gerüchte trägt. Er kann nicht immer lesen, was er transportiert – aber er hat gelernt, an der Schwere eines Umschlags zu erkennen, ob jemand lügt. Sui Feng, Fischer Er fischt am Morgen, schweigt am Mittag und trinkt am Abend. Eines Tages zieht er ein lackiertes Kästchen aus dem Wasser, das innen trocken ist und die Haarspange einer verschwundenen Adligen enthält. Ran Ketu, Söldner Ein einfacher Speerträger mit vernarbten Händen und müdem Blick. Er war bei mehr Scharmützeln dabei, als er zugibt, und sucht Arbeit, bei der er diesmal nicht gegen Bauern kämpfen muss. Jiro Masan, Ronin Früher diente er einem kleinen Herrn, der in einer Fehde fiel – oder verraten wurde, je nachdem, wen man fragt. Jiro trägt noch das Schwert seines Hauses, aber nicht mehr dessen Wappen; er sucht nicht Ruhm, sondern den Namen des Mannes, der den Angriff bezahlt hat. Kan Nok, kanthanischer McCannix Ein sonderbarer Bastler, dessen Geräte fast immer funktionieren – aber nie so, wie man es erwartet. Seine Grundwerte liegen alle zwischen 20 und 30, nur seine Intelligenz beträgt 65; leider fehlt ihm jede Geduld, jede Vorsicht und jedes Verständnis dafür, warum man Bambusfedern, Tonkrüge und Feuerpulver nicht in einem Hühnerstall testen sollte. Lian Hu, Spion Offiziell ist er ein höflicher Diener, Schreiber oder Übersetzer – je nachdem, welche Kleidung er gerade trägt. Tatsächlich arbeitet er für eine geheime Kanzlei, die Verrat unter lokalen Adligen aufdecken soll; das Problem ist, dass er langsam Mitleid mit einem seiner Ziele bekommt. Mo Yue, Waldhexe Sie lebt in einer Hütte zwischen Kiefern, Pilzen und Krähen. Die Dörfler bringen ihr Eier und Reis, wenn Kinder krank sind, doch niemand besucht sie nach Sonnenuntergang, seit ein Förster schwor, ihr Schatten habe sich ohne sie bewegt. Goro Shan, Gebirgsjäger Er jagt Ziegen, Hirsche und manchmal Männer, die sich in den Bergen verstecken. Goro findet Spuren im Schnee, im Geröll und im Schweigen eines Dorfes. Tei Mun, Künstler für Skulpturen Er schnitzt kleine Ahnenfiguren, Tempelwächter und Masken aus Holz und weichem Stein. Seine besten Werke wirken so lebendig, dass manche Kunden sie nachts umdrehen, damit sie nicht zusehen. Ru Xian, Zauberkrämer und Talismanhersteller Er verkauft Glücksknoten, Schutzstreifen, Amulette, Räucherwerk und angeblich heilige Tusche. Die meisten Dinge sind harmlos – doch Ru Xian hat von seinem Großvater drei echte Talismane geerbt und weiß nicht, welcher davon den Besitzer schützt, welcher ihn verflucht und welcher nur auf den richtigen Namen wartet. Wen Chao, Schriftgelehrter Er ist der dritte Sohn einer armen, aber stolzen Familie und besitzt mehr Pinsel als Schuhe. Beim Abschreiben eines alten Steuerregisters entdeckt er, dass ein ganzes Dorf offiziell seit 40 Jahren nicht mehr existiert – obwohl dort weiterhin Abgaben eingezogen werden. To Lan, Gerber-Lehrling Er stinkt nach Lauge, Rauch und Tierhaut, ist aber zäh und praktisch veranlagt. Beim Reinigen einer fremden Pferdedecke findet er eingenähte Zeichen, die wie eine Wegbeschreibung wirken. Bai Ren, Händler in Ausbildung Er begleitet seinen Onkel auf Märkte und lernt Preise, Lügen und höfliches Lächeln. Bai Ren hat Talent, aber auch ein weiches Herz – und verkauft manchmal unter Wert, wenn jemand besonders traurig aussieht. Sao Min, Arzt in Ausbildung Sie lernt bei einem strengen Landarzt, der mehr über Puls, Kräuter und Schröpfgläser weiß als über Freundlichkeit. Sao Min entdeckt an mehreren Patienten dieselben seltsamen blauen Flecken und vermutet keine Krankheit, sondern einen heimlichen Versuch mit verbotener Medizin. Yun Pei, Weberin Sie webt grobe Stoffe für Bauern und feine Muster für kleine Schreine. In einem alten Webstuhl ihrer Großmutter steckt ein Muster, das nur sichtbar wird, wenn Mondlicht darauf fällt. Kaito Ren, Instrumentenbauer Er baut Flöten, Trommeln, Lauten und kleine Klangschalen für Tempel und Musiker. Sein Meister starb, bevor er ihm die letzte Technik beibringen konnte: ein Instrument zu schaffen, dessen Ton einen bestimmten Geist anlockt. Haru Tei, Schmiede-Lehrling für Hufeisen Er beschlägt Ochsen, Maultiere und Pferde, meistens schlecht gelaunt und mit verbrannten Fingern. Ein fremder Reiter verlangt ein Hufeisen aus schwarzem Eisen – für ein Tier, dessen Spuren am nächsten Morgen im Hof enden, aber nicht hinausführen. Gen Arai, Schmiede-Lehrling für allgemeine Arbeiten Er fertigt Nägel, Pfannen, Haken, Scharniere und Messer. Sein Traum ist ein eigenes Zeichen auf einer Klinge, doch bisher vertraut ihm sein Meister nicht einmal den guten Hammer an. Toru Kai, Waffenschmiede-Lehrling Er schleift Klingen, poliert Speerspitzen und darf manchmal eine zerbrochene Waffe richten. Heimlich hat er ein Kurzschwert aus Reststahl geschmiedet, das ungewöhnlich hell klingt, wenn man es zieht. Masa Rin, Rüstungsschmiede-Lehrling Sie nietet Platten, flickt Lamellenpanzer und kennt den Geruch von altem Blut in Leder. Eine beschädigte Rüstung, die sie reparieren soll, trägt auf der Innenseite eingeritzte Warnungen vor dem eigenen Herrn. Akiro Sen, Reispapiermacher Er schöpft feines Papier aus Fasern, Wasser und Geduld. Eines Tages erscheint auf einem frisch getrockneten Bogen Schrift, obwohl niemand ihn beschrieben hat – eine Nachricht an eine Person, die seit Jahren tot ist. Ko Dain, Torfstecher Er sticht dunklen Brenntorf aus nassen Moorflächen und kennt jede tückische Stelle. Im Moor findet er einen alten Helm mit noch frischen Blutflecken. Men Sho, Wächter Er bewacht Tore, Speicherhäuser und manchmal Gefangene, wenn niemand Besseres verfügbar ist. Men Sho ist nicht mutig, aber zuverlässig – bis man ihn bittet, eine Tür zu bewachen, hinter der jemand mit seiner verstorbenen Mutter spricht. Gan Pao, Viehzüchter Er züchtet Rinder, Ziegen und zähe kleine Bergponys. Seit kurzem weigern sich seine Tiere, eine bestimmte Weide zu betreten, obwohl dort das beste Gras wächst. Riku Bo, Handwerker für Häuser, Hütten und Werkzeuge Er repariert Dächer, baut Ställe, flickt Türen und schnitzt einfache Griffe. In einem alten Haus findet er hinter einer Wand einen verschlossenen Gebetsraum, den es laut Familie nie gegeben hat. Sho Tanabe, Korbflechter Er flechtet Körbe, Reusen, Rückentragen und feine Ritualgefäße aus Bambus. Sein schönster Korb ist so vollkommen gearbeitet, dass ein reisender Richter ihn und den Korb ehrfürchtig „zwei lebende Schätze“ nennt – doch Sho fürchtet, nie wieder etwas Gleichwertiges schaffen zu können. Mei Kuro, Tischlerin Sie baut Truhen, Türen, Rahmen, kleine Schreine und gelegentlich falsche Böden. Niemand fragt sie, warum manche Kisten innen größer wirken als außen, solange sie pünktlich liefert. Jun Sake, Sake-Produzent Er führt eine kleine Brauerei, deren Reiswein bei Festen, Beerdigungen und Bestechungen gleichermaßen beliebt ist. Eine neue Charge gärt nicht richtig – und wer davon trinkt, erinnert sich an Dinge, die er nie erlebt hat.