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Preise für Rollenspielveröffentlichungen

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Moderation

Dieser und die folgenden Beiträge entstanden aus der Diskussion Grundregelwerk für Midgard - Legenden für Damatu bestellbar und wurden in eigenen Strang geschoben.

vom Modfeuer

Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen

Ich frag mich, wie groß der Aufschrei bei der Ultraedition gewesen wäre, wenn man das als Kickstarter durchgezogen hätte. Bei Kickstartern sind solche Preis ja "normal". Und man verpasst noch viel mehr exklusiven Inhalt als 40 Seiten.

Bearbeitet ( von Blaues Feuer)
Moderation eingefügt

Vor 8 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Ich frag mich, wie groß der Aufschrei bei der Ultraedition gewesen wäre, wenn man das als Kickstarter durchgezogen hätte. Bei Kickstartern sind solche Preis ja "normal". Und man verpasst noch viel mehr exklusiven Inhalt als 40 Seiten.

Ist das so? An welche Kickstarter denkst du da konkret?

Ggf. hätte der Verlag dort -Crowdfunding- bei einem größeren Aufschrei als aktuell für das 1000Talerbüchlein bisher passierte ja dann auch drauf reagiert?

Allerdings nochmal 2 Jahre auf M6 warten wäre wohl auch keine gute Idee.

Bearbeitet ( von seamus)

Vor 24 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Ich frag mich, wie groß der Aufschrei bei der Ultraedition gewesen wäre, wenn man das als Kickstarter durchgezogen hätte. Bei Kickstartern sind solche Preis ja "normal". Und man verpasst noch viel mehr exklusiven Inhalt als 40 Seiten.

Bei den meisten Kickstartern kenne ich sowas entweder als Stretch-Goals oder als für jeden buchbares Addon. Gibt es viele Kickstarter bei denen es limitierte Mengen von Buchungen gibt?

Und wer hat den Preis kritisiert?

Gerade Spiegel ist ein schlechtes Beispiel, da war alles einzeln buchbar und niemand hat gesagt das Heft oder PDF sollte doch allen geschenkt werden.

Bearbeitet ( von arnok)

  • Ersteller
Vor 39 Minuten, arnok schrieb:

Gerade Spiegel ist ein schlechtes Beispiel, da war alles einzeln buchbar und niemand hat gesagt das Heft oder PDF sollte doch allen geschenkt werden.

Nein, das ist kein schlechtes Beispiel. Wenn man nicht genug Geld für die ganzen Stretchgoals hat oder ausgeben möchte verpasst man genauso etwas wie bei einer ultralimitierten Box.

Verlagsentscheidung, die zumindest mir ggü.bisherigem Vorgehen bei Damatu schon leicht gegensätzlich läuft (PDFversion war von allem an Regel/Weltinfos bisher immer verfügbar)*)

keine Verkaufsversion auf Grund Lizenzwegfalldruck möglich

Ist das wirklich für dich vergleichbar?

*) Klar, sind nur 20 Seiten von nichts Entscheidendem, aber wenns gut ankommt ohne merkliche Gegenäusserung macht man das dann öfters?

Fände ich für Späteinsteiger schon sehr traurig.

Bearbeitet ( von seamus)

Vor 3 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Nein, das ist kein schlechtes Beispiel. Wenn man nicht genug Geld für die ganzen Stretchgoals hat oder ausgeben möchte verpasst man genauso etwas wie bei einer ultralimitierten Box.

Das ist aber ein Themenwechsel. Niemand hat gesagt: Das Taler-Heft ist so teuer, dass schließt lauter Leute aus. Und Michael hat ja auch schon richtig festgestellt, dass quasi alles was verkauft wird hinter einer Paywall ist. Das war aber gar nicht der Punkt, sondern es ging darum das gesagt wird: Davon gibt es nur 500 Stück und die bekommst Du nur wenn du auch den Goldschnitt, die Würfel usw. kaufst. Und digital kannst Du es schon mal gar nicht kaufen. Ein Kickstarter funktioniert komplett anders: "Bitte bestell das und wenn du magst bestell noch dies oder das Einzelteil dazu und sag bitte allen sie sollen so viel wie möglich bestellen, denn nur dann kann ichs produzieren." - Kein Kickstarter sagt "Nur 500 dürfen mitmachen" denn das widerspricht dem ganzen Konzept. Sorry - aber der Vergleich ist völlig unpassend. Pegasus geht ja bewusst ganz anders vor und geht eben in finanzielle Vorleistung sie haben uns den Kickstarter netterweise erspart. Deswegen ist auch völlig OK zu sagen: wir haben nur 500 gedruckt und mehr gibt es gedruckt nicht. Auch das hat keiner kritisiert. Ich schreib jetzt aber nix mehr dazu und bereite lieber mein Abenteuer für die Anrufung vor.

Bearbeitet ( von arnok)

1 Stunde her, Hornack Lingess schrieb:

Sicherlich war das viel Geld auf einmal, was gezahlt werden musste, wenn alle Bände der DDD-Spiegel-Kampagne erworben werden sollten. Aber das war eine andere Situation, ganz abgesehen von den anderen Argumenten zum Unterschied des Damatu-Releases, die @arnok schon vorgetragen hat. Ich kann außerdem nur für mich sprechen: Ich frage mich eben, ob das hinsichtlich der Community, ein gutes Signal zum Start des M6-Regelwerks ist, Inhalte zu Damatu, auf die alle sehnsüchtig warten, weil sie die Welt kennenlernen und losspielen wollen, dann an eine teure, extrem limitierte Box zu binden, mit der überwiegend Blingbling gekauft wird?

Für mich war Michaels Ausführung sehr nachvollziehbar, dass das ein Testballon war, um zu sehen was gewünscht ist usw. Für mich ist die Diskussion damit erstmal durch.

Bearbeitet ( von Fabian)

15 Stunden her, arnok schrieb:

Gibt es viele Kickstarter bei denen es limitierte Mengen von Buchungen gibt?

Relativ wenige. Wenn es Limitierungen gibt, hängt das eher an der verfügbaren Ressource (z.B. wenn eine Spielrunde mit den Autoren angeboten wird, oder ein Besuch vor Ort). Fake Limitierungen werden häufiger angeboten. Also sowas wie „100 Exemplare“ oder ähnliches. Wenn man ne Woche später drauf schaut sind es dann plötzlich 200. Echte Limitierungen kommen vor, sind aber selten.

Crowdfunding hat es da aber auch leichter. Man geht kein Risiko ein. Man weiß genau wieviel man verkaufen wird.

23 Stunden her, Meeresdruide schrieb:

Wenn ich 250 Euro für eine ultra-limitierte Box ausgebe, dann möchte ich eigentlich schon, dass die exklusiven Inhalte auf anderem Weg verfügbar werden, damit die Box geschützt im Regal stehen kann und sich nicht so schnell abnutzt.

ich muss zugeben, dass mir diese Sammelleidenschaft irgendwie fremd ist. Ich habe mir damals die Luxusausgabe von MIDGARD 4 gekauft, hatte kein anderes Regelwerk und habe damit gespielt, sowohl bei der Heimrunde als auch auf den Cons. Und sollte ich mir die ultralimitierte Box kaufen, werde ich sie dafür benutzen, wofür sie gemacht wurde: zum spielen.

  • 3 Wochen später...

Auf ein Wort:
Pegasus kocht die Spieler des neuen Rollenspiels „Legenden von Damatu“ ab.
(Meine Meinung)
Ich habe heute einmal aus Spaß bei Pegasus reingeguckt, um zu sehen, was die so alles zu veröffentlichen planen. Bei ihrem neuen Rollenspiel, das sie unter dem Namen „Midgard 6 – Legenden von Damatu“ vermarkten, fühlte ich mich in meiner bisherigen Einschätzung bestätigt – gleichzeitig war ich aber auch zum Teil richtig erschrocken.
Hier einmal eine Auflistung im Einzelnen:
• 100 Schicksalskarten aus dem Grundregelwerk für läppische 14,95 Euro. Fast geschenkt.
• 5 Schicksalsmünzen aus Gold für 9,95 Euro oder wahlweise 20 Münzen aus Silber für läppische 34,95 Euro.
• Das Grundregelwerk in der Standardausgabe für 39,95 Euro und die limitierte Ausgabe für 69,95 Euro.
• Dann gibt es natürlich noch Würfelsets. Denn mal ehrlich: Wer hat schon Würfel?
Würfelset 1, Standard, in Grün: schlappe 14,95 Euro für sechs Würfel.
Würfelset 2, limitierte Ausgabe, in Blau: ebenfalls sechs Würfel, dafür immerhin mit Silberbeschichtung, für 24,95 Euro.
Und das Ganze dann noch einmal in Rot zum gleichen Preis.
Unschlagbar!
• Und dann gibt es ein „Bundle“ mit Bleistift und Radiergummi für läppische 199,75 Euro.
Sorry, da sind natürlich auch noch ein paar Würfel, Münzen und Karten drin.
• Aber der Mercedes unter den Ausgaben ist wohl:
„Midgard – Legenden von Damatu: Grundregelwerk – Ultralimitiertes Box-Set“ für fast geschenkte 249,95 Euro.
Dafür fahre ich in Urlaub.
Alles zusammengerechnet sind das für unsere lieben Sammler, auf die Pegasus offenbar baut, gerade einmal 684,30 Euro.
Also, ich bin selbst ein Midgard-Sammler und habe wirklich alles von Midgard 1 bis 5. Über viele Jahre habe ich die Regelwerke, Länderbeschreibungen, Abenteuer und vieles mehr gekauft. Aber solche Preise und vor allem diese Art der Vermarktung kenne ich von Midgard bisher nicht.
Sicherlich muss Pegasus Personal, Lagerhaltung, Vertrieb und Marketing vorhalten, um ein neues Rollenspiel auf die Beine zu stellen. Das alles kostet Geld. Aber meiner Meinung nach wird hier teilweise doch ordentlich zur Kasse gebeten.
Das sind für mich schon DSA-Preise. Wobei sich die beiden Rollenspiele zumindest hinsichtlich der anvisierten Spielerklientel ja auch nicht völlig unwesentlich überschneiden.
Aber gut: Neue Rollenspiele sind nie billig. Und ich bin wirklich gespannt, wer das alles kauft.
Ich vermute: Sammler – und diejenigen, die glauben, sie würden Midgard spielen. 😉
Nun könnt ihr mich gerne federn und teeren.
Was meint ihr? Wie seht ihr das?

Vor 2 Minuten, Kasim schrieb:

Was meint ihr? Wie seht ihr das?

Ich würde Dir Recht geben, wenn das Sachen wären, die man zum Spielen benötigt. Ich bin so irre und kauf mir das Superdelux-Dingens, aber da ich das nicht zum Spielen brauche, seh ich das entspannt.

Das was man zum Spielen braucht, das Grundregelwerk in Standardausgabe, halte ich für günstig.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

Vor 12 Minuten, Kasim schrieb:

Auf ein Wort:
Pegasus kocht die Spieler des neuen Rollenspiels „Legenden von Damatu“ ab.
(Meine Meinung)
Ich habe heute einmal aus Spaß bei Pegasus reingeguckt, um zu sehen, was die so alles zu veröffentlichen planen. Bei ihrem neuen Rollenspiel, das sie unter dem Namen „Midgard 6 – Legenden von Damatu“ vermarkten, fühlte ich mich in meiner bisherigen Einschätzung bestätigt – gleichzeitig war ich aber auch zum Teil richtig erschrocken.
Hier einmal eine Auflistung im Einzelnen:
• 100 Schicksalskarten aus dem Grundregelwerk für läppische 14,95 Euro. Fast geschenkt.
• 5 Schicksalsmünzen aus Gold für 9,95 Euro oder wahlweise 20 Münzen aus Silber für läppische 34,95 Euro.
• Das Grundregelwerk in der Standardausgabe für 39,95 Euro und die limitierte Ausgabe für 69,95 Euro.
• Dann gibt es natürlich noch Würfelsets. Denn mal ehrlich: Wer hat schon Würfel?
Würfelset 1, Standard, in Grün: schlappe 14,95 Euro für sechs Würfel.
Würfelset 2, limitierte Ausgabe, in Blau: ebenfalls sechs Würfel, dafür immerhin mit Silberbeschichtung, für 24,95 Euro.
Und das Ganze dann noch einmal in Rot zum gleichen Preis.
Unschlagbar!
• Und dann gibt es ein „Bundle“ mit Bleistift und Radiergummi für läppische 199,75 Euro.
Sorry, da sind natürlich auch noch ein paar Würfel, Münzen und Karten drin.
• Aber der Mercedes unter den Ausgaben ist wohl:
„Midgard – Legenden von Damatu: Grundregelwerk – Ultralimitiertes Box-Set“ für fast geschenkte 249,95 Euro.
Dafür fahre ich in Urlaub.
Alles zusammengerechnet sind das für unsere lieben Sammler, auf die Pegasus offenbar baut, gerade einmal 684,30 Euro.
Also, ich bin selbst ein Midgard-Sammler und habe wirklich alles von Midgard 1 bis 5. Über viele Jahre habe ich die Regelwerke, Länderbeschreibungen, Abenteuer und vieles mehr gekauft. Aber solche Preise und vor allem diese Art der Vermarktung kenne ich von Midgard bisher nicht.
Sicherlich muss Pegasus Personal, Lagerhaltung, Vertrieb und Marketing vorhalten, um ein neues Rollenspiel auf die Beine zu stellen. Das alles kostet Geld. Aber meiner Meinung nach wird hier teilweise doch ordentlich zur Kasse gebeten.
Das sind für mich schon DSA-Preise. Wobei sich die beiden Rollenspiele zumindest hinsichtlich der anvisierten Spielerklientel ja auch nicht völlig unwesentlich überschneiden.
Aber gut: Neue Rollenspiele sind nie billig. Und ich bin wirklich gespannt, wer das alles kauft.
Ich vermute: Sammler – und diejenigen, die glauben, sie würden Midgard spielen. 😉
Nun könnt ihr mich gerne federn und teeren.
Was meint ihr? Wie seht ihr das?

Ich sehe das auch deutlich entspannter. Ich kaufe mir, was ich habe will, den Rest eben nicht. Die Einzelpreise empfinde ich als fair.

Ich bin nur ziemlich genervt von Aussagen wie "diejenigen, die glauben, sie würden Midgard spielen" (hilft auch kein Augenzwinkern), als wären alle dämlich, die Freude an M6 haben und es als legitimen Nachfolger von M5 betrachten. Du darfst das ja anders sehen und einfach weiter M5 spielen, aber bei mir kommen solche Kommentare als Herabwürdigung meiner Ansicht an, auch wenn es vielleicht so nicht beabsichtigt ist.

Zeit: 8.8.2026 um 22:10, Fabian schrieb:

Sicherlich war das viel Geld auf einmal, was gezahlt werden musste, wenn alle Bände der DDD-Spiegel-Kampagne erworben werden sollten. Aber das war eine andere Situation, ganz abgesehen von den anderen Argumenten zum Unterschied des Damatu-Releases, die @arnok schon vorgetragen hat. Ich kann außerdem nur für mich sprechen: Ich frage mich eben, ob das hinsichtlich der Community, ein gutes Signal zum Start des M6-Regelwerks ist, Inhalte zu Damatu, auf die alle sehnsüchtig warten, weil sie die Welt kennenlernen und losspielen wollen, dann an eine teure, extrem limitierte Box zu binden, mit der überwiegend Blingbling gekauft wird?

Na ja.

Ich denke, daß "Ultra-Rare" Set ist an Sammler bzw. "Komplettisten" gerichtet, die nicht auf den Preis schauen.

Als Neueinsteiger kauft man sich das Set sehr wahrscheinlich nicht - als solcher ist man ggf. auch mit dem günstigen GRW gut und ausreichend bedient.

Bist Du dagegen ein "alter Hase", dann stehen die Chancen nicht schlecht, daß Du ohnehin schon eine Kiste von Würfeln aller Art hast, Würfelbecher, Würfelschalen, Würfeltürme, Notizbücher... Wer die Kosten für die "Ultra-Rare" scheut und unbedingt Metall(schicksals)münzen haben möchte, könnte sich stimmungsvolle Varianten aller Art aus dem LARP-Bereich als Substitut beschaffen.
Läßt man das Bling-Bling mal außen vor und schaut auf die "harten" Extra-Inhalte, also im wesentlichen die 40 A5-Seiten "Tausend Taler" muß eben jeder für sich selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist.

Durch die verschiedenen erhältlichen Produktvarianten bzw. Einzelangebote hat m.E. jeder die Möglichkeit, sich das zusammenzustellen, was er will.

Ob das Binden von "Tausend Taler" an die Ultra-Rare Box eine gute Idee ist, weil dies für den Rest den Zugang zur ersehnten Beschreibung der neuen Welt einschränke:
Nun, wenn ein neues Rollenspiel-System herauskommt mit einer neuen Welt (und als dieses ist m.E. Damatu zu betrachten, da es weder in Sachen Welt noch Regeln viel mit Midgard zu tun hat), ist es wenig überraschend, daß am Anfang eben noch nicht viel zur neuen Welt publiziert ist. Wen dies stört, der hat ja die Option, stattdessen "etablierte" Rollenspiele zu spielen, zu denen Regelerweiterungen und umfangreiche Weltbeschreibungen bereits existieren. Ansonsten ist eben Geduld gefragt - falls für Damatu jemals so viel veröffentlicht werden sollte, wie etwa für Midgard, wird es bestenfalls viele, viele Jahre dauern. Das weiß man, wenn man bei Damatu einsteigt - und kann durchaus als Schwäche gesehen werden.
Davon ab dürfte es natürlich die Hoffnung von Pegasus sein, daß Leute schnell "mehr" für Damatu haben wollen. Und wenn der Markt dafür besteht, dann überraschte es mich sehr, würde Pegasus diesen nicht zeitnah mit weiteren Veröffentlichungen bedienen. Vor diesem Hintergrund ist es dann eigentlich Wurst, ob "Tausend Taler" jetzt anfangs nur ultra-rare verfügbar ist oder nicht.

Francesco di Lardo

Zeit: 12.8.2026 um 10:48, Widukind schrieb:

ich muss zugeben, dass mir diese Sammelleidenschaft irgendwie fremd ist. Ich habe mir damals die Luxusausgabe von MIDGARD 4 gekauft, hatte kein anderes Regelwerk und habe damit gespielt, sowohl bei der Heimrunde als auch auf den Cons. Und sollte ich mir die ultralimitierte Box kaufen, werde ich sie dafür benutzen, wofür sie gemacht wurde: zum spielen.

This!

Eine Sammelleidenschaft bis zu einem gewissen Grad kann ich nachvollziehen - sonst hätte ich nicht Regalmeter von Rollenspiel-Artikeln, die ich Zeit meines Lebens nicht schaffen werde, alle zu spielen. Aber etwas zu kaufen, was ich mir dann "shrinkwrapped" ins Regal stelle oder nicht benutze, weil es ja dann "benutzt" wäre, käme für mich nicht infrage.

Francesco di Lardo

Ich habe auch so ziemlich alles von M1 bis 5, was es gibt. Ich sehe mich also als Sammler.

M6 gefällt mir nicht die Bohne und ich werde da jetzt auch keinen weiteren Euro reingeben. Ganz einfach, weil mich beim Lesen von M6 ärgert, was aus Midgard hätte werden können und was dann schließlich tatsächlich draus geworden ist. Aber letztlich ist das eine subjektive Entscheidung und damit eine Geschmackssache.

Aber ich sammele und kaufe mir natürlich nichts, worüber ich mich dann am Ende ärgere. Nur um eine Sammlung komplett zu halten. Dennoch habe ich einmal kurz gezuckt, als jetzt die Bestellmöglichkeit eröffnet wurde. Und mich wieder entspannt.

Was mich beim Start der Legenden von Damatu jetzt gewundert hat und was mich als weiterhin aktiver Sammler echt geärgert hätte ist Folgendes: Dass es zum Start scheinbar (weil es mich nicht so interessiert, verfolge ich es nicht so genau) drei Versionen des Grundregelwerks gibt: Die normale Version, gegen deren Preis man nichts sagen kann; die Luxus-Leinen-Version, die eben ihren Preis hat. Und dann noch eine dritte in dieser limitierten Box. Zumindest das letzte finde ich starken Tobak und ein bisschen frech. Ich habe ja nichts gegen einen exklusiven limitierte-Box-Inhalt, aber sollen Komplettisten echt dreimal zum Start das gleiche Grundregelwerk kaufen? Ich finde, das hätte man anders regeln können, indem das enthaltene Grundregelwerk in der Box entweder die Leinenausgabe oder das normale Grundregelwerk gewesen wäre. Eigentlich natürlich die Leinenausgabe, denn die Box soll ja schließlich das Premiumprodukt sein. Und dann ist exklusiv eben das Zusatzmaterial und die Box als Box.

Es ist jedem anheimgestellt, ob er als Schicksalsmünzen Pokerchips oder Schokoladentaler oder fancy Original-Spielgeld kauft. Ob er seine alten Würfel benutzt oder die supineuen. Aber faktisch das gleiche Buch in drei Spielarten dreimal zu vermarkten, erscheint mir schon als der Versuch, mit minimalem Aufwand den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen. Zumindest kann man den Eindruck gewinnen. Und das gleich zu Anfang seiner Veröffentlichungsreihe zu machen, setzt einen Ton.

Kann auch sein, dass ich voreingenommen bin, aber das war mein spontaner Gedanke, als ich das erste Mal von den drei Versionen hörte: Das ist ganz schön abgekocht.

Aber egal: Wer es kaufen möchte, der kann es kaufen. Wer es nicht möchte, kann es bleiben lassen. Und der Preis für das Grundregelwerk in der Standardausrührung ist marktüblich.

2 Stunden her, Kasim schrieb:

Auf ein Wort:
Pegasus kocht die Spieler des neuen Rollenspiels „Legenden von Damatu“ ab.
(Meine Meinung)
Ich habe heute einmal aus Spaß bei Pegasus reingeguckt, um zu sehen, was die so alles zu veröffentlichen planen. Bei ihrem neuen Rollenspiel, das sie unter dem Namen „Midgard 6 – Legenden von Damatu“ vermarkten, fühlte ich mich in meiner bisherigen Einschätzung bestätigt – gleichzeitig war ich aber auch zum Teil richtig erschrocken.
Hier einmal eine Auflistung im Einzelnen:
• 100 Schicksalskarten aus dem Grundregelwerk für läppische 14,95 Euro. Fast geschenkt.
• 5 Schicksalsmünzen aus Gold für 9,95 Euro oder wahlweise 20 Münzen aus Silber für läppische 34,95 Euro.
• Das Grundregelwerk in der Standardausgabe für 39,95 Euro und die limitierte Ausgabe für 69,95 Euro.
• Dann gibt es natürlich noch Würfelsets. Denn mal ehrlich: Wer hat schon Würfel?
Würfelset 1, Standard, in Grün: schlappe 14,95 Euro für sechs Würfel.
Würfelset 2, limitierte Ausgabe, in Blau: ebenfalls sechs Würfel, dafür immerhin mit Silberbeschichtung, für 24,95 Euro.
Und das Ganze dann noch einmal in Rot zum gleichen Preis.
Unschlagbar!
• Und dann gibt es ein „Bundle“ mit Bleistift und Radiergummi für läppische 199,75 Euro.
Sorry, da sind natürlich auch noch ein paar Würfel, Münzen und Karten drin.
• Aber der Mercedes unter den Ausgaben ist wohl:
„Midgard – Legenden von Damatu: Grundregelwerk – Ultralimitiertes Box-Set“ für fast geschenkte 249,95 Euro.
Dafür fahre ich in Urlaub.
Alles zusammengerechnet sind das für unsere lieben Sammler, auf die Pegasus offenbar baut, gerade einmal 684,30 Euro.
Also, ich bin selbst ein Midgard-Sammler und habe wirklich alles von Midgard 1 bis 5. Über viele Jahre habe ich die Regelwerke, Länderbeschreibungen, Abenteuer und vieles mehr gekauft. Aber solche Preise und vor allem diese Art der Vermarktung kenne ich von Midgard bisher nicht.
Sicherlich muss Pegasus Personal, Lagerhaltung, Vertrieb und Marketing vorhalten, um ein neues Rollenspiel auf die Beine zu stellen. Das alles kostet Geld. Aber meiner Meinung nach wird hier teilweise doch ordentlich zur Kasse gebeten.
Das sind für mich schon DSA-Preise. Wobei sich die beiden Rollenspiele zumindest hinsichtlich der anvisierten Spielerklientel ja auch nicht völlig unwesentlich überschneiden.
Aber gut: Neue Rollenspiele sind nie billig. Und ich bin wirklich gespannt, wer das alles kauft.
Ich vermute: Sammler – und diejenigen, die glauben, sie würden Midgard spielen. 😉
Nun könnt ihr mich gerne federn und teeren.
Was meint ihr? Wie seht ihr das?

Ich denke man kann das entspannt sehen:
Du bestimmst, was Du kaufst.

Im Grunde verstehe ich die "Abzocke"-Argumentation. Manche betreiben dies dreist:

  • Nimm etwa die "Bimbes-Kataloge" in der ZEIT oder FAZ: Die verkaufen Dir die "exklusive" Gartenharke in einer extra "edlen" Holzbox für 40,00 Euro, die Du im nächsten Billig-Baumarkt für 5,00 Euro bekommst.

  • Games Workshop, mit zig Regel-Iterationen, die "leider" alle Deine Miniatur-Armeen obsolet machen, wenn Du an Turnieren teilnehmen willst (wobei natürlich die Preise für die Plastik-Miniaturen auch völlig abgekoppelt von den Herstellungskosten sind).

  • Das Maß Bier auf dem Oktoberfest 2025 für ca. 15,00 Euro, wofür Du Dir sonst mehr als einen Kasten Bier mit 10 Litern (keine Ballerbrühe) im Sonderangebot holen kannst.

  • Alle möglichen "Abos" oder "Subskriptionen" oder "Nutzungsrechte".

  • "Elektronische Produkte" mit Null Grenzkosten, dessen Preise in keinem Verhältnis zum physischen Pendant stehen ("gedrucktes" Regelwerk XYZ 30 Euro, PDF desselben 20 Euro.

    Bei all solchen Dingen sage ich konsequent:
    "Two words, one finger - do the math!" 😎


    Francesco di Lardo

Ist das wirklich ein Ding? Gibt es wirklich eine relevante Anzahl von Menschen, die sich alle drei Ausgaben eines Regelwerkes kaufen würden, einfach nur, weil es sie gibt? Kaufen die dann auch noch in einem Jahr die korrigierte Auflsge, weil da auf Seite 58 ein Konmafehler korrigiert wurde?

Ich meine das nicht ironisch oder so, ich verstehe es tatsächlich nicht und kann es auch nicht so ganz glauben.

7 Stunden her, Widukind schrieb:

Ist das wirklich ein Ding? Gibt es wirklich eine relevante Anzahl von Menschen, die sich alle drei Ausgaben eines Regelwerkes kaufen würden, einfach nur, weil es sie gibt? Kaufen die dann auch noch in einem Jahr die korrigierte Auflsge, weil da auf Seite 58 ein Konmafehler korrigiert wurde?

Ich meine das nicht ironisch oder so, ich verstehe es tatsächlich nicht und kann es auch nicht so ganz glauben.

Also von Midgard habe ich jede Publikation einmal gekauft. Nicht jede Auflage, Kommafehler und andere Errata waren mir egal. Aber jede inhaltlich oder äußerlich deutlich zu unterscheidende Ausgabe. Ich bin Sammler.

Ich habe mir natürlich auch die Luxusausgabe geholt, obwohl ich den Inhalt in anderer Form schon hatte.

Dann ist es eigentlich nicht weiter schwer zu verstehen.

7 Stunden her, Widukind schrieb:

Ist das wirklich ein Ding?

Selbstverständlich! Wäre es das nicht, würde Pegasus es doch nicht machen. Und es nicht genau so machen.

Oder denkst du, da trifft jemand Entscheidungen und überrascht sich selbst?: "Hupsa, plötzlich haben wir drei sich nicht sehr unterscheidende Fassungen des selben Textes produziert?"

Vor 14 Minuten, Eleazar schrieb:

Also von Midgard habe ich jede Publikation einmal gekauft. Nicht jede Auflage, Kommafehler und andere Errata waren mir egal. Aber jede inhaltlich oder äußerlich deutlich zu unterscheidende Ausgabe. Ich bin Sammler.

Ich habe mir natürlich auch die Luxusausgabe geholt, obwohl ich den Inhalt in anderer Form schon hatte.

Dann ist es eigentlich nicht weiter schwer zu verstehen.

Das beantwortet Widukinds Frage nicht. Die Luxusausgabe hatte einen Mehrwert, weil sie Regeln, die vorher in verschiedenen Publikationen erschienen waren, bündelte. Die Frage wäre also, ob Du Dir vom Arkanum die verschiedenen Ausgaben gekauft hast, weil sie unterschiedliche Coverbilder haben.

Vor 14 Minuten, Eleazar schrieb:

Selbstverständlich! Wäre es das nicht, würde Pegasus es doch nicht machen. Und es nicht genau so machen.

Oder denkst du, da trifft jemand Entscheidungen und überrascht sich selbst?: "Hupsa, plötzlich haben wir drei sich nicht sehr unterscheidende Fassungen des selben Textes produziert?"

Oder vielleicht haben sie es einfach gemacht, weil sie unterschiedliche Käuferschichten bedienen wollten? Die, die sagen: Verpackung ist mir zweitrangig, ich brauch bloß den textlichen Inhalt, die Leute, die sagen, ich möchte was besonderes, es darf ruhig ein bisschen mehr sein und die Leute, die sagen, ich will was zum angeben.

Würde die Aktion wirklich darauf abzielen, dass die Leute sich gleich alle drei Sachen kaufen, würde der Pegasus mit Ansage gegen die Wand fliegen.

Vor 31 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Das beantwortet Widukinds Frage nicht. Die Luxusausgabe hatte einen Mehrwert, weil sie Regeln, die vorher in verschiedenen Publikationen erschienen waren, bündelte. Die Frage wäre also, ob Du Dir vom Arkanum die verschiedenen Ausgaben gekauft hast, weil sie unterschiedliche Coverbilder haben.

Bei M4 habe ich zwei Arkana mit unterschiedlichen Titelbildern. War eher ein Zufallskauf, aber ich habe es behalten. Und zur Luxusausgabe: Dass sie verschiedene Publikationen zusammengefasst hat, war für mich eher ein Contra als ein Pro.

Ich verstehe nicht, wieso hier so verzweifelt gegenargumentiert wird. Leute schreiben, wie sie diese Veröffentlichungen empfinden und andere sagen .... diese Empfindung ist nicht richtig? Das sollte einer mal in anderen Kontexten versuchen.

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