Zu Inhalt springen

Sicherheitsupdates - Dummheit am Rechner

Hervorgehobene Antworten

vor 17 Stunden schrieb Nixonian:

Also ich hab ja nix gesagt, wenn die deutsche Bundeswehr Webex generell als passendes System für Kommunikation sieht. Cisco ist berühmt für die ständigen Sicherheitslücken, die sehr nach Abschnorchelmöglichkeit aussehen, aber das ist eher meine persönliche Meinung. Und vielleicht auch ok für .de, sind immerhin NATO-Partner, auch wenn Angie gemeint hat "Abhören unter Freunden geht gar nicht".

Aber der Bericht bei Heise läßt mich schon fragen: Schaut so die "Cyber-Cyber"-Abwehr der Bundeswehr aus? Was machen die so beruflich?

Ob es einen Grund hat, dass direkt neben dem Militärischen Abschirmdienst ein Sanitätszentrum liegt? Ich mein, für die Kopfschmerzen? Vom Kopf gegen die Wand hämmern? 

  • 4 Wochen später...
Am 5.5.2024 um 11:24 schrieb Ma Kai:

Ob es einen Grund hat, dass direkt neben dem Militärischen Abschirmdienst ein Sanitätszentrum liegt? Ich mein, für die Kopfschmerzen? Vom Kopf gegen die Wand hämmern? 

Na, wie lautet denn die Abkürzung des Militärischen Abschirmdienstes?

  • 4 Wochen später...

Wegen dem dezeitigen Hack von Roll20

Fehler werden nicht zugegeben (kann man nichts machen, hackers gonna hack, oder was jetzt noch beliebter ist "staatliche Agenten mit hoher krimineller Energie, speziell die Russen") ok, geschenkt. Das ist halt so in dem Management blabla- bei solchen Formulierungen nach einem Databreach habe ich ja sowieso schon leichten Brechreiz, aber der Abschlußsatz

Zitat

Here are some resources containing good best practices for protecting your information online which we recommend: https://consumer.ftc.gov/online-security

bringt mich wirklich zum Kotzen.

"Wir haben Schexxxe gebaut, wir haben nicht aufgepaßt, wir haben deine Daten offengelegt, aber da - schau - so solltest du persönlich deine Daten schützen" - als wäre es jetzt doch irgendwie meine Schuld, wenn meine Mailadresse wieder bei ein paar dumps im Darknet mehr auftaucht.

Is ein bissl so wie wenn ein Atomkraftwerk einen Supergau hat, aber im Statement geendet wird mit "und übrigens, hier ein Link auf eine Ärzteseite den wir dir empfehlen, persönlich gesünder zu leben"

  • 4 Wochen später...
  • 4 Monate später...

Mehrfach auf dubiosen Websites Krypto-Krypto kaufen? Klar, her damit! Versprechungen von Extra-Kohle kriegen, die durch nichts gerechtfertigt sind? Aber sicher, kein Problem. Alles safe. Kann man locker einmal mehr als 100k€ in 2 Monaten überweisen, was soll's. Aber wenn dann mit Kapitalertragssteuer argumentiert wird, da geht dem Guten plötzlich ein Licht auf. Weil bescheißen, komische Gewinne versprochen kriegen, alles kein Problem, aber Steuern? Frechheit. Da "durchschaut" man natürlich gleich die Betrüger, weil das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, wär ja noch schöner, wenn man für halbseidene Geschäfte im Internet Steuer zahlen müßte. Für das mindset: Der tut mir überhaupt nicht leid.

  • 4 Monate später...
  • 2 Wochen später...

Falls jemand denkt, er sei als Ziel nicht interessant:

Cyberkriminelle änderten Bankverbindungen bei der Bundesagentur für Arbeit

Die BA hat da keinerlei Schuld (auch wenn die Überschrift das auf den ersten Blick suggeriert), weil die Daten auf den Rechnern der "Kunden" abgegriffen wurden, sie hat im Gegenteil vorbildlich reagiert, bevor bei den Betroffenen finanzielle Schäden entstanden sind.

 

  • 2 Monate später...

Wir hatten es erst kürzlich in einem anderen thread, wo so ungefähr gemeint wurde "Pässe abgeben beim Hotel ist doch kein Problem, ist doch normal so, was soll schon sein"... naja, z.B. das hier: Tausende Passdaten aus italienischen Hotels gehackt Dokumentennummer, Geburtsdaten, Namen... naja, was geht sonst noch... benutzt ihr vielleicht Face-ID oder den Fingerabdruck für relevante Sicherheitsdinge? dann sind die Gesichter, vielleicht ein Fingerabdruck in den Dokumenten etwas, was man sicher nicht "in the wild" haben will...

  • 2 Monate später...

Vertraut ihr auch nicht den großen Datenkraken? In Amerika gehostet, jederzeit einsehbar, DSGVO wasistdas usw.?

Alternative: Man nimmt sich einen lokalen Anbieter, z.B. von KI. Ja... nur wenn man so liest, sieht man, daß auch ein "heimisches Unternehmen" gar nix garantiert. In dem Fall: Im Gegenteil. Mit "Sicherheit" werben... und dann Admin-Rechte internet-facing, Passwörter im Klartext... einmal die Palette durch. patsch https://www.derstandard.at/story/3100000291066/localmind-sicherheitsfiasko-bei-oesterreichischem-ki-anbieter

oh wow, das habe ich jetzt erst gesehen - die haben auf der Seite einen Report/Stellungnahme geschrieben, wie man das halt so macht mit "ist furchtbar und tut uns leid, war aber nicht das Kernsystem, kein Grund zur Beunruhigung wir kümmern uns drum"... und dann hat der, der es aufgedeckt hat, einfach auf der Seite von localmind unter die Stellungnahme (Abschnitt "Ergänzung") geschrieben "nope, stimmt nicht, ist noch immer offen wie ein Scheunentor und die Klartext-Passwörter funktionieren auch noch zum Großteil" -archiviert unter: https://web.archive.org/web/20251008231051/https://security.localmind.ai/ Das ist schon großes Tennis...

3 Stunden her, Nixonian schrieb:

oh wow, das habe ich jetzt erst gesehen - die haben auf der Seite einen Report/Stellungnahme geschrieben, wie man das halt so macht mit "ist furchtbar und tut uns leid, war aber nicht das Kernsystem, kein Grund zur Beunruhigung wir kümmern uns drum"... und dann hat der, der es aufgedeckt hat, einfach auf der Seite von localmind unter die Stellungnahme (Abschnitt "Ergänzung") geschrieben "nope, stimmt nicht, ist noch immer offen wie ein Scheunentor und die Klartext-Passwörter funktionieren auch noch zum Großteil" -archiviert unter: https://web.archive.org/web/20251008231051/https://security.localmind.ai/ Das ist schon großes Tennis...

"eine hohe Resistenz gegen Unwahrheit"...

  • 2 Wochen später...
Zeit: 14.10.2025 um 16:23, Nixonian schrieb:

Alternative: Man nimmt sich einen lokalen Anbieter, z.B. von KI. Ja... nur wenn man so liest, sieht man, daß auch ein "heimisches Unternehmen" gar nix garantiert. In dem Fall: Im Gegenteil. Mit "Sicherheit" werben... und dann Admin-Rechte internet-facing, Passwörter im Klartext... einmal die Palette durch. patsch https://www.derstandard.at/story/3100000291066/localmind-sicherheitsfiasko-bei-oesterreichischem-ki-anbieter

Bald: "Diese hohen DSGVO-Bußgelder machen es unmöglich, KI einzusetzen. Wir verlieren den Anschluss an die USA und China!"

4 Stunden her, Meeresdruide schrieb:

Bald: "Diese hohen DSGVO-Bußgelder machen es unmöglich, KI einzusetzen. Wir verlieren den Anschluss an die USA und China!"

Wieso verlieren - hatten wir den je?

  • 8 Monate später...
Vor 11 Minuten, Sulvahir schrieb:

Frage Nummer 1 - wie ist so etwas möglich? thud

Frage Nummer 2 - wäre so etwas bei stetig zunehmender Digitalisierung in Deutschland auch möglich?

Frage Nummer 3 - wären dann in solch speziellen, überaus sensiblen Bereichen wie z.B. einem Grundbuch oder einem Katasteramt nicht doch zumindest zusätzliche, analog geführte Akten/Register/Dokumente als Backup zwingend erforderlich?

Vor 56 Minuten, Slüram schrieb:

Frage Nummer 1 - wie ist so etwas möglich? thud

Aus dem Artikel:

Wie Risky Business mit Verweis auf nicht näher benannte Quellen meldete, verschaffte sich der Cyberkriminelle mit gültigen Zugangsdaten Zutritt zur ANCPI-Datenbank und erkundete die internen Systeme.

Vor 56 Minuten, Slüram schrieb:

Frage Nummer 2 - wäre so etwas bei stetig zunehmender Digitalisierung in Deutschland auch möglich?

Mit gültigen Zugangsdaten? Grundsätzlich ja.

Wobei ich vermute, dass aufgrund des Föderalismus die Datenbanken fragmentierter sein dürften, also nicht eine zentrale Datenbank sondern mindestens 16 einzelne.

Ein größerer Stromausfall, wie letztes Jahr in Spanien und Portugal könnte u.U. ähnliche Auswirkungen haben.

Vor 31 Minuten, Slüram schrieb:

Frage Nummer 1 - wie ist so etwas möglich? thud

Frage Nummer 2 - wäre so etwas bei stetig zunehmender Digitalisierung in Deutschland auch möglich?

Frage Nummer 3 - wären dann in solch speziellen, überaus sensiblen Bereichen wie z.B. einem Grundbuch oder einem Katasteramt nicht doch zumindest zusätzliche, analog geführte Akten/Register/Dokumente als Backup zwingend erforderlich?

Frage 1: keine Ahung, ich weiß nicht, wie das Rumänische Grundbuchsystem aufgestellt ist, allerdings braucht man in Rumänien zum Kauf eines Grundstücks immer einen Grundbuchauszug der regionalen Behörde (behauptet eine Seite mit rumänischen Immobilienanwälten), s

Frage 2: das ist schwer zu beantworten, so lange nicht klar ist, was da eigentlich gelöscht wurde. Es gab auch in Deutschland schon Hakerangriffe, die Behörden über Wochen lahm gelegt haben, von daher halte ich einen Angriff und eine Löschung sensibler Daten prinzipiell schon für möglich

Frage 3: bei aller Digitalisierung wäre es in Deutschland auf jeden Fall unmöglich, sämtliche Grundbuchdaten auf diese Weise zu löschen. Schlicht weil keine zentrale Gundbuchdatenbank existiert. Grundbücher sind Kommunalangelegenheit und damit so dezentral wie nur irgendwas. Ich weiß von Ba-wü, dass es seit 2012 das Grundbuchzentralarchiv für Ba-Wü gibt, wo nach und nach die physischen Grundbücher der Kommunen zusammengeführt worden sind. Nach meinem Wissen sind diese Grundbücher noch nicht digitalisiert. Aktuelle Daten liegen als Datenbanken bei den zuständigen Amtsgerichten. Ob davon physische Ausdrucke existieren weiß ich nicht, bezweifle es aber. Nun legt das Landesarchiv Ba-Wü sehr hohe Maßstäbe an die Langzeitarchivierung und hat dafür ein Archivsystem entwickelt, dass auch in einige andere Bundesländer "exportiert" wurde. Dieses System sieht zwingend eine Speicherung an drei Standorten, mit drei verschiedenen technischen Systemen, die untereinander nicht verbunden sind, vor. Jetzt ist ein Archiv keiner Behörde weisungsberechtigt, aber ich kann mir zumindest in Ba-Wü nicht vorstellen, dass sie bei so wichtigen Daten die Gerichte nicht in die Pflicht nehmen würden, genauso hohe Standards anzulegen. Die 14tägigen Wartungsintervalle der Datenbank deuten auch darauf hin. Damit wäre es schon ein wahnsinniger Aufwand, alle Standorte aller Grundbuchdatenbanken zeitglich anzugreifen und lahm zu legen.

Vor einer Stunde, Slüram schrieb:

Frage Nummer 1 - wie ist so etwas möglich? thud

Frage Nummer 2 - wäre so etwas bei stetig zunehmender Digitalisierung in Deutschland auch möglich?

Frage Nummer 3 - wären dann in solch speziellen, überaus sensiblen Bereichen wie z.B. einem Grundbuch oder einem Katasteramt nicht doch zumindest zusätzliche, analog geführte Akten/Register/Dokumente als Backup zwingend erforderlich?

Das sind natürlich Szenarien, die bei einer Digitalisierung betrachtet werden müssen. Ich bin darin kein Experte, aber ich dachte immer, es solle auch einen "off-site backup" geben, in den man sich nicht mit den gleichen Zugangsdaten wie in die produktive Datenbank einhacken könnte. Der mag dann nicht perfekt aktuell sein, aber aktuell genug, um Schaden wirksam zu begrenzen.

Eine Digitalisierung, bei der das analoge System weiter geführt wird, wäre ja doch weitgehend widersinnig. Insofern müssen andere Sicherheitsmechanismen greifen.

Zu den Einwänden, die Grundbücher in Deutschland seien so dezentral und deshalb könne "so etwas" in Deutschland kein Problem sein: es gibt auch in Deutschland Register, die zentral geführt werden. Die Fahreignung in Flensburg z.B. Da könnte ein Angriff die Daten bundesweit killen - und da sollte es dann entsprechende Sicherheitskopien geben.

Nimm an der Diskussion teil

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich später registrieren. Wenn du bereits ein Konto hast, melde dich an, um den Beitrag über dein Konto zu veröffentlichen.

Gast
Auf dieses Thema antworten

Kürzlich Online 1

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.