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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Sich selbst zu widersprechen ist selten gut. Mir ist allerdings die entsprechende Passage im Grundregelwerk gerade nicht präsent. Kannst du nachhelfen? Ansonsten stimme ich dir nicht zu. Die Welt Midgard ist für mich kein Utopia, sondern eine von uns aus gesehen archaische Welt. Dieser Welt ein modernes Wertesystem aufzudrücken empfände ich als unpassend. Daher erwarte ich auf Midgard auch ein entsprechendes archaisches Wertesystem. Das heißt doch nicht, dass ich mich mit diesen Werten identifiziere.
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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Etwas 'allzustark' zu tun ist in der Tat immer ein Fehler. Fantasywelten gibt es viele. Midgard ist eine Fantasywelt, die sich stark an historischen Vorbildern orientiert. Das kann man mögen oder auch nicht. Ich mag es. Ich hielte es für unklug, wenn Midgard diese identitätsbildende Eigenschaft abwirft.
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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Schade, ohne den zitierten Satz hätte ich Deinem Beitrag zustimmen können. Wir haben eine Fantasywelt. Selbst wenn (aus verschiedensten Gründen) NSC eine Tendenz für Männer in Machtpositionen haben, so sollten Abenteurer ihre Chancen unabhängig vom Geschlecht haben. Nicht in jeder Szene gleich (das meine ich mit Gleichmacherei wenn es doch gefordert wird), wohl aber über alles gesehen. So sehe ich auch keinen Anspruch darauf, dass eine beliebig zusammen gestellte Gruppe alle veröffentlichten Abenteuer spielen kann. Aber jeder Spieler sollte die Möglichkeit dazu haben. Solwac Es gibt ja keine Regel, die verbietet, dass Frauen männliche Spielfiguren spielen. Insofern ist die letzte Aussage erfüllt. Es ist aber offenbar so, dass die meisten von uns ihr Geschlecht als derart identitätsbildend empfinden, dass sie ungern oder nur selten eine Figur des anderen Geschlechts spielen möchten. Die Tatsache, dass wir das Geschlecht als so identitätsbildend empfinden, ist doch bereits ein klares Anzeichen dafür, dass es eben doch massive Auswirkungen auf die Persönlichkeit hat. Diese werden sich dann auch in der gesellschaftlichen Rolle wiederspiegeln. In dem Augenblick, wo die Rollen unterschiedlich sind, werden auch die Handlungsoptionen unterschiedlich sein. Ob man nun in der Mittelung über die Gesamtwelt und -zeit hier zum selben Wert kommt, ist sowieso von sovielen Parametern abhängig, dass es eigentlich nicht sinnvoll formulierbar ist. Letztlich hängt das auch sehr stark von der individuellen Spielgruppe ab. In einer reinen Männergruppe (oder einer Gruppe, in der die weiblichen Spieler keine Probleme damit haben männliche Spielfiguren zu spielen), kann man die Welt ja anders ausprägen als in einer gemischten oder rein weiblichen (wobei im letzten Fall ja wieder alle gleiche Voraussetzungen haben und damit vielleicht die Herausforderung nur größer wird). Vielleicht entscheidet man sich mit einer gemischten Gruppe eben doch nur wenige Abenteuer in Eschar zu spielen. Außerdem ist es wie bei den Gewichtsbeschränkungen und manch anderen solchen Regeln durchaus dem rollenspielerischen Gewissen jeder Gruppe selbst überlassen, wie genau sie solche Einschränkungen ausspielt.
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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Dieser Anspruch wird auch an anderer Stelle oft verletzt. Schon die Gradangabe bei einem Abenteuer zeigt, dass ein Abenteuer normaler Weise eben nicht für jede denkbare Abenteuergruppe gedacht ist. Oft findet man auch Zusatzbedingungen, dass z.B. eine bestimmte Fähigkeit beherrscht werden muss oder ein bestimmter Abenteurertyp in der Gruppe vorhanden ist. Hinzu kommen eventuell noch weitere Inkompatibilitäten, die sich aus den sonstigen Eigenschaften der Gruppe ergeben. Sind die Abenteurer z.B. bisher als glühende Anhänger der MacRathgars durchs Land gezogen, so macht ein Abenteuer, in dem sie eine Verschwörung der MacRathgars gegen König Beren verhindern sollen, für diese Gruppe wohl keinen Sinn. Gerade der GB lebt doch davon, dass engagierte Hobbyautoren praktisch umsonst Beiträge einsenden. Solche Angebote werden automatisch immer nur einen Teil der Leserschaft erreichen. Es soll z.B. Leser geben, für die alle Abenteuer außerhalb Eschars unspielbar sind. Andere werden durch andere Einschränkungen abgehalten. Eine solche Diskussion hätte für mich überhaupt erst dann Sinn, wenn man in einer größeren Menge von Veröffentlichungen eine Tendenz erkennen kann. Sie am Einzelfall zu führen, halte ich für unsinnig. Im übrigen ist klar, dass ich durch die Definition meiner Figur Einschränkungen bezüglich ihrer Handlungsmöglichkeiten in der Spielwelt generiere. Lege ich zum Beispiel fest, dass meine Spielfigur panische Angst vor Magie hat, so werden ihre Handlungsmöglichkeiten auf Midgard damit drastisch reduziert. In einer Spielwelt, in der es fast keine Magie gibt (Midgard 1880?) wären die Einschränkungen geringer. Sowohl die Wahl 'Frau' als auch die Wahl 'Mann' führen zu solchen Einschränkungen. In einer an historisch-mittelalterlichen Vorbildern orientierten Spielwelt wie Midgard führt die Wahl 'Mann' zu weniger Einschränkungen als die Wahl 'Frau'. Wer das nicht will, sollte tatsächlich eine andere Spielwelt wählen oder in seiner Heimrunde die vorgegebene Spielwelt entsprechend seinen Vorstellungen anpassen. Übrigens empfinde ich die Eigenschaft 'Atheist' als eine wesentliche Eigenschaft meiner Persönlichkeit. Dennoch kann ich damit leben, dass diese Eigenschaft für Figuren auf der Spielwelt Nachteile mit sich bringt.
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Funktionsweise Spiegelamulett
Ähnliche Fragen wurden in diesem Thread diskutiert. Ohne wirklich befriedigende Lösung.
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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es wünschenswert ist, eine Spielsituation zu schaffen, in der weibliche Spielerfiguren mit vergleichbarem Spielspaß geführt werden können wie männliche. Das ist aus vielfach genannten Gründen sicher eine Herausforderung, wenn man auf historische Genauigkeit Wert legt. Im Beitrag von Y_sea im anderen Strang, der diese Diskussion ausgelöst hat, wie auch im alten Eingangsbeitrag dieses Strangs, ging es aber um die Rolle von weiblichen NSCs. Y_sea hatte gefordert, dass in größerem Maße Frauen in gesellschaftlich relevanten Positionen (ich mutmaße einmal Fürsten, Führer von Stadtwachen, religiöse Würdenträger, Gildenmeister,...) auftauchen sollen. Alleine gegen dieses Ansinnen hatte sich meine Kritik gerichtet.
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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Liebe Alas Ven: Bitte lies dir doch genau durch, was ich geschrieben habe. Ich habe keineswegs gesagt, dass 'ausschließlich' Männer Könige waren, sondern 'meist'. Das ist sehr wohl historisch akkurat. Tatsächlich wurde in Deutschland, wo es ein Wahlkönigtum gab, meines Wissens niemals eine Königin gewählt. Bei Frankreich fällt mir auch keine ein. In England fallen mir ein paar ein, aber das ist eigentlich schon Neuzeit. Wollen wir noch andere Länder prüfen? Lieber Kazzirah: Ich möchte dich bitten, den Vorwurf, ich hätte einen 'machistischen Ansatz' zu belegen oder zu widerrufen. Ich empfinde ihn als Unterstellung. Auf meinem Midgard gibt es auch Sklaverei, Leibeigenschaft, Todes- und Körperstrafen, Folter, Hexenverbrennungen,... Alles dies sind keinesfalls Dinge, die ich für positive Eigenschaften einer Gesellschaft halte. Sie gehören für mich aber zum Bild einer mittelalterlichen Gesellschaft dazu, in deren Flair ich im Rollenspiel eintauchen möchte. (Wobei Hexenverbrennungen in der Tat ein Klischee sind, da diese eigentlich in der Neuzeit anzusiedeln sind, aber Midgard ist an vielen Stellen eigentlich nicht wirklich mittelalterlich). Kazzirah mag Recht haben, das bei unser aller Vorstellung einer mittelalterlichen Welt Klischees eine große Rolle spielen. Vermutlich kann sich niemand von uns wirklich vorstellen, wie es im Mittelalter ausgesehen hat. Dennoch habe ich Spaß daran, mich dem Vorbild zu nähern, soweit das mit dem beschränkten Wissen möglich ist. Saidons Meinungsäußerung kann ich überhaupt nicht teilen. Das bedeutet weder, dass ich die Spielerinnen, die mit mir am Tisch sitzen, dominieren möchte, noch, dass ich meine chauvinistischen Fantasien zur Frauenunterdrückung durch die Rolle der weiblichen NSCs ausleben möchte. Dies auch nur zu vermuten scheint mir absurd, angesichts der Tatsache, dass wir fast alle Spielfiguren spielen, die schon diverse Mitmenschen vom Leben in den Tod befördert haben. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit entsprechend bewegten Frauen, in dem mir sehr übel genommen wurde, als ich es wagte, die Jahrtausende lange Opferrolle der Frau zu relativieren. Wenn ich nun wiederum darauf hinweise, dass Frauen in mittelalterlichen Zeiten durchaus Nachteile hinnehmen mussten, so wird dies ebenfalls als frauenfindlich angesehen. Vermutlich hat man als Mann immer verloren.
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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Wie die einzelnen Gruppen ihr Midgard ausgestalten, ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber der Aufruf von Y_Sea ging ja dahin, die offizielle Beschreibung der gesellschaftlichen Realität in Quellenbüchern und Abenteuern zu ändern, so dass Frauen eine stärkere Rolle spielen. Da kann ich doch sagen, dass ich genau das nicht möchte. Und aus der historischen Akuratesse ziehe ich einen Teil meines Spielspaßes. Daher ist diese Position absolut zu vertreten. Diese historische Akuratesse beinhaltet übrigens auch die Anlehnung an irdische Sagen. Da gehören starke Frauen wie Brunhild sicher auch dazu. Aber die werden in den Sagen eben auch als Ausnahmen dargestellt. Auf Midgard gibt es auch eine Radamalona. Da habe ich überhaupt keine Probleme mit. Im übrigen bitte ich doch zu unterscheiden zwischen Spielerfiguren und Nichtspielerfiguren. Spielerfiguren, also Abenteurer, haben sich sowieso außerhalb des üblichen Rollenbildes ihrer Gesellschaft gestellt. Sie sind also nicht die Norm. Die Welt drum herum möchte ich mir aber gerne ähnlich zu dem sagenhaft verfremdeten irdischen Original vorstellen. In meinem Midgard bestehen Stadtwachen und Armeen der meisten Städte und Länder ausschließlich aus Männern. Und Könige, Stadtvögte und Henker sind auch meist Männer. Das ist im offiziellen Midgard auch so, und ich möchte, dass es so bleibt. Fantasywelten, in denen die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern weniger stark am historischen Vorbild orientiert sind, sind absolut legitim. Genauso wie Fantasy-Welten, in denen nichtmenschliche Völker wesentlich präsenter sind, oder solche in denen es bereits Feuerwaffen gibt. Ich möchte aber, dass sich das offizielle Midgard sich in keine dieser Richtungen entwickelt.
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Ist totale Gleichberechtigung ein Ziel
Da Y_sea ja nun einen eindeutigen Aufruf gemacht hat, Kulturbeschreibungen und Abenteuer in Midgard in eine Richtung weiter zu entwickeln, die Frauen stärker in den Vordergrund stellt, so möchte ich dem meine Meinung entgegen stellen: Ich mag die starke historische Ausrichtung von Midgard. In der Tat habe ich da schon öfter Bauschmerzen wegen der zu starken Rolle von Frauen. Ich finde sie, gerade hinsichtlich dem Wunsch, das Spielen für Frauen attraktiv zu machen, noch akzeptabel, aber mehr will ich definitiv nicht. Ich kann verstehen, wenn dies für einige Frauen (oder auch Männer) den Spielspaß mindert und, dass sie sich das anders wünschen. Für so jemanden ist das System Midgard eben einfach das falsche. Im übrigen schlage ich vor, diese Diskussion, die ja sicher die Frage, 'Frauen als Spieler' genauso betrifft wie die Frage 'Frauen als Spielleiter', in diesen Strang zu verlagern. Als letzte Anmerkung noch der Hinweis, dass 'Des Zaubermeisters Erben' von einer Frau stammt.
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Barden
Jede Umsetzung geschriebener (oder gesprochener) Worte in Sinn beinhaltet Interpretation. Im vorliegenden Fall zum Beispiel die Annahme, dass das Wort 'Zauberer' an den beiden Stellen in gleicher Bedeutung verwendet wird. Das ist keineswegs selbstverständlich. Wenn in einem Buch steht 'Gute Menschen kommen in den Himmel' und an anderer Stelle 'Ohne mechanische Hilfsmittel kann sich der Mensch nicht in den Himmel erheben', so schließt du daraus auch nicht, dass man nur mit mechanischen Hilfsmitteln ein guter Mensch sein kann. Die Annahme, es gäbe quasi einen objektiven Sinn von sprachlichen Konstrukten, den man ohne Kontext zweifelsfrei (quasi automatisch) ermitteln kann, ist falsch (jedenfalls für Sprachen, die zur Kommunikation zwischen Menschen taugen). Damit ist natürlich noch nicht gesagt, dass Bardenmagieeventuell nicht trotzdem von dieser Einschränkung befreit sein soll. Landabaran hat ja Gründe angegeben, warum das so sein könnte.
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Barden
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch schon zu M3 nicht anders gemeint war. Die entsprechende Passage im Arkanum wurde hinzugefügt, weil dem Autor erst da aufgefallen ist, dass der Begriff 'Zauberer' in den Regeln überladen ist. Wie sinnvoll es ist hier auf einer wörtlichen Auslegung zu beharren, hat Solwac bereits mit seinem Verweis auf die Unsichtbarkeit gezeigt. Man sollte bei von Menschen geschriebenen Texten immer versuchen, sie mit gutem Willen gemäß der Intention des Autors zu verstehen.
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Was für Abenteuer sind für die niedrigen Grade 1-3 zu empfehlen?
Ich habe Myrkdag mal mit einer relativen Anfängergruppe als 3.tes oder 4-tes Abenteuer gespielt. Da gab es schon einige Aha-Effekte, wie komplex so ein Abenteuer sein kann. Ich würde absoluten Anfängern auf jeden Fall etwas einfacheres vorsetzen. Die zwei Handlungsstränge, die in Myrkdag verwoben sind, können Anfänger bestimmt nicht entwirren.
- Midgard: Ist Zauberei noch zauberhaft?
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Beidhändiger Kampf und fallengelassene Waffe
@Einsi: Möglicherweise haben wir einen unterschiedlichen Anspruch an die Spielregeln. Für mich sollen sie die Realität schon möglichst gut abbilden. Aus Gründen der Spielbarkeit bin ich aber bereit Kompromisse einzugehen. Bei den beiden von dir betrachteten Fällen (Waffe ziehen, Waffe aufheben) ist der Kompromiss bereits jetzt am Rande des für mich verschmerzbaren und zwar in unterschiedliche Richtung (im einen Fall wird eine Aktion schwerer gemacht als sie eigentlich ist, im anderen Fall wird sie leichter gemacht als sie eigentlich ist). Aus Gründen der Spielbarkeit lebe ich mit diesem Kompromiss. Für die Aktion, die ich auf diese Weise als unrealistisch erschwert halte (Waffe ziehen) habe ich keine Probleme damit, dass hier großzügig gehandelt wird (zwei Waffen ziehen), da man sich hierdurch mehr in Richtung Realismus bewegt. Bei der Aktion, die ich für unrealistisch erleichtert halte, bewegt man sich dagegen durch die großzügige Auslegung noch weiter vom Realismus fort. Die von dir gezogene Analogie ergibt sich für mich also nicht, da die beiden verglichenen Situationen eben ganz unterschiedliche Charakteristika haben. Allerdings ist mir jetzt auch nicht klar, was du mit deinem Beitrag sagen wolltest. Ist dein Analogieschluss jetzt die Begründung dafür, dass die großzügige Auslegung glasklar aus den Regeln folgt, oder ist er eine Entscheidungshilfe in einer als solche erkannten Grauzone des Regelwerks?
- Beidhändiger Kampf und fallengelassene Waffe
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Beidhändiger Kampf und fallengelassene Waffe
Ich finde die von Einsi angeführte Analogie nicht gut. Meiner Meinung nach wird das Ziehen einer Waffe von den Regeln als eher unrealistisch langsam angesehen. Zumindest die Zeit für das Ziehen von kleineren Waffen wie Dolch oder Kurzschwert dürfte im Bereich unter einer Sekunde liegen. Auch Langschwerter befinden sich vermutlich in ähnlichen Regionen, zumindest, wenn am Gürtel getragen. Da habe ich auch kein Problem damit, dass man zwei auf einmal zieht. Das Aufheben einer fallengelassenen Waffe, während man gleichzeitig von einem Gegner angegriffen wird, wird dagegen meines Erachtens schon jetzt in den Regeln viel zu leicht gemacht. Unter realistischen Bedingungen müsste man jemanden, der versucht eine am Boden liegende Waffe aufzuheben, wohl als wehrlos werten. Die Regeln sind hier also sowieso schon extrem großzügig. Dabei gehe ich schon davon aus, dass die zweite Hand zum Halten der Balance und Blocken eventueller Angriffe des Gegners benutzt wird. Wenn man nun auch noch eine zweite Waffe aufheben darf, so wird es in meinen Augen endgültig absurd.
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Vorweg: Elsa schrieb was von 20 Jahren Ansonsten: Wirklich? Halte ich für unrealistich. Ein Midgard-Fan hört doch nicht damit auf, nur weil das System evtl. in 10 oder 20 Jahren mal nicht mehr exitstieren könnte. Abgesehen davon weiß man doch eh nie wirklich sicher (!), was in 5 oder 10 Jahren ist, oder? Und das ein an Midgard jetzt neu interessierter Mensch das überhaupt weiß oder darüber nachdenkt? Und ich schrieb von 10 Jahren, denn dann stünde (hypothetisch) die Option im Raum, dass Midgard den Laden innerhalb der dann nächsten 10 Jahre dicht macht. Eingefleischte Fans wird das nicht von Midgard abhalten. Aber nehmen wir an, du willst mit mehreren gleichgesinnten eine Rollenspielgruppe aufmachen und es geht um die Frage, welches System man denn wählen soll. Da kann das schon ein Kriterium sein. Wie groß dieser Effekt ist, ist natürlich Spekulation.
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Nun ja, dass in 20 Jahren JEF kein MIDGARD mehr machen wird, ist klar. Und natürlich haben wir auch bereits über den Fortbestand von MIDGARD intern diskutiert. Was ist diesbezüglich wünschenswert, was ist machbar? Am Wendepunkt wird es im Grunde zwei Möglichkeiten geben. 1. JEF beendet seine Aktivität und das System wird komplett eingestellt. 2. Man vergibt eine Lizenz zur Fortführung von MIDGARD. Es lässt sich bestimmt trefflich darüber diskutieren, wer diese Lizenz erhalten und wer als "Chefredakteur" die Sache fortsetzen könnte. [Die Moderatoren haben sicher nichts dagegen, wenn dazu ein neuer Strang aufgemacht wird und ich werde garantiert (kommentarlos) mitlesen.] Erst einmal Dank an Elsa für die vielen aufschlussreichen Beiträge in diesem Strang. Zu obigem vielleicht noch eine Bemerkung: Im Augenblick wahrscheinlich noch kein Problem, aber wenn in 10 Jahren die Option 1 immer noch im Raum steht, so könnte das für manchen Spieler schon ein Argument sein, sich ein anderes System zu suchen, bzw. mit Midgard erst gar nicht anzufangen. Daher ist es auch vorher schon im Interesse des Verlags, öffentlich zu machen, wie es mit dem System langfristig weitergeht.
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Agadur hat zum Beispiel sehr lange Zeit immer wieder aufgerufen, irgendwas an Material für die Homepage cuanscadan.de zuzuschicken. Egal was. Es wäre ganz sicher dort hochgeladen worden. Diesem Aufruf kam unterm Strich (bis auch kaum eine handvoll Leute) niemand nach, sodass das ganze Projekt eingestampft wurde. Dabei hätte es einfacher nicht sein können. Solche Erfahrungen führen dann dazu, dass man bestimmte Diskussionen, die wie in einer Zeitschleife alle paar Monate wiederholt werden, nicht mehr wirklich ernst nehmen kann bzw. recht zynisch verfolgt. Ich hoffe, du hast einen langen Atem und reichst deine Sachen irgendwie weiter. Du hast diese Wahrnehmung ja schon öfter berichtet. Ich habe es selbst umgekehrt erlebt (und auch schon öfter angesprochen): Dass ich bei selbst eingereichtem Material mit dem durchaus ausgeprägten Willen zur Mitarbeit einen seeeehr langen Atem brauchte, bis da eine Veröffentlichung draus wurde. Ich bin hier wohl auch kein Einzelfall. Nach meiner Erinnerung wurde bereits zum Zeitpunkt meiner Einreichung von Prinzenhochzeit über Ziegenspuren diskutiert und das ist auch nicht früher erschienen. Ich kenne dazu keine weiteren Details, aber es ist halt ein Indiz für mich, dass es durchaus Mechanismen gibt, die geeignet sind, den einen oder anderen Mitarbeitswilligen zu entmutigen.
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Also dieser Qualitätszirkel wird jetzt bereits das zweite Mal in einer Diskussion erwähnt. Das letzte Mal gab Nixonian dann den Kommentar dazu, dass man dem über das Forum beitreten könne, jedoch noch nie etwas bei ihm zur Begutachtung eingereicht worden sei. Ansonsten konnte ich noch herausfinden, dass mein Mitgliedswunsch von Yon Atan geprüft würde. Ich frage mich allerdings, warum ich einer Gruppe beitreten sollte, ohne vorher deren Agenda zu kennen. Insbesondere, wenn mir der Eindruck vermittelt wird, dass diese Gruppe ihre selbstgestellte Aufgabe bisher nicht ausüben konnte. Ist dieser Qualitätszirkel eine Geheimgesellschaft oder gibt es veröffentlichte oder veröffentlichbare Informationen dazu?
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Langsam wird der Strang geschmacklos. Ich weiß nicht, was daran geschmacklos ist. Es gibt durchaus den Effekt, dass eine zentrale Person ein Projekt quasi als Lebenwerk aufbaut und mit großer Energie vorantreibt. Dieses Projekt hat dann große Strahlkraft. Irgendwann kann oder will sich diese Person nicht mehr in gleicher Weise mit dem Projekt beschäftigen. Hierfür kann es vielfältige Gründe geben. Dann ist es immer sehr schade, wenn das ganze Projekt den Bach hinunter geht, weil niemand da ist, der den Stab übernehmen kann. Bei einem anderen Projekt (Gildenbrief) ist die Übergabe dieses Stabes ja schon mehrfach erfolgreich durchgeführt worden. Das ist ermutigend.
- Wie wünsche ich mir zukünftige Midgard Publikationen
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Magische Dienste
Den Gedankengang verstehe ich nicht. Die echten Götter sind Fantasiegebilde (da sind wir uns offenbar einig ). Also können sie objektiv keine Vorleistungen fordern. Was man von ihnen erwartet, hängt von den Fantasten ab, die sie sich ausgedacht haben. Die Midgard-Götter sind auf Midgard real, für uns aber ebenfalls Fantasiekonstrukte. Ob die Götter also auf Gegenleistungen verzichten können die Bewohner Midgards nicht beeinflussen, der Regelautor (oder sein Stellvertreter = SL) schon. Wie man dazu steht, ist natürlich persönliche Ansichtssache. Meine Meinung habe ich weiter oben dargelegt. Einskaldir hat sie schön prägnant zusammengefasst. Wenn man (wie auf der Erde) annimmt, Götter seien nicht real, könnte man eine göttliche Dienstleistung (etwas schizophren, die dann als real anzunehmen, aber es könnte sich ja auch um so etwas wie Einsichtnahme in kirchliche Unterlagen handeln) in Anspruch nehmen und eine zeitlich später gelagerte Gegenleistung ohne (oder mit geringen, zumindest aber rein "weltlichen") negativen Konsequenzen verweigern. Wenn man (wie auf Midgard) annehmen muß, Götter seien sehr wohl real, dann würde ein solches Vorgehen nicht nur weltliche Sanktionen der (hier sowieso mächtigeren) Priesterschaft, sondern möglicherweise sogar ein direktes göttliches Eingreifen (das durchaus nicht beim rückgängig machen der ergaunerten Leistung aufhören muß) hervorrufen. Vor diesem Hintergrund könnte es Midgard-Priestern möglich sein, hinsichtlich Gegenleistungen vorne heraus mehr Flexibilität zu zeigen, da es hinterher mehr Möglichkeiten gibt. Für mich sind irdische Priester genauso viel oder wenig wie Midgard-Priester von der Realität ihrer Götter überzeugt. Und sie vermuten auch genauso stark oder weniger stark die Bereitschaft des Begünstigten den Gott zu hintergehen, bzw. die Fähigkeit des Gottes so etwas zu bestrafen. Aber möglicher Weise driftet das in die Diskussion ab, ob die Existenz von Göttern auf Midgard evidenter sei als im irdischen Mittelalter. Dazu gab es schon mal einen Strang.
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Wie wünsche ich mir zukünftige Midgard Publikationen
Ich habe früher hin und wieder Spielern, die nach einem sorgfältigeren Lektorat gerufen hatten, angeboten, Korrektur zu lesen. Nicht einer hatte Zeit dafür. Ein Lektorat ist erheblich zweitaufwendiger, man muss dazu die Regeln beherrschen und in der Welt "drin" sein. Olafsdottir hatte mal einen fehlerhaften Text zusammengestellt und an Interessenten herausgegeben. Im Laufe der Jahre gab es nur zwei, drei Spieler, die geeignet gewesen wären (aber die hatten den Test just for fun gemacht). ... Hallo Elsa, wenn ich es richtig verstehe, dann besteht ein Problem darin, dass mögliche Lektoren, die die Regeln beherrschen und in der Welt "drin" sind, rar sind. Sie sind also eine knappe Resource, mit der man Haus halten sollte. Nun gibt es beim Lektorieren eines Abenteuertextes vermutlich noch weitere Aufgaben. Etwa das Korrigieren sprachlicher Mängel, die Prüfung auf innere logische Fehler oder mißverständliche Formulierungen. Diese Aufgaben könnte man sicher auch an andere auslagern und somit die knappe Resource Midgard-Insider entlasten. Konkret stelle ich mir das so vor, dass der Text zunächst an einen informellen Lektor geht, der den Text hinsichtlich der oben genannten Kriterien liest und dem Autor wohlmeinende aber unverbindliche Verbesserungsvorschläge schickt. Im optimalen Fall wird hierdurch die Qualität des Textes so weit verbessert, dass der 'professionelle' Lektor seinen Job wesentlich schneller machen kann. Er steht dann schneller wieder für andere Lektorate zur Verfügung. Im ungünstigsten Fall wird der Autor von einem inkompetenten Nörgler belästigt. Das ist aber nicht so schlimm, da es ja die als knapp erkannte Resource Lektor nicht belastet. Der Autor wird der Kritik des Nörglers vermutlich später sowieso ausgesetzt sein. Bei einem solchen Prozess würde man sicher auch schnell feststellen können, welche informellen Lektoren denn tatsächlich hilfreiche Verbesserungsvorschläge machen, so dass man die inkompetenten Nörgler sowieso bald aus dem System heraus hätte. Eventuell würde man auf diesem Weg sogar Lektoren-Talente entdecken, die man nach einiger Zeit von informellen zu professionellen Lektoren befördern könnte. Das würde dann den Lektoren-Engpass weiter verringern.
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Magische Dienste
Den Gedankengang verstehe ich nicht. Die echten Götter sind Fantasiegebilde (da sind wir uns offenbar einig ). Also können sie objektiv keine Vorleistungen fordern. Was man von ihnen erwartet, hängt von den Fantasten ab, die sie sich ausgedacht haben. Die Midgard-Götter sind auf Midgard real, für uns aber ebenfalls Fantasiekonstrukte. Ob die Götter also auf Gegenleistungen verzichten können die Bewohner Midgards nicht beeinflussen, der Regelautor (oder sein Stellvertreter = SL) schon. Wie man dazu steht, ist natürlich persönliche Ansichtssache. Meine Meinung habe ich weiter oben dargelegt. Einskaldir hat sie schön prägnant zusammengefasst.