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Thema des Monats April 2017
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Bevor der Abenteurer reagieren kann ändert sich die Szenerie und alle Abenteurer, alle Kinder und eventuell noch weitere Personen sind zu Puppen geworden. Eine Stimme ermahnt die Spielenden aber, dass vor dem zu Bett gehen die Figuren aufgeräumt werden müssen. Ist das Problem nicht gelöst, dann werden sie nach dem Aufräumen für immer zu Spielzeug, ansonsten wachen sie am nächsten Morgen wie aus einem Traum auf.
Ein kleiner Abenteuerplot, passend für etliche Länder und flexibel bei Ort und Jahreszeit.
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Die Gruppe ist zu Gast bei Vater/Begleittrupp des Kaufmannsvaters. Dieser erfährt, dass sein Sohn auf der Rückreise von einer engeren/der top Heiratskandidatin entführt wurde.
Alle wurden "vergiftet" -Schlaftrunk & magisch- & alles Wertvolle ist mitsamt Sohn verschwunden.
Die Gruppe wird gebeten die Entführer mit zur Strecke zu bringen.
Hintergrund:
Die Entführung geschieht aus Lösegeldgründen.
"Twist":
Es gibt gar keine Räuber, denn der Sohn wurde von jemandem "bezaubert" den Trupp "zu vergiften" & dann verschleppt. In seiner Vergangenheit ruinierte der Vater jemanden & dessen Kind -nun Zauberer- übt so Rache.
"Herz-Schmerz Twist":
Der Sohn ist schon länger in jemand "niederen" verliebt & seine Holde hat "zufällig" gute Verbindungen zu Räubern/ist Zauberin. Gemeinsam täuschen sie eine Entführung vor.
-"ca.3zeiler Anriss"- "trügerische" Entführung -M1880"geeignet"
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Art: Detektiv
Die Abenteurer kommen an der frisch modernisierten Burg eines unbedeutenden Adligen an, der sie bittet, als definitiv Unverdächtige, den Mord an einem seiner Küchenjungen zu untersuchen, der mit gebrochenem Rückgrat und erhängt im Burghof am Morgen aufgefunden wurde. Am Abend zuvor hat es ein Festmahl für die Clanangehörigen anlässlich der Fertigstellung der Burg gegeben und jeder der Anwesenden ist prinzipiell verdächtig, zumal sich von jedem der Feiergesellschaft ein persönlicher Gegenstand in der Stube des Küchenjungen wiederfindet. Der Mörder ist ein Dunkelzwerg, der als mit Tarnkappe getarnter Gast des Burgherrn die Pläne für die Modernisierung der Burg entwickelt hat, und dem der Küchenjunge eine Falle gestellt hatte, um ihn zu sehen und daher von dem Dunkelzwerg ermordet wurde, der auch die Gegenstände der Clanangehörigen in dem Zimmer des Jungen deponiert hat.
Einm Beitrag zum Thema des Monats April 2017
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Die Geschichte verzichtet bewusst auf eine Festlegung der Region und auch auf Nennung der Eisenbahngesellschaft. Die Beschreibung sollte auch Lesern mit wenig Kenntnissen vom Eisenbahnbetrieb verständlich sein...
Eine Geschichte aus der Zeitschrift für Lokführer aus dem Jahr 1887.
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Sollte zumindest mit Abenteurern mittlerer Grade gespielt werden, lässt sich leicht auf hohe Grade skalieren
Ort: Ein schwer zugängliches Tal oder eine Hochebene in einem Gebirge
Art: Dungeoncrawl, Horror
Die Aussicht auf einen großen Schatz, unermessliches Wissen oder sonstiger Antrieb führt die Abenteurer tief in ein gefährliches Gebirge, in dem sie schließlich auf ein - für die Region ungewöhnliches - Bauwerk treffen, das an den Fels gebaut ist. Einmal in das Gebäude eingedrungen werden sie Raum für Raum in die unterschiedlichsten Episoden der Geschichte Midgards nach 151 nL. geworfen (eine „leistungsgesteigerte“ Version des Zaubers Zauberwirklichkeit), die sie nur durch die Aufwendung aller ihrer Fertigkeiten bestehen können. Doch jeder herausragende Erfolg schwächt die Abenteurer und stärkt ihren Endgegner, einen Vucub, der von einem der ersten sieben Statthalter und somit von Camasotz selbst abstammt.
Ein Beitrag zum Thema des Monats April 2017
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Art: Wildnis, Dungeoncrawl
Die Tochter eines Kaufmanns wurde während einer Reise durch unwirtliches Land entführt. Sie wurde von Kultisten zu einer alten Kultstätte, dem Bluttempel, gebracht, um in der nächsten Myrknacht entsprechend alter Rituale der finsteren Macht des Tempels geopfert zu werden. Die vom Kaufmann mit der Rettung der Tochter beauftragten Abenteurer finden in den Katakomben des Bluttempels nicht nur die Kultisten und die Tochter, sondern auch eine längst vergessene böse alte Kreatur …
Variation: Auf ihren Reisen kommen die Abenteuer in ein Dorf, das ein freudiges Ereignis, die Geburt eines Kindes feiern könnte. In der Nacht wird das Neugeborene von einem der Bewohner entführt und den Kultisten übergeben, die mit dem unschuldigen Leben in der nächsten Myrknacht einer längst vergessenen bösen alten Kreatur zu neuer verheerenden Kraft verhelfen wollen.
Ein Beitrag zum Thema des Monats April 2017
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Ort: Jede Stadt, die einst zum Seemeisterreich gehörte
Art: Stadtabenteuer, Dungeoncrawl
Eine Stadt wird von einer Rattenplage und der von den Ratten verursachten Seuchen heimgesucht, deren Ursprung eine Kultstätte ist, die sich in den uralten Katakomben der Stadt befindet. Rattenmenschen (vgl. „Im Herzen Thalassas“, S. 29) haben hier unter der Führung eines schwarzen Hexers und Dämonenbeschwörers einen Kult des C’ruldesi (GB 43) aufgebaut und streben nach der Vernichtung der bestehenden Ordnung. Die Führung der Stadt sucht nun nach Abenteurern, die der Ursache für die Rattenplage nachgeht und sie beseitigt.
Variation: Bevor die Rattenplage in der Stadt entsteht, verschwinden aus der Stadt junge Frauen im gebärfähigen Alter der untersten sozialen Schicht. Diese werden in den Katakomben für die Schaffung von weiteren Rattenmenschen missbraucht oder als Wirt für Rattendämonen genutzt, um so weitere Rattenmenschen zu schaffen. Die Abenteurer werden von der Bettlergilde beauftragt eine dieser verschwundenen Frauen zu suchen.
Ein Beitrag zum Thema des Monats April 2017
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Aus den Gräbern des angrenzenden Dorfes (sollte nicht zu groß sein) beginnen sich die Toten zu erheben und die Lebenden anzugreifen. Jeder der stirbt, wird ebenfalls zum Zombie. Gebissene müssen einen PW:Gifttolerant mit einer Virulenz von 50 würfeln, oder sie sterben ebenfalls nach 1w6 Stunden und erheben sich als Untote.
Ein einfaches Heilen von Krankheiten reicht um das Gift zu stoppen.
Ich habe das kurze Szenario ein paar mal auf Cons Sonntags geleitet. Es geht im wesentlichen natürlich ums überleben und herauszufinden, warum sich die Toten erheben, oder den letzten Untoten zu töten.
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Mit Hilfe dieses Spruches werden potentielle Rekruten für den Kult ausgesucht und bereits im Kindesalter entführt und eingeschult.
Die Patenkinder einer SpF (war in unserem Fall die Kinder des Blutsbruders eines Kriegers) erlitten dieses Schicksal.
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Rivalen der Auftraggeber könnten die Abenteurer verfolgen, und das Ziel liegt im Grenzgebiet zwischen Tevarra, Moro, und anderen.
Die Meketer waren schon immer bekannt für die besondere Willkommenskultur ihrer Gebäude, und der Edelstein hat ein gewisses Eigenleben.
Eine Expedition (mit Sandkastenumgebung kann eine Minikampagne daraus werden) zwischen Lidralien und Eschar.
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Ein Zauberfähiger nutzt die Anwesenheit der fremden als Sündenböcke um einige Dinge zu regeln. Unter andrem raubt er den reichsten Händler aus bei dem er schulden hat, Entführt die schöne Tochter des Schmiedes die ihm einen Korb gegeben hat und bringt ein Monster aus der Kuriositätenshow dazu deren Liebsten zu töten. Schuld sind natürlich das Fahrende Volk.
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Der Grund für die Auren: Im Dorfbrunnen lebt ein Dämon, der das Wasser magisch verseucht: Wer es trinkt, steht 24 h unter der Wirkung eines schwarzmagischen Zaubers und hat eine finstere Aura - gilt auch für die Abenteurer. Die Wirkung des Zaubers: Man kann Luft atmen; vom Prinzip mit der Wirkung des Zaubers Wasseratmen vergleichbar. Damit ist der Zauber bei Menschenähnlichen auf Midgard wirkungslos - vermutlich ist das auf der Heimatwelt des Dämons anders.
Im Dorf ist damit alles in Ordnung. Der Dämon stört nicht, kann aber gebannt werden, wenn es den Abenteurern Spaß macht.
Ein kleines Abenteuer für Abenteurer, die gerne mit Erkennen-Zaubern herumballern und voreilige Schlüsse ziehen...

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Ein "3-Zeiler-Plot" - Beitrag zum Wettbewerb des Monats April 2017
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Start: überall - Auftraggeber oder Schatzkarte
Ziel: Nahuatlan oder Insel am/beim Golf der blauen Wellen, M1880 Mittel/Südamerika
Die Gruppe gelangt an eine Schatzkarte bzw. Auftraggeber besitzt diese und heuert die Gruppe an. Es gibt ein paar Rätselchen zu lösen, die zu dem Zielort führen und dabei stellt sich heraus, dass sie nicht die einzigen "Jäger des verlorenen Schatzes" sind.
Am Zielort findet sich eine versunkene nahuatlanische bzw. Maya/Inka? Kultstätte. Nach Überwinden einiger Fallen/Rätsel und Auffinden von ein paar wenigen goldenen Schätzen stellt sich heraus, das der eigentliche Schatz das riesige Maisvorratslager ist.
-"ca.3zeiler Anriss"- Schatzsuche & nicht nur Gold "glänzt" -M1880"geeignet"
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3-Zeiler Plot, Beitrag zum Thema des Monats April 2017, Midgard Fantasy
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Beim Einkaufen von ... (Kleidung/Tasche o.ä.) durch ..., erhält diese(r) zusätzlich etwas untergejubelt -bspw. eingenäht-.
Dieser untergejubelte Gegenstand sorgt bei Weiterreise für Trubel, weil diverse Parteien versuchen daran zu kommen.
Variation des Ganzen:
Gruppe will Stadt verlassen und einer bekommt was unter den Sattel geschoben, damit es auf jeden Fall aus der Stadt gelangt.
Hintergrund:
a) Händler ist auch ein Schmuggler und hat die Empfänger vertauscht
b) Händler hat was aufgekauft/geklaut und ehemaliger Besitzer hat sich vertan/will sein Eigentum wieder haben
-"ca.3zeiler Anriss"- Auch beim Einkaufen muss man aufpassen -M1880"geeignet"
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Es verschwinden einige junge Kinder/minderbemittelte Personen (aka Dorftrottel) -geistig reine/unschuldige Personen-. Die Dorfbewohner glauben an Irrlichter führen sie ins Moor/tiefen Wald -gelegentliche Schnuffeldecke/Schlaf"teddy" sind die einzigen "Spuren".
Hintergrund:
Verfallene/versunkene Ruine/Steinkreis & darin versunkene Böse ruft in die Umgebung -empfindsame Personen sind davon betroffen. Schön ausbaubar mit Dungeoncrawler (oder auch nur "Hügelgrab...") ;-)
"Twist":
Druide oder Schamane mit Helfern haben mitbekommen, dass dieses Böse erwacht, wollen die ehemals schützende Barriere wieder aufbauen und brauchen dazu reines Blut/Lebensenergie. Je nach Heftigkeit/Dunkelheit des Abenteuers sind die Opfer weiter am Leben +werden "nur" gefangen gehalten (allerdings mit gelegentlichem Aderlass -damit sie möglichst lange rein/unschuldig bleiben sind mehrere Personen notwendig)
-"ca.3zeiler Anriss"- verschwundene junge/"dumme" Personen -geistig rein/unschuldig-
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Räuber überfallen immer mal wieder ein paar Stunden vom Gehöft entfernt die fahrenden Händler
Durch Beobachtung stellt sich die Tochter des Wirts als deren "Kundschafterin" heraus.
Damit das Ganze nicht zu langweilig wird als "Twist":
1) Die Tochter hat eine gespaltene Persönlichkeit/ist besessene Person -a) liebe nette aufmerksame junge Frau b) ruch/gewissenlose junge Frau, die die eigentliche Anführerin ist
2) a la 1) aber a)&b) sind 2 eineiige Schwestern -a) wird immer mal wieder durch b) ersetzt. Die Anführer sind b)+ihr Bardenliebhaber, der a) blackouts verpasst, in deren Zeitraum b) sie ersetzt.
PS. "Jana" -> in Anlehnung an Janus ;-)
-"ca.3zeiler Anriss"- Räuberüberfall
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Nach einer Weile kann beobachtet werden, wie ein Schatten aus einem der Toten herausbricht. Er verschwindet schnell. Das wiederholt sich bei anderen Leichen. Die ältesten toten scheinen zuerst betroffen zu sein.
Ruhen die Abenteurer dann irgendwann, erfolgen die Angriffe. Immaterielle Wölfe (Schattenwölfe), die im direkten Licht nur Schatten werfen, greifen die Abenteurer an. Sie sind nur durch magische Waffen zu treffen. Sie ziehen sich nach dem 1. Angriff sofort zurück. Ihre Jagdmethode besteht darin ihre Opfer auszulaugen, sie zu zermürben. Sie quasi wach zu halten um sie dann im Schlaf zu töten. Aus den Toten entstehen dann nach einer Weile neue Schattenwölfe.
Das Abenteuer hab ich mehrere Male auf Cons geleitet. Es geht eigentlich darum einen Weg zu finden, die Wölfe auszuschalten, bevor man selbst zum Opfer wird. Es empfiehlt sich mit Entbehrungsregeln zu leiten und genauestens Buch über Ausdauer und Lebenspunkte zu führen.
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http://midgard-online.de/internal/fragschwampf.de/m2280/m2880_entwurf.pdf
Mirror: https://www.midgard-forum.de/forum/applications/core/interface/file/attachment.php?id=14606
Gruß
dabba
Der Autor hat wider Erwarten die Freigabe des Textes erlaubt:
MIDGARD Adventure 2580
Wir schreiben das Jahr 2580 n. L. Die meisten Staaten auf der Vesternesse haben sich mittlerweile anhand der Sprachgrenzen zu Nationalstaaten gewandelt, wobei die alten inneren Grenzen in Form föderalistische Prägung nachwievor erkennbar sind.
Es offenbart sich, dass durch Verjüngungs- und Wiederbelebungsmagie zahlreiche Akteure in der Oberschicht gefühlt ewig an ihren Posten hängen – falls sie nicht von ihrem politischen Umfeld aus dem Amt gedrängt werden.
Die zur Verfügung stehende, chaotische Magie wird ergänzt durch deutliche Fortschritte in der Gerätekunde. Maschinen und Automaten magischer und nichtmagischer Natur beleben die Welt und sorgen dafür, dass sich in einem Jahrzehnt deutlich mehr verändert als früher in einem Jahrhundert. Die Alphabetisierung der Bevölkerung ist weit fortgeschritten, die Gesellschaften wandeln sich allgemein von Agrar- zu Industrienationen.
Das Bild des Kontinents Vesternesse hat sich geändert, zwei Großreiche dominieren den Kontinent während ein kleinerer Staat im Süden im Ausgleich bemüht ist und Staaten auf benachbarten Kontinenten argwöhnisch in Richtung Vesternesse blicken. Wie konnte es so kommen?
(...)
2454: Die Erainner erobern Ywerddon. Die erainnischen Schriften sprechen von einer „Wiedervereinigung“. Die Mitglieder der twyneddischen Oberschicht, die den Erainnern in die Hände geraten, werden gemäß erainnischem Recht wegen Nötigung in 252.463 Fällen (die ermittelte erainnische Bevölkerung Ywerddons) verurteilt.
2466: Alba und Erainn gründen die rot-grüne Union. Unterzeichnungsort der Urkunden ist selbstverständlich die Stadt Corrinis. Die beiden Nationen einigen sich auf wirtschaftliche Zusammenarbeit, sowie auf eine Zollunion.
In einem geheimen Zusatzprotokoll verständigen sich die Verteidigungsminister beider Seiten darauf, dass das „Barbarenproblem im Norden“ mittelfristig beseitigt gehöre. Eine sogenannte „Ian-Rhoan-Linie“ wird auf dem Schreibtisch mitten durch die nördliche Vesternesse gezeichnet, die Gebiete links dieser Linie werden der erainnischen, die Gebiete rechts der albischen Einflusssphäre zugeschlagen.
2474: Alba und Erainn starten am Deachdag in der 2. Trideade im Feenmond parallel den im Geheimen vorbereiteten Feldzug in Richtung Norden. Das selbstgesetzte Ziel: Die Befriedung der Nordgebiete. Das tatsächliche Ziel: Die Eroberung von Clanngadarn und Fuardain. Das Militär kündigt an: Zum Jahresende sind die Soldaten wieder zu Hause.
2478: Vier Jahre seit Kriegsbeginn sind vorbei. Die sogenannten Barbaren im Norden erwiesen sich als wehrhafter als vermutet. Zudem gab es zahllose Probleme, von der Logistik bis zur Kommunikation der Truppenteile; daraus resultierend auch mehrere Personalwechsel in den Armeestäben. Zeitweise forderten einige Stimmen den Einsatz von Dämonen als Kombattanten.
Doch im Herbst erklären Alba und Erainn ihren Nordfeldzug offiziell für erfolgreich beendet. Mehrere Städte wurden im Krieg durch Magie und konventionelle Waffen völlig zerstört.
Über der Stadt Dinas Dron weht die albische Flagge, über der Stadt Caerllion die erainnische. Die Gebiete nördlich dieser Städte werden als „irrelevant und nicht schutzwürdig“ bezeichnet. Auf erainnischen und albischen Karten endet die albisch-erainnische Grenze im EIS, nördlich der Linie Dinas Dron–Caerllion verläuft die sogenannte „Zivilisationsgrenze“.
Vier Jahre fraßen wir zu Hause Dreck, weil die Heere die Ressourcen aufgebraucht haben. Getreu dem Motto: „Keine Butter, keine Sahne, aber in Fuardain die grüne Fahne!“ Und geändert hat sich für uns doch letztlich auch nichts; außer, dass wir da jetzt unsere Besatzungstruppen… äh… Kolonialherren stehen haben. Ich muss trotzdem jeden Morgen zur Arbeit. - Brennan, erainnischer Schmied 2501: di Matteo schafft in Darginia den ersten Lehrstuhl für das Studienfach „Elektromagie“. Thema: Der kombinierte Einsatz von thaumaturgischem Zauberwerk mit Elektrizität. Die zahlreichen Möglichkeiten aus diesem Thema sorgen dafür, dass in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Bürger der Vesternesse den Zugang zu elektromagischen Geräten bekommen, die ihr Leben erleichtern.
2514: Alba reagiert auf die in den letzten Monaten zunehmenden Kaperangriffe aus Richtung Waeland. Es besetzt vorübergehend die waelische Hafenstadt Runsgard und erklärt den Hafen zum Heimathafen der Ostalbischen Handelskompanie.
„Wir stehen heute im Felde gegen den unzähligsten Überfall und Eroberungskrieg, den Waeland seit Unzeiten gegen Alba ausführt. Wenn die Entwaffnungstheorie ehrliche Anhänger hat, so müssen dieselben wünschen, dass unser aller gemeinsame Heimat, der Kontinent Vesternesse, gegen diesen alleinigen Friedensstörer mehr als bisher gesichert wird. Dass in den Waelingern dadurch eine Bitterkeit geweckt werde, kann dagegen nicht in Betracht kommen. Diese Bitterkeit wird ganz in demselben Maße stattfinden, wenn sie ohne Abtretung Runsgards aus dem Kriege herauskommen. [...] Die einzig richtige Politik ist unter solchen Umständen, einen Feind, den man nicht zum aufrichtigen Freunde gewinnen kann, wenigstens etwas unschädlicher zu machen und uns mehr gegen ihn zu sichern, wozu […] nur die Abtretung einiger derselben genügt.“ - Laird Kenneth von Byrne Der einige Wochen später erzielte Frieden sichert albischen Händlern zollfreien Handel mit Waeland. Das albische Bildungsbürgertum reagiert zu einem großen Teil wohlwollend. So wird ein Mitglied der Phönixgilde aus Haelgarde mit den Worten „Den magophoben Völkern Waelands wurden die Helmflügel gestutzt.“ zitiert.
2517: In den Küstenstaaten macht sich allmählich die Abhängigkeit von Lebensmittel-Importen bemerkbar. Die steigende Bevölkerungszahl und die vergleichsweise geringe Fläche des Landes sorgen für einen Lücke in der Nahrungsversorgung. Anders als Valian ist man mit dieser Situation nicht vertraut. Im Winter des Jahres steigen die Butterpreise in den Küstenstaaten um über 100 %, weil chryseische Händler zeitweise Lieferprobleme haben.
„Wir drängeln uns auf unserem schmalen Küstenstreifen und müssen um jedes Stück Butter in Chryseia betteln, während die Albai und Erainner im Norden Tausende Quadratkilometer ungenutzte Landmasse horten. Wer das als gerecht und göttergegeben empfindet, sollte sein Bild von den Göttern gründlich hinterfragen.“ - Don Luca die Darginia 2518: Die Küstenstaaten fordern von Chryseia eine Zollunion, ähnlich der albisch-erainnischen. Die Chrysäer lehnen ab, sie möchten ihre mächtigen und wehrhaften Nachbarn im Norden nicht provozieren.
(...)
(...)
Neue Zauber
Stromsalz
Das verzauberte Objekt hat vorübergehend elektrische Energie zur Verfügung. Ein elektrisches Gerät kann eingeschaltet werden. Ein akkubetriebenes Gerät funktioniert weiter und der Akku-Ladestand nimmt leicht zu.
Die Leistung entspricht in etwa der Leistung des Netzteils eines Computers. Große Verbraucher, wie Elektroherde, können somit nicht betrieben werden.
Bildschirmauge
Der Zauberer berührt den Bildschirm, den er verzaubern möchte. Während der Wirkungsdauer entspricht sein Blickfeld dem Inhalt des verzauberten Bildschirms, er sieht also genau das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Der Zauberer sieht nicht, was sich wirklich vor seinen Augen befindet. Aus diesem Grund wirken die Augen bei dem Zauberer leer, ähnlich wie bei einer blinden Person.
Der Zauberer kann die Wirkung jederzeit durch einen Willensakt aufheben. Falls er sich von dem verzauberten Bildschirm weiter als 30 Meter entfernt, endet die Wirkung ebenfalls sofort und kann auch nicht fortgeführt werden, indem der Zauberer wieder näher an den Bildschirm tritt.
Das Lied der Tapferkeit
(…)
Es ist auch möglich, das Lied der Tapferkeit per Fernübertragung zu hören, zum Beispiel über ein Radio oder ein Telefon. In diesem Fall sind alle Wesen im Bereich des Lautsprechers vom Lied betroffen. Dabei muss das Lied vom Barden jedoch direkt eingesungen werden, eine abgespielte Aufzeichnung ist wirkungslos.
Die Wirkungsdauer bei einer Fernübertragung beträgt nur 5 Minuten.
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Hallo Midgard-Forum,
mir ist ein Link zu einem internen MIDGARD-Dokument zugespielt worden. Offenbar gibt es ein brandneues Projekt in der Pipeline der MIDGARD-Macher. Allzu viel zu lesen gibt es leider noch nicht, aber man erkennt eindeutig, in welche Richtung es gehen soll.
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Der Krieger:
Zum Krieger gibt es eigentlich nicht so viel zu schreiben. Man erhält das, was man erwartet: einen Abenteurer, dessen Hauptaufgabe es ist, feindliche Wesen möglichst schnell und möglichst heftig zu verkloppen. Dank drei Spezialwaffen und günstigen Waffen-Lernkosten erreicht der Krieger schnell eine sehr ordentliche Waffen-Trefferquote - und das nicht nur mit einer, sondern mit vielen verschiedenen Prügeln. Es sei vielleicht zu erwähnen, dass MIDGARD zwar kein pazifistisches, aber auch kein sehr kampflastiges System ist: Man hat relativ wenige Lebenspunkte und kritische Treffer sind (zumindest auf niedrigen Graden, wenn noch keine großen Heilzauber in der Gruppe sind) ziemlich schwerwiegend.
Ansonsten bietet der Krieger relativ wenig, was andere Typen nicht auch bieten. Theoretisch kann er relativ günstig Sozial-Fertigkeiten lernen, um sich um Kämpfe herumzuschwandronieren – aber wer einen solchen Abenteurer spielen möchte, findet vermutlich bessere (Arche-)Typen.
Der Barbar:
Wer jetzt an einen Hünen mit nacktem Oberkörper, wenig Hirn und schwerer Waffe denkt und somit eine burschikose Variante des Kriegers erwartet, kann recht haben. Allerdings erlaubt das Regelwerk, die Conan-Klischees ein wenig auszuhebeln. Zum einen hat der Barbar naheliegenderweise auch leichten Zugriff auf die Freiland- und die Körperbeherrschungs-Fertigkeiten, die man auf dem platten Land so braucht: Überleben, Balancieren, Geländelauf, Klettern.
Ein nicht minder interessantes Betätigungsfeld bieten jedoch die anderen Freiland-Fertigkeiten, die der Barbar ebenfalls sehr günstig lernen kann. Freiland ist dabei nicht nur Spurensuche und Tarnen, sondern auch Naturkunde, Tierkunde und Pflanzenkunde. Die kann der Barbar genauso günstig lernen wie der Magier und der Druide – also keine falsche Scham, zeig den Bücherwürmern aus der Stadt, dass Kühe nicht lila und erwachsene Enten nicht gelb sind.
Der Waldläufer:
Der Waldläufer ist die etwas glatt gebügelte Version des Barbaren. Auch er kann die Freiland-Fertigkeiten günstig lernen und so in Sachen Naturkunde, Tierkunde und Pflanzenkunde die Bücherwürmer ergänzen.
Ansonsten ist eher etwas ausgeglichener, wodurch seine (sinnvolle) Auswahl an Fertigkeiten größer ist - und somit die Entscheidung evtl. schwerer fällt.
Der Händler:
Der Abenteuertyp Händler hat nicht das beste Image. Die Bezeichnung „Händler“ klingt irgendwie uncool und nicht nach Abenteurer, sondern eher nach Groß- und Außenhandelskaufmann im zweiten Lehrjahr.
Zu Unrecht. Der Händler ist cool. Er ist von den nicht zauberfähigen Figurentypen der wohl flexibelste. Abgesehen von Unterwelt-Fertigkeiten gibt es fast nichts, was ein Händler nicht günstig lernen kann. Das bedeutet, dass man sich fachlich breiter aufstellen kann als der Barbar und der Krieger körperlich. Das macht den Händler ein wenig anspruchsvoller, weil man sich entscheiden muss, wohin man gehen möchte: Zauberkunde? Spurensuche? Glücksspiel? Anführen? Alles absolut erreichbar – auch wenn typischere Fertigkeiten wie Geschäftssinn, Beredsamkeit oder Menschenkenntnis natürlich naheliegender sind.
Wobei: Den Händler muss man nicht als Händler spielen. Den kann man auch oft nehmen, wenn man eine Figur erschaffen möchte, die nicht zauberfähig sein soll und sich regeltechnisch nicht mit anderen Kämpfer-Figurentypen besser abbilden lässt. Bspw. ein Gelehrter, ein Schiffs-Kapitän, ein Arzt oder ein Musiker.
Der Glücksritter:
Der Glücksritter ist die etwas zwielichtigere, stadt-abenteurer-lastigere Version des Händlers. Er ist nicht so flexibel, fühlt sich aber wohler in Halbwelt und Unterwelt.
Insofern ist ein Glücksritter ebenfalls ein typischer Kandidat für einen Abenteurer-Typen, der nicht zauberfähig ist und viele verschiedene Arten von Abenteurern abbilden kann.
Auch ihm liegen die Sozial-Fertigkeiten sehr gut – doch auch er kann sich an Zauberkunde versuchen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Körperbeherrschungs-Fertigkeiten theoretisch etwas teurer sind, aber die Halbwelt-Fertigkeiten auch einige Körperbeherrschungs-Fertigkeiten beinhalten (Balancieren, Klettern, Akrobatik), wodurch der Glücksritter da keinen großen Nachteil hat.
Der Spitzbube:
Noch zwielichtiger ist der Spitzbube. Manche bezeichnen ihn als den heimlichen Star der M5-Welt. Selbst seine Bezeichnung ist letztlich eher niedlich als bedrohlich, ändert aber wenig daran, dass er in der nicht zauberfähigen Abenteurer-Welt Midgards ganz vorne mitmischt.
Der oberste Vorteil des Spitzbuben ist, dass er ein sehr großes Repertoire an verschiedensten abenteuerrelevanten Fertigkeiten günstig anhäufen kann. Denn er hat gleich vier Fertigkeiten-Kategorien, die er extrem billig lernen kann. Das macht ihn zum einem mächtig vielseitigen Kämpfer-Charakter. Seine einzige Schwäche ist die Kampf-Kategorie, aber mal ehrlich: Beidhändiger Kampf ist für Schild-Allergiker und Kampf im Vollrüstung für Dosen-Mädchen. Andere Kampf-Fertigkeiten wie Athletik bekommt der Spitzbube auch über andere Kategorien geritzt, kein Problem.
Außerdem bekommt man u. a. die Unterwelt-Fertigkeiten günstig - das kann sonst nur…
Der Assassine:
Der klingt zwar von der nackten Typen-Bezeichnung böser, ist er aber nicht. Eigentlich unterscheidet er sich wenig vom Spitzbuben. Die leichten Vorteile bei den Freiland- und den Kampf-Fertigkeiten machen ihn ein klein wenig ausgewogener – aber reduzieren auch seine Auswahl an sehr billig lernbaren Fertigkeiten. Letztlich ist es Geschmackssache, zu welchem Unterwelter man greift.
Die Zauberer und die zauberkundigen Kämpfer
Während man Kämpfer im Prinzip spielen kann, wie man will, schließlich ist der Typ dort nur eine grobe Gesinnung, sieht es bei einigen zauberfähigen Typen ein wenig anders aus. Priester und Ordenskrieger haben eine Bindung an ihren Gott, Schamanen an ihr Totem, Druiden an den Dweomer.
Wer darauf keine Lust hat, sollte zu den ersten beiden genannten Zauberer-Typen greifen.
Der Magier:
Wisst Ihr noch damals in der Schule? Da gab es die Nervensäge, die immer zu spät gekommen ist (wenn überhaupt), immer Hausaufgaben in der Pause abschreiben wollte und am Ende trotzdem irgendwie ihr Abi gekriegt hat. Das alles ist der Magier nicht. Der Magier ist ein gnadenloser Spezialist, der zwei große Fachgebiete hat. Wissensfertigkeiten und Zauber seiner selbst gewählten Spezialisierung.
Wer als Spieler auf Cons einen Magier spielt, kann sich leicht merken, in welchen Ländern dieser schon mal war: Er lässt ihn mal eben extrem billig die Landessprache und evtl. noch Landeskunde oben drauf lernen.
Welche Spezialisierung ihr wählt, ist Eure Entscheidung – dies erfordert ein wenig Erfahrung mit der Auswahl an Zaubersprüchen. Zwei Beispiele sei hier genannt:
Wer eine Magie-Kanone haben möchte, nimmt den Erschaffen-Magier. Man kommt so relativ früh an die typischen Kampfzauber, wie Blitze schleudern oder Feuerlanze und bekommt auf diese beim Zaubern auch noch den +2-Zuschlag.
Der Zerstören-Magier hingegen ist nicht nur ein Zerstörer, sondern auch ein Kontra-Geber: Mit Bannen von Zauberwerk, Schwarze Zone und Bannen von Licht ärgert er feindliche Zauberer (wer nicht gesehen wird, kann auch nicht direkt verzaubert werden).
Das heißt aber keineswegs, dass man sich als Magier nur auf die Zauber seiner Spezialisierung beschränken muss oder sollte. Ganz im Gegenteil, auch die anderen verfügbaren Zauber sind allesamt ziemlich billig lernbar. Das macht den Magier zu einem echten Multitalent und Team-Unterstützer, der die Zauber und die Infos raushaut.
Der Rest des Teams sollte ihn daher nicht ungeschützt herumstehen lassen – ein Magier, der sich im Nahkampf mit seinem Magierstäbchen behaupten muss, macht wenig Schaden und verbrät wertvolle Zeit und Ausdauer, in/mit der er nicht zaubern kann.
Der Hexer:
…wurde hier schon von mir ausgiebig beschrieben. Deshalb hier nur die Kurzfassung: Der Hexer ist die oben erwähnte Nervensäge, die sich immer durchmogelt. Vom Image her ist er etwas zwielichtiger als der Magier. Von den Regeln her unterscheidet er sich nicht so stark von diesem: Er hat keine Spezialisierung, lernt dafür aber als einziger Zauberer Zauber aus zwei Kategorien billig. Weil es unter den Beherrschen- und Verändern-Zaubern die vielen kleinen, gemeinen, unauffälligen Zauber gibt (Beeinflussen, Macht über Irgendwas, Unsichtbarkeit u. v. m.), taugt der Hexer, wenn man einen Abenteurer haben möchte, der nicht auf die Kacke haut und alles umballert. Sondern lieber einen, der etwas hinterlistiger und/oder kreativer bei Problemlösungen mit Hilfe von Magie ist; auch die günstige Zugriffsmöglichkeit auf Zaubersalze trägt dazu bei.
Im Gegensatz zu Magiern kann er außerdem Dweomer-Zauber lernen - und das nicht mal extrem teuer. Aus diesem Grund kann er auf mittleren und höheren Graden auch die zweite Reihe bzgl. Heilzauberei übernehmen.
Jeder Hexer hat einen Mentor, der hat zwar normalerweise keine direkten regeltechnischen Effekte, kann aber rollentechnisch als Quelle für Inspiration dienen.
Der Barde:
Der Barde hat auf dem Papier mit den Liedern mächtig miese Zauber: Mit seinen Liedern kann er eine beliebig große Gruppe in Hörweite en bloc verzaubern. Das funktioniert im Prinzip auch – ähnlich wie eine 10-Megatonnen-Bombe eine beliebig große Gruppe in Druckreichweite „verzaubert“. Will heißen: Der Singsang hat den großen Nachteil, dass auch u. U. Kameraden geschwächt bzw. Gegner unterstützt werden, falls sie die Lieder hören. Anders als seine spruchzaubernden Kollegen kann er seine Ziele nur sehr begrenzt gezielt wählen.
Nicht vergessen: Der Barde ist ein zauberkundiger Kämpfer, insofern darf er auch zur Waffe greifen, wenn es die Situation erfordert.
Der Priester:
Ein Priester ist gar nicht so einfach wieder zu geben, wie man vielleicht denkt. Der Dorfpfarrer von nebenan taugt als Vorlage genauso bedingt wie der Kardinal von nicht nebenan. Warum nicht? Sie vertreten echte Religionen.
Echte Religionen unterscheiden sich meistens bzw. immer von denen auf Midgard in zwei grundlegenden Punkten: a) Die meisten Religionen sind monotheistisch. b) Alle Religionen haben keinen objektiven Gottesbeweis. Der echte Götterdiener muss sich also etwas einfallen lassen, um seine potenziellen Schäfchen irgendwie davon zu überzeugen, dass sein einziger Gott der ist, der alles kann, alles gemacht hat und alles weiß. Das ist gar nicht so einfach; nicht umsonst waren praktisch alle religiösen Extremisten in der realen Welt Monotheisten.
Auf Midgard ist das anders. Die meisten Priester sind mehr oder minder Polytheisten, die objektiv beweisen können, dass ihr Gott existiert. Sie können somit tendenziell selbstbewusster auftreten.
Wer sich an dem Hirten der Herde der Götter versuchen möchte, findet zwei Möglichkeiten: Der Streiter kann als einziger Zauberer Waffen ein wenig günstiger lernen und kommt auch etwas günstiger an die Erschaffen- und die Zerstören- (also die Kampf- und Bannzauber) ran, während der Beschützer ein Sozialfertigkeiten-Spezialist ist und deshalb auch funktional in die Heiler- oder sogar in die Glücksritter-Schiene gehen darf. Letzteres natürlich unter Vorbehalt, denn anders als Magier und Hexer kann man als Priester nicht machen was man will, sondern was der Gott sagt.
Der Ordenskrieger:
Rollentechnisch die verschärfte Version des Streiter-Priesters ist der Ordenskrieger, regeltechnisch ein zauberkundiger Kämpfer. Der zusätzliche Zugriff auf die Wundertaten, die auch in Rüstung gewirkt werden können, geht einher mit dem Nachteil, dass man für eine Kämpfer relativ wenige billig lernbare nichtmagische Fertigkeiten hat. Außerdem kann man, wie die Priester, nicht machen, was man will, sondern muss dem Gott da oben gehorchen.
Von den Lernkosten her ist der Ordenskrieger in etwa ein Händler ohne Halbweltfertigkeiten.
Der Druide:
Druiden sind auch etwas eigen zu spielen. Man muss (und sollte) als Spieler-Abenteurer zwar nicht den arroganten Naturkenner raushängen lassen, aber ein wenig sollte man die Bindung an den Dweomer schon durchscheinen – und den Öko raushängen lassen.
Wer dies tun möchte, findet eine regeltechnisch ordentliche Klasse, die für einen Zauberer gar nicht so magielastig werden muss. Neben Wissens- warten auch Freiland-Fertigkeiten darauf, zum Sonderpreis gelernt zu werden.
Bei den Zaubern hingegen ist im Vergleich zu Magier und Hexern die Auswahl am Anfang wohl etwas kleiner. Zwar sind die Dweomerzauber günstig, aber viele andere Kategorien mehr oder minder teuer. Wie bei Zauberern durchaus üblich, die sollen ja nicht die Kämpfer ersetzen.
Der Schamane:
Beim Wort „Schamane“ denken viele Midgardisten unweigerlich an einen Zauber: Tiergestalt. Aber auch wenn man den Zauber noch nicht lernen kann oder will, ist der Schamane insofern etwas flexibler, als dass man sein Totemtier (und damit die permanenten Boni, die von selbigem gewährt werden) wählen kann. Ob Ihr jetzt den 12693sten Wolfs-Schamanen spielen wollt oder ein etwas ausgefalleneres Tier wählt, ist Eure Sache, in jedem Fall gibt’s Zuschläge auf irgendetwas.
Regeltechnisch ist der Schamane ein etwas verbreiterter Druide: Er kann als einziger Zauberer sowohl Wundertaten als auch Dweomerzauber lernen. Dies und seine Totem-Boni bezahlt der Schamane dafür aber teuer: Fast alles ist lernkostentechnisch ähnlich teuer oder teurer als beim Druiden. Verbitternd kommt noch hinzu, dass gar nicht so wenige Zauber sowohl in einer Wundertaten- als auch in einer Dweomer-Variante existieren, also der Vorteil des Schamanen, beides lernen zu können, für diese Zauber relativiert wird. Allerdings ist zumindest bei den Heilzaubern zu bedenken, dass diese auf eine bestimmte Person nur jeweils einmal in drei Tagen gewirkt werden können - wer viele verschiedene Heilzauber (Dweomer und Wundertaten) hat, hat da also mehr Reserve.
Auch bei der Ausdauer hat der Schamane gegenüber den anderen Zauberern einen kleinen Vorteil, weil er ein paar AP mehr bekommt. Am Anfang rennt man dennoch der Musik der anderen Zauberern und ihrer Fertigkeiten schnell mal hinterher, wenn man wenig Glück beim Praxispunkte-Würfeln hat. Während der Magier Zauberkunde gerade auf +11 steigert und seinen vierten Spezialisierungs-Zauber lernt, könnte der Schamane sich nicht mal eins von beidem leisten. Wer aber weiß, was er will, kann sich auf mittleren und hohen Graden breit aufstellen – und dann Tiergestalt lernen. Und die persönlichen Lieblingszauber aus (fast) allen Bereichen.
Welchen Figurentypen soll ich spielen? Diese Frage hat sich bestimmt jeder mal gestellt.
Ich hab mal zu allen Figurentypen aus dem Kodex aufgeschrieben, was mir dazu einfällt. Zu einigen fiel mir etwas mehr ein, zu anderen weniger. Das ist halt so.
Wenn mir noch etwas einfällt, schreib ich es dazu.
Viel Spaß beim Lesen
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In der FAZ gibt es einen Artikel über Schwippbögenhäuser in Butzbach. Ich finde diese Häuser klasse, sind sie doch mal was anderes und gerade für Gnome und Halblinge eine interessante Möglichkeit für individuelle (und preiswertere) Unterkünfte. Wenn die Abenteurer zu Besuch kommen, dann ist es halt mal was enger als sonst...
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