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Solwac

[SüdCon 2005] Die Kandidaten auf dem Konklave

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Alischahr ist ein schlaksiger Junge im Stimmbruch. Er hat alle Chancen, ein starker Kämpfer zu werden. Er erhält eine Ausbildung wie ein scharidischer Ritter. Neben den Übungen mit der Waffe wird viel Wert auf eine umfassend Bildung gelegt, besonders beim Eschbah sieht man sein Verständnis für Kunst und Taktik.

 

Normalerweise ist Alischahr ruhig und aufmerksam, sein wacher Blick nimmt viele Details auf, seine Äußerungen kommen mit Bedacht. Der Umgang auf dem Konklave ist aber natürlich eine ganz neue Erfahrung für ihn, daher erscheint er schüchterner als üblich. Fremde, die ihn nicht gut kennen, könnten hier fälschlicherweise davon ausgehen, dass es einfach wäre ihn zu beeinflußen. Dies wird aber wohl nicht der Fall sein, wahrscheinlich wird er als Erwachsener den starken Willen seines Vaters zeigen.

 

Alischahrs Interessen auf dem Konklave werden aufgrund einer testamentarischen Vereinbarung Suleimans III. von seinem Vormund Hanifa vertreten.

 

 

Alischahr, Ritter (Kr) Gr 2

Adel, Din Dhulahi - klein (153cm), sehr schlank - 13 Jahre

 

St 38, Gs 72, Gw 84, Ko 33, In 83, Zt 68

Au 64, pA 66, Wk 65, Sb 57

9 LP, 9 AP - OR - B 21 - SchB+0, AbB+1

 

 

Angriff: Dolch+6 (W6-1), Krummsäbel+6 (W6+0|1), Stoßspeer+6 ((1|2|3W6)+2), kleiner Schild+2 (-1AP) ; Raufen+6 (W6-4) - Abwehr+13, Resistenz+12/13/11

Einprägen+4, Brettspiel (Eschbah)+6, Dichten+10, Kampf zu Pferd+12, Landeskunde Eschar+9, Menschenkenntnis+5, Reiten+14, Sagenkunde+5

Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+10, Tasten+8, Sechster Sinn+2

Sprechen: Neu-Vallinga+10, Scharidisch+16

Schreiben: Neu-Vallinga+8, Scharidisch+12

 

 

Bes.: Seit einiger Zeit ist Alischahr aufgefallen, dass er vor allem bei Kampfübungen aufmerksam beobachtet wird. Er hat auch schon einige daraufhin angesprochen, aber mehr als ein paar besorgte Blicke bekam er nicht zur Antwort..

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Dieser Mann ist des Regierens müde. Er sehnt sich zurück nach jener Zeit, in der er als Hauptmann der Mudschadschebeli, der Gebirgsjäger des Kalifen, mit seinen Männern die westlichen Grenzen des Landes sicherte und sich Scharmützel mit Barbaren, Schmugglern und Anhängern der Schattenbruderschaft lieferte. Aber als Verwandter des Kalifen, der sich zudem in der Schlacht von Kuschan gegen die Horde der Dämonin An-tankh ausgezeichnet hatte, war sein steiler Aufstieg in der mokatischen Verwaltung wohl nicht zu verhindern. Zudem erwies er sich als vertrauenswürdig und ausgesprochen tüchtig, so dass er erst Statthalter von Schamat und dann auch noch Wesir wurde. Wenn es jemals einen Wesir gegeben hat, der nicht Kalif werden wollte anstelle des Kalifen, so ist es Habbal el-Mausili.

 

Nichtsdestotrotz ist niemand überrascht, dass gerade die besonneren Kräfte des Kalifats ihn nun gern trotzdem zum neuen Kalifen machen würden. Habbal steht für eine erfolgreiche Realpolitik der kleinen Schritte und des geringen Aufsehens, in der das Wohl der Bevölkerung im Mittelpunkt steht.

 

Im Spannungsfeld mit den Küstenstaaten verfolgt Habbal eine Linie des Ausgleichs, hat er doch im Umfeld der Ermordung des Kalifen mit eigenen Augen gesehen, wie gefährlich eine zu starke Fixierung auf rein religiöse Ziele sein kann. Dies soll nicht heißen, dass Habbal kein religiöser Mensch wäre. Im Gegenteil: Er glaubt an die Zweiheit in ihrer reinen Form und bringt den Ideen des Propheten großes Misstrauen entgegen.

 

Wenn es irgend geht, würde Habbal es vermeiden wollen, neuer Kalif zu werden. Sowohl Hasan als auch Masrur wären ihm als neuer Herrscher recht, wobei er Hasan für den erfahreneren Politiker hält. Einer Katastrophe gleich käme für ihn indes die Wahl Abschibs, da dieser in Habbals Einschätzung in Mokattam nicht nur die Ausgewogenheit zwischen Religion und Weltlichkeit durcheinander bringen, sondern das Kalifat auch in einen blutigen Krieg gegen Ungläubige im Allgemeinen und Leonessa im Besonderen stürzen würde. Ein drohender Wahlsieg Adschibs wäre wohl das Einzige, das Habbal zu einer aktiven Kandidatur veranlassen könnte.

 

Am liebsten indes wäre ihm die Wahl von Alischahr, den er für einen sehr talentierten neuen Kalif hält, dessen Zeit allerdings zu früh gekommen ist. Indes hält Habbal Alischahrs "Vormund", Hanifa, für eher dubios und würde es bevorzugen, diese nicht an den Schaltstellen der Macht zu sehen. Eine mögliche Alternative könnte die Wahl von Alischahr sein, wenn Hanifa die Vormundschaft entzogen und an jemand Anderen übergeben würde. Als solche Person hielte sich Habbal in der Tat für am Geeignetsten, ist sich aber bewusst, dass er vorsichtig agieren muss, damit man ihm nicht vorwirft, die Macht hinter dem Thron werden zu wollen. Habbal gehört zu den wenigen Schariden, die von Suleimans Bluterkrankung wissen, geht aber davon aus, dass diese natürliche Ursache hatte und sich nicht auf Suleimans Söne vererbt hat.

 

Kundschafter Grad 10

Adel, Din Dhulahi - mittelgroß (172 cm), normal - 52 Jahre

 

St 75, Gs 63, Gw 83, Ko 88, In 92, Zt 44

Au 83, pA 98, Wk 47, Sb 90

16 LP, 61 AP - OR - B24 - SchB+2, AbB+1

 

Angriff: Krummsäbel+16 (1W6+2), Dolch+14 (1W6+1), Bogen+14 (1W6), kleiner Schild+5; Raufen+7 (1W6-2) - Abewhr+17, Resistenz+16/18/16

 

Beredsamkeit+13, Bogenkampf zu Pferd+18, Gassenwissen+15, Kampf zu Pferd+19, Landeskunde+15 (Eschar), Menschenkenntnis+10, Naturkunde+15, Reiten+19, Überleben +18 in Steppe, Tarnen+18, Wahrnehmung+8

 

Sprechen/Schreiben: Neu-Vallinga+11/+10, Scharidisch+16/+14

 

Bes: SG 6; Habbal ist aufgrund seiner Verdienste und seiner stets loyalen Pflichterfüllung geade bei der kämpfenden Truppe beliebt. Er erhält auf alle Versuche, auf Mitglieder des Militärs (ausgenommen Adelskrieger und Ordenskrieger) Soziale Fertigkeiten anzuwenden, zusätzlich WM+4.

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Adschib ist einer der beiden jüngeren Brüder des verstorbenen Kalifen. Zum Zeitpunkt von Suleimans Wahl noch zu jung, um ein ernsthafter Kandidat zu sein, schlug der streng gläubige Scharide an der Katatib (religiös orientierte Akademie) von Kuschan eine Karrerie als Religionsgelehrter ein. Wie kaum einem anderen seiner Generation gelang es ihm, die Erkenntnisse der Wissenschaft, der weltlichen Magie und der Religionslehre zu einem großen, kohärenten Ganzen zusammenzufügen. Die beiden derzeit einflussreichsten Grundlegungen und Rechtfertigungen der Lehren des Propheten im modernen Mokattam sind von ihm verfasst.

 

Adschibs Prioritäten sind klar: Der reine, unverfälschte Glaube an die Zweiheit hat Vorrang vor allem anderen, und er scheut sich nicht, Magie und Wissenschaft in den Dienst dieses Glaubens zu stellen. Adschib ist Vorreiter in der modernen Lehre des Glaubens an die Zweiheit; er sieht sich selbst als wichtigen religiösen und spirituellen Erneuerer des Kalifats.

 

Suleimans Tod unter den gegebenen Vorzeichen und Ereignissen sieht er als Zeichen Ormuts, dass die Politik des Kalifats zu verweltlicht geworden ist und es einer neuen, reineren Auslegung der Göttlichen Lehren bedarf, um die tiefe Krise, in der sich das Kalifat derzeit befindet, zu beenden. Insofern ist seine Kandidatur nicht einfach eine politische Notwendigkeit, sondern eine von Ormut gewollte Umwälzung für Mokattam. Von dieser einfachen und doch so tiefschürfenden Wahrheit ist Adschib bis in die Tiefen seines Wesens überzeugt.

 

Adschibs Überzeugungen drücken in sich den Richtlinien seiner geplanten Politik als Kalif aus: Rückbesinnung auf den Wahren Glauben; Aufhebung und Unterbindung aller möglichen Lockerungen und Öffnungen gegenüber anderen Kulturen; Abschottung von Mokattam von solchen Einflüssen, auch wenn dies zu Härten für die Bevölkerung führen mag; Ausmerzung des vom Propheten verbreiteten Irrglaubens; Schleifung der heidnischen Relikte der meketischen Kultur; und die Erklärung des Heiligen Krieges gegenüber den Drahtziehern der heimtückischen Ermordung seines Vorgängers, des großen Suleiman III. Für Kompromisse ist in seinen Planungen kein Platz.

 

Seinen Bruder Hasan hält er durch seine "gefährlichen" Ideen von einer Annäherung an andere Kulturen für völlig ungeeignet, in diesen schweren Zeiten das wichtige Amt des Kalifen auszuüben. Gleiches gilt für Habbal el-Mausili, dessen Dienste als Wesir und als Statthalter von Schamat er zwar schätzt, den er aber am liebsten weit weg vom Zentrum der Macht sähe. Insofern ist er bemüht, Habbal durch die Erfüllung seines Wunsches nach Rückkehr in den aktiven Dienst entgegenzukommen und ihn mit der Verteidigung der Grenzen des Kalifats zu betrauen.

 

Adschib wäre notfalls bereit, Masrur als Kandidaten zu unterstützen, sofern er diesen in Glaubensfragen "beraten" darf und Suleimans Vetter seine neutrale Haltung gegenüber dem Propheten aufgibt. Alischahr hält er als Kalifen für vollkommen untauglich. Adschib weiß von Suleimans Blutkrankheit, die er als Zeichen Alamans ansieht, und er vermutet, dass sich auch Alischahr diesen Fluchs zuziehen wird - gleichwohl er ebenfalls zweifelsfrei weiß, dass der älteste von Suleimans Söhnen noch nicht von der Krankheit befallen ist. Auch gegenüber Hanifa, der Tochter eines seiner früheren Lehrer an der Katatib, Raschid al Makhamat, empfindet er ein tief verwurzeltes Misstrauen. Raschid war ihm schon immer zu liberal, und wohin das führt, sieht man ja nun an seiner... freizügigen Tochter, deren Verhalten einem Skandal gleich kommt.

 

Magister Grad 7

Adel, Din Dhulahi - mittelgroß (178 cm), schlank - 39 Jahre

 

St 63, Gs 71, Gw 59, Ko 88, In 96, Zt 74

Au 80, pA 99, Wk 97, Sb 76

16 LP, 44 AP - OR - B25 - SchB+2

 

Angriff: Dolch+7 (1W6+1), Keule+9 (1W6+1); Raufen+6 (1W6-2) - Abwehr+14, Resistenz+17/16/13

 

Baukunde+6, Beredsamkeit+13, Einprägen+4, Eschbah spielen ++10, Himmelskunde+10, Landeskunde+14 (Eschar), Lesen von Zauberschrift+12, Menschenkenntnis+10, Naturkunde+8, Rechnen+8, Sagenkunde+10, Verhören+12, Zauberkunde+8

 

Sprechen/Schreiben: Scharidisch +18/+18

 

Religionsgelehrter

 

Zaubern+16: Angst, Beeinflussen, Erkennen der Aura, Erkennen von Krankheit, Erkennen von Zauberei, Scharfblick, Verwirren, Wahrsehen

 

Bes.: Als eine der kompetentesten Autoritäten in Glaubensfragen erhält Adschib bei der Anwendung einer jeden Fertigkeit, bei der es um religiöse Inhalte geht, WM+4. Gleichzeitig verfügt er über ein Fachwissen in Glaubensfragen, das regeltechnisch Wissen+20 (Glaube an die Zweiheit) entspricht; SG 4, GG 5

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Der zweite von Suleimans jüngeren Brüdern ist fast das genaue Gegenstück zu Adschib. Während jener sich der Erforschung der Mysterien der Zweiheit widmete, wandte sich Hasan mehr den schöneren Seiten des Lebens zu und nutzte seine Stellung als Bruder des Kalifen, um sich Einfluss in den oberen Schichten Kuschans zu verschaffen.

 

Politisch interessiert war Hasan nie wirklich, und so erfüllt ihn die jetzige Situation mit einer gewissen Erheiterung. So ganz ernst nimmt er seine offenkundigen Chancen, neuer Kalif von Mokattam zu werden, nicht, und es macht ihm viel mehr Spaß, ein wenig mit den anderen Kandidaten zu spielen und ihre Schwachstellen offen zu legen. Das Konklave gibt ihm dabei eine großartige Bühne, auf der er sich eher als Schauspieler denn als ernsthafter Kandidat sieht.

 

Natürlich hätte auch Hasan im Endeffekt nichts dagegen, tatsächlich Kalif zu werden; er glaubt nur nicht wirklich, dass er sich gegen die seines Erachtens deutlich besser aufgestellten Adschib oder Habbal durchsetzen kann. Gibt man ihm allerdings das Gefühl, ein ernsthafter Kandidat zu sein, dann bemüht er sich auch, diese Chance zu nutzen.

 

Hasans Hauptproblem ist, dass ihn die "große Politik" nie wirklich ernsthaft interessiert hat; entsprechend vage sind seine Einstellungen zu den politischen Reizthemen. Eigentlich wäre es ihm am liebsten, wenn er, auch als Kalif, seine Ruhe hätte und machen könnte, was er wollte. Er glaubt durchaus an die reine Form der Zweiheit, sieht allerdings keine Notwendigkeit, die Religion so ernst zu nehmen, wie dies Masrur oder gar Adschib tun.

 

Der Prophet mit seinen wirren Ideen ist ihm letztlich herzlich egal, und so lange dieser mit seinen verblendeten Anhängern in der Wüste bleibt, würde er ihn gewähren lassen. Und die Küstenstaaten findet er viel zu interessant als Quelle für gesellschaftliche Innovationen, als dass er sie zwingend mit Krieg überziehen müsste. Hasan ist über die politischen Hintergründe nicht wirklich informiert, aber so weit er weiß, hat man sich auf hoher diplomatischer Ebene entschuldigt,womit die "Sache" für ihn ausgestanden ist. Ganz verstanden hat er die Vorfälle zwar nicht (was hat sein Bruder sich aber auch allein mit dieser Heilerin treffen müssen!), aber das ist nichts, was man nicht überspielen könnte.

 

Adschib ist ihm in seiner so vollkommen einseitigen Zielstrebigkeit nachgerade unheimlich, zumal Hasan durchaus sieht, dass sein Bruder als Kalif Änderungen einführen würde, die ihm nicht behagen. Masrur hält er für etwas einfach, aber in jedem Falls als das kleinere Übel. Man muss aber aufpassen, dass der Krieger nicht auf komische Ideen kommt. Habbal hingegen... der wäre bestimmt ein guter Kalif. Zumindest keiner, der an den Dingen, an denen Hasan gelegen ist, rütteln würde. Leider will er wohl nicht.

 

Bliebe noch Alischahr - so eine Art Masrur in klein. In sehr klein. Da könnte man ja was steuern... zumal Hasan diese Hanifa, wo immer sie jetzt ihre Legitimation hernehmen mag, durchaus auch (und gerade...) als Frau interessiert. Hm... Alischahr als Kalif mit Hanifa als Regentin, und Hasan als Geliebter Hanifas und somit indirekter Kontrolleur des Kalifen... das wäre doch was! Weder Adschib noch Masrur würden sowas erwarten. Habbal schon, da muss man aufpassen. Und offen verfolgen darf man diesen Plan ohnehin nicht...

 

Glücksritter Grad 7

 

Adel, Din Dhulahi - groß (182 cm), schlank - 37 Jahre

 

St 73, Gs 92, Gw 82, Ko 66, In 76, Zt 63

Au 93, pA 84, Wk 63, Sb 59

 

15 LP, 45 AP - OR - B26 - AnB+1, SchB+3

 

Angriff: Dolch+12 (1W6+2), Krummsäbel+12 (1W6+3), leichte Armbrust+11 (1W6); Raufen+8 (1W6-1) - Abwehr+14 (+17 mit Parierdolch), Resistenz+13/15/14

 

Akrobatik+15, Beredsamkeit+10, Dichten+15, Erzählen+14, Eschbah spielen+14, Fälschen+15, Fangen+10, Gassenwissen+11, Gaukeln+15, Glücksspiel+16, Landeskunde+14 (Eschar), Lippenlesen+7, Menschenkenntnis+12, Reiten+17, Sagenkunde+9, Schätzen+10, Schauspielern+12, Stimmen nachahmen+17, Suchen+11, Tanzen+10, Trinken+10, Verführen+12

 

Bes.: Sechster Sinn+6; SG 2; aufgrund seiner vielfältigen Beziehungen hat Hasan gegen ein adliges Mitglied des Konklaves [Wahl des Spielers] belastende Informationen in der Hand, mit denen er versuchen kann, dessen Stimmabgabe zu beeinflussen. Dieser Versuch muss einem der Spielleiter mitgeteilt werden, worauf das Ergebnis dann vor Ort ermittelt wird. Adschib, Habbal, Masrur, Halifa oder Alischahr könnten nicht Ziel einer solchen Maßnahme sein!

 

Sprachen sprechen/Schreiben: Neu-Vallinga+12/+12, Scharidisch+15/+15

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Suleimans Vetter Masrur ist einer der erfahrensten und angesehensten adligen Krieger Kuschans. Er genießt in der Bevökerung große Sympathien, und das nicht nur beim Adel. Er ist zwar kein Ordenskrieger im Sinne einer tatsächlichen Berufung durch Ormut, doch nimmt er den Glauben an die Zweiheit sehr ernst und ist in Glaubensangelegenheiten sehr konservativ.

 

Masrur war in vielen Kämpfen, und diese haben ihre Spuren hinterlassen. Sein ganzer Körper ist mit Narben übersäht; die sichtbarste davon zieht sich quer über sein Gesicht. Aufgrund eines trotz aller Heilkunst nie richtig verheilten Oberschenkelbruches humpelt er. Seine vielfältigen Erfahrungen in der Schlacht haben ihn abgeklärt werden lassen. In einer Auseinandersetzung, sei sie auf dem Schlachtfeld oder in der Arena der Diplomatie, kann ihn wenig aus der Ruhe bringen - sieht man von häretischen Angriffen gegen die Lehre der Zweiheit ab!

 

Masrur ist davon überzeugt, dass er ein guter Kalif sein wird. Er ist sich der gespannten politischen Lage durchaus bewusst und würde den Küstenstaaten durch ein "gebremste" Politik der Stärke begegnen wollen, die besagt: "Bis hier hin und nicht weiter!" Dazu ist es zwingend notwendig, dass Mokattam gegenüber dem Norden Eschars wieder eine stärkere Führungsrolle einnimmt, auch wenn man dies in Kairawan nicht gern sehen mag. Den von der reinen Lehre abgefallenen Propheten und seine Anhänger würde er jagen, wo er kann.

 

Masrur hält Hasan und Habbal nicht für ernsthafte Gegner. Hasan ist ihm zu weltlich, nicht ernsthaft genug, zu sehr auf den Augenblick bezogen und ohne konkretes Programm; von Habbal hingegen weiß er nur zu gut, dass dieser gar nicht kandieren möchte, sondern allenfalls zur Verhinderung eines Kalifen Adschib ernsthaft antreten würde, ungeachtet des Drucks, den Teile des Adels auf ihn ausüben. Masrur sähe Habbel viel lieber weiterhin an seiner alten Stelle als Wesir und Statthalter von Schamat; er ist indes als Stratege erfahren genug, um dem Wesir mehr Freiraum bei seinen militärischen Ambitionen zu versprechen und ihn notfalls auch vom Amt des Wesirs zu entbinden, sofern er denn Masrurs Wahl unterstützt.

 

Adschib hingegen stellt Masrur vor ein ernstes Problem. Er erkennt bedingungslos die Autorität des Gelehrten in Glaubensfragen an und würde sich jederzeit jeder Auslegung Adschibs in Fragen der Lehre der Zweiheit beugen. Nichtsdestotrotz ist Masrur fest davon überzeugt, dass Adschib als Kalif auf der falschen Position ist, und er ist stark genug, ihm dies letztlich auch auf den Kopf zuzusagen. Und doch fürchtet er diesen Augenblick der Konfrontation...

 

Alischahr ist Masrur ein Rätsel. Der Junge verspricht, seinen Vater in jeder Hinsicht zu überflügeln, und doch ist Masrur in jüngster Zeit aufgefallen, das sich gerade während des nun einmal notwendigen Kampftrainings des Jungen sonderbare Dinge ereignen. Die Zahl der während der Sitzungen anwesenden Heiler ist deutlich größer als sie sein müsste, und so mancher der Ausbilder hält sich unnötig stark zurück, wenn mit scharfen Waffen gekämpft wird. Masrur vermutet, dass dies mit dem in den letzten Monaten sehr stark angestiegenen Einfluss Hanifas zu tun habe, deren genaue Rolle er sich nicht erklären kann. Ein von Hanifa möglicherweise gelenkter Alischahr gäbe auf jeden Fall keinen guten Kalifen ab, so sehr Masrur auch der Gedanke schmerzt, gegen das Fleisch und Blut des von ihm verehrten Suleiman III. antreten zu müssen.

 

Adelskrieger (Ritter) Grad 8

 

Adel, Din Dhulahi - mittelgroß (176 cm), normal - 46 Jahre

 

St 91, Gs 73, Gw 80, Ko 90, In 79, Zt 54

Au 68, pA 90, Wk 79, Sb 93

 

18 LP, 61 Ap - LR - B18 - SchB+3

 

Angriff: Dolch+13 (1W6+2), Krummsäbel+13 (1W6+3), Stoßspeer+13 (1W6+3), leichter Speer+13 (1W6+2), Wurfpsser+13 (1W6-1), Bogen+13 (1W6); Raufen+8 (1W6-1) - Abwehr+15 (+20 mit kleinem Schild), Resistenz+14/17/14

 

Abrichten+13 (Greifvögel), Athletik+14, Beidhändiger Kampf+12, Bogenkampf zu Kamel+18, Bogenkampf zu Pferd+18, Dichten+16, Erste Hilfe+13, Erzählen+16, Kamelreiten+18, Kampf in Vollrüstung+16, Kampftaktik+18, Kampf zu Kamel+18, Kampf zu Pferd+18, Landeskunde+14 (Eschar), Musizieren+12, Reiten+18, Sagenkunde+10, Überleben+11 (Wüste)

 

Sprache sprechen/schreiben: Scharidisch+14/+154

Falkner

 

Bes.: SG 5, GG 7; trägt stets zeremonielle Lederrüstung, auch während des Konklaves; schwerhörig (Hören+4); erhält aufgrund seines hohen Ansehens WM+4 auf das Anwenden Sozialer Fertigkeiten auf alle Adelskrieger, Ordenskrieger und Kabire (bei Kabiren nur, wenn Abschib nicht gegen ihn spricht!); erhält WM+40 auf alle PW:Sb, wenn die reine Lehre der Zweiheit in Frage gestellt wird

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Hanifa ist die jüngste Tochter von Raschid al Makhamat, einem berühmten Rechtsgelehrten und hohem Beamten im Dienst des Kalifen. Hanifa fiel dem Kalifen bei einer großen jährlichen Audienz auf. Raschid erkannte die Chance für ihn und seine Familie und veranlasste, dass Hanifa als Tänzerin und Unterhalterin ausgebildet wurde. Nach anfänglichem Widerstand entdeckte Hanifa, dass sie mit ihrem magischen Talent so eine Chance auf Macht bekommen würde, welche ihr sonst als Frau versagt bleiben würde. Ein Jahr später fiel sie dem Kalifen erneut ins Auge, kurz darauf kam sie in den Harem.

 

Hanifa ist eine hübsche Frau mit dunklem langen Haar, einer kurvenreichen, schlanken Figur und tiefschwarzen Augen. Noch sind keine Anzeichen des Alterns bei ihr zu erkennen, aber ihr ist bewußt, dass dies nicht ewig so bleiben wird. Ihre Talente liegen vor allem in fließenden Bewegungen, sei es beim Tanz oder bei der Darbietung mit irgendwelchen Hilfsmitteln (Gaukeln).

Ihre Kenntnisse über Erste Hilfe, Giftmischen und Kräuterkunde sind bekannt; sie wurden benötigt, da Neferazade (die Heilerin des Kalifen) nicht ständig in Reichweite war. Hanifa hat dies geschickt mit ihren magischen Fertigkeiten verbunden.

 

Im Laufe der letzten Jahre hat sich Hanifa als geschickte Ratgeberin erwiesen und dadurch einen gewissen Einfluß auf den Kalifen erlangt. Daran hat sie soviel Gefallen gefunden, dass sie alles tun wird, damit sie auch beim nächsten Kalifen solchen Einfluß haben wird. Obwohl keiner Adelsfamilie angehörig, hat sie rechtzeitig ihre Teilnahme an dem Konklave testamentarisch sichern können, indem ihr die Vormundschaft für Alischahr übertragen wurde. Eventuelle Einsprüche (falls jemand auf die Idee kommen sollte ) würden dann dem Oberpriester vorgelegt werden müssen. Es geht das Gerücht, dass Hanifa Alischahrs wahre Mutter sei, aber das wird nie jemand laut aussprechen. Es ist allerdings nie genau geklärt worden, was denn nun Suleiman III. dazu bewegte, Alischahrs Schicksal bis zu dessen Volljährigkeit in die Hände Hanifas zu legen.

 

Hanifa hat viel von der aktuellen mokattischen Politik mitbekommen, ist sich aber nicht zwingend der Tragweite mancher Geschehnisse bewusst. Nichtsdestotrotz würde sie im schwelenden Streit mit den Küstenstaaten für einen Ausgleich plädieren (und auch Alischahr in diesem Sinne zu beeinflussen suchen), und sei es nur, weil sie die Mühen eines Krieges scheut. Auch den Propheten mit seinen zugegebenermaßen abstrusen Ideen würde sie gern dort lassen, wo er ist (in der Wüste). Sie scheut sich allerdings nicht, die Furcht vor dessen "Irrlehre" zu schüren und als Druckmittel beim Konklave zu benutzen.

 

Hanifa kennt Adschib flüchtig, da dieser u.a. bei ihrem Vater an der Katatib (religiös orientierte Akademie) in Kuschan studiert hat. Sie weiß, dass der Religionsgelehrte ein glühender Verfechter der Glaubens ist und all weltlichen Dinge diesem Ziel unterordnet. Das kann man ausnutzen... Hasan hingegen hält sie für nicht wirklich am Kalifat interessiert und sieht ihn auch nicht als ernsthaften Gegner für ihre... äh... Alischahrs Interessen an. Wenn sich Alischahr nicht durchsetzen ließe, könnte er vielleicht eine günstige Alternative bieten, die sie dann ebenfalls, durch die Gewährung gewisser Genüsse, beeinflussen könnte. Habbal und Masrur hingegen sind ihr zu realpolitisch orientiert, als dass Hanifa viel mit ihnen anfangen könnte. Habbal, das ist klar, ist nicht wirklich interessiert und verfolgt das Konklave nur, um Adschib zu verhindern; also müsste er sowohl mit Alischahr als auch notfalls mit Hasan zufriedenzustellen sein. Masrur hingegen scheint gewillt, es sowohl mit Adschib als auch mit Alischahr (also mit ihr...) aufnehmen zu wollen. Der beliebte und willensstarke Krieger könnte ein Problem werden.

 

Hanifa, graue Hexe Gr 6

Mittelschicht, Din Dhulahi - mittel (166cm), schlank - 32 Jahre

 

St 53, Gs 84, Gw 97, Ko 64, In 89, Zt 88

Au 99, pA 96, Wk 78, Sb 67

13 LP, 28 AP - OR - B 25 - SchB+1, AbB+2, AnB+1

 

Angriff: Dolch+5 (W6) ; Raufen+8 (W6-3) - Abwehr+16, Resistenz+17/17/18

Brettspiel (Eschbah)+10, Brettspiel (Tawla)+10, Erste Hilfe+10, Gaukeln+18, Giftmischen+9, Kräuterkunde+9, Lesen von Zauberschrift+15, Menschenkenntnis+7, Singen+18, Stimmen nachahmen+20, Tanzen+18, Verführen+12, Verkleiden+19, Wahrnehmung+5, Zauberkunde+9, Zeichensprache+9

Sehen+8, Hören+8, Riechen+10, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+3

Sprechen: Neu-Vallinga+12, Scharidisch+18

Schreiben: Scharidisch+12

Kurtisane

 

Zaubern+16: Macht über das Selbst, Macht über Unbelebtes

Zaubern+18: Anziehen, Beeinflussen, Dalail ed-Dawahi, Liebeszauber, Schmerzen, Verwirren

 

Bes.: SG 2; Hanifa besitzt zwei Portionen eines Schlafgifts (Virulenz+10, das Opfer schläft ein oder leidet eine Stunde unter einem Malus von -2 auf körperliche Fertigkeiten), einen Trunk der Unsichtbarkeit und da sie im Palast wohnt, hat sie problemlos Zugriff auf ihr Verkleidungsset, ihre Giftapotheke und ihre magischen Utensilien; sie verfügt über einen Liebestrunk mit passenden Ingredienzen, den sie gegen einen Teilnehmer des Konklaves (nicht gegen Alischahr, Adschib, Hasan, Masrur oder Habbal!) einsetzen kann; das Ergebnis der Aktion wird vor Ort ausgespielt.

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