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Fandom Tools - rechtliche Bewertung

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller
19 Stunden her, Panther schrieb:

wenn du ein generisches Tool bastelt, dann kannst du es öffentlich vertreiben.

Einen Spezeiellen Midgard-Regel-Load-File dann, der das Tool dann Midgard Regeln zum Steigern beherrschen lässt, den darfst du bestimmt nur privat für dich anwenden

So habe ich's gesehen für D&D 5e.

Die Basis-Regeln sind dafür öffentlich im Netz seitens des Herstellers.

Weil D&D nun mal enorm verbreitet ist, gibt es allgemein auch eine enorme Menge an Zeug, die Leute dafür gebaut haben.

Darunter unendlich viele mehr oder minder automatische Characterbögen. Ein sehr gute Variante davon hat die "öffentlichen" Regeln davon per default mit drin. Für so ziemlich alle denkbaren Erweiterungen gab es diese Load-Files, wo alles drin war, bis zum letzten individuellen magischen Gegenstand, was dann die Drop-Down Menüs des Charakterbogens entsprechend erweiterte. Die Load-files sind, ganz klar, natürlich nicht "offiziell". Diese privat für sich zu erstellen und zu nutzen, dürfte das Problem nicht sein. Klar gilt das nicht fürs "öffentlich zugänglich" machen.

Im Gegensatz zu Midgard hat D&D natürlich eine ganz andere kritische Masse.

Francesco di Lardo

  • Ersteller
Vor 6 Minuten, Panther schrieb:

letztendlich wieder eine Frage an den Fachanwalt..

Im Detail sicherlich.

Ich glaube, um zum Schluß zu kommen, daß es generische Mechanismen gibt, die in unterschiedlichen Rollenspielen ihre Anwendung finden, braucht man keinen.

Francesco di Lardo

Vor 5 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Die Basis-Regeln sind dafür öffentlich im Netz seitens des Herstellers.

Das ist der Kasus Knacksus.

Bzw. die mit dem SRT verbundene offene Lizenz Creative Commons 4.0.

Andere, wie Paizo, Ulisses, Chaosium, nutzen die ORC. Wenn es keine solche offene Lizenz und kein offenes Regelwerk unter dieser Lizenz gibt, oder eine andere Lizenz, z.B. persönlich eingeräumt, erst einmal nicht erlaubt.

Grenzfälle mag man mit seinem Anwalt und seinen finanziellen Ressourcen ausdiskutieren, ob man bereit ist, das verbundene Risiko einzugehen.

27 minutes ago, Francesco di Lardo said:

In Rollenspielen kommen rassenspezifische oder noch eher klassenspezifische Lernkosten immer wieder vor. Diese Art Mechanismen halte ich für generisch.

Das mag sein. Aber sind die immer in der Form

effektive Lernkosten = Basislernkosten(Fertigkeit) * Klassenfaktor(Fertigkeit, Klasse) * Rassefaktor(Rasse)

wobei die Funktion Klassenfaktor nur die Werte 5 (Ausnahmezauber), 2 (Ausnahmefertigkeit), 1 (Standardfertigkeit) und 0,5 (Grundfertigkeit/zauber) und die Funktion Rassefaktor nur die Werte 1,1 (Elf) und 1 (alle anderen) haben kann?

In M5 ist das meines Wissens schon wieder anders.

Wobei auch in M4 in einigen Fällen die Funktion Klassenfaktor noch die Parameter Herkunftsland oder Religion braucht.

Wenn du wirklich generisch sein willst, dann musst du ermöglichen, dass das Konfigurationsobjekt eine Funktion enthält, der sämtliche Kontextinformationen der Figur als Parameter reingereicht bekommt und dann mit beliebig komplizierter Logik daraus die effektiven Lernkosten bestimmt.

Solch ein Konfigurationsobjekt will aber sicher keiner erstellen.

Machst du die Konfiguration einfacher, indem du Szenarien nicht berücksichtigst, die bei Midgard (in der von dir präferierten Version) sowieso nicht vorkommen, dann kann man dir wieder vorwerfen, dass dein Tool eben nicht generisch ist, sondern spezifisch für das adressierte System (oder eventuell auch eine Systemfamilie).

Und hier reden wir immer noch über die Grundmechanik. Es gibt noch x andere Spezialregelmechanismen, die definitiv Midgard-spezifisch sind, und die du generisch nur schwer vorhersehen kannst. Wobei M5 da eventuell verglichen mit M4 etwas entschlackt hat.

  • Ersteller
Vor 41 Minuten, Kazzirah schrieb:

Das ist der Kasus Knacksus.

Bzw. die mit dem SRT verbundene offene Lizenz Creative Commons 4.0.

Andere, wie Paizo, Ulisses, Chaosium, nutzen die ORC. Wenn es keine solche offene Lizenz und kein offenes Regelwerk unter dieser Lizenz gibt, oder eine andere Lizenz, z.B. persönlich eingeräumt, erst einmal nicht erlaubt.

Grenzfälle mag man mit seinem Anwalt und seinen finanziellen Ressourcen ausdiskutieren, ob man bereit ist, das verbundene Risiko einzugehen.

Ja.

Wenn da nichts "offen Erlaubtes" vorliegt, oder es gar "offen verboten" ist, kann man nicht von Erlaubnis ausgehen.

Ich glaube, es gab auch in der D&D Community ziemlichen Aufruhr als Wizards of the Coast versucht hat, beim neuen D&D 5.5e (oder D&D 2024 - wie man es auch nennen will) an den betreffenden Lizenzen herumzudrehen.

Auch wenn Dinge absolut verboten sind, würde ich aber gerade bei der Breite der D&D Community davon ausgehen, daß irgendwelche Leute dann eben einen nahezu "nackten" Charakterbogen bauen würden und mehr ins "inoffizielle/illegale" Load-File reinpacken o.ä.

Francesco di Lardo

  • Ersteller
Vor 29 Minuten, Stephan schrieb:

Das mag sein. Aber sind die immer in der Form

effektive Lernkosten = Basislernkosten(Fertigkeit) * Klassenfaktor(Fertigkeit, Klasse) * Rassefaktor(Rasse)

wobei die Funktion Klassenfaktor nur die Werte 5 (Ausnahmezauber), 2 (Ausnahmefertigkeit), 1 (Standardfertigkeit) und 0,5 (Grundfertigkeit/zauber) und die Funktion Rassefaktor nur die Werte 1,1 (Elf) und 1 (alle anderen) haben kann?

In M5 ist das meines Wissens schon wieder anders.

Wobei auch in M4 in einigen Fällen die Funktion Klassenfaktor noch die Parameter Herkunftsland oder Religion braucht

Wolltest Du hier wirklich die Grenzen heruskitzeln, was noch "legit" ist und was nicht mehr, dann müßtest Du wohl den Fachanwalt fragen.
Was Dich freilich noch immer nicht notwendigerweise dafür schützen würde, daß ein anderer Fachanwalt, insbesondere einer von z.B. Wizards of the Coast oder einer Firma mit Geld im Nacken anderer Ansicht ist. Einschließlich der Möglichkeit, daß Du vielleicht darauf verzichtest, Deine (nehmen wir einfach mal an objektiv begründet richtige) Position durchzufechten wegen der Mühe und des Prozeßrisikos.

Vor 34 Minuten, Stephan schrieb:

Wenn du wirklich generisch sein willst, dann musst du ermöglichen, dass das Konfigurationsobjekt eine Funktion enthält, der sämtliche Kontextinformationen der Figur als Parameter reingereicht bekommt und dann mit beliebig komplizierter Logik daraus die effektiven Lernkosten bestimmt.

Solch ein Konfigurationsobjekt will aber sicher keiner erstellen.

Machst du die Konfiguration einfacher, indem du Szenarien nicht berücksichtigst, die bei Midgard (in der von dir präferierten Version) sowieso nicht vorkommen, dann kann man dir wieder vorwerfen, dass dein Tool eben nicht generisch ist, sondern spezifisch für das adressierte System (oder eventuell auch eine Systemfamilie).

Ich glaube, es wäre ebensowenig hilfreich, bis krass hart an die Grenze herauszukitzeln, was gerade noch nicht "gleich genug" ist, um rechtlichen Anstoß zu erwecken, wie auch sich stattdessen entgegengesetzt auf "völliges Generischsein" zurückzuziehen.

Wir stellen ja durch die schlichte parallele Existenz einer vielzahl von Rollenspiel-Systemen fest, daß es da immer wieder Ähnlichkeiten zwischen den Systemen gibt, die teils gar in Punkten frappierend sein mögen. Ich denke nicht ohne Schmunzeln daran, daß einige Leute geschrieben haben, das neue Damatu D1 erinnere sie in Teilen deutlich an D&D (wobei ich mir dazu kein Urteil erlaube). Wären diese systemischen Ähnlichkeiten, die wir in diversen Systemen haben, wirklich allgemein rechtlich relevant, so könnten wir wohl davon ausgehen, daß die entsprechenden Firmen sich in den letzten Jahrzehnten im Zweifel gegenseitig totgeklagt hätten.

Francesco di Lardo

  • Ersteller
Vor 10 Minuten, Einskaldir schrieb:

Ist man denn nun der Ausgangsfrage mit den ganzen Spekulationen - der Fall ist ja recht einfach gelagert, wie ich laß - näher gekommen?

Ich frage für einen Freund.

Sag Deinem Freund folgendes:

Ich habe für mich dies herausgezogen:

  • Wenn die derzeitigen Rechteinhaber ein Interesse an MOAM hätten, dann würde es noch arbeiten.

  • Ich glaube nicht, daß ein automatisches Charactersheet in einer Tabellenkalkulation per se bedenklich wäre.

  • Es gibt mehr oder minder funktionierende Sheets hier im Forum, gegen die Admins und Mods nicht vorgegangen sind, was für sie somit ein vertretbares Risiko erscheint. Dabei hat sich sicher der Admin mit der Materie mehr befaßt, als ich.

  • Da ich mich erst seit kurzem wieder mit Midgard befasse, hatte ich vor dem Schließen von MOAM keinen Anlaß oder Gelegenheit, mit damit zu befassen. Daher weiß ich nicht, was es konkret konnte - lediglich, daß es allgemein als sehr wertvoll angesehen wurde, als eine Stärke des Midgard Ecosystems (wie Beraterfirmen es vermutlich nennen würden...).

  • Das macht es mir persönlich schwer zu erkennen, wie konkret ein Ersatz für MOAM aussehen müßte, da ich das "Original" nicht kenne. Alleine geht es nicht.

  • Man könnte bessere Charactersheets machen, als die, die ich hier gefunden habe. Wenn es das für andere Systeme gibt, ist es also auch für Midgard nicht unmöglich.

  • Wenn es ein neues Charactersheet gabe, erscheint mir der Ansatz mit getrenntem Sheet und Load-Files für sinnvoll.

  • Dafür braucht man vermutlich so etwas wie Java-Script Kenntnisse, habe ich nicht, kann nicht programmieren.

  • Das letzte automatische Charactersheet, was ich zusammengebaut habe, war für ein anderes Rollenspielsystem und es ist lange her. Ich müßte mich also zunächst erst einmal wieder in Tabellenkalkulationen einarbeiten, weil ich sie lange nicht nennenswert nutzen mußte. Dabei ist klar, daß ich ein neues Charactersheet mit wirklichem Mehrwert nicht im Alleingang stemmen kann - der Aufwand, mich dafür tiefer mit Javascript zu befassen, ist mir zu hoch.

  • Fänden sich Leute zusammen, deren Fertigkeiten sich ergänzen, wäre ich aber bereit, einige dutzend Stunden in das Projekt zu investieren - ohne auf die Idee zu kommen, Geld dafür zu wollen.

  • Ich bin aber nicht bereit, Geld zu investieren, etwa für rechtliche Bewertungen von Fachanwälten zum Thema.

  • Hier im Forum haben wir scheinbar niemandem mit entsprechendem rechtlichen Fachwissen, der handfestes zur Sachlage sagen könnte oder wollte.

  • Nach dem Echo hier habe ich bislang nicht den Eindruck, daß Interesse an einem solchen Projekt besteht.

  • Auf hoher See, vor Gott und vor Gericht steht man allein.

  • Talk is cheap - until you hire a litigant.

Francesco di Lardo

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

MOAM gibt es nicht mehr, weil Biggels sich bei den Verhandlungen über ein Nachfolgeprojekt mit Pegasus überworfen hat. Das ging so weit, dass er Sachen aus den Verhandlungen öffentlich gemacht hat. Als das hier im Forum kritisiert wurde, hat er sich auch aus dem Forum zurückgezogen. So weit habe ich das aus den Veröffentlichungen im Forum verstanden.

Um über irgendein Tool sinnvoll zu diskutieren, müsste die rechtliche Situation klar sein. Wenn sie klar ist, müsste bekannt sein, wie sie ist. Und sicherlich müsste bei Pegasus oder den Frankes auch entschieden sein, wie es mit eine Fanpolicy usw. weitergehen soll. Das wird nicht geschehen, bevor M6 draußen ist. Und ich würde mal sagen: Bevor man sieht, wie sich die Sache weiterentwickelt.

Zur Zeit kann man also nichts sagen. Man könnte höchstens mal nachfragen. Doch ich bin mir fast sicher, dass man zur Zeit keine Antwort kriegt, aufgrund der man mit so einem Projekt beginnen könnte.

Alles das ist in dieser Phase des Übergangs für mich auch nachvollziehbar.

3 Stunden her, Stephan schrieb:

Was ist generisch und was ist Midgard-spezifisch?

...

b) das Erstellen eines solchen Load-Files selbst wieder ein riesiger Aufwand ist. Wenn diese Arbeit in jeder Spielgruppe wiederholt werden muss, dann hat man auch fast nichts gewonnen.

Generisch ist in dem falle sicherlich: + - * / die verwendung von computerausdrücken.

Bezüglich den "Load-Files" würde ich, wenn ich sowas machen würde, es so machen das ich mich schon an vorhandenes dranhängen würde, etwa die Files welche Mogadil mal erstellt hat und die bei Branwen zum Download dabei waren.

  • Ersteller
Vor 45 Minuten, Eleazar schrieb:

MOAM gibt es nicht mehr, weil Biggels sich bei den Verhandlungen über ein Nachfolgeprojekt mit Pegasus überworfen hat. Das ging so weit, dass er Sachen aus den Verhandlungen öffentlich gemacht hat. Als das hier im Forum kritisiert wurde, hat er sich auch aus dem Forum zurückgezogen. So weit habe ich das aus den Veröffentlichungen im Forum verstanden.

Das war mir nicht bekannt. Es ist schade.

Vor 46 Minuten, Eleazar schrieb:

Um über irgendein Tool sinnvoll zu diskutieren, müsste die rechtliche Situation klar sein. Wenn sie klar ist, müsste bekannt sein, wie sie ist. Und sicherlich müsste bei Pegasus oder den Frankes auch entschieden sein, wie es mit eine Fanpolicy usw. weitergehen soll. Das wird nicht geschehen, bevor M6 draußen ist. Und ich würde mal sagen: Bevor man sieht, wie sich die Sache weiterentwickelt.

Ohne Frage wäre dies hilfreich. Mir scheint es aber auch so, daß dort die Priorität erstmal darauf liegt, D1 rauszubringen und danach "ans Laufen" zu bringen. Je nachdem was dabei herauskommt, hat dies vermutlich seine Auswirkungen auf eine wie auch immer geartete Fanpolicy.

Vor 49 Minuten, Eleazar schrieb:

Zur Zeit kann man also nichts sagen. Man könnte höchstens mal nachfragen. Doch ich bin mir fast sicher, dass man zur Zeit keine Antwort kriegt, aufgrund der man mit so einem Projekt beginnen könnte.

Den Gedanken, den "MOAM-Mann" einmal zu fragen, hatte ich auch schon. Ich wußte bislang aber nicht, wer das ist und hatte in uralten Posts zufällig nur mal den Account seiner Frau gefunden. Aber wenn Biggles sich aus dem Forum zurückgezogen hat, braucht/kann man es auf dem Weg des Forums wohl nicht mehr probieren.

Francesco di Lardo

  • Ersteller
Vor 40 Minuten, Irwisch schrieb:

Bezüglich den "Load-Files" würde ich, wenn ich sowas machen würde, es so machen das ich mich schon an vorhandenes dranhängen würde, etwa die Files welche Mogadil mal erstellt hat und die bei Branwen zum Download dabei waren.

Je mehr man die Möglichkeit hat, auf "Bestehendes" zurückzugreifen, desto mehr Arbeit könnte man wohl sparen, was natürlich sinnvoll ist.
Mogadils Tabellen sind auf jeden Fall nützlich - mit denen habe ich für meinen ersten M5 Charakter auch schon hantiert.

Francesco di Lardo

3 Stunden her, Eleazar schrieb:

Alles das ist in dieser Phase des Übergangs für mich auch nachvollziehbar.

Ich gebe Dir weitgehend recht. Aber das Fehlen einer Fan-Policy verschlechtert aus meiner Sicht die Erfolgschancen für Damatu derart (negative statt positive Dynamik in der Community), dass ich mich sehr darüber wundere.

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