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Entfernung von den Küstenstaaten?

Hervorgehobene Antworten

Hallo, 

ich plane gerade ein Abenteuer mit einer Expedition (per Schiff) von den Küstenstaaten runter zum Ikenga-Becken. Allerdings tue ich mich etwas schwer mit den Entfernungen, ich bin mir nicht sicher, ob ich die offiziellen Karten (aus Die Welt) richtig lese und interpretiere. 

Von Chabrar in Corua, also genau von der nordwestlichsten Ecke Lamarans startend, würde ich die Entfernung in Reisetagen zu Schiff bis zum Ikengabecken auf round about 35 Tage schätzen. Kommt euch das auch zu kurz vor? 

Wie komme ich dazu: natürlich muss so ein Schiff von Hafen zu Hafen fahren, also habe ich die Strecken zwischen den Häfen ausgemessen und dann anhand der Reisegeschwindigkeiten zu Schiff im Anhang von Die Welt ermittelt, wie lange das Schiff braucht - und auf ganze Tage aufgerundet. Chabrar -> Saledo = 3, Saledo -> Amarija = 6, Amarija -> Mardaba = 3, Mardaba -> Succara = 2, Succara -> südliches Ende der Bucht der Farben = 10, von dort bis zum Ikenga-Delta = 10 oder 11. Ergibt 35. 

 

Ich würde gern wissen, wie ihr diese Entfernung (in Reisezeit per Schiff) einschätzt. Woran ich mich orientiere steht ja oben. Das Schiff ist ein Großes Handelsschiff, allerdings mit der Geschwindigkeit eines kleinen Kriegsschiffs (~70 km am Tag). 

 

Danke für eure Hilfe. 

Euer Kosch

Na ja, ich traue Dir, dass Du die Zentimeter schon richtig gemessen hast und multiplizieren kannst Du auch. 

Es ist eine tatsächliche Feststellung, dass die Welt Midgard "kleiner" als die Welt Terra ist, d.h. alles etwas näher beieinander liegt. 

Ist das Tages-Etmal für 24h auf hoher See oder bei Tageslicht mit Ankern an der Küste Abends? Ich habe die Tabelle aus der Welt nicht im Kopf. 

  • Ersteller
vor einer Stunde schrieb Ma Kai:

Na ja, ich traue Dir, dass Du die Zentimeter schon richtig gemessen hast und multiplizieren kannst Du auch. 

Es ist eine tatsächliche Feststellung, dass die Welt Midgard "kleiner" als die Welt Terra ist, d.h. alles etwas näher beieinander liegt. 

Ist das Tages-Etmal für 24h auf hoher See oder bei Tageslicht mit Ankern an der Küste Abends? Ich habe die Tabelle aus der Welt nicht im Kopf. 

Tageslicht mit Ankern. 

vor 5 Minuten schrieb Bruder Buck:

Mir fällt gerade ein, im historischen Roman "Der Medicus von Sarragossa" hat der Autor im Anhang seine Recherchen zur Küstenschiffart im Spanien des 15. Jahrhunderts offen gelegt. Und die Schiffe waren erstaunlich schnell von Ort zu Ort. 

Küstenschifffahrt im Mittelmeer war schnell, die Römer sprachen nicht umsonst vom Mare Nostrum.

Hallo Solwac!

Gerade eben schrieb Solwac:

Küstenschifffahrt im Mittelmeer war schnell, die Römer sprachen nicht umsonst vom Mare Nostrum.

Der Ausdruck mare nostrum leitet sich von dem Umstand ab, dass die antiken Römer bisweilen den überwiegenden Teil der Mittelmeerküste kontrollierten. Dies war zwar auch möglich, weil die Schiffe recht schnell waren, aber die schnellen Schiffe allein können nicht für die Bezeichnung herhalten.

Liebe Grüße, Fimolas!

Ich habe vor Kurzem ein Reiseabenteuer von Mardaba ins Ikenga-Becken geleitet und bin, zumindest für diese Strecke, bei einer sehr ähnlichen Reisezeit gelandet. Ich halte deine Berechnungen also für durchaus richtig.

Liebe Grüße - Zendurak

vor 4 Minuten schrieb Fimolas:

Hallo Solwac!

Der Ausdruck mare nostrum leitet sich von dem Umstand ab, dass die antiken Römer bisweilen den überwiegenden Teil der Mittelmeerküste kontrollierten. Dies war zwar auch möglich, weil die Schiffe recht schnell waren, aber die schnellen Schiffe allein können nicht für die Bezeichnung herhalten.

Liebe Grüße, Fimolas!

Das war von mir auch nicht kausal gemeint.

Überhaupt waren bei den damaligen Straßenverhältnissen Schiffe sowohl an Geschwindigkeit, als auch an Tragfähigkeit, ein sehr wichtiges Transportmittel. Deshalb war auch die Schiffahrt der Römer auf dem Rhein und insbesondere dessen westlichen Nebenflüssen ganz wichtig. 

  • Ersteller

Ähm zumindest teilweise passen diese Antworten nicht zum Thema und helfen auch eigentlich nicht... vielleicht mögt ihr näher beim Thema bleiben? 

  • 4 Jahre später...

Sorry für die Thread-Wiederbelebung, aber das Thema Schiffe und Reisen ist durch meine aktuelle Küstenstaatenkampagne für mich frisch aktuell.

Die Reisegeschwindigkeit zwischen Chabrar und der Ikenga-Mündung schätze ich eher auf ca. 10 Tage.

Die Begründung dafür ist teilweise die Entwicklung des Schiffbaus in den Küstenstaaten. Spätestens mit der portugiesischen Karavelle (also 15. Jahrhundert) war das Ankern vor der Küste bei Nacht überholt. Es wäre nie möglich gewesen, dass die Portugiesen Afrika umrundeten (Mitte 15. Jahrhundert) und schnurstracks quer über den indischen Ozean bis nach Malakka und den Molukken weiterfuhren, wenn sie vor der afrikanischen Küste ständig geankert hätten. Erst mal im indischen Ozean angelangt, war es mit Küsten sowieso Essig.

1492 brauchte Kolumbus auch keine Küsten mehr fürs Ankern zwischendurch; waren ja eh keine da. Knapp dreißig Jahre später brauchte Magellan für 10.000 km offenes Meer im Pazifik ohne jede Küste (zufällig hat er es geschafft, außer Sichtweite an allen pazifischen Inseln vorbeizufahren) ca. drei Monate. Gut, jede Menge Mannschaftsmitglieder sind dabei verhungert, verdurstet oder an Erschöpfung gestorben. Eine gekochte Schuhsohle war die tägliche Hauptmahlzeit, eine schmackhafte Ratte das Sonntagsmahl.

Von dramatischer Bedeutung hingegen waren Flauten und Stürme. Angesichts solcher Phänomene sind Reisezeitplanungen eh futsch.

Jedenfalls brauchte Kolumbus für die 7.000 km von Spanien bis zu den Bahamas etwa 70 Tage.

Die Santa Maria, die Nina und die Pinta (ein Nao/Karacke, zwei Karavellen) haben also im Schnitt 100 km am Tag zurückgelegt.

Ein Schiff der Küstenstaaten, das ein Fernziel wie das Ikenga-Becken hat, wäre wahrscheinlich eine Karacke oder Karavelle. Von Chabrar aus würde es aufs offene Meer hinausfahren und die 1.000 km wohl in 10 Tagen schaffen, bei gutem Wind schneller, bei einer Flaute unterwegs vielleicht mehrfach so lange.

Bearbeitet ( von Rulandor)

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