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Erscheinungen


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hallo leute!

 

würde gerne eure meinung zum o.g. zauber wissen. und zwar geht es um den punkt, dass man als zauberer eine illusion von etwas erzeugen kann, was einem vertraut ist. hierbei nimmt erscheinungen einen verweis zum zauber "macht über die sinne" vor, in dem es heißt, dass der zauberer das nachgestellte wesen bereits eingehend in aktion studieren konnte.

wie handhabt ihr das? wie lange muss das illusionsvorbild studiert werden?

wir haben zum beispiel in einem kantaiphanabenteuer während eines kampfes unterstützung von zwei kensai bekommen, die im quellenbuch auch explizit als große volkshelden erwähnt sind.

jetzt ist die diskussion da, ob man die als erscheinung nachstellen kann. ihr könnt euch vorstellen, dass man damit eine menge ausrichten kann, wenn man zwei schwertkämpfer hervorrufen kann, die das dao im schwertkampf erreicht haben und wie das original kämpfen.

kommt bitte nicht mit "spielgleichgewicht" und ähnlichem, da wir auch kein interesse haben, dass großartig zu unseremvorteil zu nutzen. aber wie lange braucht bei euch ein zauberer, um eine nachbildung erzeugen zu können?

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Das kommt doch stark auf die komplexität des jeweiligen nachgebildeten Objektes an. Unbelebte Gegenstände muß man nur ein paar mal gesehen haben.

 

Mit Menschen und sollte man sich schon genauer angucken. Kensai halte ich für möglich, würde es aber erschweren (WM-4), da ich es für schwierig halte, daß der Zauberer die Bewegungen verseht, die diese machen.

 

Wenn der Zauberer die Kensai in mehreren Kämpfen intensiv beobachten konnte (sich also selbst nicht am Kampf beteiligt hat), kann man sicher WM-2 vergeben. Aber erschweren würde ich das auf jeden Fall, wenn der Zauberer aus einem anderen Kulturkreis kommt.

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Hängt m.E. von der Komplexität der Erscheinung ab.

Je detailierter und individueller die Erscheinung sein soll, desto intensiver muß der Zauberer natürlich auch vertraut mit dem Vorbild sein.

Für einen Hasen würde m.E. reichen, dass der Zauberer auf dem Lande aufgewachsen ist. Da sollte er mehrere Hasen in Aktion gesehen haben und sie sich so vorstellen können.

Für den Lieblingshasen der Tochter des Aranischen Großkönigs muß der Zauberer schon mit diesem speziellen Hasen zusammengetroffen sein und ihn in verschiedenen Lebenslagen beobachtet haben.

 

Gleiches gilt natürlich auch für Menschen.

Die Frage ist: Hat der Zauberer bereits Kensai in Aktion erlebt? Hat er sie dabei beobachtet? Oder hat er längere Zeit mit ihnen zu tun gehabt? Sind es spezifische Kensai oder zwei beliebige? Je bekannter die erscheinenden Kensai nämlich sind, desto besser muß der Zauberer auch mit den individuellen Eigenheiten der Originale vertraut sein.

Es ist also ein Unterschied, ob irgendein beliebiger Kensai oder aber ein bestimmter Kensai "erscheinen" soll. Für ersteren reicht es, mehrere Kensai erlebt zu haben, für letzteres wäre eine näherer Kontakt zum Original erforderlich.

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Huch, da war HarryB schneller.

 

Noch was zu den Modifikatoren: Die würde ich eher für den WW ansetzen. Abhängig davon, wie vertraut die anderen mit dem Original sind. Der Zauberer kann ja durchaus meinen, eine funktionierende, originalgetreue Erscheinung hervorgerufen zu haben. Aber der Bruder des Kensai YokoHama wird sicher eher kleine Unstimmigkeiten entdecken als ein Bauer, der Kensai nur aus Sagen kennt.

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Och, der soll ruhig irgendwas erscheinen lassen, von dem er meint, es gleiche dem gewollten. devil.gif

 

Ob's als solches erkannt wird, würde ich eben vom Kulturkreis abhängig machen.

 

(Sagt der eine KanTai zum anderen: "Guck mal, der kleidet sich wie ein Kensai, macht aber so lustige Bewegungen, als wäre er auf Drogenentzug.") lol.gif

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ich finde eure vorschläge hören sich sinnvoll an, obwohl ich dass auch über den ww:resistenz regeln würde. die arkane energie fließt ja nicht schlechter, weil er das objekt, welches erscheinen soll, schlechter kennt, sondern der beobachter erkennt es nur schneller als fake. im übrigen ist es bei uns auch noch ein stab, der den zauber wirkt und der wird nicht mit einem schlechteren wert als +20 zaubern.

im übrigen steht dem beobachter ja auch überhaupt nur ein resistenzwurf zu, wenn die erscheinung mißtrauen erregen kann. da wäre ja dann der fall, wenn sie schlecht gemacht ist ( und dann eventuell auch mit dem von euch vorgeschlagenen boni).

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Nun, auch der Stab bedient sich ja letztlich der Erinnerung des Zaubernden. Er setzt also dessen Vorstellung um. Das wird er möglicherweise sogar sehr gut tun.

 

Nur entspricht das nicht zwingend dem Erhofften. Und das würde ich über WW: Modifikatoren regeln.

Es kann ja sogar sein, dass die Erscheinung wie gewünscht wirkt, obwohl sie nicht dem gewünschten Original entspricht. Würde ich situativ und über Rollenspiel regeln.

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Gehört zwar nicht ganz zur Fragestellung, aber: Will der Zauberer die beiden "Halbgötter" in Aktion zeigen, darf nicht der maximale Wirkungsbereich von 3x3x3 m vergessen werden.

 

Wenn der Zauberer damit nicht im Heimatland auftrumpfen will, hat er das Problem, dass sie außerhalb KTPs kaum eine Sau (geschweige denn ein Mensch) kennt (gemäß MüdSi: man kann nur einen Kämpfer, jedoch keinen Kämpfer Gr 10 darstellen); und für einen Illusions-Kampfeinsatz kann der o.g. Bereich für zwei Kämpfer auf Dauer etwas eng werden...

Zumindest wenn die Gegner nach den ersten Treffern auseinanderspritzen.

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Halloli,

das wichtigste bei einer Illusion ist, das nicht der Zauberer den Erfolg oder die Auswirkungen bestimmt, sondern das Opfer durch was es glaubt! Es nützt also gar nichts wenn der Zauberer noch so perfekt den Kriegerhalbgott mit Te im Schwertkampf darstellt, wenn das Opfer diese Erscheinung nicht als eben diese Person erkennt (zum Beispiel weil sie sie noch nie gesehen hat).

es grüsst

Sayah el Atir al Azif ibn Mullah

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nun das sehe ich etwas anders. da möchte ich mich doch explizit an den wortlaut der regeln und des zaubers halten. dort steht der verzauberte glaubt erstmal an die erscheinung. ist ja auch kein null acht fünfzehn zauber (grad 5). und nur weil ich das ding, was da vor mir erschein noch nie gesehen habe, werde ich doch nicht denken: "pah was solls. das ding da hat doch fünf arme und zwei köpfe! sowas gibt es nicht! da wehre ich mich gar nicht!" das würde in bestimmten situationen jedenfalls super in die kategorie "berühmte letzte worte " passen.

ne das mit dem noch nie gesehen = gibt es nicht funktioniert hier nicht.

außerdem steht in der zauberbeschreibung, dass die illusion dieselben werte wie das original hat. also in diesem fall auch angriff katana + 19 oder so. dementsprechend präzise und schnell wird sich die illusion auch bewegen. und das glaubt dann auch den albaische krieger, der nicht mal weiß, dass kanthaipan existiert. der hat vielleicht, aber auch nur vielleicht, eher die möglichkeit einen resistenzwurf machen zu dürfen. aber mehr auch nicht. alles andere spräche gegen den wortlaut des zaubers.

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Womit wir beim Kleingedruckten der von dir zitierten Regelbeschreibung sind: Einschränkungen wie bei "MüdSi" - es erscheint ein Krieger, aber keine Krieger mit Grad 10 (wie schon von mir zitiert).Alleine äußerliche Dinge können dargestellt werden, keine inneren Werte und Fachkönnen.

Also bliebe nur der psychologische Effekt im Heimatland, aber nicht bei den unwissenden Albai...

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das mit dem "kein krieger grad 10 " hab ich schon gelesen. aber es steht nun mal auch dort, dass die erscheinung dieselben werte wie das original hat. wie soll das denn nun funktionieren? das kann doch nur heißen, dass sich der hinweis auf grad 10 nur auf die sonstigen eigenschaften bezieht. aber eben nicht auf die kampfeigenschaften. ergo kann ich ohne probleme grundsätzlich einen kensai in alba erscheinen lassen. und das opfer glaubt dran.

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Was wohl eher ein "innerer Wert", also äußerlich nicht sichtbares Können wäre... So würde ich zumindest die Regel auslegen, die sicher so ausformuliert wurde, dass dieses günstige Gegner-abräumen ausgeschlossen ist.

Vielleicht doch nicht deutlich genug... confused.gif

 

Das mit den Werten bezieht sich meiner Meinung nach eher auf Bären, Spinnen etc., also nicht-grad-abhängige Wesen.

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das würde allerdings bedeuten, dass ich den kämpfer,den ich als illusions nachahmen möchte und nur als kämpfer mit den fähigkeiten grad 6 gesehen habe, nur als denselben, allerdings als anfänger (grad 1 ) erscheinen lassen kann. also langsamer, unpräziser und so weiter. was wiederum bedeutet, dass ich eine illusion von etwas erzeuge, was ich noch nie so gesehen  habe.

also spricht der wortlaut des zaubers doch eher für einen fortgeschrittenen krieger. entsprechendes würde für andere kreaturen gelten, sollte ich sie je habe studieren können.

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Ich halte den Wortlaut von Erscheinungen/Macht über die Sinne für nicht eindeutig; JEF scheint mir aber davon auszugehen, daß nicht die individuellen Werte hochgradiger Kämpfer abgebildet werden können ("kein Krieger von Grad 10"). Dem widerspricht scheinbar die Aussage, daß man den EW für Angriff des realen Vorbilds übernimmt. Ich vermute aber, daß der Satz einfach so gemeint ist, daß man die typisierten Werte eines durchschnittlichen Kriegers laut Bestiarium übernimmt. Das wäre normalerweise ein Krieger von Grad 1. Ob man für einen durchschnittlichen Kensai höhere Werte annimmt, ist Entscheidung des SL (oder gibt es irgendwo Angaben solcher Durchschnittswerte?).

 

Ich glaube jedenfalls nicht, daß man mit dem Illusionszauber die Werte berühmter Helden, z. B. eines albischen Hanchain, nachahmen kann, auch wenn man diesen eingehend studiert hat. Der Wortlaut der Spruchbeschreibung gibt das zwar her. Ich finde, es paßt aber nicht zu den vorgegebenen Beispielen: Eine derart mächtige Anwendungsmöglichkeit wäre von JEF doch sicher erwähnt worden. Sie macht den Spruch im Kampfeinsatz (für den er m. E. auch nicht gedacht ist) viel zu gut. Der Zauber ist auch so schon einer der flexibelsten und besten im ganzen Arkanum. Für hohe Kampfwerte sollte es da eine Grenze geben. Als Hausregel könnte man auch vorschlagen, daß der Zauberer keine höheren Werte mit der Illusion darstellen kann als seine eigenen Angriffswerte mit der entsprechenden Waffe (weil er Bewegungen, die er selbst nicht beherrscht, auch durch noch so viel Beobachtung nicht imitieren kann). Jedenfalls bin ich der Ansicht, daß das Studium herausragender Kämpfer nicht so schwer sein dürfte, so daß der Zauber bei Auslegung in Einskaldirs Sinn ein bißchen zu heftig würde (man vergleiche z. B. Staubkämpfer oder ähnliche Sprüche).

 

Gruß,

 

Hendrik, der findet, daß man viel kreativer mit Illusionen umgehen kann und sollte wink.gif

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zunächst einmal ist der zauber m.e. durchaus für den kampf gedacht. schließlich sind sowohl bei erscheinung als auch bei MüdS explizit die kampfeigenschaften der illusion erwähnt. das dies vielleicht die langweiligste einsatzform des zaubers ist, kann bei dieser diskussion wohl dahinstehen. stimme dir in diesem punkt aber durchaus zu. und auch was das kreativere anwenden von solchen sprüchen angeht.

gerade der hinweis in MüdS bezüglich des beibehaltens des eigenen abwehrwertes spricht allerdings für die möglichkeit höhere angriffswerte als die eigenen, nämlich die des besseren kriegers, anzuwenden. und dies würde bedeuten, dass ich, sobald ich ein grad zwei oder drei magier bin, auch offensichtlich die werte eines höhergradigen kämpfers nachstellen kann. im übrigen muss ich ja schon relativ hochgradig sein, um den spruch anzuwenden.

um es mal zu pervertieren kann ich ja auch ganz vom menschlichen krieger abgehen. denn wenn mir immer nur der durchschnittliche krieger zur verfügung stünde ( deiner meinung nach nur ein grad 1 krieger), nähme ich einfach einen minotaur. schon habe ich anstatt waffe + 5 einen klauenangriff + 10. ist dann auch nur der durchschnittminotaur.

ich weiß, dass dies nicht der sinn des spruches ist, aber erfolgsdenkend würde ich so handeln.

im grunde sind wir aber auch von meiner ursprungsfrage abgekommen. die ganze diskussion hat mich im grunde nur bestärkt, dass korrektiv dann doch in der intensität des studierens zu sehen. man sollte einfach sagen, dass ein hochgradiger krieger und seine bewegungsabläufe ein längeres beobachten erfordern. und je höher der grad, desto intensiver das studium. bei einem kensai müsste man sich wohl eine so lange auszeit nehmen, dass es sich als spieler nicht mehr lohnt.

fände es aber schon interessant die frage bezüglich der angriffswerte der illusion mal grundsätzlich geklärt zu bekommen.

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Ich verstehe die Beschreibung der Kampfmöglichkeiten bei MüdS eigentlich eher einschränkend als erweiternd. Es soll m. E. nicht viel mehr möglich sein als ein Krieger von Grad 1.

 

Mit dem Minotaurus-Beispiel hast Du natürlich recht. So ein Minotaurus ist aber viel schwerer zu studieren. Es wurde hier ja bereits erwähnt, daß es dazu keineswegs genügt, gegen so ein Wesen einmal gekämpft zu haben. "Studieren" bedeutet m. E., daß man beobachtend am Rande steht und nicht (durch eigene Kampfhandlungen) abgelenkt wird. Um einen Minotaurus darzustellen, müßte der Zauberer sich also als Naturforscher betätigen und aus dem Versteck beobachten (sehr zeitaufwendig! ), oder aber einen Minotaurus einfangen und in der Arena vor seinen Augen kämpfen lassen (gefährlich und kostenintensiv).

 

Was mich beim Kensai oder Hanchain stört, ist, daß man solche herausragenden Kämpfer schon einmal bei Übungskämpfen beobachten können müßte. Das wäre zu einfach, weil weder gefährlich, noch zeitaufwendig. Ich persönlich würde als SL daher nach wie vor nur (menschliche) Kämpfer von Grad 1 als Illusion zulassen.

 

Grüße,

 

Hendrik, der darauf hinweist, daß man bei seiner Auslegung die Angriffswerte der Illusion ganz simpel dem Bestiarium entnehmen kann  biggrin.gif

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</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Einskaldir @ Mai. 05 2002,23:29)</td></tr><tr><td id="QUOTE">zunächst einmal ist der zauber m.e. durchaus für den kampf gedacht. schließlich sind sowohl bei erscheinung als auch bei MüdS explizit die kampfeigenschaften der illusion erwähnt.<span id='postcolor'>

Es scheint mir gerade deswegen erwähnt, weil man als Spiel(leit)er sofort darauf kommt, es als Kampfzauber einzusetzen.

Wie schon erwähnt, leider nicht klar genug beschrieben.

 

Ich plädiere weiter für die Einschränkung, obwohl sie meinen Lieblingsmagier genauso beschränkt.

Standard-Bewegungsabläufe sind sicher schwer genug zu "illusionieren", als dass ein Zauberer hochkomplexe, seltene Kampfstile nachahmen kann.

Aber das kann ja jeder halten wie er will, solange es keine JEF-Aussage gibt. Notfalls auch mit einem PW+50:In oder dergleichen - es lebe der Zufall!

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Das Beispiel auf Seite 144 im Arkanum schafft etwas mehr Klarheit, heißt es doch da, dass Adonisios im Kampf gegen den Vater seiner Geliebten sich das Aussehen eines schwer bewaffneten Kriegers verleiht -- der allerdings "wie ein Krieger von Grad 1" angreift.

 

Man kann also davon ausgehen, dass mit 'MüdS' und 'Erscheinungen' tatsächlich zunächst nur die Standardausgaben der Originale vorgegaukelt werden können. Ich denke aber, dass gewisse Variationen möglich sind, muss doch berücksichtigt werden, dass der Zauberer eventuell ein stärkeres Original ausgiebig studieren konnte oder dass das Opfer aufgrund vorgespiegelter Rang- oder Uniformabzeichen an einen besseren Gegner glaubt. Allerdings sollten diese Variationen Grenzen haben, da es dem Zauberer durch bloßes Betrachten nicht möglich sein dürfte, höchst komplexe Bewegungsabläufe eines Elitekämpfers nachzubilden.

 

Grüße

Prados

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ich muss zugeben dein beispielsargument wiegt schwer. nun könnte man sagen, dass der gute hexer dort vielleicht noch keinen höhergradigen charakter eingehend studiert hat. aber das wäre vielleicht schon wieder haarspalterei. zumindest das "eingehende studieren" gradabhängig zu machen, ist glaube ich das mindeste.

eine frage habe ich dann noch: was meinst du ist in erscheinungen mit dem zusatz gemeint, dass auch die "spieldaten" übernommen werden. diesen zusatz hat MüdS nicht.

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  • 3 Jahre später...

Ich bin gestern auf eine ziemlich ähnliche Problemstellung in meiner Runde gekommen. Wir hatten eine längere Diskussion bezüglich der Wirkungsweise von "Erscheinungen". Und zwar:

 

 

1. Können die "Erscheinungen" den Wirkungsbereich verlassen? Bei "Zauberwirklichkeit" ist vermerkt, dass die "Illusionen den Wirkungsbereich im Gegensatz zum Zauber Erscheinungen nicht verlassen können" (hab den genauen Wortlaut bzw. das Arkanum grade nicht zu Hand). Das würde heißen: Ein Zauberer kann in die 3x3x3 Meter 9 Krieger stopfen, die nach Ende der Zauberdauer den Wb verlassen und individuell kämpfen können - einzige Einschränkung: Sie dürfen sich nicht mehr als 30 m (Rw) vom Zauberer entfernen.

 

2. Angenommen, der Zauberer wahr in der Lage, einen Kämpfer ausgibig im Kampf zu studieren (im konkreten Fall: ein anderes Gruppenmitglied, Grad 7 Ordenskrieger, der sich bereits zur Ruhe gesetzt hat). Kann er dann einem der Illusionierten Kämpfer die Werte des entsprechenden Or geben?

Hier kommt man m.E. in eine ziemlich Zwickmühle. Beispiel gefällig?

Die anderen Gruppenmitglieder kennen den Or ebenfalls gut. Der Zauberer zieht sich nun in ein kleines Haus (Wirtshaus) zurück und wirkt da die "Erscheinung" des Or. Dann verlässt er mitsamt der Erscheinung das Haus und behauptet, ihn dort "getroffen zu haben". Kaum draußen wird die Gruppe (die an den Or glaubt und ihn und seine Kampffertigkeiten kennt) von Orks angegriffen. Der Or dürfte ja ziemlich gut treffen, denn die Gruppe weiss, wie gut er kämpft. Angenommen, die Orks kennen ihn nicht, dann müsste es für die Gruppe so aussehen, als würden die Orks getroffen, die Orks glauben aber, verfehlt worden zu sein. Wie geht das?

Angenommen, die Orks kennen ihn, dann könnte er ja evtl. auf sich selbst "Beschleunigen" Zaubern - was das Orignal ebenfalls kann und regelmäßig tut. Ist das zulässig?

Könnte der Zauberer evtl. auch die Illusion von Leibgardekriegern des Albischen Königs (vorausgesetzt er hat diese eingehend studiert) erzeugen? Hängt die Wirkung wieder davon ab, ob die Orks die Krieger kennen? Das hieße ja, dass man, je ungebildeter man ist, umso sicherer vor Illusionen??? Ist "Sagenkunde" am Ende eine für den Anwender tötliche Fertigkeit???

 

3. Wenn die Erscheinungen den Wb verlassen können wird es sogar noch paradoxer: Der Zauberer kennt Nasser sehr gut und hat wiederholt bei ihm gelernt (hat, da er bei diesem "Erscheinungen" gelernt hat, vorsorglich bereits - kritisch Erfolgreich - "Einprägen" auf Nasser angewendet. Man kann also davon ausgehen, dass er Nasser sehr gut kennt).

Wenn er nun eine Erscheinung von Nasser erschafft, und Nasser wendet auf einen der Orks "Vereisen" an, was passiert? Glaubt der Ork, dass er Vereist ist? Hängt das davon ab, ob er Nasser kennt? Glauben die anderen Gruppenmitglieder es? Wenn der Ork es nicht glaubt, bewegt er sich (scheinbar vereist) weiter??? Wenn Nasser sich vom Ork entfernt (mehr als drei Meter), ist er dann immernoch Vereist? (quasi die "Vereisung" als Teil der Erscheinung, die sich aus dem Wb entfernt hat, s. Punkt 1).

Angenommen, Nasser wirkt "Auflösung" und löst den Ork auf, dann müsste dieser ja daran glauben, dass er aufgelöst ist, und folglich tot sein. Wenn jetzt die Wd endet, erscheint dann die Leiche wieder? Oder lebt der Ork wieder, ist vielleicht nur bewusstlos???

Kann man mit "Erscheinungen" die Illusion von Auflösungsrunenbolzen erzeugen und diese verschießen? Wirken diese wie der entsprechende Zauber?

 

 

 

Ich hoffe ihr versteht meine Verwirrung und könnt mir helfen, denn ich befinde mich als leidgeplagter SL (was ein Ausdruck) in einer ziemlich vertrakten Situation. Ich hoffe auf rasche Antwort.

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Hallo Gimli,

 

es ist ja nett, dass du deine Probleme schon in drei Teile unterteilt hast, allerdings wären bei der großen Zahl an Fragen deutlich mehr Unterteilungen nötig. Na mal schauen.

 

zu 1)

Nein, Erscheinungen können den Wirkungsbereich nicht verlassen. Der ganze Wirkungsbereich ist allerdings - im Gegensatz zur Zauberwirklichkeit - beweglich (bis max. 30 m vom Zauberer). Und so steht es auch im Arkanum.

 

zu 2)

Mal abgesehen davon, dass diese Situation wirklich sehr konstruiert und teilweise absurd ist, so ist deine Schlussfolgerung "je dümmer, desto weniger glaubt man an Illusionen" nicht richtig. Schließlich wirkt die Erscheinung bei Menschen und Tieren automatisch und ohne EW:Resistenz, es sei denn sie schöpfen verdacht.

 

Im Beispiel des Ordenskriegers wird den eigenen Kameraden unter Umständen eher auffallen, dass der Ordenskrieger sich nicht genauso verhält, wie das Original. Das führt dazu, dass sie die Illusion schneller durchschauen können. Die Orks selbst sehen nur einen unbekannten Gegner der gut kämpft und haben somit eine deutlich geringere Chance die Erscheinung zu durchschauen.

 

Und nein, eine Erscheinung muss nicht aus bekannten Elementen bestehen, um zu wirken.

 

zu 3)

Bei den Zaubern würde ich eventuell die Fallenregel anwenden. Sobald ein unmögliches Ereignis eintritt - z.B. Person fällt nicht in ein illusionäres Loch - dann löst sich die Erscheinung auf.

In diesem Fall würde es bedeuten, dass die Erscheinung zwar eine Auflösung "zaubert", aber sobald der "Zauber" ausgelöst wird, endet die Illusion, da sich der Ork nicht auflöst.

 

Detritus

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