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Rana

Illusion: Was tut sie wirklich?

Recommended Posts

[...]

 

Und da mir das alles nicht ganz logisch oder auch magietheoretisch erklärbar erschien, habe ich versucht eine Lösung zu finden, die man auf Illusionszauber im Allgemeinen anwenden kann. Erklärbar warum und wieso was wann und warum auch funktioniert.

 

Alles nicht so einfach.

 

Gruß

Rana

 

Ich fürchte, eine einfache und vor allem kurze Lösung ist nicht möglich, da Illusionen letztlich beliebige und damit auch beliebig viele Formen annehmen können, die dann jeweils in einer individuellen Situation mittelbar oder auch unmittelbar auf die Abenteurer wirken können.

 

In deinem Beispiel, das ich jetzt gekürzt habe, würde das plötzliche Wiederentstehen der Illusionswand die Illusion zerstören - oder eben auch nicht. Womit wir mitten in den Schwierigkeiten mit Illusionsmagie sind.

Der eigentliche Bezugspunkt der Magie sind nämlich die Spielfiguren. Der SL müsste sich überlegen, was die Figuren alles wissen und woran sie glauben können. In deinem Fall wissen sie um die Fähigkeiten der Magie, es wäre also durchaus möglich, dass sie an eine sich selbstständig erneuernde Ziegelwand glauben. Also würde die Illusion nicht automatisch zerstört. Für jemanden hingegen, der von Magie keine Ahnung hat und nicht weiß, dass ein solcher Effekt möglich wäre, würde aber bereits die Wiederentstehung der Mauer ausreichen, die Illusion zu zerstören: Selig sind - in diesem Fall - die geistig Armen.

 

Grüße

Prados

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Das passt aber alles nicht.

 

Ein Loch, in das ich nicht hineinfalle, macht Schaden, weil ich glaube, Schaden zu erleiden.

Dasselbe Loch in der Wand, durch das ich hindurchrennen möchte ... haut mich voll aus den Socken. Aber ich glaube doch so fest daran, dass da der Maurer die Lücke gelassen hat.

 

Gut, hier könnte ich mir das noch selbst logisch erklären. Aber es zeigt, worauf ich hinaus möchte: Einmal ist es so, ein andermal nicht. Es hat den faden Beigeschmack der Willkür.

 

Wisst ihr, was ich meine?

 

Gruß

Rana

 

Oh ja, sehr gut. Je genauer die Spielfiguren Bescheid wissen, desto eher können sie Opfer einer Illusion werden. Ein Blinder oder ein Abenteurer in völliger Dunkelheit würden niemals Gefahr laufen, in ein Illusionsloch zu fallen.

 

Kurz: Es gibt diese Willkür. Ein Ausweg bleibt insofern, als dass du dir als SL überlegen kannst, welchen Hintergrund die Figuren haben und wie sie auf bestimmte illusionäre Eindrücke reagieren könnten oder ob sie überhaupt daran glauben könnten. Dadurch kannst du bei gewissenhaftem Vorgehen die Willkür auf eine SL-Entscheidung reduzieren, die zwar auch willkürlich sein kann, dann aber wenigstens eine fundierte und rücksichtsvolle Willkür ist, weil sie eure individuelle Spielsituation berücksichtigt.

 

Grüße

Prados

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Währt ihr mit folgender Definition einverstanden:

 

Eine Illussion bewirkt, dass die Macht des Geistes die Wahrnehmung täuscht und auch dem eigenen Körper aktiv sowie passiv schaden kann. Es verändert aber nicht die Umgebung. Tritt ein Ereignis auf, dass konträr zur aktiven Wahrnehmung steht, wird sofort ein WW:Resistenz gewürfelt. Gelingt dieser, ist die Illusion durchschaut, misslingt diese, glaubt man daran, das die vorgesehene Aktion erfolgt hatte.

 

Beispiel a: Ein Abenteurer schlägt einen Nagel in eine Illusionswand. Der Nagel fällt auf jeden Fall zu Boden. Alle Beobachter würfeln einen Resistenzwurf. Die Nicht-Resistierenden glauben fest daran, das dort ein Nagel hängt und bemerken nicht, das er in Wirklichkeit zu Boden gefallen ist.

 

Beispiel b: Eine Holztür wird mit der Illusion der umgebenen Steinwand versehen. Ein Abenteurer schlägt einen Nagel in die "Steinwand". Kein WW:Resistenz, da der Nagel wirklich hält. Es findet kein gegenteilige Wirkung zur Wahrnehmung statt.

 

Damit könnte ich Leben.

 

Gruß

Rana

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Währt ihr mit folgender Definition einverstanden:

 

Eine Illussion bewirkt, dass die Macht des Geistes die Wahrnehmung täuscht und auch dem eigenen Körper aktiv sowie passiv schaden kann. Es verändert aber nicht die Umgebung. Tritt ein Ereignis auf, dass konträr zur aktiven Wahrnehmung steht, wird sofort ein WW:Resistenz gewürfelt. Gelingt dieser, ist die Illusion durchschaut, misslingt diese, glaubt man daran, das die vorgesehene Aktion erfolgt hatte.

 

Beispiel a: Ein Abenteurer schlägt einen Nagel in eine Illusionswand. Der Nagel fällt auf jeden Fall zu Boden. Alle Beobachter würfeln einen Resistenzwurf. Die Nicht-Resistierenden glauben fest daran, das dort ein Nagel hängt und bemerken nicht, das er in Wirklichkeit zu Boden gefallen ist.

 

Beispiel b: Eine Holztür wird mit der Illusion der umgebenen Steinwand versehen. Ein Abenteurer schlägt einen Nagel in die "Steinwand". Kein WW:Resistenz, da der Nagel wirklich hält. Es findet kein gegenteilige Wirkung zur Wahrnehmung statt.

 

Damit könnte ich Leben.

 

Gruß

Rana

 

Für diese Fälle bin ich einverstanden, allerdings mit einer notwendigen Änderung in Fall a). Die Nicht-Resistierenden glauben daran, dass der Nagel nicht in der Wand hält, und suchen sich eine nachvollziehbare Erklärung dafür. Der Nagel selbst kann jedoch nicht in der Wand hängen bleiben, da er damit nachträglich Teil des Illusionszaubers werden würde, was nicht geht.

 

Grüße

Prados

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Für diese Fälle bin ich einverstanden, allerdings mit einer notwendigen Änderung in Fall a). Die Nicht-Resistierenden glauben daran, dass der Nagel nicht in der Wand hält, und suchen sich eine nachvollziehbare Erklärung dafür. Der Nagel selbst kann jedoch nicht in der Wand hängen bleiben, da er damit nachträglich Teil des Illusionszaubers werden würde, was nicht geht.

 

Grüße

Prados

Mmh.

 

In meinem Beispiel oben (#22) hätte die Korrekte Anwort dann lauten müssen: "Der Putz lässt sich nicht abklopfen. Du siehst keinen Kratzer."?

 

Gruß

Rana

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[...]

 

In meinem Beispiel oben (#22) hätte die Korrekte Anwort dann lauten müssen: "Der Putz lässt sich nicht abklopfen. Du siehst keinen Kratzer."?

 

Gruß

Rana

 

Nein, die Antwort mit dem rieselnden Putz war gut. Eine Illusion, an die man glaubt, verhält sich wie das Original, bis sich eine 'Zwickmühle' ergibt, wie sie beispielsweise von dir geschildert wird, als die Figuren Stein um Stein abbauen. Was aber sehen sie dann, wenn die Mauer eigentlich bald mal abgebaut sein müsste?

 

In dieser Situation würde ich als SL einen geheimen WW:Resistenz würfeln. Wer den schafft, sieht den dahinter liegenden Raum - aber auch noch die restliche Mauer, die sie weiterhin abtragen müssen, um einen genügend großen Durchgang für sich zu schaffen.

Wer den Resistenzwurf nicht schafft, sieht weiterhin Steine - die Mauer ist eben außerordentlich breit und massiv.

 

Aus einem solchen Widerspruch - Mauer weg, Mauer noch da - könnten die Abenteurer dann schlussfolgern, dass es sich um eine Illusion handelt.

 

Grüße

Prados

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Vielen Dank, bluemagican, für diese Links!

 

Zunächst glaubt jede Spielfigur an diese Illusion, und niemand darf einen automatischen WW:Resistenz ausführen. Die Illusion verschwindet für alle(!) Beobachter, wenn irgendeine Handlung die Existenz der Illusion eindeutig widerlegt (z.B. Durchdringen einer Illusionswand, Sturz durch die Illusionsbrücke, Nichtsturz in das Illusionsloch, erfolgreiches Einleiten des Handgemenges mit dem Illusionsgegner).

Das Abklopfen des Putzes wäre nach dieser Definition ein Illusionskiller gewesen.

 

2. Wie wird der durch Illusionsmagie erzeugte Schaden behandelt?

 

Manche Illusionsfallen erzeugen keinen Schaden, da bei ihrer scheinbaren Auslösung gleichzeitig die Unmöglichkeit ihrer Existenz zutage tritt und sie damit wirkungslos werden (z.B. Illusionslöcher oder Illusionsfallgruben, die sich beim Betreten als fester Boden erweisen). Diese Art von Illusions-Umgebung dient hauptsächlich zur Ablenkung unerwünschter Besucher, um sie in bestimmte Richtungen zu lenken (z.B. am Rande des vermeintlichen Abgrunds direkt in die Greifwerkzeuge einer Riesenspinne).

 

Andere Illusionsfallen, jede Illusionskreatur und jede Illusionswaffe erzeugen dagegen bei ihrem Opfer realen Schaden, der auch nach dem Ende der Illusion bestehen bleibt. Es handelt sich dabei um echte Verletzungen, die unter dem Einfluß der magischen Kräfte auf den Körper des Opfers zustandekommen � eine Erklärung, die ein nüchterner Verstand vielleicht nur mit Mühe hinnimmt. Aber was kann nicht alles passieren, wenn magische Kräfte unsere Einbildungskraft verstärken ... Und schließlich gibt es selbst in magiearmen Sphären wie auf einer obskuren Welt namens Erde Hinweise, daß der feste Glauben zumindestens die umgekehrte Wirkung - nämlich Heilung - haben kann.

Auch damit kann ich leben.

 

Und ich plädiere für ein Wiederaufnehmen der Artikel auf midgard-online. Mir würde es auch reichen, wenn wir sie hier komplett reinstellen dürften.

 

Wie sieht das mit dem Copyright aus? Dürften wir diese Artikel hier komplett zitieren?

 

Gruß

Rana

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Bitte beachtet vor allem das Kleingedruckte am Ende der Artikel. Der erste Artikel ist inhaltlich nicht mehr aktuell.

 

Grüße

Prados

Btw: Ich finde es schade, das eine solche Erklärung keinen Einzug in das M4-Arkanum gefunden hat. Ich habe dort nichts dergleichen gefunden.

 

Könnte man die Artikel upgedatet hier posten?

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Vielen Dank, bluemagican, für diese Links!

 

Zunächst glaubt jede Spielfigur an diese Illusion, und niemand darf einen automatischen WW:Resistenz ausführen. Die Illusion verschwindet für alle(!) Beobachter, wenn irgendeine Handlung die Existenz der Illusion eindeutig widerlegt (z.B. Durchdringen einer Illusionswand, Sturz durch die Illusionsbrücke, Nichtsturz in das Illusionsloch, erfolgreiches Einleiten des Handgemenges mit dem Illusionsgegner).

Das Abklopfen des Putzes wäre nach dieser Definition ein Illusionskiller gewesen.

 

2. Wie wird der durch Illusionsmagie erzeugte Schaden behandelt?

 

Manche Illusionsfallen erzeugen keinen Schaden, da bei ihrer scheinbaren Auslösung gleichzeitig die Unmöglichkeit ihrer Existenz zutage tritt und sie damit wirkungslos werden (z.B. Illusionslöcher oder Illusionsfallgruben, die sich beim Betreten als fester Boden erweisen). Diese Art von Illusions-Umgebung dient hauptsächlich zur Ablenkung unerwünschter Besucher, um sie in bestimmte Richtungen zu lenken (z.B. am Rande des vermeintlichen Abgrunds direkt in die Greifwerkzeuge einer Riesenspinne).

 

Andere Illusionsfallen, jede Illusionskreatur und jede Illusionswaffe erzeugen dagegen bei ihrem Opfer realen Schaden, der auch nach dem Ende der Illusion bestehen bleibt. Es handelt sich dabei um echte Verletzungen, die unter dem Einfluß der magischen Kräfte auf den Körper des Opfers zustandekommen � eine Erklärung, die ein nüchterner Verstand vielleicht nur mit Mühe hinnimmt. Aber was kann nicht alles passieren, wenn magische Kräfte unsere Einbildungskraft verstärken ... Und schließlich gibt es selbst in magiearmen Sphären wie auf einer obskuren Welt namens Erde Hinweise, daß der feste Glauben zumindestens die umgekehrte Wirkung - nämlich Heilung - haben kann.

Auch damit kann ich leben.

 

Und ich plädiere für ein Wiederaufnehmen der Artikel auf midgard-online. Mir würde es auch reichen, wenn wir sie hier komplett reinstellen dürften.

 

Wie sieht das mit dem Copyright aus? Dürften wir diese Artikel hier komplett zitieren?

 

Gruß

Rana

 

Die Artikel beinhalten inhaltliche Ungenauigkeiten und eindeutige Widersprüche zu den Angaben des Arkanums. So ist es durchaus möglich, mit einem Illusionskämpfer ins Handgemenge zu gehen, denn das ist eine völlig normale Kampfhandlung.

 

Aus diesem Grund wäre auch das Putzrieseln nicht das Ende der Illusion. Illusionen sind, zumindest mit Erscheinungen, in M4 deutlich mächtiger geworden, sie werden erst dann automatisch erkannt, wenn etwas "Unmögliches" innerhalb der Illusionswelt geschieht (ARK, S. 116).

 

Insofern verwirren diese Artikel die hier stattfindende Diskussion eher, als dass sie zu ihrer Klärung beitragen.

 

Grüße

Prados

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Ok. Das waren ganz schön viele Informationen für einen Tag. Ich lasse das jetzt alles mal Sacken, schlafe mal drüber und mache mir mit neuen Informationen weitere Gedanken dazu. Sonst werde ich zu spontan, und das will ich ja nicht ;)

 

Bis dann,

Rana

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Das Beispiel mit der Wand zeigt sehr schön, wie unterschiedlich Illusionen gehandhabt werden.

 

Die Helden stehen vor einer Wand. Die Wand kommt ihnen komisch vor und sie klopfen sie nach Hohlräumen ab, suchen nach Hebeln usw. Eine Illusionswand. Mmh. Ok, ich ließ sie klopfen, doch fanden sie keine Hohlräume und Hebel.

 

Dann klopften sie den Putz ab. Der Putz bröckelte zu Boden, entschied ich.

 

Allein durch das Abbröckeln des Putzes oder Heraushauen einzelner Steine kann eine Kette von Illusionen in Gang gesetzt werden, die so nicht vorgesehen ist. Was passiert denn, wenn jemand diese (Illusions-)Steine nutzt, um z.B. einen gegenüberliegenden offenen Durchgang zu blockieren oder mit den Steinen auf den nahe gelegenen Korridor geht um herannahende Personen damit zu bewerfen?

 

Analog zum Betreten einer Illusionsbrücke, würde beim Abtasten der Wand die Hand in der Steinwand verschwinden und mir nicht vorgaukeln, ich würde unter meinen Fingern Stein spüren (Ich bezweifle, dass ich bei der Brücke Stein unter meinen Füßen spüre, bevor der Sturz folgt ;) ). Die Ausrichtung im Raum (horizontal wie bei einer Brücke, vertikal wie bei einer Wand) sollte keinen Einfluss auf das "verhalten" der Illusion haben.

 

Ob es unmöglich ist, dass eine Hand in einer Steinwand verschwindet und damit die Illusion gebrochen wird oder ob es in einer magischen Welt doch mal passieren kann und die Illusion weiterhin Bestand hat, ist wohl wieder Geschmackssache ;)

 

Eine (einfache) Illusion wirkt für mich zunächst auf einen Sinn, nämlich das Sehen. Andere Sinne sind von vornherein davon nicht betroffen, insbesondere dann nicht, wenn diese aktiv auf die Illusion angewandt werden. Bei einigen Illusionszaubern (z.B. Erscheinungen oder Zauberwirklichkeit), muss man explizit weitere Sinnesbeeinflussungen (z.B. Geräusche, Geruch) durch erhöhten Aufwand (AP-Kosten) bei der Erschaffung festlegen.

 

Das eigentliche Verständnisproblem liegt bei der Sonderbehandlung agierender (schadenverursachender) Illusionen ich nenne diese mal "aktive Illusionen" und nehme sie als Sonderfall oder als naturgegeben hin ;)

 

Dagegen nenne ich alle anderen Illusionen "passive Illusionen". Eine solche passive Illusion verändert stringent nur die Wahrnehmung, explizit werden keine physikalischen Eigenschaften verändert. Wo etwas physikalisch ist, kann durch eine Illusion nicht plötzlich Nichts sein (z.B. Illusionsloch). Ebenso kann dort wo physikalisch nichts ist, durch eine Illusion nicht plötzlich physikalisch etwas sein (z.B. Illusionsbrücke). Das bedeutet für mich, dass ich durch eine physikalische Einwirkung auf eine passive Illusion diese i.a. auch als solche erkennen werde. Physikalische Einwirkungen können u.a. sein: das Aufsetzen eines Fußes auf die Illusion, das Auflegen/Greifen mit der Hand auf eine Illusion, das Werfen mit Gegenständen auf eine Illusion.

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Hallo liebe Mitdiskutanten,

 

ich hatte jetzt Zeit die neuerlichen Informationen und Anregungen etwas sacken zu lassen und komme zu folgendem Ergebnis: Es ist anders. Nicht ganz, aber ein wenig.

 

Eine Illusion erschafft eine neue Realität für die Betroffenen. Keine wirkliche, sondern eine scheinbare. Die Opfer, also die, die an die neue Realität glauben, anerkennen ihre Situation mit allem, was sie Wissen. Das heißt auch, das zwei Leute, die der selben Illusion zum Opfer fallen, ihr unterschiedlich anheim fallen können. So tut dem ungebildeten Haudrauf der Schlangenbiss nur weh, während sein Freund, der gebildete Händler, am Schlangenbiss der grünen Mamba sterben wird. Das ist gemein. Noch gemeiner wird es aber, wenn der sterbende Händler seinem dümmlich dreinschauenden Freund im Sterben noch die Wirkung des Giftes erklärt ...

 

Aber: Der Illusionsschaffende muss anwesend sein und muss sich vollends auf die Illusion konzentrieren. Er kann in der Zeit nichts anderes tun! Das ist ein entscheidenes Kriterium, das Illusionen in ihrer Mächtigkeit gleich erheblich einschränken!

 

Außer bei Zauberwirklichkeit: Hier muss der Zauberer nicht anwesend sein. Aber dann ist seine Illusion nicht flexibel. Sie startet nach einer Schlüsselhandlung und läuft wie ein Film ab. Dabei ist es völlig unerheblich, was wer tut. Klappe. Szene eins. Durch mehr investierte AP können Geräusche und Gerüche mit eingebracht werden. Heißt das im Umkehrschluss, dass es bei anderen Illusionen (z.B. Erscheinungen) auch so ist? Ich würde hier sogar sagen: Nein! Bei anderen Illusionen sind Gerüche, Geräusche etc. gleich mit dabei. Sie sind sozusagen Inklusive. Bei Blendwerk wird z.B. der Gossengeruch des Bettlers, der wie ein Edelmann aussehen soll, durch rosigen Parfümduft ersetzt - gehört zu einer guten Verkleidung dazu.

 

Damit ist auch die Sache mit dem Tastsinn für mich erklärt: Eine für mich reelle Wand fühlt sich auch reel an! Doch: vorhandene Dinge, die der materiellen Gegebenheit entsprechen, lassen sich nicht wegdenken. Will sagen: Eine Wand ist eine Wand ist eine Wand. Ich kann mir da Löcher reindenken, so oft und stark ich möchte. Wenn ich dagegen laufe, handle ich mir eine dicke Beule ein. Und genau hier sind wir, wo eine Illusion aufhört zu existieren: Etwas in meiner Realität nicht Mögliches ist passiert: Ich stoße mir den Kopf an einer nicht vorhandenen Wand. Meine mir vorgekaukelte Realität wird in Frage gestellt und löst sich auf. Die Realität hat mich sozusagen eingeholt.

 

Eine Luftbrücke hält mich also nicht. Eine Luftwand hält mich zwar auch nicht, aber ich belaste diese auch nicht. Selbst dann nicht, wenn ich klopfe: Ich bilde mir ein, Widerstand zu spüren und höre ein leises klock klock klock. Außer, meister Zufall kommt mir zu Hilfe und ich stelle mein Schwert an die Wand. Dieses fällt natürlich um. Finde ich jetzt keine für mich stimmige Erklärung dafür, dass das Schwert durch die Wand gefallen ist, löst sich die Illusion für mich auf.

 

Und mein Beispiel, wie ich es mit dieser Illusionswand gelöst habe, war falsch: Denn die Illusion handelt nie danach, was ICH von ihr erwarte. Sie handelt, wie ihr Erschaffer es erwartet! Und wenn der Erschaffer nicht anwesend ist, gibt es keine Flexibilität, auf die er eingehen könnte. Dann gibt es nur einen festgelegten Handlungsablauf. Und wenn dieser heißt: Du bist eine Wand, dann ist die Illusion eine Wand!

 

Nun würde ich die Handlung so ablaufen lassen:

 

Die Helden stehen vor einer (Illusions-)Wand. Die Wand kommt ihnen komisch vor und sie klopfen sie nach Hohlräumen ab, suchen nach Hebeln usw. Ich lasse sie klopfen, doch sie finden keine Hohlräume und Hebel.

 

Dann klopften sie den Putz ab. Mit Hammer und Meißel. Der SC setzt den Meißel an, nimmt maß - und haut sich mit voller Wucht auf die Hand. Der Meißel fliegt durch die illusionäre Wand und verschwindet.

 

Jetzt werden Resistenzen fällig. Dem ersten SC gelingt sie, er hat die Illusion durchschaut. Dem zweiten SC misslingt sie: "Toll, schlechtes Mauerwerk. Da sind wir schnell durch. Ich hol mal einen neuen Meißel."

 

Illusionswesen können nur kämpfen, wenn der Illusionist anwesend ist. Und solange das Opfer an ihr Realität glaubt, nimmt er den Schaden, den er zu nehmen glaubt. Das heißt auch, das ein Opfer, das über die Gefährlichkeit des Gegenübers Bescheid weiß demjenigen im Nachteil ist, der dessen Gefährlichkeit nicht kennt und den Kämpfer als "Standard" einstuft. Hier kann Wissen tödlich sein.

 

Gruß

Rana

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[...]

 

In meinem Beispiel oben (#22) hätte die Korrekte Anwort dann lauten müssen: "Der Putz lässt sich nicht abklopfen. Du siehst keinen Kratzer."?

 

Gruß

Rana

 

Nein, die Antwort mit dem rieselnden Putz war gut. Eine Illusion, an die man glaubt, verhält sich wie das Original, bis sich eine 'Zwickmühle' ergibt, wie sie beispielsweise von dir geschildert wird, als die Figuren Stein um Stein abbauen. Was aber sehen sie dann, wenn die Mauer eigentlich bald mal abgebaut sein müsste?

 

In dieser Situation würde ich als SL einen geheimen WW:Resistenz würfeln. Wer den schafft, sieht den dahinter liegenden Raum - aber auch noch die restliche Mauer, die sie weiterhin abtragen müssen, um einen genügend großen Durchgang für sich zu schaffen.

Wer den Resistenzwurf nicht schafft, sieht weiterhin Steine - die Mauer ist eben außerordentlich breit und massiv.

 

Aus einem solchen Widerspruch - Mauer weg, Mauer noch da - könnten die Abenteurer dann schlussfolgern, dass es sich um eine Illusion handelt.

 

Grüße

Prados

 

Ist es denn nicht exakt so im Arkanum beschrieben. Den Opfern der Illusion steht ein Rettungswurf zu, wenn die Illusion zu etwas Widersinnigem führt oder das Opfer von jemand anderem auf die Illusion hingewiesen wird. Von daher muss der SL doch nur von Mal zu Mal entscheiden wann er einen RW zulässt. Wann dies der Fall ist, ergibt sich m. E. aus dem Spiel heraus.

 

Rein praktisch halte ich es so, dass ich den Spielern die Illusion schildere, als wäre es keine. Äußern ein Spieler einen begründeten Verdacht, es könne sich um eine Illusion handeln, wird für ihn ein RW fällig. Scheitert der, glaubt er halt weiter an die Illusion. Ist der Wurf gescheitert und plappern andere Spieler unbegründet den Verdacht nach, gibt es keinen neuen Rettungswurf, bis etwas passiert, dass einen neuen Verdacht begründen kann. Ich sehe da jetzt nicht so sehr viel Raum für SL-Willkür. Bei erfahrenen Spielern ist dies nach meiner Erfahrung sehr unproblematisch.

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Eine Luftbrücke hält mich also nicht. Eine Luftwand hält mich zwar auch nicht, aber ich belaste diese auch nicht. Selbst dann nicht, wenn ich klopfe: Ich bilde mir ein, Widerstand zu spüren und höre ein leises klock klock klock. Außer, meister Zufall kommt mir zu Hilfe und ich stelle mein Schwert an die Wand. Dieses fällt natürlich um. Finde ich jetzt keine für mich stimmige Erklärung dafür, dass das Schwert durch die Wand gefallen ist, löst sich die Illusion für mich auf.

Das sehe ich anders.

 

Es ist irrelevant, ob Du eine Illusionsbrücke mit Deinem ganzen Körpergewicht belastest oder nur mit wenigen Gramm. Egal was Du auf die Brücke beförderst (Dich selbst, eine Münze oder eine Feder), es wird durch die (Illusions-)Brücke hindurch gehen.

Und was für eine "horizontal" ausgerichtete Illusion (Brücke) gilt, sollte auch für eine "vertikal" ausgerichtete Illusion (Wand) gelten.

 

Daher spielt es keine Rolle, ob Du ein Schwert oder Deine Hand gegen die Illusionswand "lehnst". Ebenso wenig spielt es eine Rolle, ob Du die (Illusions-)Wand mit Deiner Hand oder mit einem Schwert vorsichtig abklopfst.

 

Ergo "fällt" meine Hand ebenso durch die Illusionswand, wie mein Schwert und sofern der Zaubernde sie mit Geräuschen versehen hat, macht sowohl meine Hand, wie auch das Schwert dabei "klock" ;)

 

 

Nun würde ich die Handlung so ablaufen lassen:
...

Dann klopften sie den Putz ab. Mit Hammer und Meißel. Der SC setzt den Meißel an, nimmt maß - und haut sich mit voller Wucht auf die Hand. Der Meißel fliegt durch die illusionäre Wand und verschwindet.

 

Jetzt werden Resistenzen fällig. Dem ersten SC gelingt sie, er hat die Illusion durchschaut. Dem zweiten SC misslingt sie: "Toll, schlechtes Mauerwerk. Da sind wir schnell durch. Ich hol mal einen neuen Meißel."

Von "Erscheinungen" (und damit auch "Zauberwirklichkeit") ausgehend:

In dem Moment, wo der Meisel durch eine unbeschädigte Wand fliegt, passiert etwas unmögliches. In diesem Moment endet die Illusion für alle Beteiligten automatisch ohne Resistenzwürfe (siehe Arkanum , S. 116, Spalte 1, Absatz 2).

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Eine Luftbrücke hält mich also nicht. Eine Luftwand hält mich zwar auch nicht, aber ich belaste diese auch nicht. Selbst dann nicht, wenn ich klopfe: Ich bilde mir ein, Widerstand zu spüren und höre ein leises klock klock klock. Außer, meister Zufall kommt mir zu Hilfe und ich stelle mein Schwert an die Wand. Dieses fällt natürlich um. Finde ich jetzt keine für mich stimmige Erklärung dafür, dass das Schwert durch die Wand gefallen ist, löst sich die Illusion für mich auf.

Das sehe ich anders.

 

Es ist irrelevant, ob Du eine Illusionsbrücke mit Deinem ganzen Körpergewicht belastest oder nur mit wenigen Gramm. Egal was Du auf die Brücke beförderst (Dich selbst, eine Münze oder eine Feder), es wird durch die (Illusions-)Brücke hindurch gehen.

Und was für eine "horizontal" ausgerichtete Illusion (Brücke) gilt, sollte auch für eine "vertikal" ausgerichtete Illusion (Wand) gelten.

 

Daher spielt es keine Rolle, ob Du ein Schwert oder Deine Hand gegen die Illusionswand "lehnst". Ebenso wenig spielt es eine Rolle, ob Du die (Illusions-)Wand mit Deiner Hand oder mit einem Schwert vorsichtig abklopfst.

 

Ergo "fällt" meine Hand ebenso durch die Illusionswand, wie mein Schwert und sofern der Zaubernde sie mit Geräuschen versehen hat, macht sowohl meine Hand, wie auch das Schwert dabei "klock" ;)

 

Nach der Lesart ist eine "Tast"-Illusion unmöglich.

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Nach der Lesart ist eine "Tast"-Illusion unmöglich.

Das ist nicht gesagt.

 

Sie ist nur dort unmöglich, wo rein körperlich (=materiell) nichts vorhanden ist, man plötzlich was ertasten können soll, während bei derselben physikalischen Einwirkung durch ein "sinnloses" Objekt kein Effekt auftritt - so lange eine Münze oder ein Schwert durch eine Illusionswand fliegt, so lange wird auch eine Hand durchgreifen.

 

Beispiel:

Ein Blinder tatstet sich mit einem Blindenstock den Weg entlang und der Blindenstock trifft die Illusionsbrücke. Macht es dann klock-klock oder spürt er einen Widerstand?

Derselbe Blinde tastet sich durch einen Raum bei dem der Ausgang mit einer Wandillusion belegt ist. Ertastet er die Illusionswand? Geht sein Blindenstock durch, aber würde er sich mit der Hand vortasten, spürt er sie dagegen?

 

Anders kann es aussehen, wenn ich z.B. Materie anders erscheinen lasse und sich die physikalischen Eigenschaften nur eingeschränkt ändern. Hier kann durchaus das Gefühlte sich der Illusion anpassen. Z.B. ein Bettler der seine Lumpen mittels Blendwerk als edle Kleidung erscheinen lässt (aber auch hier kann es Fälle geben, in denen der Tastsinn unbeeinflusst bleibt)

 

Es dürfte schon seinen Grund haben, warum ich z.B. bei Erscheinungen, neben der normalen (visuellen) Täuschung, nur explizit Geräusche, Geruch und Geschmack (durch zusätzliche AP) ebenfalls vortäuschen lassen, aber des Gefühlte nirgends als Erweiterung erwähnt wird.

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@Blauer Kobold: Lies mal den ersten Post. Du wirst feststellen, dass ich dieselbe Therorie vertreten habe. Das alles ist logisch, doch wird damit ein kämpfender Illusionskrieger unmöglich. Aber solch eine Illusion ist laut Regeln erlaubt. Das Ertasten der Illusionswand ist eine Krücke die ich den Regeln schulde - so richtig Glücklich bin ich nicht damit.

 

Aus diesem Grund kann ich dir keine Gegenargumente geben, weil ich dir im Prinzip Recht gebe.

 

Gruß

Rana

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@Rana

Wie ich (auch in meinem ersten Posting) schrieb, unterscheide ich zwischen "aktiven" Illusionen (z.B. Illusionskrieger) und "passiven" Illusionen (z.B. Illusionswand) eine bessere Unterscheidung fiel mir spontan nicht ein.

 

"Aktive" Illusionen interagieren von sich aus mit Ihrer Umwelt, "passiven" Illusionen ist diese Eigenschaft nicht anhängig. Daher können für diese unterschiedlichen Illusionen auch verschiedene Gesetzmäßigkeiten gelten.

 

Bisher bezog ich mich ausschließlich auf "passive" Illusionen und dabei fiel mir einfach bei einigen hier eine Inkonsistenz der Handhabung auf.

 

Bei aktiven Illusionen wie dem Illusionskrieger hab ich es auch schwer eine logische Begründung im Sinne der Spielregeln zu finden. Explizit bei folgenden Punkten - versuch ich es mal, bin aber selbst nicht absolut glücklich damit:

 

Schaden:

Den Schaden kann ich mir eher als Schock- bzw. Traumaschaden vorstellen, der einfach wie realer Schaden gehandhabt wird. Durch die Kraft des eigenen Geistes (beim Opfer) kann meinetwegen sogar die Haut an der getroffenen Stelle aufplatzen d.h. durch den Glauben des Opfers an die Illusion, fügt er sich die Wunden Kraft seiner Gedanken selbst zu.

 

Kampfeigenschaften einer Illusion:

Wie hier auch bereits von Dir angemerkt, schützt Unwissenheit bzw. mangelnde Vorstellungskraft vor Schaden ;)

Beispiel: Der Krieger in Vollrüstung Nooby MacLachlan (Gr. 1) unterscheidet sich äußerlich kaum vom Krieger in Vollrüstung Machtod MacBeorn (Gr. 9). Ein Opfer dieser Illusion der beide nicht kennt, könnte im Falle der Illusion "Nooby" diesen "höhergradiger" einschätzen, ebenso könnte er eine Illusion "Machtod" niedriger einstufen.

Daher würde ich mich bez. der Kampfeigenschaften nicht am (unbekannten) Original orientieren, sondern am Wissen, der Erfahrung und der Erwartungshaltung des Opfers.

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Das ist nicht gesagt.

 

Sie ist nur dort unmöglich, wo rein körperlich (=materiell) nichts vorhanden ist, man plötzlich was ertasten können soll, während bei derselben physikalischen Einwirkung durch ein "sinnloses" Objekt kein Effekt auftritt - so lange eine Münze oder ein Schwert durch eine Illusionswand fliegt, so lange wird auch eine Hand durchgreifen.

 

Das sehe ich anders. Beim Klopfen wird im Finger eine Tastillusion erzeugt, in dem Moment, in dem der Finger die Wand berühren würde. Die Bewegung reicht beim Klopfen ja in der Regel nur bis zur Wand. Oder schonmal versucht, beim Klopfen durch ne Tür zu hauen? Daß der Finger dann vielleicht 1 cm weiter fliegt als sonst, ist angesichts der Tastillusion und der Geräschillusion nicht auffällig. Wer versucht gegen die Wand zu springen, erhält zwar die Tastillusion eines heftigen Aufschlags, findet sich aber kurz darauf hinter der Wand wieder => Auflösen der Illusion.

 

Das gleich gilt für die Brücke: Wer mit dem Fuß nur sehr leicht drauftastet, glaubt die Tastillusion. Wer richtig belastet spürt zwar festen Boden unter dem Fuß, sinkt aber mit demselben gleichzeitig durch die Brücke => Ende der Illusion

 

Das alles natürlich vorrausgesetzt, daß eine Tastillusion enthlten ist (je nach Spruch)!

 

Woher dabei ernsthafter körperlicher Schaden dabei kommen soll (insbeondere bei Illusionskämpfern, Lawinen etc.) ist mir allerdings schleierhaft.

 

Ich spiele das so:

Stirbt jemand durch eine Illusion, erleidet er real einen Herzschlag.

Wacht er vorher aus der Illusion auf, hat er keinen außer den realen Schaden (z.B. auf den Boden fallen bei Lawine, blaue Flecken durch Fliegenklatsche etc.) erlitten.

Das ist für mich das einzige vollständig schlüssige System um Illusionen zu spielen.

 

Daß durch die eigene Einbildung die Haut aufplatzt o.ä. halte ich für Unfug.

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Daß durch die eigene Einbildung die Haut aufplatzt o.ä. halte ich für Unfug.

 

Ich nicht unbedingt. Sogar auf dem Planeten Erde soll es vorgekommen sein, dass Menschen sich durch reines "Überlegen" Wunden zugefügt haben.

 

Z.B. soll es bei der falschen Anwendung von autogenem Training "es wird sehr heiß in deiner Hand" tatsächlich zu Verbrennungswunden ebendort gekommen sein....

 

Und was sogar hier auf der Erde OHNE Magie möglich ist, das kann in Midgard extremere Formen annehmen...

 

----------------

 

So, jetzt hab ich aber ein anderes Problem. Ich leite gerade "Göttliches Spiel" und stosse da auf Folgendes (habe zwar das Heft gerade nicht da, aber es so in Erinnerung):

 

ACHTUNG SPOILER!!!

 

 

In der Traumstadt gibt es nur wenige Möglichkeiten, diese wieder zu verlassen. Eine der Möglichkeiten (wenn ich mich recht entsinne) sind Illusionsbrücken. Diese entstehen sogar nur, wenn der "Träumer" an einen Weg aus der Stadt glaubt. Aber dann tragen diese Illusionsbrücken ihn wirklich über den Graben. Ohne Sturz. Hab ich da was falsch verstanden?

 

 

----------------------

 

Noch was. In unserer Runde wird immer so mit Illusionen verfahren, dass (für meinen Geschmack) sie bei Verdacht leicht zu durchschauen sind.

 

Haben die SpF den Verdacht, eine Brücke sei nicht echt, so streuen sie Sand darauf. Fällt er durch ist es eine Illusion - Fertig.

 

Haben die SpF den Verdacht, eine Wand sei nicht echt, machen sie es wie mit der Brücke. Sammelt sich Sand vor der Wand, ist sie wohl echt. Wenn nicht, dann nicht...

 

Eure Meinungen dazu???

 

Gruß, Nick.

Edited by Eriol
Spoiler in [spoiler] ungewandelt...

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So, jetzt komme ich also auch mal zu diesem Thema, was hier ja schon heiß diskutiert wird.

Erstmal zu der Illusionswand-Problematik:

Tumunzahar, die Zwergenbinge

Tastet man eine solche [illusions]Wand vorsichtig ab, so erscheint sie fest. Übt man dagegen festen Druck aus, so wird sie durchlässig und kann einfach durchschritten werden.

 

Weitere wichtige Zitate

Arkanum S.146 - Macht über die Sinne

Kämpft ein Zauberer als Illusionsgestalt mit seinem Opfer, so greift er wir das reale Vorbild seiner Illusion an, d.h. er übernimmt dessen Erfolgswert für Angriff und verursacht auch den entsprechenden Schaden. Er verteidigt sich ejdoch normal, behält also seinen Erfolgswert für Abwehr und seine eigene Rüstklasse.

Arkanum S.116 - Erscheinungen

Die Wirkung von Erscheinungen endet sofort für alle Betroffenen, wenn etwas Unmögliches geschieht, z.B. wenn jemand auf ein Illusionsloch tritt und nicht hineinstürzt oder wenn die Leiche eines Illusionskriegers sich (nach Ablauf der Wirkungsdauer) in Luft auflöst.

Erscheinu8ngen von [..] Geschöpfen haben dieselben Kampfeigenschaften und Spieldaten wie ihre realen Vorbilder.[...] Erleidet ein an die Illusion glaubendes Wesen Schaden durch das Trugbild einer Falle oder eines Gegners, so ist der Schaden im Normalfall real

 

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Realität nicht durch Illusionen verändert wird. Auch physikalische Gesetze werden nicht außer Kraft gesetzt. (siehe Beispiel mit dem Illusionsloch)

Auch der Schaden, den man vermeintlich durch eine Illusion erhalten hat löst sich in Luft auf, wenn man nicht mehr an die Illusion glaubt.

Auch das Beispiel aus dem Abenteuer (siehe Spoiler) verdeutlicht hier die Wirkungsweise einer Illusion. Solange man nur über die Wand fährt wird dem Tastsinn eine Illusion vorgegaukelt. Sobald man Druck ausübt und dementsprechend einen Gegendruck von der Wand benötigt bricht die Illusion zusammen. Das Selbe würde passieren wenn eine Person sich auf einen Illusionstisch lehnt oder auf eine Illusionsbrücke läuft.

Hier lässt sich auch erklären, warum Verteidigungswaffen oder Rüstungen bei einer Illusion nicht wirken und (zumindest ein Schild durch den das Schwert hindurchgleitet) zum Auflösen der Illusion beitragen können. Durch diese würden insofern physikalische Gesetze aufgehoben werden, als dass ein ungehemmter Schlag mit einem Schwert mitten in der Luft am vermeintlichen Schild bzw an der Rüstung abgebremst wird.

Als erstes Zwischenergebnis kann man also festhalten:

Wann immer von einem Charakter Kraft auf eine Illusion ausgeübt wird, die diese in ihrer realen Gestalt nicht aufhalten kann, zerbricht die Illusion bzw wirkt zumindest nicht.

 

Nun gelangt man in den Grau/Diskussionsbereich der Illusionen:

Was passiert, wenn von einer Illusion "Kraft" (z.B. ein Schwerthieb) auf einen Charakter ausgeübt wird?

Grundsätzlich glaubt an Charakter an diese Kraft und glaubt auch an die vermeintlichen Folgen (z.B. Wunden am Körper). Diese Folgen und diese Kraft sind jedoch nicht real. Deshalb kann man ein Illusionspferd nicht zum Ziehen eines Karren benutzen oder von dem Schwung eines Illusions-Ogerhammers mitgerissen werden. (ein Esel der als Illusionspferd verzaubert wurde könnte jedoch den Wagen ziehen)

Wie lässt sich nun aber erklären, dass ein Charakter im Kampf mit einem Illusionskrieger sterben kann?

Hier handelt es sich tatsächlich nur um reine Einbildung. Jedoch keine Einbildung die sich nur im Kopf des Opfers abspielt sondern die auch alle Nerven betrifft (z.B. die Schmerzrezeptoren). Sobald eine Illusion abbricht sind die Schmerzen und alle Wunden wieder weg, zuvor glaubt jedoch der ganze Körper fest daran und kann (z.B. durch die Schmerzen) auch daran sterben. Ob der Charakter auch durch einen eingebildeten Blutverlust sterben kann sei dahin gestellt, aber der Tod aufgrund großer Schmerzen ist möglich (aufgrund der Nervenreize bzw aufgrund des damit verbundenen Stresses kann es zum Zusammenbruch des zentralen Nervensystems bzw zu einem Herzinfarkt kommen was unmittelbar darauf zum Tod führt)

 

Es kann also wieder festgehalten werden:

Solange ein Opfer an eine Illusion glaubt ist der Schaden den es durch diese erleidet für den Geist und den Körper des Opfers real und kann zum Tod führen. Durch eine Illusion kann jedoch keine Kraft auf die Umwelt ausgeübt werden, wenn sie das in ihrer realen Gestalt nicht auch könnte.

Kampfesbedingte Wahrnehmungen (wie z.B. der Aufprall des Illusionsschwertes auf dem Schild) sind reine Illusionen und sollten dabei Ungereimtheiten auftreten (das Illusionsnashorn rammt den Schild des Kriegers, dieser nimmt zwar die Erschütterung wahr, wird aber nicht davon geschleudert) führt dies zum Zusammenfall der Illusion.

 

 

Nächste Problematik

"Ich sehe dich nicht, also gibt es dich nicht?"

Vielfach wird angenommen, dass eine Illusion lediglich eine optische Sinnestäuschung ist. Dies dürfte jedoch falsch sein. Neben der optischen Komponente muss eine Illusion mindestens auch eine Tast/Schmerz-Illusion, und teilweise auch eine Geruchsillusion/Geräuschs und/oder Geschmacksillusion haben. Sollte dies nicht der Fall sein, lässt sich nicht erklären, warum eine solche Illusion leichten Berührungen stand hält und das Gefühl eines Widerstands vermittelt. (s.o.)

Es bringt also nichts, vor einer Illusion die Augen zu verschließen, bzw das blinde Mitglied der Gruppe voraus zu schicken, da das Wirkungsziel der Illusion m.E. nicht nur die Augen sind (hier besteht gegebenenfalls noch Diskussionsbedarf).

 

Was sollte man also als Schaffer einer Illusion bedenken?

Keine Illusionen schaffen, bei denen große Kraft ausgeübt wird (z.B. ein Ogerhammerschwingender Barbar oder ein Nashorn im Sturmangriff)

Stattdessen lieber Fernkämpfer als Illusion erscheinen lassen.

 

Was sind Maßnahmen gegen Illusionen?

Man übe gegen alles genügend Kraft aus, dass eine Illusion zusammenbrechen würde (z.B. beschießt man den Krieger mit einem Pfeil oder klopft mit einem Hammer die Wand ab)

 

 

Eine fiese Illusion, die genau diese Tatsachen ausnutzt:

Wie schon oft festgestellt bringt einen das Illusionsloch nicht sehr weit. Anders sieht es mit der anderen Variante aus. Man nehme also zwei reale Löcher, das erste so lang, dass man gerade so drüber springen kann ohne einen Erfolgswurf zu machen. Hinter diesem ersten Loch, also dort wo man nach dem Sprung aufkommt, befindet sich ein zweites Loch das durch eine Illusion als Boden getarnt ist.

-> Der Abenteurer springt, landet auf dem vermeintlichen Boden, die Illusion bricht zusammen :after:

 

 

Mfg Yon

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----------------

 

So, jetzt hab ich aber ein anderes Problem. Ich leite gerade "Göttliches Spiel" und stosse da auf Folgendes (habe zwar das Heft gerade nicht da, aber es so in Erinnerung):

 

ACHTUNG SPOILER!!!

 

 

In der Traumstadt gibt es nur wenige Möglichkeiten, diese wieder zu verlassen. Eine der Möglichkeiten (wenn ich mich recht entsinne) sind Illusionsbrücken. Diese entstehen sogar nur, wenn der "Träumer" an einen Weg aus der Stadt glaubt. Aber dann tragen diese Illusionsbrücken ihn wirklich über den Graben. Ohne Sturz. Hab ich da was falsch verstanden?

 

 

----------------------

 

Noch was. In unserer Runde wird immer so mit Illusionen verfahren, dass (für meinen Geschmack) sie bei Verdacht leicht zu durchschauen sind.

 

Haben die SpF den Verdacht, eine Brücke sei nicht echt, so streuen sie Sand darauf. Fällt er durch ist es eine Illusion - Fertig.

 

Haben die SpF den Verdacht, eine Wand sei nicht echt, machen sie es wie mit der Brücke. Sammelt sich Sand vor der Wand, ist sie wohl echt. Wenn nicht, dann nicht...

 

Zu deinem ersten Problem:

Hierbei handelt es sich nicht um eine Illusion sondern um eine Traumwirklichkeit. Das ist nicht mit den normalen Zaubern vergleichbar und ist die "alte Traummagie der Stadt".

 

Die Idee mit dem Sand ist einfach und funktioniert.

 

 

Mfg Yon

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Hmmm, also ich sehe Illusionen als so real, wie sie der Körper des Getäuschten nur machen kann. Wenn also dessen Muskeln eine Handlung vollbringen können, dann machen sie das auch. Wenn sich eine Person gegen eine illusionäre Wand lehnt, wird sie sich so schräg stellen, und die Wand spüren, daß sie weiter an die Wand glaubt. Wenn ein Kumpel sie schubst, so daß sie das Gleichgewicht nicht mehr halten kann und durch die illusionäre Wand durchfällt, dann (und erst dann) bezweifelt sie die Illusion. Auch mit dem Meißel werden die Muskeln des Opfers kooperieren: das Opfer spürt einen Schlag und der Meißel bewegt sich genau so weit nach drinnen, wie das Opfer es erwartet. Ein Teil des Meißels wird dann durch die Illusionsmauer verdeckt. Nur wenn das Opfer den "feststeckenden" Meißel dann losläßt, wird es schwierig: das Ding fällt dann herunter, das Opfer wird bestenfalls daran glauben, daß die Mauer offensichtlich so morsch war, daß der Meißel nicht gehalten hat.

 

Auch illusionäre Wunden sehe ich als real: die Blutgefäße platzen eben, der Schaden entsteht. Wenn es sein muß, verspannt sich der Knochen selbst so sehr, daß er bricht. Wenn die Regeln es so wollen, daß Illusionen realen Schaden machen, dann machen sie es. Außerdem ist es Magie.

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      By Guest
      Willkommen Reisende!
      Heute Abend dürfen sie ihren Augen nicht Trauen, denn heute Abend...
       
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      Ein altes verlassenes Theater Valianischen Ursprunges in Chyrseia,... immer noch ziehen Schlieren einst mächtiger Theaterillusion in der Luft und ab und an riecht man auch den süsslichen Geruch von,... Verwesung.
       
      Doch Nachts, bei Neumond wie die Anwohner sagen "da wird das Theater lebendig" und auf der Bühne stehen Leute vor der leeren Tribühne und führen Stücke auf.
       
      Stücke die nie zu ende gepsielt werden und die meist mit dem Tod der Passanten enden, welche sich hier zum Schlafen niederlegten, oder einfach nur ihren Mut beweisen wollten.
       
      Die Priester der Götter suchten nach Finterer Magie welche man hätte austreiben können - doch es war nichts zu finden und selbst dann fand man am anderen Tag wieder frische Blutflecke auf dem weißen Marmor des Theaters.
       
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      Schauspieler sind Teuer,... und gute Schauspieler sind noch teurer als schlechte und in den Jahren des Krieges der Magiere waren Schauspieler und anderes fahrendes Volk nicht gern gesehen als Grenzgänger zwischen den ständig sich veränderten Grenzlinien im Krieg (wenn man von einer festen Grenze überhaupt sprechen wollte, endete doch der eigentliche Machtbereich überall da wo niemand gerade war).
       
      Und doch ist der Bedarf an Zerstreuung im Kriege auch immer noch da, oft mehr als in Friedenszeiten. Die Soldaten erfreuen sich nach einer Schlacht an Ablenkungen jeder Art die sie von Verletzungen oder vom Tode der Kameraden ablenken können.
       
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      Wenn es richtig dunkel wird so kann man in einer abseits gelegenen Ruine schauerliches erleben.
       
      Nach einem Klingeln wie zu beginn einer Vorstellung erstrahlt das Theater in altem Glanz. Wo eben noch Ruinen waren erheben sich nun wieder neue Torbögen und frische Wände. Wo eben noch Schmutz und Bäume standen ist nun wieder alles gepuzt und gepflegt.
       
      von Ausserhalb strömen lachenden und scherzenden Chryseiaer und Valianer in das Theater, sie unterhalten sich (in Maralinga) über die Vorstellung und freuen sich darauf. Schliesslich ist das Theater nur zu einem viertel besezt und der Sprecher tritt auf die Bühne:
       
      "Willkommen meine Damen und Herren" (sagt er in Maralinga)
      "Heute Abend dürfen sie ihren Augen nicht trauen, den heute abend ist nichts so wie es scheint. Nehmen wir zum Beispiel diese bildhübsche Königin welche sich gerade ihr güldenes Haar kämmt,..."
       
      Urplötzlich erscheint auf dem Platz eine in teure, prunkvolle Gewänder gekleidete hübsche Frau mit allerdings sehr kalten blauen Aufgen. Vor ihr ist ein mannsgroßer Spiegel, der auch schon ein Vermögen wert wäre. ... ein Rhaunen geht durch die Menge und es wird still - wie als wenn alles auf einen Einsatz wartet.
       
      - Die Wand rund um das Theater ist nun völlig geschlossen, sämtliche Türen und Öffnungen sind verschwunden. Ein Entkommen ist den Opfern der Illusion unmöglich. Sie sehen die rettenden Treppenstufen nicht mehr und die Öffnungen in den zerfallenen Wänden.
       
      Die Illusion ist recht mächtig (Zaubern+22) wer aber resistiert sieht nur die alte Ruine und hört die Geräusche nur als leisen Windhauch.
       
      Wer auf der Bühne die Könin anspricht (in welcher Form auch immer) wird sein blaues Wunder erleben. In dem Moment wo die Könign dem/der Person zuwendet erscheint im Spiegel anstelle des Spiegelbildes eine Dämonenfratze welche ausruft: "Diese da! Diese ist schöner als ihr!"
       
      Die Königin greift unter ihrem Rock einen zweihändigen Kriegsflegel, jede Farbe weicht aus ihr und sie erscheint wie eine inkarnation des Bösen. Die Spielfigur welche angesprochen wurde erhält jedoch die Illusion eines hübschen jungen Mädchens "übergestülpt". Jede andere anwesende Spielfigur wird zur Karrikatur eines männlichen Zwergen (Rote Zipfelmütze, Lederhose, Gartenhake, etc - Gartenzwerge eben). Gleichzeitig wird Namenloses Grauen auf die Figur des Mädchens gewirkt (Zaubern +17) - selbst bei einer Resistez ist es vieleicht trozdem angesagt die Beine in die hand zu nehmen.
      Für 2 Minuten (Die Kernwirkdauer von Namenlosem Grauen) konzentriert sich die dunkle Königin nur auf die anvisierte Person - auf niemanden sonst und hezt diese durch das ganze Theater (auch die Zuschauerränge wo die Illusionszuschauer bereitwillig und klatschend Platz machen). Fliehende würfeln jede Runde Geländelauf. Bei einem Misserfolg wird mit 1w6 auf der Tabelle unten gewürfelt in der regel stürzen sie und müssen erst wieder aufstehen. Die Königin scheint nicht sonderlich gut zu Fuß und holt nur bei einem Misserfolg auf, könnte dann zuschlagen wenn der nächste Wurf wieder ein Misserfolg ist. Ihr Angriffswert ist der höchste Angriffswert des Attackierten (mit WM-4 da sie nur Rundumschläge macht - Achtung auch für Helfer!) - und ein Treffer macht 2w6 Schaden gegen den die Rüsstung nicht zu wirken scheint (Illusionsregeln gelten natürlich!). Nach zwei Minuten ruft der Spiegel: "Ich hab mich getäuscht - die Hübsche hat sich unter einem Zwerg versteckt - diese da ist es!" Eine andere Spielfigur wird nun "Schneewitchen" und das ehemalige Schneewitchen wird nun zum Zwergen (das unter den Nachwirkungen von Namenlosen Grauen leidet oder ggf sich schwer verlezt dünkt) und im weiteren vollständig ignoriert.
       
      Ein kritischer Fehler beim EW Geländelauf bedeutet das man auch die Fallgrube (s.u.) gefunden hat.
      Ein kritischer Erfolg das man in eine Wand gelaufen ist welche keine ist und das Theater glücklich verlassen hat.
       
      6 - Glück gehabt - nur ein einfacher Sturz.
      5 - Glück gehabt - nur ein einfacher Sturz.
      4 - Ein Sturz von 2 m höhe (Kodex seite 62)
      3 - Ein Sturz von 3 m Höhe
      2 - Ein Sturz von 4 m Höhe
      1 - Die Fallgrube gefunden! Ein Sturz von 5 m Höhe (Siehe unten!) [Die Königin sucht sich eine neues Opfer]
       
      Die Stürze sind alle derart das die Spielfigur denkt da wäre fester boden aber in eine Ruinenspalte fällt, oder eine Treppe emporläuft die lange schon abgebrochen ist. In der Mitte der Bühne gibt es aber noch einen Theaterschacht, eine einzelne Marmorplatte welche auch ohne Illusion noch tragbar aussieht. Tritt man indess auf diese so stürzt man 6m in die Tiefe und landet auf einem Berg von Leichen (welche sich hier schon ansammelten im Laufe der jahre - siehe unten).
       
      Leute welche den ersten Resistenzwurf geschafft haben können alles sehen was ihre Gefährten machen jedoch erschafft die Illusion auch eine Illusion von Säulen über alle Spielfiguren - Ist der Wurf misslungen so verschwinden die Kameraden allesamt, oder werden durch "Zwerge" ersezt - eine Kommunikation ist aber nicht möglich. Geschrei, Gegröhle, Jubel und Musik sind auch für verbale Kommunikation einfach zu laut. (Ausserdem werden die Stimmen der "Zwerge" deutlich verfremdet und sind sehr "pipsig")
       
      Ist jeder einmal gejagdt worden so verfliegt die Illusion wie sie begann, von der Königin "erschlagene" Schneewitchens erwachen wie im Akranum beschrieben wieder. Ebenso verschwindet die Illusion wenn niemand innherhalb von 30 minuten die Königin "anspricht". Das geht soweit das jeder sich überall im Theater ruhig und still verhalten muss und sich nicht einmal mit den Kameraden unterhält (ausgeschlossen diejenigen welche die Illusion resistiert haben).
       
      Diejenigen welche ihre Resistenz geschafft haben können durchaus mitwirken, gegebenenfalls etwa ihre Kameraden in Schlaf setzen, Lähmen und nach draussen schleifen wo der Zauber auch sofort gerbrochen ist. Für die anderen schaut es dann so aus als ob derjenige verschwindet - gegebenenfalls auch während die Königin auf den wehrlosen Eindrischt (was keine weiteren Auswirkungen hat - es empfiehlt sich trozdem zu würfeln um die Spannung zu erhalten.)
       
      Der Theaterschacht diente einst zum Theatralischen, plötzlichen Auftauchen von Schauspielern. Der Mechanismuss welche die Klappe schloss ist nicht mehr im besten zustand aber noch gut genug um täuschend echt zu wirken (WM:Suchen -4) bewegt man sich langsam auf die Platte trägt sie auch das Gewicht. Nur ein Sprung oder ein Schritt wie im Rennen gibt sie nach. Jeder der den Sturz eines Schneewitchens gesehen hat weis aber in etwa wo diese Verschunden ist (WM: Suchen +8). Jemand der durch die Illusion nicht betroffen ist und den Sturz sieht weis natürlich sofort wo die Klappe ist.
       
      In der Kammer unter der Bühne befinden sich, neben den Resten von Leichen auch noch die Überreste des Theaters. Auffällig ist ein blau leuchtendes Konstrukt. Zwei Gläserne Armlange Rollen welche sich gegenseitig verdrehen und zwischen denen - wie eine Schriftrolle ein Text in der Luft erscheint. Dieser Text sind Regieanwesiungen welche oben im Theater umgesezt werden. Läuft das "Event" noch steht dort immer wieder nur "Die Königin jagdt Schneewitchen" (wie eine Schallplatte mit Sprung) sich immer wiederholend. Entfernt man die Rollen so bricht dies auch den zauber. Das Konstrukt und die Rollen kann man sicher verkaufen, an anderer Stelle funktionsfähig aufbauen gelingt indess nicht da im Theater überall magische Gegenstände vergraben worden sind welche eine so mächtige Illusion überhaupt erlauben. Desweiteren befinden sich bei den Leichen etwa 450 GS in verschiedene Prägungen, einige verrostete Waffen, ein Dolch aus Silber auf welchem in Maralinga der Name "Werwolfsbann" steht (+2/+2 gegen Werwölfe).
      Eine Brosche aus einem Narwahlzahn in Form der waelischen Göttin Wyrrd (Brosche der Wundersamen Heilung Arkanum S. 185, wirkt aber nur bei Gläubigen dieses Phanteons).
      Ein Spiegelamulett gegen Angst (ABW 10) (Arkanum S.185).
       
      Gegebenenfalls kann man die gesprochene Sprache auch ändern.
      Idee:
      World of Warcraft - Karazhan - dritter Boss: Theaterevent.
       
      Alternative (wie es wirklich in Wow ist):
      Ersezt man Schneewitchen durch Rotkäpchen. Die Grossmutter wird dann vorgestellt und beim ansprechen durch das "Rotkäppchen" verwandelt sie sich in einen Wer-Wolf der das Rotkäpchen hezt.
      Fürs Copyright: Schnewittchen gibt es in Karazhan nicht.
    • Guest Unicum
      By Guest Unicum
      Willkommen Reisende!
      Heute Abend dürfen sie ihren Augen nicht Trauen, denn heute Abend...
       
      ----
      Ein altes verlassenes Theater Valianischen Ursprunges in Chyrseia,... immer noch ziehen Schlieren einst mächtiger Theaterillusion in der Luft und ab und an riecht man auch den süsslichen Geruch von,... Verwesung.
       
      Doch Nachts, bei Neumond wie die Anwohner sagen "da wird das Theater lebendig" und auf der Bühne stehen Leute vor der leeren Tribühne und führen Stücke auf.
       
      Stücke die nie zu ende gepsielt werden und die meist mit dem Tod der Passanten enden, welche sich hier zum Schlafen niederlegten, oder einfach nur ihren Mut beweisen wollten.
       
      Die Priester der Götter suchten nach Finterer Magie welche man hätte austreiben können - doch es war nichts zu finden und selbst dann fand man am anderen Tag wieder frische Blutflecke auf dem weißen Marmor des Theaters.
       
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      Schauspieler sind Teuer,... und gute Schauspieler sind noch teurer als schlechte und in den Jahren des Krieges der Magiere waren Schauspieler und anderes fahrendes Volk nicht gern gesehen als Grenzgänger zwischen den ständig sich veränderten Grenzlinien im Krieg (wenn man von einer festen Grenze überhaupt sprechen wollte, endete doch der eigentliche Machtbereich überall da wo niemand gerade war).
       
      Und doch ist der Bedarf an Zerstreuung im Kriege auch immer noch da, oft mehr als in Friedenszeiten. Die Soldaten erfreuen sich nach einer Schlacht an Ablenkungen jeder Art die sie von Verletzungen oder vom Tode der Kameraden ablenken können.
       
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      Wenn es richtig dunkel wird so kann man in einer abseits gelegenen Ruine schauerliches erleben.
       
      Nach einem Klingeln wie zu beginn einer Vorstellung erstrahlt das Theater in altem Glanz. Wo eben noch Ruinen waren erheben sich nun wieder neue Torbögen und frische Wände. Wo eben noch Schmutz und Bäume standen ist nun wieder alles gepuzt und gepflegt.
       
      von Ausserhalb strömen lachenden und scherzenden Chryseiaer und Valianer in das Theater, sie unterhalten sich (in Maralinga) über die Vorstellung und freuen sich darauf. Schliesslich ist das Theater nur zu einem viertel besezt und der Sprecher tritt auf die Bühne:
       
      "Willkommen meine Damen und Herren" (sagt er in Maralinga)
      "Heute Abend dürfen sie ihren Augen nicht trauen, den heute abend ist nichts so wie es scheint. Nehmen wir zum Beispiel diese bildhübsche Königin welche sich gerade ihr güldenes Haar kämmt,..."
       
      Urplötzlich erscheint auf dem Platz eine in teure, prunkvolle Gewänder gekleidete hübsche Frau mit allerdings sehr kalten blauen Aufgen. Vor ihr ist ein mannsgroßer Spiegel, der auch schon ein Vermögen wert wäre. ... ein Rhaunen geht durch die Menge und es wird still - wie als wenn alles auf einen Einsatz wartet.
       
      - Die Wand rund um das Theater ist nun völlig geschlossen, sämtliche Türen und Öffnungen sind verschwunden. Ein Entkommen ist den Opfern der Illusion unmöglich. Sie sehen die rettenden Treppenstufen nicht mehr und die Öffnungen in den zerfallenen Wänden.
       
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      Für 2 Minuten (Die Kernwirkdauer von Namenlosem Grauen) konzentriert sich die dunkle Königin nur auf die anvisierte Person - auf niemanden sonst und hezt diese durch das ganze Theater (auch die Zuschauerränge wo die Illusionszuschauer bereitwillig und klatschend Platz machen). Fliehende würfeln jede Runde Geländelauf. Bei einem Misserfolg wird mit 1w6 auf der Tabelle unten gewürfelt in der regel stürzen sie und müssen erst wieder aufstehen. Die Königin scheint nicht sonderlich gut zu Fuß und holt nur bei einem Misserfolg auf, könnte dann zuschlagen wenn der nächste Wurf wieder ein Misserfolg ist. Ihr Angriffswert ist der höchste Angriffswert des Attackierten (mit WM-4 da sie nur Rundumschläge macht - Achtung auch für Helfer!) - und ein Treffer macht 2w6 Schaden gegen den die Rüsstung nicht zu wirken scheint (Illusionsregeln gelten natürlich!). Nach zwei Minuten ruft der Spiegel: "Ich hab mich getäuscht - die Hübsche hat sich unter einem Zwerg versteckt - diese da ist es!" Eine andere Spielfigur wird nun "Schneewitchen" und das ehemalige Schneewitchen wird nun zum Zwergen (das unter den Nachwirkungen von Namenlosen Grauen leidet oder ggf sich schwer verlezt dünkt) und im weiteren vollständig ignoriert.
       
      Ein kritischer Fehler beim EW Geländelauf bedeutet das man auch die Fallgrube (s.u.) gefunden hat.
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    • Guest
      By Guest
      Eine Weitere Geschichte aus Unicum's Taverne des Erzählwettstreites
       
      Die Angst zu vergehen und vergessen zu werden
       
      Hallo werte Anwesende!
       
      Ich werde ihnen heute eine Geschichte erzählen wie sie mir ein menschlicher Lehrmeister erzählte und die er von seinem Meister erzählt bekommen hat. Eine wundersame und sehr merkwürdige Geschichte. Über die Wahrheit dieser Geschichte lasse ich mir nicht weiter aus, denn heute Abend dürfen sie weder ihren Augen noch ihren Ohren wirklich trauen!
      Wenn ich mich vorstellen darf, man nennt mich hier Lavendel al'Araseldor, ich bin ein Coraniaid aus Errain.
       
      Er Zieht seinen Grauen Umhang vom Kopf und man kann deutlich unter der wallenden roten Mähne die spitzen Ohren sehen welche ihn als Elfen erkenntlich machen. Die Haare scheinen fast wie Feuer von innen heraus zu leuchten und sich zu bewegen bis sie schließlich wieder sich normal verhalten.
       
      Glauben sie wirklich alles was sie sehen?
      Glauben sie an alles was sie hören?
      Glauben sie, man entschuldige dies hier in Halfdal und in einem Gasthaus ohnehin, an alles was sie schmecken?
       
      In seiner rechten Hand erscheint eine rot leuchtende Kugel welche er in seine andere Hand wirft.
       
      Was genau ist Wahrheit - und was ist Illusion? Was ist Wirklichkeit - und was ist Schein?
      Stellen sie sich vor sie würden in einer Höhle sitzen und könnten sich nicht weiter bewegen, den Kopf nicht wenden und immer nur würden sie geradeaus auf eine Wand schauen in welcher sich Schatten Spiegeln. Wenn sie nichts anderes kennen würden, ihre Welt von Geburt an so beschaffen wäre. Wären dann die Schatten an der Wand nicht real? Wären sie nicht das Reale und Wahre? Und nicht etwa nur ein Schatten eines Gegenstandes welcher hinter sich hinter ihnen befindet?
       
      Er macht eine ausholende Theatralische Geste, die Kugel fliegt in die Mitte des Raumes und zerbirst in einem lauten Knall. Ein außergewöhnlicher Duft von exotischen Gewürzen macht sich im Raume breit.
       
      Ich will sie nun nicht weiter quälen mit diesen Philosophischen Betrachtungen eines Lehrmeisters den ich sehr verehre. Indes, ist der Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit ziemlich leicht, oder ist er das nicht?
       
      Er tritt irgendwie neben sich und bleibt doch stehen. Die beiden Elfen drehen sich zu einander und nicken sich freundlich zu. Dann wenden sie sich dem Auditorium wieder zu. Und sprechen beide.
       
      Und wer ist nun der echte und wer der Falsche? Und ist der Falsche wirklich Falsch? Schließlich sieht man ihn doch und hören tut man ihn auch!
       
      Beide wenden sich zu verschiedenen Leuten nahe des Podiums.
       
      Hey ihr! Wirft mir etwas zu!
       
      Die Halblinge sind bewandert im Werfen und so fliegen eine Hühnerkeule und eine Gabel zu den beiden Elfen, beide ergreifen den Gegenstand und dem mit der Keule reicht der andere die Gabel. Dieser spricht nun alleine weiter während der andere die Hühnerkeule isst. Ein Raunen geht durch die Menge.
       
      Nun, es wird schwer, oder?
      Ich versichere das ich keinen Zwillingsbruder habe.
       
      Er lächelt.
       
      Jedenfalls keiner von dem mir bekannt ist. Wir hatten es heute ja schon von Wahrheit. Und natürlich kann nur Wahr sein was man kennt.
       
      Der eine legt die Reste der Hühnerkeule in einen Abfallbehälter und wirft die Gabel zurück. Dann sticht er mit dem Zeigefinger auf seinen Zwilling welcher verpufft. Doch unsichtbar erschallt immer noch an dessen Stelle:
       
      Ach, das war jetzt nicht wirklich nett. So sehen mich die Leute ja nicht mehr.
       
      Es reicht ja auch das einer von uns spricht, oder?
       
      Der verbliebende steht nun wieder in der Mitte des Podiums
       
      Gut. Also ich wollte eine Geschichte erzählen. Dominant wie sie in unserer Geschichte ebenso sind spielt auch in dieser ein alter Seemeister eine Rolle. Es begab sich seiner Zeit in Chryseia nahe der Stadt Thalassa das ein sehr reicher Seemeister dort seine Villa und vor allem seine Schatzkammer sichern wollte.
       
      Auf seinen Reisen hatte dieser mit vielen merkwürdigen Kreaturen Kontakt. Viele Seemeister beschworen sich Wächter oder fingen sich Tiere als Wächter ein und doch - zuverlässig waren die Wenigsten von ihnen. Einmal war ihm ein Geist begegnet, welcher nur durch pure Angst töten konnte. So etwas schwebte ihm vor. Doch einen körperlosen Untoten zu befehligen ist noch schwerer.
       
      Aber eine Illusion eines Geistes?
       
      Der Seemeister forschte und erschuf einige Illusionen welche seine Schätze bewachen sollten. Jede war jedoch daran gebunden das man niemals an einer Illusion sterben kann. Doch wehrlos werden, das konnte man und in der Regel reichte dies auch aus einen Einbrecher aufzuhalten.
       
      Er suchte nun auch eine Möglichkeit seine Illusionen permanent wirksam zu machen. Hier fand er nach einiger Zeit ein kleines Amulett an einer Kette. Zuerst einmal nichts besonderes wie es schien und doch sollte es ihm helfen seine Pläne umzusetzen. Dieses Amulett sollte früher einmal einem Gnom gehört haben, aus anderen Quellen habe ich die Vermutung gehört das es vieleicht sogar aus einer anderen Welt kommen soll.
       
      Es gelang ihm eine Illusion zu erschaffen welche er an das Amulett band. Er wirkte weitere zauber und schuf so etwas Einzigartiges. Ein Amulett welches eine Illusion eines Geistes erschuf der durch Berührung und Geschrei tötete. Wir nennen so ein Geist eine Todesfee. Natürlich stirbt man durch diese Illusion nicht, und doch war es meistens tödlich wenn der Schrei erklang, denn er warnte auch die anderen Wächter der Schätze.
       
      Wir kennen das Schicksal der Seemeister und auch diesen erwischte irgendwann einmal der Tod. Näheres weiß ich nicht genau, doch lag seine Villa nahe genug von Thalassa um vom dortigen magischen Krieg verehrt zu werden. Sämtliche oberirdischen Anlagen wurden verwüstet und der Gang in den Keller verschüttet und die an das Amulett gebundene Illusion zog ruhelos durch die Gänge, nun auch der anderen Wächter beraubt.
       
      Was genau geschehen ist entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß nicht wie weit die Verzauberung des Seemeisters ging oder ob die chaotischen Kräfte des Kampfes rings um Thalassa auch auf das Amulett wirkten. Ich neige dazu letzerem eher zu glauben, aber - von Wahrheit hatten wir es heute ja schon einmal.
       
      Nun die Illusion hatte alles was ein gute Illusion ausmachte. Eine visuelle Illusion, eine akustische Illusion, Gerüche ebenso - und doch hatte diese Illusion etwas Neues. Die Illusion von Haptik, man fühlte diese Illusion also. Ich würde das als eine andere Sorte Zauber bezeichnen und nicht zur Illusion als solche, aber - es war eben so. Und doch muss ich noch sagen das unglaublichste ist die Illusion eines freien Willens.
       
      Ja, das muss man sich erst einmal überlegen. Eine Illusion mit freiem Willen! Sie reagiert selbstständig, agiert wie sie es will und verändert ihr aussehen, und - so ergab es sich auch - ihr wird langweilig. nachdem sie alle Bücher in der Schatzkammer gelesen hatte, jedes Kleinod sich angesehen hatte wurde ihr im Laufe der Jahrhunderte langweilig und so bemerkte die Illusion nicht wie Abenteurer die Schatzkammer öffneten und das Amulett entwanden. Dies dürfte vor etwa fünfhundertdreißig Jahren gewesen sein.
       
      Das Amulett das als einziger Gegenstand frei davon war von ihr beeinflusst zu werden.
       
      Es zeigte sich dabei das sie anfing Zeitweise zu verschwinden, etwas das ihr wohl nicht so gefallen sollte. So machte sie sich auf den Weg ihr Amulett zurückzuerhalten. immer wieder bricht die Illusion auf der Suche nach dem Amulett zusammen muss sich wieder regenerieren und zieht weiter dem Amulett nach. Aufgefallen sind im Laufe der Jahre wie die Erscheinung zunächst in der Nähe von Diptrche ein Gasthaus verwüstete. Ja Verwüsten! Eine umgeworfene Fackel kann ausreichend um ein Haus in Schutt und Asche zu legen. Man berichtete von einem "Geist" und doch war jemand an der Erscheinung zwar "verstorben" erwachte aber nach kurzer Zeit wieder von den Toten.
       
      Die Spur zog sich weiter nach Kroisos wo wieder ein Geist und eine durchscheinende Frau gesehen wurden. Ein Exorzismus war erfolglos - und damit meine ich wirklich erfolglos! Im verursachten Chaos starben auch hier wieder Menschen, eher durch die Panik welche sie verursachte. In dem Dokument das der perplexe Priester schrieb hinterließ er seine Feststellung dass die Gestalt "traurig und suchend" ausgesehen hatte und dabei öfters in Kleine Kisten, unter Kopfkissen und besonders in Schmuckschatullen schaute.
       
      Die nächste Sache welche sich fand war in Ikonium in der Magiergilde. Hier beschwerte sich jemand über das Versagen eines Schutzamuletts gegen körperlose Untote das auf einer Reise völlig versagte. Er war unterwegs gewesen und in der Kutsche erschien plötzlich eine Todesfee, schrie laut auf und - nun wenn Pferde mit Namenlosen Grauen in alle Richtungen fliehen ist es recht schwer. Eine Anmerkung machte der Reisende jedoch auch: Einer seiner Mitreisenden meinte etwas in der Art "Nein! Nicht schon wieder!"
       
      So, hier verliert sich die Spur erst einmal. Ikonium ist eine Hafenstadt wie so viele in Chyrseia. Wenn sich vergleichbares in Moravod, der Tegariuschen Steppe oder sonst wo im Meer der vier Winde passiert mag es nicht immer leicht in Erfahrung zu bringen sein.
       
      Vor zweihundert Jahren war jedenfalls in den Küstenstaaten in Orsamanca ein ähnlicher Vorfall. Interessanter Weise in einem Culsul Tempel. Ich muss sagen das war bestimmt ein Spaß wie die Todespriester hilflos versuchten eine Todesfee auszutreiben welche in Wirklichkeit eine Illusion war. Nun zumindest wäre dies eine Erklärung warum sie so erfolglos waren.
       
      Dort geschah es auch das zum ersten Mal dieses Amulett beschrieben wurde. Von einem Magier des Conveds. Mir ist eine Abschrift zugekommen von jemand dem dieses Amulett zum Kauf angeboten wurde, ich besitze sogar eine Skizze dieses Artefakts.
       
      In Kürze werde ich deswegen in die Küstenstaaten aufbrechen um danach zu suchen. Zweihundert Jahre sind zwar eine Lange Zeit und ich bin auch nicht in Illusion bewandert.
       
      Der Elf lächelt.
       
      Indes reizen mich die Lande im Süden schon seit langem und was gibt es interessanteres als Träumen nachzujagen?
       
      So und ich bitte nun auch um einen Applaus an den Illusionisten hinter der Bühne welcher die Vorführung zu Beginn erst ermöglichte.
       
      Ein Gnom erscheint hinter dem Elfen, verbeugt sich und wirft einen Ball auf den Elfen der daraufhin verschwindet.
       
      Ihr glaubt doch wirklich nicht alles was ihr seht oder hört?
      Und wenn doch, solltet ihr jemals so ein Amulett sehen,...
      Er zeigt über sich wo ein leuchtendes Amulett in der Luft schwebt auf dem mystische Runen zu sehen sind.
      So erinnert euch an diese Geschichte denn vieleicht - ist sie ja keine Illusion.
       
      Mit einem *Pöff* verschwindet der Gnom.
       
      Minuten später in einem der Gästezimmer der Taverne.
       
      Und was meinst du?
       
      Der Elf wendet sich dem Gnomen zu der gerade erschienen ist
       
      Wirklich eine Haarsträubende Geschichte die du dir da ausgedacht hast!
       
      Der Elf sitzt auf dem Bett und zieht sich sorgsam seine Elfenstiefel aus.
       
      Ach hab dich nicht so! Ich fand’s toll! Die dummen Gesichter! Die Halblinge glauben auch alles! Wo doch so vieles was wir erzählten noch nicht ganz sicher belegt ist!
       
      Lavendel zuckt mit den Schultern.
       
      Es war ne dämliche Idee!
       
      Warum?
       
      Wir sind jetzt hier oben und unten gibt es etwas zu essen - und ich hatte eine Hühnerkeule zum Abnagen!
       
      Ach, wenn’s weiter nichts ist!
       
      Mit einem Pöff erscheint etwas zu essen. Lavendel zieht eine Augenbraue nach oben.
       
      Wo wir bei der Frage sind ob Illusionäres Essen wirklich den Magen füllt.
       
      Der Gnom lacht.
       
      Ich kann auch anders.
       
      er schnippt mit den Fingern. Man hört Schreie aus dem Gasthaus. Der Gnom grinst. Da wo gerade das Essen stand ist nun nur Luft.
       
      Du hast das Essen nach oben gezaubert?
       
      Nicht ganz. Sowas kann ich nicht, aber eine Illusion von Essen über Essen legen, das Essen dann wegnehmen und herbringen, das kann ich. Die Illusion vom Essen hab ich gerade Aufgehoben, ebenso auch die Illusion vom nicht-Essen hier auf dem Tisch.
       
      Diebische Elster!
       
      Gnom! Bitte wenn dann diebischer Gnomen Illusionist! Soviel zeit muss sein mein lieber Elfenprinz!
       
      Der Gnom klettert auf den Stuhl und macht sich über das Essen her.
       
      Außerdem ist es nur von jenen die eh unserem Vortrag nicht gefolgt sind.
      Ich hoffe du hast keine Hemmungen geklautes Zeug zu essen?
      Ich denke du als Coraniaid?
       
      Der Elf zuckt mit den Schultern
       
      Ich denke sie sind adäquat damit bezahlt das sie einen Coraniaid in ihrem Leben sehen dürfen, noch dazu einen der für sie den Hampelmann macht.
       
      Du willst wirklich nach dem Amulett suchen Lavendel?
       
      Der Elf zuckt mit den Schultern
       
      Ich mache mir keine großen Hoffnungen aber - warum nicht? Ich hab gehört dass in Vigalis derzeit viel los ist, auch in Sachen Magie. Warum fange ich nicht dort an?
       
      Gut. Halte mich auf dem Laufenden, wenn du etwas findest melde dich.
       
      Was meinst Du werde ich finden?
       
      Der Gnom strich sich nachdenklich über das Kinn.
       
      Schwierige Frage, wirklich schwer. Selbst mit meinem Fable für Illusionen und meinen Forschungen darüber kann ich nicht sagen was das wirklich für eine Illusion ist und warum sie tut was sie tut. Sie reagiert an verschiedenen Orten alleine das wäre schon eine Herausforderung. Ich muss mich konzentrieren wenn ich eine Illusion reagieren lassen will. Diese hier agiert ohne dass ihr Meister etwas damit zu tun hat. Sicher kann ich sagen "Greife jeden an der etwas stielt." Meine erste Vermutung war das sich ein Teil des Geistes des Seemeisteres an das Amulett gebunden hat. Doch dies schließe ich nun ziemlich aus. Er starb weit davon entfernt, nicht einmal mehr auf unserer Welt.
       
      er schüttelte den Kopf, nahm ein Glas mit edlem Weine und prostete dem Elfen zu.
       
      Nein, solange ich keine weiteren Informationen habe ist alles nur reine Spekulation.
       
      Der Elf, welcher sich Lavendel nannte, nickte nur.
       
      Ein interessantes Problem wirklich. Eine Illusion mit einem Illusionären freien Willen, was mag sie antreiben?
       
      Der Gnom schaute den Elfen an.
       
      Diese Frage kann nur von einem unsterblichen Elfen kommen!
      Die Angst zu vergehen und vergessen zu werden, vor allem wenn man nichts und niemanden vorher gekannt hat.
      Vieleicht ist dies die Geburt einer neuen Form von Leben gewesen, so fremdartig das es für uns einfach nicht zu fassen ist!
       
      Ich glaube du solltest nicht zu viele schlechte Romane lesen.
      Platons Höhlengleichnis hin oder her, irgendwann behauptest du noch unser Leben wäre eine Illusion und irgendwo würfelt jemand ob unser Zauber und Fertigkeiten gelingen oder ob wir mit einem Prüfwurf intelligenz uns an etwas erinnern.
       
      Beide stießen lachend mit einem Kelch dunklen roten Weines an.
       
       
      -------
       
       
      Das Amulett der Illusion.
       
       
       
       
      [spoiler=Lavendel]
      Noch zu M2/3 Zeiten war Lavendel al Araseldor eine Spielfigur von mir. Zugegeben war der Vor-Name nur aus einem Comic eines Rollenspiel-Magazins entnommen. Eine der Highlights dieser Figur war das erfolgreiche Zaubern von Namenlosem Grauen auf einen angreifenden Drachen,... "Na wenigstens Zaubert und Feuerhaucht er nun nicht mehr." Ich kannte damals die Auswirkungen des Zaubers auf Riesenwirkungen wirklich noch nicht - und danach gab’s ein "Blutbad" natürlich ein Drachenblutbad.
      Vieleicht werde ich ab und an mal wieder auf Con‘s dazu kommen diese, mittlerweile auch auf M5 umgestellte Figur zu spielen.
       
      Der Gnom ist frei erfunden.
       
       
       
      Ein Beitrag aus der Taverne des Erzählwettstreites
    • Guest Unicum
      By Guest Unicum
      Eine Weitere Geschichte aus Unicum's Taverne des Erzählwettstreites
       
      Die Angst zu vergehen und vergessen zu werden
       
      Hallo werte Anwesende!
       
      Ich werde ihnen heute eine Geschichte erzählen wie sie mir ein menschlicher Lehrmeister erzählte und die er von seinem Meister erzählt bekommen hat. Eine wundersame und sehr merkwürdige Geschichte. Über die Wahrheit dieser Geschichte lasse ich mir nicht weiter aus, denn heute Abend dürfen sie weder ihren Augen noch ihren Ohren wirklich trauen!
      Wenn ich mich vorstellen darf, man nennt mich hier Lavendel al'Araseldor, ich bin ein Coraniaid aus Errain.
       
      Er Zieht seinen Grauen Umhang vom Kopf und man kann deutlich unter der wallenden roten Mähne die spitzen Ohren sehen welche ihn als Elfen erkenntlich machen. Die Haare scheinen fast wie Feuer von innen heraus zu leuchten und sich zu bewegen bis sie schließlich wieder sich normal verhalten.
       
      Glauben sie wirklich alles was sie sehen?
      Glauben sie an alles was sie hören?
      Glauben sie, man entschuldige dies hier in Halfdal und in einem Gasthaus ohnehin, an alles was sie schmecken?
       
      In seiner rechten Hand erscheint eine rot leuchtende Kugel welche er in seine andere Hand wirft.
       
      Was genau ist Wahrheit - und was ist Illusion? Was ist Wirklichkeit - und was ist Schein?
      Stellen sie sich vor sie würden in einer Höhle sitzen und könnten sich nicht weiter bewegen, den Kopf nicht wenden und immer nur würden sie geradeaus auf eine Wand schauen in welcher sich Schatten Spiegeln. Wenn sie nichts anderes kennen würden, ihre Welt von Geburt an so beschaffen wäre. Wären dann die Schatten an der Wand nicht real? Wären sie nicht das Reale und Wahre? Und nicht etwa nur ein Schatten eines Gegenstandes welcher hinter sich hinter ihnen befindet?
       
      Er macht eine ausholende Theatralische Geste, die Kugel fliegt in die Mitte des Raumes und zerbirst in einem lauten Knall. Ein außergewöhnlicher Duft von exotischen Gewürzen macht sich im Raume breit.
       
      Ich will sie nun nicht weiter quälen mit diesen Philosophischen Betrachtungen eines Lehrmeisters den ich sehr verehre. Indes, ist der Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit ziemlich leicht, oder ist er das nicht?
       
      Er tritt irgendwie neben sich und bleibt doch stehen. Die beiden Elfen drehen sich zu einander und nicken sich freundlich zu. Dann wenden sie sich dem Auditorium wieder zu. Und sprechen beide.
       
      Und wer ist nun der echte und wer der Falsche? Und ist der Falsche wirklich Falsch? Schließlich sieht man ihn doch und hören tut man ihn auch!
       
      Beide wenden sich zu verschiedenen Leuten nahe des Podiums.
       
      Hey ihr! Wirft mir etwas zu!
       
      Die Halblinge sind bewandert im Werfen und so fliegen eine Hühnerkeule und eine Gabel zu den beiden Elfen, beide ergreifen den Gegenstand und dem mit der Keule reicht der andere die Gabel. Dieser spricht nun alleine weiter während der andere die Hühnerkeule isst. Ein Raunen geht durch die Menge.
       
      Nun, es wird schwer, oder?
      Ich versichere das ich keinen Zwillingsbruder habe.
       
      Er lächelt.
       
      Jedenfalls keiner von dem mir bekannt ist. Wir hatten es heute ja schon von Wahrheit. Und natürlich kann nur Wahr sein was man kennt.
       
      Der eine legt die Reste der Hühnerkeule in einen Abfallbehälter und wirft die Gabel zurück. Dann sticht er mit dem Zeigefinger auf seinen Zwilling welcher verpufft. Doch unsichtbar erschallt immer noch an dessen Stelle:
       
      Ach, das war jetzt nicht wirklich nett. So sehen mich die Leute ja nicht mehr.
       
      Es reicht ja auch das einer von uns spricht, oder?
       
      Der verbliebende steht nun wieder in der Mitte des Podiums
       
      Gut. Also ich wollte eine Geschichte erzählen. Dominant wie sie in unserer Geschichte ebenso sind spielt auch in dieser ein alter Seemeister eine Rolle. Es begab sich seiner Zeit in Chryseia nahe der Stadt Thalassa das ein sehr reicher Seemeister dort seine Villa und vor allem seine Schatzkammer sichern wollte.
       
      Auf seinen Reisen hatte dieser mit vielen merkwürdigen Kreaturen Kontakt. Viele Seemeister beschworen sich Wächter oder fingen sich Tiere als Wächter ein und doch - zuverlässig waren die Wenigsten von ihnen. Einmal war ihm ein Geist begegnet, welcher nur durch pure Angst töten konnte. So etwas schwebte ihm vor. Doch einen körperlosen Untoten zu befehligen ist noch schwerer.
       
      Aber eine Illusion eines Geistes?
       
      Der Seemeister forschte und erschuf einige Illusionen welche seine Schätze bewachen sollten. Jede war jedoch daran gebunden das man niemals an einer Illusion sterben kann. Doch wehrlos werden, das konnte man und in der Regel reichte dies auch aus einen Einbrecher aufzuhalten.
       
      Er suchte nun auch eine Möglichkeit seine Illusionen permanent wirksam zu machen. Hier fand er nach einiger Zeit ein kleines Amulett an einer Kette. Zuerst einmal nichts besonderes wie es schien und doch sollte es ihm helfen seine Pläne umzusetzen. Dieses Amulett sollte früher einmal einem Gnom gehört haben, aus anderen Quellen habe ich die Vermutung gehört das es vieleicht sogar aus einer anderen Welt kommen soll.
       
      Es gelang ihm eine Illusion zu erschaffen welche er an das Amulett band. Er wirkte weitere zauber und schuf so etwas Einzigartiges. Ein Amulett welches eine Illusion eines Geistes erschuf der durch Berührung und Geschrei tötete. Wir nennen so ein Geist eine Todesfee. Natürlich stirbt man durch diese Illusion nicht, und doch war es meistens tödlich wenn der Schrei erklang, denn er warnte auch die anderen Wächter der Schätze.
       
      Wir kennen das Schicksal der Seemeister und auch diesen erwischte irgendwann einmal der Tod. Näheres weiß ich nicht genau, doch lag seine Villa nahe genug von Thalassa um vom dortigen magischen Krieg verehrt zu werden. Sämtliche oberirdischen Anlagen wurden verwüstet und der Gang in den Keller verschüttet und die an das Amulett gebundene Illusion zog ruhelos durch die Gänge, nun auch der anderen Wächter beraubt.
       
      Was genau geschehen ist entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß nicht wie weit die Verzauberung des Seemeisters ging oder ob die chaotischen Kräfte des Kampfes rings um Thalassa auch auf das Amulett wirkten. Ich neige dazu letzerem eher zu glauben, aber - von Wahrheit hatten wir es heute ja schon einmal.
       
      Nun die Illusion hatte alles was ein gute Illusion ausmachte. Eine visuelle Illusion, eine akustische Illusion, Gerüche ebenso - und doch hatte diese Illusion etwas Neues. Die Illusion von Haptik, man fühlte diese Illusion also. Ich würde das als eine andere Sorte Zauber bezeichnen und nicht zur Illusion als solche, aber - es war eben so. Und doch muss ich noch sagen das unglaublichste ist die Illusion eines freien Willens.
       
      Ja, das muss man sich erst einmal überlegen. Eine Illusion mit freiem Willen! Sie reagiert selbstständig, agiert wie sie es will und verändert ihr aussehen, und - so ergab es sich auch - ihr wird langweilig. nachdem sie alle Bücher in der Schatzkammer gelesen hatte, jedes Kleinod sich angesehen hatte wurde ihr im Laufe der Jahrhunderte langweilig und so bemerkte die Illusion nicht wie Abenteurer die Schatzkammer öffneten und das Amulett entwanden. Dies dürfte vor etwa fünfhundertdreißig Jahren gewesen sein.
       
      Das Amulett das als einziger Gegenstand frei davon war von ihr beeinflusst zu werden.
       
      Es zeigte sich dabei das sie anfing Zeitweise zu verschwinden, etwas das ihr wohl nicht so gefallen sollte. So machte sie sich auf den Weg ihr Amulett zurückzuerhalten. immer wieder bricht die Illusion auf der Suche nach dem Amulett zusammen muss sich wieder regenerieren und zieht weiter dem Amulett nach. Aufgefallen sind im Laufe der Jahre wie die Erscheinung zunächst in der Nähe von Diptrche ein Gasthaus verwüstete. Ja Verwüsten! Eine umgeworfene Fackel kann ausreichend um ein Haus in Schutt und Asche zu legen. Man berichtete von einem "Geist" und doch war jemand an der Erscheinung zwar "verstorben" erwachte aber nach kurzer Zeit wieder von den Toten.
       
      Die Spur zog sich weiter nach Kroisos wo wieder ein Geist und eine durchscheinende Frau gesehen wurden. Ein Exorzismus war erfolglos - und damit meine ich wirklich erfolglos! Im verursachten Chaos starben auch hier wieder Menschen, eher durch die Panik welche sie verursachte. In dem Dokument das der perplexe Priester schrieb hinterließ er seine Feststellung dass die Gestalt "traurig und suchend" ausgesehen hatte und dabei öfters in Kleine Kisten, unter Kopfkissen und besonders in Schmuckschatullen schaute.
       
      Die nächste Sache welche sich fand war in Ikonium in der Magiergilde. Hier beschwerte sich jemand über das Versagen eines Schutzamuletts gegen körperlose Untote das auf einer Reise völlig versagte. Er war unterwegs gewesen und in der Kutsche erschien plötzlich eine Todesfee, schrie laut auf und - nun wenn Pferde mit Namenlosen Grauen in alle Richtungen fliehen ist es recht schwer. Eine Anmerkung machte der Reisende jedoch auch: Einer seiner Mitreisenden meinte etwas in der Art "Nein! Nicht schon wieder!"
       
      So, hier verliert sich die Spur erst einmal. Ikonium ist eine Hafenstadt wie so viele in Chyrseia. Wenn sich vergleichbares in Moravod, der Tegariuschen Steppe oder sonst wo im Meer der vier Winde passiert mag es nicht immer leicht in Erfahrung zu bringen sein.
       
      Vor zweihundert Jahren war jedenfalls in den Küstenstaaten in Orsamanca ein ähnlicher Vorfall. Interessanter Weise in einem Culsul Tempel. Ich muss sagen das war bestimmt ein Spaß wie die Todespriester hilflos versuchten eine Todesfee auszutreiben welche in Wirklichkeit eine Illusion war. Nun zumindest wäre dies eine Erklärung warum sie so erfolglos waren.
       
      Dort geschah es auch das zum ersten Mal dieses Amulett beschrieben wurde. Von einem Magier des Conveds. Mir ist eine Abschrift zugekommen von jemand dem dieses Amulett zum Kauf angeboten wurde, ich besitze sogar eine Skizze dieses Artefakts.
       
      In Kürze werde ich deswegen in die Küstenstaaten aufbrechen um danach zu suchen. Zweihundert Jahre sind zwar eine Lange Zeit und ich bin auch nicht in Illusion bewandert.
       
      Der Elf lächelt.
       
      Indes reizen mich die Lande im Süden schon seit langem und was gibt es interessanteres als Träumen nachzujagen?
       
      So und ich bitte nun auch um einen Applaus an den Illusionisten hinter der Bühne welcher die Vorführung zu Beginn erst ermöglichte.
       
      Ein Gnom erscheint hinter dem Elfen, verbeugt sich und wirft einen Ball auf den Elfen der daraufhin verschwindet.
       
      Ihr glaubt doch wirklich nicht alles was ihr seht oder hört?
      Und wenn doch, solltet ihr jemals so ein Amulett sehen,...
      Er zeigt über sich wo ein leuchtendes Amulett in der Luft schwebt auf dem mystische Runen zu sehen sind.
      So erinnert euch an diese Geschichte denn vieleicht - ist sie ja keine Illusion.
       
      Mit einem *Pöff* verschwindet der Gnom.
       
      Minuten später in einem der Gästezimmer der Taverne.
       
      Und was meinst du?
       
      Der Elf wendet sich dem Gnomen zu der gerade erschienen ist
       
      Wirklich eine Haarsträubende Geschichte die du dir da ausgedacht hast!
       
      Der Elf sitzt auf dem Bett und zieht sich sorgsam seine Elfenstiefel aus.
       
      Ach hab dich nicht so! Ich fand’s toll! Die dummen Gesichter! Die Halblinge glauben auch alles! Wo doch so vieles was wir erzählten noch nicht ganz sicher belegt ist!
       
      Lavendel zuckt mit den Schultern.
       
      Es war ne dämliche Idee!
       
      Warum?
       
      Wir sind jetzt hier oben und unten gibt es etwas zu essen - und ich hatte eine Hühnerkeule zum Abnagen!
       
      Ach, wenn’s weiter nichts ist!
       
      Mit einem Pöff erscheint etwas zu essen. Lavendel zieht eine Augenbraue nach oben.
       
      Wo wir bei der Frage sind ob Illusionäres Essen wirklich den Magen füllt.
       
      Der Gnom lacht.
       
      Ich kann auch anders.
       
      er schnippt mit den Fingern. Man hört Schreie aus dem Gasthaus. Der Gnom grinst. Da wo gerade das Essen stand ist nun nur Luft.
       
      Du hast das Essen nach oben gezaubert?
       
      Nicht ganz. Sowas kann ich nicht, aber eine Illusion von Essen über Essen legen, das Essen dann wegnehmen und herbringen, das kann ich. Die Illusion vom Essen hab ich gerade Aufgehoben, ebenso auch die Illusion vom nicht-Essen hier auf dem Tisch.
       
      Diebische Elster!
       
      Gnom! Bitte wenn dann diebischer Gnomen Illusionist! Soviel zeit muss sein mein lieber Elfenprinz!
       
      Der Gnom klettert auf den Stuhl und macht sich über das Essen her.
       
      Außerdem ist es nur von jenen die eh unserem Vortrag nicht gefolgt sind.
      Ich hoffe du hast keine Hemmungen geklautes Zeug zu essen?
      Ich denke du als Coraniaid?
       
      Der Elf zuckt mit den Schultern
       
      Ich denke sie sind adäquat damit bezahlt das sie einen Coraniaid in ihrem Leben sehen dürfen, noch dazu einen der für sie den Hampelmann macht.
       
      Du willst wirklich nach dem Amulett suchen Lavendel?
       
      Der Elf zuckt mit den Schultern
       
      Ich mache mir keine großen Hoffnungen aber - warum nicht? Ich hab gehört dass in Vigalis derzeit viel los ist, auch in Sachen Magie. Warum fange ich nicht dort an?
       
      Gut. Halte mich auf dem Laufenden, wenn du etwas findest melde dich.
       
      Was meinst Du werde ich finden?
       
      Der Gnom strich sich nachdenklich über das Kinn.
       
      Schwierige Frage, wirklich schwer. Selbst mit meinem Fable für Illusionen und meinen Forschungen darüber kann ich nicht sagen was das wirklich für eine Illusion ist und warum sie tut was sie tut. Sie reagiert an verschiedenen Orten alleine das wäre schon eine Herausforderung. Ich muss mich konzentrieren wenn ich eine Illusion reagieren lassen will. Diese hier agiert ohne dass ihr Meister etwas damit zu tun hat. Sicher kann ich sagen "Greife jeden an der etwas stielt." Meine erste Vermutung war das sich ein Teil des Geistes des Seemeisteres an das Amulett gebunden hat. Doch dies schließe ich nun ziemlich aus. Er starb weit davon entfernt, nicht einmal mehr auf unserer Welt.
       
      er schüttelte den Kopf, nahm ein Glas mit edlem Weine und prostete dem Elfen zu.
       
      Nein, solange ich keine weiteren Informationen habe ist alles nur reine Spekulation.
       
      Der Elf, welcher sich Lavendel nannte, nickte nur.
       
      Ein interessantes Problem wirklich. Eine Illusion mit einem Illusionären freien Willen, was mag sie antreiben?
       
      Der Gnom schaute den Elfen an.
       
      Diese Frage kann nur von einem unsterblichen Elfen kommen!
      Die Angst zu vergehen und vergessen zu werden, vor allem wenn man nichts und niemanden vorher gekannt hat.
      Vieleicht ist dies die Geburt einer neuen Form von Leben gewesen, so fremdartig das es für uns einfach nicht zu fassen ist!
       
      Ich glaube du solltest nicht zu viele schlechte Romane lesen.
      Platons Höhlengleichnis hin oder her, irgendwann behauptest du noch unser Leben wäre eine Illusion und irgendwo würfelt jemand ob unser Zauber und Fertigkeiten gelingen oder ob wir mit einem Prüfwurf intelligenz uns an etwas erinnern.
       
      Beide stießen lachend mit einem Kelch dunklen roten Weines an.
       
       
      -------
       
       
      Das Amulett der Illusion.
       

      Spoiler :  
      Dieses schlichte Amulett ist aus Alchemistenmetall gefertigt. Eine einfach Scheibe in deren Mitte ein roter Runder Stein eingelassen ist welcher fast wie eine Kirsche aussieht. Fünf blaue, tränenförmige Steine sind mit den Spitzen rings um den roten angeordnet und lassen das fast wie eine Blume erscheinen. Auf dem Rand stehen Runen welche entfernt wie Aibitirién (Coraniaid-Alphabet) aussehen. Doch nur wirklich alte Elfen könnten diese Variante noch lesen. Auf der Rückseite ist eine Mondscheibe eingraviert. (Es ist nicht der Mond welcher über Midgard scheint!)
       
      Es steht da:
      !Wir sind die Sklaven unserer Sinne! ?Sind wir die Sklaven unserer Sinne?
       
      Trägt man das Amulett so durchschaut man jeden Illusionszauber kleiner/gleich Grad 8.
      Zusätzlich erhält man WM+4 auf EW: Zaubern für jeden Illusionszauber und die Wirkungsdauer verdoppelt sich (wenn möglich).
      (Blendwerk; Erscheinungen; Macht über die Sinne; Zauberwirklichkeit; und ähnliche)
       
      Zusätzlich ist eine Illusion an das Amulett gebunden.
       
       
      Die Illusion
       
      LP* AP 60 *R
      St */31 Gw 90 In 80 B 48
      Abwehr+18 Resistenz+19/19
      Angriff: keiner
      Bes.: immun gegen alle materiellen Angriffe wie Waffen(*), Feuer, Umgebungsmagie usw,
       
      mit Bannen von Zauberwerk verschwindet sie für 7 Tage, durch Berührung mit kaltem Eisen(*) verschwindet sie augenblicklich ebenfalls für 7 Tage.
       
      Sie besizt keine LP.
      Im Mondlicht regeneriert sie 1 AP/Runde. Sinken ihre AP auf 0 so ist die Illusion ebenfalls für 7 Tage gebannt. In der Regel wird sie aber vorher in Irrlicht Form gehen und verschwinden.
       
       
      benutze Erscheinungsformen:
       
      Irrlicht
       
      Die kleine Fliege ist die "natürlichste" Form der Illusion. In dieser Form kann sie unbegrenzt agieren. In jeder anderen Gestallt verliert sie 5 AP/Runde. In dieser gestallt kann sie sich aber nicht weit bewegen und hat nur B4, meist verschwindet sie sofort im Boden. Aufgrund der Größe hat man bei Angriffen WM: -8.
       
       
      Todesfee:
       
      Eine durchsichtig, Geisterhafte Elfe, lange wallende Haare welche über den Rücken fallen. So wäre sie wohl sehr schön anzuschauen. Greift sie an, so werden aus ihren zierlichen Händen monströse Klauen und aus dem Gesicht eine Fratze.
       
      In dieser Form kann sie "Todesschreie" ausstoßen.
      Für jede Spielfigur in 18 m Umkreis wird mit 4w6 gewürfelt. Ist das Ergebnis grösser als die Anzahl der maximalen LP so "stirbt" diese - für 30 min (siehe Regeln für Soforttod durch Illusion im Arkanum Seite 79/80)
      >>Todesschrei<<
      oder sie Greift mit 2 Klauenhänden an.
      2x Todesklaue +12 (1w6+4)
       
       
      Schatten der Nacht:
       
      Ganz in Schwarz, trägt sie einem Umhang in welchem nur zwei glühende Augen zu sehen sind, unter dem Umhang erahnt man eine Vollrüstung, es ist grauenhaft anzusehen. Sie Reitet (gerne auch über Wasser) auf einem Pferd aus dessen Nüstern feuer Schlägt und rot Leuchtende Augen hat.
      In dieser Form benutzt sie üblicherweise
       
      Zaubern +18 >>Angst<< >>Namenloses Grauen<<
      Oder greift mit zwei Waffen an:
      2x Langschwert +12 (1w6+6)
       
      Ihr Ziel ist es das Amulette in ihren eigenen Besitz zu bekommen. Was danach passiert darüber hat sie sich noch keine Gedanken gemacht. Eine Kommunikation ist eigentlich möglich - genauso wie das sie andere Illusionen benutzt, wie etwa Kopien der Abenteurer oder anderer Menschen. Alleine dazu fehlte ihr bisher die Kreativität. Sie wurde erschaffen um zu verscheuchen oder zu "töten". Sie ist zwar recht intelligent und hat in der Bibliothek des Seemeisters auch viele Bücher gelesen, (hauptsächlich über Wissenschaftliche Dinge und nur wenig Prosa) aber viele Konzepte des Zusammenlebens sind ihr völlig fremd. Tod, Liebe, Geburt, Loyalität, Einsamkeit, Lüge, Hass, Rache, und vieles andere. In einem Dialog kann man sie sich als kalt und berechnend vorstellen, wie eine Künstliche Intelligenz nach dem Einschalten.
       
      Sie kann nur als Irrlicht durch Wände oder Türen gehen. Als Todesfee oder Schatten der Nacht ist sie zu "körperlich" und muss - und kann - auch Türen öffnen. (Sind diese verschlossen oder Verkeilt - sie hat nur ST 31 für solche Aktionen) Aus diesem Grund könnte sie - auch hier fehlte bisher die Kreativität - auch eine echte, tödliche Waffe (die man mit ST 31 benutzen könnte) einsetzen.
       
      Mit dem Amulett um den Hals kostet die Aufrechterhaltung ihrer Gestallt keine AP mehr.
       
      -----
       
      Idee:
       
      Frei nach einem D&D Roman dessen Titel mir nicht einfällt, darin hat ist die Illusion einer Elfe auf der Suche nach einem Amulett ohne das sie bald "sterben" muss.
       
      -----
       
      Ebenso habe ich mich an diverse "Hologramme" in einigen SF-Filmen erinnert dabei. Spielen würde ich die Illusion mit dem Gedanken an HAL 9000 aus "2001 Odysee im Weltraum", oder Mutter aus Alien - nur eben mit einem Hologramm als Darstellung.
       

       

      Spoiler Lavendel: Noch zu M2/3 Zeiten war Lavendel al Araseldor eine Spielfigur von mir. Zugegeben war der Vor-Name nur aus einem Comic eines Rollenspiel-Magazins entnommen. Eine der Highlights dieser Figur war das erfolgreiche Zaubern von Namenlosem Grauen auf einen angreifenden Drachen,... "Na wenigstens Zaubert und Feuerhaucht er nun nicht mehr." Ich kannte damals die Auswirkungen des Zaubers auf Riesenwirkungen wirklich noch nicht - und danach gab’s ein "Blutbad" natürlich ein Drachenblutbad.
      Vieleicht werde ich ab und an mal wieder auf Con‘s dazu kommen diese, mittlerweile auch auf M5 umgestellte Figur zu spielen.
       
      Der Gnom ist frei erfunden.

       
      Ein Beitrag aus der Taverne des Erzählwettstreites
       
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    • By Einskaldir
      Folgende Situation:
       
      Das Opfer eines Funkenregens resistiert erfolgreich.
       
      Das bedeutet doch, dass es für die nächste Minute kein Opfer eines erneuten Verzauberungsversuch mit Funkenregen werden kann,oder?
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