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Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich
Der Gedanke, es könne sich um eine "spezielle Fluchtmöglichkeit" handeln, ist mir auch schon gekommen. Ähnlich eines erfolgreichen WW:Abwehr gegen einen Umgebungszaubers, bei dem man sich dann plötzlich außerhalb des Wirkungsbereichs befindet. Aber dann wäre es doch sicher auch so beschrieben worden?
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Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich
@Abdel Basset Sarout und @Hiram ben Tyros, natürlich kann man immer die Handlung "panische Flucht" durchführen, wenn man sich höchstens 1m bewegt hat. Meine Frage lautet jedoch > Ist es so beabsichtigt, dass bei der "normalen Bewegung" in der Bewegungsphase die Kontrollbereiche nur mit gelungenem EW:Akrobatik bzw. EW:Geländelauf durchquert werden können und die Bewegungsweite halbiert wird und bei der "panischen Flucht" die Kontrollbereiche keine Auswirkungen haben und man sich mit voller Bewegungsweite entfernen muss?
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Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich
Dann eine anschaulichere Situation. Die Spielergruppe (in Grün) befindet sich in einer Höhle und ist mit den Gegnern (in Rot) in Kämpfe verwickelt. Der Held hat bereits viel Schaden erlitten, weil er gegen drei Gegner gleichzeitig kämpft. (siehe folgendes Bild) Der Held wählt die Handlung "panische Flucht", um sich zurück zu ziehen, bevor er getötet wird. Seine drei Kontrahenten schlagen in dieser Runde mit EW+4:Angriff auf den Helden ein, am Ende der Runde flieht der Held dann panisch in Richtung des rechten Ausgangs, weil der linke Ausgang von den Gegnern gehalten wird. (siehe folgendes Bild) Der Held läuft auf seiner "panischen Flucht" durch die Kontrollbereiche von vier Gegnern, die jedoch keinerlei Wirkung haben, weil ja die Bewegungsphase bereits vorbei ist und "panische Flucht" nicht als Bewegung zählt. Er läuft aus der Höhle hinaus seine vollen B24. Gleiche Situation, jedoch ist unser Held mit keinem Gegner im Kampf und befindet sich zu Beginn der Runde in keinem Kontrollbereich. Die Spielergruppe hat die Initiative gewonnen und entschieden, sich zuerst zu bewegen. (siehe folgendes Bild) Der Held muss jetzt durch den Kontrollbereich von vier Gegnern. Somit werden vier EW:Geländelauf fällig. Sollte auch nur einer nicht erfolgreich sein, ist die Bewegung beendet. Zusätzlich können alle Gegner entscheiden, nach dem Helden zu schlagen, wenn er ihren Kontrollbereich durchläuft, mit einem spontanen Angriff mit EW-4:Angriff - ein erfolgreicher WW:Gw/10 vorausgesetzt - (siehe folgendes Bild) Der Held entkommt hoffentlich mit seiner halben Bewegungsweite aus der Höhle. Ist es wirklich so gewollt?
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Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich
Jetzt bitte nicht daran aufhängen, weil in meinem Beispiel der Held eine Handlung "irregulär" anwendet! Auch in unserer Gruppe würde so ein Versuch sofort scheitern! Mir ging es bei meinem Beispiel darum, die mögliche Auslegung der Regel "panische Flucht" zu veranschaulichen. Die Ausgangssituation kennt mit Sicherheit jeder Rollenspieler. Ein böser Zauberer steht gedeckt von seinen Vasallen auf der anderen Seite... Deshalb wählte ich diese Situation. Meine Frage geht in die Richtung, ob die Absicht hinter der Regel für "panische Flucht" wirklich darauf abzielt, dass es keine Bewegung ist und somit keine Kontrollbereiche eine Wirkung haben.
- Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich
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Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich
Die Erläuterungen/Erklärungen in Spielsituationen Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich von @Abdel Basset Sarout werfen bei mir einige Fragen auf. Folgend eine übliche Situation: Die Spielergruppe (in Grün dargestellt) verfolgen einen Dunkeldruiden und seine Barbaren (in Rot/Violett dargestellt). Der Dunkeldruide und seine Barbaren legen in einer Höhle einen Hinterhalt, vier der Barbaren verstecken sich erfolgreich in der vorderen Höhle und fangen die Spieler ab. Am zweiten Ausgang der Höhle steht der Dunkeldruide mit seinem Leibwächter. Der Held der Spielergruppe kommt als letzter in die Höhle und steht am Ende der Bewegungsphase noch einen Meter von zwei Barbaren entfernt, die ihm den Weg abschneiden wollen. Der Held hat B24 und Geländelauf+13.(siehe folgendes Bild) Der Held möchte sprichwörtlich der Schlange den Kopf abschlagen und will versuchen zum Dunkeldruiden zu gelangen und ihn kampfunfähig zu machen oder wenn nötig zu töten. Bei der Variante 1 versucht der Held mittels Geländelauf durch die Kontrollbereiche der einfachen Gegner zu kommen, um nach zwei Runden beim Dunkeldruiden zu stehen. Der Held wählt dabei nicht den einfachsten Weg, sondern den kürzesten Weg. Die Spielergruppe gewinnt die Initiative und entscheidet, sich zuerst zu bewegen. (sieh folgendes Bild) Dem Helden müssen jetzt vier Geländelaufproben gelingen, damit er mit halber Bewegungsweite an die dargestellte Position (Gelb) zu gelangen. Zusätzlich könnten die einfachen Gegner, durch deren Kontrollbereich der Held läuft, sich entscheiden gegen den Helden einen spontanen Angriff mit EW-4:Angriff durchzuführen - ein gelungener WW:Gw/10 vorausgesetzt. In der zweiten Runde muss er dann mit einem weiteren gelungenen Geländelauf am Leibwächter vorbei usw.. Des Weiteren kann der Held von den beiden freien, einfachen Gegnern verfolgt und gestellt werden. Also keine ganz einfache Vorgehensweise - fünf erfolgreich abgelegt EW:Geländelauf und trotzdem die Möglichkeit Schaden zu erleiden - so soll es ja auch sein. Bei der Variante 2 wendet der Held einen Regel-Kniff an. Der Held geht in Runde 1 mit den beiden einfachen Gegnern in den Nahkampf. In der zweiter Runde macht er dann panische Flucht. (siehe folgendes Bild)) Da nach wörtlicher/geschriebener Anwendung der Regeln die Handlung "panische Flucht" am Ende einer Runde, nach Abschluss aller Handlungen durchgeführt wird, zählt sie nicht als Bewegung (innerhalb der Bewegungsphase), obwohl man seine volle Bewegungsweite zurücklegen muss und dadurch verlieren auch noch die Kontrollbereiche ihre Wirkung. Der Held kommt jetzt ohne einen Erfolgswurf zu machen und ohne Gefahr weiteren Schaden zu erleiden (nur die beiden einfachen Gegner, deren Kontrollbereich er verlässt, können mit einem erfolgreichen EW+4:Angriff Schaden verursachen) sogar vier Felder hinter den Dunkeldruiden. Sollte die Spielergruppe in der nachfolgenden Runde die Initiative gewinnen und sich entscheiden, sich zuerst zu bewegen, ist der Dunkeldruide im Kontrollbereich und im Nahkampf mit dem Helden. Obwohl der Dunkeldruide seine Barbaren (die Gegebenheiten der Höhle zwecks Versteckmöglichkeiten ausnutzend) in den Weg der Spielergruppe postiert hat, kann alles mit einem Regel-Kniff umgangen werden. War/Ist die Intention des Gesetzgebers/Regelerstellers die Handlung "panischen Flucht" ans Ende einer Runde (nach Abschluss aller Handlungen) zu setzen, damit sie nicht als Bewegung (in der Bewegungsphase / obwohl man sich seine volle Bewegungsweite bewegen muss) gilt - mit allen daraus resultierenden Folgen - oder soll dadurch eine vereinfachte Darstellung ermöglicht werden, weil ja Derjenige/Diejenigen welcher Kontrollbereich verlassen wird, in der Handlungsphase mit EW+4:Angriff nach dem panisch Fliehenden schlagen dürfen?
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Forum zeitweise nicht verfügbar: Umzug auf neuen Server und neue Softwareversion
Auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deine gute Arbeit und viel Erfolg beim Umzug auf einen neuen Server!
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Ordenskrieger in Clanngadarn
Im Gildenbrief 40 werden im Artikel Gemeinschaft der Mächtigen - Clanngadarn - zwei Orden genannt. "Der Ordenskrieger (Wrddofelwr) gehört entweder einer Plenydd-Schwertbruderschaft oder einer Dwiannon-Schwertschwesternschaft an."
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Tiermeister und Zauberstäbe
Zusätzliche Anmerkung: Mit dem Thaumagralzauber "Lebenskeule" wird aus dem Dweomerstecken eine magische Waffe (+2/+2).
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Panische Flucht und erneuter Kontrollbereich
Die Situation ist klar: Ein Abenteurer steht von drei Ghulen umzingelt, die ihn im Nahkampf angreifen können - der Abenteuer wählt in dieser Runde die panische Flucht als seine Handlung. > Während der Handlungsphase dürfen die drei Ghule den Abenteurer mit +4 auf den EW:Angriff angreifen. > Auch der Ghul Nr.4 führt seine Handlung aus. > Am Ende der Runde (nach Abschluss aller Handlungen) folgt die "panische Flucht" des Abenteurers. Er kann sich ohne weitere Probleme aus den Kontrollbereichen der drei ihn umzingelnden Ghule bewegen. > Sein gewählter Weg führt ihn jedoch direkt an Ghul Nr.4 vorbei - auch wenn sich der Ghul Nr.4 nicht um 90 Grad zur Seite dreht, was er tun dürfte, betritt der Abenteurer mit seinem zweiten diagonalen Schritt den Kontrollbereich des Ghul Nr.4 (linkes Seitenfeld). Die Bewegung des Abenteurers endet sofort! Ende der Runde! Erläuterungen: Für die Situation ist die Anmerkung im blauen Kasten [Kodex Seite 76] "Wozu braucht man den Kontrollbereich?" wichtig. Sollte ein panisch Fliehender alle weiteren Kontrollbereiche einfach durchlaufen können, hebelt es die Funktion eines Kontrollbereiches völlig aus! Bei der Beschreibung der Fertigkeiten Geländelauf und Akrobatik, die erfolgreich angewendet werden müssen, um einen gegnerischen Kontrollbereich zu durchqueren steht folgendes geschrieben. "... Er verzichtet in dieser Runde auf eigene Handlungen. ...". Da der Abenteurer in der gegebenen Situation die Handlung "panische Flucht" ausführt, ist weder Geländelauf noch Akrobatik möglich. Außerdem wird bei der Handlung einen gegnerischen Kontrollbereich zu durchqueren die Bewegungsweite halbiert. Deine Antwort ist aus meiner Sicht korrekt, es ist kein Geländelauf möglich, weil es eine zweite Handlung wäre!
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Seelenschock: DUM <-> PvE
Ich denke, es handelt sich um zwei unterschiedliche Zauber, mit ähnlicher Wirkung. Eine Version ist Wilder Dweomer (Gestenzauber der Stufe 8 - Verändern~Holz~Luft - mit 1w6 Stunden Wirkungsdauer - druidisch) und eine zweite Version als Zauber (Gestenzauber der Stufe 4 - Verändern~Luft~Luft - mit (100-In)/5 Stunden Wirkungsdauer - elementar).
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Seelenschock: DUM <-> PvE
Soweit ich es im [M5] Die Pyramiden von Eschar unter NEUE ZAUBER lese, ist es nicht ganz einfach, einen Lehrmeister für die Sprüche zu finden. Sollte es sich bei Seelenschock um einen klassischen meketischen Zauber handeln, muss man nach Ankh-Nehet bzw. kann ihn nur vom Todlosen Priester Ptahoth lernen. Sowohl Ankh-Nehet wie auch Ptahoth muss man ja erst einmal finden...
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Erscheinungstermine - Verfügbarkeit - Veröffentlichungspolitik etc.
Meine Exemplare sind heute angekommen, perfekt! 😀
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Fian - aktuelle Anpassungen an M5
Ja, sehe ich auch so! Hätte ich genauer formulieren müssen. Es wird wohl "viele" Druidenzirkel geben, jedoch nur wenige Große mit einem Hochdruiden, dem dann eine kämpfende Gruppe für spezielle Aufgaben zur Verfügung steht. 👍
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Fian - aktuelle Anpassungen an M5
( @JEF, ich bezieh mich mal auf den von dir erwähnten "Speer des Kleeblatts". Die Namensschöpfung Gwayllionen ist eine Kreation der walisischen Wörter für Speer und Kleeblatt.) Gwayllionen, Speere des Kleeblatts Die Speere des Kleeblatts oder Gwayllionen sind eine Gemeinschaft von Elitekämpfern, die als kleinere Gruppen den einzelnen Druidenzirkeln angehören und direkt dem jeweiligen Erzdruiden unterstehen. Versteckt in der näheren Umgebung des heiligen Ortes (Hain, Steinkreis…) ihres Druidenzirkels, meist nur aus zwei bis drei Blockhütten oder einem kleinen Höhlensystem, hat die Gruppe ihren Stützpunkt. Sie besuchen auch die in der Nähe liegenden Ansiedlungen, um ihre Vorräte zu ergänzen und tauschen dazu Felle, Kräuter und erjagtes Wild ein. Zu den Speeren des Kleeblatts gehören überwiegend Waldläufer und Waldläuferinnen, seltener auch Krieger und Kriegerinnen, die vom Dweomer berufen sind. Sobald sie vom Hochdruiden als Anwärter angenommen wurden, beginnt ihre Ausbildung in den magischen Künsten und ihrer moralischen und geistigen Ausrichtung. Nach erfolgreicher Prüfung (ähnlich den erainnischen Fianna) werden sie in die Gemeinschaft der Gwayllionen aufgenommen und tragen als sichtbares Zeichen eine Mantelspange in Form eines dreiblättrigen Kleeblattes. In der druidischen Glaubenswelt wird das Kleeblatt als heiliges Symbol betrachtet. Das Tragen eines Kleeblattes zieht den Schutz der Natur an und hilft böse Geister fernzuhalten. Zu ihren Aufgaben gehören die Erfüllung aller Aufträge ihres Erzdruiden, die sie auch außerhalb Clanngadarns führen können. Damit sie in Übung bleiben und ihre Fähigkeiten verbessern nutzen sie die auftragsfreie Zeit und durchstreifen die Umgebung um den heiligen Ort ihres Druidenzirkels. Kampfübungen, Fährtenlesen und Jagen für den eigenen Bedarf kommen dabei nicht zu kurz. Handelsreisende oder gar Räuberbanden die sich verirrt haben und einem heiligen Ort zu nah kommen, sehen sich plötzlich einer Gruppe Kämpfer gegenüber. Sollten die Eindringlinge nach ein paar wohl gemeinten Worten wieder kehrt machen, lassen die Gwayllionen ihre Waffen stecken. Die Speere des Kleeblatts mischen sich niemals ohne direkten Befehl in Streitigkeiten oder Fehden der Fürsten und Sippen des Landes ein, die in den Weiten von Clanngadarn nicht gerade selten sind, kann bereits ein falsches Wort oder die Jagd im Wald der Nachbarsippe ausreichen. Deshalb sind sie in den Brochs der Anführer gern gesehenen und können immer mit der Gastfreundschaft des hiesigen Herrschers rechnen. Dort erhalten sie meist auch Unterstützung der Adeligen in Form von zusätzlicher Ausrüstung, Versorgung von Verletzten oder auch einmal ein Ersatzpferd.
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Fian - aktuelle Anpassungen an M5
Könnte ich mir auch als die Klasse für einen Ritter im "arturianischen Clanngadarn" vorstellen.
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West-Clanngadarn nach M5 = arturianisches Wales? (Skyrocks inoffizielle Spinnerei)
Ynis Maen ist im QB Die Welt als Sitz der berühmtesten Druidenschule bekannt und liegt in der Darfny-Bucht. Daran würde ich ungern etwas verändern. Für den Ort der großen Zusammenkunft könnte ich mir gut vorstellen, dass es dort einen Weltenbaum gibt, der direkt über einer sehr starken (mächtigsten) Linienkreuzung gewachsen ist. Auch Feenwesen die dort wohnen und ein legendärer Wächter in Form eines Baumhirten finde ich sehr passend. Für die 'gewöhnlichen' Bewohner der Mittelwelt liegt der Ort jedoch im Nebel und ist nicht zu finden, nur eben zu der Zeit einer bestimmten Sternenkonstellation lichtet sich der Nebel und gibt den Weg frei, zur 'großen Zusammenkunft' der Stämme. Ein magischer, mythischer Ort, an dem sich die Ruhestätte des ersten Hochkönigs, Maolyn ap Don, befindet und der in alten Liedern und Gedichten Erwähnung findet würde gut in mein Clanngadarn passen. "Er ruht dort, bis er in der Zeit größter Not zur Rettung erscheint," In den Epen gibt es zwar eine genaue 'Beschreibung' und 'Ausschmückung' des Ortes und Grabes sowie seiner Schutzmechanismen, jedoch keine Angabe, wie man an den Ort gelangen kann und wo er sich genau befindet. Bei der Durchsicht des Abenteuers "Das Hügelgrab bei Clydach", das ich gerade für meine Gruppe vorbereite, finde ich einige Wörter und Beschreibungen aus den Deverry-Romanen.
- Mein erster Tag auf Ynis Maen
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Mein erster Tag auf Ynis Maen
Eine Reisegruppe und der Abschied von Ynis Maen oder die Druidenschule letzter Teil (niedergeschrieben von Myrddin, Sohn eines Edlen aus Darncaer) Mein langes und aufschlussreiches Gespräch mit dem Erzdruiden im Heiligen Hain bestärkten mich, sowohl die Kunst der Dweomerzauberei wie auch die Heil- und Kräuterkunst zu erlernen. Ich erfuhr auch einiges über die Visionen während meiner Meditationen an den Menhiren im Labyrinth, wobei mich viele Antworten und Erläuterungen nicht gleich zu einer neuen Erkenntnis führten. Den Aufenthalt im Labyrinth, die Visionen und Empfindungen sind stets individuell und bei jedem Adepten anders. Auch die Zeit innerhalb des Labyrinths verläuft für jeden Suchenden unterschiedlich, denn der Weg, aus Sicht eines Vogels über dem Steinlabyrinth, ist nicht sehr weit und sollte für einen Menschen keine Stunde in Anspruch nehmen und doch war ich einen ganzen Tag unterwegs. Die darauf folgenden Wochen vertiefte ich meine Studien jetzt auch im Wissen über Pflanzen und Kräuter, ihr Vorkommen, ihre Nutzung als Nahrung und Arznei, der Zubereitung und Lagerung. Weiterhin wohnte ich auch den Unterweisungen unserer Landesgeschichte, der Ahnenkunde, der Sagen und Lieder unserer Kultur sowie unserem Rechtswesen bei. Stetige Wiederholung fördert das Einprägen des Gehörten, unverzichtbar für eine Gesellschafft mit sehr wenigen, bis keinen, schriftlichen Aufzeichnungen. Die spärliche freie Zeit verbrachte ich mit Morgwen und besuchte auch mit ihr zusammen regelmäßig den Heiligen Hain, wie uns aufgetragen wurde. Im Herbst diesen Jahres kam der Abschied von Morgwen, ihre Ausbildung war abgeschlossen und sie wird mit ihrem Leibwächter in ihr Zuhause zurück kehren. Lange stand ich noch an dem kleinen Anleger auf Ynis Maen und schaute auf die Bucht hinaus, vom Segler war seit einiger Zeit bereits nichts mehr zu sehen. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht, atmete tief durch und machte mich auf den Rückweg. In den nächsten zwei Jahren erstreckte sich mein Unterricht immer stärker auf die Zauberei, den Dweomer, also die Beeinflussung und Lenkung der Lebenskraft. Aller Anfang ist schwer und ich ertappte mich immer wieder bei Gedanken über Aufgabe und Verlassen der Druidenschule. Das Anzapfen der Kraftlinien an sich war nicht schwierig, jedoch was dann mit der unvorstellbaren Energie anstellen, wie sie zügeln und manipulieren? Jedoch gelang mir unter der Anleitung der Meister auch dieser Teil und nach jeder erfolgreichen Anwendung wurde es einfacher. Jetzt galt es die verschiedenen Änderungen des Musters zu bewerkstelligen, damit ein gewünschtes Ergebnis dadurch erzielt würde. Auch bei der Zauberei steigert die stetige Wiederholung die Selbstsicherheit und ein Anwachsen der verschiedenen Abfolgen, auch Sprüche genannt. Eine kleine Gruppe aus drei erfahrenen Schülern wurde zusammengestellt, ein angehender Barde, ein angehender Druide und mir, einem angehenden Weisen. Über den Winter wurden wir auf unsere Aufgabe vorbereitet, die Druidenschule für ein halbes Jahr zu verlassen und unsere Kenntnisse und Fähigkeiten auf einer Reise durch unser Land zu vertiefen und zu erweitern. Jeder von uns hatte seine Stärken und soll auch durch die Stärken der anderen wachsen und sie besser kennenlernen. Dovyn ap Awen, der Prydydd, hat eine herrliche Stimme und kennt die wichtigsten Lieder unseres Volkes auswendig. Cadmar ap An, der Derwydd, kennt die Tierwelt unserer Heimat und kann jedes mit Namen nennen, auch die wichtigsten Gebote und Verbote kann er ohne Unterbrechung aufsagen. Wir teilten uns eine größere Kammer, und bis zum Frühjahr waren wir eine verschworene Truppe. Wir verabschiedeten uns vom Erzdruiden im Heiligen Hain, den Meistern der Schule und auch von unseren Mitschülerinnen und Mitschüler, ließen die runden Gebäude auf dem flachen Hügel hinter uns und marschierten frohen Mutes zum Anleger. Ynis Maen wurde immer kleiner und kleiner, bis es nicht mehr auszumachen war und wir der nördlichen Küste in Richtung Osten folgten, es war der 1. Tag der zweiten Trideade des Luchsmondes. Mit einem schnellen, kleinen Segler folgen wir nördlichen Küste der Darnfy-Bucht in Richtung Westen, Darncaer liegt schon weit hinter uns, es ist der 12. Tag im Kranichmond. Nachdem wir uns von der Küste der offenen See zuwenden, kommt nach Kurzem Ynis Maen in Sicht und schon bald lassen sich die Gebäude des kleinen Anlegers ausmachen. In der Abenddämmerung durchschritten wir das Hafentor durch den Erdwall und erklimmen auf dem kurzen Weg die flache Anhöhe der Druidenschule. Die runden, aus Holz errichteten Unterrichtsgebäude zeichnen sich vor dem dunkel werdenden Hintergrund noch deutlich ab. Das erste Laub der großen Bäume ist bereits abgefallen und säumt unseren Weg zur großen Halle. Freudig werden wir empfangen und werden bereits während dem Essen gedrängt, von unseren Abenteuern zu berichten. Bei Met und Bier erzählten wir von unseren Erlebnissen und schmückten sie hier und da etwas aus, was großen Anklang bei den Zuhörern fand. Am Myrkdag des Kranichmondes stand unsere kleine Gruppe in der großen Halle, uns gegenüber auf dem erhöhten Podest sitzen der Erzdruide und die Meister am langen Tisch. Wir trugen unseren abschließenden Bericht unserer Reise vor und mussten viele Fragen beantworten und unsere Angaben genauer Erläutern und Ausführen. Wir kamen uns sehr unbehaglich vor, als wir wie Angeklagte, die von Richtern verhört wurden und deren Antworten nie genügten, so verloren in der großen Halle standen. Doch nach endlosen Stunden schauten sich der Erzdruide und die Meister abwechselnd an und nickten sich zu, bevor sie sich alle uns wieder zuwendeten und lächelnd mitteilten, dass sie mit unseren Ausführungen und Fortschritten sehr zufrieden seien. Erleichtert wurden wir entlassen und verbrachten den restlichen Tag im Freien. Noch vor der Abendmahlzeit wurde ich zu meinem Meister gerufen, der mir noch einmal genau darlegte, wie zufrieden er mit meinen Fortschritten ist und meine Ausbildung hier in der Druidenschule abgeschlossen sei. Alles weitere würde ich durch eigene Erfahrung lernen und verbessern. Die Ausbildung meiner Gruppenkollegen hingegen war noch nicht beendet, als Bard und Druide haben sie noch mindestens eine Dekade vor sich. Nach dem Morgenmahl wanderte ich noch einmal zum Heiligen Hain, meditierte dort und verabschiedete mich von allen empfindsamen Wesen, die man in den vielen Jahren kennengelernt hat. Ein wohliges Gefühl breitete sich in mir aus und ich konnte die ganze macht der Kraftlinienkreuzung spüren und wusste auch, dass ich sie in vollem Umfang nutzen konnte. Die herzliche Verabschiedung vom sonst meist mürrischen Erzdruiden wird mir auch in Erinnerung bleiben, der mir zum Abschied noch die besten Glückwünsche für mein weiteres Leben mit auf den Weg gab. Auf dem Rückweg besuchte ich noch die Höfe im Tal und sprach dort mit den Bewohnern, auch ihre besten Wünsche begleiteten mich. Nach dem Abendessen verabschiedete ich mich auch von meinen Mitschülern und Schülerinnen sowie den Meistern, denn am nächsten Morgen in aller Früher wird mich ein Segler nach Darncaer bringen. Zur Beginn der Morgendämmerung war ich bereits wach, mein Bündel hatte ich am Vorabend bereits gepackt und so nutzte ich die Zeit für einen letzten Sparziergang zwischen den alten Bäumen und runden Gebäuden auf der flachen Anhöhe. Als sich die ersten Sonnenstrahlen die Bucht erhellten, war von Ynis Maen nichts mehr zu sehen und wir strebten an der nördlichen Küste der Sonne entgegen, werde ich noch einmal nach Ynis Maen zurückkommen…
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Fian - aktuelle Anpassungen an M5
Im QB Ars Armorum steht unter Geburt eines Abenteurers>Heimat, Glaube, Stand und Ausrüstung: "Menschliche Fian stammen aus Erainn und Ywerdon, in Ausnahmefällen auch aus Clanngadarn. Da im QB Die Welt unter Clanngadarn (natürlich) keine Organisation/Gruppe wie die Fianna in Erainn genannt wird, handelt es sich um einzelne, vom 'Dweomer berufene', Kämpfer. Ähnlich wie bei den Elfen und Schwarzalben werden sie sich selbst nicht Fian nennen und auch andere Ziele verfolgen (Zum Beispiel die Bekämpfung der dunklen Mächte und Kreaturen). Die Ausbildung könnten sie, wie Druiden, Weise, Barden und auch adlige Sprösslinge (ohne Zauberfähigkeiten) an den Druidenschulen des Landes erhalten, was Wissensfertigkeiten und Zauberei anbelangt. Wie ist eure Meinung dazu?
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Mein erster Tag auf Ynis Maen
Der Dweomer und ich im Labyrinth auf Ynis Maen oder die Druidenschule Teil 5 (niedergeschrieben von Myrddin, Sohn eines Edlen aus Darncaer) Für den geneigten Leser sei angemerkt, dass ein druidisches Labyrinth nichts mit den Labyrinthen zu tun hat, die man hier und da in den Gärten der Reichen und Mächtigen in den Küstenstaaten vorfindet. Bei diesen Labyrinthen oder auch Irrgärten handelt es sich um ein System mit Verzweigungen, das Sackgassen oder geschlossene Schleifen enthalten kann, dass nur zum Zeitvertreib, ohne tieferen Sinn oder Zweck angelegt wurde. Die druidischen Labyrinthe sind ein verschlungener, verzweigungsfreier Weg, dessen Linienführung unter regelmäßigem Richtungswechsel zwangsläufig zum Ziel, dem Mittelpunkt, führt. Gekennzeichnete Stationen auf dem Weg laden zur Meditation und Selbstfindung ein, auf diese Weise offenbart sich einem sein Innerstes. Was ist Dweomer, oder auch Grüne Magie? Lasst es mich so erklären, der Schöpfer allen seins ist der Weltengeist. Er ist der Ursprung des arkanen Musters, welches wir Weltenlied nennen, es beschreibt alle Einzelheiten und alle Gesetze des Multiversums und lässt sie zur Wirklichkeit werden. Durch den Fluss der Lebensenergie, wir kennen sie als Kraftlinien, wird die Existenz und Macht des Weltengeistes immer währen. Alle Wesenheiten, wie die Urmächte des Chaos, Elementarmeister, Dämonenfürsten, ja sogar die Götter selbst, aber auch Menschen und andere Völker bis hin zum niedrigsten Tier sind den Gedanken des einen Geistes entsprungen. Unser aller Aufgabe ist es, das Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos zu wahren, damit das Weltenlied nicht durch chaosgeborene Magie gestört wird, noch durch ein Übermaß an Ordnung erstarrt und verstummt. Ein Magier oder Hexer und ihresgleichen manipulieren den Fluss der magischen Energie, des Magans. Sie nutzen die schöpferische oder zerstörerische Kraft des Chaos. Sie zupfen und zerren von außen am arkanen Muster, was sich negativ auswirkt. Ein Dweomermeister lenkt die Lebensenergie selbst, anstelle von Magan, was keine Auswirkungen auf das arkane Muster hat. Er wirkt harmonisch von innen direkt auf das arkane Muster ein. Die chaosgeborene Magie steht jedem offen, der unter einem fähigen Lehrmeister studiert und fleißig seinen Kopf in verstaubte Bücher steckt, jedoch zum Dweomer muss man berufen sein! Aber ich schweife ab, reisen wir wieder nach Inis Maen und springen über die Zeiten zurück, die nicht der Handlung dienen. Zwei Jahre sind vergangen, seit meiner Ankunft auf Ynis Maen, und ich habe mein Wissen durch unsere weit zurückreichende Geschichte, unsere langen Ahnenreihen, unsere Gesetze, unsere Lieder und Gedichte, die Aneignung der Ogam-Schrift vervollkommnet. Heute steht eine Prüfung an, die meine Befähigung zeigen soll, die Lebensenergie zu formen und zu lenken. Welche Rolle hat mir der Weltengeist zugeteilt, werde ich ein Dweomermeister, der Schlaf mied mich des Nachts? Ich muss alleine, ohne Anleitung und Führung das Labyrinth der Steine beschreiten, am Ende offenbart sich mir meine Zukunft. Ich zwang mich selbst, wenigstens ein paar Bissen beim Morgenmahl zu mir zu nehmen, denn ich werde erst am Abend wieder in die große Halle kommen. Finn wünschte mir Glück und Morgwen gab mir einen Kuss auf die Wange, dann war es soweit, der Moment, den ich so lange ersehnt und doch auch gefürchtet habe. Nur mit meiner Kleidung am Leib folge ich dem geschwungenen Pfad, gesäumt von sieben bis 10 Fuß hohen, unregelmäßigen, natürlichen Steinplatten. Es war schattig auf dem Weg, da die tiefstehende Morgensonne noch nicht den Boden erreichte. Als sich der Eingang bereits meinem Blick entzogen hat, bemerkte ich auch die Stille, keine Stimmen, kein rauschen des Windes oder zwitschernde Vögel – nur Stille. Dann erreiche ich einen Menhir, eingefasst in die Steinplatten zu meiner Linken, überragt er die größten um wenigstens zwei Fuß. >>Wenn ein Mensch den Dweomer für sich beansprucht, muss er sich vor allem in Geduld üben. Keine Frucht fällt vom Baum, ehe sie nicht reif ist.<< Weißer Nebel umgibt mich und wird immer dichter, mein Geist ist an einem unbeschreiblichen Ort, ich bin mit meinen Gedanken alleine, an mehr konnte ich mich hernach nicht erinnern. Nachdem sich der Nebel wieder lichtete und letztendlich vollständig auflöste, setzte ich meinen Weg fort. Ein weiterer Menhir, dem Ersten nicht unähnlich und doch anders, diesmal zu meiner Rechten, lässt mich innehalten. >>Jene die den Dweomer studieren, beschweren sich häufig, dass er in Rätseln spricht. Dafür gibt es einen Grund. Und was ist der Grund? Nun, auch dabei handelt es sich um ein Rätsel.<< Ich schaue mich um, der Nebel ist wieder weg, so wie er gekommen war. Meine Füße beginnen leicht zu schmerzen, als ob ich bereits seit Stunden unterwegs wäre, dabei habe ich noch keine hundert Schritte zurückgelegt – oder? Der Weg windet sich weiter, wieder eine Schleife, dann noch eine Schleife, dann der nächste Menhir. Ich betrachte den Boden hinter und vor mir, ein ausgetretener Pfad, viele müssen ihn bereits vor mir beschritten haben. >>Der Dweomer ist eine gewaltige Wildnis, durch die sich nur wenige sichere Straßen ziehen. Auf beiden Seiten dieser Straßen liegt unvermessenes Land, voller wilder Tiere, Abgründe und Sümpfe – Gefahren, die eine unachtsame Seele ebenso leicht töten können wie ein wilder Eber einen unvorsichtigen Jäger. Spotte nicht über sie, ehe du dich ihnen gestellt hast.<< Als ich die Augen öffne und die letzten Fetzen weißen Nebels sich auflösen versuche ich mich zu orientieren. Die Sonne müsste auf ihrer Reise am Himmelsgewölbe doch bereits ihr wärmendes Antlitz zeigen, jedoch ist es so schattig wie zu Beginn. Weiter den geschwungenem Pfad folgend fühle ich Hunger und Durst, wie lange bin ich schon unterwegs? Die nächste Schleife gibt die Sicht auf den bisher größten Menhir frei. >>Jedes Licht wirft einen Schatten. Auch der Dweomer. Es gibt Menschen, die sich dafür entscheiden, im Licht zu stehen, andere bevorzugen das Dunkel. Seid euch immer bewusst, dass das eine Frage von Entscheidungen ist, und lasst nicht zu, dass der Schatten gegen euren Willen auf euch fällt.<< Ich fühle mich so müde, mein Mund ist trocken, mein Bauch knurrt und die Beine schmerzen – ich zwinge mich dazu weiter zu gehen, einen Schritt nach dem anderen. Oh, es geht nicht weiter. Ein kleiner Platz, etwa fünfzehn Fuß durchmessend und mit einem gewaltigen Menhir in seiner Mitte, tut sich vor mir auf. Mit letzter Kraft knie ich mich zur Meditation hin und lesen die Schriftzeichen, langsam steigt der weiße Nebel auf. >>Wenn du mit einem Stock in den Sand schreibst, werden bald Wellen und Wind die Zeichen wegwaschen. Solcherart sind die Fehler gewöhnlicher Menschen. Wenn du die Zeichen in Stein meißelst, bleiben sie für immer. Ein Mensch, der den Dweomer für sich beansprucht, wird zum Meißel. All seine Fehler sind für immer in die Zeit graviert.<< Langsam kehrt mein Bewusstsein zurück, ich fühle mich wohl, drehe mich noch einmal auf die andere Seite auf meinem weichen Lager. Das Gezwitscher der Vögel und das Rauschen des Windes in den Blättern dringt an meine Ohren. Ich öffne die Augen und muss zu meinem Erstaunen feststellen, dass ich mich nicht in meinem Bett in meiner Kammer befinde. Nachdem ich mich aufrichte, schaue ich mich um und erkenne sofort den Heiligen Hain, den ich seit dem Ritual in meinem ersten Jahr regelmäßig aufsuche. Der Erzdruide begrüßt mich, erschrocken fahre ich herum und schaffe noch eine ehrfurchtgebietende Verbeugung. Mit einem lächeln teilte mir der Erzdruide mit, dass mich der Dweomer angenommen hat, die Gabe ist stark in mir und muss geformt werden. Auf meine Frage, wie ich hier in Heiligen Hain komme, antwortet der Erzdruide nur wage und verschmitzt lächelnd, die Wege sind verschlungen und liegen im Schatten.
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Zauberlicht
Eine interessante Interpretation @Läufer. Es steht zwar das Wort 'bannen' nicht in der Beschreibung, jedoch "...welcher Zauberspruch sich durchsetzt." Was die Frage aufwirft, wenn das Zauberduell zugunsten von Zauberlicht ausfällt, wird es dann nur innerhalb des Kegels hell oder wirkt Bannen von Licht nicht mehr?
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Zauberlicht
Sehe ich auch so, er müsste mit seinem Kopf (Augen) innerhalb des Kegels von Zauberlicht sein, damit er darin etwas sehen kann. Deine Magierin kann ohne zusätzlichen Zauber, wie zum Beispiel Sehen in Dunkelheit, das Bruchstück nicht sehen.
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Mein erster Tag auf Ynis Maen
Im Heiligen Hain auf Ynis Maen oder die Druidenschule Teil 4 (niedergeschrieben von Myrddin, Sohn eines Edlen aus Darncaer) Am Abend, drei Tage später, es ist Ljosdag der ersten Trideade des Luchsmondes, wir machen uns für den Abmarsch bereit. Alle sind schon sehr aufgeregt, vor allem die Neuen. Die Sonne ist bereits zur Hälfte im Meer versunken, jeder hat ein kleines Bündel dabei und eine Fackel in der Hand. Nach dem kargen Mittagsmahl und dem kompletten Ausfall des Abendessens knurrt uns allen ein wenig der Magen. Es dient der besseren Konzentration für die Meditation am Heiligen Hain, wenn unsere Körper nicht mit der Nahrung beschäftigt sind, sondern wir uns mit Körper und Geist auf unser Tun fokussieren. Wie immer in den letzten Tagen weht eine frische Prise vom Meer her über die flache Hügelkuppe. Unser Zug ist in den Gruppen eingeteilt, die jeweils einen gemeinsamen Unterricht besuchen – unsere Gruppe ist an vierter Stelle. Unter den Schülern vor uns mache ich Morgwen aus und zwei Schritte hinter hier einen gerüsteten und bewaffneten Krieger. Als ich fragend dreinschaute, half mir Finn sofort weiter, es handelt sich um den Leibwächter von Morgwen. Immer wenn sie sich außerhalb der Wallanlage der Druidenschule aufhält, ist er an ihrer Seite. So setzt sich der Zug in Bewegung, als die letzten Sonnenstrahlen noch etwas Licht spenden und wir den Hügel in Richtung der Höfe verlassen. Das Tor im Erdwall wurde geöffnet und wir zogen mit unserer Prozession zwischen den Feldern und Weiden ostwärts. Zur Abenddämmerung erreichten wir den Wald, die Fackeln wurden entzündet, es ging weiter, die Felder hinter uns lassend. Die Äste und erste kleinen Blätter in den Baumkronen halten das fahle Licht der Abenddämmerung zurück und lässt unsere Umgebung in Dunkelheit sinken, nur das Licht unserer Fackeln weist uns den Weg. Am Nachmittag bereits wurden wir von den Meistern angewiesen, während unseres Marsches nicht zu sprechen und uns auf die Umgebung einzulassen. Es war fast ein wenig unheimlich, nur die leisen Schritte der Schüler und gelegentlich ein davonsprintendes Tier, welches wir aufgeschreckt haben. Der Duft des Waldes war sehr intensiv und das stetige Rauschen des Windes in den Baumkronen wie ein nachhaltiges Hintergrundgeräusch, so tiefgreifend habe ich den Wald noch nie wahrgenommen. Die Bäume treten immer weiter zurück und geben den Weg auf eine Lichtung frei. Um eine Fläche in der Mitte stehen mannshohe Menhire wie Wächter. Die Helligkeit des Vollmondes kommt uns nach der Finsternis des Waldes wie ein heller Sommertag vor. Durch die schweigsame Stille lässt sich das plätschern eines Baches auf der gegenüberliegenden Seite der Lichtung hören. Wir löschen die Fackeln und nehmen an den uns von den Meistern zugewiesenen Plätzen Aufstellung. Alle Meister und der Erzdruide versammeln sich im Zentrum an einem kleinen Feuer, in dessen Schein lassen sich einige kleine Säcke erkennen und irdene Steinschalen. Ich betrachte die Menhire genauer und kann im Mondschein viele Ogam-Zeichen erkennen, leider jedoch noch nicht lesen. Mit zunehmender Dauer und anhaltender Stille steigt die Anspannung in mir, was werde ich erleben, empfinden und fühlen? Die Meister entzünden mitgebrachte Kerzen an dem kleinen Feuer im Zentrum und kommen zu ihren Schülern. Jeder holt jetzt seine Kerze aus dem mitgebrachten Bündel und entzünde sie an der Kerze des Meisters. Jede Gruppe setzt sich dann im Kreis zusammen und stellt die Kerze vor sich auf den Boden. Begonnen wird mit dem Feuerritual, ein Manifestationsritual, dadurch lassen wir Sorgen, Bedenken und Ängste zurück und schaffen Raum für etwas Anderes in unserem Leben, neue Handlungen, Überzeugungen, Beziehungen und Wissen. Jeder für sich fokussiert sich auf die Flamme seiner Kerze, sein Geist wird eins mit ihr und er bittet das Feuer, seine Sorgen, Bedenken, Ängste und schlechte Gedanken von ihm zu nehmen und in universelle Energie umzuwandeln. Es lässt sich nur schwer abschätzen, wie lange ein jeder in diesem meditativen Zustand geblieben ist, danach fühlt man sich leichter, von Altem befreit und Platz für Neues. Wir löschen die Kerzen, stehen auf und schauen wieder zum Zentrum. Durch die laute Stille der Vollmondnacht haben sich die Geräusche des Waldes wieder genähert und sind deutlich zu hören, als ob die Tiere neugierig beobachten wollen, was die Menschen dort treiben. Dann nimmt jeder ein Tuch zum Abtrocknen und ein kleines, hölzernes Schälchen aus seinem Bündel und Gruppenweise gehen wir zum Bach, zuerst die Frauen und nach ihrer Rückkehr die Männer. Das Reinigungsritual, der Frühlingsputz mit den vier Elementen beginnt. Am Bach wäscht sich ein jeder gründlich ab, nach der Reinigung des Geistes muss auch der Körper gesäubert werden, mit dem Wasser wäscht man den Schmutz fort. Jeder füllt dann noch das kleine Schälchen mit Wasser und geht zu seinem Platz zurück. Während des Waschrituals haben die Meister zu jeder Gruppe eine irdene Steinschale, gefüllt mit ein paar glühender Kohlestücke von dem Feuer im Zentrum. Unser Meister legt einige Zedernholzspäne auf die Glut, welche sofort zu qualmen anfangen und einen angenehmen Duft verbreiten, mit Hilfe des Feuers wird die alte stagnierte Energie verbannt. Kurz darauf kommt ein heftiger Wind auf und lässt die Kohlestücke hellrot erglühen, durch die Luft werden schlechte Einflüsse vertrieben. Anschließend holt wieder ein Jeder einen kleinen Beutel, gefüllt mit Erde und einen kleinen Schössling aus seinem Bündel hervor. Gruppenweise wird am Rand der Lichtung die mitgebrachte Erde aufgeschüttet und darin der Schössling eingepflanzt und mit dem Wasser aus dem kleinen Schälchen gegossen. Dadurch verbindet man sich mit der Erde und hat jetzt eine Verbindung zu den Kraftlinien. Alle schauen dann wieder ins Zentrum und lauschen wieder eine Weile und nehmen noch den verblassenden Duft des Zedernholzes auf, bevor sich langsam der Duft des Walder wieder durchsetzt. Das Naturritual, Befreunde einen Platz in der Natur beginnt damit, dass sich alle setzen, mit dem Gesicht zum Zentrum und mit einer tiefen Meditation beginnen. Unser Geist soll sich in alle Richtung ausstrecken, so weit es geht, und alles lebende ertasten, jeden Grashalm, jeden Baum, jeden Strauch, sogar die Tiere am Rand der Lichtung. Zuerst war es sehr anstrengend und ich fühlte, naja, nichts, doch dann ertastete mein Geist etwas und nach und nach entstanden Bilder in meinem Kopf. Eine Lichtung im Wald, ein schöner Sommertag, jede einzelne Blume auf der Lichtung konnte ich plötzlich spüren, fast körperlich. Irgendwann dehnte sich mein Geist über die Lichtung hinaus aus, dann vernahm ich verstörende Gedanken. Gedanken eines Tieres? Ich reiße erschrocken die Augen auf und sitze immer noch bei meiner Gruppe im Heiligen Hain. Der Mond ist bereits weiter seine Bahn am Firmament gezogen, es müssen ein paar Stunden vergangen sein. Bevor wir zum Rückzug aufbrechen, weisen uns unsere Meister noch an, in jeder Trideade einmal in den Hain zu gehen und die Meditation zu wiederholen. Im Laufe der Wochen und Monate wird es uns immer einfacher fallen und wie werden die Veränderungen der Natur wahrnehmen und dadurch unsere Verbindung mit diesem Ort festigen. Auf unserem Heimweg sind wir im Wald wieder auf die Fackeln angewiesen, um den Weg zu finden und nicht über Wurzeln zu stolpern. Als wir die Felder und Weisen erreichten, war vom Mond nicht mehr viel zu sehen, jedoch der wolkenlose Sternenhimmel tauschte alles in ein romantisches Licht. Keiner der Schüler sprach auf dem Rückweg ein Wort, alle waren viel zu sehr mit ihren Gedanken bei den Empfindungen der letzten Stunden und so kam uns der Heimweg viel kürzer vor. Die Nacht fand ich keinen rechten Schlaf und ging immer wieder im Geiste mein Erfühlen des, des Lebens durch und erlebte es erneut, ein sonderbares und doch vertrautes Gefühl, irgendwie…
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Glücksbringer gegen Grabeskälte
Ich muss jetzt noch einmal nachfragen, schützt der Glücksbringer gegen Grabeskälte (magischer Schaden - Beschreibung Draug) nicht, weil es sich nicht um einen Zauber handelt sondern einen Effekt? Meine Frage kam mir, als ich mir die Passage auf Seite 181/182 im Arkanum über Glücksbringer durchgelesen habe. Dort steht unter Glücksbringer gegen Todeszauber (Agens Eis, Ursprung dämonisch) wirkt gegen Hauch der Verwesung, Todeszauber, Todeskeule. Der Zauberspruch Todeskeule ist ein Umgebungszauber und verzaubert einen Oberschenkelknochen, er verursacht nicht direkt durch den Zauberspruch den Schaden, dennoch würde der Glücksbringer gegen Todesmagie den Träger schützen.