Alle Inhalte erstellt von Prados Karwan
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Zauber kritisch erfolgreich versus kritisch gescheiterte Resistenz
Zunächst einmal an Zantos: Wir spielen in unserer Gruppe vollkommen regelkonform. Und nun an HN: Ich weiß nicht, warum du die Regelung der Resistenz als systemwidrig bezeichnest, was sie nämlich ganz und gar nicht ist. Der Zaubervorgang ist etwas vollkommen anderes als zum Beispiel ein Angriff, da der Zauberer sein Opfer nicht aktiv aus eigenen Kräften, sondern indirekt attackiert. Der Zauberer verändert mit seinen Kräften zunächst das Agens und dieses Agens versucht die Veränderung an das Opfer weiterzugeben. Die Weitergabe gestaltet sich vollkommen unbeeinflusst durch den ursprünglichen Veränderungsprozess des Agens. Zwischen zwei Kämpfern besteht ein direkter Kontakt; wenn dem einen eine kritische Aktion gelingt, wirkt sich das unmittelbar auf den anderen aus. Zwischen einem Zauberer und seinem Opfer besteht hingegen nur ein indirekter Kontakt. Der Zauberer baut mit seinem Zaubervorgang ein manipulierendes Potenzial im Agens auf, das sich dann unabhängig vom Zauberer auf das Opfer zu übertragen versucht. Die Wirkung des Zauberers auf sein Opfer ist nur mittelbar. Der Zauberer kann mit einem kritischen Erfolg zwar das Potenzial der Magie vergrößern, doch die anschließende mittelbare Übertragung auf das Opfer geschieht unverändert gleich stark (oder schwach). Zum Abschluss noch die Anmerkung, dass eine normal erfolgreiche WW:Resistenz auch schon in M3 zur Abwehr eines kritisch erfolgreichen Zaubers gereicht hat, sofern die Summe des WW hoch genug war. Grüße Prados
- 20/1 bei Angriff & Abwehr
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Gegenzaubern - Erkennen von Wundertaten etc.
Ich muss mich hier noch verbessern/ergänzen, da ich einen Aspekt vollkommen vergessen hatte: Bestimmte Zaubersprüche, die in einer Liste auf Seite 287 des Arkanums zu finden sind, gehören auch dann zum Dweomer, wenn sie von Priestern, Schamanen und Glaubenskämpfern als Grundzauber, also als Wundertaten, gesprochen werden. In diesem Fall ist es also möglich, mit Dweomer-Zauberei 'normale' Magie gegenzuzaubern. Grüße Prados
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Erscheinungen
Das Beispiel auf Seite 144 im Arkanum schafft etwas mehr Klarheit, heißt es doch da, dass Adonisios im Kampf gegen den Vater seiner Geliebten sich das Aussehen eines schwer bewaffneten Kriegers verleiht -- der allerdings "wie ein Krieger von Grad 1" angreift. Man kann also davon ausgehen, dass mit 'MüdS' und 'Erscheinungen' tatsächlich zunächst nur die Standardausgaben der Originale vorgegaukelt werden können. Ich denke aber, dass gewisse Variationen möglich sind, muss doch berücksichtigt werden, dass der Zauberer eventuell ein stärkeres Original ausgiebig studieren konnte oder dass das Opfer aufgrund vorgespiegelter Rang- oder Uniformabzeichen an einen besseren Gegner glaubt. Allerdings sollten diese Variationen Grenzen haben, da es dem Zauberer durch bloßes Betrachten nicht möglich sein dürfte, höchst komplexe Bewegungsabläufe eines Elitekämpfers nachzubilden. Grüße Prados
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Konzentration
@EK Bei dieser 'kleinkarierten' Auslegung unterschlägst du allerdings eine wichtige Information, die im gleichen Satz gegeben wird. Ich zitiere den hier mal: "Nur Störungen ernsthafter Art wie zum Beispiel Wunden und damit einhergehende Verluste von Lebenspunkten, Verwicklungen in ein Handgemenge oder durch gegnerische Sprüche erlittene Schäden zwingen einen Abenteurer zum vorzeitigen Abbruch eines Zaubers." (S. 29, Arkanum) Ich denke, dass durch diesen Satz ziemlich deutlich wird, dass lediglich LP-Verluste, egal aus welcher Quelle, zum Abbruch des Zaubers führen. Wenn du den Zauberer noch zusätzlich einen PW:Wk ausführen lassen willst, wäre das hochgradig unfair: Erstens ist er bereits durch die Schmerzen beeinträchtigt, zweitens geht dieser Prüfwurf nicht aus der Spruchbeschreibung hervor. Ein Kämpfer muss diesen PW ja auch nicht ausführen. EK, du verirrst dich hier in Überlegungen zum realen Leben. Dein Vorschlag zum PW:Wk deutet in die gleiche Richtung wie Überlegungen, wieso ein Charakter nach einem LP-Verlust von 5 Punkten noch munter durch die Gegend rennt und bis auf eine niedrigere Zahl auf dem Charakterbogen keine Konsequenzen vergegenwärtigen muss. Die Antwort lautet, dass es sich um ein Spiel, lediglich um eine Simulation handelt, in der gewisse Simplifizierungen billigend in Kauf genommen werden. Zu diesen Vereinfachungen gehört die Übereinkunft, dass Schmerzen, egal ob per Waffe oder explizit durch den Zauber verursacht, wesentlich besser verkraftet werden als in Realität. Der Zauber 'Schmerzen' macht genau das, was in seiner Beschreibung steht, und nicht eine Sache mehr. Kein Charakter muss seine angefangenen Handlungen, also auch keine Zauberei, abbrechen, sondern er führt die Handlung lediglich mit einem Abzug von -4 aus, auch ohne dass er einen PW:Wk bestehen muss. Grüße Prados
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Drachen
So, nochmal kurz zurück zum Ursprungsdrachen: Zantos, ein Punkt wurde schon erwähnt, alte Drachen sind nur mit magischen Waffen zu treffen. Weiterhin besteht eine nicht geringe Gefahr, sich nach einem schweren Treffer gegen einen Drachen selbst zu verletzen, da man dessen ätzendem Drachenblut ausweichen muss. Auch ein Drache, der sich nur noch mit B6 bewegen kann, darf seine Gegner niedertrampeln, wofür er noch nicht einmal einen EW:Angriff benötigt, im Gegenzug den Angreifern ihr Nahkampf aber ziemlich erschwert wird. Im Zweifelsfall wäre der Drache wohl einfach über die Angreifer drüberweg getrampelt und hätte sich in die Lüfte erhoben, doch das ist Spekulation von mir und deswegen nur als Anregung zu verstehen. Unfreiwillig ( ? ) richtig war übrigens deine Einschränkung mit 'Schlaf'. Ein Drache kann alle seine Zauber jeweils nur gegen eine Person richten, auch 'Schlaf' besitzt keine Flächenwirkung. Alle Drachenzauber sind verbaler Natur, der Drache muss sein Opfer sehen können. Grüße Prados
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Gegenzaubern - Erkennen von Wundertaten etc.
</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Sliebheinn @ Mai. 07 2002,11:30)</td></tr><tr><td id="QUOTE">Eine andere Frage habe ich noch: Wenn ein Gegner einen "normalen"(keine Wundertat bzw. kein Dweomer) Zauberspruch, den man selbst als Wundertat oder Dweomer beherrscht, zaubert, kann man dann gegenzaubern oder muss der Gegenzauber den selben Ursprung haben?<span id='postcolor'> Die Frage kann beantwortet werden: Priester und Schamanen können mit ihren Wundertaten 'normale' Zauberei abwehren (Arkanum, S. 32). Nur Druiden und Heiler beherrschen Dweomer-Zauberei, diese Zauberer können allerdings nicht gegenzaubern, also erübrigt sich die Frage. Grüße Prados
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Gegenzaubern - Erkennen von Wundertaten etc.
Die Frage ist recht einfach und vor allem eindeutig zu beantworten: Im Arkanum steht auf Seite 32 der schöne Satz "Wegen der Unterschiede im Ritual können [...][die aufgezählten Zauberarten nicht] mit Gegenzaubern abgewehrt werden." Daraus folgt, dass es Unterschiede im Ritual gibt, diese können vom Gegenzauberer erkannt werden, der daraufhin messerscharf schließen kann, diese Magie nicht abwehren zu können. Beim Gegenzaubern erkennt der Magier nicht zunächst den konkreten Spruch und muss sich dann Gedanken über die Möglichkeit des Gegenzauberns machen. Der Zauberer sieht seinen Kollegen, wie er bestimmte Bewegungen ausführt oder bestimmte Worte spricht, aus denen er den Zauber identifizieren kann. Da aber eine Wundertat oder Dweomer-Zauberei sich vom Ritual her unterscheidet, erkennt der Gegenzauberer entweder gar nicht, um welchen Spruch es sich handelt, oder, falls er das Ganze schon einmal gesehen haben sollte, er weiß, dass er einen Zauber, der mit diesen Ritualen ausgeführt wird, auf keinen Fall stoppen kann. Das Resultat bleibt auf jeden Fall dasselbe: Der Gegenzauberer verliert keine AP in einer unsinnigen Aktion. Grüße Prados
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Drachen
Da muss defintiv etwas schiefgelaufen sein. Zunächst einmal hätte die Gruppe sich beim Anblick des Drachens wie unter der Wirkung des Zaubers 'Angst' verhalten müssen, d.h. keine Angriffsinitiative und schon gar kein Angriffswunsch. Und ansonsten fürchte ich, wurde die überragende Intelligenz des Drachen wohl vernachlässigt. Ein uralter Drache, der Schmerzen leidet, dürfte doch wohl noch auf die Idee kommen, sich schnell um sich selbst zu drehen, oder. Wehe den Angreifern, die nicht schnell genug zur Seite springen können. Ich finde es schade, dass solch übermächtige Gegner mangels Kreativität seitens des SL einfach plattgewalzt werden können. Grüße Prados
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Waffenkunde
</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Hornack Lingess @ Mai. 06 2002,16:47)</td></tr><tr><td id="QUOTE">Da hast du mich aber nicht richtig verstanden, Woolf: Ein Zauberer zaubert Feuerkugel. Ohne Zauberkunde hat er keine Ahnung, warum er diese seltsamen Blutsteine braucht und auf welche Art er den Effekt hinkriegt. Er weiss nur, dass er den Blutstein braucht und dass er eine bestimmte Zauberformel murmeln muss. Analog dazu weiss ein normaler Kämpfer wo das spitze Ende der Waffe ist... Hornack<span id='postcolor'> Das würde erklären, warum rein statistisch gesehen Kämpfer alle 20 Schläge entweder sich selbst oder einen Freund umnieten und Zauberer alle 20 Zauberversuche Gefahr laufen, ihre gesamten magischen Utensilien zu verheizen. Sie haben schlichtweg keine Ahnung, was sie da eigentlich treiben... Grüße Prados
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[Hausregel] Umgang mit ungelernten Waffen der gleichen Waffengattung
Thema von Prados Karwan wurde von Prados Karwan beantwortet in M4 Kreativecke - Gesetze der Erschaffung und des LernensUnd weil's ja ansonsten keiner zu tun scheint: Hiram, deine Regelung finde ich prinzipiell sehr gut, da sie eine notwendige Höchstgrenze für ungelernte Waffen einführt. Allerdings halte ich die Berechnung für unnötig kompliziert. Ich würde eher die einfache Variante '-4 auf EW bis zu einer Höchstgrenze von +8 oder +9' vorziehen. Den Vorschlag hatten wir hier ja auch schon einmal. Grüße Prados
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[Hausregel] Umgang mit ungelernten Waffen der gleichen Waffengattung
Thema von Prados Karwan wurde von Prados Karwan beantwortet in M4 Kreativecke - Gesetze der Erschaffung und des Lernens</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Hornack Lingess @ Mai. 06 2002,12:44)</td></tr><tr><td id="QUOTE">@ Eike: Als Sportbogenschütze sag ich dir: es ist schwer genug, mit einem Bogen zu schiessen, den man nicht kennt. Aber mit einer Armbrust würde ich wohl auf Anhieb gar nix treffen. Das braucht schon Training. Von daher finde ich die Regelung realitätsnah. Hornack<span id='postcolor'> Wichtige Passagen hervorgehoben. Kannst du mir dann mal erklären, warum du dieses Beispiel lieferst, was mit der Diskussion in diesem Strang eigentlich nichts zu tun hat? Die Schwierigkeit beim Treffen mit anderen Bögen versuchen wir ja über den Abzug auf den Erfolgswert zu simulieren. Grüße Prados
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Waffenkunde
@Hornack Zauberkunde ist nicht wirklich mit meiner 'Hausregel' oder der Badmintonkunde zu vergleichen, da Zauberkunde ein wesentlich weiteres Wissensspektrum umfasst als die vorgeschlagenen Zusatzkenntnisse. Du tust gerade so, als würde ein Kämpfer während seiner Ausbildung einfach nur stupide 'töten, töten' lernen und als hätte er ansonsten ein großes Vakuum im Bregen. Ein Kämpfer dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit nach schon mit seinem Ausbilder über Besonderheiten von Waffen unterhalten, woran man gute Waffen erkennt usw. Ansonsten verweise ich auf Professore. Grüße Prados
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[Hausregel] Umgang mit ungelernten Waffen der gleichen Waffengattung
Thema von Prados Karwan wurde von Prados Karwan beantwortet in M4 Kreativecke - Gesetze der Erschaffung und des Lernens@Hornack Deswegen gibt es für Bögen ja auch die Gattung Bögen und für Armbrüste die Gattung Armbrüste. Nirgendwo, auch in diesem Strang nicht, steht geschrieben, dass die Erfolgswerte sich auch auf Waffen auswirken sollen, die nicht zu den jeweiligen Gattungen gehören. Grüße Prados
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Unsichtbarkeit - Bewegungsweite des Zauberers
Du kannst selbstverständlich so argumentieren, HN, auch wenn ich in deiner ersten Entgegnung einen nicht auflösbaren logischen Widerspruch sehe: Wenn die allgemeine Regelung einen bestimmten Sachverhalt (Abwehr) als unmöglich auszuführen bezeichnet (und nicht lediglich als unerlaubt), dann ist dieser Sachverhalt auch nach vorhergehender Erlaubnis im Spezialfall nicht auszuführen. Die Erlaubnis ist zwar vorhanden, doch die Umstände machen das Vorhaben unmöglich. Der zweite Punkt wäre ausschließlich dann stichhaltig, wenn die Regelwerke mit ähnlicher Akribie wie Gesetzestexte verfasst wären. Das sind sie aber, glücklicherweise, nicht. Dementsprechend nehme ich mir das Recht, Regelvorgaben unter dem überragend bestimmenden Gesichtspunkt der Spielbarkeit zu interpretieren, woraus für mich zwanglos folgt, dass Zauberer unter Einfluss von 'Unsichtbarkeit' noch ihre volle Bewegungsweite besitzen. Grüße Prados
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Unsichtbarkeit - Bewegungsweite des Zauberers
Ich sehe das anders, wobei ich mich vorwiegend nach Kriterien der Pragmatik richte. Sowohl für deine neue Interpretation, HN, gibt es Belege, doch existieren die auch für die gegenteilige Auffassung. Du beziehst dich auf Seite 21 und postulierst nur noch eine Form der Konzentration. In diesem Fall wirst du aber ein Opfer des Widerspruchs zu den Angaben beim Zauber 'Unsichtbarkeit'. Dort steht, der Zauberer können abwehren, doch das ist ihm laut der Definition auf Seite 21 mit Hinweis auf Konzentration und B1 verwehrt. Es ist also ein Faktum, dass es mindestens zwei unterschiedliche Formen der Konzentration geben muss, auch wenn es ursprünglich nicht so sein sollte. Die Widersprüche in den einzelnen Spruchbeschreibungen lassen aber keinen anderen Schluss zu. Unter diesen Bedingungen handhabe ich es so, die negativen Auswirkungen der Konzentration maximal so weit auszuführen, wie es die Spruchbeschreibung verlangt, aber auch keinen Deut mehr. Grüße Prados
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Kräuterkunde vergessen?
</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Hornack Lingess @ Mai. 06 2002,10:45)</td></tr><tr><td id="QUOTE">Nicht, dass man mit irgendeiner Kunde+0 wesentlich mehr wüßte als ohne diese Kunde. Und: Wer nicht überdurchschnittlich intelligent ist, hat eh alle Kunden auf -2... Hornack<span id='postcolor'> Ein merkwürdiger Beitrag. Ich denke schon, dass ein wesentlicher Unterschied zwischen 'keine Möglichkeit der Anwendung' und 'geringe Aussicht auf Erfolg' besteht. Es existieren übrigens auch einige Kunden, deren Voraussetzung nicht In61 ist. Grüße Prados
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Waffenkunde
Naja, Hornack, ganz so unfähig werden Kämpfer in der Einschätzung ihrer Waffe wohl nicht sein. Ich als freizeitlicher Badmintonspieler kann schließlich auch sehr gut unterscheiden, ob ein Badminton-Schläger stärker kopflastig ist als ein anderer, welche Auswirkung die Bespannung auf den Ballflug hat, und ich kann weiterhin aufgrund seines Biegeverhaltens recht fundierte Annahmen über das verwendete Material machen. Aber um meine angebliche 'Hausregel' (ich halte das eher für gesunden Menschenverstand) noch einmal zu verdeutlichen: Natürlich erhalten die Spieler keine detaillierten Informationen, wie hoch Angriffs- oder Schadensbonus sind, sondern lediglich die Information, dass überhaupt ein solcher Bonus auf der Waffe liegen könnte. Das ist eine Information, die sie problemlos auch während eines normalen Kampfes erhalten können. Grüße Prados
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[Hausregel] Umgang mit ungelernten Waffen der gleichen Waffengattung
Thema von Prados Karwan wurde von Prados Karwan beantwortet in M4 Kreativecke - Gesetze der Erschaffung und des Lernens@EK Und schon sind wir wieder bei einer Punktediskussion. Wunderbar! ( Ich hoffe, man bemerkt die Ironie. ) Ja, man kann diese Frage auf eine EP-Ebene transferieren, doch erscheint mir das wesentlich zu kurz gegriffen. Im Gegenzug muss nämlich die Frage betrachtet werden, wie oft ein Charakter tatsächlich mit einer ungelernten Waffe angreift. Das dürfte nicht sehr häufig der Fall sein und sich auch durch diesen Regelvorschlag nicht wesentlich ändern. Ein Unterschied von vier Punkten beim Erfolgswert ist nämlich nicht zu verachten. Mein Vorschlag zu dieser Regel resultiert daher auch aus der Motivation heraus, eine meiner Meinung nach offenkundige Unlogik zu verhindern (vgl. meinen ersten Beitrag). Dein Argument mit der Lanze und dem leichten Speer invertiert meine ursprüngliche Argumentation. Nun muss man sich fragen, welcher Fall der häufigere ist, ob nämlich Waffen einer Gattung überwiegend ähnlich sind oder ob sie überwiegend so große Unterschiede aufweisen, dass die Kenntnis einer Waffe sich nicht auf die anderen auswirkt. Ich sehe (natürlich, sonst hätte ich den Regelentwurf nicht vorgestellt) vorwiegend die Ähnlichkeit. Und gerade dein in deinem ersten Beitrag gebrachtes Beispiel mit dem fluchenden, weil spezialisierten Krieger halte ich für unsäglich. Wenn ich als SL Spaß haben möchte, dann bestimmt nicht dadurch, dass meine Spieler über Unzulänglichkeiten des Regelwerks fluchen. Grüße Prados
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[Hausregel] Umgang mit ungelernten Waffen der gleichen Waffengattung
Thema von Prados Karwan wurde von Prados Karwan beantwortet in M4 Kreativecke - Gesetze der Erschaffung und des LernensWenn diese Regelung analog der Fertigkeit 'Sprechen' gehandhabt wird, dann müssten ungelernte Waffen natürlich auch ab +4 neu erlernt werden. @EK In einem 'erwachsenen' Rollenspiel wie MIDGARD, in dem die meisten Gruppen und Spieler am Ausspielen einer bestimmten Rolle, eines bestimmten Charakters interessiert sind, dürfte diese Argumentation nur wenig Grundlage finden. Der Spieler eines Charakters, der sich aufgrund seiner Geschichte für bestimmte Waffen entschieden hat, dürfte seinen Charakter wohl in fast allen Fällen genau diese Waffe lernen lassen. Natürlich könnte man diese Regelung ausnutzen, doch ehrlich gesagt sehe ich diese Gefahr aus dem oben genannten und noch einem weiteren Grund nicht: Gerade der von dir genannte Kostenfaktor rechnet sich eben nicht! Ab einem bestimmten Erfolgswert ist es wesentlich günstiger, eine weitere Waffe neu zu steigern als die Erstwaffe auf einen noch höheren Wert zu bringen. Beispiel: Fuchtel auf +14 kostet insgesamt 5640 Punkte. Wenn man stattdessen den Dolch von +14 auf +18 steigern würde, um den gleichen EW:Fuchtel zu bekommen, müsste man dafür 10000 Punkte ausgeben. Grüße Prados
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Kräuterkunde vergessen?
</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat (Professore @ Mai. 05 2002,14:47)</td></tr><tr><td id="QUOTE">Spezieller als Zauberkunde für jeden naiven Kämpfer? Das überzeugt mich nicht so ganz; zumal fast jeder Bauer wohl Ahnung von einfachsten Heilkräutern gehabt haben dürfte....<span id='postcolor'> In der Tat ist Zauberkunde von ihrer Beschreibung her deutlich allgemeiner als Kräuterkunde. Insbesondere kann man mit Zauberkunde Wissen über magische Gegenstände, über Rituale von Zauberern usw. besitzen. Es wird ja explizit darauf hingewiesen, dass sich Zauberkunde in diesem Bereich durchaus mit Sagenkunde überschneiden kann. Dein naiver Kämpfer (Zauber- und Sagenkunde ungelernt) hätte wohl etwas größeren Fundus an Sagenkunde und könnte daraus in die Zauberkunde reflektieren. Ein naiver Zauberer (beide Fertigkeiten ungelernt) würde sich wohl etwas besser in Zauberkunde auskennen und daraus Kenntisse in Sagenkunde ableiten können. [Nachträglich ergänzt:] Richtig, jeder Bauer hat Ahnung von einfachsten Heilkräutern. Deswegen darf ein Abenteurer, der diesen Beruf wählt, sich ja auch für die Fertigkeit 'Pflanzenkunde' entscheiden. Das Wissen um einfache ( ! ) Heilkräuter (nicht aber deren genaue Anwendung und Dosierung; dafür hat man ja den Kräuterheiler) ist darin enthalten. [Ende Ergänzung] Grüße Prados
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Kräuterkunde vergessen?
Ich fürchte, Kräuterkunde ist tatsächlich ungelernt nicht anwendbar. Auch in der Fertigkeitenbeschreibung gibt es nämlich keinen Erfolgswert für 'ungelernt', d.h. es müsste schon dreimal vergessen worden sein, was ich als unwahrscheinlich ansehe. Ich denke, das Wissen, welches mit Kräuterkunde erworben wird, ist einfach zu speziell und zu weit abseits vom normalen prä-aventurien-Alltag, als dass Charaktere allgemeine Kenntnisse in diesem Gebiet erwerben können. Es bleibt ihnen nur der Weg, sich speziell schulen zu lassen. Grüße Prados
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Nahkampfangriff mit Pfeil
Du hast ja Recht. Und ich wusste, dass irgendwann eine solche Aufforderung kommen würde. Nun denn, wer über diese Frage diskutieren möchte, folge bitte dieser Verknüpfung: Ungelernte Waffen einer Gattung. Grüße Prados <span style='color:green'>Link korrigiert, Hornack</span>
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[Hausregel] Umgang mit ungelernten Waffen der gleichen Waffengattung
Hallo, nachdem ich im Strang über den Nahkampfangriff mit Pfeil so gnadenlos ( ) zerrissen worden bin (und das zu Recht; ich hatte die Regeln über ungelernte und improvisierte Nahkampfwaffen nicht berücksichtigt), stellte sich mir dann eine anschließende Frage: Warum ist der Erfolgswert einer ungelernten Waffe eigentlich immer konstant auf +4? Laut Regeln besitzt man für improvisierte Waffen einen Erfolgswert +4, weil diese Waffen ungewohnt und nicht ausbalanciert sind, usw. Akzeptiert, darüber muss man nicht weiter diskutieren. All diese negativen Eigenschaften treffen aber für ordentliche Waffen nicht zu. Weiterhin erlernt ein Kämpfer mit den Grundfertigkeiten einer Waffengattung gemeinsame Bewegungsmuster für alle Waffen dieser Gattung. Es erscheint mir nicht ganz nachvollziehbar, dass mit erhöhtem Erfolgswert einer Waffe nicht auch die Erfolgswerte der anderen Waffen aus derselben Gattung mit ansteigen sollen. Warum beherrscht ein Kämpfer mit EW:Dolch+14 die Ochsenzunge immer noch mit +4? Ich fände eine Regelung besser, die den Erfolgswert der ungelernten Waffen vom höchsten Erfolgswert abhängig macht, den ein Charakter mit einer Waffe aus der jeweiligen Gattung beherrscht. Mir schwebt ein Abzug von -4 bis -6 auf den höchsten Erfolgswert vor. Der Kämpfer aus obigen Beispiel würde dann also Dolch gelernt mit +14 beherrschen und könnte die Ochsenzunge ungelernt (mit allen daraus folgenden Konsequenzen) mit +10 (bei einem, wie der geneigte Leser unschwer selbst nachrechnen kann, angenommenen Abzug von -4) führen. Grüße Prados <span style='color:green'>Link korrigiert, Hornack</span> Moderation : Ich (Fimolas) habe die beiden Themenstränge "[Hausregel] Verwandte Waffen" und "Ungelernte Waffen einer Gattung" wegen der gleichen Thematik unter dem neuen Titel zusammengeführt. Dies betrifft die Beiträge bis zum 108. Beitrag. Bei Nachfragen bitte eine PN an mich oder benutzt den Strang Diskussionen zu Moderationen
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Nahkampfangriff mit Pfeil
Zurück zum Thema, auch wenn es eigentlich ad acta gelegt werden könnte. Der Vorschlag wird abgelehnt, weil es die Regel über improvisierte bzw. ungelernte Waffen verletzt. Das hatte ich nicht bedacht. Womit ich mir aber ganz zwanglos eine neue Frage stelle: Inwieweit gefällt mir die Regel über ungelernte ( nicht improvisierte!! ) Waffen? Laut Regeln besitzt man für improvisierte Waffen einen Erfolgswert +4, weil diese Waffen ungewohnt und nicht ausbalanciert sind, usw. All diese Eigenschaften treffen für ordentliche Waffen nicht zu. Gleichzeitig erlernt man mit den Grundfertigkeiten gemeinsame Bewegungsmuster für alle Waffen einer Klasse. Es erscheint mir nicht ganz nachvollziehbar, dass mit erhöhtem Erfolgswert einer Waffe nicht auch die Erfolgswerte der anderen Waffen aus derselben Klasse mit ansteigen sollen. Warum beherrscht ein Kämpfer mit EW:Dolch+14 die Ochsenzunge immer noch mit +4? Ich fände eine Regelung besser, die den Erfolgswert der ungelernten Waffen vom höchsten Erfolgswert abhängig macht, den ein Charakter mit einer Waffe aus der jeweiligen Klasse beherrscht. Mir schwebt ein Abzug von -4 bis -6 auf den höchsten Erfolgswert vor. Grüße Prados