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Hervorgehobene Antworten

Vor 45 Minuten, Ma Kai schrieb:

Es bleibt ein ausnehmend spannendes Feld. Aber wenn das so ist, wie Frau Prof. Zweig darstellt, dann stimme ich auch ihrer Schlussfolgerung zu: "KI" dieser Architektur ist nicht wirklich intelligent, sie gibt nur wieder, was ihr eingefüttert wurde. Sie hat im Gegenteil massive Grenzen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Das ist, soweit ich es überblicke,in Fachkreise. Common Sense. Aber die Industrie lebt davon, dass deren CEOs alle begnadete Ideenverkäufer sind.

Vor 49 Minuten, Ma Kai schrieb:

Auf der anderen Seite gab es da anscheinend dieses Experiment, wo man zwei KIs miteinander reden ließ und die binnen kürzester Zeit den menschlichen Sprachraum verlassen haben und Zeichenfolgen ausgetauscht haben, deren Bedeutung für den menschlichen Mitleser nicht mehr nachzuvollziehen war. Da fragt man sich natürlich schon ein wenig, was der Inhalt gewesen sein mag.

Nein, eigentlich nicht. Es beweist genau das Problem, wenn GenAI vor allem mit Daten aus GenAI gefüttert wird: mit der Zeit verstärken sich die Fehler, bis sie der Normalfall werden. GenAI erkennt keinen 'Sinn', es berechnet Wahrscheinlichkeiten. Je mehr Schrottdaten gefüttert werden, desto wahrscheinlicher kommt dann auch Schrott raus. Die Halluzinationen überwiegen auf Dauer.

Zeit: 29.3.2023 um 23:10, Irwisch schrieb:

Explizit war die Frage in etwa "Wo gibt es auf der Erde Antimaterie"? Zugestanden ich hatte auch nicht damit gerechnet das die Antwort "Banane" ist.

Was?! 🤣

Ich muß scheinbar dringend mit meinem Zahnarzt reden und darauf bestehen, daß meine nächsten Füllungen aus Ynkelonium-Terkonit gefertigt werden, damit sie zukünftig auch in einer Anti-Materie Umgebung weiter ihren Dienst tun, ohne ggf. daß ich ggf. sonst beim Bananenessen in einer gigantischen Energie-Entladung vergehe...

Francesco di Lardo

Zeit: 1.4.2023 um 18:42, Octavius Valesius schrieb:

Das es Gefahren gibt leugnet, so glaube ich,  keiner wirklich. Das ist bei einem Messer aber genauso. Die Frage ist: Wer setzt rs zu welchem Zweck mit welcher Intention ein?

Das alte Problem.

Dennoch bin ich z.B. der Überzeugung, die Welt wäre ohne die Atom-Bombe eine bessere. Nicht weil es dann weniger Kriege gäbe - die gibt es nach wie vor allenthalben auch trotz Existenz der Bombe.

Der Unterschied ist, daß es vorher nicht möglich war, das Schicksal der Menschheit (und wer weiß wievieler sonstiger Lebensformen) innerhalb von ein paar Stunden zu besiegeln. Die Menschheit hat sich in der Vergangenheit nicht unbedingt immer als clever erwiesen, so daß ich mich wohler fühlen würde, wenn sie manche Werkzeuge nicht in die Hand bekäme oder bekommen hätte.

Dabei ist klar, daß wir von Pandoras Büchse reden: Was einmal heraus ist, geht nicht wieder hinein.

Francesco di Lardo

Zeit: 6.4.2023 um 18:13, Yon Attan schrieb:

Das ist in meinen Augen die derzeitige Haupt-Nutzungsoption. So nutze ich es auch. Natürlich frage ich auch nach "Fakten" (z.B. nenne mir 10 Gefahren, die der Klimawandel für die Gesundheit mit sich bringt). Diese Fakten checke ich aber immer gegen und damit ist ChatGPT am Ende nur ein "Ideengeber", nach welchen Fakten ich mal suchen könnte (wusstet ihr, dass der Klimawandel die Gefahr erhöht, Nierensteine zu bekommen? Ich dachte erst, das hat sich ChatGPT wieder mal ausgedacht, es gibt aber tatsächlich Studien genau dazu). 

Ich muss daher sagen, dass ich die ganze Aufregung um vermeintliche "Falschaussagen" von ChatGPT nicht nachvollziehen kann und auch nicht für berechtigt halte.

Ad 1)
So kann man KI nuzten. Voraussetzung dafür ist natürlich eigenes, mühsam angeeignetes Wissen, was einem ermöglicht, die Ausgaben einer KI zu hinterfragen. Sei es, wie man Quellenprüfung vornimmt, welche Quellen dabei verläßlich sind, wie die Aussagen von KI in den Kontext passen usw. usf.

Ad 2)
Unreflektiert der KI zu vertrauen oder sich darauf zu verlassen, ist dagegen in der Tat gefährlich. Ich reagiere hier auf einen mehr als zwei Jahre alten Post. Seither ist dies, denke ich, auch allgemein deutlicher geworden.

Francesco di Lardo

Zeit: 7.4.2023 um 13:22, Bruder Buck schrieb:

Das Problem an dieser Art KI ist, dass wohl wenige Menschen die so reflektiert nutzen, wie wir es hier diskutieren.

Bingo!

Wie immer siegt die Bequemlichkeit.

Francesco di Lardo

Zeit: 25.3.2024 um 21:32, Patrick schrieb:

DnD kennen spezielle GPTs aber, zumindest in Teilen - da ich selbst nicht die aktuellste Version spiele, hab ich das nicht genauer getestet.

Mittlerweile sind sie soweit (Herbst 2025). Nebenbemerkung: Entgegen des Thread-Themas geht es hier zwar um Rollenspiel. Im Einklang mit dem Thread-Thema geht es aber z.B. darum wie KI in der Lage ist zielgruppenbezogen zu arbeiten oder Dialekte oder Stile zu verwenden, was ja unabhängig von der Fragestellung ist.

Das folgende Prompt habe ich in Perplexity eingegeben:


"In the D&D background there is a paladin of Torm named Amato, who - instead of shadowing a rogue - has struck him with his fist. Later the prince was attacked by evil Necromancers and Warlocks, and one of these assailants first stood disguised in the crowd right behind Amato without him noticing it. On the other hand, it was the rogue who had issued a warning that an attempt on the prince was afoot, while the paladins sworn to protect the prince were not aware of that. While Amato failed to notice and to kill the evil attacker of the prince right next to him, the rogue who had been stricken by Amato managed to kill two of the evil attackers.

Write a witty poem full of biting sarcasm pointing out how Amato failed to fulfill what he was sworn to do, while the rogue he hit gave warning and killed two most dangerous assailants. In doing so, single out Amato's bad judgement and failure to kill any of the assailants, dwelling on the fact, that the rogue despised by Amato did a much better job regarding the duties of a paladin he is not subject to, rather than the paladin Amato himself."

Hier ein paar Resultate:
Man vergebe mir, daß ich jetzt beim copy/paste vom Textfile nicht die Formatierungen fürs Forum hier angepaßt habe.

Jedenfalls kann man sehen, daß Perpexity offensichtlich etwas vom D&D Hintergrund kennt und dies auch einarbeitet. Dabei muß man berücksichtigen, daß das Prompt hierauf nur ein einem Nebensatz Bezug nimmt, während der größte Teil recht spezifisch die Geschichte schildert, die in Gedichtform durch den Kakao gezogen werden soll. Nebenbemerkung: Würde übrigens auch in Shakespeareian Englisch oder sonstigen Dialekten funktionieren. Oder angepaßt auf eine Zielgruppe: Rowdy Tavern oder Acristocratic Salon.

Hier gilt wie auch sonst bei der sinnvollen Nutzung von KI: Man braucht eigenes Kontextwissen, was man (mühsam) selbst erlernen muß:
- Ist das Englisch brauchbar, ist der Dialekt brauchbar? Dafür muß ich Englisch oder Dialekt beherrschen.
- Trifft das Gedicht die Situation? Dafür muß ich die Situation sehr gut kennen.
- Verwendet die KI schlüssige D&D Hintergrund-Informationen? Dafür muß ich selbst den D&D Hintergrund kennen.

Gehe ich mal davon aus, daß alle drei genannten Voraussetzungen im meinem Falle zumindest leidlich gut gegeben sind, so würde ich keines der Gedichte 1:1 verwenden, weil sie eben so nicht vollständig "passen". Es bedarf vor dem Hintergrund eigenen menschlichen Wissens hier und da der menschlich manuellen Nachbearbeitung. Dennoch beeindruckend, was die KI in wenigen Sekunden hinbekommt.

The Ballad of Amato, Paladin Most Blind

Oh singing bards, come gather near,

And lend a mocking ear—

For tales of noble Amato’s might

Will make you spill your beer.

He swore to guard the princely son,

His oath both pure and grand,

Yet struck a rogue for breathing wrong—

Ah, justice well at hand!

While holy light around him gleamed,

And armor caught the sun,

A cloaked fiend stood behind his back—

(Perception check: a one.)

The rogue he scorned and bruised in pride,

The “villain” of the day,

Saw daggers in the crowd instead—

And shouted, “Move away!”

Two warlocks fell, their spells undone,

Their evil plans laid bare,

While righteous Amato searched about—

For valor, not for care.

Oh bless the knight, so firm of faith,

With halo slightly bent,

Who proved that vows and shining steel

Mean less than good intent.

So raise a toast, ye rogues and knaves,

To heroes unadorned—

For when true danger stalked the prince,

’Twas not the sworn who warned.

The Ballad of Amato the Unseeing

Oh, valiant Amato, so holy, so bright,

Hand clenched in virtue, yet blind to the fight!

When rogues skulked near, you saw only sin,

And struck one down—not evil—but him.

While shadows gathered, your armor gleamed,

You smote the wrong man—how righteous you seemed!

A prince in peril, necromancers nigh,

And our hero stood blinking, and missed the “why.”

The crowd was thick, the foe stood near,

Right behind you, whispering fear.

But your gaze, so pure, looked straight ahead—

By Torm’s light, you saw nothing instead.

Meanwhile, the rogue you bruised in pride,

Drew twin blades, stepped to the side.

He felled two fiends before you turned,

And proved that trust must still be earned.

O Amato, blessed with noble flaw,

Your empty hands inspire awe.

For what’s a paladin’s sacred creed,

If not to fail while others bleed?

So raise a toast, ye righteous few,

To Amato, faithful—but clueless too.

He smites his friends with holy might,

And leaves the rogues to win the fight.

The Paladin and the Rogue

O noble Amato, shining knight of Torm,

With virtue polished, righteous and warm—

You raised your fist with holy might,

To smite the rogue, not foes in sight.

While shadows whispered of a deadly scheme,

You flexed your vows, your pious gleam;

The rogue, that wretch you struck aside,

Cried out, “They come!”—and two soon died.

Not his, of course—those deaths were earned,

By blades he threw, while yours just turned.

You missed the mage behind your back,

Still shining bright but sharpness lacked.

The prince was saved—by sin and stealth,

Not by your virtue, vows, or health.

How odd, dear knight, this holy jest:

A rogue performed your sacred best.

So raise your gauntlet, pure and proud,

And thank the thief you first disavowed.

For faith, it seems, is better shown,

By deeds the temple’s never owned.

The Ballad of Amato the Unseeing

O sing of Amato, Torm’s proud knight,

So brave in oath, so blind in sight.

With gauntlet clenched and holy stare,

He smote the rogue—his gravest care!

A whisper passed, “The prince’s doom!”

Yet Amato’s mind was wrapped in gloom.

For wicked men crept close in line,

While he gazed forth for some grand sign.

Behind his helm, the gods must sigh,

As one dark fiend stood passing by—

Close as his shadow, unseen still,

While Amato prayed for strength to kill.

But what of that “unworthy” blade,

The rogue whose warning went betrayed?

He spied the snare, struck true, struck twice—

Did Torm not grant this man his ice?

So mark this knight, this paragon,

Whose holy fist struck right—but wrong.

No fiend fell by his righteous hand,

While rogues redeemed both prince and land.

Still saints will toast him, blind and proud,

For prayers ring louder than the crowd.

Yet laughter whispers from below—

“Next time, dear Torm, send forth the rogue.”

Ode to Amato, The Fist of Folly

Sing loud of Amato, paragon bright,

Who smote the wrong man and then lost the right.

A paladin pure, his judgment sublime—

So flawless, he fails at it every time.

There stood the rogue, a thorn in his creed,

Yet quicker of mind and sharper of deed.

He warned of the plot, he drew first blood—

While Amato watched virtue sink in the mud.

Behind our proud knight, the villain took aim,

Ready to burn both honor and name.

And Amato—bless him—so steadfast, devout,

Guarded the air with a flawless pout.

The prince almost perished, the rogues saved the day,

While Torm’s own champion knelt—in disarray.

Two foes slain by daggers, none felled by his vow;

The rogue did the holy man’s work somehow.

Oh, Amato the righteous, O hammer of grace,

With fists most swift—just aimed at the wrong face!

May songs of his valor (and brilliant mistakes)

Echo through taverns as laughter awakes.

The Paladin and the Rogue

O holy Amato, shining knight of Torm’s decree,

With fist of justice, aimed so free—

Yet somehow struck not villain, curse, or shade,

But the rogue whose warning had honor displayed.

While you, sworn watcher, gazed proud at the crowd,

The prince stood smiling, unguarded, aloud—

And behind you, cloaked in deceit’s misty grace,

Waited doom itself, breathing on your face.

The rogue you scorned? He saw what you missed,

Two blades of darkness by his daggers kissed.

While you, defender of sacred light,

Defended none in the fateful fight.

Strange, how Torm’s glory gleams so dim,

When rogues serve duty better than him.

You swung at honor, missed the foe—

Now the prince still lives, though not by your blow.

So toast to Amato, hero in name,

Who smote his ally, then earned his shame.

And hail the rogue, the sinner, the liar—

Who fought in truth while saints retired.

Ballad of the Blind Paladin

Sing, ye drunkards, raise a cheer,

For Amato the Mighty, protector, seer!

By Torm’s own light his oaths were sworn—

Then promptly tripped upon his own scorn.

He struck no foe, no shade, no ghoul,

Just punched a rogue—how brave, how cool!

The villain stood right at his back,

But holy Amato missed the attack.

While shadows sliced and warlocks crept,

Sir Valor prayed... or maybe slept.

The prince he swore to guard from fate

Was saved instead by a reprobate.

Two assassins down! The rogue stood tall,

While Amato blessed himself through it all.

No blade drawn, no deed done—

Torm must beam with pride, oh son!

So let’s all drink to that shining fool,

Proof that armor can’t fix a tool.

For rogues do righteous deeds, it seems,

While paladins nap on holy dreams.

The Paladin and the Rogue

Oh, brave Sir Amato, so noble, so grand,

With righteousness gleaming on gauntleted hand.

So quick with his fist at the whiff of deceit—

He smote the rogue first, then admitted defeat.

While keeping the prince was the vow that he swore,

He watched from the front as death came to the door.

A necromancer stood right behind his shield’s crest—

Quite the feat to sneak up on the holy and blessed.

But bless his conviction—his virtue, his might—

He focused on smiting the wrong man that night.

For the rogue, poor scoundrel, with daggers and guile,

Saved the prince twice, and did it in style.

Two killers he felled while our paladin prayed,

Still searching for evil that politely stayed.

One might think the gods, in their shimmering grace,

Would grant him some wisdom—or just better face.

So sing now of Amato, the fist of the Light,

Who punches his allies but misses the fight.

And raise your glass high to the shadowy friend,

Who did what the holy one failed to defend.

Ballad of Amato the Blind

Oh, noble Amato, so shining, so pure,

Sworn to protect, to serve, to endure—

A hammer of justice, or so you allege,

Yet can’t tell a blade from a buttered edge.

With holy zeal you smote the wrong head,

A rogue, not a fiend—his only sin: dread.

He warned of death creeping near the throne,

But your fist made certain he faced it alone.

The prince stood smiling, wrapped up in cheer,

While evil brewed quietly… right in your ear!

A warlock was humming, a necromancer near—

But saintly Amato noticed not a smear.

The rogue, the despised one, the “unholy breed,”

Was busy fulfilling your knightly creed.

Two fiends he sent swiftly down to hell,

While you clutched your virtue and prayed all was well.

So raise your gauntlet, oh champion of light,

You’ve mastered one art—attacking what’s right!

The rogue you scorned did your sacred chore,

A paladin’s heart… in a thief’s rapport.

Tell us, Amato, was the sermon worth the scar?

Did your radiant faith just not see that far?

Perhaps next time, before striking the just,

You might check your aim—and adjust.

The Paladin and the Rogue

O gallant Amato, beacon bright,

Defender sworn of truth and light—

With holy fist and righteous nerve,

You struck the rogue who dared to serve.

Yes, struck him! Why, what noble flair,

To punch the man who showed you care.

He warned of plots, of blades, of doom—

But fists, not wisdom, filled your room.

Then came the night, dark spells unfurled,

Necromancers prowled and hurled.

The prince—your charge, your sacred trust—

Near fell beneath their wicked thrust.

Behind you stood one cloaked in guise,

A villain masked before your eyes.

He breathed his curse, you missed your cue—

No smite, no blow, no holy view.

But look! The rogue, the one you scorned,

Whose cheek your sacred knuckles warmed—

Spilled not his wine, but wicked blood;

Two foes he felled within the flood.

And you, O knight of gleaming creed,

Raised not a blade in hour of need.

What irony—divine, profound—

The rogue stood tall while oaths fell down.

So here’s to vows, so pure, so tight,

That blind the eyes which should see right.

And here’s to rogues, with daggers keen,

Who guard the crown where faith has been.

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

So. 16 Seiten des Threads, der sich bis hierhin über ein paar Jahre erstreckte, durchgelesen.

Ich muß schon sagen:
Das war interessant!

Ich habe mich bisher kaum praktisch mit KI befaßt, geschweige denn beruflich - ganz im Gegensatz zu einigen der Diskutanden hier.
Was selbst vor diesem Hintergrund augenscheinlich wird, ist die unglaubliche Geschwindigkeit der Entwicklung in diesem Bereich in unterschiedlichen Kontexten: Text, Sprache, Coding, Bilder, usw. Das erscheint mir keine Welle zu sein, sondern eher wie ein Tsunami. Mit allen Potentialen aber auch Risiken, die damit einhergehen.

Eine frühe Erkenntnis erscheint mir Bestand zu haben: Man kommt um eigenes, menschliches, in harter Arbeit erworbenes Wissen nicht herum, wenn man gut mit KI arbeiten will. Das ist einerseits gut und beruhigend - andererseits aber höllisch beunruhigend, weil davon auszugehen ist, daß sehr viele Menschen darauf aus Bequemlichkeit verzichten (werden).

Bislang weiß ich nicht, ob und wie die Menschen mit diesen Entwicklungen umgehen werden (oder können), um sie in Bahnen zu halten, die uns vielleicht vor sozialen Umbrüchen vergleichbar mit der ersten industriellen Revolution bewahren kann, die den Planeten bis gut ins 20. Jahrhundert umgekrempelt hat unter unbeschreiblichen Opfern (neben den ebenso unbestrittenen Fortschritten).

This is scary as f***!

Francesco di Lardo

Ob die KI gut oder schlecht ist, daran scheiden sich immer die Geister. Der Kunde bzw. der Spieler soll entscheiden. Im Übrigen bedarfs Übung & Geduld, um etwas Brauchbares aus der KI-Kiste zu zaubern. Da bin ich auch sehr anspruchsvoll geworden. Lustig und interessant wird es, wenn man nur den "Bild-Prompt" als Grafik textlich angibt. Denn dann entstehen - immer - andere Bilder auf der Basis des Prompt. KI -Kunst halt - mit stets neuen Algorithmen erstellt.

Bearbeitet ( von LarsB)

  • 2 Wochen später...

Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die "Golden Hind" (ex Pelican) von Sir Francis Drake mit Dschunkensegeln zu versehen. Entsprechend habe ich den Rumpf der Galeone angepasst und neu gezeichnet. Der Clou aber bestand nun aber darin, die Dschunken-Version mit der Rahsegel-Version zu vergleichen. Ich will das Ergebnis nicht vorweg nehmen, probiert es mit ChatGPT einfach aus.

Lorcha-Galeone.png

Warum hast Du auf den Bugspreet verzichtet? Die von dort ausgehende Takelage hilft doch auch den vorderen Mast zu stabilisieren? Gerade beim Kreuzen des Schiffes bekommt dieses ja auch mal den Wind von vorne mit den entsprechenden Druck-/Zugkräften auf Seegel und somit Masten.

Vor 45 Minuten, Slüram schrieb:

Warum hast Du auf den Bugspreet verzichtet? Die von dort ausgehende Takelage hilft doch auch den vorderen Mast zu stabilisieren? Gerade beim Kreuzen des Schiffes bekommt dieses ja auch mal den Wind von vorne mit den entsprechenden Druck-/Zugkräften auf Seegel und somit Masten.

Das Dschunken-Rigg ist definitiv anders als eine Rahtakelung. Daher gibt es keine Stagen und eine entsprechende Verankerung mit einem Bugspriet. Der ausladenden Vorsteven (Galeon) dient in diesem Fall als Enterbrücke.

Bearbeitet ( von LarsB)

Zeit: 24.12.2025 um 16:39, Francesco di Lardo schrieb:

Dennoch bin ich z.B. der Überzeugung, die Welt wäre ohne die Atom-Bombe eine bessere.

Dann hätte sich die Spannung zwischen USA und UdSSR möglicherweise in einem Krieg in Europa entladen.

Ich glaube auch, bei allen Problemen, die wir damit haben werden, wir werden auch sehr viel Nutzen von KI haben.

11 Stunden her, Ma Kai schrieb:

Dennoch bin ich z.B. der Überzeugung, die Welt wäre ohne die Atom-Bombe eine bessere.

Weiß ich nicht. Psychopathen und Narzisten an entscheidenden Stellen der Macht wirds immer geben. Lediglich die Hemmschwelle vollends auszurasten sinkt mit der Möglichkeit, selbst im Nachherein komplett ausgelöscht zu werden... Zudem sind die Möglichkeiten der psychologischen Manipulation so vielfältig, dass diese schon an sich wie eine "smarte" Atombombe wirken.

Bearbeitet ( von LarsB)

Zeit: 9.1.2026 um 19:46, Ma Kai schrieb:

Dann hätte sich die Spannung zwischen USA und UdSSR möglicherweise in einem Krieg in Europa entladen.

Ich glaube auch, bei allen Problemen, die wir damit haben werden, wir werden auch sehr viel Nutzen von KI haben.

Du läßt außer acht, daß sich auch MIT Atombomben die Spannungen in Kriegen entladen haben.

Und, wichtiger, daß es dabei mehrere Vorfälle gab, in denen wir haarscharf an einem Krieg mit Atombomben vorbeigeschrammt sind. Zwei der bekannten Fälle sind zum einen das russische Atom-Uboot, welches sich während der Kuba-Krise durch amerikansiche Schiffe bedrängt sah und wo es nur an einem Offizier hing, der den Start von Nuklearwaffen verhindert hat, während der zweite dafür gewesen ist. Ein zweiter Fall ist der eines russischen Oberst, dem die Systeme einen großangelegten ballistischen Angriff der USA meldeten und der nach den üblichen Prozeduren den russischen "Gegenschlag" hätte auslösen müssen, es aber nicht getan hat.

Was vielleicht weniger bekannt ist: Um die russische "Zweitschlagfähigkeit" (d.h. die Fähigkeit eigene Nuklearwaffen zu starten nach einem umfassenden gegnerischen atomaren Erstschlag, der die politische Führung ausschaltet und sämtliche Kommunikation lahmlegt) zu gewährleisten, gibt es ein System, daß dies autonom - d.h. ohne "man in the loop" ausführt. Dies schon seit Zeiten des Kalten Krieges.

Ich denke, es ist nicht unwahrscheinlich, wenn es in der Vergangenheit auch noch weitere Fälle gegeben hat, von denen Informationen dem Normalbürger nicht zugänglich sind.

Ferner hat @LarsB Recht:
Es gibt immer wieder Psychopathen und Narzissten an "falschen" Orten, die gewissenlos alle Werkzeuge einsetzen, die sie in die Hand bekommen:
Trump ist kein Kennedy. Die Aum-Sekte setzte in der Tokyoter U-Bahn Chemiewaffen ein in Vorbereitung für "das Ende der Welt" - man kann sich vorstellen, was passiert wäre, hätten sie dafür eine Nuklearwaffe verwenden können. Hätte Al-Qaida 9-11 eine Atombombe in New York statt Flugzeugen eingesetzt, wenn es über eine solche verfügt hätte?

Das sind die Fragen, die sich stellen.

Francesco di Lardo

Zeit: 9.1.2026 um 19:46, Ma Kai schrieb:

Ich glaube auch, bei allen Problemen, die wir damit haben werden, wir werden auch sehr viel Nutzen von KI haben.

Wissen und Technik ist immer ein zweischneidiges Schwert.

Allein die erste und zweite Industrielle Revolution haben dazu geführt, daß sich Lebensstandard und die Lebensqualität letztlich für Millarden Menschen etwa im Vergleich zum Mittelalter sagenhaft verbessert haben. Die damit verbundenen sozialen und sonstigen Umwälzungen, mit denen wir noch nach mehr als hundert Jahren zu tun haben, waren nicht minder schwerwiegend: Die ersten beiden Industriellen Revolutionen haben weltweiten Kolonialismus ermöglicht. Sie haben zu einem Kampf der Systeme geführt (Marktwirtschaft vs. Kommunismus/Sozialismus), der in Form von Kriegen, Bürgerkriegen usw. Abermillionen Menschen das Leben gekostet oder äußerst negativ beeinflußt hat. Die ersten beiden Industriellen Revolutionen haben "industriellen" Krieg in einem zuvor unvorstellbaren und undurchführbarem Maße erst ermöglicht. Ganz zu schweigen von Dingen wie dem Klimawandel.

Das gleiche Potential - im positiven wie negativem Sinne wohnt auch der dritten (Computer) und vierten (KI) industriellen Revolution inne.

Ich denke, mit Blick auf die Geschichte ist es realistisch anzunehmen, daß im Zweifel die positiven wie die negativen Seiten von KI in der Zukunft "voll ausgekostet" werden.
Gerade in der aktuellen Ausgabe der ZEIT ist ein Artikel, in dem es darum geht, daß Varianten von ChatGPT (im beschriebenen Fall v4.0) OHNE die ethischen Beschränkungen im Umlauf sind bzw. derartige Tools (mal mehr, mal weniger potent) entwickelt und von Kriminellen gezielt genutzt werden.

Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß z.B. eine KP China oder auch die "America First" USA solche Tools im Fall der Fälle ohne ethische Beschränkungen zum Machterhalt oder zur Machtprojektion einsetzen werden.

Francesco di Lardo

Auf jeden Fall ist ChatGPT schön, wenn man mal Klugscheißer sein möchte:

Meine Frage: Was weißt du über das Lied "an einem Morgen im April"?

„An einem Morgen im April“ – Kastelruther Spatzen

Das Lied ist ein typischer Spatzen-Titel und passt perfekt in ihr musikalisches Universum:

Genre: Volksmusik / volkstümlicher Schlager

Thema: Liebe, Erinnerung, Neubeginn

Stimmung: warm, nostalgisch, sanft romantisch

Worum geht’s?

In dem Lied wird ein Frühlingsmorgen im April beschrieben, an dem eine prägende Liebesbegegnung oder ein emotionaler Wendepunkt stattfindet. Der April steht – ganz klassisch – für:

Neubeginn

Hoffnung

das Wiederaufblühen der Gefühle

Der Erzähler blickt rückwärts auf diesen Moment:

Ein Augenblick, der kurz war, aber das ganze Leben geprägt hat. Sehr viel Gefühl, sehr wenig Drama – dafür Herzklopfen und ein bisschen Wehmut 💛

Typisch Kastelruther Spatzen

einfache, bildhafte Sprache

Naturbilder (Morgen, Frühling, Licht)

Liebe als etwas Beständiges und Ehrliches

Musik, die eher tröstet als aufwühlt

Oder, liebevoll gesagt:

👉 Ein Lied wie ein Spaziergang durch den Tau am frühen Morgen – nix kompliziert, aber schön fürs Gemüt.

Wenn du magst, sag mir:

welches Album oder

ob du den Text suchst, eine Interpretation einzelner Zeilen oder einfach wissen willst, warum das Lied so berührt

Ich bin ganz Ohr 🎶😊

Ich: Sorry, aber in dem Lied geht es um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Du hast völlig recht – und danke für den Hinweis 🙏
Mein Fehler vorhin, da lag ich daneben. „An einem Morgen im April“ von den Kastelruther Spatzen bezieht sich tatsächlich auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986).
Worum es in dem Lied wirklich geht
Das Lied erzählt indirekt und sehr behutsam von diesem Ereignis:
Der „Morgen im April“ steht für den Tag der Explosion
Die anfänglich friedliche Stimmung kippt in Angst, Unsicherheit und Leid
Im Mittelpunkt stehen unschuldige Menschen, vor allem Kinder
Es geht um:
unsichtbare Gefahr
verlorene Heimat
zerstörte Zukunft
menschliches Leid durch technische Hybris
Ganz typisch für die Spatzen:
👉 keine Anklage mit dem Holzhammer, sondern Mitgefühl, Trauer und Mahnung.
Warum das Lied so wirkt
Es nennt Tschernobyl nicht direkt, aber jede*r versteht, was gemeint ist
Die sanfte Musik steht im starken Kontrast zum Thema
Gerade diese Zurückhaltung macht es emotional sehr stark
Oder anders gesagt:
💔 Ein leises Lied über eine laute Katastrophe.
Wenn du magst, können wir:
einzelne Textzeilen gemeinsam entschlüsseln
über Volksmusik als Träger ernster Themen sprechen
oder schauen, wie ungewöhnlich dieses Lied im Spatzen-Repertoire eigentlich ist
Und nochmal: guter Hinweis von dir 👍

Bearbeitet ( von Widukind)

11 Stunden her, Widukind schrieb:

wenn man mal Klugscheißer sein möchte

... oder sich so richtig über die KI amüsieren möchte. Es ist doch erstaunlich, was alles "typisch" für diese Kasteldingsder Spatzen ist.

Vor 1 Minute, Ma Kai schrieb:

... oder sich so richtig über die KI amüsieren möchte. Es ist doch erstaunlich, was alles "typisch" für diese Kasteldingsder Spatzen ist.

weswegen ich das Beispiel brachte:

es wird halt deutlich dass die KI nichts wirklich "weiß". Wenn ich sage, hey worum geht es in diesem Lied? Und die KI sagt: Och, da geht es um die schöne Natur und die Idylle, und es geht aber eigentlich um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und deren Auswirkungen, dann ist das halt voll vorbei.

Bearbeitet ( von Widukind)

Vor 12 Minuten, Widukind schrieb:

dann ist das halt voll vorbei

Exakt so. Von nichts eine Ahnung, aber das mit viel Selbstbewusstsein!

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