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Gedanken zum Weltenbau
Weiß net - ich beobachte bei mir, dass die Figuren durchaus ein Eigenleben entwickeln und mich beim Schreiben vorwärts tragen. Das klappt "top down" nicht so gut. Der Vergleich mit einem Hausbau ist eben etwas rigide: ein Buch oder Abenteuer ist etwas flexibler, als ein Haus, wo das Dach eben zwingend oben sein muss.
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Gedanken zum Weltenbau
Ich lese seinen Beitrag dahingehend, dass er meint, realweltliches Wissen sei dann immer schädlich, wenn es in der Spielwelt nicht vorkomme. Man muss diese Meinung nicht teilen. Sofern ein realhistorischer Tatbestand in der Spielwelt weder bewusst integriert, noch bewusst ausgeschlossen, wurde, kann er doch zur Spielwelt passen - er muss also nicht immer schädlich sein. Ich meine z.B. (nach etwas Grübeln auf der Suche nach einem Beispiel), dass Valian - für das die Quellenlage bei Midgard sowieso etwas eingeschränkt ist - nicht vollumfänglich die ausgesprochene Neigung der Phönizier zum Nutzen fremder Söldner übernommen hätte. Wenn jetzt jemand das vorbrächte und darauf eine Idee aufbaute, die gefällt, könnte eine Spielleitung das aufnehmen, ohne dass dadurch "Schaden" (wie auch immer man den definiert) entstünde - oder?
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Fehlende Chaoswunder?
Da ich das noch spiele und leite, lautet die Antwort darauf schon: "ja". Sie hätten mich sehr interessiert - siehe auch die Frage im Eingangsbeitrag - aber wenn's zu viel Aufwand wäre, dann ist das eben so, siehe voriger Absatz... Es trifft zu, dass ich - in Abwesenheit entsprechender Erläuterungen zum Hintergrund - pragmatisch argumentiere. Warum z.B. sollten finstere Gottheiten ihre Anhänger sterben sehen wollen - jedenfalls solange dies nicht auf dem Opferaltar zu ihren Gunsten geschieht - wenn Heilsprüche sie zum weiteren Kampf gegen die lästigen "Guten" erhalten könnten? Einer Argumentation dahingehend, dass dunkle Totems keine Heilsprüche gewähren könnten - außer den genannten, die über Dweomer herein kommen - weil sie "Heilen" nicht (gut) können (und die Dweomer-Heilzauber wären dann Randerscheinungen, die man nicht überbewerten sollte), könnte ich folgen. Die Argumentation, Bannen von Finsterwerk werde von dunklen Totems nicht gelehrt, da es diesen schaden können, ist dann absolut zutreffend, wenn ein Kampf allein zwischen Dunkel und Licht stattfindet. Streiten hingegen mehrere dunkle und auch finstere Mächte untereinander, so wäre es für deren Gottheiten wohl denkbar, ihre Schützlinge die Magie ihrer Gegner, seien diese auch global "aus der gleichen Ecke", bannen zu lassen?
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Fehlende Chaoswunder?
Verzeihung bitte, zwei Punkte: Vision ist aber im normalen Arkanum, ist auch Bestandteil der Wundertaten, und ist für Dunkle Schamanen nicht zugänglich - für normale Schamanen, und alle anderen, die Wundertaten lernen können, hingegen schon. Es in die Chaoswunder aufzunehmen, würde als die DSc den normalen Sc gleich stellen, oder? Gemäß der Einleitung auf S. 6 der Arkanums-Ergänzung sind die danach aufgeführten Sprüche für alle Spieler- und Nichtspielerfiguren zugänglich, man sollte sich nur überlegen, ob es sinnvoll ist, sie zu lernen. Damit können sie alle lernen, die Wundertaten lernen können - einschließlich normaler Schamanen. Da aber Dunkle Schamanen eben keine Wundertaten, sondern stattdessen Chaoswunder, lernen, ist das für sie nicht möglich. Würden die genannten Sprüche - wie z.B. Erkennen der Aura auf DUM S. 64 - auch bei den Chaoswundern aufgeführt, so würde das den Dunklen Schamanen nicht besser als den normalen Schamanen, sondern mit diesem gleich, stellen, oder? Ich habe das jetzt eben aus der Brille eines Dunklen Schamanenhäuptlings betrachtet, der nicht unbedingt zwingend Gegenspieler bzw. "böse" sein muss, sondern unter entsprechenden Umständen auch eine Art "geringstes Übel" sein könnte. Also nicht zwingend abgrundtief böse. Für eine solche Figur wären auch weitere Wundertaten nicht ganz schlecht. Auch ein solche Schamane könnte z.B. recht dankbar sein für die Möglichkeit, durch Austreibung des Bösen Dämonen los zu werden. Bannen von Dunkelheit und Bannen von Finsterwerk (besonders in der Auseinandersetzung mit Seinesgleichen - Unterstützung durch "lichte" Wundertäter wird er kaum bekommen) wären auch nicht schlecht. Das gleiche gilt für Erkennen von Besessenheit. Ob Göttlicher Schutz vor Magie auch für Dunkle Schamanen zugänglich sein soll (schützt den sein Totem nicht?), kann man diskutieren, ebenso die "Heilen von..."-Zauber (es gehen immerhin z.B. Lebensstärkung und Schnellheilung). Ich habe meiner Dunklen Schamanin die beiden genannten Zauber gegeben, aber ich vermute, wenn jemand anderes in die gleiche Situation kommt, wird die gleiche Frage.
- Fehlende Chaoswunder?
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Gedanken zum Weltenbau
Ich nutze dann gerne Pausen oder das Nachgespräch beim Zusammenpacken, um nachzufragen oder hinzuweisen... woraus sich dann oft interessante Gespräche entwickeln.
- KI-Bilderprompt-Verbesserung
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Gedanken zum Weltenbau
So schaut's aus!
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Gedanken zum Weltenbau
Da kann man dann Crossovers oder Mischszenarien ansiedeln?
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Gedanken zum Weltenbau
Das ist jetzt arg absolut formuliert. Über die Jahre hat man wirklich vieles schon erlebt... Das geht so weit, dass in einem meiner veröffentlichten Abenteuer eine Zeichnung nach einem Foto einer Kultfigur enthalten ist, die mein Vater aus dem realen Afrika mitgebracht hat.
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Gedanken zum Weltenbau
Ah ja, Plotten und Drauflosschreiben, dazu wollte ich noch etwas sagen. Ich stelle es mir sehr herausfordernd vor, sowohl etwas in einem Wurf komplett und detailliert von oben nach unten zu entwerfen (und dabei schon am Anfang zu wissen, wo man am Ende heraus kommt), als auch, einfach draufloszuschreiben und, während man im ersten Lauf bereits alles detailliert ausgestaltet, trotzdem alle Fäden im Kopf zu behalten, so dass man eine stimmige und stringente Handlung zustande bekommt. Für das, was ich gerade aufschreibe, habe ich zuerst zwei Seiten handschriftliche Notizen gemacht, dann daraus knapp drei Seiten grob wahrscheinlicher Ablauf generiert, und schreibe daraus jetzt die Rahmenbedingungen, Alternativen, Persönlichkeiten, Ziele usw. auf, was dann natürlich deutlich mehr wird. Also so eine Art iteratives "pantsen", aber dadurch, dass der Rahmen mit dem ersten, groben, Wurf steht, ein Prozess, der auch viel von "plotten" hat...
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KI-Bilderprompt-Verbesserung
Ich tippe schneller, als ChatGPT malt: "You're generating images too quickly. To ensure the best experience for everyone, we have rate limits in place. Please wait for an hour before generating more images." Dabei musste ich die Hälfte der heutigen Bilder dafür verwenden, das Bild, bei dem er gestern aufgehört hat, wieder halbwegs wieder zu kriegen. Da war eine kleine Schleife notwendig.
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Gedanken zum Weltenbau
In der Tat - vielen Dank für die Innenansichten! Zu historischen Bezügen: Du hast komplett Recht. Andererseits gibt es da diesen einen wirklich großen Vorteil: man kennt sie. Wenn mir so über Nacht eine Abenteueridee kommt - und ich hätte da eine, die eventuell eine Miniserie "kleiner PDFs" ergeben könnte - dann macht es halt nicht sofort "klick: das würde in Damatu hier hinein passen". Ich muss dann erst mal in die Damatu-Wiki und recherchieren. Das empfinde ich schon als wesentliches Erschwernis. Auf der anderen Seite habe ich die angerissenen Konflikte mit realweltlichem Wissen bei Midgard nicht erlebt - auch nicht in der KanThaiPan-Connection, wo ein paar Leute mit sehr tiefen eigenen kulturellen oder popkulturellen Erfahrungs- und Wissensständen aufeinander trafen. Umarbeiten für Fantasy-Kreaturen und Magie muss, oder müsste, man alles: man müsste sich diese Gedanken sowohl für Harlech-Castle-in-Alba, als auch für wo-auch-immer-der-lokale-Machthaber-im-Erzählraum-residiert, machen. Und auch letzteres wird auf irgendeine Form von Befestigung mit Wohnraum, Ausguck und - je nach Bedrohungslage und Prunksucht - dicken oder hübschen Mauern hinaus laufen, oder? Ich finde zudem, dass sich das historische Konzept "Burg" bzw. "Schloss", mit Fantasy-Addenda wie dem Heimstein, als gegenüber der "Fantastisierung" der Welt als relativ robust erweist. Ich finde die Ansätze hinter Damatu sehr spannend und verfolge sie mit Interesse - möchte aber anmerken, dass sie für mich bisher in der praktischen Anwendung weniger "zugänglich" als die zwei-Worte-Verweise im M3-Regelbuch sind.
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Abstimmung der Spielfiguren auf Cons
Man muss da zwei Sachen unterscheiden. Einerseits wirklich "andere" Figuren - wobei das relativ selten ist, dass ich das wirklich allen Mitspielern zum "Veto" vorlegen würde. Wenn jemand mit einem Schwarzalben ankäme wäre so ein Fall. Der Normalfall dafür ist aber eher der sechste Spieler - das hat natürlich Auswirkungen auf alle anderen, deshalb sollen auch alle sich äußern dürfen. Andererseits die "normalen" Figuren. Da fast alle meiner Abenteuer "Grade beliebig" (also nicht) vorgeben, gibt es dann oft eine kurze Diskussion, wer was hat in welchem Gradbereich, damit eine Gruppe zusammen kommt, die miteinander harmoniert. Dabei können natürlich Assassinen als "Händler" (mit Augenzwinkern) angekündigt werden usw.
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M5 und M6 parallel am Tisch
Wäre rar, aber möglich. Bei solchen Fragen - zusätzlicher Spieler, Zusammensetzung der Gruppe, ... - frage ich immer den ganzen Tisch. Es hat noch nie jemand ausdrücklich und kompromisslos "nein" gesagt, aber ein paarmal kam "na jaaaaa... also das passt aber nicht so mit... " - was effektiv meist dazu führte, dass der angefragte Weg nicht weiter verfolgt wurde. Es wurde z.B. eine andere Figur gespielt.