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Angriff in ein Handgemenge mit einhändig geführtem Anderthalbhänder


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Hallo,

beim Angriff mit zweihändigen Hiebwaffen in ein Handgemenge hinein wird laut Kodex (S.85) zufällig ausgewürfelt wen der Angriff trifft.

Wie ist das bei einem Anderthalbhänder zu bewerten, der dank ausreichender Stärke einhändig geführt wird?

Ich würde es so handhaben dass es sich dabei unverändert um ein Zweihandschwert handelt, egal wie es geführt wird.

Oder kommt es weniger auf die Größe der Waffe an sondern den Kampfstil? Da ja in dem Fall die Fertigkeit Einhandschwerter statt Zweihandschwerter genutzt wird, spräche das dafür dass sich auch der Kampfstil unterscheidet und man im Handgemenge den gewünschten Gegner doch gezielt treffen kann?

Streng ausgelegt bezieht sich der Regeltext aber auf die Waffe, nicht die genutzte Waffenfertigkeit. Also Zweihandschwert, oder?

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Wenn du das Schwert einhändig führen kannst und tust, mit der Fertigkeit Einhandschwerter, dann macht die Waffe den Schaden eines Einhandschwerts und ein gezielter Einsatz in ein Handgemenge ist natürlich möglich.

Sonst nicht.

  • Like 6
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Ja, ich sehe es auch so, dass hier die Waffenfertigkeit entscheidet. Einhandschwerter und Zweihandschwerter unterscheiden sich in den Regeln meines Wissens nur über die eingesetzte Fertigkeit - und damit ist ein Anderthalbhänder beides, je nach Einsatz.

Analog gilt das ja auch bei Stangenwaffen, die stechend eingesetzt vollumfänglich als Spießwaffe zählen - sonst ergäbe der erhöhte Schaden beim Sturmangriff zum Beispiel keinen Sinn.

Umgekehrt kann mit einem einhändig geführten Anderthalbhänder natürlich auch kein Rundumschlag geführt werden und der Kämpfer hat keine zwei Felder Platzbedarf. Und der einhändig geführte Anderthalbhänder kann auch mit Buckler, Parierdolch, Kampfstab und kleinem Schild abgewehrt werden.

Liebe Grüße
Saidon

  • Like 3
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vor 1 Stunde schrieb Saidon:

Und der einhändig geführte Anderthalbhänder kann auch mit Buckler, Parierdolch, Kampfstab und kleinem Schild abgewehrt werden.

Nicht im Handgemenge. Darum geht es hier. :D 

Ansonsten gebe ich Dir Recht.

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Ergänzend und bestätigend: Der Anderthalbhänder taucht im Kodex sowohl in der Liste der Einhandschwerter als auch in der Liste der Zweihandschwerter auf (KOD5, S.42-43). Es zählt, mit welcher Fertigkeit du ihn führst.

(Und ja, es ist kontraintuitiv, dass meine Kontrolle über ein schweres Schwert schlechter wird, wenn ich die zweite Hand zur Hilfe nehme - aber das ist ein Opfer, dass man für die Systematik bringt.)

  • Like 1
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Noch ein weiterer Punkt: Wenn es nicht ausdrücklich untersagt ist, dann hebt es doch die Stimmung am Spieltisch, wenn ich für und nicht gegen die SpielerInnen entscheide. Wenn also einer unbedingt von außen auf die Ringenden einkloppen möchte, dann soll er das doch bitte tun. Der Würfelgott wird darauf schon bald eine passende Antwort finden.

(Man kloppt sowieso nicht von außen drauf, sondern greift beherzt zum Dolch und schließt sich an!)

  • Like 1
  • Confused 1
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Es war ja nicht gesagt dass der Angreifende ein Spieler ist, es kann ja genauso ein Gegner versuchen einen im Handgemenge befindlichen Spieler zu treffen. Dann wäre es ja von Vorteil für die SpielerInnen wenn es als Zweihandwaffe behandelt würde.

Aber danke für die Antworten, es ist also logischer und konsistenter die Waffe nach der genutzten Fertigkeit zu beurteilen und nicht nach der Größe.

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    • By Orlando Gardiner
      Im M5 wird, meine ich, nicht mehr erwähnt, dass man mit Stichwaffen oder Fechtwaffen (in M4 beide unter Stichwaffen gruppiert) weniger Schaden gegen Skelette macht. Beim Schwarm hingegen werden Sonderregelungen für bestimmte Waffenarten erwähnt.
      Ich würde mich darüber freuen, wenn diese Regelung bewusst weggelassen wurde (und mich schämen, wenn ich sie nur einfach nicht gefunden hätte).
      Kam nämlich letztens an einem Spielabend (schon zum zweiten Mal) zu der Situation. Mein Glücksritter tritt mit einem Rapier gegen Skelette an; der SL meint, ich würde nur einen Punkt Schaden machen, weil es eine Stichwaffe wäre. Ich habe dann ein bisschen rumgejammert (ja stimmt, macht man nicht während des Spiels), dass Rapiere jetzt ja Fechtwaffen wären, nachgesehen, ob diese wie Stichwaffen zu behandeln wären und dann war die ominöse Skelettregel gar nirgends mehr zu finden. Der SL ließ sich allerdings nicht erweichen...
    • By Läufer
      Hallo!
      Finden bei einem Rundumschlag die Angriffe gleichzeitig oder nacheinander statt? (Analog bei Beidhändigem Kampf und bei Wurfsternen)
      Also ganz praktisch: Wörf ist von Skeletten umringt und schwingt seine Barbarenstreitaxt. Natürlich W20 = 1, W% = 40 "Angriffswaffe zerstört". Greift er trotzdem noch Skelett 2 und 3 an?
      Mich interessiert sowohl, ob es da Regelltext gibt, als auch, wie ihr das spielt. (Darum habe ich es als 'Meinung' geprefixt)
      Zu den Sternen
      Läufer 
       
    • By Yon Attan
      Hi
       
      Im Handgemenge kann man mit Ausnahme von Dolchen einschließlich Ochsenzungen, Küchenmessern und vergleichbaren improvisierten Waffen keine Waffen einsetzen. (Kodex S.85)
       
      Ein Parierdolch ist ein speziell geformter Dolch, der beim Angreifen auch wie ein solcher eingesetzt werden kann. Wenn er in der Zweithand geführt wird, kann man damit wahlweise parieren oder ebenfalls angreifen. (Kodex S.146)
       
      Zumindest was die Kampfgabeln angeht - mit denen aber auch anders gekämpft wird als mit Dolch und Parierdolch - ist das Regelwerk eindeutig, hier ist nur der Einsatz einer Kampfgabel im Handgemenge möglich. (Kodex S.146)
       
      Nun die Frage:
       
      Kann man mit einem Parierdolch in der Zweithand auch im Handgemenge noch einen zweiten Nahkampfangriff ausführen?
       
      Beispiel:
      Der Charakter beherrscht die Fertigkeit Stichwaffen und die Fertigkeit Parierwaffen. Er geht ins Handgemenge und trägt einen Dolch und einen Parierdolch in den Händen. Kann er nun im Handgemenge zwei Angriffe durchführen, einmal mit der Fertigkeit für Stichwaffen und am Rundenende einmal mit dem geringeren Erfolgswert für Parierwaffen?
       
      Mfg            Yon
       
      PS: Es gab mal unter M4 eine ähnliche Diskussion, dabei ging es aber darum, ob man Parierwaffen und Schilde im Handgemenge noch zur Abwehr einsetzen kann. Darum geht es mir hier gerade nicht. Mich interessiert nur die zweite Angriffsmöglichkeit mit einem Parierdolch: Abwehrwaffen im Handgemenge von Nutzen?
    • By Yon Attan
      Hi
       
      Bereits unter M4 gab es die Diskussion, inwiefern ein Buckler der schlechtere Parierdolch ist.
      http://www.midgard-forum.de/forum/threads/27520-Buckler-schlechterer-Parierdolch/
       
      Unter M5, behaupte ich, dass sich dies noch weiter verschärft hat:
       
      Buckler und Parierdolch helfen gegen genau die selben Angriff (insbesondere schützen jetzt auch Parierdolche gegen Zauberstäbe)
      Beide haben die selben Kosten zum Steigern (Schilde und Parierwaffen)
      Beide sparen (nach dem Erratum) die selbe Anzahl an AP bei Nutzung als Vertedigungswaffe und erfolgreicher Abwehr
       
       
      Jedoch macht der Parierdolch beim Angriff 2 Punkte mehr Schaden als der Buckler und kostet 2 GS weniger als der Buckler (8 anstatt 10 GS)
       
      Der einzige Vorteil des Bucklers ist, dass dieser beim erstmaligen Lernen nur die Hälfte an Lernpunkten (2 anstatt 4) braucht.
       
      Eine Frage die sich stellt, ist ob eine Parierwaffe gegen magische Nahkampfangriffe hilft. Ein Buckler tut dies als Schild auf jeden Fall (Arkanum S.11). Ansonsten wäre dies ein (zumindest geringer) Vorteil des Bucklers gegenüber dem Parierdolch (ich glaube keiner meiner Charaktere wurde jemals mit einer magisch erzeugten Nahkampfwaffe angegriffen, zumindest kann ich mich spontan an keine Situation erinnern).
       
      Was meint ihr zum Verhältnis Buckler/Parierdolch unter M5? Bedarf es möglicherweise einer Korrektur durch Hausregel?
       
      Mfg Yon
    • By Haedor
      Hallo liebe Leute!
      Ich wollte fragen, wie Überraschung in Midgard gehandhabt wird. Mir ist dies nach dem lesen der Regeln noch nicht klar...
      Angenommen ein Angreifer schleicht sich unbemerkt an sein Opfer heran. Hat das Opfer in der ersten Runde dann auch die Möglichkeit auf einen Angriff? 
      Bisher bin ich gewohnt, dass die überraschten Parteien in der ersten Runde nicht handeln dürfen. Lt. Regeln von Midgard haben diese abe nur keinen Angriff.
      Kann mir jemand helfen den Ablauf des Kampfes zu verstehen? 
      Tausenddank im Voraus.
       
      LG Haedor
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