Alle Inhalte erstellt von Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Wenn die Spielleitung dies übernimmt, dann hätte ich aber das Gefühl, daß sie letztlich meinen Charakter steuert und nicht ich selbst. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Das erste kann reichen. Aber ich würde dazu tendieren, es positiv zu würdigen, wenn die Spieler zusätzlich mit einer guten Idee oder Nachfrage hinsichtlich eines bestimmten Details konkretisieren, die auf die Situation paßt. Sagen wir, die Charaktere beobachten heimlich einen Bösewicht, der im Regen in einer matschigen Straße einen nassen Hund streichelt und nach kurzer Zeit in einem dunklen Durchgang verschwindet, der in einen Kellerraum führt, wo eine Menge Leute einen Hahnenkampf verfolgen. Die Spieler kommen in den Keller und stellen fest, daß es keinen anderen Zugang zum Keller gibt. Keiner der Charaktere beherrscht Magie. Die gesuchte Person ist nicht zu sehen. Vielleicht kommen die Spieler auf die naheliegende Idee, daß ich der Gesuchte mit Magie getarnt hat - wissen aber, daß sie dies nicht werden herausfinden können. Wenn mir dann ein Spieler sagt: "Ich achte mal genau darauf, ob einer der Leute hier auffällig nach nassem Hund riecht.", dann ist das eine wirklich gute und originelle Idee, die ich mit einem Bonus auf seine Wahrnehmung belohnen würde. Wohl mehr, als wenn er mir sagte: "Ich schaue darauf, ob sich einer der Anwesenden hier nervös verhält." Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Natürlich unterscheiden sich Pen&Paper Regelwerke - nicht alle haben "Mechanismen" für alles, manche verzichten bewußt auf "Mechanismen" und geben SLs und Spielern mehr Freiheit und gleichzeitig weniger Führung und Anleitung. Mein "Vier-Punkte-Modell" steht sicher nicht so im Midgard-Regelwerk. Aber das Midgard-Regelwerk läßt sich m.E. ganz gut mit diesem Modell nutzen, ebenso wie manche andere Regelwerke. Hier in unserem Kontext ist ja auch noch eimal wichtig, daß es um die "Herangehensweise" und das "Gedankenmodell" geht - es wäre in der Praxis natürlich undurchführbar, für jede Aktion erst einmal präzise Prozentsatz-Faktoren und Berechnungen durchzuführen. Mit Blick auf LARP - ein weites Feld, wofür man einen eigenen Thread benötigte, wenn da Interesse besteht. Ganz kurz gesagt zu LARP und Blick auf "soziale Fertigkeiten": Im LARP gilt die stille Übereinkunft: "Was gut aussieht/dargestellt ist, ist auch gut." Als Rezipient läßt man sich also darauf ein - es ist ein gegenseitiges spielförderndes Geben und Nehmen. "Mechanismen" gibt es für eine überschaubare Zahl von Fertigkeiten und Dinge, wie Resistenzen, Treffer u.ä. Francesco di Lardo So habe ich es ehrlich gesagt noch nicht betrachtet. Für mich fühlt es sich "richtiger" an, wenn erst das Ausspielen kommt und dann im Anschluß der Würfelwurf. Aber ich konzediere: In der Tat, wann würde der Charakter dann einen "kritischen Fehler" ausspielen? Sehr valide Frage. Eine mögliche Erklärung könnte für solche Fälle sein, daß das "Ausspielen" dann dem "What the character thinks he's doing..." und der Würfelwurf dem "What the character really does..." entspräche. Oder aber, daß er Erfolg oder Mißerfolg des Würfelwurfs vielleicht für die "Reaktion beim Adressaten" auf die Anwendung der sozialen Fertigkeit steht. Ich weiß nicht - der "Charakter" kann gleichgültig vom Erfolg oder Mißerfolg bei der Anwendung von sozialen Fertigkeiten auch auf andere Art durchscheinen: - Wie spricht er? Hochgestochen oder Gossenspache? - Was für eine Einstellung zeigt er seinem Gegenüber: Überheblich, kumpelhaft, ... - Gibt es charaktertypische generelle Verhaltensweisen, die sich auswirken können? Sagen wir "Abneigung gegen Halblinge, Parfüm, laute Umgebung, ... D.h. ein und dieselbe soziale Fertigkeit hat abhängig von anderen Faktoren einen individuellen Tenor/Beigeschmack, die mitschwingt und ausgespielt wird. Parallel dazu spielt der Spieler aus, ob er jemanden nun durch Bedrohung, Überzeugung oder sonstwas zu einer Handlung bewegen möchte. Bedrohung durch einen Adeligen spielt sich anders als Bedrohung durch einen Barbaren. Wie spiele ich aus, jemanden zu Überzeugen als Barbar mit vielleicht eingeschränkter Eloquenz - das kann ich tun, bevor ich die Würfel geworfen habe. Vielleicht bekomme ich eine "Bauernschläue" gut gespielt hin (oder auch schlecht), die anders ist, als der Weg der "logischen Deduktion", den vielleicht ein gelehrter Charakter wählen würde. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Was ich sage, gilt für meine Situation der regelmäßigen Heimrunden - ich bin kein Con-Spieler bzw. kein Con-Spielleiter. Grundsätzlich gehe ich zunächst davon aus, daß Spieler gewisse Grenzen einhalten. Grundsätzlich gehe ich auch davon aus, daß die Spieler nicht traumatisiert und beeinträchtigt sind. Mit anderen Worten: Ich gehe vom "Normalfall" aus. Beim Zusammenkommen einer neuen Runde oder Hinzukommen einer neuen Spielerin oder eines neuen Spielers würde ich kurz ansprechen, ob es Dinge gibt, die aus Sicht der Leute "gar nicht gehen". Meiner Erfahrung nach werden dann - wenn - Extrem-Dinge genannt: Die Leute haben kein Problem mit Kämpfen, wo Leute Gliedmaßen verliegen können, aber sie wollen keine ausgiebigen Inszenierungen von Quälereien, wie sie vielleicht in irgendwelchen perversen Horrorfilmen vorkommen mögen. Kurz gesagt, in der Regel ist das unproblematisch. Darüber hinaus dringe ich nicht in die Leute ein - Traumata und Beeinträchtigungen sind auch Privatsphäre. Wenn Leute hier betroffen sind, und Sorgen haben, dann liegt es ihnen, auch darauf aufmerksam zu machen. Angenommen, jemand hätte irgend ein Trauma oder eine Beeinträchtigung, auf die sich leicht Rücksicht nehmen läßt, so wird dies selbstverständlich passieren. Angenommen, jemand hätte ein Trauma oder eine Beeinträchtigung, die letztlich ein "normales" Funktionieren der Runde beeinträchtigen oder einen Spielrahmen, wie er vom Rest der Gruppe akzeptiert und gewollt ist, unmöglich machen würde, dann wäre ich so aufrichtig und ehrlich zu sagen, daß dies wohl nicht die richtige Spielrunde für die Person ist. Hier überwiegt das Gruppeninteresse das Einzelinteresse der traumatisierten und beeinträchtigten Person, die dann gefragt wäre, sich eine Runde zu suchen, die "besser paßt". Ich bin kein Therapeut. Über den beschriebenen Rahmen hinaus halte ich viel von Eigenverantwortlichkeit: Wenn es aus Sicht einer Person etwas gibt, "was man wissen sollte" oder es ein Problem gibt, dann liegt es zuvorderst bei dieser Person, dies kundzutun - nicht bei anderen, dies auf Verdacht zu ergründen. Soll heißen, wenn ich jemanden zum Essen einlade, dann frage ich ihn nicht, ob er eine Allergie hat, sondern gehe davon aus, daß er mir das zuvor sagt, wenn er es für nötig erachtet. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Ich stimme zu. Sowohl beim Pen&Paper wie auch beim LARP gibt es Grenzen und Tabus. Beim Verführungsbeispiel halte ich irgendwelche detaillierten expliziten Beschreibungen auch nicht für angebracht. Gleiches gilt übrigens auch für exzessive detaillierte Gewaltbeschreibungen. Mit Blick auf das LARP / Schankmaid Beispiel: Es steht absolut außer Frage, daß es hier für null Toleranz gibt. Kommt so etwas vor, und bekommen Spielleiter (und ggf. NSCs) dies mit, würden sie aktiv out-game nachfragen, ob da etwas passiert, was nicht gewollt ist. Darüber hinaus würde auch darauf verwiesen, das solches "Spiel" nicht gewünscht ist. Wenn ein Spieler jedoch einer Spielerin gegen ihren Willen an die Brust packt, führt das dazu, das er direkt von der Veranstaltung fliegt. Es gibt natürlich einen Bereich, der schwer zu fassen ist. Ein Ritter mag innerhalb des Spiels in nicht körperlicher Art mit einer Schankmaid schäkern. Aber auch hier gibt es selbstverständlich Grenzen. Im Zweifel ist es dann immer richtig, wenn dann vom in-time ins out-time gegangen wird, und die betroffene Person klar die Grenze benennt oder/und sich jemanden dazuholt - und dies lieber etwas zu früh als etwas zu spät. Dann wird Klartext geredet, wodurch die Sache in den meisten Fällen noch eingefangen werden kann, sofern vorher nicht der Rubikon überschritten wurde. Denn alle Spieler wissen natürlich, daß dies ein hochsensibler Bereich ist - und ebenso, daß wenn ein out-time Gespräch wegen einer "Grenzsituation" gegeben hat, daß die Betroffenen dann unter scharfer Beobachtung stehen - nicht notwendiger Weise nur auf dieser einen Veranstaltung. In den allermeisten Fällen funktionieren solche Schäkereien im LARP-Spiel ohne Probleme - alle Beteiligten sehen und erkennen es als Spiel und verhalten sich innerhalb des akzeptierten Rahmens. Manchmal gibt es die Situation, in der jemand nicht nur im Spiel Interesse an einer anderen Person hat. Vereinzelt balancieren diese Personen dann auf einem schmalen Grad und wagen sich vielleicht bis an die akzeptierten Grenzen, um sich im Fall der Fälle hinter das "Spiel" zurückzuziehen, wenn dies nicht auf echte Sympathie auf der Gegenseite stößt. In den Fällen, wo das aber der Fall ist, kann es sein, daß die Gegenseite auf ähnliche Weise erwidert. Ich kenne eine Reihe echte Beziehungen, die letztlich so angefangen haben. Aber dies ist ein nicht ungefährlicher Graubereich, wo alle Beteiligten äußerst gut beraten sind, sehr gut aufzupassen. Sehr sensibles Thema, dessen Behandlung sowohl Fingerspitzengefühl wie auch Klarheit und Entschlossenheit der Veranstalter/Verantwortlichen erfordert, wenn die Spieler dies nicht untereinander geregelt bekommen sollten. Was Gewaltdarstellungen angeht gibt es auch Regelungen: Irgendwelches "Vergewaltigungsspiel" ist verboten. Selbst wenn alle Beteiligten dies einvernehmlich wollten. Was irgendwelche blutigen Rituale oder Grausamkeiten angeht, ergeben sich Teils Grenzen schon allein aus Altersbeschränkungen. Es gibt Cons, die sind dezidiert Ü18 aus solchen Gründen. Oder bei Großveranstaltungen gewisse Lager, die nur für Personen Ü18 zugänglich sind, wo es härter zugehen kann, wobei grundsätzlich IMMER Einvernehmlichkeit bestehen muß und es auch IMMER die Möglichkeit gibt, mit einem "STOP-Kommando" das Spiel zu unterbrechen und anzuhalten, so daß man sich ggf. rausziehen kann. In Ü18 Bereichen sind die Leute dort zudem dafür verantwortlich darauf zu achten, daß keine Leute dort reingelangen, die dort nichts zu suchen haben, wofür natürlich zuvorderst die Aufsichtspersonen von Minderjährigen achten müssen. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
In Deiner tendenziellen Einschätzung stimme ich Dir zu. Aber ich halte es nicht für eine allgemeine Wahrheit. Ansosten: Jein. Auch wenn es sehr danach scheinen mag, daß ich eine extrovertierte Person bin, entspricht dies nicht meiner eigentlichen wahren Natur - die ist eher stiller. Allerdings habe ich im Laufe der Jahre über das LARP gelernt, die "Rampensau" geben zu können. Das tue ich jedoch nicht generell, sondern nur in bestimmten Kontexten. Ich kann das mittlerweile gewissermaßen ein- oder ausschalten. LARP ist im Grunde eine geschützte Sandbox. Du kannst alle möglichen Dinge tun und Interaktionen spielen, die im wirklichen Leben völlig undenkbar wären bzw. die man als normaler Mensch einfach niemals tun würde. (Natürlich gibt es beim LARP aus gutem Grund auch bestimmte Tabus oder immer die Möglichkeit eines "Not-Aus", wenn sich ein Spieler oder eine Spielerin von einer Situation im Spiel überfordert sieht). Nehmen wir mal folgendes Beispiel: Ich denke, jeder von uns kann sich eine Person vorstellen, der wir persönlich aus dem Weg gehen würden. Sagen wir, dem "Bully" vom Schulhof. Oder vielleicht kennt so manch einer die Situation, spät in Bahnhofsnähe einer Großstadt unterwegs zu sein, wo man möglicherweise vorsichtshalber einen gewissen Bogen um zwielichtige Grüppchen macht, anstatt direkt an ihnen vorbei zu gehen. Echtes Leben also. Sagen wir mal, statt beim Pen&Paper willst Du im LARP einmal spielen, was Du in Wirklichkeit nicht bist: Der Söldner, Barbar, oder Kämpfer. Du hast dann irgendeine Form von Gewandung, wahrscheinlich ein Schwert oder eine Axt, vielleicht ein Schild oder ein Kettenhemd. Deine Ausrüstung signalisiert Kämpfer. Aber Dein Habitus atmet förmlich "harmloser Normalo". Denn das bist Du ja im echten Leben - und diesen Habitus kannst Du nicht einfach so ablegen - und man riecht ihn sieben Meter gegen den Wind trotz Deiner Ausrüstung. Im Spiel wirkst Du damit also erst einmal auf die anderen wie ein unerfahrener Rekrut - und damit liegen sie ja auch gar nicht so falsch. Um Dich herum steht noch ein halbes Dutzend dieser Art. Ihr unterhaltet Euch über den "bösen Ritter", der gerade in der Taverne ist, vor dessen Tür ihr steht. Gefährlicher Mann. Gefürchtet. Hat zig Untaten begangen. Gehört festgesetzt, keine Frage. Ihr seid sieben. Der ist allein. Gegen Euch sieben hat er allerdings keine Chance - aber er würde jeden einzelnen von Euch in Nullkommanix in Scheiben hacken. Wenn ihr ihn umringt, um ihn zu überwältigen, kann es schon sein, daß er einen oder zwei von Euch "mitnimmt" und vielleicht noch mehr Verletzungen davontragen. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit wirst Du aber überleben. Die Tavernentür fliegt auf, der "böse Ritter" kommt raus. Sekundenbruchteil: Er sieht Euch und kapiert GENAU, worauf ihr aus seid. Ohne zögern oder mit der Wimper zu zucken, marschiert er direkt auf Deine Gruppe zu mit fies grimmigen Blick. Ihr müßtet jetzt Eure Schwerter ziehen - jeder wartet auf den anderen. Der "böse Ritter" ist noch drei Schritte enfernt, hält weiter auf Euch zu. Schwert nicht mal gezogen. Euer Pulk teilt sich, der "böse Ritter" geht ohne mit der Wimper zu zucken durch die Gasse, die ihr gebildet habt, hindurch und durch das Burgtor hinaus, ohne sich auch nur nach Euch umzudrehen. Erst als er aus Eurem Blickfeld verschwunden ist, lösen sich Eure Zungen: "He, sag mal, warum hast Du Dein Schwert nicht gezogen?" "Hast Du doch auch nicht!" "Wir hätten die Sau fertiggemacht!" Hättet ihr, habt ihr aber nicht. Original Spielsituation - ich war einer aus dem Pulk... Du stehst dann da und glaubst selbst nicht, was (nicht) passiert ist: Ihr wart in der Spielsituation unzweifelhaft im Vorteil. Ihr hattet alles, was ihr braucht. Ihr wart sogar "die Guten" und im Recht. Im Spiel hättet ihr das - alle - zu 95% überlebt. Vielleicht wären ein, zwei nieder gegangen, weitere hätten womöglich ein, zwei Schwerthiebe abbekommen. Aber dann wären sicher die Heiler aus der Taverne durch den Lärm angelockt worden und hätten Euch sogleich "gerettet" Ihr beginnt "außerhalb des Spiels" zu denken: "Verdammt, ich bin zweihundert Kilometer hierhin gefahren, hab dafür bezahlt, mich mit Schaumstoffschwertern zu hauen. Jetzt hatte ich die Möglichkeit auf dem Silbertablett, wäre "der Held" gewesen und nehme sie nicht wahr? WARUM NICHT, zum Teufel?! Ihr rationalisiert - alle - daß Euch, hättet ihr gekämpft, die Schaumstoffschwerter bei Treffern auch nicht wehgetan hätten. Stattdessen habt Ihr Euch im Spiel wie Feiglinge verhalten - und ein paar Umstehende haben alles mitangesehen, wie peinlich... Das was Ihr darstellen wolltet und was ihr dargestellt habt, könnte ferner nicht auseinanderliegen. Katastrophe!!! Im weiteren Verlauf traust Du Dich nicht "den Grafen" anszusprechen, weil Du ja nicht wichtig bist. Weil Du einen Moment zu lange zögerst, greift ein anderer zu, als der Ent im Wald die "Goldene Wurzel " rüberreicht. Und so weiter. Und so fort... Und das alles in der geschützten Sandbox LARP, wo rational GAR NICHTS Schlimmes passieren kann. Beim Kofferpacken vor der Abreise hast Du Dich out-game mit dem Spieler des "bösen Ritters" noch unterhalten, der sich als ein total umgänglicher und netter Kerl herausstellt. Gibt's doch gar nicht!! Glaub mir, ich kenne wirklich das Gefühl, keine Rampensau sein zu können. Aber Du beginnst nachzudenken: Wie hat er es denn nun "geschafft", daß Du Angst hattest? Warum konnte er den abgebrühten Kämpfer geben, so wie Du ihn eigentlich am liebsten selbst darstellen würdest? Irgendwann, eines Tages, kommst Du auf den Trichter, daß Habitus oder Verhaltensweisen aus dem "echten" Leben im LARP auf dieselbe Weise wirken. Vermutlich "passiert" das anfangs eher unterbewußt, bevor man es bewußt realisiert und rationalisiert. Als nächster wichtiger Schritt muß dann "nur noch" die Mauer im Kopf eingerissen werden: Im echten Leben bist Du ein friedlicher Normalo. Aber im Spiel ist es nicht schlimm, Dich genau so arschig zu verhalten, wie der Bully auf dem Schulhof, den Du im echten Leben verachtest. Du überwindest Dich, ein bißchen "Bully" zu sein. Und - lo and behold - das funktioniert tatsächlich. Alle anderen Spieler kennen den "Bully" - und nehmen ihre Reaktion auf ihn aus dem "echten" Leben ins Spiel und für die Reaktionen ihrer Charaktere mit - die Verachtung und die Angst. Und darum kommst Du mit Deinem "Bully" im Spiel durch. Die nächste Stufe der Erkenntnis, die viel später kommt, ist diese und viel tiefgreifender: Mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit kämest Du mit Deinem "Bully" aus dem Spiel auch im echten Leben durch. Das ist augenöffnend bis verstörend. Alles mögliche, was Du im Spiel probierst an sozialen Interaktionen, würde im echten Leben vermutlich auch funktionieren. Das ist auch saumäßig interessant. Du kannst also hingehen und bestimmte Dinge im Spiel einfach ausprobieren oder üben. Leute einschüchtern, Leute erheben und stolz machen. Ihnen Verantwortung im Spiel geben oder wegnehmen. Die ganze Bandbreite. Du siehst ja, was wie funktioniert und was nicht. Und wenn's funktioniert, probierst Du es mal im echten Leben aus - hoffentlich nicht den "Arschloch-Teil"... Es ist ernüchternd, wie leicht viele Menschen zu manipulieren sind - um Gutes zu tun oder auch Böses. Ich habe im Spiel hunderte Leute zur Wut angestachelt. Oder Dutzende vor Trauer zum Weinen gebracht, daß ihnen die Tränen herunterliefen. Das war - wirklich - unheimlich. Ich dachte mir: "Mein Gott, was hast Du da jetzt angerichtet - Spiel hin oder her!" Ich habe aber auch Hunderte aus dem "Tal der Hoffnungslosigkeit" herausholen können. Meist freilich alles in kleinerem Maßstab. Aber verdammt - ich bin kein ausgebildeter Manipulator, Rhetoriker, Demagoge oder sowas. Und wenn ich das als Laie hinkriege, der eigentlich aus der introvertierten Ecke kommt, was können dann Menschen tun, die sich gewissermaßen "professionell" auf dem Gebiet bewegen - und zwar nicht im Spiel? Im echten Leben will ich keine Leute oder Gruppen manipulieren oder mit deren Gefühlen spielen. Da schalte ich die "Rampensau" lieber aus und begnüge mich damit, vielleicht mal in einem Forum, wenn nicht wortgewaltig, dann zumindest wortreich daherzukommen, wenn mir gerade der Sinn danach steht. Kann sein, muß aber nicht. Um den Kreis zu schließen: Vor diesem Hintergrund "juckt es mich" natürlich durchaus in Rollenspiel-Runden und reizt mich das Ausspielen mehr als der Würfelwurf. Ich glaube aber, das Gefühl des Introvertierten und Stillen nicht vergessen zu haben, der am Tisch auf seine Chance hofft. Ich komme aus der Ecke... Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Triggerwarnung! 😇 Es folgt extreme Haarspalterei. Man kann sehr kleinteilig argumentieren, um zu hinterfragen, ob Widersprüche bestehen oder nicht. In letztlich wenig relevanten Fragen wie hier lohnt sich das nicht. Ihr wißt das. Ich weiß das. Führt nicht weiter und ist mühsam. Im folgenden Post mache ich es mal aus Spaß an der Freud. Nehmt das bitte nicht ganz ernst. Sollte jemand mit ähnlichem Wahnsinn erwidern, wäre ich überrascht. Ich würde es mit Schmunzeln lesen, aber mich nicht berufen fühlen, auf der Ebene weiterzumachen. Ihr seid gewarnt... 😉 Zitat von mir: "Bei allen sozialen Fertigkeiten, die in "Wirklichkeit" Dialog erfordern, sind Würfel in meinen Augen Beiwerk. Das Rollenspiel muß im Mittelpunkt stehen, der Würfelwurf dient in meinen Kampagnen hier nur dazu, die Anwendung der Fertigkeit zu unterfüttern. Wenig überzeugend gespielt und gut gewürfelt gibt ganz sicher keinen überragenden Erfolg. Blendend ausgespielt und ok gewürfelt - da liegt meine Hauptgewichtung als SL auf dem Ausspielen." (Nocheinmal zur Klarstellung: Das ist meine Meinung. Jeder kann eine andere haben. Ihr müßt nicht meiner Meinung sein. Es stört mich nicht, wenn Ihr eine andere Meinung habt. Hier geht's nur darum, ob meine Meinung widerspruchsfrei ist oder nicht...) Gut, dann sezieren wir noch einmal bis ins Aller-Aller-Kleinste: "Bei allen sozialen Fertigkeiten, die in "Wirklichkeit" Dialog erfordern, sind Würfel in meinen Augen Beiwerk. Das Rollenspiel muß im Mittelpunkt stehen, der Würfelwurf dient in meinen Kampagnen hier nur dazu, die Anwendung der Fertigkeit zu unterfüttern." In diesem Satz sage ich nicht, alle Faktoren für Erfolg wären Rollenspiel und Würfelwurf - die ganze Liste (1. bis 4.) erwähne ich erst danach. In diesem Satz sage ich daß bei sozialen Fertigkeiten den Faktor Rollenspiel höher gewichte, als den Faktor Würfeln. Sagen wir, ich werte Rollenspiel mit 60% und Würfeln mit 40%. Sagen wir "wenig überzeugend" = "mangelhaft"/Note 5 oder "ausreichend"/Note 4. Sagen wir 20/6 = 3.33. Dann entspräche ein Würfelwurf von 13.33 bis 16.67 = "gut"/Note 2. Sagen wir ein "überragender Erfolg" = "sehr gut"/Note 1. Bei Gewichtung 60% "mangelhaft"/Note 5 und 40% "gut"/Note 2 wäre der "Gesamterfolg" ((6x5)+(4x2))/10 = (30+8)/10=3,8, also "ausreichend"/Note 4+ Jetzt zu "kein tolles Ausspielen" und "unabhängig vom Würfelwurf". Sagen wir "tolles" Ausspielen entspräche "sehr gut". Dann ist "ohne tolles Ausspielen" bestenfalls "gut". Nehmen wir den besten Würfelwurf an - also "sehr gut" Die Rechnung wäre ((6x2)+(4x1))/10 = (12+4)/10 = 16/10 = 1,6 also "gut"/Note 2+ Wäre also ein "sehr gut"/Note 1 unmöglich unabhängig vom Würfelergebnis bei der Gewichtung 60% Ausspielen und 40% Würfelwurf? So scheint es, denn bei den "bestmöglichen" Ausgangswerten kommen wir nur auf die "Endnote" 1,6, also 2+. Aber halt! Wir haben ja nicht nur 2 sondern 4 Faktoren! "Plan/Idee" sowie "geeignetes Werkzeug" haben wir bislang noch gar nicht berücksichtigt! Wenn wir die fehlenden zwei Faktoren noch einbeziehen, verschiebt sich die Gewichtung der Einzelfaktoren: Sagen wir "Plan" 20%, "Werkzeug" 15%, "Rollenspiel" 40%, "Würfel" 25% Nach wie vor ist "Rollenspiel" mit 40% der (gewichtigste) Faktor der im Mittelpunkt steht. Er schlägt aber nur noch mit 40% zu Buche, nicht mehr mit 60%, als wir nur zwei der vier Faktoren berücksichtigt haben. Nehmen wir an, alle Faktoren außer Rollenspiel sind "sehr gut", Rollenspiel ist nicht "toll", also bestenfalls nur "gut". Rechnung ((6x1)+(4x2)) = (6+8)/10 = 14/10 = 1,4, also "sehr gut" / Note 1- Damit wäre schon einmal der "Beweis" erbracht, daß ein "überragender Erfolg" = "sehr gut" auch "ohne tolles Ausspielen" nicht unmöglich ist. Doch damit nicht genug: Bei unserer Gewichtung "Plan" 20%, "Werkzeug" 15%, "Rollenspiel" 40%, "Würfel" 25% haben wir das "Gewicht" des Faktors Rollenspiel mit Absicht hart hoch angesetzt. Wir könnten dem Faktor "Rollenspiel" noch 10% Gewicht wegnehmen und anderswo verteilen - und noch immer könnte es mit 30% noch der stärkste Faktor bleiben. In diesem Fall wäre die Chance, einen "überragenden Erfolg" in der Gesamtnote auch ohne "tolles Rollenspiel = sehr gut" zu erreichen, noch größer. Ich weiß. Niemand führt ernsthaft im Spiel solche Berechnungen durch. Ich auch nicht. Unser Spiel hier erläutert lediglich die Gedanken hinter dem allgemeinen Konstrukt. Habe ich mir also widersprochen? Wie dargelegt - nein: Ein überragender Erfolg ohne tolles Ausspielen in diesem Modell ist nicht unmöglich. Wie dargelegt - nein: Ich habe meinen Standpunkt nicht geändert. Im besagten Satz "Bei allen sozialen Fertigkeiten, die in "Wirklichkeit" Dialog erfordern, sind Würfel in meinen Augen Beiwerk. Das Rollenspiel muß im Mittelpunkt stehen, der Würfelwurf dient in meinen Kampagnen hier nur dazu, die Anwendung der Fertigkeit zu unterfüttern." habe ich mich lediglich mit der Gewichtung dieser beiden Faktoren befaßt aber nirgends gesagt, daß dies alle Faktoren seien. Wenn ich mir aber nicht widersprochen habe (wie dargelegt) und ich dies so äußere, warum wäre dies vorwerfbar? Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Sehr schön zusammengefaßt! 👍 So geht es mir auch. Und interessanter Weise läßt sich das von Dir gesagte sogar aufs LARP ausdehnen, wo man als "Charakter" ja "real" z.B. auf der Wiese oder auf dem Burghof steht: Ich bin kein wirklich guter Schwertkämpfer, aber die anderen Spieler bzw. deren Charaktere glauben das und haben Angst vor meinem Charakter. Ich bin allerdings gebissen, wenn ich auf einen echten Könner treffe, der mich dann vermöbelt... 😆 Gut, einen Halbling könnte ich im LARP nicht darstellen - bin halt zu groß. Eine Frau auch nicht - beim Pen&Paper spiele ich vielleicht so 40% weibliche Charaktere, fürs LARP würde ich mich dabei aber nicht wohlfühlen (wobei ich sowohl Frauen und Männer kenne, die Charaktere des anderen Geschlechts spielen, teilweise wirklich grandios). Im LARP waren in den Anfangszeiten Charakterbögen (im Vergleich zum Pen&Paper aus ersichtlichen gründen eher einfach gehalten) verbreitet. Auch heute gibt es sie teils noch, wobei der Schwerpunkt auf DKWDDK (Du kannst, was Du darstellen kannst) beruht. Interessanterweise gibt es in unterschiedlichen Ländern teils ganz unterschiedliche LARP-Gepflogenheiten, wo man erst einmal hinterkommen muß, wenn Spieler aus verschiedenen Ländern zusammenkommen. Aber bei alledem stößt man auch an die Grenzen der Realität: Selbstverständlich gibt es im LARP Magier, die "Feuerbälle" zaubern können. Und noch viel selbstverständlicher wird selbst bei der noch so inspiriertesten Darstellung des Zaubers niemals Feuer durch die Luft fliegen. Eher ein kleiner Softball - was an diesem Punkt wohl dem "Berufen auf den Charakterbogen" entspricht. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Wenn der Erfolg Deiner Figur nur von Deinen darstellerischen Fähigkeiten abhängen würde, dann gäbe ich Dir auf der Stelle Recht. So wie ich es schön finde, hängt Dein Erfolg von mehreren Fähigkeiten ab: 1. Gute Ideen, 2. geeignetes Mittel finden, 3. Darstellung - und nicht zuletzt Glück. Ich glaube, das die wenigsten Spieler in allen Feldern glänzen (und wenn jemand ständig beim Glück glänzt, möchte ich dessen Würfel haben... 😁) Der eine hat seine Stärke hier, seine Schwäche dort, der andere umgekehrt, ein weiterer sticht vielleicht nirgends besonders heraus, ist aber dafür sehr breit aufgestellt. Für die meisten wird sich bei 1. - 3. zusammen eine Art "Durchschnittswert" ergeben. Wonach es nicht fernliegt, daß die "Erfolgsquote" underschiedlicher Leute sich auch nicht wahnsinnig von einander unterscheidet - lediglich der Einfluß der Einzelfaktoren, die einen einzelnen Spieler zum Erfolg führen unterscheidet sich. Was dann auch die vielbeschworene "Mischung" in die Gruppen bringt. Du hättest also "im Durchschnitt" nicht weniger oder mehr Erfolgserlebnisse als andere - lediglich die Zusammensetzung der Faktoren, die Deine Erfolgserlebnisse bedingen, unterscheidet sich von der von anderen. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Bitte zitiere mich, wo ich das sagen würde. Abermals: gute Idee/Plan Anwendung des geeigneten Werkzeugs (Fertigkeit, Spruch, Gegenstand, Regelwissen, um deren Interaktionen am besten zu nutzen) Rollenspiel Würfelwurf KEINES dieser Elemente wird beiseite gewischt. ALLE VIER werden eingebracht - aber mit unterschiedlicher Gewichtung. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Nein. Ich widerspreche mir nicht. Für eine "erfolgreiche Aktion" bedarf es nach meiner Einschätzung die genannten vier Elemente. Von diesen vier Elementen ist "Rollenspiel" meiner Ansicht/meinem Spielstil nach lediglich der (ge)wichtigste Faktor, der im Mittelpunkt steht - nicht der einzige. Ich sage nicht: Wichtigkeit/Mittelpunkt Rollenspiel 70%, die anderen drei Elemente je 10%. Ich sage aber auch nicht: Wichtigkeit/Mittelpunkt Rollenspiel 25%, die anderen drei Elemente auch je 25%. Was ich sage ist: Wichtigkeit/Mittelpunkt %-Satz Rollenspiel > %-Satz Gewichtung jedes einzelnen der drei anderen Elemente. Und war vorwiegend bei "sozialen Fertigkeiten", die man im Gegensatz zu einem Schwertangriff auch "ausspielen" kann. Wird es nun klarer? Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
An einer Stelle darf ich noch einmal einhaken: Ich habe geschrieben (Zitat): "Glaubst Du, extrovertierte Spieler seien inhärent unfähig, anderen auch Raum für ihr Spiel zu geben? Wenn ja, dann ist das falsch." Also: Es ist nicht richtig, daß extrovertierte Spieler inhärent unfähig sind, anderen auch Raum für ihr Spiel zu geben. Darauf antwortest Du: Also: Es entspricht Deiner Erfahrung, daß extrovertierte Spieler inhärent unfähig sind, anderen Raum für ihr Spiel zu geben. Da kann ich nur sagen - es tut mir leid, daß Du diese Erfahrung gemacht hast. Und ich frage nach: Leitest Du daraus ab, daß alle extrovertierten Spieler inhärent unfähig sind, anderen für ihr Spiel zu geben? Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Ich bin beeindruckt, wie gut Du meinst, meine Spielerfahrung einschätzen zu können und dabei zu dem Schluß gelangst, ich würde nur meine eigene Spielrunde kennen... Alles, was Du über mich weißt, entstammt meinen Posts in diesem Forum - ich glaube nicht, daß wir uns je getroffen oder miteinander gesprochen hätten. Doch selbst, wenn Dein Wissen über mich sich nur auf meine Posts in diesem Forum stützt, hättest Du die Gelegenheit gehabt, lesen zu können, daß ich seit 38 Jahren Rollenspiel betreibe ich als SL in verschiedenen Runden fungiert habe ich dabei im wesentlichen kaum jemals "Fertig-Abenteuer" abgespult habe, sondern eigene Kampagnen entworfen habe ich als Spieler teil in einer ganzen Reihe von Runden gespielt habe und spiele, auch in internationaler Zusammensetzung sich die Zusammensetzung der Gruppen im Laufe der Zeit geändert hat die Altersstruktur der Spielerinnen und Spieler in meinen Runden (heute) von Anfang 20 bis Mitte 50 reicht ich eine Reihe unterschiedlicher Systeme gespielt habe, spiele und mich mit weiteren beschäftigt habe ich als andere Facette des Rollenspiels auch das LARP kenne - seit nur 30 Jahren ich für das LARP Cons organisiert habe ich für verschiedene LARP-Orgas als Schnittstelle für deren gemeinsamen Hintergrund fungiere (hm, davon habe ich vielleicht nicht gepostet). ich im LARP eine Spielergruppe von 25 Leuten aufgebaut habe, koordiniere und bespiele ich im LARP auf Groß-Cons in extrem exponierter Position für 25 Jahre tätig war Ja - ich bin wahrlich ein Blinder, was das Thema Rollenspiel angeht! Und bitte, ich erwarte ganz sicher nicht, daß Du hier im Forum alle (meine) Posts liest, obgleich Du Dich sicher zu den Veteranen und Stammgästen zählen kannst. Vielleicht wäre ich aber an Deiner Stelle in manchen Urteilen nicht so vorschnell. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Vorsicht. Du setzt augenscheinlich "extrovertiert" mit "gutem Rollenspiel" gleich. Das tue ich nicht. Du kannst auch einen zurückhaltenden Charakter, der nicht viel sagt, gut rollenspielen. Ferner ist nicht jeder "extrovertierte" Spieler ein guter Rollenspieler. Ebenso steht außer Frage, daß auch introvertierte Spieler gute Rollenspieler sein können - sie tendieren lediglich nicht dazu, extrovertierte Charaktere zu spielen. Ferner nimmst Du an, daß extrovertierte Spieler automatisch die Introvertierten unterbuttern würden. Glaubst Du, extrovertierte Spieler seien inhärent unfähig, anderen auch Raum für ihr Spiel zu geben? Wenn ja, dann ist das falsch. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Die Mischung macht es, dem stimme ich zu. Was im Zweifel nicht paßt, ist das Aufeinandertreffen von Extremen bzw. gegensätzlichen Einstellungen. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Genau worüber "spricht es Bände"? Magst Du die Diskussion nicht? Magst Du nur kurze Beiträge? Fändest Du es übersichtlicher, hätte ich die Antworten der Übersicht halber nicht aufgeteilt, wenn bei Dir selbst bei Aufteilung "TLDR Vibes" aufkommen? Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Was mich wirklich wundert, ist dieses wiederkehrende "der gegen mich" Denken: Der will mich zum Stichwortgeber degradieren, der buttert mich unter, der denkt nur an sein Spotlight, der maßt sich an... Glaubst Du wirklich, daß "der" so ist? Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Auch dieser Spieß läßt sich mühelos umdrehen: Denkt man Deine Aussagen konsequent zu Ende, dann nehmen Dir extrovertierte Spieler den Spielspaß und müssen folgerichtig weg... Oder sie müssen "eingehegt" werden. Wenn ich Dir den Spielspaß nehme und Du mir den Spielspaß nimmst, wie würdest Du dann vorgehen? Würdest Du versuchen mich irgendwie "weg" zu machen - oder zivilisierter - mir nahelegen, die Gruppe zu verlassen? Oder würdest Du Dir aus eigener Initiative eine andere Gruppe suchen, die besser zu Dir paßt? Wenn die Mehrheit der Gruppe einen anderen Spielstil bevorzugt, als man selbst, dann würde ich mir eine andere Gruppe suchen. Wenn der überwiegende Teil meinen Spielstil bevorzugt, dann würde ich es kritisch sehen, wenn diese Spieler "einhegt" werden sollten. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Unsinn. Jeder von uns macht seine Bewertungen und das ist völlig in Ordnung so. Das ist keine Anmaßung. Würde ich Deiner Argumentation folgen, würde ich erwidern: Du bewertest Spielstil, sagst das ist gut, dies ist schlecht, Du maßt Dir an, zu wissen wie richtig gespielt werden sollte und das weiß man nicht, weil es keine Regel dafür gibt. Siehste selbst, nicht? Man muß dann als Konsequenz einfach nur feststellen, daß die Spielstile, die nicht richtig oder falsch sind, nicht zusammen passen. Das ist frei von Wertung und erst recht frei von Anmaßung. Wenn Du feststellst, daß es für uns beide am Tisch schwierig würde, hast Du vermutlich Recht. Aber auch das ist völlig in Ordnung. Anstatt "zusammenzubiegen", was nicht paßt, stellt man sich eine Runde zusammen, die harmoniert. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Selbstdienlich? Ich vertrete meine Sichtweise. Warum sollte ich eine Sichtweise vertreten, hinter der ich nicht stehe? Das vermeintliche "Gegeneinander" erscheint mir konstruiert. Der Kern ist für mich der: Es ergibt für mich keinen Sinn, "Dinge passend zu machen", die nicht zusammenpassen. Das hilft niemandem und macht niemanden glücklich. Stattdessen sollte man m.E. besser suchen, bis man gefunden hat, "was paßt". Vielleicht am Anfang schwieriger, doch am Ende sehr viel lohnender. Nicht selten sind meine Beiträge lang - oder nicht kurz - je nach Perspektive. Ich erhebe nicht den Anspruch, noch habe ich das Ziel, mit meinen Beiträgen die Welt zu ändern. Aber ein Forum dient letztlich dem Austausch und der Diskussion. Ich denke, vieles läßt sich nicht im Twitter-Stil formulieren - zumindest nicht, wenn man nicht nur an der Oberfläche kratzen möchte. Sind lange Beiträge schlimm? Für manche vielleicht TLDR - wer nimmt sich heute schon Zeit zu lesen, geschweige denn zu schreiben? Ich nehme mir die Zeit, Gedanken über Themen zu formulieren, die ich für interessant oder diskussionswürdig halte. Du hast Recht: Auch am Spieltisch bin ich selten um Worte verlegen. Als Spielleiter ist das nützlich, denn als solcher muß man ja maßgeblich die Geschichte vermitteln, die Bilder in den Köpfen formen, die Atmosphäre und die Stimmung schaffen. Als Spieler macht es beim "Rollenspiel" flexibler: Mir fällt es nicht schwer, "wortreiche" Charaktere zu spielen, aber ich spiele nicht nur "wortreiche" Charaktere. Nebenbei - ich gehörte lange Zeit übrigens zu den Stilleren. Kaum zu glauben? Ist aber so. Das Reden, improvisieren usw. habe ich beim Live-Rollenspiel gelernt. Dabei ist man natürlich in besonderem Maße auf DKWDDK (Du kannst, was Du darstellen kannst) angewiesen - es gibt keine Würfel... Beim LARP fällt dies einem "Stillen" im Zweifel noch viel schwerer, als bei einer Tischrunde. Irgendwann ist mir klargeworden, das ist "nur eine Mauer im Kopf": Du kannst beim LARP machen, was Du willst* - es passiert ja auch im "Worst Case" nichts Schlimmes. Vielleicht bekommst Du ein Schaumstoffschwert übergezogen o.ä. Aber es ist Spiel - Deine Ehefrau läßt sich nicht scheiden und Dein Chef kündigt Dir nicht Deinen Job. Diese Erkenntnis hat mich irgendwann die "Mauer im Kopf" einfach einreißen lassen und mir eine Welt von Spaß eröffnet. Der LARP-Hintergrund dürfte auch zu guten Teilen erklären, weshalb ich "Rollenspiel" auch beim Pen&Paper so schätze. Francesco di Lardo (*Natürlich gibt es auch im LARP gewisse Tabus, was auch gut so ist - doch die haben weniger mit dem eigentlichen Spiel zu tun.)
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Würfeln oder spielen?
Ich sehe nicht, warum das eine das andere ausschließen sollte. Dabei geht es uns allen doch darum, eine schöne Zeit miteinander zu verbringen. Es geht ja wahrscheinlich niemand zu seiner Rollenspielrunde, damit er da dann keine schöne Zeit hat. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
An diesem Punkt unterscheiden wir uns dann: Ich genieße es, wenn Figuren schön ausgespielt werden - das ist für mich der wesentliche Spaßfaktor beim Rollenspiel. Es gibt unbestritten unterschiedliche Spielstile. Man kann auf "meine Art" glücklich werden oder mit einem gänzlich anderen Spielstil, ganz unabhängig vom System, welches man spielt. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Damit eine Spielrunde harmonisiert, sollte man meiner Meinung nach aber einen Fehler vermeiden: Es macht meiner Ansicht nach wenig Sinn, Spieler, die einen stark unterschiedlichen oder gar gegensätzlichen Spielstil haben, in einer Gruppe zu haben und diese dann in der einen oder anderen Art "einzuhegen", zu "begrenzen", sie "hervorzuholen" usw. Das ist für alle Beteiligten anstrengend und ich glaube auch nicht sonderlich befriedigend, da niemand so richtig bekommt, was er sich wünscht. Stattdessen ist es, so glaube ich, der Mühe wert, sich Spieler zu suchen, die in Sachen Spielstil von sich aus weitgehend mit einander harmonieren, so daß sich die Frage einer möglichen "Regulierung", "Einhegung" oder "gezielten Förderung" gar nicht erst stellt. Letzteres ist bei Con-Runden vielleicht nicht so möglich, wie bei regelmäßigen Heimrunden. Doch ich glaube, daß selbst bei Con-Runden sich oftmals "die üblichen Verdächtigen" zusammenfinden. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Natürlich sind nicht alle Spieler gleich. Es gibt Introvertierte und Extrovertierte. Es gibt Introvertierte, die sich vielleicht von Extrovertierten "übergebügelt" fühlen mögen. Und es gibt Introvertierte, die gar nicht das Verlangen haben, unbedingt mit den Extrovertierten "gleichzuziehen", sondern die etwa seltener etwas sagen, aber fundiert - oder aber ab und an die "trockene Bemerkung aus dem Off" reinhauen, wie eine Bombe - und damit glücklich sind. Ebenso gibt es Extrovertierte, die durchaus in der Lage sind, "den Rest" eben nicht in die Ecke zu drängen, sondern ihnen ihren Raum zu lassen, ohne daß sie vom SL oder anderen Spielern eingefangen werden müssen. Auch spricht ja nichts dagegen, wenn eine SL mal den Finger hebt, sollten Dinge ausufern. Und wie erwähnt - es geht nicht nur ums Reden. Auch um Ideen und Planung. Und um Regelwissen bzw. die Kenntnis/Erkenntnis hinsichtlich der verfügbaren Optionen des Charakters. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Das "Rollenspiel" besteht im Ausspielen. Für Dein Problem ist wichtig zu verstehen, daß für mich eine "erfolgreiche Aktion" aus der Kombination verschiedener Elemente besteht, wie ich irgendwo kürzlich auch dargelegt habe, was ich jetzt gerade nicht mehr finde, weil die Threads mehrfach aufgeteilt wurden. Daher nochmal - eine "erfolgreiche Aktion" setzt sich für mich zusammen aus der Kombination der folgenden Elemente: 1. Gute Idee und guter Plan: Sowohl introvertierte wie extrovertierte Spieler können auf gute Ideen kommen und geeignete Pläne schmieden, wie die Spielercharaktere ein Problem sinnvoll oder clever angehen können. 2. Richtige Wahl der geeigneten "Werkzeuge": Abermals können sowohl introvertierte wie extrovertierte Spieler überlegen, welche Fertigkeiten, Sprüche, Gegenstände sie für die Umsetzung ihrer Idee und ihres Plans am besten verwenden. Gutes Regelwissen kann in diesem Zusammenhang auch nützlich sein. 3. Das gute Rollenspiel: Dabei geht es darum, die Aktion eben schön auszuspielen. Gutes Rollenspiel muß dabei nicht unbedingt wortreich sein. An dieser Stelle mögen eloquente Spieler ihren schüchternen Mitspielern im Vorteil sein. Dies muß aber nicht bedeuten, daß sich die Schüchternen "zurückgesetzt" fühlen. Man kann durchaus bemerken, daß "ruhige Zeitgenossen" am Tun der Wortwitzigeren Spaß haben können. Bilder im Kopf entstehen nicht nur bei den Eloquenten, sondern bei allen Mitgliedern der Runde. 4. Der Würfelwurf: Nehmen wir an, bei 1. bis 3. hast Du Dich leidlich gut geschlagen, beim Würfeln versägst Du kläglich. Das kann dann trotzdem dazu führen, daß Dinge nicht klappen. Oder umgekehrt: Mäßig davor, doch blendender Wurf, die Waage neigt sich zum Erfolg. Es gibt also nicht A) Rollenspiel ODER B) Würfelwurf. Es gibt 1. gute Idee/Plan UND 2. Richtige Wahl der geeigneten "Werkzeuge" UND 3. gutes Rollenspiel UND den Würfelwurf. Der Erfolg setzt sich also zusammen aus 25% Idee, 25% geeignete Werkzeuge, 25% Rollenspiel, 25% Würfelwurf (Nagele mich bitte nicht auf genaue Prozentsätze fest, die sollen hier den Gedanken illustrieren.) In jedem Bereich, wo Du "over-performst" kannst Du einen anderen Bereich ausgleichen, in dem Du "under-performst". Sagen wir, Du brauchst "100 Punkte", um die Aktion Deines Charakters zum Erfolg zu führen - das könnte gehen, wie folgt: 35 Punkte für eine sehr guten Plan; 15 Punkte, weil Du es mit einer suboptimalen Fertigkeit versuchst, oder aus den Dir zur Verfügung stehenden Sprüchen einen besser geeigneten hättest wählen können; 25 Punkte, da Du "durchschnittlich" ausgespielt hast, 30 Punkte, weil zu ziemlich gut gewürfelt hast. Summe 105, Ergebnis ist Erfolg. ODER 15 Punkte, denn Dein Plan war wirklich Murks - so etwas liegt Dir als Spieler einfach nicht; 25 Punkte für die Werkzeuge = Durchschnitt; 40 Punkte für Dein wirklich begnadetes Rollenspiel - Deine Mitspieler und der SL bogen sich vor Lachen; 15 Punkte für Deinen ziemlich miesen Würfelwurf: Life is a bitch - alle fanden es komisch, nur nicht die Stadtwache, an der Du vorbei wolltest. Summe 95, knapp daneben, aber kein Erfolg. Vielleicht liegt Deine Begabung in gutem Rollenspiel. Vielleicht bist Du stattdessen aber ein herausragender Planer. Oder Deine Stärke liegt in tiefer und genauer Regelkenntnis, welche Dir hilft, stets die optimale Kombination aus Fertigkeiten, Zaubersprüchen und Gegenständen zu finden, um eine Situation zu überwinden. Tja, und vor den Würfeln sind wir alle gleich - wäre ja langweilig, wenn alles "sicher" oder "vorhersehbar" oder "planbar" wäre. Ich frage Dich nun: Wie häufig sind die Spieler, die ALLES sehr gut können (das Würfeln mal ausgenommen)? Die sind selten. Ebenso selten sind die Spieler, die NICHTS gut können. Tatsächlich gleichen sich Stärken in einem Bereich oft durch Schwächen in einem anderen Bereich aus. Und die unparteiischen Würfel halten die Dinge interessant. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Mit Verlaub - was ist Midgard denn? Ein Rollenspiel oder ein Würfelspiel? Für mich steht das Rollenspiel im Mittelpunkt. Es lebt davon, daß zuvorderst Dinge ausgespielt werden. Das schafft die Atmosphäre und Einzigartigkeit. Ich spiele einen Charakter - nicht ein Blatt mit einer Liste von Werten. Die Würfel sind in meinen Augen ein Werkzeug, das Rollenspiel zu ergänzen: Einige Dinge lassen sich kaum ausspielen, etwa Angriffe in Kämpfen - hier funktioniert es nicht, wenn man seine Angriffe oder Abwehr beschreibt. Es braucht Mechaniken. Ähnlich ist dies bei einer Reihe von praktischen Fertigkeiten, wie etwa Schwimmen, Klettern, Wahrnehmung. Bei dieser Art Fertigkeiten macht es jedoch bereits einen Unterschied, wie man die Anwendung der Fertigkeiten beschreibt. Dennoch sind Mechaniken auch hier unverzichtbar. Bei allen sozialen Fertigkeiten, die in "Wirklichkeit" Dialog erfordern, sind Würfel in meinen Augen Beiwerk. Das Rollenspiel muß im Mittelpunkt stehen, der Würfelwurf dient in meinen Kampagnen hier nur dazu, die Anwendung der Fertigkeit zu unterfüttern. Wenig überzeugend gespielt und gut gewürfelt gibt ganz sicher keinen überragenden Erfolg. Blendend ausgespielt und ok gewürfelt - da liegt meine Hauptgewichtung als SL auf dem Ausspielen. Ferner sind die Würfel nützlich, um Unberechenbarkeit, Glück und Pech ins Spiel zu bringen, was das Ganze interessanter macht. Situationen wie das nachfolgende Beispiel sind mir ein Graus: Spieler: "Ich überrede ihn." [Klacker...] "Insgesamt 22. Klappt!" So etwas als "soziale Interaktion" finde ich völlig öde, langweilig und gänzlich flach. Als SL will ich von Spielern nicht "belabert" werden - ich will durch gutes Rollenspiel überzeugt werden. Einfach nur die Würfel auf den Tisch rollen, kann jeder Idiot - insbesondere dann, wenn ihm auch noch der Spielleiter bei der Entscheidung unter die Arme greift, worauf er würfeln soll. Schön ausspielen kann nicht jeder - dafür muß man die richtigen Leute finden, doch den Aufwand ist es definitiv wert. Natürlich braucht man nicht jedes Feilschen um eine Flasche Lampenöl auszuspielen. Doch bei allen für den Fortlauf der Kampagne relevanten sozialen Interaktionen will ich Rollenspiel sehen - sowohl als Spieler, wie auch als Spielleiter. Denn das ist es, was die Bilder im Kopf schafft und damit den Reiz der ganzen Angelegenheit ausmacht. Francesco di Lardo