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Francesco di Lardo

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Alle Inhalte erstellt von Francesco di Lardo

  1. This! Hier geht es nämlich um jemanden, von dem ich ausgehe, sein Hobby zum Beruf gemacht zu haben, der sich um die Midgard-Community hohe Verdienste erworben und sich sicherlich nicht auf deren Rücken Reichtümer angeeignet hat. Einen solchen Menschen trifft es dann hart, wenn er auf Lagerbeständen, die man für die einzelnen Produkte auf der Webseite ja einsehen kann, sitzenbliebe. In den wenigen Tagen bis Jahresende werden sich wohl kaum alle Lagerbestände verkaufen lassen - das hat Carsten in meinen Augen nicht verdient. Also in der Tat: Hauptsache, DDD bekommt so viel wie möglich von den Lagerbeständen auf den letzten Metern noch unters Volk. Francesco di Lardo
  2. Ich würde mit @LarsB nicht so hart ins Gericht gehen. Ich denke, es kommt immer darauf an: Wenn jetzt niemand die DDD Bestände aufkauft - mit welcher Zielsetzung dahinter auch immer - dann bleibt DDD darauf sitzen. Und sie gelangen am Ende gar nicht mehr an interessierte Spieler. (Es sei denn natürlich, wenn sie irgendwie doch unter der Hand noch auf den Markt diffundieren würden, wobei es mir fern liegt, diesbezüglich irgend etwas zu unterstellen, worauf ich hiermit ausdrücklich hinweise!). Da ist es immer noch besser, wenn irgendwelche Leute sie jetzt aufkaufen und später zu "Sammlerpreisen" verkaufen. Es ist schließlich niemand gezwungen, so etwas mitzumachen - ob nun auf Verkäufer- oder Käuferseite. Ein bißchen ist es eben wie bei Panini-Fußballbildchen: Fehlt Dir halt irgend ein Depp von Bayern München, dann bietest Du dem, der ihn hat eben zur Not eine Handvoll von Deinen "Doppelten", wenn Du ihn ganz unbedingt "brauchst". Im Idealfall hat halt jeder hinterher auf diese Weise sein Album voll. Man sollte vielleicht auch nicht ganz außer acht lassen, daß nicht alle Leute sonderlich gut betucht sind. Ich kenne Menschen, die sehr gern bestimmte Spiele spielen und lieben. Aber sie können sich ganz einfach aus dem normalen Budget nicht alles leisten (stellen wir uns als imaginäres Beispiel einmal "offizielle M5 Publikationen" vor). Die gehen dann hin und kaufen sich eine Publikation doppelt - eine für sich selbst und eine auf Halde für später, wo Sammler vielleicht willens sind, einen höheren Preis dafür zu zahlen. Dafür bedarf es ggf. eines langen Atems und auch einer gewissen Risikobereitschaft. Schließlich kann man sich eben nicht sicher sein, ob man später mit "Gewinn" herausgeht. Und es macht Arbeit, auf der Höhe zu bleiben, was so die Marktpreise sind. Man muß zur Post rennen. Vielleicht zahlt einer nicht, usw. Zu meiner Studentenzeit, wo ich mehr auf den Taler schauen mußte, kam eBay neu auf. eBay USA und eBay Deutschland waren noch völlig getrennt. Es gab noch keine Verkaufsprovisionen. Auch noch keine "Sicherheitsnetze" abgesehen von der Feedback-Option. Damals habe ich Mithril-Zinnminiaturen gesammelt (sehr schön, gibt es immer noch). Konnte ich mir aber nicht leisten. Da schien eBay super: Manche bekam man dort günstiger als im Laden. Nachdem man sich eine Weile damit beschäftigt hatte, erlernte man nach und nach, welche Miniaturen begehrt oder selten waren. Das kostete aber Zeit und Einsatz. Ebenso fiel mir irgendwann auf, daß manch eine Miniatur in Deutschland "billig", dieselbe in den USA aber "teuer" war und vice versa. Auch das kostete Zeit und Einsatz. Mit Hilfe des erarbeiteten Wissens war es mir irgendwann dann möglich, bei günstiger Gelegenheit zu kaufen bzw. zu verkaufen. Internationale Überweisungen waren zu teuer. Darum liefen Bezahlungen in die USA mit Dollarnoten im Briefumschlag. Manchmal gingen Briefe verloren oder man konnte sich nicht sicher sein, ob jemand lediglich nur behauptete, eine Zahlung nicht erhalten zu haben. Manchmal kam zwar die Zahlung an, aber im Gegenzug die Figuren nicht. Man mußte also auch lernen, welche Leute und Umstände eher vertrauenswürdig waren und welche nicht. Unter dem Strich konnte ich am Ende meine Sammlung früher Mithril-Miniaturen, die zu dem Zeitpunkt nicht mehr regulär erhältlich waren, von der finanziellen Perspektive her zum "Nulltarif" vervollständigen. ABER: Ich habe dafür mit sehr viel Zeit, Mühe, Arbeit, Risikobereitschaft und auch Rückschlagen verschwundene Pakete oder Geldsendungen (ob nun durch tatsächliche Unfälle oder Abzocke war am Ende nie definitiv zu klären) bezahlt. Ist so etwas vorwerfbar? Im Grunde geht es dabei um folgendes: Schnelle Verfügbarkeit und Bequemlichkeit zu einem höheren Preis gegen Zeit, Lernen der Marktbedingungen, Arbeit, Risikobereitschaft und Rückschlägen zu einem (hoffentlich am Ende) geringeren Preis. Oder zugespitzt gesagt: Instant gratification vs. delayed gratification. Damit habe ich kein Problem. Natürlich gibt es dabei auch Leute, die schnell und einfach die schnelle Mark machen wollen und es mit Maßlosigkeit versuchen: Am "Tag des nicht mehr lieferbar den 5-fachen Preis". Man sollte sich aber nicht der Illusion hingeben, daß dies normalerweise funktioniert. Käufer sind allermeistens eben nicht nicht so doof. Manchmal findet aber ein Maßloser einen Dummen - und das erregt dann natürlich große Aufmerksamkeit. Genauso, wie wenn jemand dem "Prinz aus Afrika" tatsächlich 1000 Dollar überweist, in der Hoffnung als Lohn dafür am Ende 1.000.000 Dollar aus dessen "freigekämpften vorenthaltenen Erbe" aus "Dankbarkeit" zu erlangen. Im Falle totaler Automatisierung und Masse, wie bei diesen legendären SPAM-Mails, trägt dies als "Geschaftsmodell", denn diese Art Scam scheint irgendwie in Variationen unausrottbar. Dagegen dürfte das Konzept "Maßlosigkeit gegen Dummheit" in der Praxis als Geschäftsbasis bei Rollenspielen eben nicht aufgehen. Um sich darauf verlassen zu können, dafür ist der Markt zu klein. Also bleiben die "Gewinne" für jemanden, der sich nicht professionell mit so etwas beschäftigt neben der der notwendigen Arbeit, Zeit und Mühe meistens geringer. Oder man wird manches Zeug auch gar nicht mehr los. Ich glaube, in der Masse der Fälle bleiben dieser Kleinhandel oder Hobbyhandel ganz einfach in einem ethisch und moralisch vertretbaren Rahmen. Die Welt ist nicht schwarz und weiß. Francesco di Lardo
  3. Klar. Aber wer weiß - vielleicht übernimmt Pegasus Games Workshop, Wizards of the Coast und Hasbro in einem unerwarteten Move... Doch Spaß beiseite: Ich denke, daß mein Punkt valide bleibt, obgleich ich extrem plakative Beispiele gewählt habe, um ihn zu illustrieren. Eine Firma muß bei weitem nicht so groß sein, um sich in komerzieller Ausrichtung von ihren Ursprüngen zu entfernen. Gerade bei Spieleproduzenten dürften diese anfangs in vielen Fällen bei Leuten (oder eben den sprichwörtlichen Studenten...) gelegen haben, die ihr Hobby zum Beruf machten. Solange man vom Verdienst des eigenen Hobbys leben kann, mag dies darüber hinweghelfen, daß der "Stundensatz" dafür überschaubar bleibt. Sobald eine solche Firma aber eine Größe erreicht, in der die notwendigen Mitarbeiter nicht samt und sonders ihr "Hobby zum Beruf" gemacht haben, ändern sich die Dinge. Ein Lagerarbeiter mag persönlich nicht emotional in der Verwirklichung und Veröffentlichung bestimmter Spiele involviert sein - er hat wahrscheinlich zuvorderst ein Interesse daran, daß verläßlich Ende des Monats das Geld auf dem Konto ist und gibt sich nicht mit einem Gehalt zufrieden, was im Vergleich zu anderen vergleichbaren Arbeitplätzen - sagen wir in einem IKEA-Lager - eher symbolisch ist. Francesco di Lardo
  4. In dem Moment, wo nicht jeder Spieler pauschal denselben Betrag an "Punkten" pro Session oder Abschnitt bekommt, wird es naturgemäß subjektiv - egal ob nun Spielleiter oder (soll's ja in manchen "progressiven" Systemen auch geben...) Spieler die Punkte vergeben oder ob es dabei um Punkte für rollengerechtes Spiel, gute Ideen, usw. gibt. Persönlich halte ich nichts davon, wenn Spieler sich Punkte zuteilen. In meinen Augen ist das Sache des Spielleiters - er kann am besten beurteilen, was die Gruppe in auf ihrem Weg vorangebracht hat und welcher Charakter daran maßgeblichen oder untergeordneten Anteil hatte. Für mich als Spielleiter waren immer gute Ideen, die die Gruppe weiterbrachten, der wichtigste Bestandteil bei der Punktevergabe, wobei ich auch für erfolgreiche Manöver, überwundene Gegner und in manchen Situationen für "gutes Rollenspiel" Punkte vergeben habe. Ich sehe auch in der subjektiven Punktevergabe an sich kein Problem. Der Spielleiter ist Erzähler, Moderator und (Schieds-)Richter. Er kann, soll und muß letztlich Entscheidungen treffen und Urteile fällen gemäß seinen Einschätzungen. Dabei denke ich, daß Spieler einem guten Spielleiter darin auch vertrauen: Mögen Spieler auch nicht mit jeder Entscheidung oder Punkteverteilung einverstanden sein, so werden sie dies hinnehmen, wenn sie der Überzeugung sind, daß ihr Spielleiter sie nach bestem Wissen und Gewissen fair und gerecht behandelt - wohl wissend, daß natürlich kein Mensch frei von Fehleinschätzungen ist. Auch wenn es seinerzeit viel Arbeit war, habe ich mir als Spielleiter während des Spiels parallel immer Notizen zu gewonnenen Erfahrungspunkten der individuellen Spieler gemacht. Punkte für überwundene Gegener habe ich anteilig nach ihrem Beitrag auf die Spieler verteilt. Punkte für gelungene Manöver hatten sicher auch nicht nur mit Überlegung, sondern auch mit Glück zu tun. Würfelwurf versägt, Manöver fehlgeschlagen, keine Punkte. Über die Zeit gleicht sich hier Glück und Pech statistisch aus, ist also unkritisch. Nach Ende der Session habe ich mir den Verlauf noch einmal durch den Kopf gehen lassen und bei gegebenem Anlaß für gutes Rollenspiel (was vielleicht nicht exakt dasselbe ist, wie rollengerechtes Spiel) Punke vergeben - vielleicht maximal 10% der vergebenen Punkte, meist weniger oder auch gar nichts. Die Summe der Punkte aller Spieler in einer gegebenen Session habe ich dann durch zwei geteilt. Die sich daraus ergebende Summe wurde prozentual des Anteils der einzelnen Spieler an guten Ideen, die die Gruppe in der Session vorangebracht hat, als Bonus verteilt. Z.B. also 4000 Punkte aller Charaktere in einer Session geteilt durch zwei macht 2000. Spieler 1 hatte in der Session 40% der "guten Ideen", bekam daher einen Bonus von 800 Punkten. Spieler 2 war still und hat den Abend nicht mehr als 10% der "guten Ideen" gehabt, so bekam er nur einen Bonus von 200 Punkten. Daraus ergaben sich eigentlich immer gewisse Unterschiede pro Session bei den Punkten, was eine Vielzahl von unterschiedlichen Gründen haben konnte: Manchmal hatte jemand eben brilliante Ideen. In mancher Session konnte eher der Kämpfer in Spielsituationen optimal seine Feritgkeiten einbringen und "zu Punkten machen", in anderen Sessions war es vielleicht eher der Magier. Mal hatten Charaktere Glück mit ihren Würfeln und Manöver klappten. Mal eben nicht. Im Schnitt glich sich dies mehr oder minder aus. Gleichwohl war es natürlich schon so, daß es bessere Spieler gab oder solche, die sich kontinuierlich mehr eingebracht haben (ohne die anderen zu überrollen versteht sich). Über längere Zeit kumulierten die besseren und aktiveren dann langsam mehr Punkte als die weniger Begabten oder Passiven. Das hat über die Jahre dann dazu geführt, daß der Spieler mit den meisten Punkten in einem M4 Midgard vielleicht Grad 10 war, während der mit den wenigsten Punkten noch Grad 8. Also spürbare Unterschiede in der Fähigkeit eines Charakters, jedoch keine fundamentalen. Den M4 Vergleich habe ich nur zur Verdeutlichung und groben Einordnung verwendet. In der Sache ging es um eine Rolemaster Kampagne. Fazit also: Ist die Punktevergabe nicht pauschal pro Spieler gleich, ist sie notwendigerweise subjektiv. Das ist bei einer Spielergruppe, die ihrem Spielleiter vertraut, auch kein Problem. Tut sie dies nicht, gibt es ganz grundsätzliche andere Schwierigkeiten. Da faktisch nun einmal nicht alle Spieler immer gleich gut oder schlecht "performen" (Hasswort eigentlich...), sollte es eben auch keine Gleichmacherei geben. Wer sich durch Ideen und Mitwirkung auszeichnet, der wird nun einmal belohnt. Ist in der Schule und im ganzen Leben nicht anders. Dabei sei gesagt, daß natürlich sowohl "Pauschalvergabe" von Erfahrung wie auch "individuelle Vergabe" von Erfahrung funktionieren. Es kommt letztlich immer auf die Sitten und Gebräuche am jeweiligen Tisch an. Francesco di Lardo
  5. Systeme gespielt: Rolemaster auf Mittelerde (1989 bis ca. 2014) - mein absoluter Schwerpunkt mit ungeheurem Aufwand gespielt und gemeistert Midgard 3 und 4 auf Midgard (1993 bis ca. 2022) - viel gespielt aber nicht gemeistert Call of Cthulu um 1920 (ca. 2006 bis 2008) - gespielt, war mal ein anderes Genre Ars Magica (ca. 1/2 Jahr angespielt in den späten Nuller-Jahren) - gespielt, interessantes Konzept Dungeons & Dragons 5e - 2014 auf Homebrew Welt (2023 bis heute ongoing) - gespielt über VTT/Discord, wird nie mein bevorzugtes System, aber geht grad nichts anderes Harnmaster auf Lythia (nie gespielt - leider) - tolle Welt, erdig, nicht abgehoben, hervorragendes Material offiziell und Fandom, viel, viel gelesen. Das reizt mich sehr. Materialen vorhanden zu: Rolemaster/Mittelerde ca. 1,3 Regalmeter Midgard ca. 1,1 Regalmeter Call of Cthulu nur das Regelwerk Ars Magica ca. 0,1 Regalmeter Dungeons & Dragons ca. 0,9 Regalmeter Harnmaster ca. 1,0 Regalmeter Sonstiges gemischt ca. 1,0 Regalmeter Gemeint sind damit jeweils gekaufte Publikationen, nicht aber eigene Kampagnen, Notizen usw. Francesco di Lardo
  6. Könnte sein. Dann aber vermutlich zu einem "vergoldeten" Preis, da die Verkäufer haargenau wissen werden, daß sie bereits bei Erscheinen ein "Sammlerobjekt" in den Fingern haben. Bislang habe ich mich bei Käufen im Zusammenhang mit Midgard all die Jahre auf die "offiziellen" Produkte beschränkt, besitze also nichts von DDD. Dies hat ausdrücklich nicht den Grund, daß DDD keine guten Sachen machen würde - im Gegenteil. Natürlich hatte ich über Jahre auf der SPIEL in Essen immer wieder Publikationen von denen in der Hand: Das ist gutes, solides Zeug! Allerdings ist (nun - war... 😢) Midgard nicht das einzige Rollenspiel-System, für das ich flächendeckend die "offiziellen" Neuerscheinugen gekauft habe, obgleich ich in den letzten Jahren viel, viel weniger zum Pen & Paper Rollenspiel gekommen bin, als früher. Noch sind Rollenspiele das einzige, was ich spiele - und in anderen Bereichen bin ich da ähnlich verfahren. Noch sind Rollenspiele, Cosims, teils Brettspiele meine einzigen Hobbies/Freizeitaktivitäten, die Geld brauchen... Du sieht, wohin die Reise geht. Irgendwo muß man sich - empörender Weise 😉- Beschränkungen auferlegen. Als ich etwa Mai 2025 begriffen habe, daß dem "echten" Midgard als Welt und Regelsystem kommerziell zugunsten von M6 der Todesstoß versetzt wird, bin ich hingegangen und habe zunächst noch einmal meine "Lücken" bis einschließlich M5 geschlossen. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir auch Gedanken gemacht, ob ich bei der Gelegenheit auch hingehen sollte und in Anbetracht der Lage meine bisherige Policy gegenüber DDD über Bord werfe solle, um mich auch damit vor Toresschluß noch flächendeckend einzudecken. Vor dem Hintergrund, daß DDD ingesamt doch sehr sehr viel für Midgard publiziert hat und dem lästigen Eingeständnis, daß ich auch ohne DDD mehr Midgard-Stoff habe, als ich realistischerweise mein Lebtag noch durchspielen kann (wobei ich darüber hinaus eigentlich ja immer eigene Abenteuer und Kampagenen mache und aus den Produkten lediglich die Hintergründe nutze), habe ich dann widerwillig davon abgesehen. Aber hey - mein Forenname ist Francesco di Lardo. Der kommt aus Parduna in Leonessa. Und es sind nur noch ein paar Tage bis Ende 2024, d.h. mit Blick auf DDD-Käufe wird es jetzt wirklich, wirklich ernst. Dann ist da eine epische Kampagne mit verdammten 1500 Seiten! Just the thing, was jemanden anspricht, der 25 Jahre ausgerechnet Rolemaster gespielt hat, der im Cosim Bereich nichts anderes spielt als ausgerechnet Advanced Squad Leader (ASL), der Kampagnen gemeistert hat, die 10 Jahre liefen und lange noch nicht am Ende waren, wenn nicht "das Leben" die Weiterführung verhindert hätte. Da wäre natürlich der Kauf der DDD 1500 Seiten Kampagne in der Heimatregion meines Lieblingscharakters noch einmal ein angemessen unvernünftiger und glorreicher Abschluß gewesen... In einer Sache bleibe ich mir jedoch treu: Ich bin nur bereit, angemessene Preise für Waren zu zahlen. Mit anderen Worten, regulär von DDD wäre für mich in Ordnung. EBay-Fantasiepreise kommen nicht in Betracht. Keine Abos, keine "Nutzungsrechte", keine endlosen neuen Regeliterationen, für die man natürlich neue Armeen "braucht" um des Kommerzes willen á la Games Workshop. Ich will a) Eigentum b) zu fairem Preis und c) ohne abzockerisches Geschäftsmodell - sonst bin ich raus, da bin ich "old school". Francesco di Lardo
  7. Granted. Wizards of the Coast, Games Workshop und Hasbro sind just die Läden, vor denen es mir in mancher Hinsicht graut. Jedoch: Microsoft nahm seinen Anfang auch in einer Garage. Google hat sich längst vom einstigen inoffiziellen Motto "Don't be evil" verabschiedet. Firmen können sich in ihrer kommerziellen Ausrichtung weit von ihren Ursprüngen entfernen. Francesco di Lardo
  8. Danke. Interessant! Franceso di Lardo
  9. Diese Umfrage gibt es seit Oktober 2025? Von daher ist die Zahl der Forenmitglieder, die in den letzten drei Jahren (!) aktiv waren in dem Zusammenhang in meinen Augen zunächst einmal kaum aussagekräftig. Wer vor mehr als drei Monaten bzw. seit dem Beginn der Umfrage nicht im Forum war, konnte diese schließlich gar nicht wahrnehmen. Interessant wäre vielmehr folgendes: Wieviele Forenmitglieder waren seit Beginn der Umfrage eingeloggt? Wieviele davon haben die Umfrage aufgerufen (ob man dies als Admin hier sehen / nachvollziehen kann, weiß ich nicht)? Und wieviele von denen, die die Umfrage wahrgenommen haben, haben im Anschluß ihre Stimme(n) abgegeben? Wenn es um die 500 mehr oder minder regelmäßig aktive Mitglieder hier im Forum gibt, bzw. die Umfrage wahrgenommen haben, kann man sich im Verhältnis dazu die Zahl jener anschauen, die auch abgestimmt haben. Dann ist es eine Frage des Zahlenverhältnisses, ob das ergebnis mathematisch statistisch relevant und repräsentativ ist (für die aktiven Mitglieder wohlgemerkt) oder nicht. Fragt mich bitte nicht nach den mathematischen Details und Statistik. Ich kann allerdings berichten, daß ich als Moderator eines Forums vor Jahren einmal just eine ähnliche Frage klären wollte und mich damals deshalb mit statistischer Relevanz und Repräsentanz befaßt habe. Mittlerweile natürlich alles vergessen, denn im Grunde hasse ich Mathe... 😉 Wie auch immer - damals ging es um die Wahl von Führungspositionen bei realen Events, die im Vorfeld von Forenmitgliedern gewählt werden konnten und sollten. Ich habe damals jährlich Karteileichen (= alle, die sich nicht innerhalb eines Jahres eingeloggt hatten) aus dem Forum entfernt. Die Wahlen fanden etwa zwei Monate nach dem letzten Durchfegen statt. Die Zahl der "aktiven" Forenmitglieder im beschriebenen Sinne lag bei etwa 400. Die Wahlbeteiligung bei etwa 100. Mit 25% ist die Wahlbeteiligung natürlich nicht rasend hoch - wie in einem Forum auch nicht anders zu erwarten. Ich wollte nun wissen, inwieweit diese 100 von 400 Stimmen statistisch relevante Rückschlüsse der "Gesamtbevölkerung" von 400 Mitgliedern erlaubten - mit anderen Worten: War die Wahl mathematisch statistisch repräsentativ? Das Ergebnis war damals ja (Es sei denn, ich habe damals die Mathematik dazu nicht begriffen...). Ob sich aufgrund der (möglicherweise) den Forenadmins verfügbaren Zahlen in unserem Fall für die hiesigen Forenmitglieder aus der gegebenen Umfrage mathematisch statistisch relevante und belastbare Rückschlüsse auf die gesamte aktive Forenpopulation ableiten lassen, weiß ich nicht (mehr). Sofern jemand hier daran Interesse und die Fähigkeit hat, dies herauszufinden, wären die Ergebnisse sicherlich interessant. Francesco di Lardo
  10. Das hingegen dürfte ein allgemeiner Trend sein, der vermutlich über die Grenzen von Midgard hinaus trägt: Wer Zeit und Geld investiert hat, sich ein Rollenspiel zu kaufen, dessen Regeln zu lesen, Spieler dafür zu gewinnen, diese anzulernen, eine Kampagne ans Laufen zu bringen, der wird sich gut überlegen, ob er damit für M6 von vorn beginnen möchte. Letztlich dürfte dies für viele Spielleiter und Spieler gelten. Natürlich gibt es auch immer einen Anteil von Spielleitern und Spielern, die gern mal in etwas Neues hineinschnuppern. Ob dies dann aber am Ende dazu führt, daß sie das System und die Spielwelt wechseln oder nach einem Wechsel auf Dauer dort Wurzeln schlagen, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Francesco di Lardo
  11. M6 zielt ja bewußt auf das Erschließen "neuer Spieler" und klar nicht auf das Halten der alten. Foren sind - zumindest meiner Erfahrung nach in anderen Bereichen, die mit Spielen zu tun haben - nicht mehr das Medium der Wahl in dieser Zeit. Die Jüngeren hängen eher z.B. bei Discord ab (was freilich einem Forum an Übersicht und als Archiv und Wissensdatenbank in Regeldingen usw. hoffnungslos unterlegen ist). Vor diesem Hintergrund sind hier die neuen Käufergruppen, auf die Pegasus seine Hoffnungen setzt, gar nicht zu finden. Interessant wäre es vielleicht, wenn man auf Discord, wo es vermutlich auch einen Midgard-Server gibt, eine parallele Umfrage durchführen würde, um zu sehen ob und ggf. wie dort die Abstimmungsverhältnisse divergieren. Dies stelle ich einmal als Anregung in den Raum für jene hier, die auch auf Discord aktiv sind. Falls von diesen dort jemand eine Parallel-Umfrage aufmacht, wäre ich jedenfalls sehr gespannt auf die Ergebnisse. Abgesehen davon bin ich aber dennoch von der bisherigen Klarheit der Umfrage hier im Forum (Stand 20.12.2025) überrascht: Mit derzeit 12 Stimmen für Wechsel zu M6 und 52 für Bleiben bei M1-M5 sehen wir da ein Verhältnis von 4:1 für das "etablierte" Midgard. Selbst wenn man im Hinterkopf hat, daß jüngere Rollenspieler vergleichsweise selten Foren nutzen und dies Forum hier gleichzeitig natürlich ein Sammelpunkt für Leute ist, die oftmals sehr lange und viel M1-M5 gespielt haben bzw. spielen, liegt es wohl nahe, zu der vorläufigen Einschätzung zu kommen, das der Enthusiasmus für M6 eher verhalten zu sein scheint. Mit Blick auf die Inkaufnahme der Preisgabe der prä-M6 Midgard-Spielerschaft durch Pegasus scheint der Verlag indes "erfolgreich" gewesen zu sein: Diese dürfte in diesem Forum konzentriert sein und deren Urteil geht bis dato zugunsten des "etablierten" M1-M5 Midgard und gegen M6 aus. Interessant wäre nun natürlich zu wissen, inwieweit sich M6 unter einer neu zu erschließenden Spielerschaft, auf die Pegasus erklärtermaßen hofft, im Vergleich zu anderen "leicht zugänglichen" Rollenspielen schlagen wird. Dazu kann die hiesige Umfrage freilich keine Anhaltspunkte bieten. Da mich persönlich "leicht zugängliche" Rollenspiele nicht ansprechen, weil sie mir persönlich zu flach sind und zu wenig Möglichkeiten bieten, habe ich keinen Überblick, welche Systeme dieser Art für M6 derzeit überhaupt als Konkurrenz im Wettbewerb um neue Spieler infrage kämen. Noch wie diese ggf. bereits etabliert sind, über bestehende Spielerschaft und Community verfügen, über publiziertes Material, dessen Qualität, usw. usf. Klar erscheint, je mehr dieser möglichen Konkurrenten zu M6 existieren und je etablierter diese sind, desto schwerer dürfte es M6 haben, sich gegenüber ihnen zu behaupten bzw. auf dem Markt eine Stellung zu erkämpfen, da es zu Beginn gewissermaßen "auf der grünen Wiese" anfangen muß, wo anderswo vielleicht schon mehr gebaut werden konnte. Verfügt M6 über Merkmale, die es von anderen "leicht zugänglichen" Rollenspielen absetzt oder sich gegenüber jenen hervorhebt (mal abgesehen vom klangvollen Namen Midgard), um neue Käufergruppen zu erschließen oder dazu zu bringen, von Konkurrenten zu M6 zu wechseln? Wenn ja, was sind Eurer Meinung nach diese Merkmale? Wenn nein, dann dürfte es M6 meiner Einschätzung nach schwer haben, wobei zunächst offen bleiben müßte, ob die Markt- und Marketing-Macht des größeren Players Pegasus hier eventuell in der Lage wäre, solche Hürden auszugleichen. Francesco di Lardo
  12. Das ist ziemlich dicht an meiner Einstelllung. Derzeit habe ich gar keine Gruppe zum Midgard-Spielen. Würde ich mich selbst dazu aufraffen zu meistern und Spieler auszuheben, würde ich vermutlich M4 spielen und wie Stephan dabei ggf. auf M5 Material für Hintergrundinformationen zugreifen. Massenhaft Hausregeln würde ich wohl nicht verwenden. Sollte ich als Spieler die Gelegenheit haben, irgendwo einzusteigen, würde ich mich ggf. auf M3 bis M5 einlassen mit Präferenz bei M4. M6 ist für mich - abgesehen vom Namen - sowohl in Regelwerk und Welt nicht mehr wirklich nachhaltig mit Midgard verbunden, weshalb ich hieran kein Interesse habe. Francesco di Lardo
  13. Ah, ich verstehe. Mir war nicht klar, daß die Crowdfunding-Phase nach dem letzten Dezember beendet war und daher hatte ich mich gewundert, daß ich nirgends leicht etwas gefunden habe. Besten Dank! Francesco di Lardo
  14. Wo kann man dieses monumentale Werk denn (bis Jahresende 2025) noch erwerben? Hat jemand einen Link? Eine Küstenstaaten-Kampagne würde mich schon noch reizen. Francesco di Lardo
  15. Es geht wohl eher in diese Richtung. Francesco di Lardo
  16. An dieser Stelle werden diejenigen, die Dich kennen (oder das Ausgangsbild gesehen haben), bemerken, daß die KI seit dem Smoking in Pastellfarben das Bäuchlein rücksichtsvoll interpretiert hat. Was dann auf der Yacht übernommen bleibt. Im Grunde ist dies in einer Nußschale eine Verdeutlichung dessen, was ich bereits in Posts weiter oben angemerkt habe: - Im Schnitt sind KI Bilder von Personen vorteilhafter als die Summe derselben in der Realität wäre. - KI fährt auf der Basis von KI-generiertem Inhalt fort und verstetigt und verbreitet so einen Bias, der ihrem Modell innewohnen mag. Wenn dies sich in Masse und automatisiert fortsetzt, besteht das Risiko, daß sich die KI von der Realität entkoppelt. Dies kann, wie gesehen, bei Bildern passieren. Ebenso aber bei Texten. Wissenschaftlichen Aufsätzen. Politischen Meinungen. Francesco di Lardo
  17. An der Hautfarbe der Hände wurde aber durch die KI nichts geändert... Das fällt nicht auf, wenn man das Ursprungsbild nicht kennt. Sonst aber schon, sofern man genau hinsieht. Francesco di Lardo.
  18. Richtig. Die Frage ist nur, wer hat das Geld, die Qualität noch zu bezahlen? Wenn ich zu den Vermögenden gehöre, dann kann ich mir von Schreinern Möbel nach Wunsch anfertigen lassen. Wenn nicht, dann kaufe ich wahrscheinlich bei IKEA o.ä. Wenn ich Kassenpatient bin, rufe ich im Krankenhaus an und scheitere ggf. schon daran, daß die KI unfähig ist, mein Problem zu lösen, wenn es nicht in die 80% der Fälle paßt, die die KI "beherrscht" aber ansonsten hoffnungslos versagt. Oder daß ich dort überhaupt nicht durch die Warteschleife komme. Bin ich privat-versichert, gibt es da ein Sekretariat mit einem echten Menschen, der direkt ans Telefon geht und zudem meine Sprache beherrscht. (So vor just wenigen Tagen...). Für die Masse wird es also in Zukunft "Massenlösungen" geben, die billig sind, aber unvollkommen - das gilt auch im Zusammenhang mit KI. Francesco di Larod
  19. Jein. Ich hatte eben schon den Moment in dem ich dachte: "Ach, jetzt sind die auch auf dem KI-Zug. Einerseits als individuelles Bild betrachtet ganz hübsch, in Summe aber eben doch wahrnehmbare KI-Einheits-Suppe." Also ist meine Beurteilung hier zwiespältig. Lorenzo di Lardo
  20. Absolut. Und in dem Maße, wie das Netz mit KI-generierten Daten geflutet wird, wird KI zwangsläufig damit beginnen, sich mit KI-generierten Daten zu trainieren. Genauso könnten Akteure hingehen (und tun das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch), interessengelenkt und automatisiert das Netz mit ihnen genehmen Daten zu füllen, die dann Basis für KI-Training sein werden. Also ein gewollter Bias. Auf anderer Ebene sehen wir Vergleichbares derzeit schon bei der Beeinflussung von Algorithmen in sozialen Netzwerken: Ein Elon Musk hat da ganz persönliche Interessen, was man bei X besser finden sollte und was weniger. In diesen Dingen liegen m.E. fundamentale Gefahren und große Machtungleichgewichte zwischen einigen wenigen und der großen Masse. Ebenso ist es mit der Transparenz: die IT-Riesen wie Meta, Apple, Google und Amazon haben unglaubliche Datenmengen über uns, die Masse, den "gläsernen" Verbraucher. Sie dagegen sind äußerst intransparant, was ihre Algorithmen, unsere Daten und Profile bei denen angeht usw. usf. Mit diesen Werkzeugen geht eine aberwitzige Machtfülle einher: Grundsätzlich sind Menschen bereit alles zu glauben. ALLES. Die Geschichte zeigt uns, daß sie an zig Götter glauben können, für die sie bereit sind, andere zu töten. Die Russen befürworten nach wie vor mehrheitlich den Krieg gegen die Ukraine. Die Palästinenser haben vor Freude im Gaza-Streifen auf den Straßen getanzt, obwohl die Videos der Barbareien der Hamas im Internet kursierten. Wir Deutschen fanden es während der NS-Zeit geboten, die Juden auszulöschen. Wer also die Macht über die Narrative hat, der hat die Macht über die Menschen. Wir wissen, welche Macht über die Narrative heutzutage etwa die sozialen Medien haben. Oder können uns ausmalen, was für eine Macht man durch massenhaft automatisierte KI Inhalte, die den Informationsraum fluten, erwerben könnte. Die mächtigsten Werkzeuge zur Beeinflussung der Narrative liegen in den Händen verdammt weniger Leute und Interessengruppen.
  21. Ich glaube, dies ist in gewisser Weise schon jetzt absehbar. Das möchte ich an einem Beispiel verdeutlichen: Sehr viele, die viel und gern Bücher lesen, beklagen heute, daß in den vergangenen Jahren viele Buchläden kaputtgegangen sind. Man kann nicht mehr so einfach wie früher in einen Buchladen gehen, um Bücher auch haptisch zu beurteilen, einen Blick hineinzuwerfen. Man läßt sich in einem Buchladen als bibliophiler Mensch anders treiben, als wenn man bei Amazon browst. Doch warum gehen Buchläden kaputt? Weil eben Menschen bequem sind. Weil ich "eben schnell bestellen kann" und ich dann "nicht noch dahinrennen muß, um's abzuholen". Aus demselben Grund klicken alle auf "Akzeptieren" bei den Datenschutzbestimmungen (ein Witz in sich selbst...) z.B. bei Facebook und im Netz im allgemeinen. Erstmal bequem, doch der Preis, den man erst einmal nicht fühlt, ist hoch. Kürzlich habe ich gelesen, daß ein erscheckend hoher Anteil von Schülern in Deutschland - schon in der Mittelstufe - die Hausaufgaben mit Hilfe von ChatGPT u.ä. erledigt. Weit über 50%. Der Preis, den sie für die "schnelle Bequemlickeit JETZT SOFORT" später bezahlen werden, für nicht mühsam selbst erworbene Kompetenzen, steht unzweifelhaft in keinem Verhältnis. In jedem Fall wissen wir eigentlich, daß wir uns da schaden. Aber wir tun es in der Masse trotzdem. Aus Bequemlichkeit. Weil es so einfach ist. Dies wird leider im Falle von KI genau so sein. Francesco di Lardo
  22. Mag sein. Aber daß KI generierte Bilder das Netz geradezu fluten, spricht doch für sich. Prompten könnte vielleicht auch zu einer Art "Handwerk" werden. Allerdings sollte man nicht vergessen, daß sich dies auch automatisieren lassen dürfte. Der Trend geht meiner Einschätzung nach dahin, daß nicht nur Bilder, sondern ganze Publikationen automatisiert generiert werden. Im Grunde passiert das schon. Ich habe gerade gestern einen Beitrag gesehen (fragt nicht nach dem Link, weiß ich nicht mehr...), bei dem ein "Autor" an die 900 PDF Publikationen von je so um die 8 Seiten und natürlich mit Artwork innerhalb von drei Jahren "verfaßt" hat, die dann im Netz über die enstprechenden Portale verkauft wird. Das Problem dabei ist, daß die Arbeit menschlicher Autoren und Illustratoren in dem Meer der KI-generierten Inhalte schlicht untergehen und schwer zu finden sind. Man mag zwar (derzeit noch) in der Lage sein, KI-Zeug zu erkennen, aber wer kann die Zeit aufbringen, die menschliche Nadel im KI-Heuhaufen zu finden? Mit Hilfe von statistischer Auswertung wird KI auch lernen, welches eine Prozent von 100 Stücken Müll dann doch gekauft wird. So werden menschliche Autoren dann nach und nach noch härter verdrängt werden. Im Prinzip ist dies nicht viel anders, wie die Verdrängung von Buchläden durch Amazon. Was KI-Bilder angeht: Als ich erstmals mit KI-Bildern in Kontakt gekommen bin, während ich nach Bildern für NSCs, Straßenszenen usw. suchte, war ich zunächst ziemlich begeistert. Im Vergleich zu dem, was man über Jahrzehnte in allen möglichen Publikationen verschiedenster Systeme sehen konnte, war das - in Farbe, in verschiedenen Stilen usw. - schon beeindruckend. Nachdem ich mich eine Weile damit beschäftigt hatte, kam es mir allerdings so vor, als ob viele Bilder, die sich für NSCs eignen, doch "irgendwie alle gleich" aussehen. Sei es - ob es sich um Greise, Männer, Frauen, Kinder handelt - daß fast alle "gut" aussehen. Es fehlen aber irgendwie "markante" Gesichter. Dabei klar: die KI-generierten Gesichter mögen ihre individuellen Konturen haben. Aber wenn ich mir z.B. 100 Passanten auf der Straße ansehe, die vorbeilaufen, sind die Gesichter um ein Vielfaches "unterschiedlicher" und "charakteristischer", als wenn ich mich durch 100 KI-Charaktere gelickt habe. Und dies gilt letztlich (noch) für KI-Content auch in anderen zusammenhängen. Es ist so ähnlich, wie bei diesen "Tratsch-Zeitschriften", an denen man an der Supermarktkasse vorbei muß, während man in der Schlange steht: 20 Stück nebeneinander, auf jedem Titel ist eine unterschiedliche Frau mit blonden Haaren und blauen Augen drauf - aber irgendwie ist es alles dieselbe Suppe und austauschbar. Was KI-Textelemente angeht: Einen ähnlichen Eindruck habe ich gewonnen, nachdem ich folgendes probiert habe: Für einen Glücksritter Charakter wollte ich mir ein paar gute Sprüche zurechtlegen, die man irgendwelchen NSCs bei Gelegenheit um die Ohren hauen kann und damit bei den anderen Spielern und dem Spielleiter für einen Lacher zu sorgen. Es gibt Menschen, die haben die Gabe einer unglaublichen Schlagfertigkeit, die ihnen so etwas aus dem Stand erlaubt. Mir fallen zwar auch oft gute Sprüche bzw. die "perfekte" Antwort ein - meist aber nicht im Sekundenbruchteil. Also dachte ich mir, schildere der KI mal ein paar Standardsituationen und beauftrage sie, dazu in einem bestimmten Stil und Kontext Antworten rauszuhauen. Auch hier war ich zunächst beeindruckt. Manche Dinge waren echt gut und witzig, anderes erschien eher gewollt. Aber unter dem Strich im Rahmen der Zeit schon beeindruckend. Ich habe mir dann etwa für eine bestimmte Situation nach und nach um die 30, 40 Antworten generieren lassen, beim Prompting am Stil gefeilt und am Ende die besten "übernommen" bzw. selbst "menschlich" nachbearbeitet. Am Ende kam halt heraus, daß ich einen "präparierten" Satz einwerfen konnte, der scheinbar wie die Faust aufs Auge paßte, ohne daß er abgelesen wirkte - denn ich konnte ihn ganz natürlich in das, was ich meinen Charakter sagen lies, einflechten. Diese Methode habe ich dann für verschiedene Situationen angewandt. Dabei ist mir aufgefallen, daß auch in diesem Zusammenhang sich die KI irgendwann zu "ähneln" und zu "wiederholen" scheint. Mit anderen Worten: Bei den ersten Malen ist man wirklich beeindruckt, doch nach einiger Zeit schleicht sich (auch bei unterschiedlichen Situationen) ein wenig der Eindruck ein: "irgendwie schon mal gehört von der Art her". Natürlich entwickelt sich KI rasant. Es könnte sein, daß dies noch unter die "Kinderkrankheiten" fällt. Ein Faktor ist allerdings auffällig und meiner Einschätzung nach auch generell im Umgang mit KI wichtig: In aller Bescheidenheit kann ich von mir sagen, daß ich im Umgang mit Leuten nicht schlecht "reden" kann. Nehmen wir einfach einmal an, ich hätte auf dem Gebiet eine gewisse "Kompetenz". Nach meiner Erfahrung ist im Umgang mit KI-generierten Inhalten eine eigene, menschliche Kompetenz erforderlich, um sie als Werkzeug gut nutzen zu können. KI spuckt atemberaubend schnell Texte, Bilder, Lieder - was auch immer - aus. Und zunächst sind die Resultate erstmal beeindruckend. Als Mensch brauche ich aber (zumindest noch) das Wissen und die Erfahrung, um in den KI-Resultaten die Spreu vom Weizen zu trennen. Um zu erkennen, wo in dem auf den ersten Bilck makellosen Bild oder Text der "Fehler" oder das so schwer zu benennende "Unnatürliche" oder "nicht exakt richtig Dargestellte" liegt. Fehlt einem Menschen diese Kompetenzen, dann gehen sie der KI in ihren Unzulänglichkeiten auf den Leim. Das Verführerische an der KI ist eben, daß auf den ersten Blick die Kleinigkeiten nicht auffallen und alles tippi-toppi erscheint - es aber nicht ist. Nach wie vor komme ich also als Mensch nicht umhin, doch noch selbst "mühsam" Kompetenzen zu erwerben, die es mir letztlich erst ermöglichen, KI wirklich gut zu nutzen. Die Gefahr liegt darin, daß Menschen aus Bequemlichkeit das "mühsame Lernen" zum Erwerb von Kompetenzen zu überspringen versuchen, weil KI eben - anscheinend - mehr oder minder makellos liefert und sie daher keine Notwendigkeit mehr zum "eigenen" Lernen sehen. Um zurück zu den KI-Bildern zu kommen: Es ist zwiespältig. Einerseits sieht vieles davon gut aus. Oft individuell betrachtet besser als menschliche Illustrationen, die im finanziellen Rahmen für Illustrationen für Rollenspiel-Produkte liegen. Andererseits ist derzeit (Ende 2025) irgendwie deutlich, daß die Summe von KI-Illustrationen als Gesamtheit im Wert geringer erscheint, als die Summe ihrer Einzel-Illustrationen. Gewissermaßen das "alles die gleiche KI-Suppe"-Phänomen, was Menschen (noch) irgendwie spüren können. Unabhängig davon steht natürlich die Frage, wer hier letztlich verdient: Ein paar mächtige Plattformbetreiber oder KI-Giganten - oder einzelne menschliche Künstler. Ethisch und moralisch besteht keine Frage, wo der Verdienst landen sollte. Das gilt umso mehr und erst recht vor dem Hintergrund, daß die KI letztlich mit Inhalten trainiert wird und wurde, die die KI-Giganten letztlich ohne Erlaubnis, geschweige denn Bezahlung sich in geradezu atemberaubenden Umfang von Menschen angeeignet haben. Beim "Verdienen" ist es darüber hinaus auch noch so, daß im Zweifel ein Rollenspiel Abenteuer für den Endkunden im Preis nicht billiger wird, trotzdem das Artwork zu geringeren Kosten in dessen Herstellung einfließt. Das, was früher an Illustratoren oder Autoren ging, werden sich die Publisher zweifelsohne fortan selbst unter den Nagel reißen wollen, während sie erstere opfern und leer ausgehen lassen werden. Von daher sehe ich die Verwendung von KI zwiespältig und mit einer gewissen Zurückhaltung. Francesco di Lardo
  23. Das habe ich auch über die DDD Rundmail erfahren. Und es hat mich - ehrlich gesagt - ziemlich geärgert. Wer auch immer hierfür die Verantwortung trägt, hat sich meiner Einschätzung nach ziemlich mies verhalten. DDD hat über ewig lange Zeit wirklich mit Herzblut viel für das Midgard-Hobby getan. Das DDD am Ende dann auf diese Weise der Hahn zugedreht wird, erscheint mir beschämend. Francesco di Lardo
  24. Das glaube ich auch. Die Firmen brauchen ja nicht einmal unbedingt dazu eine eigene KI zu entwickeln, sondern können diese als Dienstleistung einkaufen (wie einen Cloud-Speicher etwa), wobei dann ihr urheberrechtliches Material im Rahmen des Vertrages und des KI-Trainings ihnen exklusiv "gesichert" bleibt. Um dann das ganze Geld wieder hereinzuholen, muß natürlich am Ende der Endkunde zahlen, wofür die Abo-Modelle und Nutzungsmodelle natürlich groß dabei sein werden. Hier zahlt der Endkunde (ob er nun konkret nutzt oder nicht) und ihm "gehört" - im Gegensatz zum guten alten physischen Abenteuerband oder von mir aus auch noch wie bei der physischen DVD, auf der man ehemals das Computerspiel kaufte und was dann jeweils ins eigene Eigentum überging. Ich selbst hege eine tiefe Abneigung gegen solche Geschäftsmodelle und meide sie daher irgendmöglich wie die Pest. Francesco di Lardo
  25. Da sich in diversen Rollenspielen und Midgard-Versionen die "Gradzahl" im Verhältnis zur Fähigkeit der Charaktere unterscheidet, will ich die Frage etwas allgemeiner beantworten: Ich spiele und meistere am liebsten Charaktere in einer Entwicklungsstufe, wo sie keine grünen Anfänger mehr sind, jedoch auch nocht nicht übermäßig mächtig. In diesem Stadium haben Charaktere schon gute Kompetenzen erworben, aber nicht in zu großer Breite oder in einzelnen extremen Peaks. Man hat mit ihnen bereits längere Zeit gespielt, so daß die Spieler ihren Charakteren bereits Farbe geben, Eigenheiten und Marotten entwickeln konnten, die ganz abseits von den "technischen" Werten das Spiel viel immersiver und runder machen. Ferner hat sich zu diesem Zeitpunkt auch die Kampagne schon entwickelt, so daß bereits mehr als nur oberflächliche Spieltiefe etabliert werden konnte. Noch stellen "Standardsituationen", sagen wir ein Überfall von einem Dutzend Räubern oder allgemein Gegnern überschaubarer Macht für die Charaktere eine Herausforderung dar. Es ist noch nicht der Zeitpunkt, wo man langsam Mühe bekommt, die Präsenz von Gegnern, die den Charakteren eine Herausforderung sind, besonders begründen und erklären zu müssen (Warum sind auf einmal so viele harte Monster in der sonst friedlichen Gegend oder Hard-Ass Veteranen in der Stadt, die Ärger machen?). Die "normale Welt" funktioniert noch in Balance ohne allzuviel Sondererklärungen für normale Encounter. Francesco di Lardo

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