Alle Inhalte erstellt von Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe: Abhängig von den Befindlichkeiten der gerade anwesenden Spieler paßt Du dein Spieler-Vokabular für Deine Figur an, die man aber ohnehin nie sprechen hört, weil Du das, was sie sagen würde, würfelst? Also, angenommen, da wäre ein sehr sensibler Spieler im Raum, der vielleicht aus Überzeugung auf Kraftausdrücke verzichtet, dann würdest Du für Deine mit Brandschatzung und Raubmord drohende Ork-Figur gegenüber dem Spielleiter dessen Kommunikationsintention benennen (überspitzt): "Der verhaltensoriginelle Humanoide ermutigt die Bauer*In, seine Anregungen positiv aufzugreifen, weil sich alternativ ein Verhaltensraum eröffnen könnte, der Vorkommisse innovativer Eigentumsumverteilung, thermischer Umgestaltung nahegelegener Wohnräume, sowie sensorisch einzigartige wie einmalige Erfahrungen als Entfaltungsmöglichkeit mit einschließt." Dann erfolgt Dein Würfelwurf, der darüber entscheidet, ob der Ork es schafft, dies im imaginierten Klartext rüberzubringen? Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Das klingt wahrlich düster. Vielleicht solltet ihr besser eine Horde Orcs darstellen? 😉 Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Würdest Du in Deiner Rollenspielrunde jede Überlebensfertigkeit mit Absicherung und Ersthelfer-Anwesenheit ausspielen lassen, angenommen, der Rest der Spieler würde sich das wünschen? Francesco di Lardo
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Kann M6 die Midgard-Gemeinde zusammenhalten?
Nicht notwendigerweise: Vielleicht warten andere nur ab, bis die Beta-Tester sich lange genug mit den Schwierigkeiten herumgeschlagen haben, die Probleme behoben sind und steigen dann ein, wenn das Produkt ausgereift ist. Die Zahl der Erlebnisse ist identisch - das eine ist aber weitaus entspannter, als das andere. Ferner ist die Zahl von Erlebnissen kein Selbstzweck: Auf schlechte oder mäßige Erlebnisse kann man getrost verzichten. Und wozu sollte man ein angenehmes laufendes Erlebnis abbrechen oder aufgeben, nur um einem neuen Erlebnis mit ungewissem Qualität nachzujagen? Aber es ist ja alles gut: Du bist augenscheinlich zufrieden. Und ich bin es auch. Francesco di Lardo
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Ein Grund für M-LvD: 2m Regeln kennen...
Naja. Ich glaube es ist - gerade in Zeiten des Internets - wo es zu allem Informationen gibt, keine allzugroße Herausforderung herauszufinden, was die Grundregel-Produkte eines Rollenspiels sind. Das kann man auch heute noch Interessierten zutrauen. Davon ab ist es völlig richtig, daß man von einem System, was eine fette Regalwand zu bieten hat, nicht alles gelesen haben muß. Selbst als absoluter Fan des betreffenden Systems wirst Du faktisch diese fette Regalwand auch nach zig Jahren wahrscheinlich nur zu einem Bruchteil genutzt haben, sofern Du alles erworben hast. Allerdings spricht das Vorhandensein der fetten Regalwand eher für als gegen das Rollenspielsystem: Es gab und gibt viele Systeme. Nur wenige haben es geschafft, über viele Jahre oder Jahrzehnte nach und nach ihre Regalwand zu füllen. Dies schaffen in der Tendenz weniger Systeme, die Schrott sind, sondern eher solche, die sich in der Sicht der Spieler, SLs und Autoren bewährt haben oder ansprechend sind. Was freilich nicht heißt, es gäbe keine tollen Systeme, die nie über ihr Grundregelwerk hinausgewachsen wären. Qualität, der richtige Augenblick, Marketing- und Vertriebsmacht und auch Glück spielen alle eine Rolle. Francesco di Lardo
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Ein Grund für M-LvD: 2m Regeln kennen...
Ich glaube, dies ist wie folgt zu "übersetzen": Du kannst D1 und dessen Welt entwickeln, ohne dafür auf zwei Regalmeter M1-M5 Legacy-Lore Rücksicht nehmen zu müssen, wofür tiefe Kenntnis desselben erforderlich wäre, weil sich sonst neue Produkte unmöglich widerspruchsfrei und im Einklang mit dem Legacy-Lore schaffen ließen. Für mich ist der Satz also aus der Perspektive der D1 Entwickler und Autoren zu verstehen, nicht aus der Perspektive der Spieler. Aus Spielerperspektive ist es ebenso möglich "nur" mit dem Grundregelwerk und einem Abenteuer sowohl in M5 wie auch in D1 einzusteigen. Francesco di Lardo
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Kann M6 die Midgard-Gemeinde zusammenhalten?
Ein Hoch auf den zahlenden Kunden als Beta-Tester? 🤣
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Kann M6 die Midgard-Gemeinde zusammenhalten?
"Tot" wäre allenfalls das, was man nicht benutzt. Nach dieser Logik wäre in meinem Fall "Damatu" tot und M5 quicklebendig. 🤷♂️Each to his own... Francesco di Lardo
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Lanitianisches Komplott
W-O-W !!! 💪 Ganz großes Kino! Sehr schön gemacht, riesiger Umfang. Was für ein schönes Finale für M5, wie schon ein Vor-Poster sagte. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Projekt, mein Dank denen, die dies in unendlicher Arbeit gerade noch rechtzeitig fertiggestellt haben. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Ja. Das ist mir völlig klar. Ich bin ja nicht hier, um jene dazu zu bekehren, so zu spielen wie ich es bevorzuge. Ich sage ihnen auch nicht, daß ihre Art zu spielen nicht funktioniert. Ich sage ihnen auch nicht, daß meine Art "besser" wäre und ihre "schlechter". Ich sage lediglich: Während einge dies auf ihre Weise spielt, kann man das auch anders machen und dieser andere Weg ist in sich schlüssig und funktioniert auch im Rahmen des Midgard-Spiels ganz prima. Und - mir persönlich - gefällt die andere Weise besser. Ein Teil des Diskurses behinhaltet dann, daß Fraktion A sagt, ihr gefalle ihr Weg A besser, während Fraktion B dies von Weg B sagt, vielleicht gar noch eine Fraktion C auftaucht. "Gestritten" wird dann ggf. über folgendes: Fraktion A sagt: "Weg B funktioniert gar nicht". Und Fraktion B hält dagegen und sagt: "Weg B funktioniert doch, weil a), b), c)." Einmal geht es um Präferenzen, das anderemal um Funktionalität an sich. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Das mag ein wenig vom verwendeten System abhängen: Bei Midgard wäre nach meiner "Philosophie" der Ablauf vielleicht wie folgt: 1. Element "Plan": Ich beschreibe, in welchen Aufzeichnungen ich suchen würde oder wen ich aufsuchen würde, um ihn nach Wissen zu dieser Sache zu fragen (was ich augenscheinlich selbst nicht habe oder erinnern muß). Vielleicht beschreibe ich dann, wie ich den Labortisch aufbaue, den Krug zerschlage, um dann die Substanz abzukratzen, die Scherbe mit der Substanz ins Feuer halte und ivM mit der Chemikalie, welche ich zusätzlich ins Feuer halte, eine organge Flamme erhalten müßte, wenn sich mein Verdacht auf Gift X bestätigen soll. 2. Element "geeignetes Werkzeug": Alchemie, Kräuterkunde, Giftmischen... Das ist hier die Frage... Bei Rolemaster gäbe es die Fertigkeit "Research", die das effektive Nutzen von Bibliotheken und anderen Wissensquellen umfaßt. 3. Element "Ausspielen": Entfällt hier. Ich baue kein Labor auf dem Spieltisch auf, zerschlage kein Geschirr des Gastgebers der Spielrunde und mache auch kein Feuer. 4. Element "Glück": [Klacker] 16 gewürfelt auf "Alchemie", für das ich mich als Fertigkeit entschieden habe. Sieht gut aus, so scheint es. Habe ich Erfolg? Möglichkeit 1 - Ja: Der SL hält meinen Plan für brauchbar. Hätte man ihn gefragt, hätte er vielleicht Giftmischen statt Alchemie gewählt, weshalb er mir einen Malus von -2 auf den Würfelwurf gibt. Desweiteren ist er froh, daß ich seinen Spieltisch nicht anzünde. Mein Würfelwurf ist gut! Trotz Malus genügt dies zusammen mit meinem Fertigkeitsbonus für den Erfolg. Möglichkeit 2 - Nein: Der SL hört meinem Plan aufmerksam zu. Er reicht mir ein in-game Pergament, während der Phase, wo der Charakter in noch in Schriften liest, in denen etwas über die Wirkung von Giften steht. Das lese ich als Spieler durch und grübele darüber nach. Dabei passiert mir ein Lapsus, weil ich zum Schluß komme, um die bestätigende orangene Flamme zu erhalten müßte ich neben der Substanz dazu "Blaukraut" ins Feuer halten. Hätte ich das in-game Pergament richtig interpretiert, wäre ich zum Schluß gekommen, daß nur "Grünkraut" das richtige Kraut sein kann. Ausspielen enfällt - der SL ist immer noch froh, daß sein Tisch nicht brennt. Aufgrund des ausgehändigten in-game Pergaments konnte ich meinen Plan noch in der Hinsicht verbessern, daß ich Giftmischen (for the sake of the argument) als die geeignetere Fertigkeit im Vergleich zu "Alchemie" identifizieren konnte, so daß ich nun meine "16" ohne den entfallenden Malus von -2 auf "Giftmischen" gewürfelt habe. Mein Charakter arbeitet handwerklich also sehr schön präzise. Ergebnis: Keine orange Flamme, also kein Gift X - so denke ich. Im Ergebnis also Mißerfolg - geeignetste Fertigkeit ausgesucht, gut gewürfelt, Ausspielen war nicht nötig, aber beim eigenlich brauchbaren Plan unterlief mir ein Fehler, weshalb ich das falsche Ergebnis bekomme. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Wenn Dein Charakter weiß, was eine Zweierpotenz ist und gefragt wird, was 4² ist, was tut er, außer "16" zu antworten? Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
😄 Ja... Is klar... Vielleicht wäre dann LARP was für Dich - aber... Reality-Check: ☺️ - Wenn Du auf echten Pferden da reiten willst, dann müssen es ausgebildete Polizei- oder Zirkuspferde sein, die auch bei Lärm oder unerwarteten Dingen nicht scheuen (Wir brauchten mal ein "Einhorn."). Und weil natürlich keiner zu Haus ein Polizei- oder Zirkuspferd hat, brauchst Du dann auch noch die Clowns, die die Tiere kennen. - Wenn Du fünf Stufen einer 1,5 Meter breiten Treppe auf einen Torbau aus massiven Planken und 10x10cm Balken auf eine Plattform in Brusthöhe hochlaufen willst, dann geht dies bei diesen "Fliegenden Bauten" nicht ohne vorherige Sicherheitseinweisung, die dokumentiert werden muß. - Wenn Du auf einer Anzahl von Wikinger-Schiffen über einen See ruderst für Deine Plünderungstour, dann darfst Du als Krieger keine Rüstung tragen, sonderm mußt stattdessen eine Schwimmweste anziehen. Bestenfalls ein Helm mag gehen. Das Orkheer am Ufer hat verständnisvoll gewartet, bis wir uns von den Westen befreit hatten, um dann ins Wasser zu springen und an Land zu stürmen. - Und weil es quasi unmöglich und unbezahlbar ist, für in Summe über ein Kilometer Waldwege in diverse Richtungen Lichtmasten mit Generatoren für Fluchtwege in festgelegten Abständen aufzustellen (abgehesehen davon, daß es illusorisch wäre, die erforderliche Anzahl in 100km Umkreis aufzutreiben), muß an jeden Teilnehmer halt eine Taschenlampe ausgegeben werden, die ständig mitzuführen ist. - Auch das "echte" Überklettern einer Palisade geht selbstverständlich nicht (wo man ja schon für eine Treppe eine Sicherheitseinweisung bräuchte...) - wie oft so auch hier: Es ist die Haftungsfrage - als Veranstalter stehst Du eher mit einem halben Bein im "echten" Gefängnis, als mit einer Kette und Kugel am Bein auf dem Spielfeld. Wundere Dich also nicht, wenn Deine SL Dich daran hindert, aus dem Fenster zu steigen, falls Du Deine Kletterfähigkeiten demonstrieren möchte und Dich darauf verweist, das Ausspielen auf soziale Fertigkeiten wie "Beredsamkeit" zu fokussieren... Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Na jot, da sind wir dann eben unterschiedlicher Meinung. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Was ich in der Diskussion immer wieder wahrzunehmen vermeine, ist eine Sorge vor vermeintlicher eigener Benachteiligung oder vermeintlicher Begünstigung anderer. Dabei erscheint es mir, als ob es dabei teils mehr um das "Gefühl" geht, als um die Frage, ob am Ende bei Berücksichtigung aller Faktoren überhaupt ein Vor- oder Nachteil herauskäme oder ob dieser signifikant wäre. Ganz zu schweigen davon, ob eine Situation vorliegt, in der sich ein solcher Vor- oder Nachteil überhaupt praktisch auswirken könnte. Und selbst wenn alles dies zuträfe - wo ist das Drama? Einigen Rollenspielrunden, die ich kenne, ist das Konzept, daß alle Charaktere dasselbe Level haben oder dieselbe Anzahl von Erfahrungspunkten bekommen müßten, völlig fremd. Da gibt es einen Chrakrakter, der ist vielleicht Level 8, der andere Level 10 und das läuft problemlos, ohne daß irgendjemand Anstoß daran nähme. Zweifelsfrei hat der Level 10 Charakter jede Menge Vorteile gegenüber dem Level 8 Charakter. So what? Genauso wenig stört es mich, wenn mein Mitspieler besseres Regelwissen hat als ich oder eloquenter wäre und dies ein Vorteil für ihn ist - hey, von dem kann ich etwas lernen! In anderem Belang könnte er dann womöglich von mir lernen - wobei ich nicht auf die Idee käme, mich dafür zu schämen, daß ich ihn dort übertreffe, noch Verständnis dafür aufbrächte, wenn ihn das irritiert. Zum Verständnis: Mir ist völlig klar, daß das viele anders sehen mögen und sich mit einem solchen Ansatz nicht wohl fühlen. Viele finden sich lieber in einer Umgebung, wo alles "gleicher" und "angepaßter" ist. Vollkommen in Ordnung. Ich gebe aber zu bedenken: Es ist wert zu erkennen, daß es auch andere Ansätze gibt, die auch funktionieren, in sich schlüssig und valide sind. Sie sind anders. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Das was Du hier sagst ... ... unterscheidet sich aber von dem was Du hier sagst: Oben geht es um Erfolg. Unten geht es um Erfolgschancen. Das ist etwas völlig anderes. Demensprechend: Du kannst auch Erfolg haben, bei dem, was Du als Spieler nicht kannst. Deine Erfolgschancen sind schlechter, bei dem was Du als Spieler nicht kannst. Deine Erfolgschancen sind besser, bei dem was Du als Spieler kannst. Deine Erfolgschancen hängen nicht allein von dem ab, was Du als Spieler kannst oder nicht kannst (Würfel). So gesehen: Ja, weil für mich "echte" Fertigkeiten beim Ausspielen eine Rolle spielen, bist Du im Vorteil, wenn Du sie hast und gut darin bist und im Nachteil, wenn Du sie nicht hast oder schlecht darin bist. Dabei ist es unwahrscheinlich, daß Du in allen "echten" Fertigkeiten sehr gut bist und ebenso unwahrscheinlich,daß Du in allen "echten" Fertigkeiten sehr schlecht bist. Dagegen ist es wahrscheinlich, daß der "Durchschnitt" der Summe Deiner "echten" Fertigkeiten leicht über oder unter der Mitte liegen und deshalb dann auch keinen übermäßigen, wenn vielleicht auch einen kleinen Vor- oder Nachteil zur Folge hätten, der dann aber noch durch das Glück (die Würfel) weiter beeinflußt wird - in die eine oder andere Richtung. Nein, Dein Charakter wird nicht ständig Mißerfolge haben selbst wenn Du als Spieler manche "echten" Fertigkeiten nicht besitzt oder schlecht kannst. Nein, Du hast auch keinen "permanenten Malus", der sich stets daraus für Deinen Chakrakter ergäbe: Wenn Du als Spieler z.B. nicht "labern" kannst, dann ist das irrelevant für Deine Angriffswürfe im Kampf oder Deine Wahrnehmung, weil dort das Feld des "Laberns" überhaupt nicht berührt ist. Ja, nicht alle Spieler sind gleich in ihren Fertigkeiten und Begabungen und daraus ergeben sich Vor- oder Nachteile für sie. Das halte ich für genauso wenig schlimm, wie wenn ein Charakter Glück beim Auswürfeln hatte und sich daraus höhere Boni für ihn ergeben, während der andere Spieler Pech mit seinem Charakter hatte und eben mit geringeren Boni zurechtkommen muß. Mit Letzterem hat scheinbar niemand ein Problem, weshalb es mich wundert, warum dann gleichzeitig den Unterschieden bei den "echten" Fertigkeiten und Begabungen, so viel mehr Bedeutung beigemessen wird. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Wir diskutieren hier aber die ganze Zeit über die Fertigkeiten, die sich am Spieltisch darstellen lassen - und nicht über solche, bei denen das nicht möglich ist. Du kannst am Spieltisch sitzend real darstellen, wie und auf welche Art Dein Charakter im Dialog jemanden versucht zu belügen - darum geht's. Du kannst am Spieltisch sitzend nicht real darstellen, wie und auf welche Art Dein Charakter eine Felswand hochklettert oder durch einen Fluß schwimmt - darum geht's nicht. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
4²=16 Wenn man weiß, was eine Zweierpotenz ist, dann weiß man, daß die Antwort von 4² gleich 16 ist. Was willst oder kannst Du an "16" ausspielen? Wissen ist da oder es ist nicht da. Du könntest allenfalls ausspielen, auf welche Weise Du Wissen gewinnen möchtest oder wie Du versuchst, Dich daran zu erinnern. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Das geht mir ganz genau so. Ich gebe Dir nicht vor, daß Du nur Erfolg bei Dingen hast, die Du auch als Person gut kannst. Ich werde nicht müde zu wiederholen, daß sich Erfolg aus verschiedenen Elementen zusammensetzt. Einer davon ist Glück (die Würfel) und damit schon einmal unverdächtig, dies als Person zu können. Bei den anderen Faktoren kannst Du getrost davon ausgehen, daß im echten Leben so gut wie niemand "Ausspielen" 100, "Taktikverständnis" 100, "Kreative Ideen" 100 und "Regelwissen 100" hat. Und all dies brauchtst Du auch gar nicht, um als Spieler Erfolge zu erzielen: Vielleicht hast Du als Spieler nur "Ausspielen" 68, "Taktikverständnis" 78, "Kreative Ideen "63" und "Regelwissen "34" - auch damit kannst Du Erfolge erzielen. Genauso, wie es für einen Charakter auch nicht ST 100, GE 100, GW 100 und KO 100 braucht, sondern dieser vielleicht ST 68, GE 78, GW 63 und KO 34 hat. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Aber Du spielst die Figur. Die Figur spielt sich nicht selbst. Und in dem Moment, wo Du sie spielst, läßt sich der Gegenstand Deines Spiels auch nicht vollständig von den Fertigkeiten abkoppeln, die Du hast. Nehmen wir an, ein Spieler spielt den "genialen, inspirierten, kreativen und originellen Gelehrten, der für jedes Problem eine Lösung hat", wobei der Spieler selbst aber extrem einfältig ist: Der Spielleiter präsentiert irgend ein Rätsel wofür man eine Reihe von Gegenständen einsetzen muß und welches logisches Denken erfordert. Kein Problem für unseren Gelehrten, denn die Fähigkeiten hat die Figur ja: [Klacker...] Dann beschreibt jetzt der SL dem einfältigen Spieler die Lösung, mit dem der Charakter das Rätsel bezwungen hat? Kann man so machen. Da sitze ich jetzt als Barbar daneben, dessen Spieler sich vielleicht gern an dem Rätsel versucht hätte aber nicht kann, weil sein Charakter nicht die Fähigkeit dazu hat, weil der strohdoof ist, und denke mir: "Mei, spannende Spielrunde..." Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Das erscheint mir ein "red herring" zu sein. Sagt Dein Spielleiter Dir: "Du machst jetzt den Heiler"? Unsinn. Du selbst wählst das aus. So eindimensional stellt es sich in Wirklichkeit nicht dar. So wie Du es darstellst, kann einer nur "labern", der andere nur "Taktik", ist es doch gar nicht. Auf den Quatsch, daß es für Alchemie und Zauberei im Spiel keinen geben kann, weil dies nun mal "in echt" niemand beherrscht, lohnt es sich nicht ernsthaft einzugehen. Aber hier: "Haha!" Schenkelklopfer. Stattdessen ist es so, daß einer gut "labern" kann, die Regeln gut kennt aber nur mäßig in Taktik ist. Der Zweite kann nicht gut "labern", ist aber ein Regelpapst und durchschnittlicher Taktiker. ... ... Nicht nur eine Neigung definiert die Stärken oder Schwächen eines Spielers, sondern die Gesamtheit von mehreren. Dementsprechend kann er auch nicht nur Stürmer, nur Torwart, nur Libero. Er kann aber womöglich Stürmer und Libero besser als Torwart. Natürlich "darf" er auch Torwart, wenn dies das Ding ist, was er will - vielleicht macht ihm die gegnerische Mannschaft dann halt nur einfach mehr rein. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Ich denke, es ist schon ok, wenn man den Fähigkeiten er Spieler für den Ausgang einer Aktion der Spielfigur eine Relevanz einräumt. Wenn Du in einer Fußballmannschaft spielst, hast Du ja auch kein Problem damit, wenn einer schneller laufen kann, während der nächste präzisere Pässe spielt, der Dritte am besten dribbelt und der Vierte durch das theatralische Herumwälzen auf dem Rasen einen Freistoß herausholt. All dies hilft dem Erfolg der Mannschaft und daß mein Mannschaftskamerad schneller laufen kann als ich, "nimmt mir nichts weg". Dementsprechend erkenne ich halt an, daß es in meiner "Abenteurer-Mannschaft" einen gibt, der ständig mit guten Plänen aufwarten kann, den zweiten, der die Regeln aus dem FF kennt und genau weiß, wie sich die Spieler mit welchen Waffen am besten positionieren, um den Troll auszuschalten. Dazu den Dritten, dessen Stärke eben im Ausspielen liegt, was für alle die Spielatmosphäre hebt. Ich persönlich habe nicht das Gefühl, daß mir jemand, der mich in einem Feld übertrifft, etwas wegnimmt. Ich gönne ihnen ihre Stärken und freue mich daran, daß sie an den Stellen mehr einbringen können als ich selbst. Auch hier tragen alle gemäß ihren Stärken, zum Erfolg der "Abenteurer-Mannschaft" bei. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Wenn das so ist (ich war vor ein paar Jahren noch nicht da), dann sieh's positiv. Selbst wenn das Rad mehrmals erfunden wird, verringert sich dadurch nicht dessen Nutzen. Ich finde die Diskussion hier jedenfalls interessant und gut. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Daß man einem Rollenspiel-Neuling nicht dasselbe an Darstellung, Regelwissen / Verständnis der Interaktion von Sprüchen, Fertigkeiten, Spielmechanismen abverlangen kann, wie einem Veteranen, der seit Jahrzehnten spielt, versteht sich. Allerdings kommt der Fall, daß Du Veteranen mit 30 Jahren Erfahrung und einen absoluten Neuling in einer Gruppe hast, nicht sonderlich oft vor - zumindest nicht in regelmäßigen Heimrunden. Nach meiner Erfahrung, wo in Runden zwischen den Spielern durchaus bis zu 30 Jahre Altersunterschied bestehen, sind die jungen Spieler meist keine absoluten Anfänger, sondern haben schon etwas Erfahrungen gemacht. Kommt ein Spieler neu in eine bestehende Spielrunde hinzu, so habe ich oft eine steile Lernkurve beobachtet mit Blick auf den Spielstil der bestehenden Runde. Dabei können neue Spieler dem bestehenden Spielstil durchaus neue Impulse hinzufügen und ihn dadurch verändern und bereichern. Nehmen wir nun an, man hat eine Zahl von sehr erfahrenen Spielern, in zwei unterschiedlichen Spielrunden. Obgleich alle erfahren sind, können sich dabei ganz unterschiedliche Spielstile herausgebildet haben. Und ein Spieler, der in beiden Runden mitspielt, mag in Runde 1 nach deren Spielstil spielen, während er in Runde 2 nach jenem der zweiten Runde spielt, solange beide in seinem Wohlfühlbereich liegen. Da ist meine Präferenz eine andere: Dein "Fluff" entspricht eher meinem "Kern der Sache". In Sachen Reihenfolge sehe ich die Darstellung idR vor dem Wurf. Ich denke, grundsätzlich funktionieren tun beide Ansätze. Wo ich nicht sicher bin: Würden beide Ansätze gleichzeitig bzw. parallel in ein und derselben Runde funktionieren (d.h. Spieler A spielt nach Reihenfolge Wurf gefolgt von Ausspielen und Spieler B nach Reihenfolge Ausspielen und dann Wurf)? Vermutlich schwierig. Francesco di Lardo
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Würfeln oder spielen?
Ja. Ein guter Wurf kann eine "schlechte" Darstellung ausgleichen. Eine "gute" Darstellung einen schlechten Wurf. Ebenso kann sich ein guter/schlechter "Plan" positiv/negativ ausgleichend/verstärkend auswirken. Und die Wahl des "geeigneten Werkzeugs" auch. Je nachdem wie diese "Vier Elemente" sich dann in Summe ausgleichen, kumulativ verstärken oder abschwächen, ergibt sich daraus dann das "Endergebnis" Erfolg oder Mißerfolg bzw. der Grad / das Ausmaß des Erfolgs oder Mißerfolgs. Das ist das gedankliche Konstrukt. Francesco die Lardo