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Drachenmann

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  1. Nicht nur. Sie ist auch u.a. die göttliche Richterin. Ihre Waffe ist das Kurzschwert, ihr Sinnbild der Löwe, ihre Farbe weiß. Sie trägt auch eine Waage. Ihre Anhänger lachen nie, leben in tiefer Trauer und Mitgefühl und sind auch sonst keine Spaßkanonen. Aaaargh, da ist es wieder: "Alle" und "immer"... Ich habe mal einen jetzigen Heiligen meines Albas gebaut, der zu seinen Lebzeiten sehr bestimmt aufgetreten ist - inklusive Fluch der Beorns. Jetzt ist er ein Götterbote Ylathors. Dieser Junge ist völlig spaßfrei und das genaue Gegenteil von friedlich oder beschaulich und erfüllt bei mir eine ganz bestimmte Aufgabe: Wenn vom Glauben abgefallene Amtsträger der Kirgh, die sich finsteren Mächten zugewandt haben, gerichtet werden, kommt er und holt ihre Seelen... Andererseits hätte es ein Dorfpriester nun wirklich nicht leicht, wenn er das ganze Jahr nur düster, ernst und schweigsam rummuffeln, nie lachen und auch nicht mit den örtlichen Erzeugern landwirtschaftlicher Güter mal einen heben würde. So ein Dorfpriester muss ja schließlich das ganze Kirchenjahr mit allen Aspekten begehen, und da ist Samhain (Erntedank) sicher wichtiger als Ylathorstid. ... ich meine: wie ist wohl die Reaktion, wenn so ein Jammerlappen bei einer Geburt statt Frohsinn und Zuversicht zu verbreiten vom Ende des Lebens und der Dornenhecke flennt?
  2. Neulich war ich mit Hund und Rad unterwegs, die Nidda runter. Das ist eine Superstrecke, Oskar und ich kamen auf unsere Kosten. In Nied dann in die Bahn gestiegen, zurück in die gruselige Stadt. Im Lastenabteil standen irgendwann drei Räder voreinander, dazu Reisende mit Koffern, aber alle verstanden sich gut. Ein etwa 14-jähriger Junge kraulte Oskar, sein Vater und ich machten Scherze: Ich zum Jungen:"Na, gefällt dir der Hund?" Junge:"Ja, schon. Sieht lustig aus und ist sehr nett!" Vater:"Pass bloß auf, gleich schenkt der Mann ihn dir!" Ich:"Genau, willst du ihn haben?" Vater:"In so ner S-Bahn kriegt man schon schnell überzählige Haustiere los, gell?" Ich:"Jepp, zuhause hatte ich fünfzehn, die meisten sind schon weg..." Vater:"Gibt's dafür Provision vom Tierheim?" Ich:"Ach was, ich mach' das ehrenamtlich, da gibt's eh nicht viel zu holen." Usw, usw. Andere folgen unserem Dialog, zwei Farbige mit schweren Koffern bieten einer älteren Dame einen Sitz an. Sie lehnt lächelnd ab, habe schon den ganzen Tag gesessen. Es war schon verdächtig friedlich. Und tatsächlich: Am Hauptbahnhof geht die Zwischentür zur ersten Klasse auf, eine völlig ungepflegte, struppige Frau um die sechzig schiebt sich heraus und schreit direkt los: "Die VERDAMMTEN SCHEIßRÄDER! Euch ARSCHLÖCHER sollte man alle WÄHREND DER FAHRT AUS DER BAHN WERFEN! Asoziales PACK!" Irritiertes Schweigen, vor allem, weil die Tür überhaupt nicht zugestellt war. Nach einem Moment ich: "Ah, und das sagt die Dame, die ganz bestimmt eine Erste-Klasse-Karte hat?" Sie:"Halt's MAUL mit dem DRECKSKÖTER! VERPISST EUCH DOCH ALLE!" Puh, das sitzt. Die ersten Fahrgäste grinsen. Mittlerweile hat die Bahn gehalten. Die Tür wird von einem aussteigewilligen Mitmenschen geöffnet. Die Alte rammt ihm die Faust in den Rücken, drückt den Überraschten in die geparkten Fahrräder und steigt mit den Worten aus: "Weg da, du PENNER! ICH steige ZUERST aus!" Andächtige Stille herrscht danach, jeder Mitreisende hängt so seinen ganz eigenen Gedanken nach...
  3. Naja, du stellst eine ernsthafte Frage, setzt dich mit den Antworten auseinander und pflegst dein Thema.Da setze ich mich doch gern mal einen Moment hin und denke nach... Jepp, Midgard lässt viele Freiheiten! Ich handhabe es so, wie ich es dir oben beschrieben habe: auf keinen Fall pauschal. Es menschelt halt immer und überall... Jaaah, mit dieser Auflistung irdischer Vorbilder bin ich ja immer schon unglücklich. Sie setzt halt Klischee-Phantasien frei, gerade weil sie so dürr ist.Und so wie Alba beschrieben ist, hinkt dieser Vergleich nicht nur auf einem Bein, aber das führt hier zu weit... Laut dem alten QB-Alba 2403 nach der Landung (n.L.) Letztendlich landet ein solcher Vorgang auch bei mir in den Händen der Xan-Leute, wenn alle Stricke reißen.Bei mir ist aber vieles von persönlichen Interessen und Rivalitäten der NSpF durchsetzt, und niemand gibt gern einen rechtlichen Vorgang und damit seine Zuständigkeit ab, bzw seine eigene Inkompetenz zu... Der Begriff Inquisition ist nicht geschützt, soweit ich weiß. Dieser Ansatz gefällt mir sehr gut!Alles kann, nichts muss! Vergiss nicht, die Grenzen sind fließend und die Beurteilung fällt verschieden aus. Eine Hebamme mit Zauberkräften ist noch lange keine schwarze Hexe, wenn Kind oder Mutter die Geburt nicht überleben. Im Dorf. Dieselbe Hebamme in derselben Situation an einem Fürstenhof wird schon ganz anders angesehen...
  4. Dieses Zitat stelle ich mal an den Beginn. Genausowenig halte ich es für einen Zufall, dass die Kulturen und Namen Midgards an irdisch-reale angelehnt sind; sie sind lediglich Inspiration, aber keine Blaupause. Deswegen lässt sich m.M.n. nur weniges auf Midgard übertragen, vor allem, weil die Schwierigkeiten ja schon lange vor speziellen Details wie einer Inquisition losgehen. Wenn ich die technischen, kulturellen Entwicklungen und die Gesellschaftsmodelle in Europa zu fast irgendeinem mittelalterlichen Datum vergleiche, lande ich sehr schnell bei der Auffassung, dass es sich eben beim Mittelalter um eine nachträgliche Kategorisierung handelt. Zu jedem Klischee unter der Überschrift "Mittelalter" findet sich in irgendeiner europäischen Region ein genauso wichtiges Gegenbeispiel. "Die" Inquisition gab es m.M.n. genausowenig, und wenn, dann als Mittel und klerikale Institution der Strafprozessordnung. Abhängig von Zeit und Ort trat sie sehr unterschiedlich auf, verfolgte die wechselnden politischen Ziele der römischen Bischöfe genauso wie die eigenen der ebenso wechselnden verantwortlichen Organisationen und Orden. Sie hatte eben kein fest umrissenes Ziel wie etwa die politische Bewegung der Reconquista zur "Befreiung" Spaniens vom "Joch des Kalifats", sondern veränderte sich je nach Region und politischen Bedingungen, entwickelte eigene Ziele und/oder ließ sich vor den Karren spannen. Und gerade im britischen Raum verlief sie wesentlich anders als auf dem europäischen Festland, dazu kommen die Entmachtung Roms und die Gründung der englischen Kirche, die sich schon im 13. Jahrhundert ankündigte, ebenfalls aus politischen Gründen. Also finde ich, weder eine pauschale Einordnung als "quasi irdisch früh- bis hochmittelalterlich" noch der Vergleich der Jagdzeit mit dem Wort "Inquisition" passt zu Alba als Region Midgards. Damit bleibt mir für die Frage nach der erwischten Hexe nur Alba mit seinen ganz eigenen Verhältnissen. Für mich ist Alba ein Land im Umbruch, der sich von Süden nach Norden vollzieht. Im Süden bildet sich langsam eine Feudalgesellschaft mit dem König an der Spitze, mit Lehnswesen, Adel, Freien und Leibeigenen. Ob sich diese Entwicklung fortschrittlich nennen lässt, sei mal so dahingestellt... Sie wird begleitet von einer Verstädterung z.B. in den Boroughs, deren Bewohner ein ganz eigenes bürgerliches Selbstverständnis entwickeln. Im Norden herrscht noch das traditionelle Clanswesen, bestimmt von Sippenzugehörigkeit und gewählten Anführern. Klammer für diese beiden konkurrierenden Gesellschaftsmodelle ist der Glauben, vertreten durch die Kirgh. Sie versucht, in diesem Prozess ihre Machposition zu bewahren, was ihr durch Vergrößerung von Landeigentum, Klostergründungen und Übernahme von politischer Verantwortung in der neu entstehenden Gesellschaftsform auch gelingt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Glauben und Religion der Dheis Albi sich nicht selbst überleben können: Das Tomte ist real, die Götter sind real und ihre Taten zeigen Folgen. Sie zeigen sich in manchen ihrer Anhänger durch übernatürliche Kräfte. Daher befindet sich die Kirgh für mich in einer weitaus besseren Position als jede irdische Religion, die als Basis für den Glauben ja nichts anderes als eine hypothetische Antwort auf die großen Spekulationen und Fragen der Menschen vorweisen kann. Für Deine Hexe bedeutet das aus meiner Sicht: Es ist ein großer Unterschied, wo in welchem kulturellen Umfeld Albas sie aufgegriffen wird. Ich glaube, im eher ländlichen Norden gehen die Leute etwas rustikaler zu Werk und berufen eine Versammlung ein unter dem Vorsitz des gewählten Sippen- oder Clanchefs. Und je nach Herkunft und Auftreten der Hexe kann die ganze Sache mit einem Freispruch enden, weil es schlussendlich egal werden kann, solange sie kranken Menschen und ihrem Vieh geholfen hat - oder aber sie wird aus dem Dorf geworfen, soll sie doch bleiben, wo sie will. Hat sie dem Dorf aber nachweislich geschadet und bringt so gar keine angesehenen Fürsprecher auf, dann wird sie eben gerichtet. Falls im Ort tatsächlich ein Priesteramt besteht, wird der/die Priester/in ebenfalls diesem Clan entstammen, zumindest aber aus der Gegend kommen und ein sehr persönliches Verhältnis zu ihr pflegen. Auch halte ich es für wichtig, welchen Aspekt der Götter er/sie vertritt und ob er/sie vielleicht sogar die eine oder andere Wundertat ausüben kann, dann hat sein Wort größeres Gewicht. Letztendlich denke ich, im Norden wird eine sehr persönliche Sache daraus. Im Süden dagegen wird die Angelegenheit wahrscheinlich sehr schnell politisch. Herkunft, Stand, genauso persönliche Verbindungen und mögliche übergeordnete Motive der Hexe werden allermeistens viel wichtiger als ihre Person. Wie ist das örtliche Verhältnis zwischen Adel und Klerus, konkurrierend oder kooperativ? Wie gut verstehen sich ihre Vertreter persönlich? Wer von beiden ist eigentlich der zuständige Richter, wird der Fall als weltlich oder religiös beurteilt: Auf wessen Grund und Boden hat die Hexe ihren Wohnsitz, und auf wessen leben die Geschädigten? Wollte sich die Hexe persönlich bereichern oder handelte sie aus Motiven des Glaubens heraus? Wem könnte ihre Verurteilung oder ihr Freispruch nützen? Hier sehe ich viel mehr Potenzial dafür, dass sie zum Spielball konkurrierender politischer Kräfte und persönlicher Rivalitäten wird und sie selbst als Person mit ihrem Fall zweitrangig. Eventuell tritt ihre Verhaftung sogar eine solche Lawine los, über die sie als deren Auslöser in Vergessenheit geraten, schlicht und einfach im Kerker verrotten oder sogar ohne Prozess begnadigt werden kann.
  5. Mein Con stand ja dieses Jahr ganz im Zeichen von Diotima und Fimolas: Samstag endlich in Moravod weiterspielen, toll war's! ...auch wenn ich zwischenzeitlich kaum noch die Augen aufgekriegt habe; an Abenteuer, Spielleitung oder Mitspielern lag es in keinem Fall! Eher am gemütlichen Zusammensitzen Freitagnacht im Orga-Zimmer. Jedenfalls vielen Dank Vanessa, Alex und Marco für Euer geduldiges Erklären und Eure Nachsicht! Freitag und Sonntag habe ich mal wieder geleitet, mit Diotima und Fimolas am Tisch, was wir uns seit Jahren vornehmen und endlich mal geschafft haben. Vielen Dank nochmal an die Spielergruppe, Ihr wart großartig! Niemand hat die anderen an die Wand gespielt, alle haben sich gegenseitig ausreden lassen, zugehört und inhaltlich geantwortet. Ihr wart sehr konstruktiv, habt als Einheit gehandelt und niemanden übergangen! Auch den taktischen Turbo am Sonntag habt Ihr großartig mitgetragen, Kompliment. Im Ergebnis musste ich nichts drehen oder verbiegen: Den Erfolg habt Ihr Euch ehrlich erspielt, nicht zuletzt weil Ihr am Freitag zwar gemächlich spaziert seid, dabei aber nicht getrödelt habt. Ihr habt nicht über einen "Information-Overload" gemault und abgeschaltet, sondern geduldig weiter gesammelt. Nur dadurch wurde der Durchmarsch am Sonntag möglich, und was Ihr zunächst für ein diffuses Gefühl gehalten habt, war in Wirklichkeit das Ergebnis Eurer konsequenten Recherche. Dazu hat entscheidend Eure Bereitschaft beigetragen, Euch auf die Schilderungen und Situationen einzulassen. Eure Aktionen und Rückmeldungen haben es mir sehr einfach gemacht, die Handlung glaubhaft aufzubauen. Zu keiner Minute war da ein Bruch in Eurer Entwicklung von passiven Auftragnehmern zu aktiven Faktoren. Last but not least ein Dank an Fingal, den kosmopolitischen Xans-Mann! Weltoffen, undogmatisch aber an entscheidender Stelle konsequent, ein kompetenter Diener des Herrschaftsgottes auch fern der Heimat! Danke an die Orga für den reibungslosen Ablauf! Beim nächsten Mal hätte ich gern genau diese Zimmerbelegung wieder! Niemand hat geschnarcht, niemand hat genervt. Xardas, Dein Weckservice am Samstag war sehr cool, Gastros unter sich halt... Das Essen war wie immer so lala, das Buffet am Samstagabend kein Highlight, aber akzeptabel und in der Menge ausreichend. Ein Kritikpunkt am JuHe-Personal: Schon am Freitagabend waren Seife oder Handtuch in manchen Toiletten aus, naja. Schade. Dass dann aber am Sonntagmorgen dann auch noch das Toilettenpapier im Trakt zur 103 aus war, muss nun wirklich nicht sein! Es macht mir keinen Spaß, noch vor dem resten Kaffee schlaftrunken und mit Handtuch, Duschzeug und Kleidung unterm Arm erst mal eine funktionsbereite Toilette suchen zu müssen... Eine Klorunde vor Ende der Tagschicht am Samstagnachmittag könnte helfen...
  6. @ Diotima und Fimolas: Ist doch super, weiß ich bescheid. Damit steht endgültig fest, dass wir auch den Sonntag brauchen. Ginge natürlich auch zackiger, dann müssten wir allerdings auf sämtliches Rollenspiel verzichten und die Sache rein taktisch angehen. Und ich glaube, das will keiner von uns... Es wird auch so schon ein straffes Programm.
  7. Danke der Nachfrage, freut mich sehr. Für meine nächste Teilnahme an einem Con nehme ich mir den Samstag vor, versprochen. Aber jetzt ist erst mal Breuberg angesagt...
  8. Du wirst das Abenteuer bestimmt nochmal anbieten? Ach, ich denke schon.Mir gefällt's...
  9. Vorankündigung verbessert. Zu meiner Ehrenrettung: Deinen richtigen Namen weiß ich! Kein Ding, damit wird der Sonntag für die Fortsetzung eben ziemlich sicher.Es bleibt also einfach bei unserer telefonischen Planung. Und ich muss mich am Freitag nicht so hetzen... @ Jul: Für unser beider Zusammentreffen heißt das allerdings nichts gutes, leider. Ich fürchte, Du müsstest mitten im Abenteuer den Tisch verlassen, um selber zu leiten. Sehr schade, ich glaube, wir hätten viel Spaß gehabt!
  10. Zur Erklärung: Genausowenig, wie sich Abenteuerverlauf und Vorgehensweise der Spieler planen lassen, ist die Zeitdauer vorhersehbar. Das Abenteuer habe ich inzwischen mehr als fünfmal geleitet, davon dreimal auf Cons: Einmal zehn Stunden, einmal vierzehn, beide Male an einem Tag und erfolgreich. Einmal etwa fünfzehn Stunden über zwei Tage und mit katastrophalem Ergebnis, Horror. Einmal haben wir uns extra dafür getroffen und jedes Detail ausgespielt, es war sensationell, dauerte aber auch eineinhalb Tage. Zweimal habe ich es in Hausrunden geleitet, keine Ahnung wie lang insgesamt. Ich tue mich inzwischen sehr schwer mit einer Zeitangabe, dafür spielen zuviele Faktoren eine Rolle. Nicht zuletzt bin ich selber eine Plaudertasche, und wenn ich selber in guter Tagesform bin, lasse ich mich auf viele Nebenschauplätze ein, manchmal zuviele. Wenn dann niemand am Tisch sitzt, der die Zeit im Blick hat, dauert es entsprechend lange, die ganzen Fäden wieder zusammen zu führen...
  11. Ich dachte dein Abenteuer ist nur Fr Tagüber und Son Tag? Fr abent leite ich Con-Saga Hmm, gute Frage!Da ich außer für Samstag noch gar nicht verplant bin und für Freitag tatsächlich Urlaub bekommen habe, wollte ich so früh wie möglich anfangen, also kurz nach meiner Ankunft, die ich mir etwa für 9:00 bis 10:00 Uhr vorgestellt habe. Sagen wir gegen 10:30 bis 11:00 Abenteuerbeginn, wenn alles klappt. Das ist natürlich abhängig von den Mitspielern, klar... Wenn z.B. Fimolas eh erst am Nachmittag aufschlagen könnte, was ich noch nicht weiß, dann würde sich alles nach hinten verschieben. In diesem Fall bräuchte ich den Sonntag ziemlich wahrscheinlich. Aber am Liebsten wäre mir, das Abenteuer nicht unterbrechen zu müssen und es am Freitagabend zu beenden. Natürlich mit einem überragenden Erfolg der Abenteurer! Die Zeitplanung habe ich jetzt erst angefangen, weil die Sache mit meinem Urlaub erst seit Freitag Nachmittag klar ist. Im Moment weiß ich selber nur, dass ich das Abenteuer am Freitag anbiete und mir den Sonntag als Notlösung freihalte. Und dass eben diese beiden Spieler mitmachen, von denen ich die Planung abhängig mache. Was hältst Du davon: Ich weiß jetzt, dass Du gerne mitspielen möchtest, auch am Sonntag Zeit hast und am Freitag Abend bereits verplant bist. Sobald ich von den anderen Beiden weiß, wie sie den Freitag planen, aktualisiere ich die Ankündigung und schreibe in diesen Strang. Vielleicht spielen sie ja selbst bei der Con-Saga mit, keine Ahnung...
  12. @ Jul: Aber sag einmal, ich sehe gerade, dass Du selbst für Freitag ein Abenteuer anbietest. Kollidiert das nicht zeitlich?
  13. Das hört sich doch gut an, Ärzte sind doch eine gern gesehene Gesellschaft! Schick mir doch bitte eine PN mit seinen Besonderheiten und den Taten, auf die sich seine internationale Reputation im organisierten Verbrechen gründet. Vielen Dank im Voraus!
  14. Spielleiter: Drachenmann Anzahl der Spieler: fünf bis sechs; bereits gesetzt sind: Diotima Fimolas Grade der Figuren: Nach M4 ab Grad 7 Und ja, wir spielen M4. Voraussichtlicher Beginn: Freitagvormittagnachmittag und Sonntagmorgen möglichst früh. Voraussichtliche Dauer: Hoffentlich kriegen wir das Ding in etwa zwölf Stunden gewuppt. Die bisherigen Rekorde liegen bei zehn Stunden und erfolgreichen Durchmarsch bzw. bei fünfzehn Stunden und grandiosem Versagen. Art des Abenteuers: Detektivabenteuer, viel Rollenspiel und soziale Fertigkeiten. Offenes Setting, nach der Auftragsvergabe werden die Figuren sich selbst und ihrem Schicksal überlassen. Kleinere Kämpfe sind möglich, schwere Auseinandersetzungen nicht geplant. Bei zu selbstherrlichem Auftritt der Abenteurer jedoch kann es durchaus zu einer Eskalation mit suizidalem Charakter kommen. Voraussetzung/Vorbedingung: So wie ich die Sache sehe, sind wir kämpferisch schon ganz ordentlich besetzt. Was fehlt, sind eher soziale Kompetenzen und "weiche" Fertigkeiten... Die Figuren sollten über eine gewisse moralische Flexibilität verfügen, also die Welt, sich selbst und vor allem Eigentumsverhältnisse nicht dogmatisch eingeengt betrachten. Diese Eigenschaft sollten sie möglichst durch entsprechende bisherige Taten publikumswirksam untermauert haben, mit anderen Worten: Gefragt sind erfolgreiche Spezialisten mit krimineller Energie, jedoch nicht unbedingt Raubmörder oder ähnlich brutale Gewaltverbrecher. Der momentane Aufenthaltsort sollte sich in einer Hafenstadt rund um das Meer der fünf Winde befinden und von lidralischen Schiffen angesteuert werden. Beschreibung: Eines Tages im Frühling wird Deiner Figur eine verschlossene, schriftliche Nachricht überbracht; das Wachs ist ungesiegelt: "Sehr geehrte/r 'Name der Figur', Eure Taten sind uns ebenso wohlbekannt wie Euer untadeliger Ruf als Geschäftspartner. Es ist uns eine große Ehre, Euch gegen Ende des Drachenmondes nach Parduna einzuladen, wo wir Euch einen äußerst lukrativen Vorschlag unterbreiten möchten, der einer Person Eures Formates würdig ist. Dafür bitten wir, Euch im Schlangenmond auf der 'Schiffsname' einzufinden. Für Eure Überfahrt mit allen nur möglichen Annehmlichkeiten ist gesorgt, ebenso für eine standesgemäße Unterkunft in unserem schönen Parduna, der Perle am Astur. Sollten wir uns wider Erwarten nicht handelseinig werden, wird Euch ein anderes Schiff noch vor Einbruch des nächsten Winters zu einem Hafen Eurer Wahl rund um das Meer der fünf Winde wohlbehalten überführen. Wir hoffen, Euer Interesse geweckt zu haben und verbleiben in freudiger Erwartung unserer persönlichen Zusammenkunft, C. N." Nachforschungen über den Absender führen zu nichts. Dennoch ist Deine Neugier geweckt, und Geld hat man sowieso nie genug. Das lidralische Schiff stellt sich als flotter und wehrhafter Hochseehändler neuster Bauweise heraus, sein Heimathafen ist Diatrava. Kapitän und Mannschaft machen einen wohltuend ruhigen, selbstsicheren und vertrauenerweckenden Eindruck, die Kabine ist frisch renoviert und das Essen riecht phantastisch, wenn man die lidralische Küche mag. Einer sommerlichen Kreuzfahrt steht somit nichts im Wege, und sicherlich gibt es schlimmere Reiseziele als Parduna. Außerdem gehst du mit der Reise schließlich keinerlei Verpflichtung ein, und wenn dir Vorschlag oder Geschäftspartner dubios erscheinen sollten, bleibt dir immer noch ein Kurzurlaub auf anderer Leute Kosten, Anschlussfahrt mit freier Zielwahl inklusive!
  15. Thema von Degas wurde von Drachenmann beantwortet in Neues im Forum
    Oh Mann, Seiten über Seiten voller Geschwalle, sorry. Ist aber so. Wer austeilen will, muss auch einstecken und darf nicht bei Gegenwind rumpiensen. Wer sachbezogen argumentiert, darf zu Recht eine adäquate Antwort erwarten. Wer kuschelig schwampfen will, kann in Themensträngen froh sein, überhaupt beachtet zu werden. Wer die Ebenen vermischt, unsachlich oder unhöflich wird, darf sich über die Antwort nicht wundern. Dabei sollte niemand den Respekt vor dem Gesprächspartner oder die eigene Kinderstube vergessen, nur weil ein Nickname ein Anonymus ist.
  16. @ Staand: Beim Endkampf der Kampagne wird die Gruppe zerrissen, ein paar "dürfen" auf Drachen reiten und der Rest geht zu Fuß? Ich weiß ja nicht... Aber zur Frage: Die Drachen machen ihr ganz eigenes Ding, die Gruppe fliegt mal ab und und zu per Anhalter mit, muss aber alleine durchkommen und rettet "aus Versehen" den guten Drachen zu Fuß den Hintern. Wäre so meine Idee...
  17. Phantastisch, darf ich mitfahren? Bis Breuberg mit Hund, die Hundepension liegt unterhalb der Burg. Zur Sicherheit frage ich noch mal per PN...
  18. Ich dachte, es ginge darum, ob mehrere Artefakte gleichzeitig von einer einzelnen Figur ausgelöst werden können. Gleichzeitig aber heißt für michin einer Runde mehrere Handlungen zugleich. Oder auch mehrere Zauber, wie auch immer. Für mich geht das eben nicht. Das ist etwas grundsätzlich anderes als Runenbolzen oder -plättchen. Solche Zauber gehören m.M.m. in eine Gruppe mit Siegeln und Schutzrunen. Sie werden nicht ausgelöst, sondern entladen sich ohne bewusstes Zutun. Davon könnten einer Figurin einer Runde auch zwanzig Stück um die Ohren fliegen, oder auch mehrere Siegel in Reihe oder ein Kettenthaumagramm. Aber wer würde denn so etwas tun?
  19. Hmm, wie wäre es mit einem robusten und gutgebauten Glücksritter aus Alba, Gr 9, einem von der rustikal-körperlich betonten Sorte, dabei jedoch gutaussehend und präsent? Einem tiefgläubigen Anhänger Vanas, der nichts auf der Welt weniger leiden kann als finstere Wesen?
  20. Nun ja, Rosa SAH besonders gut, jetzt ist der Wert ja auf +6 gesunken... leider Bah, es gibt schlimmeres. Allerdings hat auch ein Glücksritter nur zwei Augen, ich habe damals angefangen, für eine Allheilung zu sparen. Weil Colin Dew sie aber irgendwann geschenkt bekam, hat er die ganze Kohle auf den Kopf gehauen... PS: Sehen ist nur selten eine abenteuerwichtige Fertigkeit. -4 ist kein Beinbruch, blind schon. Außer, Rosa kann Kampf in Dunkelheit, denn Glücksritter wissen immer einen Weg!
  21. Die Kehrseite der Medaille: Meine Sandbox wird zu groß. Soll ich jedes Mal einen Gestellrucksack voller Papier umschnallen? Also gehe ich jedesmal dem Gastgeber mit USB-Stick auf den Sack und bitte um Ausdruck. Das ist ja wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss, denn streng genommen könnte ich mir den Papiermüll auch sparen, hätte ich ein passendes Werkzeug, also ein Laptop mit 180 Gradmonitor. Und schau mal an, das habe ich jetzt. Top!
  22. Zur eigentlichen Frage: Die ist mir zu allgemein, ich kann mich nicht entscheiden. Generell habe ich nichts gegen Computerunterstützung, ich begrüße jede Vereinfachung und Arbeitserleichterung. Allerdings bin ich auch Realist und versuche immer, Aufwand und Nutzen im Verhältnis zu sehen. Ich habe keine Ahnung, ob die Getränkelisten auf z.B. einem Breuberg-Con handish oder aus einer Datenbankfunktion erstellt werden, doch die Schwierigkeiten im Betrieb sind ja überschaubar: Der Kuli ist verschwunden, der Flaschenöffner weg. Pillepalle. Müllsäcke... Wir reden ja schließlich nicht über eine Großveranstaltung mit Zeltbaufirmen, Beleuchtungstürmen, Großbühne, Catering, Sicherheitsdienst, unterbezahltem Schankpersonal und einem misstrauischen Veranstalter mit Zwang zur Profiterwirtschaftung, dem das Finanzamt im Genick sitzt. Eine solche Veranstaltung ist ohne ständigen Computereinsatz nicht mehr vorstellbar, und trotzdem werden dort wichtige Vorgänge nach wie vor auf Papier in Klemmbrettern im Sinn des Wortes übergeben, also weitergereicht. Gemessen an solchen Veranstaltung ordne ich einen Midgard-Con eher im Rahmen eines Vereinstreffens ein, was unterm Strich nur vorteilhaft ist. Da niemand aus dem Personal jemals in die Kasse greifen würde und sich sowieso alle kennen, bekommt die Sache einen sehr familiären Touch. @ BB :Danke nochmal für meinen Deckel! Computerunterstützung im vereinsinternen Verkauf wäre m.M.n. keine Vereinfachung oder Unterstützung, sondern ein zusätzliches Instrument für irgendeine Statistik. Denn mit der Hand beschriftetes Papier hat m.E.n. immer noch eine größere Bedeutung von Ernsthaftigkeit als ein Monitor. Am Spieltisch: Ich gebe zu, Computerbenutzung am Spieltisch hat mich immer gestört, Tablets kann ich am leichtesten akzeptieren. Auch bei Shadowrun fände ich es nicht stylish, weil ebenfalls PnP. Vielleicht bin ich ja total oldschool, aber für mich ist Midgard auch ein Würfelspiel. Becherwürfeln ist für mich ein essentieller Spielbestandteil i.S.v. Gruppenerlebnis. Becherwürfeln ist wie Kegeln, Billiard, Münzenwerfen oder Klickern. Der Spaß an solchen Spielen ist nun mal mit einem Mindestmaß an körperlicher Betätigung verbunden, mit Einzelaktionen, an denen die gesamte Mannschaft mitfiebert und Anteil nimmt. Dieses Erlebnis leidet doch sehr, wenn der Mitspieler einfach nur eine Taste drückt und zum 100. Mal das selbe Klockern scheppert und eine mickrige Grafik rollende Würfel nachbildet. Schäbig. Daheim am Sofa: Wenn ich tatsächlich mal gemütlich daliege und Midgard mache, würfele ich nie. Das habe ich mir abgewöhnt. Ich setze die Werte, wie es am Besten passt, dafür braucht es keine App.
  23. Das ist richtig, es könnte sehr leicht genauso auf mich wirken. Wobei ich aber einschränken muss, dass ich Tablets anders beurteile als Smartphones. Frag mich nicht warum, aber ein Tablet verbinde ich mehr mit ernsthafter Beschäftigung, ein Smartphone eher damit, Langeweile zu überspielen und Zeit totzuschlagen. Wahrscheinlich liegt es einfach an der Geräte- und Monitorgröße... Und nicht zuletzt kenne ich die beoachteten Menschen ja nicht und kann als Bedienung schlecht fragen, ob sie ihre Einzelbeschäftigung in Gesellschaft genießen oder sich einfach nichts zu sagen haben. Also bleibt mir nur die Beurteilung nach meinen eigenen Maßstäben, und nach denen ist für mich eine solche Situation einfach unvorstellbar gewesen. In meinen Kreisen ist diese Sicht auch Konsenz, sogar meine erwähnte Kollegin findet es selbstverständlich, ihr Fon auszuschalten, wenn sie mit ihrem Freund ausgeht. Klar, so wie du es schilderst fühlt es sich an wie ein gemeinsamer, gemütlicher Leseabend, nur eben nicht mit Buch auf dem Sofa, sondern in einem Lokal. Warum nicht, so habe ich die Sache noch nie gesehen. Ich nehme die "schrecklichen Auswüchse" zurück bzw. schränke sie ein. Doch dann ist das Setting ja ein ganz anderes als das am Spieltisch.
  24. Mit Kultur hat das gesamte Thema für mich nicht sehr viel zu tun. Vielleicht insofern, dass das eigene Auftreten abhängig vom Kulturkreis beurteilt wird. Mir fällt aber auf Anhieb kein Kulturkreis ein, der es als kulturelle Errungenschaft betrachtet, sein Gegenüber mit Missachtung zu strafen. Besonders, wenn sich die Beteiligten erklärtermaßen dafür getroffen haben, vielschichtig miteinander zu kommunizieren. Die grassierende Kombination aus Facebook-Sucht und Geräte-Fetischismus beobachte ich seit Jahren, darauf musst du mich nicht hinweisen. Schließlich arbeite ich in der Gastronomie und bewege mich auch privat durchaus in öffentlichen Räumen, wer hätte das gedacht. Und ich lebe in der Stadt. Aber trotzdem danke für den Hinweis, hätte von mir sein können. Meistens registriere ich diesen seltsamen Götzenkult mit Verwunderung und grinse mit anderen darüber. Dann sind aber die Situationen anders. Ich werde z.B. niemals verstehen, warum jemand vor dem ersten Bissen ein Foto seines Tellers online stellt und auch noch einen Kommentar schreibt und die ersten Antworten erwidert. Und ich meine Teller mit Kurzgebratenem, Fisch, Pasta, Pizza oder Dessert mit Eis. Kein Wurstbrot und auch keinen Apfelstreusel. Kann mir aber egal sein, ist ja nicht mein Essen. Oder wenn wir im Feierabend sitzen und die Hälfte meiner Kollegen sich auf ihre Smartphones stürzt. Damit bleiben mit mir trotzdem mindestens drei übrig, das reicht für ein nettes Feierabendgespräch. Vor allem, weil die Süchtigen immer wieder für Stimmung sorgen, indem sie für allen die Highlights zeigen. Und die Personen wechseln ja auch die Rolle, ich schaue ja auch in meine Listen. So redet jeder mal mit jedem, kein Ding. Aber diese Geräte-Anbetung hat auch durchaus eine traurige Seite. Meine zwanzigjährige und sehr italienische Kollegin sagte neulich wörtlich: "Mein I-Phone ist seit zwei Tagen einfach weg! Ich sag' dir: Mein Leben ist zu Ende!" Ganz schreckliche Auswüchse sehe ich auch: Paare, die sich reglos anschweigen, jeder in seinen eigenen Bildschirm versunken. Nun ja, früher war es die Zeitung, und hinter der konnte sich der Partner sogar verstecken; das geht mit einem Handy nicht. Oder hat jemand mitverfolgt, wie die Spieler vom BVB und FCB durch eine kleine Tribüne hochzus auf die Kamera zugehen? Ich fands gespenstisch, es war totenstill. Kein Klatschen, keine Rufe, kein Schulterklopfen - nichts, gar nichts. Alle stehen, man sieht sie von hinten, und sie sind mehr Spalier als Publikum. Kalt ist es, sie tragen Mäntel in gedeckten Farben. Und alle, alle recken sie einen Arm hoch, spontan denke ich an Nordkorea und wie klein die Welt doch ist. Ich rechne fest mit der verspäteten Regieanweisung für Jubel und glaube, dass später Köpfe rollen werden dafür, dass Millionen Zuschauer diesen Epic-Fail sehen können. Aber nein, ich habe Zeit, denn die Kamera steht, ich kann die Szenerie genauer betrachten. Jeder, ich schwöre: Jeder Zuschauer hält ein Smartphone und filmt mit. Wie krank ist das denn bitte? Und wie käme ich mir als Sportler vor? Glaub mir: Meinen Tellerrand habe ich schon seit langer Zeit hinter mir gelassen. Oder, um es mit F4 zu sagen: "Ist es normal, nur weil alle es tun?" Das erlebe ich persönlich ständig. Und zwar nicht von jungen Leuten sondern mit wachsender Begeisterung von erwachsenen sogenannten reifen Menschen. Das finde ich übrigens um ein vielfaches schlimmer, als wenn jemand am Spieltisch mal in sein Smartphone guckt, wenn er gerade mal nichts zu tun hat. Vielleicht reden wir auch gerade aneinander vorbei...? So wie ich den Strang verstehe, geht es ja gerade nicht darum, mal ab und zu auf sein Telefon zu schauen, weil jemand auf eine wichtige Nachricht wartet oder Armbanduhren nicht mag. Es geht vielmehr darum, ob es irritiert, wenn sich jemand im Rahmen einer persönlichen und beabsichtigten Zusammenkunft für ein gemeinsames Hobby offensichtlich einer themenfremden Einzelbeschäftigung hingibt, und zwar so intensiv, dass der Betreffende kaum noch ansprechbar ist. In diesem Fall eben einem Kleincomputer und seinen lustigen Funktionen. Mich zum Beispiel würde dieses Verhalten am Spieltisch überaus irritieren. Ich kenne übrigens keinen einzigen Mitspieler, der sich nicht für die Beschäftigung mit seinem Fon entschuldigen, sie kurz erklären, dann den Tisch verlassen und möglichst schnell zurück kehren würde. Mal so nebenbei. Letztendlich interpretiere ich das Smartphone als Strangthema als ein plakatives Beispiel von vielen Möglichkeiten, sich in diesem speziellen Setting "Spieltisch" so intensiv einer Einzelbeschäftigung zu widmen, dass andere sich zur Frage förmlich hingedrängt fühlen, ob sich da vielleicht jemand langweilt? Schließlich treffen wir uns nicht, um einen Kasten Bier zum Fußball zu kippen oder mit sechs Mann an einem Tisch Billard zu spielen. Unser gemeinsames Hobby besteht ja hauptsächlich aus verbaler Interaktion. Ich meine, dann ist es vom Einzelnen nicht zuviel verlangt, ansprechbar zu sein und dem Abenteuerverlauf zu folgen. Und wenn ein Mitspieler eine Pause braucht, teilt er dies den anderen mit und nimmt sie sich, ist doch kein Beinbruch. Kippenpause, heißt halt so, auch unter Nichtrauchern. Dann wird gekocht, gegessen und Käffchen getrunken. Auf die Toilette muss auch jeder mal, Pausen im Spiel entstehen doch automatisch. Ist in diesen Pausen denn nicht genügend Zeit, sich seinem Smartphone zu widmen?

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