Umfrageergebnis anzeigen: Wer hat schon einen Assassinen gespielt?
- Teilnehmer
- 33. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
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Ich- schlechte Erfahrung
1 3,03% -
Ich-gute Erfahrung
22 66,67% -
mein Mitspieler- schlechte Erfahrung
4 12,12% -
mein Mitspieler- gute Erfahrung
6 18,18%
Ergebnis 1 bis 10 von 167
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26.01.2001, 23:52 #1
- Registriert seit
- 26.01.2001
Assassine, da schleicht doch einer...
Vererhrtes Publikum,
ich stelle mich am besten kurz vor: Mein (Nick)Name ist Tulac und ich spiele seit mehreren Jährchen Midgard mit einer Gruppe aus Köln. Einige meiner Recken tummeln sich hier im Forum. Allerdings hatte ich es bislang nie in Erwägung gezogen einen Asassinen zu spielen. Der neue Char war also meine Premiere...
Leider hatten wir nicht all zu dolle Beschreibungen zu den Assasinen auf Midgard, sodaß mir nun die Frage auf den Fingern brennt, wie ihr den Assasinen spielt.
Ich habe meinen neuen Char die Eigenschaft verpassen wollen, daß dieser nicht unbedingt der herumschleichende, gift-verspritzender und düstere Char ist, der oft in Beschreibungen auftaucht. Er sollte nicht diesen negativen und "dunklen" Beigeschmack eines "typischen" Assasinen haben, sondern gesellschaftsfähig und vorallem gruppenfähig sein. Weiterhin schränkte ich ihn ein, daß dieser nur mit "leichten" Giften hantiert, die auf Pflanzenbasis hergestellt werden und das "Opfer" höchstens lähmen oder schlafen lassen. Ggf. noch andere Nebenwirkungen, aber nicht der Tod! ( Hmm, wenn jetzt einige meiner Leute das lesen, werden sie sich nicht wundern...
)
Was mich jetzt interessiert, ist das überhaupt möglich und wie stehe ich der Gruppe gegenüber? Kann man "vertrauenswürdig" sein als Assasine? Kann ich meine Fähigkeiten offen kundtun (innerhalb der Gruppe)?
Wie spielt ihr eure Assasine - in dem Fall frage ich besonders die "guten/weißen" Assasine...
Jede konstruktive Meinung und Hinweis ist erwünscht...
Verbeugend...
(Geändert von Tulac um 11:54 pm am Jan. 26, 2001)
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27.01.2001, 23:21 #2
Hi Tulac,
ich spiele eigentlich auch gern Assassine. Nicht jeder von denen (eigentlich gar keine) sind 'gut'.
Wie spiele ich sie also? Zunächst einmal sind es grundsätzlich keine dunkel gekleideten düsteren Gestalten. Wäre ja auch ziemlich dämlich. Da könnten die sich ja gleich ein Schild 'Assassine' umhängen. Ich gebe ihnen immer eine Art Tarnexistenz. So ist Z.B. einer meiner Assassinen als Gaukler und Hofnarr unterwegs. Sein Name ist übrigens Jaccomo (wer erkennt sein Vorbild?) Natürlich gehen dabei ein paar EP drauf die Tarnexistenz glaubhaft darzustellen (musizierem, jonglieren ...) aber das ist imho die einzige Möglichkeit Assassinen auf Abenteuer gehen zu lassen.
Viele Grüße
HJ
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29.01.2001, 11:14 #3
- Registriert seit
- 15.01.2001
Hallo Tulac,
die entscheidende Frage ist wohl:
Was stellt man sich unter einem Assasinen überhaupt vor?
Für mich ist so eine Figur kein paranoider Killer, sondern ein Spezialist für besondere Aufgaben, nämlich das effektive Ausschalten einzelner Personen. James Bond z.b. wäre meiner Meinung nach durchaus ein brauchbares Vorbild für einen Assasinen. Er weiß mit Gift umzugehen, weiß, wie man einen Gegner mit nur einem Schlag tötet etc.
Eine Magiergilde hat das Problem eines Ex-Mitliedes, das sich jetzt der Schwarzen Magie verschrieben hat, aus einer Glaubensgemeinschaft spalten sich "Teufelsanbeter" ab. Das sind doch Plots, aus denen Abenteuer für "gute" Gruppen machen kann. Und in denen ein Assasine _sehr_ hilfreich werden könnte.
Ich denke mir, ein solcher Assasine ist sowohl gesellschafts- als auch gruppenfähig.
Leichte statt starker Gifte finde ich da gar nicht so wichtig wie die Frage: Welche Leute bin ich als Assasine bereit zu meucheln? Nur böse? Oder, wenn das Geld stimmt, alle?
Von daher frage ich mich fast schon: was könnte einen Assasinen gruppenuntauglich machen?
Nice dice
Mike Merten
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29.01.2001, 11:31 #4
- Registriert seit
- 26.01.2001
Hi,
tja, die Frage die sich mir stellte war vielmehr, ob der Assasine wirklich so negativ gesehen wird. Offenbar wird er das aber nicht - naja, zumindest ist meine Gruppe da wieder anderer Meinung, aber das werde ich denen schon mal beibringen.. :biggrin:
Die Vorstellung und Gleichsetzung mit James Bond ist witzig, wäre mir nie in den Sinn gekommen. Aber ich denke da genauso wie Du, Mike. In der Richtung wollte ich meinen Char weiterentwickeln. Ist am Anfang schwer, aber ich denke es klappt schon. Was ist eure Meinung, wenn ich der Gruppe wenigstens meine Absichten und mein Können anvertrauen würde? Im Moment wissen da ja nicht mal richtig (abgesehen von RL), daß ich einen Assasinen spiele. Gesagt habe ich das auf jeden Fall noch nicht im Gruppenspiel. Würde ein Assasine das überhaupt machen? Oder ist das eher - sagen wir mal - zu gefährlich?
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29.01.2001, 12:22 #5
- Registriert seit
- 16.01.2001
Hallo Tulac,
ich denke, ein Assassine ist - genau wie ein Dieb - darauf angewiesen, seine Profession geheimzuhalten, schließlich steht sie außerhalb der Legalität. Kannst Du Dir vortsellen Jean Reno (der Profi) erzählt jedem, den er kennenlernt, daß er ein Auftragskiller ist?
Warum willst Du ihn nicht als Gaukler, Händler oder was auch immer herumlaufen lassen. Figuren, die ein Geheimnis haben, sind doch viel interessanter zu spielen als Helden, von denen die anderen alles wissen :cool:
BTW: Die meisten meiner Assassinen - ich habe schon einige gespielt - haben auf Gifte ganz verzichtet. Das Risiko ist einfach zu groß wenn man erwischt wird. Außerdem hat man Fähigkeiten, die Gifte wunderbar ersetzen können. Meucheln ist eine Kunst - wenn ich das vergeige, ist es einfach stillos, das Opfer am Gift auf der Klinge sterben zu lassen
Also lieber die EP für Giftmischen in Meucheln investieren und die Leute nach allen Regeln der Kunst stilvoll abservieren - dann klappts auch mit der Stadtwache am Tor :cool:
Viele Grüße
Tyrfing
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29.01.2001, 13:03 #6
- Registriert seit
- 26.01.2001
Tja, da sagst Du was... Ich würde das auch gerne so sehen, nur leider meine Gruppe nicht. In unserer Gruppe herrscht folgende "ungeschriebene" Regel: Jeder und alles in der Gruppe weiß bescheid. Nein, ich meine damit nicht das was zwischen den Spielern ausgetauscht wird ("Ach, Du hast doch den und den Zauber? Du kannst Klettern?") sondern auch als Charakter in der Gruppe soll man sich offenbaren. Dies führt dazu, daß z.B. keiner einen "dunklen" Char spielt und somit der Assasine in einer "dunklen Gestalt" eigentlich nicht akzeptiert wird. Fakt ist, die Gruppe als Spieler weiß daß ich ein Assasine bin. Die Charaktere aber ansicht wissen es nicht! Ich frage mich also, wenn ich "jahrelang" mit den Leuten zusammen bin, wie ich es geheimhalten kann, daß ich ein Assasine bin? Oder ist es unvorteilhaft Freunden in der Gruppe dies anzuvertrauen? Das natürlich nur, wenn sie einen "decken" können, falls es zu irgendwelchen unvorteilhaften Ereignissen kommt...
Die Idee mit dem Gaukler gefällt mir weniger, als die mit dem Händler. Im Prinzip wäre es aber möglich, nur der Gruppe wird es jetzt natürlich auffalen, daß ich mich "verändert" habe... Naja, das krieg ich aber auch hin, denke ich... :biggrin:
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29.01.2001, 13:11 #7
- Registriert seit
- 16.01.2001
Halllo Tulac,
stell Dir das doch mal bitte im richtigen Leben vor: Du machst eine Reise mit einer Gruppe und am ersten Abend erzählt einer am Lagerfeuer: Und beruflich bin ich Auftragskiller. Das kann doch wohl nicht sein! :nono:
Vielleicht solltet Ihr Eure ungeschriebenen Gesetze mal überdenken. Wenn die Spieler nicht in der Lage sind, zwischen ihrem Wissen und dem ihrer Helden zu unterscheiden, und diese entsprechend agieren zu lassen, was ist das für ein Rollenspiel? :frown:
Ist es bei Euch auch ein ungeschriebenes Gesetz, daß man seine Mitstreiter nicht anlügen darf obwohl das rollentypisches Verhalten wäre?
Viele Grüße
Tyrfing
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29.01.2001, 13:25 #8
- Registriert seit
- 15.01.2001
Hallo!
Also was an Figuren mit einem Geheimnis so toll sein soll, ist mir nicht klar. Für mich wäre das eher ein Zeichen _fehlender_ Professionalität. Wenn ich meine Figur als Profi sehe, dann bedeutet das auch, daß sie zurücktritt, wenn es einen anderen in der Gruppe gibt, der die Aufgabe besser meistern kann.
Eine Abenteurergruppe ist in meiner Sicht immer eine Gruppe, die einander Leib und Leben anvertraut, und die versucht, Aufgaben professionell zu erledigen.
Beide Aspekte verbieten da aus meiner Sicht zu große Heimlichtuerei. Natürlich kann es einen Zeitraum in der Vorgeschichte meiner Figur geben, über den die Figur nicht spricht. Tyrfing sprach aber wohl von etwas anderem.
Irgendwie gefällt mir die Idee, meine nächste Combo nur aus Abenteurern zusammenzustellen, die gemeinsam in einem Dorf aufgewachsen sind, immer besser ...
Wahrscheinlich müßte bei Euch in der Gruppe einfach mal das passieren, was die meisten Spieler außer Acht lassen: Gemeinsam klären, was für eine Art Gruppe man Spielen will. Sind die Abenteurer eine reine Zweckgemeinschaft, die sich jederzeit wieder trennen könnte? Oder sind sie eine verschrorene Gemeinschaft mach dem Motte: alle für einen, einer für alle? Im zweiten Falle: Nimmt man jeden Auftrag an, wenn er genug Belohnung verspricht? Oder kämpft man nur "für das Gute"? Wenn man das geklärt hat, das wird man spontan feststellen, daß bestimmte Abenteurertypen da nicht hineinpassen. Das kann der Assasine sein, vielleicht aber auch der Ordenskrieger.
Nice dice
Mike Merten
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29.01.2001, 14:40 #9
- Registriert seit
- 26.01.2001
Quote:
<span id='QUOTE'>stell Dir das doch mal bitte im richtigen Leben vor: Du machst eine Reise mit einer Gruppe und am ersten Abend erzählt einer am Lagerfeuer: Und beruflich bin ich Auftragskiller. Das kann doch wohl nicht sein!</span>
Nein, sicherlich nicht so in dieser Art. Doch die Sachlage ist halt so, daß unsere Gruppe sich untereinander so eng kennenlernt, daß jeder eigentlich jeden genaustens kennen soll ... das führt zu dem besagten Dillema... Bis dato hatten wir kaum einen Assasinen, der sich nicht irgendwie "verraten" hat. Wenn wir überhaupt viele hatten, im Gegenteil. Diese Chars sind nahezu unspielbar bei uns. Zudem wird man in unserer Gruppe förmich ausseinandergenommen, wenn was falsch läuft. In einem anderen Thread hier schreibt Berthil, daß er quasi von der Gruppe den Wölfen vorgeworfen wurde, weil er eben einer anderen Gesinnung war/ist und daher in einer "positiv" eingstellten Truppe ein Dorn im Auge darstellt. Ich kann ihn verstehen, denn schließlich ist der Assasine ja schon was "g'meines" ... :)
Aber um es nochmal zu betonen... so in der Art soll es nicht laufen. Meine Grundsätzliche Frage war ja, ob es möglich ist einen "weißen" Assasinen so zu spielen, daß ihn die Gruppe als solchen akzeptiert... Oder wird dieser ebenso ein Mysterium sein und nur gelegentlich durch mysteriöse Ereignisse, die sich keiner erklären kann "auffallen"?
Quote:
<span id='QUOTE'>Vielleicht solltet Ihr Eure ungeschriebenen Gesetze mal überdenken. Wenn die Spieler nicht in der Lage sind, zwischen ihrem Wissen und dem ihrer Helden zu unterscheiden, und diese entsprechend agieren zu lassen, was ist das für ein Rollenspiel?</span>
In der Tat gibt es in unserer Gruppe diese Diskussion und ich hoffe bald, daß alle so denken wie Du...
... wir diskutieren genau über das Thema, denn schließlich macht es das Rollenspiel kaputt, wenn man alles weiß und jeden kennt. Dann kann ich ja gleich ne Webpage für meinen Char aufmachen und da die Werte und Eigenschaften veröffentlichen...
Quote:
<span id='QUOTE'>Ist es bei Euch auch ein ungeschriebenes Gesetz, daß man seine Mitstreiter nicht anlügen darf obwohl das rollentypisches Verhalten wäre?</span>
Schwer zu sagen, ich würde "jein" sagen... Die Erwartungshaltung der Gruppe ist diese, daß es innerhalb der Gruppe keine Geheimnisse geben soll. Von daher könnte man jetzt sagen, Lügen ist tabu. Das dies hin und wieder geschieht ist ja wohl klar, aber es wird dann sehr ungerne gesehen, wenn es bekannt wird.
Also schaun' mer mal weiter...
Sorry, aber das IconBoard scheint - im Gegensatz zum UBB - Probleme mit mehreren Quotes zu haben. Hmmmpf...
(Geändert von Tulac um 2:49 pm am Jan. 29, 2001)
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29.01.2001, 14:54 #10
- Registriert seit
- 26.01.2001
@Mike,
Du wirst es nicht glauben, aber wir haben bereits eine komplette Gruppe aus Zwergen bestehend und aus einem Dorf kommend gespielt... Das war ein Riesenspaß ;)
Im Prinzip spielt unsere Truppe nach dem besagten "Alle für einen, einer für alle" Schema... doch irgendwie geht das Konzept nicht ganz auf... Wir hatten einen höheren Verbrauch an Chars
in letzter Zeit und von daher hat der eine oder andere zum nicht-üblichen "Kämpfer/Söldner/Magier" gegriffen und wollte mal was neues ausprobieren. So ein diebischer und verfressener Halbling oder eben ein Assasine... und genau an dieser Stelle geht unser früheres Konzept der "sauberen und guten" Gruppe den Bach runter...
Aber wie gesagt, es wird sich schon richten, denn ein neuer SL hat das Spielgeschehen ergriffen und es wird eine Diskussion in der Runde genau wegen den Problemen geben...
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