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Schottet sich die Midgard-Bubble und/oder das Forum gegenüber anderen Systemen ab?

Hervorgehobene Antworten

So absolut gesehen, widerlegt ja bereits ein Gegenbeispiel die These. Und sobald man nicht vollkommen abgeschottet ist, ist man ja schon wieder relativ offen.

Ich weiß nicht, ob es von Branwen oder Jürgen oder sogar beiden kam, aber die haben es zumindest so gesehen. Wobei "abgeschottet" wohl das falsche Wort ist.

Es gibt aber eben zwei Strukturen, in denen sich die Midgard-Gemeinde überregional organisiert und das ist das Midgard-Forum und das sind die Midgard-Cons. Und die beiden tragen nunmal dezidiert Midgard im Namen nicht nicht allgemein P&P.

Und klar, wenn man MIdgard toll findet, dann wird man in den beiden Bereichen einfach optimal bedient. Warum auf ne Con fahren, in der Midgard eventuell nur am Rande vorkommt? Warum in einem Forum diskutieren, in denen Midgard von vielen schlecht dargestellt wird? Eine mögliche Antwort wäre: Aus missionarischem Eifer. Aber das ist anstrengend.

Ich bin wirklich nicht gut informiert, aber ist das Konzept der Midgardcons als Übernachtungscons nicht auch was Besonderes? Das ist natürlich auch gemeinschaftsbildend.

Moderation

Hab das Thema aus diesem Thema ausgelagert. @Eleazar Dein Beitrag war der passendste für den Einstieg in die Diskussion.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

18 Stunden her, Eleazar schrieb:

Ich bin wirklich nicht gut informiert, aber ist das Konzept der Midgardcons als Übernachtungscons nicht auch was Besonderes?

Nein, das kannte ich schon lange vorher,... exemplarisch das Drachenfest in der Jugendherberge in Wiesbaden muss so auch 1980er rum gewesen sein - war alles ähnlich, ausser eben das es nicht an ein System gebunden war. "Mein" Rollenspielverein machtes auch schon recht früh so etwas, allerdings nur "vereinsintern". Ggf bin ich dort auch schon Leuten über den Weg gelaufen, aber das war nicht unbedingt meine Hauptmidgard Zeit (auch wenn ich "im Goldenen Wald" dort mal geleitet habe, 7 Spielfiguren vom Grad 7 - und keiner konnte schwimmen)

Ein DSA-Spieler erwähte auch mal so etwas in der Art.

In Nördlingen war ich häufiger in der dortigne JuFa (mit einer der bessten Conlocations die ich kenne hat sowohl ambiente da ein Turm der Stadtmauer dazugehört als auch eine gehobenere Jugendherberge.

18 Stunden her, Eleazar schrieb:

So absolut gesehen, widerlegt ja bereits ein Gegenbeispiel die These. Und sobald man nicht vollkommen abgeschottet ist, ist man ja schon wieder relativ offen.

ich glaube so wirklich absolut hat es niemand artikuliert der Strangtitel stellt es ja auch schon irgendwie in Frage. Wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb war Werbung für Midgard etwas das bei Midgard bisher nie so recht funktioniert hat. Das wird sich bestimmt mit Damatu ändern.

19 Stunden her, Eleazar schrieb:

Ich bin wirklich nicht gut informiert, aber ist das Konzept der Midgardcons als Übernachtungscons nicht auch was Besonderes? Das ist natürlich auch gemeinschaftsbildend.

Das Besondere ist nicht die Übernachtungscon. Sondern dass dort (fast) ausschließlich Midgard und dessen Seitenableger gespielt werden. Und dass es nicht nur eine Con, sondern ein komplett eigenes Ökosystem ist.

Ja, gemeinschaftsbildend ist dabei die eine Seite, die andere ist dann die Wahrnehmung von außen als abgeschottet.

Ist aber auch eine Sache wie man da reinschaut, ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich alleine auf meinen ersten Midgardcon gefahren bin und dort niemanden kannte. Hab mich trozdem gut aufgehoben gefühlt. (und ja ich hab damals definitv gedacht: "Wenns nix ist, fahr ich halt wieder heim" Geld ist dann zwar weg aber besser als sich langweilen) Trozdem hat dort (Bacharach) alles gut geklappt.

Aber ja mir würds auch nicht einfallen auf einen Con zu gehen auf dem nur ein System gespielt wird mit dem ich nichts anfangen kann. Also - für mich - wären DSA Cons so etwas.

Wirklich abgeschottet? Ist auch eine Wahrnehmungssache, ist ja nicht so das es auf Cons aktive Selektion von Teilnehmern gibt. Leichte anflüge von Türstehermentalität? Ja, solche Leute gibts hier auch, da kann man mal anecken - aber, die gibts auch an anderer Stelle. (man beachte den ersten Abschnitt!)

Da beißt sich die Katz in den Schwanz: Die postulierte Abschottung liegt daran das es keinen Informationsfluss aus der Blase gibt vugo Werbung. Aber warum auch? Die Cons sind doch gut genug ausgebucht. Weil ich kenne auch keine Werbung für derartige DSA Cons und die scheint es zumindest auch zu geben.

Bearbeitet ( von Irwisch)

  • Ersteller

Es liegt eben auch daran, dass Midgard eben immer ein "kleines" System war. Auf ner größeren Con hättest wenig Auswahl an Midgard-Runden gehabt und sicher auch nicht viel Abwechslung bei den Leuten. Bei einem reinen MidgardCon hast du das optimale Biotop - außer für die Werbung.

Vor 34 Minuten, Kazzirah schrieb:

Ja, gemeinschaftsbildend ist dabei die eine Seite, die andere ist dann die Wahrnehmung von außen als abgeschottet.

Das ist für mich der entscheidende Punkt. In der Wahrnehmung von außen sind wir abgeschottet. Auch wenn das vielleicht nicht den Tatsachen entspricht.

Es gab zwar auch Erlebnisse auf Midgard Cons, die das stützen, auf der anderen Seite gibt es auch eine ganze Reihe Erlebnisse auf Midgard Cons, wo Neulinge sich erfreut darüber zeigten, so freundlich aufgenommen worden zu sein.

Umgekehrt gibt es natürlich hier einige Hardcore-Midgardianer, aber auch andere, die nicht nur offen für andere Systeme sind, sondern die auch tatsächlich spielen. Ich selbst würde auch mehr andere Systeme spielen, wenn ich mehr Gelegenheit dazu hätte und gefühlt nicht immer derjenige wäre, an dem es hängt, das dann auch umzusetzen.

Vor 17 Minuten, Irwisch schrieb:

....Also - für mich - wären DSA Cons so etwas.

... Weil ich kenne auch keine Werbung für derartige DSA Cons und die scheint es zumindest auch zu geben.

Die Lage ist bei DSA eine völlig andere. Ja, es gibt Bilstein, und das gab es schon in den Neunzigern, damals unter dem Namen DSA-Konvent. Und es gibt die Ratcon, DSA-Hauscon schon seit den Zeiten von Schmitt-Spiele, später von FanPro und heute von Ulisses. (Und auch auf Burg Breuberg fanden schon Yaquirien-Cons statt).

Es gibt eine eigene Zeitung (den Aventurischen Boten) usw. Trotzdem ist DSA eben nicht in einer abgeschotteten Blase. Warum? DSA ist zusätzlich eben auch auf den großen Cons vertreten. Es gibt die Computerspiele, die auch für DSA eine große Werbung waren und sind. DSA ist keine Blase, das ist ein gigantisches Luftschiff, um mal in diesem Bild zu bleiben.

Wer in Deutschland Fantasy-Rollenspiel kennt, der kennt auch DSA, wenigstens dem Namen nach.

Kurzum: Für DSA ist es kein Problem, auch Cons anzubieten, auf denen nur DSA gespielt wird. Weil durch die schiere Größe die Sichtbarkeit außerhalb eben trotzdem gegeben ist. Bei MIDGARD ist das nicht so.

Ich stell mal eine Ketzerische Frage:

Was wäre denn wenn das gegenteil dazu? Wann würde man von einer absolut offenen Gemeinschaft sprechen? Also was müsste sich ändern damit jeder sagen würde "Es ist eine offene aufgeschlossende Gesellschaft?" betonung liegt auf >jeder<. Müssten wir exemplarisch in Bacharach ein Plakat über den Rhein hängen und alle einladen die da sind? (Ist mir gerade eingefallen das ich gerade in Bacharach öfters Touris was vom Rollenspiel erzählt habe, öfter wie auf anderen Cons)

Weil ich glaube es liegt alles an der Wahrnehmung.

  • Ersteller
Vor 10 Minuten, Irwisch schrieb:

Ich stell mal eine Ketzerische Frage:

Was wäre denn wenn das gegenteil dazu? Wann würde man von einer absolut offenen Gemeinschaft sprechen? Also was müsste sich ändern damit jeder sagen würde "Es ist eine offene aufgeschlossende Gesellschaft?" betonung liegt auf >jeder<. Müssten wir exemplarisch in Bacharach ein Plakat über den Rhein hängen und alle einladen die da sind? (Ist mir gerade eingefallen das ich gerade in Bacharach öfters Touris was vom Rollenspiel erzählt habe, öfter wie auf anderen Cons)

Weil ich glaube es liegt alles an der Wahrnehmung.

Ich glaube, die Formulierungen tun der Diskussion nicht gut: Eine "abgeschottete Gemeinschaft" kann man schnell als moralischen Vorwurf verstehen. "Offenheit" ist meist ein positiver Wert an sich und "Abschottung" per se was Negatives. Als Elsa und/oder Jürgen die Vokabel benutzten, ging es aber um einen ganz bestimmten Aspekt: Die Midgard-Szene ist einfach so organisiert, dass die Außenwirkung in die restliche Rollenspielszene relativ überschaubar ist. Das ist natürlich aus Werbezwecken definitiv schlecht, aus vielen anderen Gründen aber durchaus gut oder egal.

Vielleicht wäre Midgard ohne dieses Kuschelforum und die reinen Midgard-Cons nie so alt geworden. Vielleicht hätte es einen ganz anderen Zulauf bekommen. Das weiß keiner. Und so wie es ist, ist Midgard bislang ja erst mal eine Erfolgsgeschichte

Ich denke bloß, dass die "Abschottung" der Midgardszene ja nicht aus niederen Beweggründen oder wegen einer allergischen Reaktion gegenüber der restlichen Rollenspielumwelt geschehen ist. Und es muss daher ja auch nicht kritisch gesehen werden. Hier im Forum gibt es ja immer wieder Posts von Leuten, die auf Cons mitgeschleppt wurden oder die ins Forum gestolpert sind und sich sehr gut aufgenommen fühlten. Insofern gibt es keine Abschottung.

Aus Marketingsgesichtspunkten gäbe es noch Optimierungspotential. Aber das war mit einem so kleinen Verlag wahrscheinlich auch nicht zu stemmen.

13 Stunden her, Eleazar schrieb:

Hier im Forum gibt es ja immer wieder Posts von Leuten, die auf Cons mitgeschleppt wurden oder die ins Forum gestolpert sind und sich sehr gut aufgenommen fühlten. Insofern gibt es keine Abschottung.

Das ist ein Trugschluss. Dass einige Leute auf Cons und im Forum geblieben sind ist schön. Daraus zu Schlussfolgern, dass es keine Abschottung gäbe ignoriert aber diejenigen, die rein geschaut haben und nie wieder gesehen waren, weil sie es eben nicht als einladend wahrgenommen haben, die, die eine Weile durchgehalten haben und irgendwann aufgegeben haben, hier ankommen zu wollen und natürlich die, die es gar nicht erst versuchen, weil die abschreckende Wirkung zu groß ist.

Vor 7 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Das ist ein Trugschluss. Dass einige Leute auf Cons und im Forum geblieben sind ist schön. Daraus zu Schlussfolgern, dass es keine Abschottung gäbe ignoriert aber diejenigen, die rein geschaut haben und nie wieder gesehen waren, weil sie es eben nicht als einladend wahrgenommen haben, die, die eine Weile durchgehalten haben und irgendwann aufgegeben haben, hier ankommen zu wollen und natürlich die, die es gar nicht erst versuchen, weil die abschreckende Wirkung zu groß ist.

Wenn es diese Begebenheiten / Eindrücke gegeben hat, ist das natürlich nicht so schön.

Ich selbst habe das Forum und die Cons als sehr offen erlebt.

Aber ich vermute, diese unterschiedliche Wahrnehmung gibt es in vielen Bereichen des Alltags. Sowohl in anderen Rollenspielgenren als auch auf heimischen Spielplätzen und in Vereinen usw. Oder hast Du den Eindruck, dass es bei Midgard mehr ist als woanders? (Das will ich keineswegs ausschließen, ist aber halt bisher nicht meine Beobachtung. Aber Du hast da viel bessere Einblicke im Vergleich zu mir "Frischling")

Mir kam gerade der Gedanke, dass auch gerade dieses Nischen-Dasein der Grund für das lange Überleben dieser Midgard-Gemeinschaft sein könnte.


Haben wir uns mit den Midgard-Cons und dem Super Midgard-Forum ein Habitat geschaffen, in dem die Gemeinschaft für sich überleben konnte.

Wenig Austausch mit den anderen Rollenspiel-Gemeinschaften? Warum.... wir haben uns, es genügt!

Wenig Sichtbarkeit zu den anderen Gemeinschaften? Warum.... noch sind wir genug Leute! > Wir brauchen keine Werbung

Midgard ist über die Jahrzehnte bis M5 recht stabil gewesen, hat sich nur wenig im Konsens der Gemeinschaft gewandelt. Das hält eine Gemeinschaft zusammen: Man hat was gutes und pflegt es mit Freude.

Mit MLvD ist die Kontinuität des Regelwerks verloren. Das schafft auf jeden Fall Unruhe in das sonst so ruhige, friedliche Habitat der Midgard-Gemeinschaft.

Wenn Gemeinschaften kleiner werden, gibt es einen kritischen Punkt, unter dem sie endgültig zerfallen. Tote Internet-Foren beweisen das mMn nach immer wieder.

Auch sieht man im Open-Source Umfeld immer wieder, dass Projekte nach einem Fork beide leiden.

Mit Altgard, Utgard und 7Töter erleben wir nun gleich 3 Forks.

Bearbeitet ( von Panther)

Vor 8 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Ist es denn Offenheit, wenn sich einige aufgenommen fühlen?

Ist m.M.n. ein Teil der Definition, ja.

Dann war man m.M.n. denen gegenüber offen. Aber wenn man es anderen gegenüber nicht gewesen ist, dann ist das natürlich nur die halbe Wahrheit, wie es so schön heißt.

Aber von einer "privaten Gemeinschaft" erwarte ich auch nicht "bedingungslose Offenheit". Es liegt in der Natur des Menschen, dass man nicht jeden mag und willkommen heißt. Als Krankenschwester sollte ich immer neutral bleiben, auch gegenüber Gesetzesbrechern etc. Aber privat muss ich nicht jeden mögen.

Daher meine Frage, ob die "nicht Offenheit" von Dir hier stärker wahrgenommen wird als in anderen Spielsystemen, Vereinen etc.

Nun ja, bei einem Teil der M6-Diskussionen konnte man schon etwas den Eindruck bekommen, dass zugespitzt Wohl und Wehe (der Freizeitgestaltung) von manchen Leuten daran hängt, wie ein neues Regelsystem bei einer grob zweistelligen Zahl von Leuten ankommt.

Sehe aber insgesamt keinen fundamentalen Unterschied zu anderen vergleichbaren (Online-)Communities.

Denke die Zuschreibung läuft letztendlich auf eine Art Kreisschluss hinaus: Wenn man die ganzen Nicht-Abschotter, die u.a. auch Teil diverser anderer Communities sind, aus der Midgard-Community herausdefiniert, ist es wohl eine abgeschottete Community. Abschottung ist jedenfalls keine Bedingung, um das Spielsystem nutzen zu können.

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