Zu Inhalt springen

Würfeln oder spielen?

Hervorgehobene Antworten

6 Stunden her, Blaues Feuer schrieb:

Das heißt, wer vom Trainer auf Torwart gesetzt wurde, spielt nie auf der Stürmerposition.

Das erscheint mir ein "red herring" zu sein. Sagt Dein Spielleiter Dir: "Du machst jetzt den Heiler"? Unsinn. Du selbst wählst das aus.

6 Stunden her, Blaues Feuer schrieb:

Die Laberbacke am Tisch ist auf Sozialcharakter abonniert, der Taktiker darf nur Kämpfer spielen und ... wer kann eigentlich am Tisch zaubern und wer kennt sich mit alchemistischen Untersuchungsmöglichkeiten aus, um diese Parts zu übernehmen?

So eindimensional stellt es sich in Wirklichkeit nicht dar.

So wie Du es darstellst, kann einer nur "labern", der andere nur "Taktik", ist es doch gar nicht.
Auf den Quatsch, daß es für Alchemie und Zauberei im Spiel keinen geben kann, weil dies nun mal "in echt" niemand beherrscht, lohnt es sich nicht ernsthaft einzugehen. Aber hier: "Haha!" Schenkelklopfer.

Stattdessen ist es so, daß einer gut "labern" kann, die Regeln gut kennt aber nur mäßig in Taktik ist.
Der Zweite kann nicht gut "labern", ist aber ein Regelpapst und durchschnittlicher Taktiker.
...
...

Nicht nur eine Neigung definiert die Stärken oder Schwächen eines Spielers, sondern die Gesamtheit von mehreren.

Dementsprechend kann er auch nicht nur Stürmer, nur Torwart, nur Libero.
Er kann aber womöglich Stürmer und Libero besser als Torwart.

Natürlich "darf" er auch Torwart, wenn dies das Ding ist, was er will - vielleicht macht ihm die gegnerische Mannschaft dann halt nur einfach mehr rein.

Francesco di Lardo

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

7 Stunden her, Akeem al Harun schrieb:

Wenn ich in einer Fußballmannschaft spiele, spiele ich mich selbst, mit den Fähigkeiten, die ich habe.

Wenn ich Pen & Paper spiele, dann spiele ich die Figur, mit den Fähigkeiten, welche die Figur hat.

Aber Du spielst die Figur. Die Figur spielt sich nicht selbst.

Und in dem Moment, wo Du sie spielst, läßt sich der Gegenstand Deines Spiels auch nicht vollständig von den Fertigkeiten abkoppeln, die Du hast.

Nehmen wir an, ein Spieler spielt den "genialen, inspirierten, kreativen und originellen Gelehrten, der für jedes Problem eine Lösung hat", wobei der Spieler selbst aber extrem einfältig ist: Der Spielleiter präsentiert irgend ein Rätsel wofür man eine Reihe von Gegenständen einsetzen muß und welches logisches Denken erfordert. Kein Problem für unseren Gelehrten, denn die Fähigkeiten hat die Figur ja: [Klacker...] Dann beschreibt jetzt der SL dem einfältigen Spieler die Lösung, mit dem der Charakter das Rätsel bezwungen hat?

Kann man so machen.

Da sitze ich jetzt als Barbar daneben, dessen Spieler sich vielleicht gern an dem Rätsel versucht hätte aber nicht kann, weil sein Charakter nicht die Fähigkeit dazu hat, weil der strohdoof ist, und denke mir:

"Mei, spannende Spielrunde..."

Francesco di Lardo

Vor 24 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Das ist doch ein "red herring". Sagt Dein Spielleiter Dir: "Du machst jetzt den Heiler"? Unsinn. Du selbst wählst das aus

Nun ja, ich weiß ja nicht, wie ich es Dir geht. Ich spiele Rollenspiel wegen der schönen Geschichte, wegen der Herausforderungen, aber auch wegen der Erfolge. Wenn Du als Spielleiter vorgibst, dass ich nur bei den Dinge Erfolg habe, die auch als Person kann, statt Erfolg, bei dem was die Fantasyfigur kann, dann lässt Du mir nur eine Pseudowahl: keinen Erfolg haben oder immer die selbe Figur spielen: mich.

Schade, dass Du, der Du sonst so weitschweifig alles ausbreitest, keine Antwort auf die Frage hast, was mit Wissensfertigkeitn ist und ob man die genauso beschreiben und ausspielen muss, wie Sozialfertigkeiten, und wenn nein, warum nicht.

Vor 3 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Aber Du spielst die Figur. Die Figur spielt sich nicht selbst.

Und in dem Moment, wo Du sie spielst, läßt sich der Gegenstand Deines Spiels auch nicht vollständig von den Fertigkeiten abkoppeln, die Du hast.

Komischerweise geht das bei Fähigkeiten wie Klettern, Schwimmen und ganz allgemein Kämpfen sehr gut.

Mich hat auch noch nie ein SL aufgefordert, Liegestützen zu haben, weil meine Figur einen Kraftakt machen wollte.

Außerdem hast du die Akzente falsch gesetzt: ich spiele die Figur.

Vor 3 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Nehmen wir an, ein Spieler spielt den "genialen, inspirierten, kreativen und originellen Gelehrten, der für jedes Problem eine Lösung hat", wobei der Spieler selbst aber extrem einfältig ist: Der Spielleiter präsentiert irgend ein Rätsel wofür man eine Reihe von Gegenständen einsetzen muß und welches logisches Denken erfordert. Kein Problem für unseren Gelehrten, denn die Fähigkeiten hat die Figur ja: [Klacker...] Dann beschreibt jetzt der SL dem einfältigen Spieler die Lösung, mit dem der Charakter das Rätsel bezwungen hat?

Kann man so machen.

Da sitze ich jetzt als Barbar daneben, dessen Spieler sich vielleicht gern an dem Rätsel versucht hätte aber nicht kann, weil sein Charakter nicht die Fähigkeit dazu hat, weil der strohdoof ist, und denke mir:

"Mei, spannende Spielrunde..."

Kommt drauf an, ob sich ein Rätsel an die Spielfiguren oder an die Spieler richtet. Viele Rätsel in Abenteuern richten sich eigentlich eher an die Spieler, als an die Spielfiguren. Da handle ich ebenfalls entsprechend.

Es geht aber doch eher um andere Fertigkeiten. Ich bin nicht gut darin, jemanden argumentativ überzeugen, meine Spielfigur schon ("Beredsamkeit"). Manche hier argumentieren, dass ich das dann ja wohl gefälligst als Spieler zu machen habe und am besten eine flammende Rede halten soll, der sich keiner entziehen kann. (Ich übertreibe hier absichtlich.) Aber wer die flammende Rede halten kann ist meine Spielfigur, nicht ich.

Ebenso wie ich als Spieler mal einen Text (eine Ballade) aus dem Handgelenk schütteln sollte, dabei hat meine Spielfigur "Dichten+17", aber nicht ich ich als Spieler.

Vor 6 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Nun ja, ich weiß ja nicht, wie ich es Dir geht. Ich spiele Rollenspiel wegen der schönen Geschichte, wegen der Herausforderungen, aber auch wegen der Erfolge.

Das geht mir ganz genau so.

Vor 7 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Wenn Du als Spielleiter vorgibst, dass ich nur bei den Dinge Erfolg habe, die auch als Person kann, statt Erfolg, bei dem was die Fantasyfigur kann, dann lässt Du mir nur eine Pseudowahl: keinen Erfolg haben oder immer die selbe Figur spielen: mich.

Ich gebe Dir nicht vor, daß Du nur Erfolg bei Dingen hast, die Du auch als Person gut kannst.

Ich werde nicht müde zu wiederholen, daß sich Erfolg aus verschiedenen Elementen zusammensetzt.

Einer davon ist Glück (die Würfel) und damit schon einmal unverdächtig, dies als Person zu können.

Bei den anderen Faktoren kannst Du getrost davon ausgehen, daß im echten Leben so gut wie niemand "Ausspielen" 100, "Taktikverständnis" 100, "Kreative Ideen" 100 und "Regelwissen 100" hat. Und all dies brauchtst Du auch gar nicht, um als Spieler Erfolge zu erzielen: Vielleicht hast Du als Spieler nur "Ausspielen" 68, "Taktikverständnis" 78, "Kreative Ideen "63" und "Regelwissen "34" - auch damit kannst Du Erfolge erzielen.
Genauso, wie es für einen Charakter auch nicht ST 100, GE 100, GW 100 und KO 100 braucht, sondern dieser vielleicht ST 68, GE 78, GW 63 und KO 34 hat.

Francesco di Lardo

Vor 1 Minute, Francesco di Lardo schrieb:

Da sitze ich jetzt als Barbar daneben, dessen Spieler sich vielleicht gern an dem Rätsel versucht hätte aber nicht kann, weil sein Charakter nicht die Fähigkeit dazu hat, weil der strohdoof ist, und denke mir:

"Mei, spannende Spielrunde..."

Francesco di Lardo

Wieso sollte der angeblich so strunzdumme Barbar plötzlich auf eine Rätsellösung kommen, für die er Wissen benötigt, dass die Figur laut Charakterblatt gar nicht hat, bloß weil der Spieler es weiß oder kann?

Auch hier wieder: wenn es Gruppenkonsens ist, dass Rätsel grundsätzlich nichts mit der Spielwelt zu tun haben, sondern dafür da sind, die Spieler am Tisch zu beschäftigen ist völlig ok; ist in vielen vorgefertigten Abenteuern so. Läuft dann halt wieder darauf raus: Es ist scheißegal, was auf deinem Charakterblatt steht, Du spielst und weißt, was Du selbst bist und kannst.

Vor 5 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Das geht mir ganz genau so.

Ich gebe Dir nicht vor, daß Du nur Erfolg bei Dingen hast, die Du auch als Person gut kannst.

Ich werde nicht müde zu wiederholen, daß sich Erfolg aus verschiedenen Elementen zusammensetzt.

Einer davon ist Glück (die Würfel) und damit schon einmal unverdächtig, dies als Person zu können.

Bei den anderen Faktoren kannst Du getrost davon ausgehen, daß im echten Leben so gut wie niemand "Ausspielen" 100, "Taktikverständnis" 100, "Kreative Ideen" 100 und "Regelwissen 100" hat. Und all dies brauchtst Du auch gar nicht, um als Spieler Erfolge zu erzielen: Vielleicht hast Du als Spieler nur "Ausspielen" 68, "Taktikverständnis" 78, "Kreative Ideen "63" und "Regelwissen "34" - auch damit kannst Du Erfolge erzielen.
Genauso, wie es für einen Charakter auch nicht ST 100, GE 100, GW 100 und KO 100 braucht, sondern dieser vielleicht ST 68, GE 78, GW 63 und KO 34 hat.

Francesco di Lardo

Wenn ich bei dir permanent einen Malus (oder eben keinen Bonus, das läuft aufs selbe raus) kriege, weil ich Taktikverständnis 0, Kreative Ideen 20 und Ausspielen 5 habe, dafür Regelwissen 90 und outgame-Wissen-das-keiner-hören-wollte auf 120, dann werde ich immer scheitern, wenn ich einen People Pleaser mit herausragenden Qualitäten als Kämpfer und Anführer spielen möchte. Schlicht, weil meine Erfolgschancen - ganz gleich, was der Würfel und meine verlernten EP sagen - immer schlechter sein wird, als wenn ich einen Bücherwurm als Charakter spiele.

Vor 26 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Schade, dass Du, der Du sonst so weitschweifig alles ausbreitest, keine Antwort auf die Frage hast, was mit Wissensfertigkeitn ist und ob man die genauso beschreiben und ausspielen muss, wie Sozialfertigkeiten, und wenn nein, warum nicht.

4²=16

Wenn man weiß, was eine Zweierpotenz ist, dann weiß man, daß die Antwort von 4² gleich 16 ist.

Was willst oder kannst Du an "16" ausspielen?
Wissen ist da oder es ist nicht da.

Du könntest allenfalls ausspielen, auf welche Weise Du Wissen gewinnen möchtest oder wie Du versuchst, Dich daran zu erinnern.

Francesco di Lardo

Vor 1 Minute, Francesco di Lardo schrieb:

Du könntest allenfalls ausspielen, auf welche Weise Du Wissen gewinnen möchtest oder wie Du versuchst, Dich daran zu erinnern.

Francesco di Lardo

Jupp, darum ging es: wie willst Du es herauskriegen. Die Substanz in dem schon erwähnten Krug analysieren, die gesuchte Info in einer Menge von Schriftstücken zu finden, welchen Rang die beobachtete Person hat,....

Vor 31 Minuten, Akeem al Harun schrieb:

Komischerweise geht das bei Fähigkeiten wie Klettern, Schwimmen und ganz allgemein Kämpfen sehr gut.

Mich hat auch noch nie ein SL aufgefordert, Liegestützen zu haben, weil meine Figur einen Kraftakt machen wollte.

Wir diskutieren hier aber die ganze Zeit über die Fertigkeiten, die sich am Spieltisch darstellen lassen - und nicht über solche, bei denen das nicht möglich ist.

Du kannst am Spieltisch sitzend real darstellen, wie und auf welche Art Dein Charakter im Dialog jemanden versucht zu belügen - darum geht's.
Du kannst am Spieltisch sitzend nicht real darstellen, wie und auf welche Art Dein Charakter eine Felswand hochklettert oder durch einen Fluß schwimmt - darum geht's nicht.

Francesco di Lardo

  • Ersteller
Vor 1 Minute, Francesco di Lardo schrieb:

Wir diskutieren hier aber die ganze Zeit über die Fertigkeiten, die sich am Spieltisch darstellen lassen - und nicht über solche, bei denen das nicht möglich ist.

Nein. Ich sage, dass sich beides nicht am Spieltisch darstellen lässt.

Vor 4 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

Wir diskutieren hier aber die ganze Zeit über die Fertigkeiten, die sich am Spieltisch darstellen lassen - und nicht über solche, bei denen das nicht möglich ist.

Du kannst am Spieltisch sitzend real darstellen, wie und auf welche Art Dein Charakter im Dialog jemanden versucht zu belügen - darum geht's.
Du kannst am Spieltisch sitzend nicht real darstellen, wie und auf welche Art Dein Charakter eine Felswand hochklettert oder durch einen Fluß schwimmt - darum geht's nicht.

Francesco di Lardo

aber doch nur, weil wir in der Regel halt nicht aufstehen. Es hindert einen doch nichts daran, aus dem Fenster zu steigen und seine Kletterfähigkeiten zu demonstrieren.

(ausser der sehr wahrscheinliche Mißerfolg)

Vor 45 Minuten, Akeem al Harun schrieb:

Kommt drauf an, ob sich ein Rätsel an die Spielfiguren oder an die Spieler richtet. Viele Rätsel in Abenteuern richten sich eigentlich eher an die Spieler, als an die Spielfiguren. Da handle ich ebenfalls entsprechend.

Wenn ein Rätsel im Abenteuer vorkommt und ich meine Dummi-Figur mit Int21 spiele, dann mache ich trotzdem mit, auch ein Dummi kann ja manchmal ein Rätsel lösen.
Wenn hingegen im Abenteuer beim Rätsel steht: Bei diesem Rätsel dürfen nur Figuren miträtseln, die Astrologie und Rechnen +12 beherrschen, dann bin ich als Spieler und Figur dann halt draußen und kann nur noch als Spieler miträtseln, aber nicht als Figur.

Meine Dummi Figur spiele ich auch so: Wenn es ums taktische Planen geht, wie man am besten die Burg angreift, dann sagt meine Figur: Na ihr schlauen Taktiker und Denk-Experten, dann plant man schön und sagt mir dann, wo ich dann angreifen soll, meine Fähigkeiten kennt Ihr ja..... Mein Plan wäre der einfache: Vorne reinrennen und alles niederkämpfen..."

Dann lehne ich mich als Spieler zurück und höre den anderen erstmal ne halbe Stunde zu, wie sie planen!

Als ich mal in einer Mission zwangsweise der Chef war und den Plan an meine Gruppe verkünden musste, sagte ich nur: "Hach Leute! Ich bin ja der Chef! Ich gebe nun dir (eine Mitspielerfigur mit viel Grips zwischen den Ohren) den Befehl, mir einen guten Plan zu bauen. Danach schaue ich mir den dann an und überlege, ob ich ihn dann zur Umsetzung befehle." Auch danach wieder: Zurücklehnen und zuhören....

Bearbeitet ( von Panther)

Rätsel im Abenteuer finde ich immer eine etwas zwiespältige Sache und eigentlich ein Thema für sich.

Ich persönlich liebe Rätsel und es gibt auch mittlerweile die eine oder andere Spielleitung, die das weiß (und da schon gewisse Erwartungen an mich hat lol ). Aber ich habe da manchmal fast schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie schneller gelöst habe, als das meine Figur wahrscheinlich hätte. Bei einem richtig dummen Charakter (auch davon habe ich den einen oder anderen) würde ich mich dann vielleicht ingame raushalten und outgame die Spielrunde fragen, ob sie meine Lösung wissen und im Spiel verwenden wollen.

Ich finde, nur weil ein Charakter dümmer (oder zum Beispiel in Kampftaktik weniger versiert) ist als die Spielerin, muss sich die Spielerin doch nicht langweilen, sondern kann ihre Erkenntnisse outgame beitragen. Umgekehrt bin ich auch froh, wenn mich andere mit taktischen Tipps unterstützen, wenn ich eine Figur spiele, die ingame die beste Kampftaktikerin ist und daher in der Gruppe die Anführerin ist.

Ich habe das mit meinem dummen Barbaren mal so gelöst, dass der so auf die vorhandenen Hebel gestolpert ist, dass er die meiner Meinung nach richtige Stellung einstellte……klappte und passte zu ihm…..

Vor 12 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Ich würfle bei meinen unintelligenten Spielfiguren immer ob ich mich als Charakter beteilige oder nicht.

finde ich nicht gut. Die Gefahr ist mir zu hoch, dass eine Figur so aus dem Spiel genommen ist. Da ist @EKs Lösung deutlich besser.

Das was Du hier sagst ...

Vor 57 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Wenn Du als Spielleiter vorgibst, dass ich nur bei den Dinge Erfolg habe, die auch als Person kann, statt Erfolg, bei dem was die Fantasyfigur kann, dann lässt Du mir nur eine Pseudowahl: keinen Erfolg haben oder immer die selbe Figur spielen: mich.

... unterscheidet sich aber von dem was Du hier sagst:

Vor 24 Minuten, Blaues Feuer schrieb:

Wenn ich bei dir permanent einen Malus (oder eben keinen Bonus, das läuft aufs selbe raus) kriege, weil ich Taktikverständnis 0, Kreative Ideen 20 und Ausspielen 5 habe, dafür Regelwissen 90 und outgame-Wissen-das-keiner-hören-wollte auf 120, dann werde ich immer scheitern, wenn ich einen People Pleaser mit herausragenden Qualitäten als Kämpfer und Anführer spielen möchte. Schlicht, weil meine Erfolgschancen - ganz gleich, was der Würfel und meine verlernten EP sagen - immer schlechter sein wird, als wenn ich einen Bücherwurm als Charakter spiele.

Oben geht es um Erfolg. Unten geht es um Erfolgschancen.

Das ist etwas völlig anderes.

Demensprechend:
Du kannst auch Erfolg haben, bei dem, was Du als Spieler nicht kannst.
Deine Erfolgschancen sind schlechter, bei dem was Du als Spieler nicht kannst.
Deine Erfolgschancen sind besser, bei dem was Du als Spieler kannst.

Deine Erfolgschancen hängen nicht allein von dem ab, was Du als Spieler kannst oder nicht kannst (Würfel).

So gesehen:
Ja, weil für mich "echte" Fertigkeiten beim Ausspielen eine Rolle spielen, bist Du im Vorteil, wenn Du sie hast und gut darin bist und im Nachteil, wenn Du sie nicht hast oder schlecht darin bist.
Dabei ist es unwahrscheinlich, daß Du in allen "echten" Fertigkeiten sehr gut bist und ebenso unwahrscheinlich,daß Du in allen "echten" Fertigkeiten sehr schlecht bist.
Dagegen ist es wahrscheinlich, daß der "Durchschnitt" der Summe Deiner "echten" Fertigkeiten leicht über oder unter der Mitte liegen und deshalb dann auch keinen übermäßigen, wenn vielleicht auch einen kleinen Vor- oder Nachteil zur Folge hätten, der dann aber noch durch das Glück (die Würfel) weiter beeinflußt wird - in die eine oder andere Richtung.

Nein, Dein Charakter wird nicht ständig Mißerfolge haben selbst wenn Du als Spieler manche "echten" Fertigkeiten nicht besitzt oder schlecht kannst.

Nein, Du hast auch keinen "permanenten Malus", der sich stets daraus für Deinen Chakrakter ergäbe: Wenn Du als Spieler z.B. nicht "labern" kannst, dann ist das irrelevant für Deine Angriffswürfe im Kampf oder Deine Wahrnehmung, weil dort das Feld des "Laberns" überhaupt nicht berührt ist.

Ja, nicht alle Spieler sind gleich in ihren Fertigkeiten und Begabungen und daraus ergeben sich Vor- oder Nachteile für sie.
Das halte ich für genauso wenig schlimm, wie wenn ein Charakter Glück beim Auswürfeln hatte und sich daraus höhere Boni für ihn ergeben, während der andere Spieler Pech mit seinem Charakter hatte und eben mit geringeren Boni zurechtkommen muß.
Mit Letzterem hat scheinbar niemand ein Problem, weshalb es mich wundert, warum dann gleichzeitig den Unterschieden bei den "echten" Fertigkeiten und Begabungen, so viel mehr Bedeutung beigemessen wird.

Francesco di Lardo

Ich halte Rollenspiel auch für ein soziales Spiel. Ich will mich zusammen mit den anderen Spielern und den Nichtspielfiguren auseinander setzen. Ich will mich mit meinem Erfindungsreichtum und meiner Intelligenz in das Spiel einbringen. Deshalb gibt es (in einem Spiel, das mir gefällt,) für soziale Fertigkeiten eine Sonderrolle.

Die fehlende Deckungsgleichheit zwischen Spieler und Figur macht im körperlichen Bereich keine Probleme: Wir sitzen fein am Tisch und keiner will wen anderes mit nem Schwert umbringen. Aber beim Thema Intelligenz geht es eben auch andersrum: Ein im Vergleich sehr dummer oder einfallsloser Spieler kann einfach keine sehr intelligente Spielfigur darstellen. Ja, man kann seinen Würfel für einen EW: Zauberkunde+16 rollen, das geht. Aber man kommt vielleicht nicht mal darauf, dass das jetzt dran wäre. In keinem Gespräch könnte die Figur eine intelligente Antwort geben. Zu keinem Plan was Intelligentes beitragen. Insofern helfen meine Werte auf dem Dokument nur sehr bedingt.

Ähnlich läuft es bei mangelnder Regelkenntnis. Aus dem Grund sind mir etliche Shaddowrun-Archetypen einfach nicht zugänglich. Würde ich die wählen, könnte ich mein Dokument auch gleich an unseren Regel-Freak geben, der die Figur dann für mich lenkt. Sehr unbefriedigend.

Insofern sehe ich bei P&P durchaus Argumente, warum man soziale Fertigkeiten anders behandeln kann (nicht muss). Im sozialen Spiel und im Geschehen am Tisch gibt es meiner Erfahrung nach einen Mehrwert. Auf den kann man verzichten, den kann man aber ich mitnehmen. Weder das eine noch das andere macht das Spiel "besser" oder "schlechter". Es sind schlicht andere Vorlieben.

Und ja, meinetwegen kann eine Gruppe auch um die Wette Liegestütze machen, um zu klären ob die eine oder andere Gruppe die Verfolgungsjagd gewinnt. Wäre jetzt nicht so meins. Aber wenn die Gruppe das cool findet, ist es wohl "gutes" Rollenspiel.

Und wenn ich jede Figur gleich gut verkörpern können möchte und das für mich die Essenz ist, dann spiele ich Talisman.

Wie gesagt: Jeder kann das für sich selbst entscheiden. Ich verstehe hier nur nicht, warum die eine Seite der anderen hier unbedingt was einreden möchte. Oder umgekehrt. Für mich ist das das Musterbeispiel einer längst schon unfruchtbaren Diskussion. Es geht nur noch darum, so lange Druck zu machen, bis eine Seite aufhört, sich zu äußern.

Für mich kommt dieser Diskussionsstil unangenehm rüber.

Bearbeitet ( von Eleazar)
Klammer eingefügt

Was ich in der Diskussion immer wieder wahrzunehmen vermeine, ist eine Sorge vor vermeintlicher eigener Benachteiligung oder vermeintlicher Begünstigung anderer.
Dabei erscheint es mir, als ob es dabei teils mehr um das "Gefühl" geht, als um die Frage, ob am Ende bei Berücksichtigung aller Faktoren überhaupt ein Vor- oder Nachteil herauskäme oder ob dieser signifikant wäre. Ganz zu schweigen davon, ob eine Situation vorliegt, in der sich ein solcher Vor- oder Nachteil überhaupt praktisch auswirken könnte.

Und selbst wenn alles dies zuträfe - wo ist das Drama?

Einigen Rollenspielrunden, die ich kenne, ist das Konzept, daß alle Charaktere dasselbe Level haben oder dieselbe Anzahl von Erfahrungspunkten bekommen müßten, völlig fremd. Da gibt es einen Chrakrakter, der ist vielleicht Level 8, der andere Level 10 und das läuft problemlos, ohne daß irgendjemand Anstoß daran nähme.

Zweifelsfrei hat der Level 10 Charakter jede Menge Vorteile gegenüber dem Level 8 Charakter. So what?
Genauso wenig stört es mich, wenn mein Mitspieler besseres Regelwissen hat als ich oder eloquenter wäre und dies ein Vorteil für ihn ist - hey, von dem kann ich etwas lernen! In anderem Belang könnte er dann womöglich von mir lernen - wobei ich nicht auf die Idee käme, mich dafür zu schämen, daß ich ihn dort übertreffe, noch Verständnis dafür aufbrächte, wenn ihn das irritiert.

Zum Verständnis:
Mir ist völlig klar, daß das viele anders sehen mögen und sich mit einem solchen Ansatz nicht wohl fühlen. Viele finden sich lieber in einer Umgebung, wo alles "gleicher" und "angepaßter" ist. Vollkommen in Ordnung.

Ich gebe aber zu bedenken:
Es ist wert zu erkennen, daß es auch andere Ansätze gibt, die auch funktionieren, in sich schlüssig und valide sind. Sie sind anders.

Francesco di Lardo

Vor einer Stunde, Blaues Feuer schrieb:

aber doch nur, weil wir in der Regel halt nicht aufstehen. Es hindert einen doch nichts daran, aus dem Fenster zu steigen und seine Kletterfähigkeiten zu demonstrieren.

(ausser der sehr wahrscheinliche Mißerfolg)

😄 Ja... Is klar...

Vielleicht wäre dann LARP was für Dich - aber...

Reality-Check: ☺️
- Wenn Du auf echten Pferden da reiten willst, dann müssen es ausgebildete Polizei- oder Zirkuspferde sein, die auch bei Lärm oder unerwarteten Dingen nicht scheuen (Wir brauchten mal ein "Einhorn."). Und weil natürlich keiner zu Haus ein Polizei- oder Zirkuspferd hat, brauchst Du dann auch noch die Clowns, die die Tiere kennen.
- Wenn Du fünf Stufen einer 1,5 Meter breiten Treppe auf einen Torbau aus massiven Planken und 10x10cm Balken auf eine Plattform in Brusthöhe hochlaufen willst, dann geht dies bei diesen "Fliegenden Bauten" nicht ohne vorherige Sicherheitseinweisung, die dokumentiert werden muß.
- Wenn Du auf einer Anzahl von Wikinger-Schiffen über einen See ruderst für Deine Plünderungstour, dann darfst Du als Krieger keine Rüstung tragen, sonderm mußt stattdessen eine Schwimmweste anziehen. Bestenfalls ein Helm mag gehen. Das Orkheer am Ufer hat verständnisvoll gewartet, bis wir uns von den Westen befreit hatten, um dann ins Wasser zu springen und an Land zu stürmen.
- Und weil es quasi unmöglich und unbezahlbar ist, für in Summe über ein Kilometer Waldwege in diverse Richtungen Lichtmasten mit Generatoren für Fluchtwege in festgelegten Abständen aufzustellen (abgehesehen davon, daß es illusorisch wäre, die erforderliche Anzahl in 100km Umkreis aufzutreiben), muß an jeden Teilnehmer halt eine Taschenlampe ausgegeben werden, die ständig mitzuführen ist.
- Auch das "echte" Überklettern einer Palisade geht selbstverständlich nicht (wo man ja schon für eine Treppe eine Sicherheitseinweisung bräuchte...) - wie oft so auch hier: Es ist die Haftungsfrage - als Veranstalter stehst Du eher mit einem halben Bein im "echten" Gefängnis, als mit einer Kette und Kugel am Bein auf dem Spielfeld.

Wundere Dich also nicht, wenn Deine SL Dich daran hindert, aus dem Fenster zu steigen, falls Du Deine Kletterfähigkeiten demonstrieren möchte und Dich darauf verweist, das Ausspielen auf soziale Fertigkeiten wie "Beredsamkeit" zu fokussieren...

Francesco di Lardo

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

Nimm an der Diskussion teil

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich später registrieren. Wenn du bereits ein Konto hast, melde dich an, um den Beitrag über dein Konto zu veröffentlichen.

Gast
Auf dieses Thema antworten

Kürzlich Online 4

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.