Zu Inhalt springen

ChatGPT / KI abseits des RPG

Hervorgehobene Antworten

11 Stunden her, Kurna schrieb:

Bzgl. Musik habe ich vor ein paar Tagen einen Artikel gelesen, in dem ein Vertreter einer Musikplattform (Deezer?) meinte, dass über 40% der hochgeladenen Musik inzwischen KI-generiert wäre. Ich glaube, bei der Plattform werfen sie sie runter, wenn das festgestellt wird, aber ich finde gerade den Artikel nicht mehr.

Solange es transparent ist, finde ich es okay. So wie bei Gerda Himmelblau oder so.

Bearbeitet ( von Widukind)

20 Stunden her, Abd al Rahman schrieb:

Die Gefahren haben nichts mit Review-Prozessen zu tun. Weißt Du was ein Software Architekt macht?

Das verstehe ich nicht ganz. Die Review-Prozesse sollen doch die Gefahren vermeiden, d.h. lückenhaften Code einfangen, bevor er auf die Menschheit losgelassen wird.

Ich glaube, ich weiß grundsätzlich, was ein SW-Architekt macht - und habe das wahrscheinlich selbst vor einigen Jahrzehnten auch mal gemacht - aber nicht im Detail auf Stand Heute.

Vor 34 Minuten, Ma Kai schrieb:

Das verstehe ich nicht ganz. Die Review-Prozesse sollen doch die Gefahren vermeiden, d.h. lückenhaften Code einfangen, bevor er auf die Menschheit losgelassen wird.

Ich glaube, ich weiß grundsätzlich, was ein SW-Architekt macht - und habe das wahrscheinlich selbst vor einigen Jahrzehnten auch mal gemacht - aber nicht im Detail auf Stand Heute.

Deine Antwort sagt, dass Du nicht weißt, was ein Software Architekt macht. Vibe Coding, und darum geht es hier, bedeutet die Abwesenheit von Software Architektur. Und ich weiß nicht, was da ein Review Prozess dran ändern soll.

7 Stunden her, Abd al Rahman schrieb:

Deine Antwort sagt, dass Du nicht weißt, was ein Software Architekt macht. Vibe Coding, und darum geht es hier, bedeutet die Abwesenheit von Software Architektur. Und ich weiß nicht, was da ein Review Prozess dran ändern soll.

Ich bewundere Deine Fähigkeit, über große Distanzen meine Gedanken zu lesen. Wenn ich nachschlage, was ein Softwarearchitekt sein soll - https://de.wikipedia.org/wiki/Softwarearchitekt - dann bin ich nicht weit weg von dem, was ich mal im 6. Semester Wirtschaftsinformatik gelernt habe.

Natürlich gibt es bei Vibe Coding keinen (menschlichen) Software-Architekten, genauso wie es dort keinen (menschlichen) Software-Entwickler gibt (gut, wenn man dem SWA zuschreibt, Pflichtenhefte zu schreiben, und wenn man dann das Prompt als solches auffasst, dann gibt es bei Vibe-Coding noch mehr menschliche Software-Architektur als es dabei noch menschliche Software-Entwicklung gibt...). Aber das ist doch das Wesensmerkmal von Vibe-Coding insgesamt: es gibt halt keine Menschen mehr darin. Die KI macht einfach etwas auf der Basis der Codeschnipsel und der Architekturen, die es im Internet findet. Es würde mich wirklich interessieren, wie dann ein Vibe-gecodetes Projekt strukturiert ist, wie es Logiken aufteilt, ob es Schichtenmodellen folgt, was es kapselt, wo und wie es Anwenderschnittstellen baut, usw. Vielleicht schlägst Du da als Profi die Hände über dem Kopf zusammen.

Aber es gibt mehr als eine Software mit chaotischer Architektur, die in reibungslosem Serieneinsatz ist (ich habe genau so etwas entwickelt und verantwortet. Die Architektur war ziemlich fürchterlich. Ich war nie der Welt bester Software-Architekt. Aber es hat funktioniert). Und wenn Vibe-Coding nur chaotisch strukturierte Software entwickeln würde, dann wäre das wahrscheinlich ein Thema für deren Wartbarkeit, aber letztlich könnte man auch darauf KI loslassen. Das Problem mit Vibe-Coding sehe ich eher darin, dass - zumindest wenn es danach nicht einen Sicherheits-Review gibt - die Software auch alle möglichen Sicherheitslücken enthalten kann - eben weil die KI nicht nachdenkt, sondern nur zusammenkopiert. Ich finde es schon irre, wenn das Zeug tatsächlich für den Normalfall funktioniert. Der gezeigte Fall war schon ziemlich beeindruckend, wenn auch relativ nah an den Kernkompetenzen von KI. Aber wenn jetzt jemand z.B. damit in einem halben Tag ein neues MOAM erschaffen würde - das fände ich echt umwerfend. Kann es das schon?

Vor 9 Minuten, Ma Kai schrieb:

Aber wenn jetzt jemand z.B. damit in einem halben Tag ein neues MOAM erschaffen würde - das fände ich echt umwerfend. Kann es das schon?

DAS ist mal ein Gedanke!

Mal angenommen, so etwas ginge mit Vibe-Coding (sei es in ein, zwei, drei Jahren), dann glaube ich, daß sich im Versuch dennoch jemand besser schlagen würde, der darauf trainiert ist, Softwarearchitekturen zu erstellen oder Software zu entwickeln, als irgend ein Laie. Soll heißen, gewohnheitsmäßig Strukturen zu erarbeiten würde wohl auch dabei helfen, der KI klarer und strukturierter zu "sagen", was sie vibe-coden soll.

Francesco di Lardo

4 Stunden her, Ma Kai schrieb:

Ich bewundere Deine Fähigkeit, über große Distanzen meine Gedanken zu lesen. Wenn ich nachschlage, was ein Softwarearchitekt sein soll - https://de.wikipedia.org/wiki/Softwarearchitekt - dann bin ich nicht weit weg von dem, was ich mal im 6. Semester Wirtschaftsinformatik gelernt habe.

Natürlich gibt es bei Vibe Coding keinen (menschlichen) Software-Architekten, genauso wie es dort keinen (menschlichen) Software-Entwickler gibt (gut, wenn man dem SWA zuschreibt, Pflichtenhefte zu schreiben, und wenn man dann das Prompt als solches auffasst, dann gibt es bei Vibe-Coding noch mehr menschliche Software-Architektur als es dabei noch menschliche Software-Entwicklung gibt...). Aber das ist doch das Wesensmerkmal von Vibe-Coding insgesamt: es gibt halt keine Menschen mehr darin. Die KI macht einfach etwas auf der Basis der Codeschnipsel und der Architekturen, die es im Internet findet. Es würde mich wirklich interessieren, wie dann ein Vibe-gecodetes Projekt strukturiert ist, wie es Logiken aufteilt, ob es Schichtenmodellen folgt, was es kapselt, wo und wie es Anwenderschnittstellen baut, usw. Vielleicht schlägst Du da als Profi die Hände über dem Kopf zusammen.

Aber es gibt mehr als eine Software mit chaotischer Architektur, die in reibungslosem Serieneinsatz ist (ich habe genau so etwas entwickelt und verantwortet. Die Architektur war ziemlich fürchterlich. Ich war nie der Welt bester Software-Architekt. Aber es hat funktioniert). Und wenn Vibe-Coding nur chaotisch strukturierte Software entwickeln würde, dann wäre das wahrscheinlich ein Thema für deren Wartbarkeit, aber letztlich könnte man auch darauf KI loslassen. Das Problem mit Vibe-Coding sehe ich eher darin, dass - zumindest wenn es danach nicht einen Sicherheits-Review gibt - die Software auch alle möglichen Sicherheitslücken enthalten kann - eben weil die KI nicht nachdenkt, sondern nur zusammenkopiert. Ich finde es schon irre, wenn das Zeug tatsächlich für den Normalfall funktioniert. Der gezeigte Fall war schon ziemlich beeindruckend, wenn auch relativ nah an den Kernkompetenzen von KI. Aber wenn jetzt jemand z.B. damit in einem halben Tag ein neues MOAM erschaffen würde - das fände ich echt umwerfend. Kann es das schon?

Ich verstehe Deinen Beitrag nicht. Das was Du schreibst ergibt nicht viel Sinn für mich. Es ließt sich für mich wie wenn ich versuchen würde die Motorsteuerung eines modernen Verbrenners zu erklären. So wie Du es beschreibst funktioniert das Ganze einfach nicht.

Edit:

Ich habe Deinen Beitrag jetzt mehrmals gelesen und ich glaube inzwischen zu verstehen, was Du meinst.

Ich kann Deiner technischen Beschreibung aber weiterhin nicht folgen. Entweder verstehe ich Dich noch immer nicht, oder Deine Erklärungen sind aus meiner Sicht schlicht nicht zutreffend.

Dass KI beeindruckende Ergebnisse liefert, ist unstrittig. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Wer setzt die Architektur auf? Wer entscheidet über Schichten, Kapselung, Datenmodell, Schnittstellen, Fehlerbehandlung, Tests und Sicherheit? Das kann kein Review-Prozess nachträglich leisten, wenn vorher niemand die Verantwortung für die Architektur übernommen hat.

Eines der Probleme von KI-Code ist nach meiner Erfahrung außerdem, dass er schwer zu beurteilen sein kann. Man sieht oft das Ergebnis, aber nicht die Entwurfsentscheidung dahinter. Der Mensch muss dann rekonstruieren, warum der Code so aussieht, welche Annahmen darin stecken und ob das fachlich und technisch sinnvoll ist. Und das Problem des „Halluzinierens“ existiert auch beim Coden: KI kann lauffähigen Code erzeugen, der trotzdem nicht wirklich sinnvoll, robust oder korrekt ist.

Wenn das niemand beurteilen kann, ist das Problem nicht, dass KI keinen Code erzeugen kann. Das Problem ist, dass niemand verantwortet, ob dieser Code als professionelle Software in der freien Wildbahn taugt.

Vibe-Coding läuft in genau diese Probleme. Wenn man sich vorher über die Architektur Gedanken macht, ich ein Datenmodell überlegt, die verschiedenen Schichten und Kapselungen sauber definiert, dann umgeht man das Problem. Das ist aber dann kein Vibe-Coding mehr.

Ob das irgendwann mal gelöst wird? Sehr wahrscheinlich, aber derzeit halt nicht. Ich gehe z.B. davon aus, dass mein Beruf durch KI sich massiv verändern wird, vermutlich sogar bis zur Unkenntlichkeit. Ich freu mich auf die Veränderung, aber wir sind noch lange nicht dort, dass Vibe-Coding das leisten kann.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

14 Stunden her, Francesco di Lardo schrieb:

DAS ist mal ein Gedanke!

Mal angenommen, so etwas ginge mit Vibe-Coding (sei es in ein, zwei, drei Jahren), dann glaube ich, daß sich im Versuch dennoch jemand besser schlagen würde, der darauf trainiert ist, Softwarearchitekturen zu erstellen oder Software zu entwickeln, als irgend ein Laie. Soll heißen, gewohnheitsmäßig Strukturen zu erarbeiten würde wohl auch dabei helfen, der KI klarer und strukturierter zu "sagen", was sie vibe-coden soll.

Francesco di Lardo

Ich hab hier einen Prototypen liegen. War zwar kein Tag, hat mich vier gekostet, aber er funktioniert. Er taugt Nix, weil Vibe-Gecoded, aber ich kann ihn benutzen um meine Ideen weiterzuentwickeln. Ich muss halt noch die Architektur machen. Vor allem das Datenmodell macht mir noch Kopfzerbrechen.

Vor 39 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Ich hab hier einen Prototypen liegen.

😄Man hätte es wissen müssen, kann man wahrscheinlich sagen.

Vor 41 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

War zwar kein Tag, hat mich vier gekostet, aber er funktioniert

👍

Vor 41 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Er taugt Nix, weil Vibe-Gecoded, aber ich kann ihn benutzen um meine Ideen weiterzuentwickeln. Ich muss halt noch die Architektur machen. Vor allem das Datenmodell macht mir noch Kopfzerbrechen.

Hochinteressant und spannend! Ich habe keine Ahnung von Programmierung und Softwarearchitektur. Aber - oder gerade deshalb - bin ich gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Zum einen wegen möglicher praktischer Auswirkungen, denn ein "Alternativ-MOAM" wäre fraglos hochnützlich. Zum anderen, weil man dann quasi aus allererster Hand erfahren kann, was mit Vibe-Coding gepaart mit Fachkenntnis möglich ist oder wo auch Schwierigkeiten liegen, was per se auch interessant ist. Ich kann mir vorstellen, daß gerade die neuen Möglichkeiten auch aus Deiner (auch beruflichen) Perspektive spanned sind. Man bekommt hier ja mit, daß Du mit den Möglichkeiten experimentierst (z.B. Migard-PDF Sortierung durch KI Agenten. Und nun Vibe-Coding & Alternativ-MOAM).

Francesco di Lardo

Vor 22 Minuten, Francesco di Lardo schrieb:

😄Man hätte es wissen müssen, kann man wahrscheinlich sagen.

👍

Hochinteressant und spannend! Ich habe keine Ahnung von Programmierung und Softwarearchitektur. Aber - oder gerade deshalb - bin ich gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Zum einen wegen möglicher praktischer Auswirkungen, denn ein "Alternativ-MOAM" wäre fraglos hochnützlich. Zum anderen, weil man dann quasi aus allererster Hand erfahren kann, was mit Vibe-Coding gepaart mit Fachkenntnis möglich ist oder wo auch Schwierigkeiten liegen, was per se auch interessant ist. Ich kann mir vorstellen, daß gerade die neuen Möglichkeiten auch aus Deiner (auch beruflichen) Perspektive spanned sind. Man bekommt hier ja mit, daß Du mit den Möglichkeiten experimentierst (z.B. Migard-PDF Sortierung durch KI Agenten. Und nun Vibe-Coding & Alternativ-MOAM).

Francesco di Lardo

Das Problem ist die juristische Komponente. Was darf ich? Ich bewege mich da durch jede Menge Grauzonen. Was ich nicht darf sind Listen mit Zaubern und Fertigkeiten verwenden. Aber was ist mit Attributen? Ist der Satz der Midgard-Attribute geschützt? Oder muss ich auch die Variabel gestalten? Und was ist die Ermittlung von Bonus und Malus?

Wenn ich jemals ne fertige Version veröffentlichen will, muss ich juristischen Rat einholen. Und wenn wirds ne App für Apple-Geräte werden.

2 Stunden her, Abd al Rahman schrieb:

Und wenn wirds ne App für Apple-Geräte werden.

Aber dann bist du ja juristisch umfassend beraten und dann weißt du wie es geht und dann kannst du einem anderen Softwarespezialisten hier im Forum deine Erkenntnisse weitergeben, der das dann für Microsoft macht...

(... schreibt ausgerechnet der, der hier von Tuten und Blasen keine Ahnung hat). ;)

Doch ich hoffe wirklich, dass es in ein paar Jahren technische Möglichkeiten geben wird, die hier auch dem digitalen Fußvolk bislang ungeahnte Möglichkeiten eröffnen werden.

  • 2 Wochen später...

Die Textgenerierung der KI-Bildmodelle ist mittlerweile richtig gut geworden. Hier ein Beispiel eines Zeitungsausschnitts für ein 1880 Abenteuer. Das ist mit ChatGPT erstellt. Ich vermute die anderen Bildmodelle sind ähnlich gut.

2fcc692ca29515070fb0ce1ac2057307248d35918e8eafcd2becde1f0a02a566.png

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

Vor 6 Minuten, Solwac schrieb:

Was für einen Prompt hast du genommen?

Das was ich eigentlich will, die "Punch & Judy Show" hatte ich vorher schon wegen eines Bildes der Aufführung beschrieben. Der Prompt für die Zeitungsausgabe war:

Kannst Du mir bitte ein Bild eines Zeitungsausschnitts der "The Whitechapel Gazette" erzeugen, mit der die Aufführung angekündigt wird?

Das generierte Bild musste ich einmal korrigieren.

Das Handout stimmt nicht. Es ist Dienstag und im Handout steht, die Aufführungen seien "Heute, Doenstag Donnerstag und Samstag." die Aufführungen sind Heute (11.3.) Donnerstag (13.3.) und Samstag (15.3.)

Achja:

Ich hatte allerdings meine handschriftlichen Notizen zu dem Abenteuer vorher hochgeladen. ChatGPT wusste also worum es ging, wann und wo das Abenteuer spielt. Ich glaube ohne Kontext wären die Ergebnisse nicht so gut gewesen.

Je mehr Kontext man den KIs gibt, je besser werden die Ergebnisse. Je mehr Kontext, je weniger wird Halluziniert - zumindest nach meiner Erfahrung. Das macht ja auch NotebookLM su stark. Das besteht ja eigentlich nur aus Kontext.

Bearbeitet ( von Abd al Rahman)

1 Stunde her, Abd al Rahman schrieb:

Die Textgenerierung der KI-Bildmodelle ist mittlerweile richtig gut geworden. Hier ein Beispiel eines Zeitungsausschnitts für ein 1880 Abenteuer. Das ist mit ChatGPT erstellt. Ich vermute die anderen Bildmodelle sind ähnlich gut.

2fcc692ca29515070fb0ce1ac2057307248d35918e8eafcd2becde1f0a02a566.png

Ich hatte letztens versucht, zwei Briefe für Lex Arcana von ChatGPT generieren zu lassen. Las sich erst gut, aber es fehlten dann wichtige Teile der Vorgabe. Hab es sowohl ChatGPT als auch Claude mit dem Zieltext vergleichen lassen. Claude hat mehr Abweichungen korrekt gefunden. Aber ja, es ist deutlich besser geworden.

Vor 38 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

meine handschriftlichen Notizen

Wie "handschriftlich" war das "handschriftlich"?

Ich habe ChatGPT mal befragt, was es für solche Handouts braucht und bekam folgende hilfreiche Auskunft:

Für ein Abenteuer brauche ich eine Reihe von fiktiven Zeitungsartikeln. Welche Angaben brauchst du, damit diese Artikel im besten Falle über Monate verteilt immer wieder als Handouts an die Spieler gegeben werden können? Das System ist Midgard 1880.


Für eine langfristige Reihe von Zeitungsartikeln als Handouts in Midgard 1880 brauche ich erstaunlich wenig — aber die richtigen Dinge. Entscheidend ist weniger „Plot komplett erzählen“ als ein stabiles Gerüst aus Welt, Ton und Eskalation.

Damit die Artikel über Monate hinweg glaubwürdig wirken, wären diese Angaben besonders hilfreich:


📰 1. Welche Zeitung ist das überhaupt?

Das prägt Sprache, Perspektive und Glaubwürdigkeit enorm.

Zum Beispiel:

  • große Londoner Tageszeitung?

  • provinzielles Käseblatt?

  • sensationslüsterne Boulevardzeitung?

  • wissenschaftliches Journal?

  • Kolonialblatt?

  • sozialistische Arbeiterzeitung?

Wichtig wären:

  • Name der Zeitung

  • Erscheinungsort

  • politische / gesellschaftliche Haltung

  • seriös vs. sensationell


🌍 2. Wo spielt die Kampagne?

Bei Midgard 1880 macht das einen riesigen Unterschied.

Beispiele:

  • viktorianisches London

  • Deutsches Kaiserreich

  • Orientexpress-artige Europa-Reise

  • Kolonien

  • amerikanischer Westen

  • Indien

  • Ägypten

  • Afrika-Expedition

Davon hängen ab:

  • Themen

  • Sprache

  • Technikstand

  • gesellschaftliche Konflikte

  • typische Schlagzeilen


🧩 3. Welche Art Kampagne ist es?

Das ist der wichtigste Punkt.

Eher:

  • Detektivgeschichte?

  • Okkult-Horror?

  • Abenteuer/Pulp?

  • politische Intrige?

  • wissenschaftliche Expedition?

  • Steampunk?

  • Monsterjagd?

  • Jack-the-Ripper-artige Urban Mystery?

Und:
👉 Wissen die Spieler früh, dass „etwas Übernatürliches“ passiert?


4. Wie sollen die Artikel funktionieren?

Das verändert die Struktur massiv.

Möglichkeiten:

  • reine Stimmung / Immersion

  • versteckte Hinweise

  • falsche Fährten

  • Meta-Kommentar zur Handlung

  • Zeitfortschritt zwischen Abenteuern

  • Eskalationsanzeige

  • wiederkehrende Figuren/Namen


👤 5. Was tun die Spieler?

Nicht die Charakterwerte – sondern ihre Rolle in der Welt.

Zum Beispiel:

  • Privatdetektive

  • Journalisten

  • Militärangehörige

  • Forscher

  • Adlige

  • Kriminelle

  • Mitglieder einer Gesellschaft

Das hilft enorm dabei:

  • welche Meldungen relevant sind

  • was „zwischen den Zeilen“ wichtig wirkt


🧠 6. Wie subtil soll das Übernatürliche sein?

Das ist bei Zeitungsartikeln extrem wichtig.

Skala:

  1. Alles rational erklärt

  2. Seltsame Vorfälle

  3. Gerüchte & Augenzeugen

  4. offene Panik

  5. völliger Lovecraft-/Pulp-Wahnsinn


📆 7. Wie lange läuft die Kampagne?

Damit kann man Eskalationskurven bauen.

Zum Beispiel:

  • 6 Sitzungen

  • 1 Jahr Ingame

  • reale Monate mit echten Erscheinungsdaten

  • jede Spielsitzung = neue Ausgabe


🧾 8. Welche Artikelarten willst du?

Nicht nur Schlagzeilen!

Mischung wirkt viel echter:

  • Leitartikel

  • Polizeimeldungen

  • Vermisstenanzeigen

  • Kleinanzeigen

  • Gesellschaftsberichte

  • Wissenschaftsnotizen

  • Leserbriefe

  • Börsenmeldungen

  • Todesanzeigen

  • Reiseberichte

Gerade Kleinanzeigen sind fantastisch für versteckte Hinweise.


🎭 9. Wiederkehrende Elemente?

Sehr empfehlenswert für Langzeitwirkung.

Zum Beispiel:

  • derselbe skeptische Reporter

  • eine exzentrische Professorin

  • ein sensationslüsterner Herausgeber

  • eine immer wieder erwähnte Reederei

  • dieselbe Straße/Stadtviertel

Das macht die Zeitung „lebendig“.


🛠️ Optional, aber sehr hilfreich

Wenn du richtig starke Handouts willst:

📜 Stilvorlage

  • eher trocken historisch?

  • melodramatisch?

  • Sherlock-Holmes-artig?

  • Penny Dreadful?

  • Jules Verne?

  • Bram Stoker?


🗺️ Kampagnenstruktur grob

Nur grob:

  • Anfang

  • Wendepunkt

  • große Enthüllung

  • Finale

Dann kann man frühe Hinweise elegant streuen.


🎯 Minimalset, mit dem ich sofort starten könnte

Wenn du wenig Aufwand willst, reichen eigentlich:

  1. Ort/Zeit

  2. Art der Kampagne

  3. Zeitungstyp

  4. gewünschter Ton

  5. grobe Hauptbedrohung

  6. gewünschte Dauer/Eskalation

Damit kann ich bereits:

  • regelmäßige Zeitungsartikel

  • wiederkehrende Meldungen

  • versteckte Hinweise

  • Eskalationskurven

  • falsche Fährten

  • Ingame-Handouts

für Monate vorbereiten.

Und zwar so, dass die Spieler später sagen:
👉 „Moment … das stand doch vor Monaten schon mal in der Zeitung!“


Richtig lustig wird es, wenn man nur den Text eingibt, grob den Rahmen des zu erstellenden Bildes nennt und wartet... Dann kommt zum Beispiel zum "Stab des Frühlings" (siehe Kampf um Alba) folgendes heraus:

Bild 23.png

Und wenn man will - und sich die Muse und Zeit nimmt - können auch ganz eigene Bilder zu beliebigen Abenteuerszenen entstehen. Hier ein "Stimmungsbild" meines kommenden Samstag-Abenteuers auf Bacharach.

Bild 12.png

Bearbeitet ( von LarsB)

Nimm an der Diskussion teil

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich später registrieren. Wenn du bereits ein Konto hast, melde dich an, um den Beitrag über dein Konto zu veröffentlichen.

Gast
Auf dieses Thema antworten

Kürzlich Online 0

  • Kein Mitglied betrachtet die Seite.

Wichtige Informationen

Wir setzen Cookies, um die Benutzung der Seite zu verbessern. Du kannst die zugehörigen Einstellungen jederzeit anpassen. Ansonsten akzeptiere bitte diese Nutzung.

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.