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Waffenwahl eines Druiden im Berserkergang


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Der Waldläufer eines Spielers aus einer meiner Gruppen mit Hauptwaffe Langschwert und angeborenem Berserkergang hat die Klasse zum Waldhüter gewechselt, da dies zu seinem hohen Zaubertalent und dem Wunsch dies weiter auszuspielen im Kampagnenverlauf optimal passte. Der Waldläufer war bis Grad 9 mit einem erbeutetem magischen Langschwert gesegnet und hat dieses als Hauptwaffe ohne Spezialisierung hoch gelernt, jetzt aber in der Gruppe verschenkt.

Im nächsten Nahkampf hat er nun seine neue Hauptwaffe, den Kampfstab durch einen kritischen Fehler verloren & wurde zudem noch blutend verwundet. Im Berserkergang wollte er sich die nächst mögliche Waffe schnappen und mit einem gegnerischen Langschwert weiter kämpfen.

Mein Einwand mit Bezug auf den Druidenanteil im Waldhüter und der daraus resultierenden Waffenbeschränkung wurde mit dem Argument gekontert, der Berserkergang lasse den Waldhüter das bewusste Denken aussetzen und er sich daher greift, was gerade passt. Auch die regeltechnische Angabe, dass der Berserker seine Freunde angreift, wenn alle Feinde weg sind würde darauf hindeuten.

Einfach so, wollte ich dies allerdings nicht zugestehen & habe dafür eine Willenskraftprobe verlangt. Diese wurde wiederum unerwarteter Weise bestanden (ehemals Sb 26) & ich konnte argumentieren, dass sein Unterbewusstsein dem willenlosen Trieb stand gehalten habe.

Die aufkeimende regeltechnische Diskussion haben wir vertagt und konnten dann auch keine abschließende Lösung finden. Regeltechnisch habe ich nichts im Kodex oder Arkanum finden können, was in dieser Situation weiterhilft. Daher hier meine Frage an die Gemeinschaft:

 

Kann ein Druide oder Kampfzauberer mit Druidenanteil im Berserkergang eine sonst nicht zulässige metallene Waffe einsetzen?

 

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Warum kämpft der Druide nicht mit Metallwaffen?

Weil es so in den Regeln steht. ;)

Für mich ist das ein reiner Regelmechanismus, der mit etwas Fluff ausgeschmückt ist. Wenn der Spieler jetzt im Berserkergang eine Metallwaffe einsetzen möchte, dann würde ich das so ähnlich werten wie die Wahl des Gegners: Solange noch andere sinnvolle (gleich gelernte) Waffen in Reichweite sind, solange wird mit denen gekämpft. Dies halte ich mit den Angaben für Druiden vereinbar und vermeidet Rosinenpickerei. Dennoch erscheint es mir ausreichend logisch.

Wie habt Ihr die Umstellung gemacht? Einhandscherter sind für Druiden und Waldhüter wenig sinnvoll.

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vor 21 Minuten schrieb Solwac:

Wahl des Gegners

Bezogen auf die Freunde/Begleiter wäre dann vorher eine EW: Berserkergang nötig. Damit verglichen würde das dann heißen, die falsche Waffenwahl würde den Berserkergang beenden? 
 

vor 22 Minuten schrieb Solwac:

Wie habt Ihr die Umstellung gemacht? Einhandscherter sind für Druiden und Waldhüter wenig sinnvoll.

Bei der Umstellung hab ich mich an einem anderen Strang hier im Forum orientiert und der Wunsch Bestand schon länger, es waren also gute Voraussetzungen geschaffen worden. Den gelernten Wert EHS haben wir stehen lassen, die nicht passende Ausrüstung wurde in der Gruppe verteilt.

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Gerade eben schrieb Le Frique:

Damit verglichen würde das dann heißen, die falsche Waffenwahl würde den Berserkergang beenden?

Nein, das erscheint mir unpassend. Mir würde es reichen, wenn der Berserker solange wie möglich andere Waffen nimmt bevor eine ebenfalls gelernte Metallwaffe nimmt.

vor 2 Minuten schrieb Le Frique:

Bei der Umstellung hab ich mich an einem anderen Strang hier im Forum orientiert und der Wunsch Bestand schon länger, es waren also gute Voraussetzungen geschaffen worden. Den gelernten Wert EHS haben wir stehen lassen, die nicht passende Ausrüstung wurde in der Gruppe verteilt.

OK, Einhandschwerter sind also nach wie vor gelernt. Alles klar.

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vor 10 Minuten schrieb Solwac:

Nein, das erscheint mir unpassend. Mir würde es reichen, wenn der Berserker solange wie möglich andere Waffen nimmt bevor eine ebenfalls gelernte Metallwaffe nimmt.

Das erschien es uns auch, daher die Wk-Probe und dann waffenlos weiter. Das erschien uns in dem Moment am logischsten & regelkonformsten. Die anderen verfügbaren gelernten Waffen waren nur noch ein Bogen und WaLoKa, der Kampfstab zu weit weg, Dolch & Lasch nicht mehr vorhanden. 

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Ich bin hin- und hergerissen. Was mich ein bisschen stört: Ich habe den Eindruck, der Spieler nutzt den Kampfrausch, um die für ihn optimale Lösung zu ergreifen. Das hat für mich ein Geschmäckle.

Wenn der Kampfstab da ist, dann muss er den nehmen. So weit, so klar. Es hakt ja im Berserkergang auch nicht alles aus.

Wenn der nicht erreichbar ist, dann kann man das wie beschrieben mit einer Willenskraftprobe machen.

Ansonsten folge doch der Argumentation des Spielers: Berserkergang bedeutet, ich will meinen Gegner möglichst effektiv umhauen. Ich hau dann nicht mit den Händen zu, wenn ein Schwert, das mir ja vertraut ist, vor meinen Füßen liegt. Und ich bastel mir auch keine Keule aus einem Stuhlbein oder nehme auch nicht die Essstäbchen usw.

Aaaaber irgendwann ist der Berserkergang wieder vorbei und ich bin mit den Folgen meiner Handlungen konfrontiert. Habe ich einen Gefährten masakriert, habe ich was mit der Gruppe was zu besprechen. Habe ich gegen meine Glaubensgrundsätze verstoßen, ist wohl irgendeine Buße fällig.

"Mildernde Umstände" oder "verminderte Schuldfähigkeit" haben im Mittelalter bei Übertritten gegen religiöse Gebote wohl nicht viel gezählt.

Das kann man mit seinem Spieler besprechen, was da als Wiedergutmachung passt und das fände ich auch interessanter, als eine einsame SL- oder Spielerentscheidung.

Alternativ: Der Abenteurer greift nach dem Schwert und haut zu. Dann würfelt er jede Runde vergleichbar zum Verlassen des Berserkergangs. Gelingt der Wurf, hat er einen hellen Moment und wirft das Schwert weg. Er bleibt im Berserkergang, aber kann jetzt im Waloka weitermachen.

 

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Ich gehe da in Solwac s Richtung. Wenn ich verfügbare Waffen habe ziehe ich die eine nach der anderen. 

Nur würde ich niemals auf die Idee kommen, als Berserker eine Waffe wieder aufzuheben... Wenn sie weg ist nehme ich die nächste bis mir nur noch die Hände bleiben.

Als Berserker denke ich nicht darüber nach, dass ich den anderen effektiv bekämpfe. Ich reagiere nur. Und wenn keine Waffe mehr vorhanden ist, schlage ich mit den Händen zu, egal wie schlecht ich das kann.

Waffe aufheben oder eine fremde Waffe nehmen, würde ich nicht als glaubwürdigen Berserker sehen.

 

PS: Hab ebenfalls eine Berserker-Druidin ohne waloka. Die geht dann halt auf Raufen, wenn keine Waffe verfügbar.

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Wie damals schon Einskaldir schrieb, ist in der Romanreihe sehr gelungen der Berserkergang beschrieben.

Ein Berserker handelt nicht mehr logisch, sondern befindet sich in einem Blutrausch. Als Kurzlektüre hierfür kann auch der Blutrausch-Fall genommen werden. Man kann sich entweder darauf verständigen, dass der Spieler immer "instinktiv" zur nächstbesten Waffe greift, wenn er keine zur Hand hat. Dabei spielt der Erfolgswert mit der Waffe  dann keine Rolle. Der Charakter greift zum Einhandschwert oder gar zum Ogerhammer, wenn das die nächstbeste Waffe ist. Oder man verständigt sich in der Gruppe darauf, dass er nur zu getragenen Waffen greift und ggf. am Ende mit Raufen und Waffenloser Kampf kämpft.

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Bevor das jetzt zu wild wird: Ich finde, dass der Berserkergang schon für einen normalen Krieger sehr ambivalent ist und einer Figur schnell mal das Leben kosten kann. Wenn der Berserker zusätzlich zu den in den Regeln ausdrücklich genannten Punkten auch noch ohne Sinn und Verstand und mit Kratzen und mit Beißen angreifen soll, dann wir der Spieler wohl nicht lange Freude an der Figur haben. Das sollte kein Ziel sein.

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vor 6 Stunden schrieb Eleazar:

Bevor das jetzt zu wild wird: Ich finde, dass der Berserkergang schon für einen normalen Krieger sehr ambivalent ist und einer Figur schnell mal das Leben kosten kann. Wenn der Berserker zusätzlich zu den in den Regeln ausdrücklich genannten Punkten auch noch ohne Sinn und Verstand und mit Kratzen und mit Beißen angreifen soll, dann wir der Spieler wohl nicht lange Freude an der Figur haben. Das sollte kein Ziel sein.

Welche Punkte meinst du? Er kämpft länger, mit mehr Schaden und weniger Abwehr. Dafür gibt es auch Zauber, damit man sich freiwillig in so etwas versetzen kann. Vergesse ich etwas?

Der einzige Unterschied zu freiwillige Zauber und Berserker ist die Zurechnungsfähigkeit. Die bei einem Berserker nicht vorhanden ist. Daher auch die Angriffe auf Freunde im schlimmsten Fall.

Wenn ich im Berserkergang besonnen kämpfen kann, nur nicht aufhören, würde ich jeden meiner Chars Berserkergang geben. Man kämpft ja besser wenn es kritisch wird... Und wer gibt schon auf! :zwinkern:

Edited by Eswin
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Apropos, ein Berserker, der sich mit Raufen ins Getümmel stürzt, wäre bei mir als SL sicherer, wie wenn er mit Waffen rumwedelt.

Beim Raufen ist es unwahrscheinlich, dass er jemanden tötet. Daher besteht für die nsc auch keine Not ihn umzubringen. Ganz im Gegenteil, wenn er einen Char nach dem anderen mit einer Waffe tötet.

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Hallo & Danke für die vielen hilfreichen Antworten. Unsere Gruppe hat sich gestern auf eine Hausregel daraus verständigt. In der Gruppe war dabei das Argument von Eswin sehr hilfreich & ausschlaggebend:

Am 17.10.2019 um 11:48 schrieb Eswin:

als Berserker eine Waffe wieder aufzuheben

Ansonsten wurde die allgemeine Meinung (es wird genommen was da is) übernommen, solange es am Körper getragen ist.

Andere Waffen können aber nach einem Sturz oder einer ähnlichen Situationen vom Boden aufgenommen werden. Sollte dabei eine Waffe genommen werden, die regeltechnisch nicht für die Spielfigur zulässig ist, wird ggf. nach der Kampfsituation eine Buße fällig, insofern die Spielfigur dies auch noch mitbekommt oder erfährt. 
Die Regelung wurde von den Betroffenen voll unterstützt und wird künftig so bei uns eingesetzt. 
 

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vor 4 Stunden schrieb Le Frique:

Hallo & Danke für die vielen hilfreichen Antworten. Unsere Gruppe hat sich gestern auf eine Hausregel daraus verständigt. In der Gruppe war dabei das Argument von Eswin sehr hilfreich & ausschlaggebend

Danke schön :blush:

 

Freut mich, dass ihr einen Weg gefunden habt. Ich wünsche eurer Runde noch viel Spaß und ein langes Leben. :thumbs:

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Auch wenn ihr das Problem gelöst habt, finde ich es wichtig/diskussionswürdig.

Ein Berserker kann im Rausch zwischen Freund und Feind unterscheiden. Er greift erst alle Feinde an, bevor er sich auf Freunde oder Unbeteiligte stürzt.

Warum sollte er also nicht ein ihm wichtiges religiöses Gebot instinktiv genauso einhalten, wie er zunächst nur Feinde angreift?

Ich finde, der Berserker kann weiterhin seine Waffen bei Verlust ersetzen, er trägt ja meist eine weitere am Mann, kann also die nächste ziehen.

Man könnte einen Wurf auf den Berserkergang machen, um nur eine religiös angemessene Waffe zu ziehen, und erst wenn dieser gelingt, greift man auch zu nicht erlaubten Waffen. Hier würde ich dann im Falle des oben erwähnten Wa/Dr das Langschwert als erste Wahl akzeptieren, denn das hat er schon lange als Kämpfer genutzt. Es wäre dann ein Rückfall in alte Verhaltensmuster, der ihm, wenn er das erfährt (Gefährten ihn während des Berserkerrausches entwaffnen und ihn erst danach überwältigen/besänftigen), vielleicht ein schlechtes Gewissen einbringen sollte, z. B. -4 auf Dweomerzauber. Danach wäre dann ein ausgiebiges Reinigungsritual fällig.

Wäre die Figur zuerst Druide gewesen, dann sähe ich die Gefahr gar nicht, dass die Figur zum Langschwert greifen würde, weil eben von klein auf das Tabu sitzt und Metallvermeidung das alte Verhaltensmuster ist und nicht verändert wurde.

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  • 3 weeks later...

Hallo Jürgen. Irgendwie hab ich die Antwort übersehen, Danke & sorry für die späte Rückmeldung.

Am 21.10.2019 um 15:37 schrieb Jürgen Buschmeier:

Man könnte einen Wurf auf den Berserkergang machen

Das ist in der Hausregel so eingearbeitet.

Am 21.10.2019 um 15:37 schrieb Jürgen Buschmeier:

der Berserker kann weiterhin seine Waffen bei Verlust ersetzen, er trägt ja meist eine weitere am Mann,

soweit ok,

Am 21.10.2019 um 15:37 schrieb Jürgen Buschmeier:

nur eine religiös angemessene Waffe zu ziehen, und erst wenn dieser gelingt, greift man auch zu nicht erlaubten Waffen.

setzt allerdings wieder voraus, dass der Berserker (in diesem Fall ja Druidenkampfzauberer) eine nicht erlaubte Waffe trägt.

Diese Idee kam auch so ähnlich auf und verursachte zunächst @Eleazars Geschmäckle. In der darauf folgenden Konversation konnte allerdings der Schwerpunkt auf das Aufheben einer unerlaubten Waffe einvernehmlich gelegt werden. 

Am 21.10.2019 um 15:37 schrieb Jürgen Buschmeier:

Wäre die Figur zuerst Druide gewesen

Das war im Endeffekt der Ausgangspunkt der Diskussion, beim werdenden Waldhüter war es schon irgendwie plausibel... Aber was ist dann später mal...?

Vielen Dank für die erhellenden Antworten & noch mehr Grüße 🖖

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    • By Rulandor
      Heute ist eine Frage in unserer Runde aufgetaucht, die mich verblüfft hat, weil ich sie gedanklich als geklärt behandelt habe.
      Meine Spieler möchten wissen, ob ein Halbling einen Krummsäbel einhändig führen kann, weil er ja laut Regeltext auf Kodex S. 37 folgende speziell für ein Langschwert beide Hände braucht.
      In M5 fallen Langschwert und Krummsäbel aber unter EINE Fertigkeit.
      Kann ein Halbling einen Krummsäbel einhändig führen?
      Mein Einwand war: die Plausibilität spricht dagegen.
      Ich habe bislang die gesonderte Erwähnung des Langschwerts beim M5-Halbling immer als Copy-and-Paste-Fehler eingestuft, da Langschwert ja heute als Fertigkeit unter Einhandschwert fällt. Ich habe daraus mechanisch gefolgert, dass Halblinge Einhandschwerter (nicht nur Langschwerter) zweihändig führen müssen.
      Daraufhin wollten meine Spieler wissen, ob Halblinge dann für die Verwendung von Langschwertern respektive Einhandschwertern die Fertigkeit "Zweihandschwerter" lernen müssen.
      Meine Antwort darauf lautete: Nein, denn es würde das Lernen für sie verteuern, alldieweil Zweihandschwerter eine höhere Schwierigkeit haben.
      Wie stehen andere dazu?
       
    • By nep
      Hallo zusammen,
      ich habe alles mögliche an Einträgen zum Thema gelesen und komme allein vom M5 Kodex her nicht weiter. Leider waren für mich die unzähligen M4 Forendiskussionen für das Spiel in M5 nicht so abschließend klar.
      Kann man nach Verwendung von beidhändigem Kampf noch einen Abwehrverzicht mit dem Parierdolch machen, um ein weiteres Mal anzugreifen?
      Die Klarstellung der Angriffsanzahl zu M4 gibt es: https://www.midgard-forum.de/forum/topic/11745-anzahl-der-angriffsm%C3%B6glichkeiten/ Hier sehe ich bei Punkt 3: 4 Angriffe mit Beschleunigung, also normalerweise 2, d.h. Normal + Parierwaffe oder 2 aus beidhändigem Kampf.
      Dies liest mein Spieler aber so nicht aus dem Kodex und ich finde es auch zumindest diskutabel. Der Spieler ist auch ein von mir sehr respektierter Meister mit viel Erfahrung in M4, insofern diskutieren wir beide sehr am Wortlaut des Kodex. Er hat mir versichert, dass der Beidh. Kampf und zusätzlicher Parierdolchangriff immer schon so ging. Ich möchte gern eine gute Lösung auch für den Spieler finden - als Startpunkt möchte ich jedoch gern klarstellen, wie die Regeln zu lesen sind.
      Bitte bezieht euch auch nicht auf Regeltexte in M4 - die habe ich nicht und ich spiele/meistere erst seit M5. Das heißt, ich möchte die "offizielle" Regel streng gemäß M5 Kodex wissen und dann ggf. in einer Hausregel abändern. Wenn die Analogie aber nicht von der Hand zu weisen ist, kann ich mich auf oben genannten Link beziehen - dies kann ich in Ermangelung der Regeln aber nicht am Text beurteilen. 
      Nun zu meinen Überlegungen:
      1a) Darf mit einem Parierdolch beidhändig gekämpft werden? - ja
      Kodex S. 105 fordert eine aus"Stichwaffen" gewählte Waffe. Ein Parierdolch ist eine Verteidigungswaffe. Aber, Kodex S. 146 "Parierdolch ist ein speziell geformter Dolch" - ein Dolch ist Stichwaffe, also geht es grundsätzlich. Stichwaffen müssen aber höher gelernt werden als beidhändiger Kampf. - ok
      1b) Kann der Parierdolch nach beidh. Kampf zur Abwehr benutzt werden? - unsicher
      Dies wird weder bei beidh. Kampf S.105, noch bei Parierdolch S.146 ausgeschlossen, also ist es erstmal zugelassen.
      Aber: Kodex S. 146 "muss sich zu Beginn einer Runde entscheiden ob er seinen Parierdolch zum Verteidigen oder zum Angreifen benutzen will" Aus dem Kontext gilt für mich der Übertrag auf beidh. Angriffe nicht - Dennoch: hier könnte man aber so argumentieren, dass der Parierdolch mit beidh. Kampf zum Angriff benutzt wurde, also ohnehin nicht mehr zur Verteidigung verfügbar ist.
      2) Besteht ein Kombinationsangriff gemäß beidh. Kampf aus zwei Angriffen? Kodex S. 105- neige zu ja, bin aber unsicher
      Sehe ich so ja - auch wenn nur ein EW / WW erfolgt, geht aus der Beschreibung für mich hervor, dass der tatsächlich Ablauf ("kurz hintereinander") zwei Angriffe sind analog dem 2. Anstrich sind (der darüber), die jedoch nur mit einem gemeinsamen EW/WW abgearbeitet werden.
      Dem entgegen spricht Kodex S.69: "Insbesondere entscheiden EW und WW, ob und wie erfolgreich ein Angriff ist." Also ein EW/WW entscheidet einen Angriff. Das würde aber bedeuten das ein Kombinationsangriff mit einem EW auch nur ein Angriff ist. Hier komme ich mir selbst sehr pedantisch vor ("ein" als unbestimmer Artikel vs "ein" als Zahl), ist aber wichtig für Frage 3b.
      3) Situation: Beidhändiger Kampf wird benutzt - hier beziehe ich mich auf die Anstriche auf Kodex S. 105 rechts oben; Welche Möglichkeit besteht weiterhin gemäß Kodex S. 146?
      diverse Fragen/Gedanken dazu:
      3a) Nachdem Beidhändiger Kampf für einen zweiten Einzelangriff verwendet wurde - kann immer noch auf die Abwehr verzichtet werden, um anzugreifen? - neige zu nein
      Kodex S. 146: "Stattdessen kann er mit seinem Parierdolch auch einen zweiten Nachkampfangriff durchführen"  Nach Verwendung des zweiten Einzelangriffs gab es schon einen zweiten Nahkampfangriff. D.h. ein dritter mit Parierdolch ist nicht zulässig? Ich neige dazu, dass der zweite Einzelangriff bereits erfolgt ist und der Parierdolch nicht für "einen zweiten Nahkampfangriff" verfügbar ist. Dies allerdings gegenüber dem Spieler nur aus der Zahl zu begründen ist für mich eher schwach. Es wird etwas interpretiert und kann vielleicht auch anders interpretiert werden.
      Dies ergibt für mich insofern Sinn, dass dann beidhändiger Kampf die Möglichkeit mit Parierdolch aufwertet (besserer EW im Angriff), aber nicht erweitert (kein zusätzlicher Angriff). 
      3b)Nachdem Beidhändiger Kampf für einen Kombinationsangriff verwendet wurde - kann immer noch auf die Abwehr verzichtet werden, um anzugreifen? - bin unsicher
      Kodex S. 146: "Stattdessen kann er mit seinem Parierdolch auch einen zweiten Nachkampfangriff durchführen"
      Wenn ein Kombinationsangriff mit beidh. Kampf als ein Angriff gewertet wird, wäre dies ja grundsätzlich möglich. In Punkt 2) sehe ich es aber als zwei Angriffe und damit nicht zulässig. Ich neige dennoch dazu, das als Hausregel zuzulassen. Es zu verbieten, würde eine Begründung (anhand des Texts) erfordern, warum ein Kombinationsangriff als zwei Angriffe gewertet wird und die sehe ich nicht so klar (und es wäre ein entgegenkommen meinerseits)
      4) Mögliche Interpretation Kodex S. 105 als 1 Angriff - sehe ich nicht so
      Wenn beidh. Kampf S. 105 als Erweiterung des allgemeinen Angriffsmöglichkeit besteht, kann man es für Kodex S. 146 als "ein Angriff" werten - die gleichzeitigen Handlungen werden als eine zusammengefasst und der Parierdolchangriff gemäß S. 146 ist erlaubt.  Diese Ansicht teile ich grundsätzlich nicht, siehe auch oben zitierter Link zu M4, möchte es aber in den Raum geworfen haben. 
      Was sagt ihr? Vielen Dank im Voraus.
      Wiegesagt, ich bin an einer fairen Lösung für den Spieler interessiert, den ich auch als Meister respektiere, und suche eine sauber begründbare Anwort. Darauf aufbauend gibt es dann Hausregeln. Instinktiv on the fly hätte ich gegen den Parierdolchangriff entschieden, konnte es aber nicht klar begründen. Die Diskussion entstand in einem Gespräch nach dem Spiel über die Charakterentwicklung, nicht direkt im Spiel.
      Viele Grüße,
      nep
    • By Morcan
      Hallo Freunde,
      ich bin seit M3 bereits dabei und habe nun für meine Frischlinge einmal die Kampfregeln auf einem Handhout kurz zusammenfassen wollen. Da ist mir im Kodex Seite 69 etwas aufgefallen. Im blauen Kasten steht drin das man in Schritt 2 Bereits die AP abzieht und dann erst Abwehrt. Das würde ja defakto heißen das man dann auch eine -4 auf seine Abwehr erhält. Habe ich das jetzt einfach 20 Jahre falsch gespielt? Habe auch nochmal in M3 geschaut auch dort ist das nicht so konkret vermerkt. Ich kenne es so
      1. EW:Angriff
      2. Bei erfolg von Angriff einen EW:Abwehr
      3. Danach entweder LP/AP oder nur AP abziehen.
      Im Erata habe ich dazu auch nichts gefunden. Drum dacht ich ich frage mal die Regelfüchse hier im Forum.
      Gruß
      Morcan
    • By polemikus
      Guten Abend zusammen!
      Ich grüße euch alle. Ich bin Neuling bei Midgard und lese mich gerade in die (extrem guten, extrem nachvollziehbaren, extrem realistischen) Regeln ein.
      Ich bin allerdings noch etwas am Rätseln, wie die Magie im Kampf funktioniert. Soweit ich das sehe, muss man als Magiee (anders als alle anderen Charaktere) zu Beginn der Handlungsphase ansagen, was man machen möchte. Sage ich das an, wenn ich als Spieler dran bin, oder ganz zu Beginn, bevor geklärt wird, wer dran ist? In welcher Reihenfolge? 

      Kann ich als Charakter, der vor dem Magier dran war, darauf reagieren? Oder muss ich – zum Beispiel als Bogenschütze – meine Aktion zurückhalten, um zu schauen, ob der Magier zaubern? Sprich: sind LP – Verluste, die ich dem Magier zufüge, bevor er dran war, geeignet, den Zauber zu unterbrechen?
      Kann ich als Charakter, der vor dem Magier dran war, darauf reagieren? Oder muss ich – zum Beispiel als Bogenschütze – meine Aktion zurückhalten, um zu schauen, ob der Magier zaubert?
      Schließlich: Würfle ich als Makler meinen Magie-Wurf, wenn ich dran bin, oder am Ende der Runde, wenn geprüft wird, ob der Zauber funktioniert? 
       
      Sollten diese Frage schon mal gestellt worden sein (ich habe sie mit der Suche nicht gefunden), reicht mir natürlich auch ein Link.
      Herzlichen Dank, und noch mal Gruß in die Runde. Ich habe schon ein paar Beiträge gelesen, und fand bisher die Antworten alle sehr sympathisch.
    • By Die Hexe
      Hallo zusammen,
      ich bin gerade über folgende Regelpassage gestolpert (Kodex, S. 91):
      "Kostet ein kritischer Treffer das Opfer einschließlich der Zusatzschäden keine LP, richtet er keine längerfristigen Schäden an. Gliedmaßen (†) sind nur geprellt und nach 30 min wieder einsatzbereit. Ein Rumpf-, Kopf- oder Wirbelsäulentreffer ("blaues Sternchen") macht nur wegen Schmerzen 30 min lang handlungsunfähig."
      Auf S. 64 steht widerrum nichts von Handlungsunfähigkeit, sondern Folgendes:
      "Rippen: Ein oder zwei gebrochene Rippen verursachen zwar Schmerzen bei Bewegung und Atmen, sind aber vergleichsweise harmlos. Wenn der Brustkorb mit Erste Hilfe fachgerecht bandagiert ist, wird der Verletzte nur wenig behindert. Nur in bewegungsintensiven Situationen erleidet er wegen der Schmerzen –4 auf Erfolgs- und Widerstandswürfe, z.B. auf EW:Angriff und WW:Abwehr und beim Einsatz von Fertigkeiten wie Akrobatik oder Klettern."
      Die erste Passage lese ich so, dass wenn schon bei keinem LP-Verlust 30 min Handlungsunfähigkeit gegeben ist, diese ja erst recht eintreten müsste, wenn LP verloren wurden. Das würde dann aber bedeuten, dass aller mit dem blauen Sternchen markierter kritischer Schaden zu Handlungsunfähigkeitn führen müsste. Das wäre dann bei 6 von 17 Kritischer-Schaden-Ereignissen der Fall, das kann m.E. so nicht gemeint sein.
      Dies widerspricht zum einen meiner Realismus-Vorstellung von der Auswirkungen von Verletzungen (ich weiß, keine Diskussion über usw.), zum anderen der Regelpassage von S. 64, bei der Rippenverletzungen als vergleichsweise harmlos aufgeführt sind.
      Was stimmt denn jetzt? Kritischer Schaden 27 => Rumpftreffer mit Rippenbrüchen. Ist die Figur nun handlungsunfähig oder bekommt sie lediglich -4 auf EW und WW?
      es grüßt und bedankt sich für die Belehrung
      die Hexe
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