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comment_3557820

Man sollte da auch unterscheiden zwischen der nationalen Entwicklung gerade in D und A und dem Wettbewerb selbst. Ich kann, was das nationale angeht, @Nixonian nur unterstreichen. Und diese Entwicklung der 90er Jahre hat auch viel beigetragen zur aktuellen Wahrnehmung in diesen Ländern. Aber der ESC hat sich da völlig anders entwickelt. Eigentlich ist das ein Fest der Völkerverständigung und des gemeinsamen Feierns von Einigkeit in Vielfalt. 

Und das macht es echt super. Nur hat zumindest das offizielle D das lange nicht mitmachen gewollt. Und war zu sehr aufs Gewinnen fixiert. Was nicht zu der Dynamik dieser Veranstaltung passt.

Ein guter ESC-Song muss nicht radiotauglich sein. Ist es auch eher selten, der ist auch nicht für die Ewigkeit gedacht. Aber er muss ein übergreifendes gemeinsames Gegenwartsgefühl einfangen. Das kannst du nur sehr schlecht im Voraus berechnen.

comment_3557825

Bei mir läuft es immer auf ein Vergleich der Abläufe in Deutschland in den Schweden hinaus. Ich weiß zwar nicht, seit wann "Melodifestivalen" existiert, aber die Schweden haben schon länger einen nationalen Grand Prix dem ESC vorgeschaltet. Das zeigt sich dann auch in der Qualität der Lieder, die zum ESC geschickt werden. Bei Deutschland befürchte ich, dass die schlechte Songauswahl letzten Endes ein Spiegelbild einer schlechten Musikszene in Deutschland ist. Wohlwissend, dass das, was wir gut finden, nicht zum ESC geschickt wird.

Anmerkung: "Melodifestivalen" gibt es seit 1959!!!!

Wann sind wir auf den Trichter mit dem Vorentscheid gekommen? :uhoh:

Bearbeitet ( von Randver MacBeorn)

comment_3557830
vor 15 Minuten schrieb Einskaldir:

....Und ich denke, du wirst mir zugestehen, dass der Gedanke "Schon wieder" bei einer Musikform, die in der Regel eher außergewöhnlicher bei einem ESC ist, eher auftritt, gerade wenn recht zeitnah eine Band wie Maneskin gewonnen hat....

 

Also in meiner Wahrnehmung ist schon seit knapp 20 Jahren immer etwas in Richtung Hard Rock / Dark Rock / Metal dabei, Lordis Sieg ist ja auch schon wieder 17 Jahre her. 

comment_3557833

Ich finde jetzt nicht, dass wir in D eine schlechte Musikszene haben.

Was ich interessant finde, sind die Extreme. Zumindest in den letzten 30 Jahren habe ich das Gefühl, dass wir entweder (seeeeehr selten) vorne dabei sind oder aber (seeeehr häufig) wirklich richtig hinten.

So ein Mittelding scheint das wenig zu geben.  Ist das normal oder typisch "deutsch"?

comment_3557845
vor 22 Minuten schrieb Einskaldir:

Ich finde jetzt nicht, dass wir in D eine schlechte Musikszene haben.

Wir (also D) haben eine Vielfalt an Musikszenen mit in meiner Wahrnehmung wenig Überschneidungen. Wobei auch das sich zu ändern scheint.

Es gibt vor allem wenig größere Veranstaltungen, wo wirklich verschiedene Musikrichtungen aufeinander treffen. Hängt eventuell auch mit der hier immer noch verbreiteten ideologischen Unterscheidung zwischen E- und U-Musik.

vor 36 Minuten schrieb Randver MacBeorn:

Ich weiß zwar nicht, seit wann "Melodifestivalen" existiert, aber die Schweden haben schon länger einen nationalen Grand Prix dem ESC vorgeschaltet.

In Italien ist das San Remo Festival zusätzlich  der nationale Vorentscheid. Ganz anderer Stellenwert. 

comment_3557854
vor 21 Minuten schrieb Kazzirah:
vor 54 Minuten schrieb Einskaldir:

Ich finde jetzt nicht, dass wir in D eine schlechte Musikszene haben.

Wir (also D) haben eine Vielfalt an Musikszenen mit in meiner Wahrnehmung wenig Überschneidungen. Wobei auch das sich zu ändern scheint.

Es gibt vor allem wenig größere Veranstaltungen, wo wirklich verschiedene Musikrichtungen aufeinander treffen. Hängt eventuell auch mit der hier immer noch verbreiteten ideologischen Unterscheidung zwischen E- und U-Musik.

Ich denke auch, die Musikszene in Deutschland ist nicht schlecht. Ich bin immer mal wieder überrascht, was so alles in Englisch aus dem Radio trällert und in Deutschland produziert wurde - als jemand, der sich nicht sehr für die Hintergründe von Radiomusik interessiert kann mich das immer wieder überraschen. 

Und ja, die Musikrichtungen und -Veranstaltungen sind sehr separiert. Ich weiß aber gar nicht, ob das in anderen Ländern anders ist?

comment_3557865
vor 18 Minuten schrieb Bruder Buck:

Ich denke auch, die Musikszene in Deutschland ist nicht schlecht.

Ist sie nicht. Auch in Österreich gibt es sensationelle Bands und Künstler. Nur leider werden wir mit Radiomüll überschwemmt und die meisten denken gar nicht nach, sondern hören diesen vorgekauten Müll. Spotify ist ja auch so eine Gehirnwäsche. Dir gefällt das, dann hör dir das an. Was für ein Scheiß. Vielfallt wird hier zu Tode getragen.

comment_3557881

Es gibt da schon Ansätze, Initiativen wie das Heimatsoundfestival in Bayern mit dem Schwerpunkt, übergreifend die Musikszene im Alpenraum in seiner Vielfalt abzubilden mit einem echt guten Nachwuchswettbewerb, bei dem dann der Opener für das nächste Festival ausgespielt wird. Oder das Bardenfestival in Nürnberg. Da ist stilistisch viel dabei. Das verbindet und schweißt zusammen.

Oder in der Schweiz in groß: das Montreaux Jazz Festival.

'Musikszene' hat aber wenig mit den Radiosendern zu tun, die Musik zum 'Durchhören' liefern. Egal ob öffentlich-rechtlich oder privat. Bayern3, SWR3, WDR2, radio ffn, antenne Bayern, radio ffh, so typische Adult Contemporary Sender  halt. 

Gibt es auch spezifischer wie Radio BOB oder Rockantenne.

Musikszene findet trotz solcher Sender statt. 

 

comment_3557882
vor 8 Minuten schrieb Einskaldir:

Ich finde das großartig.

Ja, glaube ich dir. Viele mögen das. Ich mag es aber nicht mir von einem Algorithmus sagen zu lassen was ich hören soll. Ein Freund von mir ist Musiker (Jazz) und er ist immer auf der Suche nach Neuem. Kannst vergessen. Egal auf welcher Plattform. Er meint es wird immer schlimmer. Neue Künstler haben kaum noch eine Chance, weil immer der gleiche Mist vorgeschlagen wird.

Bearbeitet ( von Owen)

comment_3557885
vor 4 Minuten schrieb Owen:

Ja, glaube ich dir. Viele mögen das. Ich mag es aber nicht mir von einem Algorithmus sagen zu lassen was ich hören soll. Ein Freund von mir ist Musiker (Jazz) und er ist immer auf der Suche nach Neuem. Kannst vergessen. Egal auf welcher Plattform. Er meint es wird immer schlimmer. Neue Künstler haben kaum noch eine Chance, weil immer der gleiche Mist vorgeschlagen wird.

Ich verstehe den Zusammenhang zwischen "Vorschlag" und "Hören müssen" nicht.

Aber das ist hier eh fehl am Platz. Dafür gibts die Medienrunde.

comment_3557888
vor 4 Minuten schrieb Einskaldir:

Ich verstehe den Zusammenhang zwischen "Vorschlag" und "Hören müssen" nicht.

Aber das ist hier eh fehl am Platz. Dafür gibts die Medienrunde.

Nur ganz kurz. Das Problem ist, dass neue Künstler nicht vorgeschlagen werden. Die gehen im allgemeinen Rauschen unter.

comment_3558458
 
On 1/29/2023 at 9:33 PM, dabba said:

Ikke Hüftgolds Song ist offensichtlich ein Spaß-Versuch, in den Vorausscheid zu kommen und so einen kostenlosen Auftritt im ÖR abzugreifen. Sein Problem: Dort kommen 50 % des Stimmgewichtes, das über den deutschen Teilnehmer entscheidet, von den Jurys - und die werden nicht Ikke Hüftgold wählen (so wie sie vermutlich auch nicht Guildo Horn damals gewählt hätten ;) ). 

Quote

Der ganze Druck ist weg und ich muss nicht nach Liverpool fliegen. (...) Es gab ein unfassbares Interesse an Ikke Hüftgold, das Medienecho war enorm. Das hat mir einen riesigen Schub gegeben. Ich habe nun diverse Einladungen in neue Fernsehformate erhalten. Stündlich bekomme ich neue Anfragen.
(...)
Mir war von Anfang an klar, dass mein Auftritt bei der Bewertung der internationalen Jury völlig in die Hose geht.

Quelle: https://www.mallorcazeitung.es/boulevard/szene/2023/03/07/ikke-huftgold-kein-ballermann-mehr-84218659.html

Gesagt! :) #captainhindsight

Bearbeitet ( von dabba)

comment_3558537
vor 12 Minuten schrieb Widukind:

Wer noch mehr schräge Kandidaten des ESC sehen will, solche, die dieses Jahr dabei sind und auch welche, die den nationalen Vorentscheid ebenfalls nicht geschafft haben (wie Johnny Rotten), dann schaut Euch an, was Walulis dazu meint:

https://www.youtube.com/watch?v=aCROf-NKhPw

Das kann man doch nicht anschauen.

Schnitt / Schnitt / Schnitt *Gehirn explodiert.

Furchtbar.

comment_3558555

Das österreichische Lied wurde präsentiert. Angeblich haben es die beiden jungen Damen doch selbst geschrieben ... und machen sich über Ghostwriter sogar lustig- es ist überraschenderweise gar keine so üble Pop-Nummer und das Video ist ganz witzig (was natürlich für den Auftritt unerheblich ist) https://www.youtube.com/watch?v=ZMmLeV47Au4 

Spannend wäre natürlich eine Live-Aufnahme, denn das sie das im Studio zusammenbringen, ist nicht relevant.

comment_3558610
vor 28 Minuten schrieb Nixonian:

Das österreichische Lied wurde präsentiert. Angeblich haben es die beiden jungen Damen doch selbst geschrieben ... und machen sich über Ghostwriter sogar lustig- es ist überraschenderweise gar keine so üble Pop-Nummer und das Video ist ganz witzig (was natürlich für den Auftritt unerheblich ist) https://www.youtube.com/watch?v=ZMmLeV47Au4 

Spannend wäre natürlich eine Live-Aufnahme, denn das sie das im Studio zusammenbringen, ist nicht relevant.

Austria zero points, Autriche zéro points. :D Ganz so schlimm ist es nicht. Ein paar Punkte werden's schon abstauben.
Ich mag diese Veranstaltung nicht. Früher hab ich das aber sehr gerne geschaut. Keine Ahnung ab wann die Abneigung gekommen ist. :dunno: Durch diesen Thread bin ich zumindest wieder etwas aufmerksamer geworden.

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