Alle Inhalte erstellt von bastian
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Südcon 2023 Danksagestrang
Hallo liebe Con-Mitstreiter, ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich bei euch ALLEN für einen wunderbaren allerersten Midgard-Con zu bedanken. Es war einfach fantastisch mit euch, sei es in den witzigen und spannenden Runden, als auch den vielen interessanten Gesprächen abseits der Spieltische. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Leider konnte ich die vielen neuen Namen bei den Gesprächen nicht immer alle im Kopf behalten, oder habe mir dummerweise nur den Vornamen statt dem Forumsnick gemerkt. Seid mir daher bitte nicht böse, wenn ich nicht alle aufzählen kann; ich würde es gerne. Danke an die Orgas für die umfangreiche Planung, routinierte Durchführung und der jederzeit unkomplizierten Hilfe und freundlichen Kommunikation. Danke auch meinem freundlichen Fahrer @Akeem al Harun fürs Mitnehmen und die bedenkenlos sichere Fahrt, sowie meinen Mitfahrern für die tollen Unterhaltungen: @Taron MacCeata, @McSkull, @Sueredamor und vor allem meinem Zellengenossen @Thufir Hawatt. Dazu durfte ich zu meinem ersten Midgard-Con direkt in drei wunderbaren Runden mitspielen, welche mir sicher sehr lange in Erinnerung bleiben werden. Dafür danke ich besonders drei so unterschiedlichen, aber rundum grandiosen Spielleitern @Chichén, @Akeem al Harun und @Elowen, sowie meinen total netten, atmosphärischen und unterhaltsamen Mitspielern: @Akeem al Harun, @Blaues Feuer, @dabba, @Elowen, @Hiram ben Tyros, @KhunapTe, @Leachlain ay Almhuin, @Lustmolch, @Neq, @Rina, @Sueredamor, @Taron MacCeata und @Toro. Und natürlich muss ich dem Stammtisch Essen danken, dass sie mich mit ihren jahrelangen Einflüsterungen zum ersten Con-Besuch überredet haben. Das idyllische Wetter war dann das Sahnehäubchen für die Atmosphäre. Daher sage ich euch allen: Bis bald auf einem Midgard-Con! Es war sicher nicht mein letzter 🙂
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Computernerds unter sich - Der Computerschwampf
Kenne das Surface nicht direkt, aber generell: USB-C ist nicht gleich USB-C. „USB-C“ ist pauschal erstmal nur der Stecker, die Fähigkeiten des Anschlusses hängen vom unterstützten USB- oder Thunderbolt-Standard und den angeschlossenen Geräten ab … sowohl das Surface als auch der verwendete USB-Hub/-Dock müssen die Power Delivery in der gewünschten Ladeleistung in W unterstützen, dann reicht ein einziges USB-Kabel vom Surface zum USB-Hub/-Dock und darüber kannst du dann - je nach Gerät - Strom beziehen und natürlich parallel weitere USB Geräte betreiben (Bandbreite ebenso abhängig von mehreren Faktoren)… je nach Fähigkeiten des Surface und des Docks sogar mehrere Monitore! Alles durch ein Kabel. Wenn Notebook und USB-Hub/-Dock es unterstützen.
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Computernerds unter sich - Der Computerschwampf
Na das ist jetzt aber ehr ein nicht so recht passendes Beispiel, da Linux keine Konkurrenz-Firma ist und dich nichts kostet. Vermutlich ist Microsoft ein Dual-Boot anhand Ihrer eigenen Anleitung zur Auswahl zwischen Windows und Linux lieber, als dass jemand sich das von seiner Linux Distribution automatisch (!!!) einrichten lässt und Linux dann als Vorausgewählte Option bekommt, und am Ende dann dann vielleicht sogar lieber nur noch Linux nutzt 😉 Auf Server-Ebene ist Linux für Microsoft eh nicht mehr einzuholen, und dass Microsoft mittlerweile jedem Windows einen Linuxanbau mit dazu schenkt ist auch schon alt (auch wenn das außer Entwickler kaum jemand brauchen wird)... Auch immer mehr Entwicklungstools und Frameworks werden von MS für Linux entwickelt und gepflegt... teils sogar ebenso Open Source. Das machen die auch nicht weil sie Gutmenschen sind, sondern viele Entwickler sich nicht mehr von geschlossenen Systemen abhängig machen wollen. Und wenn man nicht gerade die neusten Games mit Anti-Cheat-Schutz spielt, Spezialhardware einsetzt, oder glaubt man braucht unbedingt ein ganz bestimmtes Windows-Programm das nicht automatisch per Klick auch unter Linux installierbar ist (automatisch emuliert ist das oft kein Problem), dann kann man mit Linux als Daily-Driver eigentlich auch sehr gut klarkommen, wenn man will. Und das alles ohne Werbung und ohne Datensammlung. Genauso vermutlich auch mit einem Mac (nun ja, da vielleicht mit zumindest etwas Datensammlung ^^). Microsoft steckt ja auch immer weniger Geld in das Segment Betriebssysteme, der ja auch nicht mehr deren Zugpferd ist, und auch immer weniger in installierbare Programme... die verdienen lieber mit der Cloud und Saas Lizenzen. Und dafür braucht man nur einen Browser, der unter anderen Systemen genauso funktioniert. 😉 (Apropos Browser: Selbst Microsofts eigener Browser ist fast vollständig keine Eigenentwicklung mehr, sondern nur ein hauptsächlich von Anderen entwickeltes kostenloses Open Source Programm...)
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Computernerds unter sich - Der Computerschwampf
Hmm... Ich nutze seit vielen vielen Jahren einen (Leder-)Markus privat (den Stuhl! 🤨) - man kann zwar wenig einstellen, aber wenn er zum Rücken passt, dann passt er einfach und ist stabil. Wir hatten den auch in einigen Büros (mit Stoffbezug, da eben recht günstig) und ich hatte meinen "besseren" Stuhl mit dem Kollegen gegen einen solchen getauscht, da ich ihn von zuhause gewohnt war. Aber die im Artikel geschilderten Probleme hatten wir mit dem Stuhl bislang nicht... vermutlich tritt das nur sehr selten auf, oder sie haben die einfach einige Komponenten gegen günstigere getauscht. 🤷♂️ Bin mal gespannt woran es wirklich liegt. Denn ein fast 100% genau so geschilderte Probleme mit kurz abschaltenden Monitoren hatten wir ebenso mal im Büro und dort wurden als mögliche Ursachen damals genauso eigene Verschwörungstheorien entwickelt über ITler mit Überwachungskameras welche ärgern wollen, über die verwendeten Rollen der Stühle (das waren keine von Ikea), über den neuen Handymasten in der Nähe, über eine sicherlich falsch eingestellte Klimaanlage oder Fenstermarkise, oder über sich statisch aufladende Schuhe - ein Kollege zog sich dann immer vor dem Arbeiten die Schuhe aus, dann trat das seiner Meinung nach nicht auf. 😉 Und immer wenn ein ITler kam, lief alles... ... bis sich dann nach einigen Wochen herausstellte, dass zuvor über ein Wochenende die Monitore kalibriert wurden und beim Reset der eingebaute Anwesenheitssensor (zum Energiesparen) reaktiviert wurde, der bei dem Modell jedoch meist nicht sinnvoll arbeitete und beim Aufstehen und Hinsetzen gegenläufig ein- oder ausschaltete (jeweils mit ein paar Sekunden Zeitverzögerung)... Manchmal arbeitete der dann aber auch so "gut", dass zu ruhig sitzende Personen als abwesend erkannt wurden und das Bild einfach so aus ging... Konnte man dann im OSD deaktivieren und alles war gut... aber wer weiß, evtl. ist es ja diesmal ein zielgerichteter EMP wegen Stoiber 😉
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Glückswurf
Wenn es an coolen Ideen in der Runde mangelt und sie träge erscheint, bin ich ganz bei dir! Da braucht man keinen Wurf. Doch was, wenn das Spiel eigentlich läuft, oder ein einzelner Spieler immer wieder mit solchen Einfällen um die Ecke kommt, die ehr unwahrscheinliche Faktoren voraussetzen? Ich denke, es kommt doch sehr auf die Situation an, ob ein Glückswurf sinnvoll oder schlecht ist - das macht aber Glückswürfe damit nicht grundsätzlich unsinnig oder gut. Mir würde es zum Beispiel auf Dauer zu vorhersehbar erscheinen, einer ausgefallenen und ehr unwahrscheinlichen Spieleridee stets stattzugeben (genauso wie Spielleiter die so etwas stets verneinen)... Wenn der Spielleiter sich darüber Gedanken gemacht hat, oder sich die Antwort anhand innerer Welt-Logik schnell herleiten kann, dann ist eh klar was passiert. Wenn nicht, ist seine Antwort ansonsten vermutlich meist ein Bauchgefühl, und das ist dann oft subjektiv gefärbt (oder erscheint den Spielern ggf. so). Gerade "unwahrscheinliche aber grundsätzlich mögliche" Faktoren werden so vermutlich pauschaler abgelehnt, als ein Würfel es tun würde... Bei sowas könnte man (falls es relevant ist) 1-2 Mal am Abend in meinen Augen durchaus einen Würfel entscheiden lassen - ggf. mit grober Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit. Daher verstehe ich nicht recht, wieso ein Würfel grundsätzlich schlechter sein soll, als das Bauchgefühl des SL - man würfelt ja auch bei den Fertigkeiten der Spieler und Gegner und der SL sagt nicht "aus dem Bauch heraus würde ich sagen, er trifft dich". 🙂 Zu dem o. g. Beispiel: Hat man ein Zeltlager mit zehn Zelten, wird schon ein rotes dabei sein (wenn es nicht gerade die Farbe des Feindes ist, etc.), auch ohne Würfel... aber wenn nur ein Zelt da steht, warum sollte das dann zufällig immer rot sein, nur weil ein Spieler es gerne rot haben möchte? Überspitzt gefragt, wo zieht man die Grenze? "Ist das Zelt rot? Wenn ja, habe ich eine Idee!" SL: "Na klar!" "Ist die Wache linkshänder? Wenn ja, habe ich eine Idee!" SL: "Na klar!" "Ist gerade Vollmond? Wenn ja, habe ich eine Idee!" SL: "Na klar!" "Schwimmen in dem See in Alba zufällig moravische Seerosen mit einer Größe von 22,5 cm? Wenn ja, habe ich eine Idee!" (überspitzt) SL: "Na klar!"
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Glückswurf
Bei Glückswürfen geht es auch bei uns im Grunde darum, dass der Spielleiter so eine Zufallskomponente einbaut, ob eine bestimmte Bedingung in der Spielwelt erfüllt ist, welche die Charaktere oder ihre Werte nicht beeinflussen können, und über die sich die SL in der Regel zuvor keine Gedanken gemacht hat... Natürlich haben Spieler keinen Anspruch auf einen solchen Wurf. Das kann ein Faktor des Wetters oder des Vollmondes sein, die Frage ob die Wache Links- oder Rechtshänder ist, ob ein Händler zufällig eine bestimmte Ware führt, oder ob man einen Schlüssel unter der Fußmatte der alten Dame finden kann, uvm... Oft folgt er auf eine Spielerfrage: "Ist zufällig gerade XY...?" Ich nutze es jedoch auch gerne um ausgefallene oder kreative Spielerideen (welche womöglich einige SL-Vorbereitung zunichte machen), welche an solchen Bedingungen hängt, eine Chance zu geben, auch wenn die Erfüllung dieser Bedingung im Grunde ehr unwahrscheinlich ist. Und ein "Dann schauen wir mal - würfel doch mal mit einem W20 und lass es besser besonders hoch werden." klingt für viele spannender und motivierender als ein "Nein, sowas geht einfach nicht.". So kann man sich mit einem Glückswurf darauf einlassen... und sich auch als SL mal überraschen lassen 🙂 Wobei Glückswürfe bei uns nicht 50:50 sein müssen. Oftmals sind solche ausgefallenen und auf Zufall basierenden Spielerideen, dann übrigens auch erinnerungswürdiger als so manche vorgefertigte SL-Lösung . Die Form dieser Würfe hat bei uns jedoch kein festes Muster. Da dem Zufall egal sein "sollte", welche Würfel man nimmt, ist das bei unseren Runden nicht immer gleich welchen Würfel man fordert (aber für den Aberglauben natürlich sollte man nicht gegen die Gewohnheit des Würfels würfeln - zum Beispiel bei Midgard W20 und W6 höher besser, W% niedriger besser, etc)... Oft sagt die Spielleitung bei uns aber nicht vorab den Zielwert an, sondern legt diesen (je nach Wahrscheinlichkeit) verdeckt fest - oder würfelt bei 50:50 Würfen selbst ebenso verdeckt und vergleicht die Werte.
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Weltrettung und EP
Eine zusätzliche Belohnungen abseits von EP (Gold, Ruf, Lernmöglichkeiten, SG, Artefakte, etc.) kann natürlich immer besser erklärt werden, wenn man die Welt rettet - falls es jemand mitbekommen hat. 🙂 Also wenn die Gruppe sich auflösen soll, oder du die restlichen Spieler (oder den einen Spieler) loswerden willst, kannst du das sicher so machen 😄 Ansonsten würde ich evtl. nochmal darüber nachdenken, ob die EP der Gruppe nicht zumindest im gleichen Zehntausenderbereich bleiben sollte 😄 Ich glaube der "Lerneffekt" aka der Erfahrungsgewinn, war ja für alle da, nicht nur für den einen.
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Weltrettung und EP
Sammelt eine Person wirklich mehr Erfahrung, wenn sie am Ende eines finsteren Dungeons herausfindet, dass sie gerade mit ihren Aktionen die gesamte Welt gerettet hat, statt wenn sie den gleichen Dungeon auf die gleiche Weise löst, und am Ende "nur" ein flauschiges Hundewelpen rettet? Die gesammelten Erfahrung durch ihre Aktionen, ihre Kampffertigkeiten und ihre Zauber war nüchtern betrachtete in beiden Fällen exakt genau gleich. Die Erfahrung die sie mit ihrem Zauber gewonnen hat, oder die Handbewegung bei ihrem Schwertstreich, hat sich nicht verändert. Wen man mit seiner Aktion rettet, entscheidet in der Regel ja eh der Spielleiter durch die Auswahl des Abenteuers... Die Frage, rette ich den Welpen oder die gesamte Menschheit, hatte ich bisher zumindest nicht. 🤔 Verstehe daher die Denkweise nicht so recht. Evtl. spiele ich da einfach anders. Also wenn es keine explizite Regel gibt, welche pro gerettetem fiktiven Bürger AEP verteilt, würde ich das auch nicht berücksichtigen oder so hinbiegen wollen... sonst rettet ja keiner mehr eine einzelne Jungfrau/einen einzelnen Jüngling/den Hundewelpen. Die genannte Regel für ZEP bei einem Rettungszauber bezog sich ja offenbar auf eine konkrete Spielsituation, und nicht auf ein abstraktes Endresultat, oder auf nicht in der Situation anwesende NPCs. Man rettet einen Begleiter und bekommt dafür Punkte. Stirbt der Begleiter dann eine Stunde später wegen etwas anderem, behält der Retter dafür vermutlich auch die ZEP, auch wenn er im Endresultat des Abenteuers dennoch stirbt... Ich persönlich finde die M4 Regeln mit KEP/ZEP nach Einsatz zwar generell nicht all zu schön (hatte ich jahrelang als Spieler mit gespielt inkl. Lernzeitenregel, und war als Frontkämpfer oft bevorteilt), aber wer es mag, soll das natürlich so machen... wer am Ende dann aber lieber dennoch mehr EP vergeben will, darf dass in meinen Augen auch ebenso machen (heroische Questreihen dürfen am Ende ja auch etwas mehr "Belohnung" abwerfen)... aber dann sollte man evtl. nicht eine weit ausgelegte andere Regel als Grund dafür vorschieben, sondern sich sagen: Ich WILL dafür so und so viel mehr EP vergeben, also mache ich das. Aus meiner Erfahrung in diversen Systemen, ist eine zu große Erfahrungspunktezunahme in zu kurzer Spielzeit jedoch fast immer schädlich für die Charakterentwicklung. Ggf. sollte man sowas in der Gruppe vorab klären, falls das nicht normal ist für die Runde. Wenn alle Charakter gleich mehrere Stufen auf einmal aufsteigt, sollte man überlegen, ob man künftig nicht lieber mehr Zwischenziele mit Teilpunkten einführen will, und ob die Aufstiegsgeschwindigkeit so gewollt ist. Übrigens: Wer nach M4 spielt und viele EP regnen lässt, dem empfehle ich auch die Lernzeitregel zu beachten - fand ich sehr atmosphärisch, wenn die Charaktere zwischen den großen Abenteuern erstmal ein "normales Leben" haben, und auch Zeit haben um zu ihren Mentoren/etc zu gelangen, oder Nebentätigkeiten/Verpflichtungen (unausgespielt) zu erfüllen, bis die gesamte Gruppe ausgelernt hat. Ein nicht ganz ernst zu nehmendes Gedankenspiel: Ich stelle mir zu dem Thema ein erstes abendfüllendes Abenteuer vor, in dem die Stufe-1 Charaktere sich den ganzen Abend nur in einer gemütlichen Taberna betrinken, natürlich einen handfesten Streit mit einem NPC anfangen und durch "Würfelpech" versehentlich ein unbeteiligter NPC am Nebentisch stirbt. Der SL klappt das Buch und sagt... Toll, jetzt habt ihr den Erzbösewicht aus Buch XY getötet, der später relevant würde und der ohne das Eingreifen der Abenteurer am Ende der vierjährigen Kampagne die gesamte Welt vernichtet hätte. Ich muss dem Spieler nun direkt die 627 Millionen EP extra geben, weil er mit seiner Aktion versehentlich die Welt rettete... aber ich rechne das zuhause nochmal anhand der Einwohnerzahlen genau nach... 😇
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Gruppenzusammenführung bzw. Abenteuereinstieg in Kaufabenteuern
Was heißt "gut" oder "schlecht" beim Rollenspiel? 🥴 Das liegt immer am Spielstil der Gruppe - und der Häufigkeit eines solchen Einstiegs. Und wie "sanft" man sie damit versucht zu leiten. Eine solche Erleuchtung hinge in meinen bisherigen Runden ganz von der Umsetzung ab, denn immer wenn wir in unseren Runden das "Gefühl" haben, uns wird etwas aufgezwungen, sinkt die Laune und Motivation am (virtuellen oder echten) Spieltisch spürbar... aber wenn diese Visionen erstmal nur vage sind und den Spielern nicht das Gefühl gibt, sie müssten dem folgen, sondern es sie einfach neugierig macht (oder Geldgier, den Gerechtigkeitssinn, etc triggern) würden sie sicher darauf anspringen. Jedoch sollte die Vision dann auch inplay sinnvoll erklärbar sein. Doch wie ich hier Lesen muss, gibt es offenbar auch Runden, denen der Einstieg egal ist, oder die nur einen Finger krümmen, solange die in Aussicht Bezahlung passt. 😂 Das mag eventuell daran liegen, dass Gold in Midgard in meinen Augen vergleichsweise regelmechanisch wichtig ist (Lernen, Hort, etc) und man je nach Runde ggf. Nachteile bekommt wenn man seine Rolle altruistisch anlegt. Ich merkte damals, dass meine ersten rechtschaffenden M4-Helden mit steigender Spielzeit gieriger werden "mussten", als mir der Rolle nach lieb war, um mit den anderen in der Gruppe mitzuhalten. 🤔 Wenn ich die letzten 30 jahre zurückblicke war das bei meinen Runden in anderen Systemen mit steigender Spielererfahrung meist genau anders herum... Als Anfänger waren unsere Beweggründe von der Aussicht auf Belohnungen geprägt und die Hauptmotivation der Spieler (egal welcher Charaktere). Aber mit der steigenden Erfahrung achtete man mehr auf seine Rolle und die Motivation der Charaktere - und goldgierige SCs (Diebe, Zwerge, Händler) sind bei uns in anderen Systemen seltener, als zum Beispiel rechtschaffender Heldenmut oder teils schon übertriebene Neugierde. Aber so sieht man wie schwer es als Buch-Autor ist, eine richtige Spieler- und Charakter-Motivation (was ja durchaus zwei paar Stiefel sind) zu treffen, wenn man die Gruppe nicht kennt.
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Gruppenzusammenführung bzw. Abenteuereinstieg in Kaufabenteuern
Ich finde es hilfreich, wenn der Autor eines Kaufabenteuers eine Hand voll "Hooks" liefert, wie man mit dem Auftraggeber ins Gespräch kommt oder welche Gründe es vielleicht für die SCs für einen Start geben könnte, und aus diesen Dreizeiler-Vorschlägen bastelt man sich dann eine kurze, zur Gruppe / Situation passende Zwischengeschichte, die zugeschnitten zum Einstieg führt. Aber zwingend notwendig ist das in meinen Augen auch nicht. Ein allgemeingültiger vorgegebener Einstieg des Autoren, der universell atmosphärisch stimmig ist und universell zu jeder Gruppe passt, wird dagegen vermutlich immer aufgesetzt wirken. Der Autor kann die Gruppe nicht kennen. Daher müsste man sich bei solch einem "universellen Einstieg" als Spielleiter genauso überlegen, wie man die Spielercharaktere nun sinnvoll zum gewünschten Einstiegspunkt bekommt... und dann fragt man sich, ob der Autor nicht am Besten auch noch den passenden universellen Einstieg zum Einstieg vorbereiten sollte... und dann... 🐔 🔄 🥚 😉 Wenn die Spieler sich quer stellen wird es nie etwas - egal ob beim Einstieg oder später im Plot - daher sollte man vielleicht lieber die Gründe für eine solche Ablehnung hinterfragen und das Abenteuer als Spielleiter nicht erzwingen. Doch auch wenn die Motivation vom Spieler vorhanden sein sollte, muss die Charaktermotivation ja deswegen nicht gleich komplett aus der Luft gegriffen sein oder aufgesetzt wirken. Klar, manchmal geht es vielleicht nicht anders: Für ein heißes unverbindliches Kurzabenteuer zwischendurch, bei dem die Spielzeit begrenzt ist (Con?), mag so ein künstlich wirkender schneller Einstieg durchaus ausreichen - dann hat man das Vorspiel vom Tisch und kann schnell zum Hauptteil kommen, damit am Ende nicht aus Zeitgründen den Höhepunkt gestrichen werden muss. Doch je nachdem wie lange man ein Abenteuer spielt wird, kann man in meinen Augen als Spielleiter ruhig weiter ausholen und in ein längeres Vorspiel investieren... Vielleicht liegt meine Sicht aber auch nur daran, dass ich ehr nicht so auf Oneshots stehe und meist fortlaufende feste Rollenspielrunden spiele oder leite 🤷♂️. Wenn ich leite plane ich meist beim Start in ein neues Kaufabenteuer einen halben Abend für die Überbrückung zum letzten Abenteuer ein (welchen ich natürlich selbst vorbereiten muss) bevor die eigentliche Handlung startet. Und dafür muss ich mich meist ein wenig weiter ins Abenteuer einlesen und es reicht nicht nur eine Einleitung. So kann man auch bereits erste Infos über über Orte, Umstände und Personen einstreuen,... und im Idealfall schafft man einen persönlichen Bezug eines SCs zum Auftraggeber oder anderen Personen der Handlung... Doch auch wenn man keine Zeit für lange Vorgeschichte hat: bevor Woche für Woche ein Wildfremder die Abenteurer in der Taverne mit einem Auftrag anspricht, würde ich es zumindest ein wenig plump verpacken... beispielsweise dass dieser besser gekleidete Kerl in der Taverne offenbar aus der gleichen - weit entfernten - Kultur/Landstrich/Clan stammt wie ein Spielercharakter und sie dadurch ins Gespräch über die alte Heimat kommen, dabei evtl. emotionalen Neuigkeiten erfahren, wie der Tod des herzensguten MacNamenhiereinfügen, den jeder gut kannte ... Er spendiert ihnen ein Ale und sie kommen erst im weiteren Gespräch darauf kommen, welche Sorgen er eigentlich hat... und wie schwer es ist hier verlässliche Leute zu finden, etc... Vielleicht müssen sie ihren neu gewonnenen Kumpel am Ende sogar überreden, dass er ihnen so einen gefährlichen Auftrag gibt? Alles auch nicht wirklich einfallsreich, aber vergleichsweise schnell abgehandelt besser als immer der gleiche "Standard" 😉