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Eleazar

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  1. Bei Boni kann ich eine Situation allgemein insgesamt einschätzen und zu einem so abgestuften Ergebnis kommen, wie es mir vorschwebt: Glitschigen Abhang mit Steigeisen und Klettergeschirr hochklettern, wärend mich Mücken piesacken: - 2 Das ist für mich keine Frage der Mathematik. Nur ich als SL kenne genau die Steigung, die Glitschigkeit und den Blutdurst der Mücken. Und dann kann ich die Sache genau so schön schildern und erzählerisch aufmalen, als ob ich ne Vorteils-Nachteils-Regelung habe oder das Gummibärenorakel befrage. Das letzte Mal, dass einfache Plus- und Minusrechnungen Leuten messbar Mühen gemacht haben, war während meines Studiums der Erziehungswissenschaften.
  2. Thema von Hornack Lingess wurde von Eleazar beantwortet in Spielleiterecke
    Ich habe ja noch nie ein Abenteuer veröffentlicht, insofern schreibe ich immer nur für mich. Am meisten nervt mich, dass ich irgendwie immer vom Höckschen aufs Stöckschen komme. Und dann ufert es irgendwie aus. Tatsächlich leite ich wohl am besten mit nem Schmierzettel. Dann konzentriere ich ich mich auf die Story und die NPCs und dann entwickelt sich die Geschichte zusammen mit den Spielern ganz von allein. Aber das allerschlimmste ist, höherstufige Zauberer-NPCs ausarbeiten (und spielleitern). Ich kann deren Möglichkeiten einfach nicht auf dem Schirm behalten. Und je mehr ich geschrieben habe, desto geringer wird die Lust, den Rest fertig zu machen.
  3. Dass mit der Jetztzeit finde ich gar nicht so entscheidend. Ich könnte sie mir auch gut in einer Fantasywelt vorstellen. Auch dass sie nicht die einzigen sind, die nicht altern, ist nicht wirklich schlimm. Ihre Besonderheit ist doch in der konkreten Situation, dass sie auf herkömmliche Art und Weise nicht umzubringen sind. Das müsste man einfach regeltechnisch umsetzen: Immun gegen jede andere Art, sie zu töten. Auch gegen Zauber, die sie nicht köpfen. Was ich überhaupt nicht verstehe: Warum sollten sich so mächtige Wesen auf ein Land oder eine Region beschränken? Sie würden überall sein, wo sie ihren Zielen nachgehen können. Man wird sie ja kaum aufhalten können. Als Herkunft kann man sich eine andere Mittelwelt, aber auch eine nahe Chaoswelt vorstellen. Bei letzterer kann man freier mit den "Naturgesetzen" umgehen. Die Frage ist nur, was will man mit den Typen? Als Spielfiguren kommen sie wohl nicht in Betracht. Also bleiben sie als NSCs. Doch welche Rolle sollen sie da spielen? Ich könnte mir da eigentlich nur eine epische Kampagne vorstellen, in der die Spielfiguren den Vorhang lüften und das Geheimnis eines uralten Weltenkonflikts offenlegen: Mächtige Wesen, die im Geheimen unter uns leben und die Geschicke von mächtigen Organisationen, Gilden, Reichen lenken, um ihren geheimen Krieg auszufechten*. Und weil es eine ziemlich einfache Lösung wäre, dass nicht auffällt, dass sie altern, könnten sie sich ja als Elfen darstellen. Warum diese Heimlichtuerei? Wenn das Geheimnis erst mal offenliegt, ist es am Ende ja ziemlich einfach, einen Highländer zu töten: Netz drüber, Arme und Beine festhalten und einer macht den Rest. Also brauchen sie Leute und einen Machtapparat, um sich zu schützen. Aber will man so eine Kampagne haben? Ich denke nur, wenn man das haben will, dann muss man groß und episch rangehen. Wenn es zu klein wird, dann wird es auch schnell banal. Und dann hätte man eine große Idee verpulvert. * Ich erinnere mich düster an einen der damals wohl beliebtesten Perry Rhodan Zyklen "Die Meister der Insel". Da kommen die Terraner in die Andromeda-Galaxie, die von den Meistern der Insel beherrscht wird. Nur weiß man gar nicht so genau, wer die sind. Das nach und nach aufzudecken, macht den Reiz aus. Wobei die MdI weitestgehend zusammenarbeiten. Aber bei den Highlandern könnte man was Ähnliches konstruieren: Einzelne Bündnisse, ansonsten "Es kann langfristig nur einen geben" und das gemeinsame Interesse, dass die Existenz der Highlander verborgen bleibt. So in etwa könnte ich es mir vorstellen.
  4. Der erste Fall ist unstrittig. Beim Raufen könnte ich es mit auch vorstellen. Waffe in der einen Hand, kleinen Schild in der anderen und dann den Gegner rammen ohne Bonus für den großen Schild. Aber beim waffenlosen Kampf? In den Regeln habe ich fast* nichts gelesen, was dagegen spräche. Aber dann könnte man theoretisch auch jeden Angriff mit Faustkampf und Ringen machen, während man ein Schwert und ein Schild in Händen hat. Und das ist doch irgendwie absurd, oder? Vor allem, weil man ja nicht mal Abzüge hätte, wenn man die Hände nicht benutzt. Der einzige Grund, außer dem "gesunden Menschenverstand", der das Tragen einer Waffe nach dem Wortlaut ausschließen würde, ist der Name. Waffenloser Kampf ist halt ein Kampf ohne Waffen. Und zwar nicht nur, dass man die Waffe nicht einsetzt, sondern auch dass man keine Waffe irgendwo hat, wo sie beim waffenlosen Kampf im Weg wäre. Und natürlich: Beim Faustkampf oder beim Ringen in echt werden auch keine Waffen in der Hand getragen (außer vielleicht Schlagringe usw). Ich würde ja sagen: Mit Waffe in der Hand ist es kein waffenloser Kampf mehr. Punkt. Mit Raufen geht es bei dieser besonderen Aktion auch mit Waffen in der Hand. Aber die große Kunst geht eben nicht mehr. Aber vom Wortlaut her ist dieser Befund echt mager.
  5. Äh, ja, das war jetzt missverständlich. Meine Position bei einem beschleunigten Angreifer mit normaler B24: Da er ja jetzt faktisch B48 hat, würde bei einer Bewegung von 25 Metern (mehr als die erhöhte Hälfte der B), dass er zuerst einen überhasteten Angriff machen muss. Und dann hast du recht, der zweite Angriff ist auch überhastet, denn die in der Kampfrunde gelaufene Strecke ist ja in jedem Fall zu weit, um unmodifiziert zu schlagen. Da hatte ich einen Denkfehler. Ich hatte auch die Bewegung in zwei Teilen gedacht, aber so ist es ja nicht. Eine Bewegung und danach zwei Angriffe.
  6. Ich sehe das wie du: Beim zweiten Angriff sind die Bedingungen für einen Sturmangriff nicht mehr erfüllt. Also ist es ein normaler Angriff. Wobei ich davon ausgehe, dass ich bei einem Sturmangriff immer mit erhöhter Geschwindigkeit laufen muss. Denn woher sollte sonst die Energie für den höheren Schaden kommen? Und ich bin ja nicht gezwungen, aus 6 Metern einen Sturmangriff zu machen. Ich könnte die Strecke in gerader Linie auch normal überwinden und normalen Schaden anrichten. Es gibt wohl normaler Weise keinen Grund dazu. Andere Situation: Ein beschleunigter Angreifer läuft mehr als die Hälfte seiner B und greift den ersten Angriff überhastet also mit Abzügen an. Dann müsste er den zweiten Angriff eigentlich ohne Abzüge machen können. Denn für den hat er als Beschleunigter ja dann wieder genügend Zeit.
  7. Thema von Nixonian wurde von Eleazar beantwortet in Das Netz
    Ja, ich habe meinen eigenen Beitrag schon gemeldet. Muss nicht doppelt im Forum stehen.
  8. Myrkgard ist ein gutes Beispiel für eine sinnvolle, gut umgesetzte Idee: Was passiert, wenn sich die Bösen durchsetzen und die Geschichte, wie wir sie kennen, mit umgekehrten Vorzeichen weitergeht. Das ist ein interessantes Konzept, weil es in jedem Land einen Wiedererkennungswert liegt und die Spannung darin liegt, warum sich welche Unterschiede ergeben haben und wo das Alte aber auch noch durchscheint. Die Originalität liegt nicht in dem, das alles neu ist, sondern dass alles anders und eben doch wiedererkennbar ist. Düster gespiegelt. Bei Damatu sind durch die lange Zeit einfach ganz andere Kulturen auf der zum Teil alten Welt aufgesetzt. Da sind die alten Verbindungen letztlich gekappt oder doch zumindest ohne aktuelle Bedeutung. Dann könnte man genau so gut auch was ganz anderes machen. Ist ja auch klar: Man kann ja aus Damatu auch nicht noch nen Abklatsch von Myrkgard machen.
  9. Es ist ja gut, wenn die getroffene Entscheidung gut ankommt. Ich hätte ein Störgefühl, zumindest fühlte es sich komisch an, wenn ich wüsste, dass ich beispielsweise an der Stelle von Alba bin, aber es sind gar keine Albae da. Das wäre für mich als Altspieler irgendwie eine kleine Irritation oder überflüssiges Wissen, die aber nicht weiterführt, aber trotzdem aufploppt. Gut, Neuspieler betrifft es eh nicht und Komplettumsteiger werden dieses Gefühl verlieren, wenn sie es überhaupt haben. Ich verstehe nur den Nutzen oder den Gewinn dieser Entscheidung nicht. Vielleicht Nostalgie? Und die habe ich bezogen auf die Spielwelt nun eben ausgerechnet nicht. Dass man die selben "Naturgesetze" hat, wäre bei einem Modell "Rückseite" oder "andere Mittelwelt" meiner Vorstellung nach ja genau so gegeben gewesen. Und dass es Menschen, Elfen, Zwerge und Gnome irgendwie auf die Rückseite von Midgard geschafft hätten oder dass sie auf eine andere Mittelwelt geraten wären, das hätte man schon erklärt gekriegt (vielleicht wäre es bei den Halblingen etwas schwierig geworden). Der einzige Sinn, der mir spontan einfällt gegenüber einer anderen Mittelwelt, ist die Flora und Fauna. Dass Menschen, Elfen und Konsorten durch irgendein Tor gestolpert sind und sich dann breitgemacht haben, schlucke ich ja gern. Aber mit einer gesamten Arche Noah zusammen plus botanischem Weltgarten? Das ist schon aufwändiger. Und dass die Evolution auf einer anderen Welt auch Hunde, Katzen, Mäuse und Ebereschen ... hervorbringt, ist ja eher unwahrscheinlich. Da ist das Modell eine alternativen Historie allemal besser.
  10. Das Lesen ist ja noch das geringste Übel: Ich kann mir so schlecht merken, wie alles zusammenhängt und wo was steht. Wenn ich mir was selbst ausgedacht habe, muss ich kaum in meine Aufzeichnungen gucken und bin viel präsenter beim Spielleitern. Selbst wenn das Selbstausgedachte nicht die Qualität hat, ist die Performance meist besser.
  11. Thema von Nixonian wurde von Eleazar beantwortet in Das Netz
    Wow! Ich klugscheißere gern, dass die Andromedagalaxie das am weitesten von der Erde entfernte Objekt ist, dass man mit bloßen Augen sehen kann. Hat mir mal ein Sternenfotograf erzählt. Aber dass wir sie in solcher Größe sehen könnten, wenn sie heller wäre, habe ich nicht ansatzweise geahnt.
  12. Den Gedanken, dass man darüber nicht diskutieren will. Der ganze Rest ist die Gretchenfrage, über die wir uns schon so oft die Köpfe heißgeredet haben und die wohl so gut wie jeder für sich anders beantwortet. Ich hätte ja bei der Spielwelt einen radikalen Neuansatz (Rückseite von Midgard; andere neue Mittelwelt) für besser gehalten. Wenn schon was anderes, dann eben auch total und mit vollkommen neuer Karte. Dann hätte man die meiste Originalität für sein Geld bekommen. Bezüglich der Regeln wäre ich hingegen gern viel weiter am Original geblieben. So wie die allerersten Überlegungen damals mit @Prados Karwan waren, war es für mich noch okay, hätte aber auch schon weniger sein können. Andere sehen es genau andersrum: Welt weitestgehend behalten und die Regeln sehr frei neu gestalten. Und es gibt alle Positionen dazwischen. Ich glaube ja, zu allen Fragen, wie nun das Ergebnis ist und wie es einen zufrieden stellt, kam ja noch eine ganz andere Sache hinzu. Die grundsätzlichen Äußerungen über den Zusammenhang von Midgard und Damatu als Welt und System wurden ganz am Anfang gemacht und wurden ja mehr oder minder unverändert bis zum heutigen Tag mitgeschleppt. Es war eine These oder Arbeitshypothese, die dann am Ende eine lange Spielentwicklung mitmachen musste. Ob es tatsächlich so ist, dass das Endergebnis die ZIelsetzung vom Anfang bestmöglich beschreibt, kann ja diskutiert werden. Ist aber eben auch müßig. M6 ist, wie es ist. Und M5 war, was es war. Wie nah sich beide schlussendlich stehen - wer soll das "objektiv" beurteilen?
  13. Ich hoffe mal, ich schliddere jetzt nicht sofort in die off-topic-Falle. Ich erinnere mich noch daran, wie mein kleiner Bruder sich die DSA1-Regeln geholt habe und ich darin geblättert habe. Ich meine, da stand bei der Vorstellung der DSA-Orks, die sind "böse". Und ich dachte, wie kindisch und eindimensional ist denn so eine Titulierung. Will sagen: Schon bei M1 hatte ich den Eindruck, die Orks wären nicht als Species mit dem Stempel "böse" gekennzeichnet gewesen. Sondern es hing daran, was sie tun, wenn sie auf Menschen, Elfen und Zwerge treffen. Dazu passt, dass uns unser SL schon zu M2-Zeiten einen Orkstamm untergejubelt hat mit Pilze suchenden Ork-Kindern, mit lustwandelnden Ork-Liebespaar-Spaziergängern und einem durchaus weisen und vernünftigen Ork-Stammeshäuptling. Leider hat der erste Teil unserer Gruppe nicht damit gerechnet und die Figuren wurden als brutale Aggressoren eingebuchtet. Der zweite Teil der Gruppe hat damit zwar auch nicht gerechnet, konnte aber den blutigen Erstkontakt im Wald verschleiern, als ihnen die Augen aufgingen. Es ist also keineswegs zwangsläufig so gewesen, dass man bei Orks selbst in den Kindertagen Midgard, als eindimensionale Pappkameraden auffassen musste. Dass sie also weg mussten, damit man differenziert und moralisch graustufiger spielen kann, sehe ich also nicht.
  14. In dem Strang gab es zum Einen eine meinungsstarke Diskussion dicht am Thema und zum Anderen ein paar (für meinen Geschmack) kleinere Abschweifungen. Was jetzt genau dem Strang im Sinne einer erquicklichen Lektüre mehr geschadet hat, finde ich persönlich gar nicht ausgemacht. Mich hat das vor der Moderation nicht groß gestört und mir fällt es nach der Moderation jetzt aber auch nicht als nennenswert besser auf. Nur so als subjektiver Eindruck. Kein Appell, keine Kritik.
  15. Startet jetzt hier eine Diskussion? Ich halte den Gedanken jedenfalls nicht für ableitbar: Die Unterschiede durch die Abzweigung in der Geschichte vor tausenden von Jahren sind doch in jedem Falle viel größer, als wenn jetzt plötzlich einfach auf der M5-Midgard-Welt die Orks aussterben würden. Daran kann man es wohl definitiv nicht aufhängen. Wenn überhaupt könnte man überlegen, ob insgesamt auf einer Meta-Ebene Designentscheidungen gefällt werden, die unabhängig von einzelnen, kleinen Entscheidungen insgesamt einen großen Unterschied ausmachen. Dann wäre die eigentlich interessante Frage nicht: "Haben wir Orks oder nicht?", sondern "Wollen wir ein Volk wie die Orks haben oder nicht?", "Wollen wir Abenteuer ermöglichen, in denen XY möglich ist oder nicht!" usw. Dass sich Damatu von Midgard erst mal deutlich unterscheidet, ist doch sogar wünschenswert. Sonst hätte man gleich bei Midgard bleiben können, wenn da nur ein paar marginale Dinge geändert wären. - wie zum Beispiel Namen.

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