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<span id='QUOTE'>Zitat von Tyrfing am 11:09 am am Mai 9, 2001

 

 

...Obwohl in unserer Gruppe die erwürfelten Werte ausgetauscht werden dürfen, haben wir durchaus schon Helden mit einer Konstitution von 23 gehabt...

</span>

 

...vergiß nicht die kleinen, fetten Druidinnen mit ST 14 smile.gif

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Hallihallöle allerseits!

 

In meiner Gruppe hatten fast alle Charaktere relativ hohe Werte. Jetzt haben einige Spieler sich jeweils einen neuen Charakter gebastelt - allesamt mit durchschnittlichen, aber auch schlechten Werten.

 

Von daher kann ich zum Abgewöhnen des "Powergaming", das Spielen mit hohen Werten empfehlen. Was die Spannung (vor allem für die Spieler selbst) anbelangt, bleibt die bei "hochwertigen" Gruppen oft auf der Strecke, da PW's fast immer gelingen. Außerdem ist es da für mich als SpL relativ schwierig, realistisch zu wirken - wie soll da überhaupt eine Schwierigkeit aussehen? :bored:

 

Ein anderer Powergaming-Aspekt ist natürlich, wie oben schon angesprochen, das "Jagen" nach EP's, wo z.B. jegliche NSC's zu nichtwiederverwendbaren EP-Boxen mutieren. Vorbeugend gebe ich deshalb in meiner Gruppe prinzipiell keine EP's fürs kämpfen - jedenfalls sage ich dies nicht ;)

 

Was Powergaming im Sinne von Regelfuchserei anbelangt, da kann ich nur sagen, daß das "Buch des Schwertes" nicht umsonst eine rötliche Farbe hat - da fällt es nicht ganz so auf, wenn der SpL diese nutzt, um es entsprechenden Spielern um die Ohren zu hauen ;)

 

Im Ernst: In solchen Fällen haben die entsprechenden Spieler nicht gelernt, daß es halt gewisse Regeln beim Rollenspiel gibt, die in keinem Regelwerk/Kampfteil stehen!

 

Daß "powergaming" ein brisantes Thema ist, beweist dieser Thread. Doch will ich mal kritisch anmerken, daß es eigentlich in den Händen der SpL's liegt, negative Auswirkungen zu vermeiden. Wenn mir also jemand auf einem Con. komisch kommt, dann muß ich nicht mit ihr/ihm spielen bzw. kann meine Bedenken schildern. Ein Abenteuer, was mir nicht gefällt, muß ich auch nicht kaufen.

 

So, dies war's, was mir kurz dazu einfiel.

 

-gruß,

Arbo Moosberg

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Ich würde mal sagen Powergamer sind das Gegenteil von Teamspielern. Sie haben wenig Mut zur Lücke, und ihre Figuren sollen daher als eierlegende Wollmilchsau am Besten das ganze Abenteuer im Alleingang lösen können. Alle Artefakte die gefunden werden sind genau das, was sie immer gesucht haben, alle Spruchrollen finden sich plötzlich in ihrem Gepäck wieder, verbrauchte Pfeile und Trünke werden aus versehen nicht abgestrichen, etc.

Der Powergamer ist glücklich, wenn er am Ende das meiste Geld und die meisten EP abgegriffen hat.

 

Die Figuren von Powergamern sind oft sehr viel schneller so alt, erfahren und gut geworden, wie die von "normalen" Rollenspielern. Aber gute Figuren nerven mich als Spieler oder SL ja gar nicht so sehr. Wenn ich nicht gerade an einem Anflug von Neid leide ist es mir Wurst, warum eine Figur so gut ist, wie sie ist. Ich bin nicht böse, wenn Fertigkeiten klappen, wenn Gegner besiegt und Abenteuer erfolgreich bewältigt werden. Was mich nervt sind bestimmte Spieler, die für ihre Super-Figur immer ne Extrawurst brauchen, die mit mir als SL feilschen, die mir reinreden, die meiner Spielfigur sagen, was sie tun soll, dh, Leute die am Spieltisch schlecht spielen. Das sind oft Powergamer, aber nicht immer. Ich hab schon Leute mit ehrlich ausgewürfelten und gesteigerten Figuren schlecht und nervtötend spielen sehen und ich habe schon offensichtlich zurechtgeschummelte Figuren genossen. Letzenendes kommts drauf an, ob ich mit einem Spieler gerne am Tisch sitze und spiele, nicht so sehr auf seine Figuren......

 

Estepheia

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Also bei uns haben wir das Charakter erschaffen mittlerweile umgedreht:

Erst denkt sich der Spieler unter Mithilfe des SL aus, was für eine Figur er gerne spielen möchte, inklusive Vorgeschichte, Eigenschaften usw.

Dann wird der Charakter laut Regeln gewürfelt und der SL entscheidet, ob noch ein Wurf erlaubt wird, Werte getauscht werden dürfen o.Ä., bis eben in etwa der Charakter entstanden ist.

Das heißt aber NICHT, daß man einfach sagt "ich will einen Kämpfer mit allen Werten 100"!

 

Ich habe in ADD z.B. mit dem SL einen Charakter erschaffen, der Zaubern kann, aber keiner bisher bekannten Magierschule angehört. Mein Charakter muß erst selbst "entdecken", welche matriellen Komponenten, Gesten usw, notwendig sind, um einen Zauber zu wirken. Das ist natürlich ein extremer Nachteil (immerhin weiß er im Voraus nie genau, was passiert und muß erst experimentieren), dafür wurde er z.B. mit mehr "Zauberausdauerpunkten" ausgestattet, d.h. er kann mehr Zaubern, als seinem Grad entspricht.

Wir versuchen einfach immer, einen "ausgewogenen" Charakter zu erschaffen und passen im Laufe des Charakterlebens auch noch die eine oder andere Sache an. Wenn ein Charakter zu schwach ist, kriegt er noch eine Sonderfertigkeit (z.B. Alchemie, Artefakte...), ist er zu stark (z.B. beim Zaubern), so wird der Zugang zu den matriellen Komponenten stark eingeschränkt, der Charakter muß also mit seinen Sprüchen mehr haushalten, als es seinem Grad entspricht.

All das geschieht immer in Absprache zwischen SL und Spieler und uns macht das Spiel so viel mehr Spass.

 

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Da sich hier GH und Estepheia schon gemeldet haben: Ihre Abenteuer spiele (und leite) ich besonders gern, da sich Powergamer kaum einen Vorteil verschaffen können. Bei Myrkdag nutzt ein Kriegermagier mit allen Werten auf 100 und 70 AP gar nix. Bei Hexerjagd oder der steinernen Hand nutzt es kaum.

 

Zu Designer-Charakteren:

Ein Zweischneidiges Schwert. Einerseits ist es wirklich nicht einzusehen, warum man jemanden den Spaß dadurch nehmen soll, weil seine Spielfigur den Vorstellungen zuwider läuft, andererseits schliddert man, wenn man nicht aufpaßt, sehr schnell wieder auf die "alles-auf-100" Chars zu.

 

Wenn jemand ganz fixe Vorstellungen von seinem Char hat (Starker, großer, muskulöser Krieger; schlanke, hochgewachsene zarte Heilerin.....) dann kriegt er den auch (durch Regelbeugung), aber sicher nicht mit 100er Werten. Ein Char mit St und Ge 100 und Bihänder (also 2w6+6 Schaden) zerstört mir, speziell auf niederen Graden, das Spielgleichgewicht. Sollte sowas "natürlich" vorkommen (also durch Würfeln), muß ich mich damit abfinden, daß der alles niedermetzelt, dann wird er sehr schnell als "Überheld" auf ganz Midgard bekannt sein, aber als dauernde Einrichtung für alle Chars? disgust.gif

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Quote:

<span id='QUOTE'>Zitat von Nixonian am 2:49 pm am Mai 10, 2001

 

 

Zu Designer-Charakteren:

Ein Zweischneidiges Schwert. Einerseits ist es wirklich nicht einzusehen, warum man jemanden den Spaß dadurch nehmen soll, weil seine Spielfigur den Vorstellungen zuwider läuft, andererseits schliddert man, wenn man nicht aufpaßt, sehr schnell wieder auf die "alles-auf-100" Chars zu.

 

</span>

 

Das habe ich jetzt nicht verstanden. Zumindest bei dem System aus Midgard-Digest wäre das technisch unmöglich.

 

Mike

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<span id='QUOTE'>Zitat von Nixonian am 3:43 pm am Mai 10, 2001

Zu Mike: Ich kenne die MD nicht, kenne aber viele Gruppen, die sich Hausregel-Designersysteme zurechtgelegt haben, wo dann z.B. 350 Pkte frei verteilt werden.</span>

 

Dann sieht's natürlich anders aus. Beim MD sind grade die 100 Punkte überproportional teuer.

 

Mike

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Hi Leute.

 

Beim Powergaming geht es doch wohl darum, auf alles vorbereitet zu sein. Mir begegnete auf einem Con mal ein Ritter, der für ein paar Tage in einer einsamen Taverne fest sass. Der Char hatte zwar keine 100er Werte, aber knapp darunter. Es hat mich viel mehr gestört, dass in einem friedlichen Landgasthaus dieser Ritter in Vollrüstung im Schankraum sass. Dass er zum schlafen gehen sein Elfenkettenhemd anzog und unter dem Kopfkissen einen magischen Dolch deponierte - und letzteres mir erst mitteilte, als er glaubte die Waffe zu brauchen (dabei wollte nur die Tochter des Wirtes sehen, wie der Ritter unter der Rüstung aussah)

 

Leider war ich an dem Tag nicht so gut drauf, sonst hätte ich den Ritter auf irgend eine spektakuläre und entwürdigende Weise entsorgt.

 

Ich betreibe übrigens auch Powergaming, aber nur in Computer-RPG's. Bei den klassischen Papier-RPG's ist mir Rollenspiel wichtiger.

 

Gruss, Airlag

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Quote:

<span id='QUOTE'>Zitat von Airlag am 10:29 am am Mai 18, 2001

Dass er zum schlafen gehen sein Elfenkettenhemd anzog und unter dem Kopfkissen einen magischen Dolch deponierte - und letzteres mir erst mitteilte, als er glaubte die Waffe zu brauchen </span>

 

Hallo Airlag,

 

ich hätte diesen "Ritter" daran erinnert, daß nur solche Sachen passieren, die dem SL mitgeteilt werden. Auch per zusammengefaltetem Zettel, den er erst später öffnen möge. (Auch als SL kann man, wenn man die Aktionen der NSF plant nicht wirklich vergessen, was einem die SF mitteilten)

 

Der Solche wäre also bei mir _nicht_ unter dem Kissen gewesen.

 

nice dice

Mike Merten

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  • 2 weeks later...

Dieser thread ist genau wie die zwei Lager, von denen das eine sagt, daß Chars über Grad 7 nicht spielbar sind und die anderen sagen, daß sie dann erst interessant werden. Ich finde letzteres, ergo powergamer, aber erst ab etwa Grad 7 können sie doch endlich mal das eine oder andere ordentlich und haben auch eine Lebensgeschichte.

 

Die Werte meiner Söldnerin (St 74, Ge 100, Ko 96, höchster Waffenwert 14+2 und eine Axt +2+1 hat sie auch) kamen mir auf Cons schon ab und an eher peinlich vor.

Dennoch aber hat sie bei einem Con mal nur gerettet, daß der gamesmaster nach Hause mußte, da sie einen Gegner in Platte mit Eineinhalbhändern vor sich hatte, sie wich jedesmal aus und traf jedesmal aber er hat die aps aus ihr rausgeprügelt wie nichts gutes und sie ist nicht durch die Rüstung gekommen.

 

Dann ist sie auch immer mal dabei, von ihrem Liebsten, Or, Zauberkunde zu lernen und Lesen von Zauberschrift kann sie auch.

Ich finde dabei nicht, daß das eine eierlegende Wollmilchsau und ein munchkin wird, sondern, daß es eine folgerichtige Characterentwicklung ist, da es doch vernünftig ist, wenn man wissen möchte, wie man z.B. einen Gegner mit einer grauen Hand einschätzen sollte und, was denn nun in den Fläschchen aus dem Labor drin ist.

 

Das wird ausgeglichen, indem sie sich bei einem PK ihren guten Ruf als Kämpfer verdorben hat, als sie leicht hysterisch reagierte, als sie an einer sich von der Decke lösenden Kette über einem Abgrund mit Lava hing - sie kommt eben aus Fuardain und hat Sb 10, sowas muß man dann auch ausspielen.

Dann noch ein paar Eigenheiten, wie, daß sie gerne Männer abschleppt und sich gerne mit Obst eindeckt und sie hat wirklich Probleme genug mit denen sich kein wahrer munchkin abgeben würde.

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Quote:

<span id='QUOTE'>aber erst ab etwa Grad 7 können sie doch endlich mal das eine oder andere ordentlich und haben auch eine Lebensgeschichte. </span>

komisch, meine Chars haben meist schon nach den ersten 1 oder 2 Abenteuern eine interessante Lebensgeschichte...

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  • 1 month later...

Gruß in die Runde!

Komisch, irgendwie wird Powergaming mit Beschiß beim Würfeln gleichgesetzt. Und selbst, wenn bei der Erschaffung der SL und andere Spieler (letzteres ungern) dabei waren, werden später, wenn der Charakter aufgrund des sog. Powergaming effizient in seinen entsprechenden Eigenschaften und Fähigkeiten gesteigert wurde, wieder Vorwürfe laut, man hätte besch...ummelt. Und das auch, wenn man die Vorwürfe für jeden klar und nachvollziehbar wiederlegen konnte...Sollte da etwa ein klitzekleines bischen Neid in den Anschuldigungen der Ankläger mitschwingen? Nach dem Motto: Warum ist der schon so weit (Fähigkeiten) und ich nicht? Ich rede dabei nicht von dem angesprochenen Nichtabstreichen von Pfeilen oder LP etc., sondern davon, daß ich als sog. Powergamer eventuell auch jedesmal 3 ZEP für einen kleinen Spruch vermerkt habe, was der andere Zauberer elegant vernachlässigt. Nach zehn Mal werden aus den 3 Punkten 30 und ich kann einen neuen, kleinen Spruch lernen. Warum ist der weiter als ich...?

Gut, ich spiele lieber Charaktere mit guten als mit schlechten Werten. Das erhöht meinen Spielspaß. Inwiefern sollte das den Spielspaß von anderen Spielern verringern, die nicht so denken? Letztendlich verschafft mir der Unterschied von  z.B. 10 oder 15 Attributspunkten gar keinen so großen Vorteil gegenüber einem schlechteren Charakter, oder ist ein Angriffsbonus von 1 oder von 2 Spielentscheidend? Alle Spieler, die angaben, mehr Wert auf Rollenspiel als auf Werte zu legen, müßten diesen rieeeeesigen Vorteil doch durch ihr eigenes Rollenspiel wieder mehr als ausgleichen können, oder etwa nicht? Was also ist schlimm an Perfektion, solange sie regelkonform und nicht für die Gruppe störend wirkt?

Kann es manchmal auch sein, daß ein sog. Powergamercharakter sich einfach der Kontrolle des SL entzieht? Und ich spreche hier nicht davon, daß er zu gut wird, denn das dürfte es bei einem normal guten Meister nicht geben, sondern davon, daß der Charakter vielleicht sogar die Fähigkeit des SL überstrapaziert...? So geschehen in der Vergangenheit:

Der damalige SL war bei der Erstellung des Charakters anwesend und vermutlich auch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Von Anfang an war dieser schwarze Hexer ein Machtmensch, wie er im Buche steht, nur darauf versessen, seine magischen Fähigkeiten auszuweiten. Ohne Kompromisse und unterstütz durch überdurchschnittliche Attribute. Dies ging sogar soweit, daß er wegen der Vernachlässigung seiner körperlichen Fähigkeiten sogar auf Grad 5 oder 6 noch beinahe ertrunken wäre, da Schwimmen nie gesteigert bzw. erlernt worden war. Da ich als Spieler mich weit besser mit der Magie auskannte als der SL (der sich fast gar nicht damit auskannte), konnte sich mein Charakter aus zahllosen Situationen retten, in denen der SL den Hexer schon am Ende seines Latein gesehen hatte. Das hatte dann oft den Effekt: Das kann doch nicht sein, das geht nicht mit rechten Dingen zu! Und das führte dann sogar dazu, daß der schwarze Hexer (damals Grad 5-6) plötzlich von einem Hexenjäger Grad 12 gejagt wurde, bevor der SL sich dann doch noch entschied, zur "Gerechtigkei" zurückzukehren.

 

Tja, vermutlich war das jetzt ein eher persönlich angehauchtes Statement, daß übrigens direkten Bezug nahm auf eine Äußerung von Kane (dem damaligen SL), es habe mal eine Figur mit Überwerten usw. usw. gegeben (Rubrik: Despoten in der Gruppe o.ä.) Mitlerweile spielen wir auch wieder zusammen Midgard. ;-)

 

Also, nehmt nicht alles ernst aber auch nicht alles auf die leichte Schulter,

 

Euer -im Rollenspiel nicht ganz so netter-

 

Connor

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@Connor

 

Es gibt noch gewisse Unterschiede zwischen der Spielweise, die du beschreibst, und Powergamern. Powergamer müssen nicht unbedingt bescheissen, sie nutzen oft Lücken im Regelwerk um sich stärker zu machen als ein 'normaler' Charakter es werden könnte.

Als Beispiele möchte ich hier nur zwei Kombinationen anführen:

 

Der Ritter in Volldose (RS 6) bewaffnet mit zwei magischen Dolchen +1 und Schadensbonus durch Stärke und Geschick von +4 (wir wollen ja nicht übertreiben) greift mit beidhändigem Kampf ohne Mali (wegen Dolch) zweimal pro Runde an, möglichst noch geziehlt mit einem Waffenskill von +18. Problem: Kein Ritter in Vollrüstung würde je auf den Gedanken kommen, mit solchen Gemüsemessern in den Kampf zu ziehen.

 

Der Ma/Hx/PRI, der Binden/Weihen lernt um Sprüche mit Zauberdauer länger als 1Sekunde in Artefakte zu binden um so diesen Nachteil zu beseitigen.

Stell die vor, du müsstest gegen so einen Priester kämpfen, der mal eben am Ende einer Kampfrunde durch eine einfache freie Handlung im Kampf einmal 'Heilen von Wunden' und einmal 'Heilen schwerer Wunden' auf sich zaubert. Oder ein dunkler Druide, der als nette Überraschung mit seinem Stab ein paar Bäume antippt und dich mit 6 Baumkämpfern konfrontiert.

Das ist - streng nach Regeln - erlaubt. Man braucht nur einen gutmütigen Master.

 

Nur: wenn ein SC so mächtig ist, dann muss man ihm über kurz oder lang etwas ebenbürtiges entgegen stellen. Charaktere, die diese Effektivität nicht erreichen sind da ganz schnell tot. Deshalb mindert das Powergaming eines Spielers den Spielspass der anderen in der Gruppe.

 

Gruss, Airlag.

 

P.S. Die Zauberdauer über Artefakte auf 1 Sekunde zu drücken habe ich selbst schonmal angedacht. Aber zum einen wird das keiner der Master in unserer Gruppe zulassen, zum anderen war keiner meiner Charaktere je hochstufig genug um Binden oder Weihen zu lernen. Sie sind alle früher gestorben.

 

 

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angryfire.gif einspruch euer ehren!

auch auf die gefahr, dass in diesem thread alte wunden wieder aufgerissen werden, muss doch noch einiges von connors aussagen relativiert und von einem anderen blickwinkel beleuchtet werden. wen's nicht interessiert: schnell das lesen abbrechen!

 

nono.gif dem besagten hexer wurde deshalb (und nach langer, langer zeit vielfachen diskutierens, umstruktierens der figur, der regeln...) der "garaus gemacht", weil er das soziale gruppengefüge in jeglicher hinsicht sprengte. in unserer damaligen gruppe wurde stets hoher wert auf das rollenspielen und auf das zusammenarbeiten der gruppe gelegt. das war de facto hinterher nicht mehr möglich. fast bei jeder nachbesprechung wurde festgestellt, dass in der 5-köpfigen gruppe die spielanteile ca. 50 zu 50 standen. 50% für die besagte einzelne figur, die restlichen 50% konnten sich die anderen teilen. dies mag auch im begriff powergaming enthalten sein.

wir definieren das rollenspiel in einer gruppe nach wie vor dadurch, dass sich die gruppe ergänzen sollte, d.h. schwierige situationen durch die kombination vieler fähigkeiten verschiedener charaktere und nicht durch eine figur alleine. das schlimmste war noch, dass diese spielweise begründet werden konnte: der charakter handelt nur figurentypisch.

(es könnte ein thread eröffnet werden: sind schwarze hexer in einer gruppe spielbar?)

die ganze entwicklung der figur aufzurollen sprengte diesen artikel hier mit sicherheit also nur noch ein paar zeilen.

nono.gif der sl kannte sich nicht "fast gar nicht aus", sondern hatte lediglich die sprüche nicht für JEDE mögliche sitaution vorher durchdacht und dann des öfteren spontan anders entschieden, als es dem spieler gefiel (folge: hitzige debatten, störende diskussionen).

nono.gif der schwarze hexer war zu dem zeitpunkt, als der verzweifelte versuch ihn durch einen hexenjäger zu vertreiben/bekehren bereits ein oder zweimal gestorben und wieder auferstanden. vielleicht war der übermächtige hexenjäger auch nur ein signal???

so, nun hoffe ich, dass der schorf weiter wachsen kann und die wunde irgendwann einmal vernarbt ist.

sad.gif nahe dem ende seiner kräfte... sad.gif aber hoffend, dass diese rein "sachliche" problematik des rp eher zu beer.gif führt als zu :sfight:

 

 

 

 

 

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<span id='QUOTE'>Zitat von Estepheia Lamaranea am 10:09 am am Mai 10, 2001

Ich würde mal sagen Powergamer sind das Gegenteil von Teamspielern. Sie haben wenig Mut zur Lücke, und ihre Figuren sollen daher als eierlegende Wollmilchsau am Besten das ganze Abenteuer im Alleingang lösen können. Alle Artefakte die gefunden werden sind genau das, was sie immer gesucht haben, alle Spruchrollen finden sich plötzlich in ihrem Gepäck wieder, verbrauchte Pfeile und Trünke werden aus versehen nicht abgestrichen, etc.

Der Powergamer ist glücklich, wenn er am Ende das meiste Geld und die meisten EP abgegriffen hat.

 

Die Figuren von Powergamern sind oft sehr viel schneller so alt, erfahren und gut geworden, wie die von "normalen" Rollenspielern. Aber gute Figuren nerven mich als Spieler oder SL ja gar nicht so sehr. Wenn ich nicht gerade an einem Anflug von Neid leide ist es mir Wurst, warum eine Figur so gut ist, wie sie ist. Ich bin nicht böse, wenn Fertigkeiten klappen, wenn Gegner besiegt und Abenteuer erfolgreich bewältigt werden. Was mich nervt sind bestimmte Spieler, die für ihre Super-Figur immer ne Extrawurst brauchen, die mit mir als SL feilschen, die mir reinreden, die meiner Spielfigur sagen, was sie tun soll, dh, Leute die am Spieltisch schlecht spielen. Das sind oft Powergamer, aber nicht immer. Ich hab schon Leute mit ehrlich ausgewürfelten und gesteigerten Figuren schlecht und nervtötend spielen sehen und ich habe schon offensichtlich zurechtgeschummelte Figuren genossen. Letzenendes kommts drauf an, ob ich mit einem Spieler gerne am Tisch sitze und spiele, nicht so sehr auf seine Figuren......

 

Estepheia

</span>

 

@Estepheia

Hier möchte Ich gerne unterschreiben...mit dem Zusatz:

 

Ein richtiger Powergamer mit der "eierlegenden Wollmilchsau" ist nur dann richtig glücklich, wenn der "Rest" der Gruppe normal ist, so dass die Figur sich richtig davon abhebt.

 

Es scheint, Wir haben zumindest einen gemeinsamen Bekannten. Möchte dein Bekannter auch am liebsten den "Waldläufer-Ninja-Erzmagier" spielen?

ninja.gif

 

 

 

pfiade.gif

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Gruß Kane!

 

Richtig, diese alten Geschichten wieder völlig aufzugreifen würde vermutlich die Gedult der anderen Leser und auch das Thema sprengen...  Aber dennoch ist er nur 1x (wie auch einige wenige andere Chars) angel.gif und wieder zurückgekehrt. Und hatte dabei sogar noch eine (eh zu mächtige) Fähigkeit verloren. Wie auch immer: Deine Ausführungen zeigen, daß wir wohl beide z.T. Recht haben... Wann also :beer:?

 

Connor

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ähm, beim nächsten treffen? kleiner tipp unter vier augen, unser gechatte hier nennt man off-topic und das wird nich soooo gerne gesehen, weil hier nur artikel mit vieeeeel substanz hingehören (angeblich), also lass uns den messenger für sowas nutzen...

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Irgendwie, wenn ich mir die Beiträge hier so durchlese komme ich ztu der Meinung, dass Powergaming Gruppenabhängig ist. Dinge die in einer Gruppe üblich sind können bei anderen als Powergaming angesehen weren. So bin ich z.B. auf Cons auf Charaktere getroffen bei denen die LP pro Grad anstiegen. Etwas, das in den gruppen normal war, aber ich als Powergaming angesehen habe.

 

Viele Grüße

hj

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Also ich habe mit Powergamern JAHRELANG gespielt und durfte JEDE SITZUNG ca 1-2 neue CHARS ausfüllen, das hat MIR keinen Spaß gemacht, da ich eher der ROLLENSPIELER bin und nicht der der auf HACK&SLAY steht.

 

Nun habe ich eine Gruppe in der ich auch selbst leiten kann und ich muss sagen wir haben ne menge Spaß auch wenn wir am abend vielleicht nur einen, oder auch mal gar keinen Kampf haben.

Denn so macht es doch viel mehr Spaß, wenn ein Wort das andere gibt!!!

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Wasser auf Nellys Mühlen:

 

Mir macht es als Spielleiter am meisten Spaß, wenn ich mich bequem zurücklehnen kann, weil die Gruppe wie wild das weitere Vorgehen diskutiert. Ob überhaupt und ob das wohl nur eine Ablenkung ist ...

 

Mit Spielern, die versuchen ihre Figur mit all ihren Ecken, Kanten, Wünschen, Ängsten zu spielen, geht das gut. Aber auch mit Powergamern?

 

nice dice

Mike Merten

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@Mike: ich beschreibe dir mal eine Situation einer der ersten Endkämpfe die ich mitgespielt hatte:

 

Die Charaktere, durchweg so auf der 7-10 Stufe (ad&d System), noch nie zuvor in ihrem Leben hatten sie einen Tanari gesehen.

Alle anderen sind gleich FURCHTLOS in den KAMPF gestürmt, während mein Charakter ein JUNGER KRIEGER sich erst einmal geschockt in die Ecke zurückzog.

Er saß da und zitterte am ganzen leib, und wusste das dies sein LETZTER KAMPF sein würde, niemals hatten die CHARS eine CHANCE gegen diesen DÄMONENPRINZEN!!!

 

Nach ungefähr fünf Minuten, der fünften Runde also beschloss er sich, in den Kampf mit einzugreifen, da er sah das die anderen mittlerweile UM IHR LEBEN kämpften, anstatt irgendwas auszurichten.

So stürmte er sich waghalsig in den Kampf und überlebte keine 6 Runden.

Am Schluß gingen von 9 Charakteren 2 Lebend hinaus.

Der Rest lag in Stücken gerissen am Boden.

 

Das war das Ergebniss unseres Spielleiters der von Anfang an sagte, ihr müsst gar nicht erst einen Ritter oder Paladin spielen, der geht sowiso drauf.

Und wenn man ihn fragte was für ein Ziel hast du mit deiner Gruppe?

Dann antwortete er:

 

"SIE ZU TÖTEN"

 

Das war der Grund weshalb ich mich persönlich von dieser GRUPPE getrennt habe!!!

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@Nelly:

Die Gruppe hätte ich auch schnell verlassen.

Das ist ja als SL-Einstellung indiskutabel.

 

Generell hat Hj wohl recht, das es unterschiedliche

Auffassung zum Thema Powergaming gibt.

 

Leider ist es ja auch oft der Fall, das einige SL

sowas unterstützen und z. B. dann Abenteuer so auslegen,

das einer der Held ist und der Rest der Gruppe, darf

quasi Schild und Schwert halten und vielleicht noch den

einen oder anderen guten Tipp geben.

Wenn man als Gruppe spielt, und das ist und soll beim

Rollenspiel ja idealerweise der Fall sein, dann muß die

Gruppe auch zusammen spielen. Und da kann es dann nicht

angehen, das einige den anderen vorschreiben, wie sie zu

spielen bzw. was sie zu tun und zu lassen haben.

Außerdem sollte es keine Mitglieder in der Gruppe geben,

die alleine durch Werte und der dadurch entstehenden

Spielweise alle anderen an die Wand drücken.

Generell ist vielleicht hier der SL gefragt, der solches

Verhalten unterbinden sollte. Diesem sollte ja an einer

ausgewogenen Spielrunde gelegen sein.

 

Wenn ich SL auf Cons mache, erkundige ich mich erst einmal

was so für Spielweisen vertreten sind und gebe bei Abweichungen

meine bekannt. Charakterbögen werden gut studiert und

Besonderheiten zugelassen oder für das Abenteuer gestrichen.

Sollte mir dann so ein geltungssüchtiger Mensch auf andere

Weise auffallen, werde ich entsprechend reagieren.

Am besten sind dann immer Situationen, wo sich ein solcher

Mensch erstmal kräftig der Lächerlichkeit preisgeben kann. biggrin.gif

Meist ist dann schon Ruhe in der Gruppe...

 

Ansonsten gilt die Devise:

Extreme Situationen erfordern extreme Maßnahmen!

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Ja in meiner neuen Gruppe fühle ich mich PUDELWOHL, hier die Konstelation:

 

ein ZWERGENDIEB

ein HALBLINGDIEB

ein MENSCHLICHER MAGIER/DIEB

ein HALB MEERELFISCHER ISTISHIAPRIST

ein MENSCH MAGIER

 

und ich eine GOLDELVEN ELVENKNIGH OF CORELLON

 

TJA DAS PASST NATÜRLICH...die Gruppe besteht dreiviertels aus DIEBEN und ich spiele nen Ritter.

Aber egal, sie vermutet zwar mittlerweile das sie alle Diebe sind, kann ihnen aber nichts nachweisen.

Und da Corellon CHAOTISCH GUT IST, und sie somit auch, heißt das nicht zwingendermaßen das ich sie dann der Gerichtsbarkeit übergeben muss, auserdem sind wir mittlerweile so dermaßen zusammengeschweißt das ich das, wohl  übersehen würde.

 

Und vorallem die AUSREDEN von denen und das Auftreten, "SIE DARF ES NUR NICHT ERFAHREN, das ist so genial das wir mehr am LACHEN alles andere sind.

Der Halbling ist eh der Hammer, wenn er mal beim Taschendiebstahl erwischt wird, da bringt der Bolzen wie:

 

"NE NE DAS HAB ICH NICHT GESTOHLEN, DAS HAB ICH GEFUNDEN BEVOR DU ES VERLOREN HAST"

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Das Thema Powergamer ist in der Tat nicht erschöpfend. Wir haben in unserer Gruppe einen bis zwei (meiner Meinung nach) dieser Charaktertypen. Und es ist tatsächlich immer wieder beeindruckend anzuschauen, wie diese Leute ihre Helden steigern:

Hmm, wenn ich beidhändigen Kampf auf -3 steigere, ist meine Chance zu treffen genauso groß wie wenn ich mein Langschwert auf +11 steigere;allerdings ist das Langschwert billiger!

Oder an anderer Stelle, wenn derjenige Meister ist:

Ihr findet ein reich geschmücktes und verziertes Kurzschwert.

Das an sich ist ja nicht schlimm, aber wenn der Meister der einzige ist, der damit was anfangen kann, macht derjenige sich schon etwas unglaubwürdig, oder?

 

Na ja, ich habe mich entschlossen, parallel noch eine andere Guppe zu leiten, ich hoffe, da wird das ganze untebunden.

Ich bin jemand, der viel Wert auf Rollenspiel legt, keine Frage, ein deftiger Kampf zwischendurch ist auch mal was. Aber mir macht es wesentlich mehr Spaß, wenn die Figuren neben ihren vielen Stärken auch mal eine kleine oder größere Schwäche zeigen. Denn wir sind ja alle nur Menschen ;-)

 

Gruß Miroslav

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