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Sozialer Angriff - zusätzliche Optionen

Hervorgehobene Antworten

GRW, S. 187 führt den Sozialen Angriff als Kampfaktion ein. Grundsätzlich finde ich diese Aktion gut.

Beim Lesen bin ich aber darüber gestolpert, dass "nur" auf aggressive Varianten eingegangen wird: ablenken, einschüchtern, demoralisieren, provozieren und verwirren.

Mir fehlt da eine "friedlichere" Option für das Gespräch mitten im Kampfgetümmel. Nämlich eine, bei der auf "Überzeugen" gewürfelt werden kann oder auf "Feilschen".

Ich denke dabei an folgende Beispiele, in denen man die Gegner über weitere Gegebenheiten informiert, z.B. über

  • bald eintreffende Verstärkung: "Hinter der Tür stehen noch drei Leute, die kommen gleich auch noch hier rein. Dann sind wir doppelt so viele wie ihr."

  • "Wenn ihr jetzt aufgebt, lassen wir euch am Leben. Bis jetzt habt ihr niemanden ernsthaft verletzt. Geht und kommt nie wieder. Das ist ein einmaliges Angebot."

  • "Der Kerl, den ihr sucht, ist vor einer Stunde aufgebrochen. Wir haben nichts mit ihm zu tun."

  • "Ich geb euch 10 SS, wenn ihr jetzt einfach verschwindet." Das wäre Feilschen.

  • "Ihr seid hier falsch. Wir sind nicht die Volksfront von Judäa, sondern die judiäische Volksfront."

Würdet ihr solcherlei Händel mitten im Kampf auch als Sozialen Kampf zulassen?

Ich würde ja immer alles zulassen, wenn es Sinn ergibt, auch die sozialen Händel. Ich mag deine Beispiele, und würde hier nach Gegner und Situationen Vorteil oder Nachteil veranschlagen.

Vor 7 Minuten, Wyndor schrieb:

Ich würde ja immer alles zulassen, wenn es Sinn ergibt, auch die sozialen Händel. Ich mag deine Beispiele, und würde hier nach Gegner und Situationen Vorteil oder Nachteil veranschlagen.

Bei etwas abgedrehteren, ausgefallenen Ideen würde ich es eher über die Verhandlungsregeln abhandeln.

  • Ersteller
Vor 2 Minuten, KoschKosch schrieb:

Bei etwas abgedrehteren, ausgefallenen Ideen würde ich es eher über die Verhandlungsregeln abhandeln.

Das findet dann nicht mehr mitten im Kampfgetümmel statt. Sondern erst, wenn diese unterbrochen werden. Aber als Anschluß an die verbalen Hinweise mitten im Kampf würde ich das auch so praktizieren.

2 Stunden her, Hornack Lingess schrieb:

GRW, S. 187 führt den Sozialen Angriff als Kampfaktion ein. Grundsätzlich finde ich diese Aktion gut.

Beim Lesen bin ich aber darüber gestolpert, dass "nur" auf aggressive Varianten eingegangen wird: ablenken, einschüchtern, demoralisieren, provozieren und verwirren.

Mir fehlt da eine "friedlichere" Option für das Gespräch mitten im Kampfgetümmel. Nämlich eine, bei der auf "Überzeugen" gewürfelt werden kann oder auf "Feilschen".

Ich denke dabei an folgende Beispiele, in denen man die Gegner über weitere Gegebenheiten informiert, z.B. über

  • bald eintreffende Verstärkung: "Hinter der Tür stehen noch drei Leute, die kommen gleich auch noch hier rein. Dann sind wir doppelt so viele wie ihr."

  • "Wenn ihr jetzt aufgebt, lassen wir euch am Leben. Bis jetzt habt ihr niemanden ernsthaft verletzt. Geht und kommt nie wieder. Das ist ein einmaliges Angebot."

  • "Der Kerl, den ihr sucht, ist vor einer Stunde aufgebrochen. Wir haben nichts mit ihm zu tun."

  • "Ich geb euch 10 SS, wenn ihr jetzt einfach verschwindet." Das wäre Feilschen.

  • "Ihr seid hier falsch. Wir sind nicht die Volksfront von Judäa, sondern die judiäische Volksfront."

Würdet ihr solcherlei Händel mitten im Kampf auch als Sozialen Kampf zulassen?

Ich mache nun etwas, das ich noch niemals vorher getan habe: Ich antworte auf eine Regelfrage, ohne die Regeln zu kennen. Ich antworte allerdings nicht auf Regelgrundlage, sondern auf Ebene der Kommunikationstheorie und hoffe, dass es nützlich ist.

Meiner Meinung nach lassen sich die genannten Aussagen in die (wahrscheinlich) vom Regelwerk genannten Bereiche einordnen:

  • Verstärkung: demoralisieren

  • einmaliges Angebot zum Überleben: je nach aktueller Situation entweder einschüchtern, demoralisieren oder, bei völliger Unterlegenheit, verwirren

  • gesuchter Kerl ist weg: ablenken bzw. verwirren

  • 10 SS: ablenken

  • Volksfront: verwirren

Falls ich mit meinem Beitrag völlig abseits vom Thema gelandet sein sollte, blende ihn bitte aus.

  • Ersteller

@Prados Karwan Danke für die Hinweise. Du hast da auch bei vielem einen Punkt. Ich denke, dass es bei vielen meiner Beispiele auch auf den Tonfall ankäme, mit dem das "Angebot" rüber gebracht wird. Ich kann denselben Satz auf verschiedene Art und Weise aussprechen, um unterschiedliche Effekte zu erzielen, z.B. einschüchternd, aber eben auch als ehrliches Angebot.

Mit der Zuteilung von einem Bestechungsangebot wie "Ihr bekommt 10 SS, wenn ihr aufhört zu kämpfen." zu "ablenken" werde ich so nicht glücklich. "Ablenken" wäre für mich, wenn das Angebot nicht ernst gemeint wäre und/oder nur versucht wird, den Gegner zu schwächen.

Ich hätte aber gern die Möglichkeit durch einen Sozialen Angriff eine Kampfhandlung in eine Verhandlung überzuleiten. Aber vielleicht ist das wirklich mitten im Kampfgetümmel zu viel verlangt?

Muss man das denn pauschal regeln? Warum nicht situativ? Ich kann mir zahlreiche Situationen vorstellen, wann das sinnvoll greifen kann.

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