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Hervorgehobene Antworten

Tod in Agura, Teil der Jenseits der Spiegel Kampagne und erstes Solo-Abenteuer von Midgard. Gerade Letzteres hat mich inspiriert, hier mal wieder einen kleinen Bericht zu posten. Ich halte es erst einmal allgemein und werde hier keine Spoiler erwähnen.

Zum Zeitpunkt des Spielens hatte ich noch nichts vom Rest der Kampagne gelesen und mit 3 geleiteten und einem gespielten Abenteuer (plus dem sporadischen Blättern im entsprechenden Quellenbuch) nur mäßige Küstenstaaten Erfahrung. Ich habe auch noch nie in anderen Systemen Solo-Abenteuer gespielt. Gerade deswegen hat mich das kleine Abenteuer auch gereizt. So kann ich ja in der Theorie sämtliche Verantwortung ans Schriftstück abgeben und muss mich nicht groß vorbereiten. Ein wenig enttäuscht war ich im Vorfeld, von der Tatsache, dass wir einen vorgefertigten Charakter spielen und nicht einen eigenen. Diese Enttäuschung verschwand aber schnell (auch dank der wirklich schönen Impressionen des zu spielenden Valmon Eldoro de Mantega in den einleitenden Texten) und scheint im Nachgang sinnig sowohl für die Handlung als auch den Kanon der Kampagne.

Die Qualität insgesamt ist der gewohnt extrem hohe DDD Standard. Rein technisch ist das Abenteuer gut umgesetzt und hat mich vom Konzept Solo-Abenteuer für Midgard überzeugt. Da zum Zeitpunkt des Spielens noch keine Printversion existierte, habe ich es mit der bearbeitbaren PDF durchgespielt und war voll zufrieden. Es ist alles mit Markierungen verlinkt und man kommt ohne jedes Manko immer genau dahin, wo man im Text sein muss, ohne aus Versehen mal etwas Falsches zu lesen. Nur für LP/AP und mein Inventar hatte ich einen winzigen Notizzettel. Die freischaltbaren Dinge, die getrackt werden müssen, sind sehr natürlich, immer gut verlinkt, und das Abenteuer nimmt einen gut dabei an die Hand, was man machen kann und schon gemacht hat. Dabei sind einzelne Handlungsoptionen mit Sprungmarkern markiert (markiere das erste Mal, wenn du hier bist, diese Box und springe deswegen woanders hin im Text, wenn du wiederkommst), was auch das Wiederholen von Handlungen größtenteils interessant macht. So habe ich am Anfang, mit etwas Pause, dreimal einen wichtigen Charakter aufgesucht (die gleiche Handlung meinem Spielleiter dem Buch verkündet) und jedes Mal ist etwas anderes passiert. Das ist für mich richtig gutes Design und das Ganze fühlt sich lebendig an und nicht nur wie ein Abarbeiten von Optionen.

Für EW und PW verlässt sich das Buch ganz auf uns. Der Charakter, der uns an die Hand gegeben wurde, fühlt sich gut ausbalanciert für seine ihm bevorstehende Herausforderung an. Nicht jeder Wurf wird ein Erfolg, manche Texte darf man entsprechend nicht lesen. Trotz wirklich teilweise unterdurchschnittlichem Würfelglücks hat mich das Spiel aber nicht ausgeschlossen. Wie im "echten" Rollenspiel. Es bleiben halt genug Möglichkeiten, die Geschichte voranzubringen. Die einzige Ausnahme von dieser Regel war für mich der letzte große soziale Schauplatz. Dort fand ich mich wiederholt das Gleiche tun, da ich sonst keine Möglichkeit hatte, die Handlung voranzubringen oder den Ort überhaupt zu verlassen, was mir etwas seltsam schien. Insgesamt war das aber nur ein kleines und vor allem das einzige Defizit.

Inhaltlich war die Geschichte für die +-3 Stunden, die ich mit ihr verbracht habe, voll in Ordnung. Es gab viele nette Charaktere, die alle insofern lebendig wirkten, als dass sie alle eine glaubhafte und klare Agenda hatten, nach der sie handelten, gleichwohl es in Teilen unsere Aufgabe war, sie herauszufinden. Das Ende lässt eine große Entscheidung dem Spieler frei. Ich bin gespannt, ob beide Enden im Kanon der Kampagne konform sind, oder es so etwas wie ein wahres Ende geben wird (Ich hoffe ja nicht). Die Handlung war für ihren detektivischen Charakter simpel, da muss man keinen Sherlock Holmes erwarten. Sie war aber befriedigend, und wirkte einfach richtig schön rund.

Mich würde interessieren, was Ihr von dem Abenteuer haltet. Hat das Konzept Solo-Abenteuer einen Platz, der weiter ausgebaut werden sollte? Ich finde auf jeden Fall ja.

(Ich hoffe, dieser Post ist ok, da gerade mal die Mails herausgegangen sind und noch nichts final gedruckt wurde, sich also vielleicht noch Dinge ändern.)

Ich habe das Abenteuer gestern ebenfalls in ca. 3h gespielt und hatte viel Spaß dabei. Außer Abenteuer-Spielbüchern als Kind ("wenn du x tun willst, blättere zu Seite y") hatte ich bisher keine Erfahrung mit Solo-Abenteuern. Das Konzept hat für mich sehr gut funktioniert. Zwischendurch hat es mich auch dazu gebracht, mal wieder ein paar Regeln nachzulesen (ich hatte z.B. noch nie einen Charakter, der Fechten konnte), weil ich im Kampf nicht schummeln wollte (man spielt ja dann den Kampf als SL und SP selbst aus).

Zwischendurch hatte ich so ein, zwei Mal das Gefühl, dass ich das Abenteuer gleich ein zweites Mal spielen kann, weil mein Charakter nicht überlebt. lol Die Würfel waren aber auch wirklich gegen mich - die 1er fielen für meinen Charakter, die 20er für die Gegenseite. Mit dem selben Würfel!! In einem "echten" Abenteuer hätte ich zwischendurch nach Heilmöglichkeiten gesucht - die gab es (außer einem Heiltrank auf dem Charakterbogen) nicht. Ich habe es aber doch geschafft, zu überleben - dank etwas gnädiger werdender Würfel und einer vermutlich klugen Entscheidung im Spiel.

Als jemand, die natürlich eigentlich gerne jeder Spur nachgehen und alles wissen will, habe ich mir hinterher natürlich noch die Teile durchgelesen, die ich nicht freigespielt hatte und kann sagen, es gibt tatsächlich immer wieder unterschiedliche Möglichkeiten, zur Lösung zu kommen bzw. das Spiel verändert sich und reagiert (natürlich in einem gewissen Rahmen) auf eigene Entscheidungen. Finde ich gut gemacht! Gerne mehr von sowas!

Wie das Abenteuer in die Kampagne passt, kann ich noch natürlich noch nicht beurteilen - ich habe die bisher verschickten pdfs noch nicht gelesen, da ich Abenteuer immer erst lese, bevor ich sie leite (oder nachdem ich sie selbst gespielt habe oder wenn ich mir sicher bin, dass ich sie nicht spielen werde). Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es einen Teil der Kampagne gibt, den ich mir trotzdem schon anschauen kann.

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