Zu Inhalt springen

Würfeln oder spielen?

Hervorgehobene Antworten

Die SL-Willkür kann ja ins Positive oder Negative gehen.

Mir gefällts weit besser, die SL sagt häufiger auch mal: Lass Würfel rollen&entscheiden, als das sie einfach nur meint:

Nö, klappt (leider) nicht -bzw.- Super, dargestellt/gelegt, das wink ich durch

Und nein, damit mein ich nicht ein Würfeln auf Klettern für ein altes Land Apfelbäumchen, aber bspw.nen bodennah astfreier älterer Eukalytphus ohne Steigeisen ;-)

Bearbeitet ( von seamus)

Vor 33 Minuten, Stephan schrieb:

Andere Spielrunden mögen das so handhaben. Die, in denen ich als SL oder Spieler dabei waren, haben das jedenfalls anders geregelt.

Die Angst vor der Spielleiterwillkür bleibt mir unverständlich. Vorgestern sind die Spielfiguren z.B. recht rustikal aber doch eher schlecht geplant gegen Furunkel vorgegangen. Da musste ich auch ganz willkürlich (das heißt nach verantwortungsvollem Ermessen) entscheiden, wie Furunkel darauf reagiert.

Ehrlich, Spieler, die sich vor der Willkür des Spielleiters fürchten, die tun mir leid. Sie leiden entweder unter übertriebener Paranoia oder erleben häufig schlechte Spielleiter. Meine Spieler vertrauen (soweit ich das beurteilen kann) darauf, dass ich die mir übertragene Gestaltungsmacht verantwortungsvoll einsetze.

Es geht ja eher um Extremfallbetrachtungen.

Um beim Beispiel Beredsamkeit zu bleiben: wenn ich die Fertigkeit gelernt habe, dann möchte ich darauf auch würfeln dürfen. Allein um eine Chance auf Praxispunkte zu haben.

Auf der anderen Seite hat vielleicht eine andere Figur Beredsamkeit oder eine andere passende Fertigkeit nicht gelernt. Vielleicht handelt es sich um einen Barbaren aus dem hintersten Winkel Midgards. Aber weil der Spieler so eloquent ist, kommt er vielleicht überall zu Erfolgserlebnissen, was seine Argumente angeht, während der introvertierte Spieler des weltgewandten Glücksritters aus den Küstenstaaten dauernd vor Wände läuft.

Wie bildest du so etwas als Spielleiter ab?

Vor 15 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Irgendwie witzig, dass ihr euch die Köpfe so heiß redet. Dabei beantwortet ihr alle hier die Ausgangsfrage "Würfeln oder spielen?" mit "beides". So weit könnt ihr also eigentlich gar nicht auseinander sein!

Du hast absolut recht. Schriftliche Kommunikation ist einfach so beschränkt, dass man oft aneinander vorbei redet. Ich habe zum Beispiel mit Adjana, die Stephans letzten Beitrag geliked hat, schon ein paar Male am Tisch gesessen und das Gefühl gehabt, dass es spielerisch ganz gut passt.

1 hour ago, Akeem al Harun said:

Es geht ja eher um Extremfallbetrachtungen.

Um beim Beispiel Beredsamkeit zu bleiben: wenn ich die Fertigkeit gelernt habe, dann möchte ich darauf auch würfeln dürfen. Allein um eine Chance auf Praxispunkte zu haben.

Auf der anderen Seite hat vielleicht eine andere Figur Beredsamkeit oder eine andere passende Fertigkeit nicht gelernt. Vielleicht handelt es sich um einen Barbaren aus dem hintersten Winkel Midgards. Aber weil der Spieler so eloquent ist, kommt er vielleicht überall zu Erfolgserlebnissen, was seine Argumente angeht, während der introvertierte Spieler des weltgewandten Glücksritters aus den Küstenstaaten dauernd vor Wände läuft.

Wie bildest du so etwas als Spielleiter ab?

Ich habe mich bisher eigentlich auf das ganz normale Geschehen am Spieltisch bezogen. daher ist mir nicht klar, was du mit Extrembeispiel meinst.

Die Regel mit den Praxispunkten halte ich sowieso für grottenschlecht. Dass die diese Diskussion beeinflusst, sehe ich da als weiteren Beweis.

Dass sich niemand ohne einen Grund von etwas überzeugen lässt, ist für mich keine Option. Da bin ich stur. Und wenn der Grund so überzeugend ist, dass ich aufs Würfeln verzichten würde, willst du dann wirklich die Gefahr des Scheiterns auf dich nehmen, nur um die Chance auf einen Praxispunkt zu haben?

Als SL versuche ich auf die Spieler einzugehen. Mit einem eloquenten Spieler würde ich die Diskussion mit der Wache möglicherweise in direkter Rede ausspielen (wenn ich den Eindruck habe, dass es uns nicht zu sehr aufhält). Mit einem eher zurückhaltenden Spieler wäre das vermutlich eher in indirekter Rede und ich würde ihn halt gezielt darauf ansprechen:

"Die Wache sagt dir, dass der Laird nicht gestört werden möchte und du morgen wieder kommen sollst. Was sagst du?".

Wenn der Spieler dann z.B. antwortet: "Ich erzähle der Wache, dass ich von einem Anschlagsplan gegen den Laird erfahren habe.",

so würde ich vielleicht antworten: "Da du Beredsamkeit gelernt hast, ist dir klar, dass so eine allgemeine Aussage, die Wache vermutlich nicht überzeugt. Welche Details über den Plan gibst du ihr gegenüber denn preis?"

...

Trotzdem stimme ich zu, dass der eloquente Spieler vermutlich mehr aus der Situation herausholen kann. Ich würde nämlich unter Umständen in die Antworten der Wache im wörtlich ausgespielten Gespräch noch Hinweise unterbringen (so es denn einigermaßen plausibel ist), die dem Abenteurer helfen können, selbst wenn er die Wache nicht überzeugen kann.

Letztlich ist Rollenspiel ein kommunikatives Spiel. Sich darüber zu erregen, dass kommunikative Fähigkeiten einem hier Vorteile bringen, halte ich für so sinnvoll, wie wenn ich mich als völliges Zeichen-Untalent darüber aufrege, dass ich bei Activity mit den Malaufgaben so wenig anfangen kann.

2 hours ago, seamus said:

Die SL-Willkür kann ja ins Positive oder Negative gehen.

Mir gefällts weit besser, die SL sagt häufiger auch mal: Lass Würfel rollen&entscheiden, als das sie einfach nur meint:

Nö, klappt (leider) nicht -bzw.- Super, dargestellt/gelegt, das wink ich durch

Und nein, damit mein ich nicht ein Würfeln auf Klettern für ein altes Land Apfelbäumchen, aber bspw.nen bodennah astfreier älterer Eukalytphus ohne Steigeisen ;-)

Ich lasse auch sehr gerne auf Fertigkeiten würfeln. Aber ist nicht die Entscheidung, ob und ggf. mit welchem Bonus/Malus gewürfelt wird, auch Spielleiterwillkür?

Bearbeitet ( von Stephan)
sprachliche Korrektur

Vor 10 Minuten, Stephan schrieb:

[...]

Trotzdem stimme ich zu, dass der eloquente Spieler vermutlich mehr aus der Situation herausholen kann. Ich würde nämlich unter Umständen in die Antworten der Wache im wörtlich ausgespielten Gespräch noch Hinweise unterbringen (so es denn einigermaßen plausibel ist), die dem Abenteurer helfen können, selbst wenn er die Wache nicht überzeugen kann.

Letztlich ist Rollenspiel ein kommunikatives Spiel. Sich darüber zu erregen, dass kommunikative Fähigkeiten einem hier Vorteile bringen, halte ich für so sinnvoll, wie wenn ich mich als völliges Zeichen-Untalent darüber aufrege, dass ich bei Activity mit den Malaufgaben so wenig anfangen kann.

Mir geht es weniger darum, dass der eloquente Spieler eventuelle Vorteile hat, mir geht es darum, dass der nicht so eloquente Spieler Nachteile hat. Wenn meine Spielfigur Beredsamkeit gelernt hat, gehe ich davon aus, dass sie die Argumente findet, die ich als Spieler nicht finde.

Nimm an der Diskussion teil

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich später registrieren. Wenn du bereits ein Konto hast, melde dich an, um den Beitrag über dein Konto zu veröffentlichen.

Gast
Auf dieses Thema antworten

Kürzlich Online 1

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.