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Religion in Minangpahit

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Die Religion der Bewohner Minangpahits speist sich aus verschiedenen Quellen, die nach wie vor nebeneinander existierend anzutreffen sind. Ähnlich wie in KanThaiPan stellt dies für den Großteil der Bevölkerung keinen Widerspruch dar, doch in den bevölkerungsreichen Zentren Minangpahits wird Religion durchaus als politisches Instrument betrachtet, was einen gewissen Anpassungszwang für die Bevölkerung mit sich bringt. Dies ist jedoch noch weit entfernt von dem religiösen Eifer Eschars oder gar Arans.

 

1. Den ursprünglichen schamanistisch-animistischen Glauben der Ureinwohner Minangpahits trifft man noch in vielen der einsamen Walddörfern der Inseln und des Festlandes. Von ihm ist viel in die alltägliche Glaubenswelt der Minangpahiti eingegangen, so dass häufig Priester und Schamanen als gleichberechtigt nebeneinander angesehen werden.

 

2. Aus Rawindra haben die Minangpahiter bereits vor Jahrhunderten den Götter- und Dämonenkult, samt des Glaubens an das Rad der Wiedergeburt und des Schicksals übernommen. Allerdings wurden die rawindrischen Götter durch Götter die der eigenen Erfahrungswelt näher stehen ersetzt. Die rawindrischen Götter werden zwar in den Tempeln der Minangpahiter auch verehrt, haben jedoch für das Alltagsleben keine Bedeutung. Der Kult ist vor allem auf dem minangpahitischen Festland verbreitet und auf einigen dem Festland nahe gelegenen Inseln. Das Kastensystem hat sich aber in Minangpahit niemals durchgesetzt.

Offenbart habe sich die minangpahitischen Götter den Flüchtlingen, die vom Festland auf die Inseln zogen. Vorher war der Glaube an die Götter schon vorhanden, doch durch die Offenbarung und die Hilfe der Götter, im Kampf gegen die Kerbudya-Bermur, hat sich der Glauben konkretisiert und gefestigt.

 

3. Aus KanThaiPan und Rawindra hat sich ebenfalls der Butsu-Do in Minangpahit verbreitet. Diese Form des Glaubens hat jedoch niemals eine große Verbreitung in Minangpahit gefunden, so dass seine Anhänger zwar in jeder größeren Stadt zu finden sind, aber stets eine Minderheit bilden. In den größeren Städten erfährt der Butsu-Do vor allem seine Unterstützung durch die zahlreichen Exil KanThai.

 

4. Unter der zunehmenden Bedeutung des Seehandels mit Eschar hat sich auch deren Glaubenvorstellung um die Dualität von Gut und Böse im religiösen Denken der Minangpahiti verwurzelt. Doch wurden die aranisch-scharidischen Gottheiten Ormut und Alaman in die der minangpahitischen Glaubenswelt verwurzelten Götter Lowalane und Laturadane verwandelt. Dementsprechend fehlt ihren Anhängern in der Regel die fanatische Schärfe des Glaubens, die Reisende von Gläubigen der Zweiheit aus Aran oder Eschar gewohnt sind. Die Priesterschaft Lowalanes gehört traditionell zu den einflussreichsten Machtfaktoren in Minangpahit. Daramalune der Gottkönig residiert in der heiligen Stadt, von wo aus er vor allem eine spirituelle Führung seines Volkes ausübt. Doch in Zeiten großer Not oder schwerer innerer Unruhen, übernimmt er auch ohne zu zögern die weltliche Macht. Ein Befehl der in seinem Namen verkündet wird gilt als heilig und darf nicht hinterfragt oder gar missachtet werden. Die unzähligen Götter des alten rawindrischen Glaubens haben sich in dieser Vorstellungswelt, als göttliche Diener hinter Lowalane eingereiht.

 

Fester Teil des minangpahitischen Glaubenssystem ist die Ahnenverehrung. So wird angenommen, dass die Ahnen als Geister über die Welt wandelt und für die Angehörigen der Ahnen, sind diese fast so etwas wie ein Familientotem. Schamanen können mittels der Schädel der Verstorbenen Kontakt zu diesem aufnehmen und den ehrwürdigen Verstorbenen um Rat bitten. Doch wandeln die Ahnen nur solange umher, solange sie auch verehrt und an sie gedacht wird. Unter den zahlreichen Ahnen einer Familie oder Sippe, werden deshalb besonders die Ahnen verehrt, die auch zu Lebzeiten schon großen Respekt genossen haben.

Aber Schamanen verstehen es nicht nur die Ahnen um Rat zu fragen, sondern auch mit ihnen Unheil zu säen, was zur Tradition der Kopfjagd führte, bei den Stämmen Minangpahits, denn für solche Angelegenheiten erwählt man nicht einen der eigenen Ahnen.

Die Beziehung zum Tod ist somit sehr eng und jeder Minangpahiti weiß das er durch ein gutes Leben, wo durch er Respekt und Ansehen in seiner Familie erlangt, auch nach seinem Tod noch in der Heimat umher wandeln kann. Dies ist unter anderem ein Grund für den guten familiären Zusammenhalt der Minangpahiti und auch einer warum man dem Ideal Daramalune nacheifert, der als Weise und Gütig verschrieben ist, ohne das man direkt sagen könnte, wie er sei. Er ist das große Ideal, welches nicht in Worte zu fassen ist, das im Hintergrund steht und die Einheit des Landes ermöglicht.

 

Ein weiteres wichtiges Prinzip in der Religion Minangpahits ist die Einsicht, dass alles zwei Seiten hat. Für diese zwei Seiten gibt es nicht immer passende Namen und schon gar nicht so platte wie Gut und Böse. So haben nämlich auch die Götter jeweils zwei Seiten eine Lichtgestalt und eine Schattengestalt. Dies ist kein Verständnis von guten und bösen Göttern, sondern einfach sich einander gegenüberstehende Partien, die auch nicht immer klar auseinander zu halten sind. Häufig wird jedoch der gute, hilfreiche Aspekt eines Gottes als die seiner Lichtseite betrachtet und der verführerische, gefährliche Teil als der der Nachtgestalt. Dies mag bei dem Sonnengott Lowalane und dessen Nachtgestalt, dem Totengott Laturdane, durchaus noch zutreffen, doch hat auch Daramalune seine Nachtgestalt, im Gefolge Laturdanes, nämlich Anahiri Palombatane, die Schutzherrin der Liebenden, der Magie, der dunklen Geister aber auch der Heiler. Die Minangahiti haben daher ein gespaltenes Verhältnis zur Nacht, sie wissen, dass in der Nacht viele Gefahren lauern, doch dass sie auch viele Verlockungen bereithält.

 

So wissen die Eingeweihten Minangpahits, folgende Geschichte zu erzählen.

 

Am Anfang schritten die großen Geister, die heute Götter genannt werden, alleine über die Erde und es gab nur den Tag. Lowalanes Licht strahlte über der Welt und die ganze Welt lebte in Eintracht und Glück. Und die Geister der Tiere und Pflanzen die starben schliefen auf ewig im Dewa Perangi.

 

Doch Lowalane der erkannte, dass es nicht war wie es sein sollte ging zu seiner Gemahlin und sprach, geliebte Lalita Tripurasundari, die Welt will bestellt und geerntet werden, die Tiere und Pflanzen brauchen Pflege und die Dinge müssen geformt werden. Lass uns ein Wesen schaffen, dass dies tut! Und Lowalane schuf Daramalune, den ewig Jungen, voller Tatendrang und Schaffenskraft war sein Blick und kräftig war sein Körper. Lalita Tripurasundari erschuf aber Anahiri Palombatane, die ewig Liebende, die die Pflanzen und die Tiere pflegt und voller Lust und Hingabe war ihr Blick. Und die beiden lebten in der ersten Stadt: Anghora.

 

Doch Anahiri ertrug es nicht, dass all die Wesen die sie so sehr liebte eines Tages vergingen und das ihre Geister auf ewig schliefen und sie suchte nach einem Weg wie sie es verhindern könne und ergründete daher die Geheimnisse der Magie. Und als ihre Macht all das überstieg, was die Menschen bis dahin kannten ging sie zum Dewa Perangi, um die Geister der Wesen zurückzurufen. Und sie entfesselte die Macht der Zauberei, um die Kräfte des Berges auf sich zu übertragen. Doch damals wussten die Menschen Nichts vom Gleichgewicht der Kräfte und dass jede Handlung eine andere Handlung nach sich zieht. Und als sie die Kräfte des Berges entfesselt hatte riss der Berg auf und aus seinem Inneren drangen wehklagend die Geister in die Welt, die aus ihren wunderbaren Träumen geweckt worden waren und einige von ihnen drangen auf Anihiri voller Zorn ein. Und Anihiri die damit nicht gerechnet hatte schrie voller Schreck auf.

 

Als Lowalane diesen Schrei hörte eilte er sofort herbei. Doch es war bereits zu spät die Tore des Berges waren aufgestoßen und die Geister aller Wesen strömten daraus hervor und viele von ihnen bemächtigten sich Anihiris. Zu groß war die Macht der entfesselten Geister, so dass Lowalane nichts anderes tun konnte, als sich selber in den Riss im Berg zu stellen, um ihn wieder zu verschließen. Und als er dies tat trennte er die Welt der Geister wieder von der Welt der Menschen. Doch nicht länger schlafen die Geister der Verstorbenen!

Lowalane aber wurde durch seine Tat schwer verletzt. Sein linkes Auge erblindete und seine linke Körperhälfte starb. Und die Welt teilte sich in Tag und Nacht.

Am Tag herrscht Lowalane wie wir ihn kennen in seiner Pracht und mit seinem güldenen Licht.

 

Doch in der Nacht ist er sein dunkler Bruder Laturadane. Trübe ist sein herrschaftlicher Blick und müde ist sein Körper, so dass ihm sein Auge immer wieder zufällt. Die Nacht ist die Zeit in der die Geister ihre größte Macht entfalten. Die Nacht ist auch die Zeit Anihiris in der die Wesen sich vom anstrengenden Tage erholen und in der Nacht zeugen die Menschen daher auch ihre Kinder und feiern ihre Feste.

Da Laturadane nicht die Kraft hat, zu herrschen wie am Tage, ist es auch die Zeit der dunklen Taten. Die Zeit in der Laturadane verbittert von seiner Kraftlosigkeit die Stärke sucht. Unter seiner Knute zeigen sich hier die Nachtgestalten aller großen und kleinen Geister, die ihrem Herrn gefallen wollen! Es ist dann auch die Zeit der Mörder und Diebe, die Zeit schlimmer Taten und Gedanken und die Zeit in der das Verderben für den Rechtschaffenen lauert.

 

Anahiri aber wurde in die Welt der Geister gezogen, wo sie auf ewig herrscht, wie in unserer Welt Daramalune. Und mit ihr verschwand die erste Stadt Anghora in dieser Welt von der aus sie über die Geisterwelt herrscht. Doch so wie die Geister immer noch auf der Erde wandeln, so liegt auch Anghora immer noch auf dieser Welt.

Daramalune zog mit seinen Kindern zum Dewa Perangi. Denn dies ist der Ort, an dem sich die Welt teilte und von hier aus erinnert die Menschen stets daran, das sie ihr Leben nur dr Güte Lowalanes verdanken und nicht in der immerdauernden Knechtschaft der Geister leben müssen.

 

Doch all dies geschah nur, weil die Menschen nicht zufrieden waren, mit der Welt, wie sie ihnen von den Göttern eingerichtet worden war!

 

 

Diese Geschichte ist jedoch nur wenigen bekannt und auch den Ursprung der Lichtgötter kennen nur die wenigsten.

Die Mächte des Lichtes gebaren in der Folge der Dekadenz der Kebudya-Bermur, sozusagen aus sich selber heraus, die drei großen Wesenheiten:

 

Lowalane, Herr des Lichtes und der Ordnung

Lalita Tripurasundari, Spenderin des Lebens und Behüterin des Geistes

Katampane, den furchtlosen Krieger in der Finsternis

 

Diese drei Entitäten verhinderten durch einen Pakt mit den Menschen, die das Regime der Nekromanten (Kebudya-Bermur) bekämpften, den Untergang der Welt und Minangpahits. Als sichtbaren Garanten dieses Paktes erschufen sie Daramalune, den ewig jungen Gottkönig, der in der heiligen Stadt Soripada, als Stätte der Besiegelung des Paktes, residiert.

 

Das Reich der Kebudya-Bermur verging, doch die Götter und die Menschen mussten für den Pakt der alten Kultur mit den Mächten des Chaos nun ihren Preis zahlen. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten und man kann die Kräfte des Chaos nicht verbannen ohne einen Preis dafür zu zahlen, deshalb gibt es die Nachtgestalten der Götter/Geister in Minangpahit, um die Menschen zu ermahnen, dass auch sie alle ihre Schattenseite haben. Einer der Gründe warum die Minangpahiti so Weltoffen sind liegt genau hier, es überrascht sie nicht im mindesten, wenn ein Mensch eine Schattenseite hat, im Gegenteil mag es sie sogar eher misstrauisch stimmen, wenn er sie zu verbergen sucht...

Verkörpert durch Anahiri Palombatane, als Antipode zu Daramalune, blieb das Reich der Kebudya Bermur in einer Schattenwelt bestehen und die Welt der Toten verband sich mit der Welt der Lebenden.

 

Seit diesem Tage wandeln die Mächte des Lichtes in der Welt der Lebenden, der Geisterwelt und der Welt der Schatten Minagpahits. Jeder Mensch der sich auf einer spirituellen Ebene einer dieser Welten nähert (in der Regel Priester und Schamanen) wird unfehlbar früher oder später auf deren Präsenz aufmerksam und ihre Bedeutung, wenn auch nur Andeutungsweise, erkennen.

 

Dies ist der Grund, das sowohl die Stämme, als auch die Priester der alten und der neuen Religionsformen diese drei Mächte, als die mächtigsten Entitäten Minangpahits erkennt.

Einfach weil es so ist!

 

Natürlich existieren daneben noch zahlreiche Naturgeister, kleinere Götter etc. aber alle beugen sich vor diesen dreien.

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1. Den ursprünglichen schamanistisch-animistischen Glauben der Ureinwohner Minangpahits trifft man noch in vielen der einsamen Walddörfern der Inseln und des Festlandes. Von ihm ist viel in die alltägliche Glaubenswelt der Minangpahiti eingegangen, so dass häufig Priester und Schamanen als gleichberechtigt nebeneinander angesehen werden.

 

Dies ist auch im heutigen muslimischen Indonesien noch sehr aktuell.

Viele indonesische "Daily Soaps" drehen sich um Geistergeschichten in der Gegenwart.

 

:wave:

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Hallo zusammen,

für Laturadane (Aspekt Tod, Winter) ist keine Kultwaffe angegeben. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten.

1. Anhänger des Glaubens an Laturadane haben keine Kultwaffe.

2. Laturadane wird als Gegenpart zu Lowalane angesehen => es wird dieselbe Kultwaffe verwendet.

(Anm.: dies wurde im Unterforum Midgard-Forum > Am Weltenbaum > Das Buch der Ferne > Minangpahit > Religion in Minangpahit ausgearbeitet)

 

 

Wie seht ihr das?

 

beste Grüße

Gindelmer

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Ich wollte ursprünglich eine Ausarbeitung dieses Gottes schreiben, wie sie beispielhaft im ARK für den Gott Dwyllan angegeben ist. Denn ausführliche Beschreibungen zu Göttern gibt es ja leider nur für Dwyllan und sonst niemandem - dem müsste m.E. Abhilfe geschafft werden. Über die Beschreibung des Gottes an sich bin ich aber nicht herausgekommen - Ideenblockade! - außerdem haben sich meine Interessen momentan in andere midgard'sche Bahnen gelenkt.

 

Falls "man" der Meinung ist, dass die Götter der Minangpahiter besser in einem eigenen Strang beschreibt oder gar jedem einen eigenen Strang widmen sollte, dann bitte ich einen Mod dies zu übernehmen - vielen Dank.

 

Katampane – König des Wassers, Jäger aus der Tiefe, rasender Rächer, Herr der dunklen grollenden Himmel, Lenker des tosenden Meeres und der Fluten – wird als durchtrainierter Mensch mit schwarzen Augen dargestellt, der meist mit einem Fuß auf einem Schädel steht. Sein Haupthaar ist ebenfalls von schwarzer Farbe, sein Rücken ziert die Rückenflosse eines Haifisches, sein Mund ist breiter als gewöhnlich und zeigt Reihen spitzer Haizähne, seine rechte Hand hält eine im Boden steckende Harpune, seine linke eine Streitaxt. Gekleidet ist er bloß in ein minangpahitischen, knöchellangen Schurz. Seine Abbilder sind oft von Hai-Darstellungen umgeben. Sein Zeichen ist die kupferne Haischwanzflosse. Die Priesterschaft des Katampane trägt (im Gegensatz zu den Priesterschaften der anderen Götter) einfache graue Kleidung, die sich höchstens in der Qualität des Materials je nach Rang in der Priesterschaft unterscheidet. Zu Paraden, Festen oder Momenten erhöhter Kampfbereitschaft werden grau gefärbte Bambusrüstungen angelegt, an deren Rückseite eine geschnitzte Haifischrückenflosse befestigt ist. Bei den Priestern und Ordenskriegern des Katampane ist auch der, im Volk nicht mehr oft anzutreffende, Brauch verpflichtend, sich die Scheidezähne anzuspitzen. Seine Anhänger sind vor allem Krieger, Söldner und Piraten, außerdem wird er von Fischern, Seefahrern, Schiffsbauern und Händlern zur See angerufen, um ihn zu besänftigen, damit sein rasendes Gemüt nicht zu ihrem Verhängnis auf den Gewässern Midgards wird.

 

Falls jemand Lust hat meine ursprüngliche Idee weiter zu verfolgen, oder auf Basis meiner Beschreibung sich weiterführend mit Katampane und seinem Kult zu beschäftigen, dem wünsche ich viel Spaß damit - genauso wie jedem anderen, dem das Geschriebene gefällt.

 

Gruß Xan

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Bei den Minangpahitischen Göttern allgemein sehe ich keine Differenzierung zwischen Gut und Böse. Jede Gottheit hat ihre Taggestalt und ihre Nachtgestalt die jeweils Wunder anbietet die Positive oder negative Auswirkung haben können. Das liegt aber nicht an der Gottheit, sondern hängt von dem Willen des anrufenden ab.

 

Die Einteilung Schöpfrich (Heilen von Wunden, Bannsphäre, etc.) und Zerstörerich (Verursachen von Wunden, Feuerkugel, Rost) ist meiner Ansicht nach passender.

Das ist auch bei mir der zentrale Punkt für Religion in Minagpahit und bringt es sehr schön auf den Punkt.

Einzig die Begriffe "Tag-/Nachtgestalt" vermeide ich ganz bewusst, um es vom Zwergischen deutlich zu trennen, weil es mit dessen "Versucheraspekt" überhaupt nichts zu tun hat.

 

 

Nur im folgenden sehe ich das anders:

Ich sehe Lowalane und Laturadane als ein und sie Selbe Gottheit, die jeweils in ihrer Tag- bzw. Nachtgestalt auftritt und angerufen wird.

Bei mir bleiben es zwei Brüder. Auch der Sonnengott ist in seiner Kraft ambivalent - zuviel Sonne und die Pflanze verbrennt; und ebenso ist der Totengott wegen des hohen stellenwertes der Ahnenverehrung keiner, der unserer seit Pesttagen geprägten Vorstellung des grimmen Sensenmannes entspricht.

Jede Gottheit kann in jede Richtung hin wirken, d.h., ob ein und dieselbe Tat gut oder schlecht ist, hängt vom Kontext ab (und auch, dass die gewirkte Kraft eines Gottes schöpferisch und zerstörerisch sein kann, also weder gut noch böse ist bzw. als weder gut noch böse von den zivilisierten Minangpahiti betrachtet wird).

 

LG

Wurko

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Da die Nekromantie seit "Dunkle Mächte" ja ganz groß im Kommen ist auf Midgard und eine gewichtige Rolle in der Vergangenheit (und Gegenwart?) Minangpahits und seiner faszinierenden Götter- oder besser:  Glaubenswelt spielt, nutze ich die Gelegenheit, um nicht zu sagen: meine nekromantischen Fähigkeiten, diesen Strang zurück in Lowalanes Licht zu tragen, wo er hin gehört.

Hier gibt es ganz viel hochkarätiges enzyklopädisches Material für eine bisher eher stiefmütterlich behandelte Region Midgards, welches man vielleicht mal in einem Artikel zusammenfassen, bzw. etwas ordnen und straffen und an die Frankes schicken sollte...

bearbeitet von Orlando Gardiner

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    • Von Kashoggi
      Hallo,
      ich würde mich freuen wenn Ihr mir ein wenig bei der Hintergrundgestaltung meines Charakters unter die Arme greift.
      „Sahib Yaʿqūb (Yakub) Ibn Abihi Sadiq Gimil-Dum Muatinu Thame, Teschirisch Mardaba“ (ja er steht darauf seine Erlebnisse auch in seinem Namen zu tragen.)
       
      Für Euch kurz „Sahib Yaʿqūb Ben“ kommt aus Elhaddar, Mardaba. Er ist unfreier Händler. Er selber bezeichnet sich als Kauffahrer. Andere würden wohl eher Pirat sagen.
      Welche Gottheit kann er anbeten? Ich dachte entweder an einen Gott des Handels oder der Seefahrt. Was wäre dazu stimmig?
       
      Gruß Kashoggi
    • Von Galaphil
      Als Folge aus der Diskussion über die Aspekte der Priester bin ich auch ein weiteres Thema einmal angegangen, das mir und auch anderen immer schon seltsam erschienen ist (und das aus aktuellem Anlass gerade wieder hochgekommen ist)
       
      Zwar sind die Priester in Midgard in verschiedene Aspekte unterteilt, die zugehörigen Ordenskrieger sind aber alle in einen Topf geworfen, was die Entstehung und Entwicklung der Figuren betrifft. Deshalb habe ich folgendes System entwickelt, dass sich näher an den Priestern des Aspektes/Gottes orientiert, den der Ordenskrieger verteidigt oder für den er kämpft:
       
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      Wechselt ein Ordenskrieger jetzt seine Überzeugung (zB von Kriegsgott auf Lebensgöttin) und seinen Orden (was dann noch extra ausgespielt werden sollte und durchaus auch Zeit und Gold kosten kann), dann werden Wunder, die er vorher gelernt hat, und die für seine neue Gottheit keine Wunder mehr sind, zu Standardzaubern herabgestuft - er darf sich dann logischerweise nur noch Wunder aus denen des Priesters seiner neuen Gottheit aussuchen (alternativ kann man auch die alten Wunder, die jetzt Standardzauber sind, je einen Platz für ein Wunder dieser Stufe belegen, also dass man dann dafür je ein Wunder weniger lernen kann in dieser Stufe).
       
      Dadurch bekommen Ordenskrieger etwas mehr Unterscheidbarkeit und werden wie die Priester auch durch das Lernsystem animiert, sich dem Aspekt ihrer Gottheit näher verbunden zu fühlen.
       
      LG GP
    • Von Xan
      Fflamyen ist eine Mondgöttin und wird als Schirmherrin der guten weiblichen Zaubermacht von ihren Kultanhängern verehrt. Sie symbolisiert Magie, Weiblichkeit, Macht und Leidenschaft. Sie ist eine sehr zwiespältige Göttin. Auf wessen Seite sie eigentlich steht, bleibt verborgen. Sie ist zum einen bestrebt mit ihrer Zauberei den Menschen und den Göttern zu helfen, andererseits will sie als liebende Mutter ihren Sohn schützen und ihm beistehen. Ihr innerer Zweispalt zeigt sich in der Zu- und Abnahme des Mondes, wobei ihre Kräfte bei Vollmond am stärksten sein sollen. Fflamyen wird durch den hellen Vollmond symbolisiert und meist als verführerische Frau mit langem, schwarzem Haar dargestellt, aus deren Schultern Eulenschwingen wachsen. Die Eule und die Cambria-Orchidee gelten im Fflamyen-Glauben als heilig.
      Der Fflamyenkult existiert nur noch im Verborgenen, seit die Göttin von ihrem Stiefsohn aus dem Pantheon verbannt wurde. Trotzdem ist der Glaube in den traditionsbewussten, eher unberührten Teilen des Landes weit verbreitet. Fflamyen wird – bis auf wenige Ausnahmen – von Frauen verehrt. In manchen Landstrichen haben sich mehrere Anhängerinnen zusammengefunden und praktizieren ihre religiösen Rituale gemeinsam. Größere, organisierte Gemeinschaften wird man aber nicht antreffen. Mit den Zeremonien, die oft gesangliche oder tänzerische Elemente beinhalten, huldigen die Anhänger Fflamyen oder bitten sie um Visionen oder andere Unterstützung.
      Da der Göttin keine Tempel geweiht werden dürfen, wird sie heimlich angebetet. Feste Kultstätten gibt es nicht, dafür aber bestimmte Orte, die sich zur Durchführung der nächtlichen Rituale besonders eignen. Dazu zählen Lichtungen in Wäldern, Felslandschaften an Küsten oder im Gebirge und Inseln in stehenden Gewässern.
    • Von Dracosophus
      Ich möchte hier zwei hypothetische Situationen vorstellen, auf die ich mir Antworten erhoffe.
       
      I) Ein Priester und ein Magier (mit jeweils Zaubern+27; Zaubermacht und Artefakt) befinden sich in einem geschlossenen Metallraum mit 1m Wanddicke (auch der Boden ist auch Metall). Der Magier hat einen Deckmantel aktiv und am Boden ist ein aktives Deckmantel-Siegel von einem Thaumaturgen (ebenfalls Zaubern+27). Der selbe Thaumaturg hat die Burg, in der sich der Raum befindet, mit einem Heimstein geschützt, so dass der Raum von dem Stein geschützt wird. Alle außer der Magier tragen eine Ritterrüstung.
       
      II) Ein ehemals relativ mächtiger Gott wurde geschwächt und hat nur noch 1000 Anhänger. All diese Anhänger - also die gesamte Glaubensgemeinschaft - befinden sich ein einem geschlossenen Metallraum mit 1m Wanddicke (auch der Boden ist aus Metall); unter ihnen sind mehrere Priester des Gottes. Sie sind alle von Deckmantel-Siegeln des obigen Thaumathurgen geschützt und der gesamte Raum ist von mehreren Heimsteinen geschützt (Erschaffer hat Zaubern+27). Alle Beteiligten tragen eine Ritterüstung. Der Gott hat keinen Avatar.
       
      Nun zu den Fragen (für jeweils beide Situationen):
       
      1) Können die Priester/der Priester noch Wundertaten (also Gebete) wirken? Sie sind ja von Metall, Heimsteinen und Deckmänteln abgeschirmt.
      1.1) Können die (normalen) Gebete der Gläubigen den Gott noch erreichen?
      1.2) Können die Priester per Göttliche Eingebung noch direkt Kontakt zu ihrem Gott aufnehmen, falls sie noch Wundertaten wirken können?
      1.3) Können die Gläubigen und/oder Priester noch Göttliche Gnade erhalten?
      1.4) Können die Gläubigen und/oder Priester noch Große Wunder erbeten?
      1.x) 'Weitere entsprechende Fragen, die zur Situation passen.'
       
      2) --> Nur bei Fall II.
      Kann der Gott noch irgendwelche Informationen erhalten? Seine ganze Kirche und alle Gläubigen sind ja von Metall, Heimsteinen und Deckmänteln abgeschirmt.
      2.1) Kann der Gott noch Sa erhalten?
      2.2) Hat der Gott überhaupt noch Macht?
      2.3) Vergeht der Gott im Laufe der Zeit?
      2.x) 'Weitere entsprechende Fragen, die zur Situation passen.'
       
      Kurze Hinweise: Laut Zauberbeschreibungen blockiert Deckmantel sämtliche informationsbeschaffende Magie und Heimstein verhindert, dass Magie von außerhalb des Bereiches nach innen dringt.
       
      Weitergehende Hinweise für konstruktive Interpreteure: Die Situationen können, wenn das Prinzip erhalten bleibt, in beliebig komplizierter Verfeinerung und Ausarbeitung betrachtet werden (also viel mehr Schutzzauber ("alles was die Bücher bieten") und beliebige Änderungen der Zahlen-Werte (Anzahl der Gläubigen, Höhe des Zaubern-Wertes (bevorzugt nach oben))).
       
      Das Ganze ist eigentlich gar nicht so kompliziert und ich hoffe, dass jemand darauf antwortet. Nicht regelbasierte Aussagen können auch gemacht werden, sollten aber einen deutlichen Hinweis, dass sie über die Regeln hinaus gehen oder diesen widersprechen, enthalten.
       
      Edit: Da sich der Schutz durch Deckmantel (und wohl auch der durch Heimstein) vor göttlichem Wirken mittlerweile als Hausregel herausgestellt hat, kann man auch ohne Hinweis gerne abseits der Regeln diskutieren. Falls man das mit der Hausregel anders sieht, sollte der Hinweis dabei sein. Mich würde auf jeden Fall interessieren, was bei denen passiert, die den Schutz als Hausregel haben (oder es als Regelauslegung sehen).
      Die Auszeichnung des Strangs als Regelfrage kann eventuell auch entfernt werden.
    • Von Drachenmann
      Schalömchen, liebes Forum!
       
      Beim Verfolgen des Themas zur göttlichen Eingebung fiel mir nicht nur der größtenteils leidenschaftliche, sogar vehemente Tonfall der Diskussion auf.
       
      Besonders die zum Teil sehr gegensätzliche Auffassung der Gottheiten bezüglich ihrer Machtfülle, ihres globalen (pauschalen?) Kenntnisstandes über die Ereignisse auf der Welt Midgards gab mir zu denken.
       
      Daraus folgt ja schließlich eine unterschiedliche Beurteilung ihres Verhaltens gegenüber der eigenen Gefolgschaft,
      aus der die Figuren (SC und NSC) eines unbestimmten,
      aber höheren Grades als ~5 mit Sicherheit aus der Masse herausragen.
       
      Vielleicht mag es ungewohnt erscheinen,
      doch möchte ich angesichts des bisherigen Tonfalls diesem Thema einige Vorgaben als Bitte voranstellen:
       
      Zum einen bitte ich, die Textstellen der Regelwerke (DFR, ARK, KOM, MdS) als Diskussionsgrundlage zu verwenden,
      da hier die grundsätzliche Haltung der Götter Midgards beschrieben wird.
      Zur Erklärung: Ich befürchte ganz einfach, dass tatsächliche und selbsternannte Historiker aneinandergeraten,
      was zwar sicher unterhaltsam, aber nicht Sinn der Sache wäre.
       
      Zum zweiten bitte ich um eine möglichst sachliche und zielgerichtete Auseinandersetzung,
      wozu Sarkasmus und Diffamierung sicher nicht zählen.
      (Ja, ich weiß, jetzt wird der Bock zum Gärtner... )
       
      Zum dritten wäre es total schön, wenn Ihr Euch nicht in Beispielen verzetteln würdet.
       
      Jetzt meine konkreten Thesen und Fragen, die allesamt meiner Lesart entspringen:
       
      1) Die Gottheiten Midgards sind als Manifestationen des Glaubens definiert.
      Ihre Machtfülle steigt und fällt mit der Zahl und Inbrunst ihrer Anhängerschaft.
      Kann eine Gottheit unter dieser Gegebenheit allmächtig und allwissend sein?
      Wo sind ihrer Macht und ihrem Wissen Grenzen gesetzt?
       
      2) Laut KOM S.57 ist auch eine Gottheit nicht allwissend.
      Allerdings verfügt sie über andere Mittel als ein Sterblicher (s. MdS).
      Worin liegen die Grenzen ihres Wissens und worüber weiß sie mit Sicherheit bescheid?
       
      Ich behaupte, sie kann nicht nur mit ihren eigenen Götterboten usw. kommunizieren,
      sondern auch Erkenntnisse aus den Ereignissen in den Traumgestaden ziehen.
      Desweiteren kann sie mit solchen anderen Gottheiten des eigenen Panteon Informationen austauschen, mit denen sie nicht rivalisiert.
      Wie beurteilt Ihr daraufhin die Kommunikation mit Gottheiten eines anderen Panteon, besonders wenn sich die Schwerpunkte beider stark ähneln?
      (z.B. Tod=Culsu/Ylathor, Krieg=Laran/Irindar, Herrschaft=Tin/Xan usw.)
       
      3) Wundertaten sind keine erlernten Zauber, sondern die Kraft einer Gottheit, die sich in einer Figur (ob SC oder NSC) als Medium Bahn bricht (s. ARK).
      Steht unter dieser Voraussetzung dem SL zu, eine erfolgreiche (=gelungener EW:Zaubern) Kontaktaufnahme der Figur zu ihrer Gottheit zu verhindern,
      weil der SL Form oder Inhalt dieser Kontaktaufnahme als dümmlich empfindet?
      Beschreibe ich die Voraussetzung falsch?
       
      4) Dieselbe Voraussetzung (3) als gegeben vorausgesetzt:
      Steht es einer Gottheit (als NSC) zu, nach erfolgreichem EW:Zaubern den Kontakt aus persönlichen oder menstruativen Gründen zu verweigern?
       
      5) Eleazar ist folgendes wichtig:
      Welche Schutzmöglichkeiten gegen Göttliche/Dämonisch Eingebung würdet ihr für plausibel halten: Ein Zauber (Sphäre), der einen Gott/Dämon abschirmt, so dass er nicht sehen kann, was in der Sphäre geschieht? Eine Art Illusion, die dem Gott eine heile Welt vorspielt? Ein Artefakt, dass ... Möglicherweise wäre all diese Zauber zu kontern, indem man einen Glaubensgenossen innerhalb der Sphäre platziert, der seine Beobachtungen dann an den Gott weitergibt.
       
      Es geht nicht um einen Allerweltszauber, sondern ruhig um einen mit Göttliche Eingebung vergleichbaren "Gegenzauber", der einen zu einfachen Zugriff auf besondere NPCs erschwert/unmöglich macht.
       
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Dies sind meine Fragen, Ihr könnt den Katalog gerne erweitern!
      Sobald eine weitere Fragestellung diskutiert wird, kann mir deren Initiator eine PN schicken, und ich erweitere die Liste.
      Im Gegenzug werde ich im Katalog die unrelevanten Fragen durchstreichen,
      um bis dahin eingegangene Antworten nicht in den Regen zu stellen.
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Ziel des Themas ist ein möglichst breiter Konsens.
      Hierfür interessiert nicht nur die Meinung der Leiter, sondern auch und besonders die der Spieler.
       
      Grüße
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