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Birk

Religion in Minangpahit

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Hi,

 

ich würde gerne mal ein bißchen an Minangpahit feilen. Zentrales Element, scheint mir die Religion zu sein. Hier stelle ich kurz die Grundlagen vor auf deren Annahme meine Ausarbeitung fußen soll.

 

Ähnlich wie im KanThaiPan alter Zeit und in Rawindra kennen die Minangpahiter eine Vielzahl von Göttern und Dämonen. In den letzten Jahrhunderten ist aber unter dem Einfluss scharidischer Seefahrer und ihres Glaubens an die Zweiheit der Kult um den Sonnengott Lowalane und seinen dunklen Bruder, den finsteren Todesgott Laturadane, in den Vordergrund getreten. Unter den zahlreichen Göttern im Gefolge Lowalanes genießen vor allem der Kriegs- und Meeresgott Katampane und die Erd- und Weisheitsgöttin Lalita Tripurasundari Verehrung. Der nur mit einer goldenen Maske auftretende Gottkönig des Landes, Daramalune, herrscht zusammen mit der Priesterschaft über Minangpahit. Er wird als Sohn Lowalanes angesehen, der sich als Mittler zwischen Menschen und Göttern unter die Sterblichen gemischt hat. Auf abgelegeneren Inseln des Archipels und in den Tiefen des Festlanddschungels hat sich der Schamanismus gehalten. Dort findet man auch Bevölkerungsgruppen die den rawindischen Göttern oder finsteren Dämonen anhängen (Midgard, Das Arkanum)

 

 

Grundlagen:

 

Die Religion der Bewohner Minangpahits speist sich aus verschiedenen Quellen, die nach wie vor nebeneinander existierend anzutreffen sind. Ähnlich wie in KanThaiPan stellt dies für den Großteil der Bevölkerung keinen Widerspruch dar, doch in den bevölkerungsreichen Zentren Minangpahits wird Religion durchaus als politisches Instrument betrachtet, was einen gewissen Anpassungszwang für die Bevölkerung mit sich bringt. Dies ist jedoch noch weit entfernt von dem religiösen Eifer Eschars oder gar Arans.

 

1. Den ursprünglichen schamanistisch-animistischen Glauben der Ureinwohner Minangpahits trifft man noch in vielen der einsamen Walddörfern der Inseln und des Festlandes.

 

2. Aus Rawindra haben die Minangpahiter bereits vor Jahrhunderten den Götter- und Dämonenkult, samt des Glaubens an das Rad der Wiedergeburt und des Schicksals übernommen. Allerdings wurden die rawindrischen Götter durch Götter die der eigenen Erfahrungswelt näher stehen ersetzt. Die rawindrischen Götter werden zwar in den Tempeln der Minangpahiter auch verehrt, haben jedoch für das Alltagsleben keine Bedeutung. Der Kult ist vor allem auf dem minangpahitischen Festland verbreitet und auf einigen dem Festland nahe gelegenen Inseln. Das Kastensystem hat sich aber in Minangpahit niemals durchgesetzt.

 

3. Aus KanThaiPan und Rawindra hat sich ebenfalls der Butsu-Do in Minangpahit verbreitet. Diese Form des Glaubens hat jedoch niemals eine große Verbreitung in Minangpahit gefunden, so dass seine Anhänger zwar in jeder größeren Stadt zu finden sind, aber stets eine Minderheit bilden. In den größeren Städten erfährt der Butsu-Do vor allem seine Unterstützung durch die zahlreichen Exil KanThaiPaner.

 

4. Unter der zunehmenden Bedeutung des Seehandels mit Eschar hat sich auch deren Glaubenvorstellung um die Dualität von Gut und Böse im religiösen Denken der Minangpahiter verwurzelt. Doch wurden die aranisch-scharidischen Gottheiten Ormut und Alaman in die der minangpahitischen Glaubenswelt verwurzelten Götter Lowalane und Laturadane verwandelt. Dementsprechend fehlt ihren Anhängern in der Regel die fanatische Schärfe des Glaubens, die Reisende von Gläubigen der Zweiheit aus Aran oder Eschar gewohnt sind. Die Priesterschaft Lowalanes gehört traditionell zu den einflussreichsten Machtfaktoren in Minangpahit. Daramalune der Gottkönig residiert in der heiligen Stadt, von wo aus er vor allem eine spirituelle Führung seines Volkes ausübt. Doch in Zeiten großer Not oder schwerer innerer Unruhen, übernimmt er auch ohne zu zögern die weltliche Macht. Ein Befehl der in seinem Namen verkündet wird gilt als heilig und darf nicht hinterfragt oder gar missachtet werden. Die unzähligen Götter des alten rawindrischen Glaubens haben sich in dieser Vorstellungswelt, als göttliche Diener hinter Lowalane eingereiht.

 

Es fehlen noch: Beschreibung von Tempeln, Ausgestaltung der Orden, bildliche Vorstellungswelt, Mythen, Totenkult, Begräbnis- Hochzeits- und Geburtsriten, Mystik, Strömungen innerhalb der Glaubensrichtungen etc.

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hier würde ich dasselbe vorschlagen, wie auch bei der beschreibung der inseln: schauen was die myrkgardausarbeitung des landes bietet und auf dieser grundlage weitermachen...

gruß

p.s. falls du mitstreiter für dein "projekt" suchst, dann stehe ich gerne bereit dazu

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Hi der Elfe und die Zwerg,

 

du kannst dich hier gerne austoben, wenn du Ideen hast. Ich stecke mit meiner spärlichen Zeit gerade in einer Arbeit für Nikostria. Und habe hier deshalb bisher nicht weitergearbeitet.

 

Die Myrkgard Religion habe ich mir auch grundlegend als Vorbild genommen. HJ hatte an anderer Stelle mal erwähnt, dass er sich für Myrkgard am Voodoo orientiert hat, was ja dann auch ungefähr der Ausarbeitung entspricht.

 

Persönlich hatte ich mir es so vorgestellt, dass die Minangpahiti die Geisterwelt und die Welt der Lebenden nicht als wirklch getrennt ansehen, sondern als sich überlappend. Im Traum oder im Rausch verwischen allerdings diese Grenzen, weshalb sie als heilige Zustände betrachtet werden.

 

Im Prinzip wandeln in der Vorstellung der schamanistischen Gläubigen die Ahnen als Geister über die Welt, solange man ihrer gedenkt und sie verehrt. Daneben hat jede Sippe aber noch einen großen Ahnengeist, möglicherweise mit tierischen Aspekten, vergleichbar einem Totemgeist. Dieser große Ahn stellt so etwas wie das kollektive Gedächtnis eines Stammes dar und letztendlich geht jeder wandernde Geist einer Sippe in diesen großen Geist ein, wenn seine persönliche Verehrung endet. Seine Kraft geht also nicht verloren. Einfache Ahnengeister sind aber viel leichter für die Schamanen zu beschwören, weshalb der individuelle Ahnenkult auch aufrechterhalten wird. Daneben können sich besondere Schamanen, die sog. Schädelschamanen, auch die Dienste fremder Ahnen zu nutzen machen. Vorraussetzung ist, dass sie einen Schädel des Menschen zu Lebzeiten haben. Diese können dann als Wächter (analog zu Truskanen) oder auch als Kundschafter oder Krankheitsüberbringer etc. eingesetzt werden, Aufgaben, die man den eigenen Ahnen niemals zumuten wird. Hieraus resultiert der Brauch der Kopfjagd, dem sich einige der Urwaldstämme verschrieben haben.

Diese Schamanen wissen aber auch, dass zwische den großen Ahnen, noch größere Geister (Loas) wandeln, die letztendlich das kollektive Ahnengedächtnis ganzer Bevölkerungsgruppen repräsentieren und in denen die großen Ahnen aufgehen, wenn ihre Sippen enden und in denen sich auch ganz offensichtlich Tieraspekte wiederfinden, die also auch reguläre Totemgeister zu iheren Dienern zählen. Z. B. Katampane, Geist der Fischer und Haie, der Winde und der Stürme, Geist des Krieges und der Vernichtung, Lalita Tripurasundari, Herrin der Gebärenden und der Fruchtbarkeit, Hüterin der Quellen. Der mächtigste von allen aber ist Lowalane der Strahlende. Der über das Geisterreich herrscht wie die Sonne über die Welt, im an Macht kommt nur sein finsterer Bruder Laturandane gleich, der Beherrscher der Nacht und des Unglückes. Lowalane selber ist zu groß für jede Beschwörung, doch gibt es einen Mittler, der sozusagen die Inkarnation dieses Geistes ist. Daramalune der ewig junge Gottkönig.

 

Dieses Weltbild wurde problemlos in den Rawindrischen Götter- und Dämonenglauben konvertiert. Nur dass hier der Glaube an die großen Ahnen verloren ging, die nun als niedere Götter über die Ahnengeister der Familie wachen. Die Ahnengeiser können nun auch nicht mehr dierekt beschworen werden, sondern fungieren mehr als Bittsteller vor den niederen Göttern, die weiderum Einfluss auf die großen Götter nemen können. Die Priesterschaft Katampanes und Lalita Tripurasundaris gehören in der Regel dieser religiösen Formation an.

 

Und wieder problemlos erfolgte dann, wahrscheinlich als relativ junge Entwicklung der letzten ein- bis zweihundert Jahre, die Konvertierung der Glaubensinhalte in das System der Zweiheit mit Laturandane und Lowalane. Lalita Tipurasundari nimmt hier die Stellung der Gattin oder der Mutter Lowalanes ein, Katampane ist sein göttlicher Heerführer oder nur eine andere Manifestation Lowalanes. Die Ahnenverehrung wird hier zu Privatsache, die den Ahnen nur ein besseres Leben in der Geisterwelt ermöglicht. Diese theologische Ausrichtung entstand wahrscheinlich als Teil einer Herrschaftsidologie, mit der eine gesellschaftliche Elite sich um eine Modernisierung und Einung des traditionell zersplitterten minangpahitischen Völkergemisches bemüht. Die Priester Lowalanes gehören wahrscheinlich mehrheitlich dieser Gruppierung an, die ihr größtes Machtzentrum in der Umgebung der heiligen Stadt, der Residenz Daramalunes, hat. Von dieser Stadt ausgehend nimmt der Einfluss der Priesterschaft dieser gesellschaftlichen Gruppierung dann kontinuierlich ab. Die Religion der Zweiheit ist somit eine Staatsreligion, die einen vereinigenden Charakter hat, da sie die Beliebigkeit und Liberalität der alten Religionen abgelegt hat.

 

Alle diese Religionsbilder fußen aber aufeinander, wobei letztendlich die genauen Unterschiede von aussen nicht wirklich erkennbar sein müssen. Jeder, gleich ob Urwald Barbar, rawindrisch beeinflusster Gläubiger oder Anhänger der zweiheit betrachtet Lowalane als den Mächtigsten der Wesenheiten und Daramalune als seinen direkten Vertreter. Daneben gesteht jede Glaubensrichtung allen anderen religiösen Glaubensobjekten ihre Bedeutung zu, wobei diese wiederum unterschiedlich stark gewichtet werden...

 

Das ist so ungfähr, was ich schon angedacht hatte. Da fehlt natürlich noch jede Menge Feinarbeit dran und vielleicht hast du ja auch noch bessere Ideen. Also lass dich nicht aufhalten und hack einfach in die Tasten thumbs-up.gif

 

Ciao

Birk crosseye.gif

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ich denke minangpahit ist recht tolerant in der religion und es gibt ein großes gemisch an verschiedenen religionen, jedoch sind die götter der minangpahiti (?) hauptsächlich in den städten verbreitet und haben dort eine große verehrung, aber andere glaubensformen sind dort toleriert. der schamanismus ist hauptsächlich auf die ureinwohner der inseln beschränkt und die elemente aus kanthaipan, rawindra und eschar findet man auch nur in größeren städten, an der küste, also nicht unbedingt im landesinneren, denn dort wagen sich wohl nur wenige hin (beschwerliches reisen, plagnede insekten, gefährliche tierwelt). aber auch bei den ureinwohnern gibt es verschiedene göttervorstellungen, primitiver art (vulkan als gott verehrt und nebenbei viellciht noch naturgeister) und auch ausgefeilte systeme mit mehreren göttern, aber ohne naturgeister

 

gerade die isloiertheit vieler städte führte zu unterschiedlichen glaubensauslegungen in den einzelnen städten und auf den inseln hat sich der glaube teilweise mit dem der ureinwohner vermischt (so wie in den ursprünglichen glauben auch besonders rawindrische elemnete aufgenommen wurden), jedoch gibt es konstante elemente (wie die annahme der überlappung von geisterwelt und welt der lebenden)

 

die religiöse toleranz zieht auch viele sekten nach minangpahit die an anderen orten verfolgt werden würden. aber die toleranz hat gewisse enden und wenn es den machthabern zu bunt wird, kann es vorkommen das die ein oder andere sekte verfolgt wird, wodurch sich im "untergrund" des landes allerlei religiöse sekten tummeln, die außer den eingeweihten kaum jemandem bekannt sind.

 

die erwähnten voodooelemente würde ich hauptsächlich auf den inseln ansiedeln und durch den kontakt mit dortigen religionen in die glaubenswelt der minagphahiti aufnehmen. gerade die diskrepanz in der religion zwischen festland und inseln kann zu interessanten spannungen führen...

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da die religion ja überall durchmischt und deswegen nicht einheitlich ist, könnten die priester interesse haben, eine einhait des landes herzustellen, um somit eine einheit des glaubens zu erreichen. in den augen der priester gehören alle priester eines gottes dem selben kult an, durch die vermischung mit anderen religionen verstehen sie sich jedoch als unterschiedliche auslegungen. dank der herrschenden toleranz kommt es zu keinen problemen und man kann die verschiedenen auslegungen, als "orden" des gottes ansehen, die sich unter seinem namen zu einem kult vereinen. dabei werden sie recht viele gemeinsamkeiten haben, aber an der ein oder anderen stelle voneinander abweichen. somit kann man schon eine gewisse einigkeit innerhalb der priesterschaft sehen, die jedoch nur nach außen stark vertreten wird, während es im inneren zu vormachtskämpfen kommen kann (die mehr oder weniger offen ausgetragen werden)

wie klingt das?  confused.gif

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nachdem ich heute nochmal ein bißchen myrkgard gelesen habe, hatte ich folgende idee:

die wichtigsten götter sind der licht- und der totengott (habe gerade die namen nicht parat, stehen aber im buch). der lichtgott steht für die einheit und ist als minagpahitischer gott der höchste, der nicht nur das leben symbolisiert, sondern dessen priester auch die einheit des alndes anstreben. dagegen ist der totengott relevant, da in monagpahit die ahnenverehrung sehr bedeutend ist und die meisten von ihnen nun einmal verstorben sind. er steht also nicht nur für das leben nach dem tod, sondern auch für die spirituelle verbundenheit mit den ahnen und somit haben die priester eine eher konservative ausrichtung, denn man übernimmt die lehren der ahnen. die priester sind auch gelehrte und besonders die des totengottes gelten als bewahrer alter lehren.

somit bilden die beiden wichtigsten götter, bzw. ihre priester widerstreitende parteien: einmal die vereinigung minagpahits unter einer führung (das alte reich) und einmal die konservative richtung, die alles so bewahren will, wie es war (bzw. ist, da es so ist wie es war.) der konservatisvismus sorgt auch dafür, dass die priester des totengottes ihren einfluß nicht verlieren, was ganz sicher eintreten würde, wenn die preister des lichtgottes ihre idee des gemeinsamen staates durchsetzen könnten.

gerade auch die ahnenverherung macht die religion in verschiedenen teilen des landes zu einer sache verschiedener auslegungen und jede sieht sich als die richtige an, wobei man bereit ist, mit den anderen zusammenzuarbeiten, solange ein gemeinsamer nenner vorhanden ist.

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Hi zwelfe,

 

das ist eine Spitzenidee!!

Leider bringt es uns in Erklärungsnotstand. Wir müssen nun erklären, wie Laturadane (Totengott) die Rolle Alamans (sowas wie der Teufel) im modernen Glauben eingenommen hat.

Eine mögliche Erklärung könnte aber ja eine beginnende Verteufelung Laturadanes und seiner Anhänger aus letztendlich innenpolitischen Beweggründen sein, da sie der Einheit des Landes im Wege stehen. Diese Begründung wäre natürlich keine offizielle oder gar der großen Lowalane Priesterschaft bekannte. Sie ist vielmehr im Dualismus versteckt, d.h. dadurch dass Lowalane die böse Rolle des dualen Bruderpaars zugeschrieben bekommt, ermöglicht diese Rolle die konkrete innenpolitische Option.

Damit erheilten natürlich die Lowalane Priester auch die spirituelle Definitionsmacht in ihrem Einflussgebiet, die früher die Laturadane Priester innehatten.

 

Wir hätten also doch ein spirituell geteiltes Land, wo die innenpolititischen und religiösen Risse tiefer gehen, als zunächst von Aussen vermutet. Oioioi, das wird verzwickt!! Super, biggrin.gif so muss Religion sein!

 

Ciao

Birk crosseye.gif

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dieser gut-böse Dualismus ist mir bisher nicht in den Sinn gekommen, da meiner Meinung nach die Minagpahitit einen engen Kontakt zum Tod haben: das Geisterreich ist nah und die Ahnen allgegenwärtig. aber eine `verteufelung´ laturadanes könnte wirklich innenpolitisch motiviert sein und von den Lowalane Priestern ausgehen, finde ich ganz gut.

Aber ich weiß auch gerade gar nicht, ob es unbedingt nötig ist, dass Laturadane verteufelt wird...

 

jedenfalls denke ich, dass auf den inseln weitere schamanistische elemnte in den glauben eingegangen sind, als auf dem festland. und vielleicht stammen die götter noch aus dem glauben des alten reichs? oder sind sie rawindrischen ursprungs?

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Hi zwelfe,

 

ich denke, dass die Verteufelung des Totengottes wirklich nur in den Bereichen Einzug gehalten hat, wo sich der Dualismus bereits durchgesetzt hat. Dieses Religionskonzept ist ja unter dem kulturellen Einfluss scharidischer Seefahrer entstanden.

 

Ansonsten gab es, in meiner Vorstellung, schon mal eine Welle der kulturellen Beeinflussung, ausgehend von Rawindra, wo die Geisterwelt sich in Götter und Dämonen teilte.

 

Die ursprüngliche Glaubenswelt war dann die angesprochene schamanistisch-animistische (Welt?)sicht. Hier rührt auch die enge Beziehung zum Tod her.

 

Ciao

Birk crosseye.gif

 

 

 

 

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ok, ich hoffe dich richtig zu verstehen:

- der dualismus tritt dort auf, wo wir scharidische elemente haben (ist ja nur an wenigen stellen), sonst kein dualismus

- ursprung: schamanistisch- animistisch, mit beeinflußung aus rawindra. sollen die götter nun an rawindrische angelehnt sein oder aus dem alten reich (khmer) stammen?

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Hi zwelfe,

 

hm, ich würde sagen das alte Reich (wir brauchen hier unbedingt einen Namen) war unter dem kulturellen Einfluss Rawindras und KTP entstanden und hatte diese wiederum beeinflusst, so dass die Götter/Dämonen rein äusserlich eine Ähnlichkeit zu den Rawindrischen Göttern haben mögen und unter dem anhaltenden kulturellen Einfluss Rawindras sogar eine gewisse Anpassung erfolgte, dass aber die Namen und Aspekte ihrer Verehrung der alten minangpahitischen Mythologie entstammen.

 

Der Glaube an den Dualismus hat sich allerdings inzwischen verselbstständigt ohne noch auf scharidische Einflüsse angewiesen zu sein. Ich gehe hier von einer gesellschaftlich-religiösen Elite aus, die ein Sendungsbewußtsein, eine Machtbasis und entsprechende spirituelle und materielle Ressourcen hat. (Die Söhne des Adlers hab ich sie mal genannt)

 

Ciao

Birk crosseye.gif

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der dualismus dürfte sich meiner meinung nach auf ein, zwei inseln finden lassen (diese begrenzunh läßt eine größere vielfalt im religiösen gefüge zu)

 

das alte reich (vorbild: khmer?) ist also angelehnt an Rawindra und KTP. Auch durch Einwanderer? Dann erklärt sich das Aussehen der Minangpahiti, Mischung zwischen Rawindri und KanThai. Warum wanderten sie denn aus und schufen das alte Reich? Oder soll das alte Reich bestanden haben und durch die Einwanderer religiös erweitert worden sein?

 

Ich sehe, wir kommen voran  biggrin.gif

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im htread zur geographie hast du geschrieben, dass Dayang die insel ist, auf der der glaube an die zweiheit, also auch unser dualismus am stärksten ist. ich würde dann sagen, dass die söhne des adlers dort stark sind, bzw. der vorwiegende glaube und man die söhne des adlers als eine der vielen sekten innerhalb der minangpahitischen religion ansehen kann. sie dürften die auslegung des Lowalane glaubens auf dieser insel sein... aber auch von anderen kritisch beäugt werden, gerade vom konservativen festland!

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Hi zwelfe,

 

ich wüde das Festland Minangpahits als ein Gemisch aus Thailand und Kambodscha ansehen. Die Bevölkerung dort ist nicht aus Wanderungsbewegungen aus KTP und Rawindra entstanden, sondern von dort kulturell beeinflusst worden, ebenso, wie sie diese beeinflusst haben.

 

Zum Dualismus: Ich würde zwar Dayang in dem Sinne als Kernland bezeichnen, das dort die Verehrung im Sinne der Dualitt die weiteste Verbreitung hat. Die Ursprünge der "Söhne des Adlers" (Bhasa Min. Anak rajawali) würde ich aber in Soripada auf Kalinatan verankern, d.h. sie sind tatsächlich aus einer religiösen Elite im unmittelbaren Umfeld Daramalunes entstanden. Ihre Lehre fiel nur in Dayang, das durch die KTP Angriffe stark gebeutelt ist, auf besonders fruchtbaren Boden. Der Glaube an die Zweiheit neigt aber auch hier am ehesten zur Radikalität und somit Fanatismus.

 

Das Aussehen der Inselbewohner würde ich mir wie Malayen/Indonesier vorstellen, das der Festlandsbevölkerung wie Thailand/Kambodscha. Die alte Kultur,  ich nenne sie jetzt einfach mal Kebudya-Bermur, ist aber schon lange(!wink.gif untergegangen und existiert nur noch in Sagen und Legenden, die eine gewisse Identitätsstiftende Wirkung haben (vor allem für die Festlandstädte), was aber nun konkret ihre Religion gewesen sein mag, müssen wir vielleicht (zur Zeit) gar nicht so genau definieren. Was uns mehr interessiert ist der Ist-Zustand und da würde ich von einem deutlichen rawindrischen Glaubenssystem ausgehen, das die Namen der Minagpahitischen Götter übernommen hat. Die religiöse Toleranz ist aber deutlich zu spüren, da sich niemals das Kastensystem durchgesetzt hat und die Frauen eine bedeutendere gesellschaftliche Rolle spielen.

 

Zu der geographischen Verortung der entwickelten religiösen Systeme (Rawindrisch/Dualismus) stimme ich ansonsten mit dir überein. Im Hinterland herrscht wilder Schamanismus verschiedenster Form, da sich kaum ein Missionar hierher wagt oder nicht lang genug überlebt bevor sein Schädel als beschworener Geist ein Dorf bewacht.

 

Ciao

Birk

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klingt alles sehr, sehr gut... die namen die du gewählt hast würde ich auch gerne für unsere weitere arbeit übernehmen, die klingen hübsch.

die alte kultur (Kebudya-Bermur) ist also nicht der ursprung der minagphahitischen götter? mein vorschlag ist, dass die götter tatsächlich aus dieser kultur stammen, aber rawindrisiert wurden und sich dann mit der zeit vom festland auf die inseln ausbreiteten...

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Der nur mit einer goldenen Maske auftretende Gottkönig des Landes, Daramalune, herrscht zusammen mit der Priesterschaft über Minangpahit. (Arkanum)

 

Problem! Gottkönig und herrschende Priesterschaft. Entweder muss das Land doch geeint sein und wir müssen entgegen dem Arkanum arbeiten... Wahrscheinlich fällt dann unsere bisherige Idee, oder?

Erfordert denke ich einen neuen Ansatz, mal sehen, was mir einfällt...  cry.gif

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alternativansatz um mit dem arkanum konform zu sein:

 

die städte sind weiterhin recht unabhängige stadtstaaten, da sie weit auseinanderliegen, jedoch hat es keine vermischung mit den ureinwohnern gegeben. minagpahit bezeichnet dann das land, welches durch die priesterschaft regiert wird, deren oberster herrscher Daramalune ist und der die einheit des landes verkörpert. er verläßt seine heimatstadt jedoch so gut wie nie, wodurch die priesterschaft teilweise nur nominell ihm untersteht, jedoch, je weiter sie von ihm örtlich entfernt ist, um so selbstständiger ist.

die priesterschaft hat jedoch ihren einfluß in einigen städten eingebüßt und besonders der glaube an die zweiheit und die religionseinflüße aus rawindra und kanthaipan haben dafür gesorgt, dass die herrschaft der priester in einigen städten nur über die wohlhabenden dieser städte laufen, wodurch sich eine einflußreiche oberschicht gebildet hat, auf die die priesterschaft rücksicht nehmen muss...

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Hi zwelfe,

 

nicht verzagen, den Satz kenn ich und ist von mir durchaus bedacht worden.

Daramalune beherrscht theoretisch ganz Minangpahit (inklusive Festland), da er als Kind Lowalanes und Lalita Tripurasundaris angesehen wird, würde sich ihm niemals ein Minangpahiter wiedersetzen. (siehe Eingangsposting)

Daramalune mischt sich allerdings nur sehr selten in die Angelegenheiten Minangpahits ein (er kann sich ja schließlich nicht um alles kümmern). Im Allgemeinen ist er ewig jung, lebt in seinem Palast und übt die ideele Herrschaft aus, kurz er ist sehr geheimnisvoll (das deutet schon die goldene Maske an).

 

Die Priesterschaft allerdings herrscht mit ihm zusammen über Minangpahit, allerdings gibt es in der Priesterschaft sehr unterschiedliche Meinungen, was den nun Daramalunes, bzw. Lowalanes Wille sei. Und demzufolge bleibt die Zersplitterung und alles was bisher besprochen wurde bestehen.

 

Nur in Zeiten höchster Bedrängnis für Minangpahit mischt sich Daramalune tatsächlich in die Regierungsgeschäfte ein und garantiert damit für einen solchen Fall die Einheit des Landes.

 

Ciao

Birk

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also alles bleibt beim alten... und Daramalune ist der göttliche kriegsherr der im notfall das land einen kann... wie ist er in der bevölkerung aufgenommen? weiß man dort von ihm und das er im notfall das land einen wird? wie sehen ihn die anderen religionen? wahrscheinlich als gefahr? wie sieht ihn die minagpahitische religion? die priesterschaft die einfluß gewonnen hat, wird Daramalune nicht gerne im rücken haben, denn er kann ihren einfluß theoretisch zu nichts machen...

was wäre ein notfall bei dem Daramalune für die einheit sorgt? weiß er das die priesterschaft um seine auslegung zerstritten ist und befürwortet er dies, damit keine starke macht in minagpahit entsteht, die ihm trotzen könnte? sorgt er also im endeffekt für die zersplitterung des landes, oder befürwortet die, um dann um so größer dazustehen?

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zu daramalune

 

wenn die verschiedenen priesterschaften innerhalb und miteinander zerstritten sind, dann hat daramalune wirklich keinen großen einfluß, bzw. nutzt seinen einfluß nicht.... die einheit des landes erreiicht er, wenn es sein muss, dadurch das er der oberste Priester aller Götter ist und so die herrschenden priester ihm unterstehen. das ist aber nicht ganz so einfach: er müsste den fremden glauben vertreiben und allen städten wieder eine priesterherrschaft aufdrücken.  er selbst duldet die fremden religionen, da sie es schaffen, dass priesterschaft zerstritten ist und sich nicht gegen ihn erheben kann, bzw. sich nicht verselbstständigen kann. da er die religionen akzeptiert, kann man minagpahit als in religiöser hinsicht tolerant bezeichnen, denn viele gesetzte gehen auf ihn zurück...

ich sehe daramaluna als graue eminenz im hintergrund minagpahits an, der nur selten offiziell auftritt, wodurch er im alltagsleben bedeutungslos ist. sein palast ist der prächtigste, aber auch der best abgeschirmte. doch über diverse kanaäle ist er immer aktiv, nur halt im hintergrund...

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Hi zwelfe,

 

dass ist meiner Meinung nach alles viel mystischer. Du siehst Daramalune als viel zu menschlichen Herrscher.

Er ist der leibhaftige Gottessohn!

Der ewig junge Herrscher, er ist die Inkarnation Minangpahits selber. An ihm zu zweifeln, bedeutet die Welt an sich in Frage zu stellen!

Daramalunes Absichten, Ziele und Wünsche sind genauso geheimnisvoll wie die der Götter, er ist der Mittler zwischen Menschen und Göttern, d.h. er ist die Fleisch gewordene göttliche Eingebung.

Jeder Bewohner Minangpahits kennt Daramalune, sein Palast ist eine heilige Stätte, einen Blick auf ihn zu erhaschen ist, für alle Bewohner Minangpahits, der sichere Weg zur Erlösung!

Zu ausgewählten Festen zeigt er sich auf einem Balkon, an einem Teich oder Ähnlichem, in seiner festlichen Gewandung und lösst eine Massenekstase durch sein Erscheinen aus.

 

Natürlich gibt es Legenden über ihn, wie er in der Verkleidung als einfacher Bauer, Diener, Handwerker etc. das Land durchstreift und die Ungerechten straft die Aufrichtigen aber belohnt. So gesehen ist er auch noch das personifizierte schlechte Gewissen.

 

Ganz gewiss ist Daramalune nicht der oberste Kriegsherr, er ist vielmehr ein Ideal, eine höhere Idee, die Heilsgestalt die alle Einwohner Minangpahits miteinander über jegliche Differenz hinweg verbindet. Er gibt dem Volk von Minangpahit eine (seine!wink.gif unverwechselbare und ewige Identität!!!

 

Also Zusammenfassend die Herrschaft Daramalunes ist nicht im Sinne einer weltlichen Herrschaft oder einer spirituellen Führung zu verstehen, sondern vielmehr ein Leitbild, ein Ideal dem jeder zu folgen versucht.

Aber wie es mit Idealen so ist, so sehr man sie braucht, um dem tagtäglichen Leben standzuhalten. Die Erfüllung des Ideals scheitert meist an der grauen Wahrheit des Alltages.

 

Aber dieses Ideal wird, trotz aller Niederlagen im Alltag, niemals verloren gehen, den es ist Fleisch geworden und es ist ewig jung!

 

Ciao

Birk

 

 

PS: Daramalune rules! headbang.gif

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hi birk,

als du dein letztes posting schriebst, schienst du von daramalune in ekstase versetzt worden zu sein  biggrin.gif

 

ok. ich verstehe wie du ihn siehst und finde das ganze sehr interessant, aber folgende fragen habe ich:

- was macht er wenn er sich nicht zeigt? er ist gott, aber was bedeutet das nun konkret?

- er gehört nur zum minagpahitischen glauben, ja? ist er der mystische staatsgründer? so eine art erster, göttlicher siedler? stammen von ihm die ersten minagpahiti ab?

- er ist die ideele einheit des landes und der streit der priesterschaften geht also nur um die auslegung seiner aussagen, aber wozu muss er dann personifiziert sein? ein orakel würde reichen... ich finde da muss mehr her..., aber was ?  confused.gif

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Hi zwelfe,

 

Zitat[/b] (der Elfe und die Zwerg @ 15 März 2004,22:01)]als du dein letztes posting schriebst, schienst du von daramalune in ekstase versetzt worden zu sein  biggrin.gif

 

Ich bin halt ein aufrechter Minagpahiti! cool.gif

 

Zitat[/b] (der Elfe und die Zwerg @ 15 März 2004,22:01)]- was macht er wenn er sich nicht zeigt? er ist gott, aber was bedeutet das nun konkret?

 

Nein, er ist nicht der Gott, er ist nur göttlich!

Er ist die Personifizierung des minangpahitichen Glaubens, d.h. er stellt einen Brennpunkt für die Verehrung der minangpahitischen Götter dar.

Er ist also das integrative Element der minangpahitischen Religion.

Das heißt, es ist egal wie du die Götter verehrst, wichtig ist, dass du Daramalune respektierst. Damit stellt er die Einheit des minangpahitischen Glaubens sicher und konzentriert den Fluss des Sa auf Lowalane.

Im Gegenzug ist er eine Botschaft der Götter an die Menschen: "Seht her, ihr seid unser Volk, daher senden wir unseren Sohn, als lebenden Beweis unserer Verbundenheit, zu euch in eure Mitte!"

Daraus folgt, dass er durch seine Person das Land verbindet und ihm eine Identität gibt. Er personifiziert den Schutz des minangpahitischen Reiches durch die Götter.

Konkret bedeutet dies, dass die Priester und Schamanen die Lowalane als obersten Gott/Geist verehren einen göttlichen Menschen in ihrem Rücken wissen, das erhöht das Sendungsbewußtsein und die Autorität.

Ich würde aber auch davon ausgehen, dass die Existenz Daramalunes so etwas wie ein göttlicher Schutz ist.

Diese Ecke der Welt hat nun wirklich eine Menge Scheiße gefressen: In Rawindra die Sritra, in KTP die schwarzen Adepten, nur in Minangpahit konnten sie sich beide nicht festsetzen, obwohl oder sogar gerade weil dieses Land nicht über die ausgefeilten Staats- und Gesellschaftssysteme seiner Nachbarn verfügt, aber dennoch in der Lage ist, sich geschlossen zu verteidigen. Diese Geschlossenheit könnte man als psychologisches Phänomen der zentralen Person bezeichnen, also die Bereitschaft die eigene Identität im Notfall einer übergeordneten idealisierten Persönlichkeit unterzuordnen. Oder aber als göttliches Wunder, dass immer wieder die Einheit Minangpahits im Notfall herstellt.

 

Zitat[/b] (der Elfe und die Zwerg @ 15 März 2004,22:01)]- er gehört nur zum minagpahitischen glauben, ja? ist er der mystische staatsgründer? so eine art erster, göttlicher siedler? stammen von ihm die ersten minagpahiti ab?

 

Nein das würde ich nicht sagen. Meine Ideen gehen gerade in die Richtung, dass die Kebudya-Bermur so eine Art Nekromanten Herrschaft hatten. Möglicherweise eine Art Seemeisterreich (nur auf Basis von Totenbeschwörung) lange vor den Seemeistern. In einem gewaltigen nekromagischen Krieg ging dieses Reich unter und das Andenken ist lange vergessen. Es gibt nur zwei Überbleibsel aus dieser Zeit: Erstens den ewig jungen Daramalune, der der göttliche Garant für die weitere Sicherheit des Landes ist. Ich stelle mir das als eine Art übernatürlicher Handel vor: Das Reich und seine gewaltige Macht geht unter, dafür garantieren wir eurem Volk einen übernatürlichen Schutz. Das so etwas natürlich auch nicht wasserdicht ist zeigt sich auf Myrkgard.

Zweitens verschmolz im Sinne einer Nebenwirkung des Kolapses der nekromantischen Macht die Geisterwelt, das Jenseits, mit dieser Welt. Und somit stehen die Geisterschamanen in der Tradition des alten Reiches, was sie natürlich nicht ahnen.

 

Zitat[/b] (der Elfe und die Zwerg @ 15 März 2004,22:01)]er ist die ideele einheit des landes und der streit der priesterschaften geht also nur um die auslegung seiner aussagen, aber wozu muss er dann personifiziert sein? ein orakel würde reichen... ich finde da muss mehr her..., aber was ?  confused.gif

 

Der Streit der Priesterschaften geht nicht um die Auslegungen seiner Aussagen. Der Streit der Priesterschaften geht in der Regel um Macht (immerhin reden wir von dem Orden eines Herrschaftsgottes). Das mag als Streit um die Auslegungen verbrämt sein, sollte uns aber als übergeordnete und unparteiische Beobachter Minangpahits nicht darüber hinweg täuschen, dass wir es hier mit der Auseinandersetzung verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen zu tun haben. Minangpahit ist deshlb so zerstritten, weil sie in Wahrheit gar keine religiösen Differenzen haben. Genau genommen ist es den Söhnen des Adlers und anderen religiösen Gruppierungen in der Regel vollkommen Schnuppe, welcher Glaubensrichtung der Einzelne nachgeht. Es geht hier um den religiös verbrämten Aufstieg einer gesellschaftliche Elite. Und das, wenn man mal ehrlich ist, ist der Kern der Verehrung eines Herrschaftsgottes: Die Akkumulation von Macht.

In dem Zusammenhang will ich gleich mal davor warnen, Lowalane mit seiner Priesterschaft zu verwechseln.

 

Das Wesen der Vereehrung eines Herrschaftsgottes ist:

 

Entweder die Verwaltung und Ausübung von Macht in Vertretung für den Gott (das valianische Stellvertreter Modell / ebenfalls gescheitert!wink.gif, der herrschaftliche Aspekt des Gottes ist hier auch gleichzeitig die inhaltliche Ausrichtung des Ordens.

 

Oder die Aneignung von Macht für den eigenen Bedarf (das "neue" minangpahitische Modell), der herrschaftliche Aspekt steckt hier nur den formalen Rahmen des Ordens ab, ohne ihm inhaltliche Vorgaben zu machen, daher ist auch die Verschiedenartigkeit der Glaubensrichtungen bei einem Gott möglich.

 

So weit erstmal...

 

Ciao

Birk

 

 

 

 

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    • Von Kashoggi
      Hallo,
      ich würde mich freuen wenn Ihr mir ein wenig bei der Hintergrundgestaltung meines Charakters unter die Arme greift.
      „Sahib Yaʿqūb (Yakub) Ibn Abihi Sadiq Gimil-Dum Muatinu Thame, Teschirisch Mardaba“ (ja er steht darauf seine Erlebnisse auch in seinem Namen zu tragen.)
       
      Für Euch kurz „Sahib Yaʿqūb Ben“ kommt aus Elhaddar, Mardaba. Er ist unfreier Händler. Er selber bezeichnet sich als Kauffahrer. Andere würden wohl eher Pirat sagen.
      Welche Gottheit kann er anbeten? Ich dachte entweder an einen Gott des Handels oder der Seefahrt. Was wäre dazu stimmig?
       
      Gruß Kashoggi
    • Von Galaphil
      Als Folge aus der Diskussion über die Aspekte der Priester bin ich auch ein weiteres Thema einmal angegangen, das mir und auch anderen immer schon seltsam erschienen ist (und das aus aktuellem Anlass gerade wieder hochgekommen ist)
       
      Zwar sind die Priester in Midgard in verschiedene Aspekte unterteilt, die zugehörigen Ordenskrieger sind aber alle in einen Topf geworfen, was die Entstehung und Entwicklung der Figuren betrifft. Deshalb habe ich folgendes System entwickelt, dass sich näher an den Priestern des Aspektes/Gottes orientiert, den der Ordenskrieger verteidigt oder für den er kämpft:
       
      Zu den Fertigkeiten: falls notwendig, kann ein Ordenskrieger zwei Fertigkeiten miteinander vertauschen: ein Ordenskrieger eines Meergottes wird zum Beispiel eher Seemannsgang oder Steuern beherrschen als Reiten und Kampf zu Pferd, ein Ordenskrieger einer Lebensgöttin vielleicht Kräuterkunde und Erste Hilfe statt Kampf in Schlachtreihe und Athletik (beliebig fortsetzbar). Bei einem Ordenskrieger eines Herrschafts- oder Kriegsgottes wird man nicht viel ändern müssen, aber es soll ja auch andere geben
       
      Bei den Wundern: Alle Wunder aus dem Lehrplan bleiben für alle Ordenskrieger Wunder. Die weiteren Wunder (ein Ordenskrieger besitzt 7 Stufe 1 Wunder, 15 Stufe 2 Wunder, 6 Stufe 3 Wunder, 8 Stufe 4 Wunder und 2 Stufe 5 Wunder) sucht er sich aus den Wundern des Priesters der zu ihm passenden Gottheit aus! Weitere Wunder kann er dann logischerweise nicht mehr lernen, auch wenn sie in der DFR-Liste angegeben waren. Der Or hat also nie mehr Wunder als er vorher haben konnte!
      Wechselt ein Ordenskrieger jetzt seine Überzeugung (zB von Kriegsgott auf Lebensgöttin) und seinen Orden (was dann noch extra ausgespielt werden sollte und durchaus auch Zeit und Gold kosten kann), dann werden Wunder, die er vorher gelernt hat, und die für seine neue Gottheit keine Wunder mehr sind, zu Standardzaubern herabgestuft - er darf sich dann logischerweise nur noch Wunder aus denen des Priesters seiner neuen Gottheit aussuchen (alternativ kann man auch die alten Wunder, die jetzt Standardzauber sind, je einen Platz für ein Wunder dieser Stufe belegen, also dass man dann dafür je ein Wunder weniger lernen kann in dieser Stufe).
       
      Dadurch bekommen Ordenskrieger etwas mehr Unterscheidbarkeit und werden wie die Priester auch durch das Lernsystem animiert, sich dem Aspekt ihrer Gottheit näher verbunden zu fühlen.
       
      LG GP
    • Von Xan
      Fflamyen ist eine Mondgöttin und wird als Schirmherrin der guten weiblichen Zaubermacht von ihren Kultanhängern verehrt. Sie symbolisiert Magie, Weiblichkeit, Macht und Leidenschaft. Sie ist eine sehr zwiespältige Göttin. Auf wessen Seite sie eigentlich steht, bleibt verborgen. Sie ist zum einen bestrebt mit ihrer Zauberei den Menschen und den Göttern zu helfen, andererseits will sie als liebende Mutter ihren Sohn schützen und ihm beistehen. Ihr innerer Zweispalt zeigt sich in der Zu- und Abnahme des Mondes, wobei ihre Kräfte bei Vollmond am stärksten sein sollen. Fflamyen wird durch den hellen Vollmond symbolisiert und meist als verführerische Frau mit langem, schwarzem Haar dargestellt, aus deren Schultern Eulenschwingen wachsen. Die Eule und die Cambria-Orchidee gelten im Fflamyen-Glauben als heilig.
      Der Fflamyenkult existiert nur noch im Verborgenen, seit die Göttin von ihrem Stiefsohn aus dem Pantheon verbannt wurde. Trotzdem ist der Glaube in den traditionsbewussten, eher unberührten Teilen des Landes weit verbreitet. Fflamyen wird – bis auf wenige Ausnahmen – von Frauen verehrt. In manchen Landstrichen haben sich mehrere Anhängerinnen zusammengefunden und praktizieren ihre religiösen Rituale gemeinsam. Größere, organisierte Gemeinschaften wird man aber nicht antreffen. Mit den Zeremonien, die oft gesangliche oder tänzerische Elemente beinhalten, huldigen die Anhänger Fflamyen oder bitten sie um Visionen oder andere Unterstützung.
      Da der Göttin keine Tempel geweiht werden dürfen, wird sie heimlich angebetet. Feste Kultstätten gibt es nicht, dafür aber bestimmte Orte, die sich zur Durchführung der nächtlichen Rituale besonders eignen. Dazu zählen Lichtungen in Wäldern, Felslandschaften an Küsten oder im Gebirge und Inseln in stehenden Gewässern.
    • Von Dracosophus
      Ich möchte hier zwei hypothetische Situationen vorstellen, auf die ich mir Antworten erhoffe.
       
      I) Ein Priester und ein Magier (mit jeweils Zaubern+27; Zaubermacht und Artefakt) befinden sich in einem geschlossenen Metallraum mit 1m Wanddicke (auch der Boden ist auch Metall). Der Magier hat einen Deckmantel aktiv und am Boden ist ein aktives Deckmantel-Siegel von einem Thaumaturgen (ebenfalls Zaubern+27). Der selbe Thaumaturg hat die Burg, in der sich der Raum befindet, mit einem Heimstein geschützt, so dass der Raum von dem Stein geschützt wird. Alle außer der Magier tragen eine Ritterrüstung.
       
      II) Ein ehemals relativ mächtiger Gott wurde geschwächt und hat nur noch 1000 Anhänger. All diese Anhänger - also die gesamte Glaubensgemeinschaft - befinden sich ein einem geschlossenen Metallraum mit 1m Wanddicke (auch der Boden ist aus Metall); unter ihnen sind mehrere Priester des Gottes. Sie sind alle von Deckmantel-Siegeln des obigen Thaumathurgen geschützt und der gesamte Raum ist von mehreren Heimsteinen geschützt (Erschaffer hat Zaubern+27). Alle Beteiligten tragen eine Ritterüstung. Der Gott hat keinen Avatar.
       
      Nun zu den Fragen (für jeweils beide Situationen):
       
      1) Können die Priester/der Priester noch Wundertaten (also Gebete) wirken? Sie sind ja von Metall, Heimsteinen und Deckmänteln abgeschirmt.
      1.1) Können die (normalen) Gebete der Gläubigen den Gott noch erreichen?
      1.2) Können die Priester per Göttliche Eingebung noch direkt Kontakt zu ihrem Gott aufnehmen, falls sie noch Wundertaten wirken können?
      1.3) Können die Gläubigen und/oder Priester noch Göttliche Gnade erhalten?
      1.4) Können die Gläubigen und/oder Priester noch Große Wunder erbeten?
      1.x) 'Weitere entsprechende Fragen, die zur Situation passen.'
       
      2) --> Nur bei Fall II.
      Kann der Gott noch irgendwelche Informationen erhalten? Seine ganze Kirche und alle Gläubigen sind ja von Metall, Heimsteinen und Deckmänteln abgeschirmt.
      2.1) Kann der Gott noch Sa erhalten?
      2.2) Hat der Gott überhaupt noch Macht?
      2.3) Vergeht der Gott im Laufe der Zeit?
      2.x) 'Weitere entsprechende Fragen, die zur Situation passen.'
       
      Kurze Hinweise: Laut Zauberbeschreibungen blockiert Deckmantel sämtliche informationsbeschaffende Magie und Heimstein verhindert, dass Magie von außerhalb des Bereiches nach innen dringt.
       
      Weitergehende Hinweise für konstruktive Interpreteure: Die Situationen können, wenn das Prinzip erhalten bleibt, in beliebig komplizierter Verfeinerung und Ausarbeitung betrachtet werden (also viel mehr Schutzzauber ("alles was die Bücher bieten") und beliebige Änderungen der Zahlen-Werte (Anzahl der Gläubigen, Höhe des Zaubern-Wertes (bevorzugt nach oben))).
       
      Das Ganze ist eigentlich gar nicht so kompliziert und ich hoffe, dass jemand darauf antwortet. Nicht regelbasierte Aussagen können auch gemacht werden, sollten aber einen deutlichen Hinweis, dass sie über die Regeln hinaus gehen oder diesen widersprechen, enthalten.
       
      Edit: Da sich der Schutz durch Deckmantel (und wohl auch der durch Heimstein) vor göttlichem Wirken mittlerweile als Hausregel herausgestellt hat, kann man auch ohne Hinweis gerne abseits der Regeln diskutieren. Falls man das mit der Hausregel anders sieht, sollte der Hinweis dabei sein. Mich würde auf jeden Fall interessieren, was bei denen passiert, die den Schutz als Hausregel haben (oder es als Regelauslegung sehen).
      Die Auszeichnung des Strangs als Regelfrage kann eventuell auch entfernt werden.
    • Von Drachenmann
      Schalömchen, liebes Forum!
       
      Beim Verfolgen des Themas zur göttlichen Eingebung fiel mir nicht nur der größtenteils leidenschaftliche, sogar vehemente Tonfall der Diskussion auf.
       
      Besonders die zum Teil sehr gegensätzliche Auffassung der Gottheiten bezüglich ihrer Machtfülle, ihres globalen (pauschalen?) Kenntnisstandes über die Ereignisse auf der Welt Midgards gab mir zu denken.
       
      Daraus folgt ja schließlich eine unterschiedliche Beurteilung ihres Verhaltens gegenüber der eigenen Gefolgschaft,
      aus der die Figuren (SC und NSC) eines unbestimmten,
      aber höheren Grades als ~5 mit Sicherheit aus der Masse herausragen.
       
      Vielleicht mag es ungewohnt erscheinen,
      doch möchte ich angesichts des bisherigen Tonfalls diesem Thema einige Vorgaben als Bitte voranstellen:
       
      Zum einen bitte ich, die Textstellen der Regelwerke (DFR, ARK, KOM, MdS) als Diskussionsgrundlage zu verwenden,
      da hier die grundsätzliche Haltung der Götter Midgards beschrieben wird.
      Zur Erklärung: Ich befürchte ganz einfach, dass tatsächliche und selbsternannte Historiker aneinandergeraten,
      was zwar sicher unterhaltsam, aber nicht Sinn der Sache wäre.
       
      Zum zweiten bitte ich um eine möglichst sachliche und zielgerichtete Auseinandersetzung,
      wozu Sarkasmus und Diffamierung sicher nicht zählen.
      (Ja, ich weiß, jetzt wird der Bock zum Gärtner... )
       
      Zum dritten wäre es total schön, wenn Ihr Euch nicht in Beispielen verzetteln würdet.
       
      Jetzt meine konkreten Thesen und Fragen, die allesamt meiner Lesart entspringen:
       
      1) Die Gottheiten Midgards sind als Manifestationen des Glaubens definiert.
      Ihre Machtfülle steigt und fällt mit der Zahl und Inbrunst ihrer Anhängerschaft.
      Kann eine Gottheit unter dieser Gegebenheit allmächtig und allwissend sein?
      Wo sind ihrer Macht und ihrem Wissen Grenzen gesetzt?
       
      2) Laut KOM S.57 ist auch eine Gottheit nicht allwissend.
      Allerdings verfügt sie über andere Mittel als ein Sterblicher (s. MdS).
      Worin liegen die Grenzen ihres Wissens und worüber weiß sie mit Sicherheit bescheid?
       
      Ich behaupte, sie kann nicht nur mit ihren eigenen Götterboten usw. kommunizieren,
      sondern auch Erkenntnisse aus den Ereignissen in den Traumgestaden ziehen.
      Desweiteren kann sie mit solchen anderen Gottheiten des eigenen Panteon Informationen austauschen, mit denen sie nicht rivalisiert.
      Wie beurteilt Ihr daraufhin die Kommunikation mit Gottheiten eines anderen Panteon, besonders wenn sich die Schwerpunkte beider stark ähneln?
      (z.B. Tod=Culsu/Ylathor, Krieg=Laran/Irindar, Herrschaft=Tin/Xan usw.)
       
      3) Wundertaten sind keine erlernten Zauber, sondern die Kraft einer Gottheit, die sich in einer Figur (ob SC oder NSC) als Medium Bahn bricht (s. ARK).
      Steht unter dieser Voraussetzung dem SL zu, eine erfolgreiche (=gelungener EW:Zaubern) Kontaktaufnahme der Figur zu ihrer Gottheit zu verhindern,
      weil der SL Form oder Inhalt dieser Kontaktaufnahme als dümmlich empfindet?
      Beschreibe ich die Voraussetzung falsch?
       
      4) Dieselbe Voraussetzung (3) als gegeben vorausgesetzt:
      Steht es einer Gottheit (als NSC) zu, nach erfolgreichem EW:Zaubern den Kontakt aus persönlichen oder menstruativen Gründen zu verweigern?
       
      5) Eleazar ist folgendes wichtig:
      Welche Schutzmöglichkeiten gegen Göttliche/Dämonisch Eingebung würdet ihr für plausibel halten: Ein Zauber (Sphäre), der einen Gott/Dämon abschirmt, so dass er nicht sehen kann, was in der Sphäre geschieht? Eine Art Illusion, die dem Gott eine heile Welt vorspielt? Ein Artefakt, dass ... Möglicherweise wäre all diese Zauber zu kontern, indem man einen Glaubensgenossen innerhalb der Sphäre platziert, der seine Beobachtungen dann an den Gott weitergibt.
       
      Es geht nicht um einen Allerweltszauber, sondern ruhig um einen mit Göttliche Eingebung vergleichbaren "Gegenzauber", der einen zu einfachen Zugriff auf besondere NPCs erschwert/unmöglich macht.
       
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      Dies sind meine Fragen, Ihr könnt den Katalog gerne erweitern!
      Sobald eine weitere Fragestellung diskutiert wird, kann mir deren Initiator eine PN schicken, und ich erweitere die Liste.
      Im Gegenzug werde ich im Katalog die unrelevanten Fragen durchstreichen,
      um bis dahin eingegangene Antworten nicht in den Regen zu stellen.
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Ziel des Themas ist ein möglichst breiter Konsens.
      Hierfür interessiert nicht nur die Meinung der Leiter, sondern auch und besonders die der Spieler.
       
      Grüße
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