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Prados Karwan

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  1. @Silbär: Wie @Eleazar schrieb, ich muss da nicht suchen, ich kenne die Regeln und weiß auch, dass ihre Fomrulierungen nicht in allen Fällen einfach verständlich sind. Und ich weiß sehr gut, dass die Formulierungen rund um den FW als problematisch wahrgenommen werden bzw. wurden, ich hatte entsprechende Regelanfragen. Aber, wie gesagt, jeder möge die Regeln nach seinem Wunsch auslegen. Ich für mich beende hiermit meinen Ausflug in die Regeldiskussion.
  2. Als Reaktion auf @Eleazar s Beitrag: Jeder möge die Regeln so auslegen, wie es gefällt. Ernsthaft. Denn warum sollte es interessieren, dass ich vor Jahren mal Regelfragen beantwortet habe? Ich hatte heute tatsächlich mal wieder Lust, ein wenig über die 'alten' M5-Regeln zu diskutieren - und ich weiß, dass das schwer nachvollziehbar sein dürfte ... Auslöser waren unerwartete Freizeit und das Thema, denn die hier angesprochene Unschärfe war ein Aspekt, den ich bei Altgard auf jeden Fall vermeiden wollte.
  3. Es gibt nun aber keine Fertigkeit Angriff (s. meinen Beitrag auf Seite 2 und Seite 69 im Kodex). Um mit offenen Karten zu spielen: Du hast vorhin Ockhams Rasiermesser eingebracht. Vergleicht man nun unsere beiden Erklärungsansätze, kommt meiner ohne Hypothesen aus (behaupte ich zumindest): Das Regelwerk unterscheidet zwischen FW und FB (Seite 35/36 bei der Definition der Begriffe und dann folgerichtig im weiteren Verlauf), nennt den Einsatz bzw. Anwendung als Fall, in dem diese beiden Werte addiert werden, unterscheidet eindeutig in den Anwendungsfällen beim Scharfschießen zwischen dem Schuss auf kleine Ziele (kein EW:Scharfschießen) und der direkten Anwendung (da gibt es den EW:Scharfschießen). Daraus ergibt sich widerspruchsfrei und ohne zusätzliche Hypothesen bzw. Annahmen, dass bei der Addition des FW:Scharfschießen keine direkte Anwendung erfolgt und daher auch nur der FW gemeint ist, also der ohne den FB, den es nur bei direkter Anwendung gibt. Deine Schlussfolgerung hingegen benötigt mehrere zusätzliche Hypothesen, beispielsweise die Vermutung, dass die Formulierung auf Seite 48 falsch sei (s. hier Seite 2). Weiterhin nimmst du eine fiktive Fertigkeit Angriff an, die so laut Regelwerk nicht existiert.
  4. Bitte schreibe mir mal, welche Fertigkeit deiner Meinung nach eingesetzt wird beim Schuss auf kleine Ziele. Zur Sicherheit: Das ist keine provokativ gemeinte Frage.
  5. Das Spannende ist ja, du hast letztlich völlig recht: Beim Einsatz, also der Anwendung der Fertigkeiten wird immer der FW inklusive des Bonus berücksichtigt. Und genau das wird bei der Beschreibung der Fertigkeiten beidhändiger Kampf und Scharfschießen auch konsequent umgesetzt. Mir kommt nur der Verdacht, du liest die Beschreibungen nicht genau genug und missinterpretierst die eindeutige Angabe eines EW:Fertigkeit mit dem allgemeinen EW:Angriff. Das wäre aber fehlerhaft. Genauer: beidhändiger Kampf: In der Beschreibung der Fertigkeit findet sich kein einziges Mal die Formulierung EW:Angriff, sondern nur EW:beidhändiger Kampf. Die Schlussfolgerung ist selbstverständlich, dass die Anwendung mit dem Bonus erfolgt. Auch die Formulierung zu Beginn, dass der FW:Waffe so hoch sein müsse wie der FW:bK, führt, ob mit oder ohne Bonus, zu keinen Widersprüchen, da der Bonus des bK dem Angriffsbonus entspricht, denn beides hängt von Gs ab. Scharfschießen: Der EW:Scharfschießen wird explizit nur bei der zweiten Anwendungsvariante erwähnt. Beim Schuss auf kleine Ziele wird hingegen ein normaler EW:Angriff durchgeführt und der FW:Scharfschießen wird lediglich addiert. Das Addieren ist regeltechnisch keine Anwendung, sonst wäre es ein EW:Scharfschießen. Das wäre aber nicht sinnvoll, weil dann die Fertigkeit eine zwingende Voraussetzung für das Schießen auf kleine Ziele wäre. Das ist es aber nicht, da man auf kleine Ziele auch ohne Scharfschießen schießen kann. Anders gesagt: Ockhams Rasiermesser ist scharf und man muss beim Einsatz genau darauf achten, wie man es einsetzt. Wenn du die Addition eines FW von Fertigkeit A auf die Anwendung einer anderen Fertigkeit B mit der Anwendung von A gleichsetzt, kommst du zu deinem Ergebnis. Da das Regelwerk aber 1. eine Unterscheidung zwischen FW und FB vornimmt und mindestens bei den Regeln auch umsetzt und 2. der Wortlaut der Beschreibungen hinsichtlich der Unterscheidung eindeutig ist, dürfte deine Schlussfolgerung ein Irrtum sein. Noch ein Nachtrag: Mir ist bewusst, dass man die Sache auch anders beurteilen könnte. Allerdings würde deine Auslegung zu einem Sonderfall der Regeln führen, da dann bei der Anwendung einer Fertigkeit ein einziges Mal ein Bonus doppelt angerechnet werden würde. Diese doppelte Anwendung widerspricht jedoch zumindest meines Erachtens vollständig dem 'Geist' des Regelwerks, das solche Doppelungen ansonsten nirgendwo vorsieht.
  6. Entschudlige bitte meine vorherige Antwort, sie war nicht hilfreich, da ich fälschlicherweise davon ausging, du wolltest den gesamten Komplex hinterfragen. Die Elefantenzähmer steht auf den Seiten 35 und 36 im Kodex. Dort wird zunächst der Fertigkeitswert (FW) und dann der Fertigkeitsbonus (FB) beschrieben. Diese beiden werden also unterschieden. Beim Schießen auf kleine Ziele wird Scharfschießen im regeltechnischen Sinne nicht angewendet (also kein eigener EW), sondern es wird lediglich der FW auf eine andere Anwendung addiert - und dann ist die auf den Seiten 35/36 getroffene Unterscheidung zwischen FW ud FB wichtig. Kurzfassung: EW: Anwendung einer Fertigkeit mit FW+FB FW: gelernter Wert, wichtig fürs Lernen und hier fürs Scharfschießen
  7. Kodex, Seite 36 oben links. Da Abwehrwaffen auch für Angriffe verwendet werden können (vgl. die entsprechenden Waffenbeschreibungen), gilt unter Umständen auch für sie ein Angriffsbonus.. Die Eigenschaftsangaben, die im Kodex bei den Waffen angegeben sind, sind keine Leiteigenschaften, sondern die Mindestvoraussetzungen, um die Waffe ohne Abzug zu führen. Nachtrag, weil vergessen: Kodex, Seite 69 links erklärt, wie es zum Terminus "EW:Angriff" kommt.
  8. Das grundsätzliche Problem dürfte sein, dass die beschriebene "Diebshand" kein Zaubermittel ist. Zaubermittel werden normalerweise gegessen, getrunken oder als Salbe aufgetragen. Die Wirkung entspricht eher der eines Artefakts. Wenn es als Zaubermittel verwendet werden soll, dann müssen Teile des Zaubermittels an oder in die verzauberte Person, um die Wirkung zu entfalten. Darüber hinaus muss es auch jeweils "eine volle Dosis" (Ark., S. 174) sein. Dies wird alles nicht beschrieben, was ein weiterer Hinweis darauf ist, dass es sich letztlich nicht um ein Zaubermittel handeln kann. Damit bleiben nur gewisse Möglichkeiten, wenn man dieses Objekt von den Regeln her einhegen möchte. (Natürlich kann man es auch einfach so wie beschrieben verwenden und die Widersprüche einfach ignorieren. Das scheint hier aber nicht gewünscht zu sein.) Möglichkeit: Man definiert die Hand als Artefakt, gibt ihr einen gewissen Wirkungsbereich (den gibt es ja schon in der Beschreibung), definiert Voraussetzungen für die Wirkung (Sichtbarkeit der Flammen oder anderes) und setzt EW:Zaubern und bzw. oder die Resistenz fest. Möglichkeit: Man beschreibt das Objekt sinnvoll als Zaubermittel. Hier würde sich meines Erachtens anbieten: Das Zaubermittel entfaltet seine Wirkung beim Verbrennen. Unverbrannt wirkt es als Gegenmittel (das erklärt dann auch, warum der Anzündende vor der Wirkung gefeit ist). Pro Flamme lege ich einen sich steigenden Wirkungsbereich fest. Die Aufnahme einer Dosis ist an eine Aufenthaltsdauer im Wirkungsbereich des Kerzenrauchs gekoppelt, diese kann auch zusätzlich von der Anzahl der brennenden Finger abhängen (mehr Kerzen, mehr Rauch, höhere Konzentration). Während des Aufenthalts im Rauchbereich zeigen sich erste Symptome, die noch keine 'zählbare' Wirkung auslösen, aber einen Hinweis auf die Umstände geben.
  9. Nein, der Karton war einfach zu dünn und die Bücher dürften sich beim Transport gegeneinander verschoben haben, sodass die Eckkanten gerrissen sind. Dazu kommt, dass es wohl ein 'Knickkarton ist, der sich in der Höhe durch Falten anpassen lässt. Das heißt, im fehlt die vertikale Stabilität, wie man im Foto sehr gut an den Kanten entlang der gestrichelten Linien erkennen kann. (Und das war nur die eine Ecke ...) (Nachtrag: Der Droll hat sich auch schon bei mir äußerst kooperativ gemeldet, das will ich keinesfalls verschweigen.)
  10. Danke! Dann, so scheint es, dürfte wohl nichts durch den Riss im Karton-Wellen-Kontinuum verschwunden sein.
  11. Bei mir ist die Sendung heute angekommen. Erstaunlicherweise ist es tatsächlich als Paket ausgeliefert worden, denn erkennbar als solches war es kaum noch. Bei allem Respekt, aber der Karton ist schon eine vorsätzliche Frechheit - ein zerknicktes Heft ist die Folge. Unter normalen Umständen hätte ich eine solche Sendung dem Auslieferer gleich wieder mitgegeben. Tatsächlich bin ich angesichts der Risse im Karton noch nicht einmal sicher, alles bekommen zu haben, zumal auch kein Lieferschein beilag: Welche Kleinteile sollten denn dabei sein? Mein Fazit: Ich bin unzufrieden und nicht erfreut. Darüber hinaus fehlt eine eigentlich abgesprochene Nachlieferung aus einer sehr viel früheren Bestellung, aber das ist eine andere Geschichte.
  12. Die Konvertierung von M5 zu Altgard habe ich letztlich gar nicht vorgesehen, da der Fertigkeitenkatalog äußerst ähnlich ist, von den Regeln her aber anders verwaltet wird. Insofern schlage ich eine Nacherschaffung der Figuren vor, denn das Erschaffungs- und Lernsystem ist so einfach, dass man auch hochgradige Figuren innerhalb weniger Minuten nachbauen kann. Als Ergebnis wird eine von den Kompetenzen her sehr ähnliche Spielfigur stehen, auch wenn die Werte anders sind. Aktueller Arbeitsgang wäre: M5-Grad auf M4-Grad zurückrechnen. In der Gradtabelle Altgards den entsprechenden Grad und seinen Erfahrungsschatz raussuchen und dann 1. entweder von Hand lernen (angesichts des Lernsystems von Altgard sehr einfach) oder 2. die demnächst folgende Excel-Datei nehmen, den ES eintragen und dann so lange lernen, bis die EP 0 zeigen. Und nebenbei überprüfen, welche Fehler sich noch so im Excel verbergen ...
  13. Ich (Altgard-Autor) lese hier mit. Du kannst dich gerne bedienen, das ganze Projekt steht ja unter CC BY-NC-SA 4.0-Lizenz, solange du, wie du ja schreibst, keine kommerziellen Absichten verfolgst, würde ich mich über eine Integration freuen. Allerdings ist das Projekt noch nicht fertig bzw. kann sich in Details (wirklich, ich gehe nur von Details aus) noch ändern, aber die Lerntabellen usw. sind (d.h. sollten gefälligst) fertig sein. Sie befinden sich auch alle in einem Excel-Sheet. Demnächst (hust) werde ich auch endlich mal wieder die Dateien hier im Forum aktualisieren, es wird dringend Zeit.
  14. Thema von Rulandor wurde von Prados Karwan beantwortet in Material zu MIDGARD
    Ich möchte mit meinem Beitrag nicht das Wirtschaftssystem von M1-M5 verteidigen, das sicherlich deswegen viele Besonderheiten hat, weil es wohl nie als Wirtschaftssimulation gedacht war, aber ich möchte dafür plädieren, Regeltexte exakt zu lesen und nicht zu verzerren. Das hier so wortreich vorgetragene Beispiel lässt sich aus den Angaben auf Seite 197 ff. nicht ableiten. Der Abschnitt auf Seite 202 über die Botendienste schränkt die Dienste erstens auf bestimmte Regionen und ihre großen Städte ein, sodass schwerlich die genannte große Distanz erreicht werden kann. Darüber hinaus dürften organisierte Botendienste, wie sie im Regelwerk angedeutet werden, wohl kaum auf Einzelboten zu Fuß zurückgreifen. Zumindest wird dieser in dem Regeltext nicht erwähnt und wird daher mit größerer Wahrscheinlichkeit hier eher zur unangemessenen Übertreibung genutzt, um das Fazit zu legitimieren.
  15. Oha, ja, demnächst gibt es eine neue Version. Und ich habe die Rückmeldung erhalten, dass ich wenig benutzerfreundlich schreibe. Frag also gerne und ausführlich nach. Oder ich mache mal eine Einführungsrunde über Discord oder so.

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