Und der letzte Bericht in meiner kleinen Acer-Aspire-Reihe:
Oft wird das Ventilatorgeräusch (der Ventilator arbeitet dauernd etwas) als störend wahrgenommen, ich mußte mir die Stelle (Auslaß) extra ans Ohr halten, um was zu hören- mich stört es daher nicht. Für Linux wird acerhdf empfohlen, wie auf dieser Seite mit allgemeinen Empfehlungen zum AAO. Damit kann man dann den Ventilator meistens stilllegen und auch die Temperaturen auslesen. Habe ich bisher nicht installiert, weil die Hardware-Regelung von dem Ding sehr gut mit Linux zusammenarbeitet.
Speicherkarten wurden früher über das extra-Modul pciehp erkannt, das jetzt offenbar in den Kernel gewandert ist. Leider erkennt so mein Ubuntu die Speicherkarte nicht. Wenn man aber wie hier https://help.ubuntu.com/community/AspireOne empfohlen, einfach bei den defoptions des bootloaders das Laden von pciehp mit "pciehp.pciehp_force=1" erzwingt, funktioniert es einwandfrei. Bei mir sind, entgegen des dortigen Berichts sogar beide Kartenleser hot-pluggable und somit voll und wie üblich benutzbar.
Ich habe mir daher eine SDHC-Karte des deutschen Herstellers extrememory mit 16GB geholt (33,50 Euro bei ditech.at) und es gleich in die fstab eingetragen, damit kann ich immer, wenn die Karte steckt einfach mit "mount speicher" mein Homeverzeichnis erweitern.
Ich habe übrigens meine SSD mit 6GB / und 1,5GB Swap (150% vom Hauptspeicher) partitioniert. Swap müßte eigentlich gar nicht sein und ist bei SSD sowieso nicht so schlau, aber ich möchte, daß auch standby und hibernate einwandfrei funktioniert, das geht am besten, wenn der ganze Speicherinhalt in den Swap reingeht.
Dafür habe ich z.B. auch /tmp mit einem tmpfs gemountet, sodaß das in den Speicher geschrieben wird (Platz ist bei 1GB mehr als genug) und die SSD geschont wird.
edit: Das AAO hat zwar im Gegensatz zu den EEEPC ein spiegelndes (glossy) Display, dafür ist die Hintergrundbeleuchtung exzellent, ich habe es heute bei praller Sonne getestet und selbst da blieb das Display lesbar, wenn man die Helligkeit raufstellt.
Dazu habe ich mir heute, wie angekündigt eine Datenkarte vom österreichischen Marktführer A1 geholt und eingesetzt. Ich war einmal faul und habe mich nicht vorher informiert, wie man sowas zum Laufen bringt, sondern habe mich auf den gnome-networkmanager verlassen. Einfach "mobiles Breitband" auswählen, Österreich ist dank den "locales"-Einstellungen schon vorausgewählt, mobilkom/A1 ausgewählt. Beim ersten Verbinden wurde ich nach dem PIN gefragt und... nichts. Keine Verbindung kommt zustande. *grml*
Herumprobiert, geschaut, ob ich noch was einstellen muß, mich damit abgefunden, daß ich mit wvdial und ppp hantieren muß und auch einmal schauen muß, wie ich die Karte hardware-mäßig ansprechen kann, da habe ich mich erinnert, daß da so ein Knubbel rechts raussteht. Knubbel ein paarmal Richtung "3G" bewegt, klappt! Ober-*GRML*
Das ist genau das, was mich an der Bedienungsanleitung des AAO stört: Dort wird die ganze sinnlose Software erklärt, die Hardware aber nur ganz kurz, der 3G-Steckplatz wird in der Bedienungsanleitung ebenso nicht erwähnt, wie auch die Kontrollleuchte bzw. der entsprechende Switch auf der Vorderseite. Dort wird nur erklärt, daß man dort damit WLAN an/abschalten kann.
Keine Ahnung, was man wirklich machen muß, damit das dauerhaft funktioniert, denn der Knubbel dort kehrt immer wieder in die Ausgangsposition zurück, wenn man ihn nach links drückt, dann leuchtet die LED daneben (3G) ganz kurz auf. Hier wurde definitiv an der Bedienungsanleitung geschlampt und logisch ist die Bedienung auch nicht, denn es gibt weder eine haptische noch eine optische Kontrolle, ob 3G eingeschaltet ist oder nicht.
edit: Offenbar muß man ganz weit nach links drücken, so lange, bis die grüne LED bei "3G" kurz aufflackert, dann ist es auf jeden Fall bereit und leuchtet dann bei Verbindung dauergrün.
Drinnen ist auf jeden Fall ein Globetrotter HSPA-Modem mit HSDPA/HSUPA eingebaut (d.h. dort ist schon die letzte Firmware drauf), das alleine schon 180 Euro kostet (und zwar wirklich, außer man kauft sich einen Taiwan-Nachbau um 70 Euro, so wie ein Kollege, der seinen Aspire durch unsachgemäße Handhabung etwas beschädigt hat) - das ganze Gerät hat wie schon erwähnt 200 Euro gekostet. Wie die das machen- keine Ahnung.
Auf jeden Fall ist das HSPA-Gerät wirklich gut. Bei mir daheim getestet: Latenz ist um etwa 70ms größer als kabelgebunden (90 statt 20ms zu einem nahegelegenen Host) Download etwa 6,5Mbit/s, Upload etwa 1,25Mbit/s, was sogar etwas höher ist als bei meinem Kabelbetreiber.
Zusammenfassend: Funkt wirklich alles gut, die Hardware überzeugt mich (obwohl es angeblich vom AAO auch schlechtere Serien geben soll, laut manchen Berichten im Internet), es ist daheim ein wirklich angenehmes Teil und gut zum Mitnehmen. SDHC-Karte zur Speicherweiterung und der große Akku für Leute, die mehr als 2 Stunden brauchen ist empfohlen. Ein zusätzliches Bluetooth-Modul (das im AAO nicht drin ist) kann über die neuen Mini-Bluetooth-Dongles die nicht weit aus dem USB-Port rausstehen, um etwa 10 Euro nachgerüstet werden.