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Vorabsprachen bei Cons
Jetzt mal ganz allgemein: Kann man nicht einfach mal so stehenlassen, dass es für Leute schöner ist, sich vorabzusprechen als spontan zu spielen? Muss man die gleich des Cons verweisen, wenn sie für sich einen anderen, subjektiv gut funktionierenden Modus vivendi gefunden haben, der ihnen und ihrem Temperament besser entspricht? Ich mag "leben und leben lassen" eigentlich sehr gerne. Und ich kann es auch verstehen, wenn jemand mit etwas, was ich toll finde, nicht glücklich wird. Es wäre toll, wenn man sich zumindest bemühen würde, zu verstehen, warum ein andere mit etwas, was man selbst nicht toll findet, richtig glücklich geworden ist. Menschen sind nun einmal unterschiedlich. Ich mag Menschen in ihrer Verschiedenheit mit ihren unterschiedlichen Ansätzen. Wenn wir alle gleich wären - meine Güte, wie langweilig wäre dann das Leben! Ist es nicht bereichernd, auch unterschiedliche Menschen bei großen Veranstaltungen - wie etwa Cons - dabei zu haben? Kann man sich nicht an der Vielfältigkeit der Unterschiedlichkeit erfreuen? Muss denn alles auf das Gleiche gestreamt werden? Mit anderen Worten: Kann nicht auch ein Platz für Exoten auf einem Midgard-Con sein? Exoten, die eben nicht auf das Gewusel am Aushang abfahren und es gern anders haben wollen? Ist das zu viel Vielfalt für ein Midgard-Con?
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Vorabsprachen bei Cons
@Bruder Buck: Du hast eine pn.
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Vorabsprachen bei Cons
@AzubiMagie: Es ist dadurch nur noch verschärft hervorgetreten, was vorher bereits vorhanden war, ja. Der Stress wurde dadurch noch verschärft, dass man dann zusätzlich noch die königlichen Hoheiten unter Kontrolle halten muss.
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Vorabsprachen bei Cons
Selbst als nicht Mutter habe ich das hinterher hetzen und den Stress am Aushang so noch nie erlebt. Wenn es jemals so gewesen wäre, hätte ich mir ernsthaft überlegt jemals einen weiteren Con zu besuchen. Und sowas macht niemanden Spaß. Bei welchem Midgard-Con, den Du besucht hast, war dies so? Empfindungen sind immer subjektiv. Vielen macht es ja offenbar Spaß, sich da dann in das Getümmel zu stürzen und nicht einmal richtig Zeit zu haben, die Aushänge lesen zu können und dann um einen Platz kämpfen zu müssen, denn so habe ich es auch empfunden, wenn ich in eine begehrte Runde wollte - mir eben nicht. Für mich ist das Stress pur. Eigentlich habe ich es auf allen Cons so erlebt, die ich besucht habe, wenn ich keine Vorabsprachen hatte. Es war immer ein Gedränge und Gewusel vor den Aushängen, das ich immer als stressig empfand. Gut, ich habe auch ab und an meine Wunschrunden bekommen. Aber in anderen Fällen war es genauso, dass ich mich dann bei anderen Runden eintrug, die nicht einmal stattfanden, und wo ich dann bei teilweise völlig überfüllten Runden um Aufnahme bitten musste, bevor ich die Vorabsprachen für mich entdeckt hatte. Das war für mich vergleichsweise Entspannung pur: Die Abenteuer in Ruhe lesen zu können, Fragen stellen zu können, wenn ich da etwas nicht verstanden hatte, "vorzuglühen" mit vorab geschickten Chars, dabei SpL und Spieler vielleicht vorab schon kennenzulernen und dabei nie unter Zeitdruck zu stehen - das empfand ich schon vor den Kindern als "den Stein der Weisen" im Vergleich zu dem vorherigen Erlebnis des Gewusels und Gedränges. Menschen sind eben unterschiedlich, ich stehe ja auch am ehesten auf "leben und leben lassen". Ich verstehe, wenn einige Leute das Gewusel toll finden, es insoweit, als dass es viele Menschen gibt, die Dinge toll finden, die ich grauslig finde, man sagt hier "was dem ehn sin Uhl ist dem andern sinn Nachtigall"...
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
Und als Ergänzung: Darum haben wir ja immer Vorabsprachen gemacht. Klappte auch super.
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
Nein.
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
@Adsartha: Offenbar erlebt das jeder irgendwie anders.. Wie schon gesagt, finde ich es entspannend, das, was zu planen geht, vorab geplant zu haben, um Raum für das zu haben, was nicht zu planen geht, die königlichen Hoheiten nämlich. Ich würde ja auch sagen, leben und leben lassen, wenn man nicht den Eindruck hätte, dass viele Leute nicht verstehen können, dass es Menschen gibt, bei denen das für sie einfach zum Spaß beiträgt, wenn sie vorab sich absprechen. Wenn Menschen ihren Spaß aus spontanen Runden ziehen, bin ich ja nicht dagegen, solange ich meinen Spaß aus vorabgesprochenen Runden ohne schlechtes Gewissen ziehen darf. Ein bisschen kam der Eindruck auf, dass genau das eben nicht in Ordnung ist. Bei Eurem Con gibt es ja auch noch einen ganz besonderen Luxus: Eine Kinderbetreuung! Die gibt es ja anderswo nicht, das kann man auch nicht voraussetzen, das ist schon ein ganz besonderer Service. @BF: Bei meinen Runden bereite ich meistens kleine Karten vor, die die Gegend und Umgegend darstellen (mit Ergänzungen zu Entfernungen, die ich mir auch aufschreibe). Gelegentlich habe ich auch Bilder bei speziellen Ortschaften dabei, die das Ganze veranschaulichen sollen. Manchmal bastele ich auch noch Karteikarten für Artefakte, die die Spieler finden können (mit Vorder- und Rückseite, die Vorderseite ist dann eine Zeichnung, die Rückseite beschreibt Werte und Möglichkeiten des Artefakts). All das muss in der richtigen Reihenfolge da liegen. Auch die wichtigen NSC haben Karten mit Werten, die ich vorab vorbereitet habe (meistens noch mit Ergänzungen, wenn die Zauber können, was die bewirken, damit ich das dann in der Sekunde nicht nachschlagen muss). (Unwichtige haben meistens keine Werte, sondern sind an Standard-Werten orientiert). Ich brauche das alles, weil ich noch kein besonders erfahrener Spielleiter bin. Außerdem habe ich noch die QBS und die wichtigsten Regelwerke dabei. Wenn es Schwierigkeiten gibt, können wir dann alle schnell nachschlagen, das ist sehr hilfreich. Ich bin leider nicht 100%ig regelfest.... "Beschwichtigen" war vielleicht zu stark gewählt. Aber die Orga wird, genau wie ich, wenn ich etwas Schönes gemacht habe, und die Kiddings das mal wieder kapputt gemacht haben, sicherlich wenigstens Info und Entschuldigung erwarten. Je weniger man davon abliefern muss, desto besser;-). Ich habe es tatsächlich so bei einem anderen als einem Midgard-Con erlebt, dass wir hinter den Spielern regelrecht hinterhergelaufen sind und gefragt haben, ob die Lust hatten, in der Runde zu spielen. So etwas ist mit Kindern echt schwieriger als ohne, weil man ja auch auf das Kind noch aufpassen und dessen Interessen mit berücksichtigen muss. Die Runde, die ich dann geleitet habe (mein Mann hat mitgespielt und ist mit hinterhergelaufen), war aber sehr lustig und hat viel Spaß gemacht. Ich empfinde es als "Hinterherhetzen", das Gedränge am Aushang, das Wegdrängen, damit man alle Runden lesen kann, das "Als-Erster-da-sein-müssen", damit man seine Wunschrunde kriegt, das "Hinterherrennen", wenn die Runde dann vielleicht doch nicht stattfindet und man bei einer anderen, bereits eigentlich schon vollen Runde, um Aufnahme bitten muss - kurz, alles, was offenbar einigen anderen so viel Spaß bereitet und mit dem Eintragen beim Aushang zusammenhängt. Ich empfinde es schon ohne Kinder als stressfreier, wenn ich meine Runden vorher zusammen habe und dann einfach anfangen kann, zu spielen. Die Kinder steigern diesen Effekt noch zusätzlich. Das ist natürlich subjektiv, das weiß ich auch, aber das sind Empfindungen ja immer.
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
Auch hier gibt es noch einen Vorteil bei Vorabsprachen: Man kann sich dann mit anderen Eltern vorher absprechen, die auch zum Con kommen!
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
Es gibt halt gerade mit Kindern auf Cons eine Menge Vorteile bei Vorabsprachen, darum passt das meiner Meinung nach hier schon (falls es nicht passt, bitte in den "Kinder auf Cons-Thread" verschieben): 1. Kein Gedränge beim Eintragen oder kein schnelles Aufschreiben der eigenen Runde. Der Zettel, der aufgehängt ist, ist zu Hause vorbereitet und kann einfach so der Orga übergeben werden. Die sagt einem schnell den Raum und gut ists. Das heißt: Man kann sich morgens in Ruhe um die Kinder kümmern. Eventualitäten, die bei Kindern immer entstehen können, wie ein Komplettumzug wegen vollkommenen Verdreckens, Beschwichtigung der Orga wegen Zerstörung der Deko etc. können noch in Ruhe erledigt werden. Man muss "seiner" Runde nicht hinterherhetzen, es ist alles geregelt. 2. Kein In-Kenntnis-Setzen des SPLs oder der Mitspieler nötig, dass da Kinder eventuell den Spielfluss stören könnten. Der SPL weiß Bescheid, die Mitspieler, wenn man leitet, auch. Wer so etwas nicht tolerieren möchte, meldet sich für so eine Runde erst gar nicht an und testet seine Whiskeys woanders. 3. Mehr Ruhe und Zeit für die eigene Vorbereitung trotz Kind. Denn man muss ja weniger vor Ort tun. 4. Kein Nach-Spielern-Ausschau halten vor Ort als SPL. Damit eine Gefahr weniger, dass die Kinder sich langweilen und irgendetwas anstellen, was sie nicht sollen. 5. Halbwegs kindgerechte Inhalte ohne allzu schlimme Szenen. Denn man kann mit dem SPL vorher sich in Ruhe in Verbindung setzen und ggf. eben eine andere Runde in Ruhe suchen, ohne dass man zeitlich unter Druck steht. Alles in allem hat man einen entspannteren Con mit mehr Raum für Zufälle kindlicherseits. Und bei meinen Kindern weiß ich, dass die oft entstehen, egal, wie gut Planung und Organisation sind. Kinder wie meine lassen sich nur in gewissem Umfang vorausplanen. Mehr Freiraum für das, was da spontan passiert, ist da immer gut.
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
Vielleicht ist Fröschli halt brav, muss immer nur dann, wann er soll, rupft nie Sachen aus, die er nicht ausrupfen soll, stellt nie etwas an, wenn er sich langweilt, macht sich nie schmutzig, wann es nicht passt und ist auch sonst ein Musterkind..... Traurigerweise sind meine beiden davon weit entfernt. Na ja, vielleicht ist Adjana eben die bessere Erzieherin...
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
Ich war bisher glücklicherweise nie allein mit Kindern dort, deswegen konnten wir uns abwechseln mit dem Eintragen. Aber ohne das: Man muss sich zu einem bestimmten Zeitpunkt ins Gedränge stürzen, alle wollen sich eintragen, es ist hektisch. Man verpasst den Zeitpunkt, weil das Kind just dann zur Toilette will oder gewickelt werden muss oder sich schmutzig gemacht hat oder beim Händewaschen der ganze Pulli nass wurde und man dann den erst einmal wechseln muss. Resultat: Alle Runden, für die man halbwegs passende Chars hat, voll, und trotzdem daneben Stress ohne Ende gehabt. Man versucht dann, spontan selbst eine Runde anzubieten, das Kind langweilt sich, weil man versucht, den Zettel so sorgfältig wie möglich auszufüllen, beim Ausfüllen macht man Fehler oder vergisst die Hälfte. Dann schaut man sich um, ob es noch Leute gibt, die noch nicht versorgt sind, die rollen schon mit den Augen, weil sie Dich mit dem Kind sehen, weil die sich an ihren Spieltischen Whiskey-Proben erhofft hatten. Während man versucht,die Leute zu gewinnen, macht das Kind sich wieder dreckig oder reißt die schönen Blumen aus der Dekoration auszureißen, weil es sich langweilt. Man bläst dem Kind den Marsch, bettelt Spieler an, und wenn man sie endlich gewonnen hat, sucht man schnell nach der Orga. Das Kind will dann auf einmal was trinken, man sucht verzweifelt nach einem Wasser und einem Glas. Irgendwann findet man trotz des Alptraums die Orga und hat vielleicht sogar noch die Spieler halten können. Den Platz vorbereiten, kann man vergessen, das Kind muss wieder zum Klo. Dann kann man irgendwann endlich Spielleiten, natürlich mit kindbedingten Unterbrechnungen, für die den anderen Spielern jegliches Verständnis fehlt. Wie anders ist es doch mit Vorabsprachen: Die Spieler sind gewarnt worden, dass der SPL mit Kind kommt und der SPL hat vielleicht sogar gesagt, dass das Spielen mit anwesenden Kindern kein Problem ist. Der ganze Stress vor dem Brett fällt weg, das Kind wird entspannt auf das Klo gebracht und angezogen, man macht sich fertig für die Runde und hat sogar noch Zeit, ein bisschen Spielzeug und Kinderbücher für das Kind einzupacken, oder ein paar Malstifte und etwas Papier. Ganz entspannt schaut man nach, wo man als SPL eingetragen ist oder als Spieler. Man hat die Zeit, sich erst vorab dem Kind zu widmen und gemeinsam mit Kind den Platz vorzubereiten oder seinen Char herauszuholen. Bevor man startet, geht es dann auch noch mal mit dem Kind auf`s Klo und gut. Die Unterbrechungen, die kindbedingt sind und zwischendurch auftreten, sind weder für den SPL noch für die Spieler ein Problem, die wissen ja vorab Bescheid. Vielleicht werden die Kinder sogar mit einbezogen. Alles also viel ruhiger und entspannter, weniger Stress - und keine Angst vor Whiskey-Gläsern... Und es bleibt Zeit, ein bisschen was vom Frühstückstisch für das Kind einzupacken, die Runde steht ja.
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Kleine Kinder auf Cons - Erfahrungsaustausch
@Ma Kai: Vergiss auch nicht, dass an Deiner Seite immer die kleine Göttin weilt, die hält Dich ja beim Eintragen aufhält. Wenn Du Dich vorabgesprochen hast, hast Du es da gemütlicher, auch mit der kleinen Göttin... Und Du weißt, dass Du mit der Göttin willkommen bist, was ja auch nicht bei jedem Abenteuer ist, oder dass der Leiter zumindest nichts dagegen hat, wenn die Göttin irgendwann "Papa, Papa" rufend vor Dir steht. Das kann man nicht selbstverständlich voraussetzen.... Kaiser, Königinnen und Göttinnen sind nicht überall willkommen...
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Abschalten der Ruhmesfunktion
Ich denke, für die Kreativbeiträge wäre die Ruhmesfunktion doch noch schön. Es freut einen dann ja doch, wenn man sieht, dass wenigstens irgendwer die Beiträge im Kreativbereich liest und sich über sie freut. In den anderen Bereichen halte ich die Funktion eher für überflüssig. Es ist zwar ganz nett, zu wissen, dass es Menschen gibt, die mit der eigenen Position übereinstimmen, aber so wichtig ist das nun auch wieder nicht. Und mir wurde ja deutlich gemacht, dass selbst diese Funktion eher nicht einmal wirklich zutreffend oder wirklich verständlich ist. Daher: In den Kreativbereichen weiter freischalten, sonst abschalten.
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Vorabsprachen bei Cons
Ich habe ein größeres Interesse als Spielleiter daran. Wenngleich mir in der ersten Zeit es geholfen hat, dass ich als Spieler eine Runde finden konnte, ist das jetzt nicht mehr gaanz so wichtig. Inzwischen kann ich selbst auch leiten und habe einige Abenteuer, die ich schon geleitet habe und die ich auf ein Con auch mitbringen könnte. Außerdem kenne ich jetzt ein paar Leute, mit denen ich mich auch mal unterhalten könnte. Der Vorteil als Spielleiter, zu wissen, dass es durchaus Interesse für die Runde gibt, wiegt da schwerer, vor allem, weil ich meine Runden anmelde, bevor ich in die Detailvorbereitung gehe.
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Spielrundenorganisation bei MidgardCons
@Mitel: Ich bin mir ganz sicher, dass auch Menschen, die beides nutzen und je nach gusto ihren Spaß haben, sind genauso willkommen auf jedem Con.;-) Ich hoffe ja auch, dass jeder nach seiner Facon einfach selig werden kann. Und wenn ich irgendwie diskutiere, hoffe ich immer,dass am Ende etwas dabei herauskommt, was vielleicht die Situation für alle verbessern kann. Das war eigentlich die Motivation hinter dem Beitrag. Was Ihr als Orgas aus den Vorschlägen macht, ist Eure Sache. Nur soviel: Niemand soll irgendwie zu irgendwas gezwungen werden. Die Orga muss die Ideen nicht aufgreifen, die Spieler müssen keine Abenteuer in der Hinterhand haben und ich bin auch dafür, dass die Leute nicht gezwungen werden, Vorabsprachen aufzugeben, wenn ihnen danach ist. Nur: Ich mag kein Stänkern ohne Ergebnis. Wenn, dann sollten Diskussionen konstruktive Ergebnisse zeigen. Wir alle haben eigentlich doch nur ein Ziel: Die Cons sollen allen Teilnehmern maximalen Spielspaß bringen. Der maximale Spielspaß steht doch über allem, oder? L G Alas Ven
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Spielrundenorganisation bei MidgardCons
Um sachlich korrekt zu bleiben, möchte ich das richtigstellen: Uigboern hat diesen Vorschlag nicht für Vorankündigungen allgemein, sondern lediglich für Vorabsprachen mit weniger als 2 freien Plätzen für Spontanspieler vorgeschlagen (# 1064). Selbstverständlich können Deine Ausführungen aber wohl auch darauf angewandt werden. Liebe Grüße, Fimolas! Sachlichkeit täte uns allen gut. Was kann man Konstruktives aus dieser Diskussion mitnehmen? Es gibt Menschen, die fühlen sich durch die große Zahl der Vorabsprachen bedrängt. Sie fühlen sich in ihrem Spielerlebnis beeinträchtigt, weil sie weniger Runden finden, die spontan stattfinden. Sie haben kein schönes Con-Erlebnis mehr. Es gibt Menschen, die mögen die Vorabsprachen und für die ist diese Möglichkeit unabdingbar, um ein schönes Con-Erlebnis zu haben. Diese Menschen fühlen sich momentan zunehmend in die Ecke "Böse und Unerwünscht" gedrängt. Nicht positiv, wenn man diese Menschen auch gerne einbinden möchte. Es wäre also wichtig, dass man zunächst einmal klarstellt: 1. Will man die Menschen, die Vorabsprachen bevorzugen, noch auf den Cons als Leiter oder überhaupt haben, oder will man die da nicht mehr haben? 2. Will man das Angebot an Runden, die spontan ausgehängt werden, erweitern oder nur die Leute, die Vorabsprachen bevorzugen, verärgern? Will man lediglich ein größeres Angebot an spontan angebotenen Runden, dann sollte man darüber nachdenken, wie z. Bl der Kreis der Leiter ausgeweitet werden kann. Eine Idee wären Workshops für Leute, die es gern versuchen würden, aber sich nicht trauen, auf Cons anzubieten. Darüber kann jeder, auch die Orga mal nachdenken. Eine andere Idee wäre, an die Spontanspieler zu appellieren, jeweils immer ein Abenteuer mitzubringen, und wenn dann da ihrer Meinung nach zu wenig spontan aushängt, einfach diese Runden auszuhängen. Auch dazu könnte man einen Hinweis in der Einladung bringen. Was absolut kontraproduktiv ist: Die Menschen, die Vorabsprachen bevorzugen, immer mehr in die "Böse-Ecke" und in die "Unerwünscht-Ecke" zu drängen. Wer sich nicht erwünscht fühlt, kommt dann am Ende gar nicht mehr oder wendet sich gar vom Spielsystem ab. Das wäre schade. In diesen Zusammenhang passt auch der Vorschlag, keine Spielleitergeschenke mehr an Leiter auszuteilen, die vollständig vorabsprechen. Das ist die "Unerwünscht-und-Böse" -Variante. Die Nachteile des Nicht-Vorabgesprochen-Seins sind für die Menschen, die Vorabsprachen ja bevorzugen bei Spontan-Runden ja bekannt. Bisher habe ich noch nichts darüber gelesen, dass die Spontan-Leiter Tipps gegeben hätten, wie man das bei Spontan-Runden ausgleichen könnte. Die Diskussion ist da auch eher kontraproduktiv geführt worden. Ein Kompromiss wäre: 1. Die Orgas erarbeiten eine Formulierung für die Einladung, in der sie auf die Möglichkeiten der Vorabsprachen hier im Forum hinweisen, damit jeder dazu theoretisch Zugang hat. 2. Die Orgas schreiben in die Einladung hinein, dass, wer sich vorabspricht, nach Möglichkeit ein bis zwei Plätze freihält für Spontanspieler. 3. Die Orgas ermuntern alle in den Einladungen, ein Abenteuer in Reserve mitzubringen, die nicht ohnehin schon ein Abenteuer vorab angekündigt haben, um es bei Bedarf herausholen zu können. Das alles halte ich für viel konstruktiver als tendentiöse Umfragen, Leuten das Gefühl der Unerwünschtheit zu geben oder sich die bekannten Argumente um die Ohren zu hauen. Also, falls jemand aus der Orga eines Cons mitliest: Was haltet Ihr davon`?
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Vorabsprachen bei Cons
Das entkräftet aber das Argument, dass die Spieler, die in den vorabgesprochenen Runden versorgt waren, dann ohne die Runden unversorgt sind, nur bedingt. Es sei denn, es gibt sehr viele, die, wie Abd, wegen der vorabgesprochenen Runden nicht mehr zum Con kommen und die auf jeden Fall auch leiten würden, wenn es keine Vorabsprachen gäbe. So viele können es aber nun auch wieder nicht sein, denn die meisten Cons sind ja doch recht schnell voll, und es kommt nur selten dazu, dass die Cons nicht stattfinden.
- Formulierung für neutralen Hinweis auf Vorabsprachen gesucht
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Vorabsprachen bei Cons
@Abd: Gut, das ist eine Erklärung. Wer nicht da ist, kann natürlich auch nicht leiten.
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Vorabsprachen bei Cons
@Abd: In welcher Weise hindern Dich Vorabsprachen daran, selbst Runden anzubieten? Das müsstest Du mir einmal erklären.
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Vorabsprachen bei Cons
Schön, dass Du mich verstanden hast. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass ich nicht der einzige potentielle SL bin, der so denkt. Damit kann es also dazu führen, wenn man die Vorabsprachen eindämmt, dass es weniger SL gibt, nicht mehr. Das kann dann zu einer Verknappung der Runden und zu mehr Spielern führen, die keine Runde haben. Es wurde ja die These aufgestellt, dass mehr SL vor Ort aushängen würden, wenn es weniger Vorabsprachen gäbe. Es kann aber auch sein, dass eben viele Runden einfach gar nicht mehr stattfinden würden - und dann wäre die Eindämmung der Vorabsprachen für ein Ausweiten des Angebots vor Ort eben kontraproduktiv. Die Spieler, die in der vorabgesprochenen Runde gespielt hätten, müssen die ja auch noch irgendwo untergebracht werden.
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Vorabsprachen bei Cons
Mag sein. Aber gegen Vorankündigungen hat auch niemand was. Im Gegenteil. Wenn ich vorher ankündige, finde ich es auch gut, wenn ich jemandem die Runde gleich reserviere, wenn der oder die mich fragt. Erstens habe ich dann einen Spieler relativ sicher und zweitens hat der eine Runde relativ sicher. Gut, für "vor Ort" ist das dann für einen anderen Spieler vielleicht ein Verlust. Aber möglicherweise hätte sich der andere Spieler vor Ort für die Runde gar nicht interessiert. Oder der Spieler, der bei mir um Reservierung gebeten hat,, hätte meinen Aushang übersehen und sich woanders eingetragen - und ich hätte den Spieler nicht gehabt. Ohne dass ich Leute habe, die bei mir spielen wollen, ist mir die Detailvorbereitung meine Freizeit nicht wert. Die ist nämlich extrem knapp bemessen. Jetzt muss ich beispielsweise wieder einen Streit um ein Spielzeug schlichten.
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Vorabsprachen bei Cons
Was auch nicht bedacht wird: Wer vorher ankündigt, fühlt sich verpflichtet, die Runde auch stattfinden zu lassen. Wer nicht vorher ankündigt, entscheidet 1. ob er oder sie überhaupt ein Abenteuer mitnimmt und 2. ob er oder sie es aushängt. Es gibt also bereits zwei Sachen, die das Angebot verknappen können. Es kann einem als Sl auch passieren, dass sich kein Mensch für das Abenteuer interessiert. Ich bin jemand, der sehr viel Arbeit in die Detailvorbereitung stecken muss, weil ich noch nicht sehr regelfest bin. Ein Abenteuer dann anzubieten, und da am abend zu stehen, und dann vielleicht keinen einzigen Spieler zu finden, der sich das interessiert - da würde mich echt die Arbeit ärgern, die ich da rein gesteckt habe. Denn die Arbeit geht von meiner knapp bemessenen Freizeit ab. Da kann ich keine Kekse backen, niemanden besuchen, keine Filme gucken und mich mit niemandem treffen oder mit wem telefonieren. Das sind ja alles Alternativen, die mir auch Spaß machen und die ich halt nicht mache, wenn mich mit der Abenteuervorbereitung beschäftige. Auch vorgefertigte Abenteuer verlangen von mir viel Vorbereitung, eigentlich sogar noch mehr, weil ich mich da auch noch auf eine andere Welt einlasse als auf die in meinem Kopf. Das ist also auch keine Alternative. WEnn ich also nicht weiß, ob es Leute gibt, die grundsätzlich mit mir das Abenteuer spielen wollen, in das ich viel Arbeit gesteckt habe, entwickle ich für das Con auch nichts im Detail. Das bedeutet, ich hab dann auch nichts dabei. Habe ich aber ein Abenteuer vorangekündigt, dann bringe ich es auch mit. Damit gibt es dann potentiell einen Leiter mehr.
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Vorabsprachen bei Cons
Ich habe es ja früher schon erklärt. Die Wiesbadener Drachenfeste, auf denen ich (noch als Minderjähriger - ja, das ist lange her) erstmals Midgard gespielt habe, waren so organisiert. Es wurden alle Runden mit der Anmeldung angekündigt (SLs bekamen Rabatt auf den Conbeitrag). Man mußte die Dauer der Runde genau spezifizieren! Die Conorga verteilte die Runden auf die Zeitfenster (man hatte als SL Wünsche äußern können). Es ging dann an alle Besucher eine Bestätigung mit Programm. Jeder Teilnehmer durfte sich für Rundenwünsche + Ersatzrundenwünsche eintragen. Die wurden dann als komplettes Programm verteilt - weiß nicht mehr, ob man das als Brief bekommen hat, oder ob man es bei Ankunft einem Aushang entnommen hat. Es gab trotzdem Spontanrunden, und auch dafür freigehaltene Spieltische. Es gab extrem wenige Leute ohne Runde. Und das war wohlgemerkt zu einer Zeit, als fast sämtliche heutige Kommunikationstechnik gefehlt hat. Das lief alles per Brief. Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Aber es hat geklappt. hört sich gruselig an. Was genau daran findest Du gruselig? Ist halt wohl einfach Geschmackssache. Jeder hat da andere Vorlieben und Bedürfnisse. Darum bin ich weiterhin für: leben und leben lassen! Hatten die Leute denn Spaß an der Sache, oder wurde das Verfahren hinterher stark bemängelt, etwa bei Dankeschönäußerungen in irgendeiner Form? Ansonsten bin ich auch Deiner Meinung: Leben und leben lassen.
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Spielrundenorganisation bei MidgardCons
@Solwac: Nachrücker sind in der Regel nur eine kleine Minderheit. Es ist immer schwierig, kleine Minderheiten mit zu berücksichtigen. Aber: Wenn jeder, der eben gegen Vorabsprachen ist, jeweils ein Abenteuer in der Hinterhand hat und mitbringt, dann wäre diesen Nachrückern sicherlich auch schon geholfen. Dadurch könnte das Angebot spontan ausgeweitet werden. Die Nachrücker könnten ja auch selbst ein Abenteuer mitbringen. Dann sind sie sicherlich umso mehr willkommen. Dass die Rundenzettel nicht jedes Bedürfnis befriedigen können, liegt auf der Hand. In kürzester Zeit müssen die ausgefüllt werden, nachfragen ist meistens beim Spielleiter nicht mehr möglich, der muss nämlich an dem Tag, an dem die Runde ausgehängt wird, auch dann relativ schnell den Spieltisch vorbereiten. Meistens werden die Einträge da auch noch nicht einmal sorgfältig gelesen, so dass häufig völlig unpassende Chars (Grad 12er für ein Abenteuer für Grad 5 bis 7 ) vor der Haustür stehen. Der Grund war meistens, wenn ich das erlebt hatte, dass so ein Gedränge vor dem Aushang war, dass die Leute eben nicht sorgfältig lesen konnten. Das ist dann eine unbefriedigende Situation sowohl für den SL als auch für den Spieler, der seine Figur ja gar nicht richtig ausspielen kann. Das Dilemma ist aber in der spontanen Spielsituation nicht wirklich lösbar (wenig Zeit für Spielleiter und Spieler, die Runde vorzustellen oder die Runde auszusuchen). Summa summarum: Wer gern spontan vor Ort Runden haben will, muss eben damit leben, dass die Aushänge oft nicht so toll sind, da schnell ausgefüllt, ohne oder nur mit geringer Nachfragemöglichkeit und auch mit sehr ungenügender Nachlesemöglichkeit. Das ist der Nachteil der Spontaneität und lässt sich auch nicht ganz vermeiden. Da kann noch so eine Verbesserung der Rundenaushangsformulare nichts besser machen. Wer nachrückt, sollte sich überlegen, ob er oder sie selbst ein Abenteuer für "Spontanspieler" mitbringt. Dann kann der oder die sie ja noch aushängen und hat eine schöne Runde. Das hilft natürlich nicht Nachrückern, die nur spielen wollen (aus welchen Gründen auch immer). Dazu kann man dann aber auch nur sagen, dass jemand, der nie selbst leiten will, in diesem Fall immer in der schlechteren Position ist, und alle anderen Spieler eben ermuntern, noch Sachen mitzubringen, die dann spontan gespielt werden können oder auch nicht.