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Handelsgesellschaften und -Kontore


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Hallo Midgardianer,

 

ich habe da so ein Projekt im Hinterkopf, dass sich mit dem Handel auf MIDGARDs Weltmeeren (erstmal natürlich nur auf dem Meer der Fünf Winde) beschäftigt.

 

Dabei stellen sich die folgenden Fragen, für die ich hier im Forum soweit keine verwandten Themen und Antworten gefunden habe:

 

- Wie ist der Handel generell organisiert?

- Gibt es generell Handelsgesellschaften (oder nur zeitweilige Handelsexpeditions-Zusammenschlüsse einzelner Händler)?

- Hat jedes Handelshaus in jedem Hafen, den es zum Handel anläuft, ein eigenes Kontor?

- Gibt es gemeinschaftliche Kontore (z.B. das Waelische Kontor in Haelgarde oder ähnliches)?

- Gibt es überhaupt Kontore?

- Gibt es überregionale Handelsgesellschaften (falls es Handelsgesellschaften gibt, natürlich) (z.B. eine Waelisch-Albische oder eine Coruanisch-Valianische? - Welche Ausdehnung könnten verschiedene Handelsgesellschaften haben (nur Lamaran'sche Häfen, nur Alba und Waeland, nur Chryseia und Küstenstaaten, etc.)?

 

Es wäre super, wenn ihr mir hierbei Tipps geben könntet. Allerdings bin ich nicht eben scharf auf Anmerkungen wie "kannst du dir ausdenken" oder Ähnliches. Das werde ich in diesem "Projekt" eh noch oft genug tun (müssen).

 

Grüße und danke für hoffentlich viele Antworten,

Kosch

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Hi,

 

wenn Du mal was hierzu in recht netter Verpackung lesen willst, so empfiehlt sich ein Band aus der Serpent-War Reihe von Feist, der auf englisch "Rise of a Merchant-Prince" oder so ähnlich heißt. Ist der zweite oder dritte Band der Reihe. Dort wird im Rahmen der Gesamthandlung erzählt, wie ein junger Mann vom Kleinhändler zu einem der mächtigsten Händler des Reiches wird. Der Handel ist hier zwar schon recht fortschrittlich, so daß ich nicht weiß, ob das so ohne weiteres auf Midgard übertragbar ist, aber da Midkemia ja für einige Midgard-Produkte Pate gestanden hat, hilft das ja vielleicht.

 

Gruß

Odie

 

P.S.: In dem Zusammenhang wäre vielleicht auch darüber nachzudenken, obe es auch schon sowas wie Versicherungen gibt. Kam ja auch im (Spät-)Mittelalter irgendwann (Laienwissen! Verbessert mich, wenn ich da komplett falsch liege.)

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So, nochmal zum eigentlichen Thema:

 

Ich denke, daß es in den "zivilisierten" Ländern rund um das Meer der fünf Winde (also z.B. Valian, Küstenstaaten, Chryseia, Eschar, Rawindra, Aran und eventuell Moravod) schon große und mächtige Händler und Handelshäuser gibt. Das hierbei Valian und die Küstenstaaten eng verflochten sind, dürfte schon historisch bedingt sein.

 

Aber nur die größten Handelshäuser dürften ein entsprechendes Handelsaufkommen haben, für das es sich lohnen könnte in allen wichtigeren Häfen ein eigenes Kontor zu besitzen.

 

Odie

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Erste Frage:

Was meinst du mit Kontor?

 

Viele stellen sich darunter lediglich eine Handelsniederlassung bzw. eine Filiale eines Handelshauses vor.

Im eigentlichen Sinne waren Kontore eher große Anlagen in denen ausschließlich der Handelsherr "regierte" (anfänglich sogar mit eigener Rechtsprechungsmöglichkeit). Ein Kontor war eine Art Sonderviertel in der Stadt, wo das Kontor stand.

 

Zweite Frage:

Was meinst du mit Handelsgesellschaften?

 

Wenn du sowas wie eine Art Partenreederei meinst, so denke ich, dass diese schon im Regelwerk genannt ist. Dort steht zu den großen Handelsschiffen, dass sich oftmals mehrere Händler zusammenschließen um ein Schiff zu bauen und zu betreiben.

 

Grüße

Bart

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Das ist eine äusserst komplexe Fraegestellung, v.a. da sich in Midgard verschiedene Zeiten mischen.

 

Ad Kontor: Zu unterscheiden sind Kontore die von allen Händlern einer bestimmten Stadt/Region/Land/Gilde erhalten werden und diesen offenstehen und Kontore eines einzelnen Handelsherren/Händlers.

Erstere besitzen meist Privilegien (eigene Rechtssprechung innerhalb des Kontors, Rechtssicherheit für Mitglieder!!!, eigene, günstigere Zoll und Steuerregelungen, Monopole). Derartige Kontore werden von allen grösseren handelstreibenden Gruppierungen bei ihren wichtigen Handelspartnern unterhalten. Wobei Privilegien wie günstigere Steuer und Zollsätze, Monopole, usw nur von den einflussreichsten und reichsten Gruppierungen erlangt werden können (historisches Beispiel: die deutsche Hanse, in Midgard: die grossen lidralischen Städte, Valian).

Eigene Kontore (evtl im Rahmen eines allgemeinen Kontors) haben wohlhabende Händler in den für sie wichtigsten Städten. Die Frage ist ob der Umfang des Handels die Kosten eines eigenen Kontors rechtfertigt. Der Vorteil für den Händler besteht darin, dass er Waren zum günstigsten Zeitpunkt ein- bzw verkaufen kann (zb Felle oder Getreide im Herbst einkaufen, Getreide im Frühjahr verkaufen) und nicht mehr vom Tagespreis abhängig ist. Es ist sicher nicht rentabel in Häfen die man nur gelegentlich anläuft ein eigenes Kontor zu unterhalten.

 

Das wars fürs Erste.

 

Gruss

 

Chaos

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Meine spontanen Gedanken dazu im Allgemeinen:

 

Exotische Waren, Gewürze etc.:

 

Lidralische, valianische und scharidische Händler beherrschen den Weltmarkt.

 

Lt. Quellenbuch zu Rawindra und zu Nahuatlan besitzen die scharidischen Händler das Hauptwissen über die Routen nach Rawindra und darüber hinaus nach Minangpahit und Nahuatlan.

Das sichert gute Erträge durch Gewürzhandel.

Daneben handeln die Schariden noch mit eigenen Produkten wie z.B. Kaffee und Baumwolle aus Mokkatam.

 

In vielerlei Hinsicht sehe ich die Schariden als die Primärimporteure von exotischen Waren an.

Von den großen scharidischen Handelszentren aus gelangt dann die Ware weiter nach Lidralien und Valian und von dort aus nach Vesternesse, Moravod, Waeland.

 

Zwar sind auch schon große Segler der Küstenstaaten nach Rawindra & Co unterwegs, allerdings dürfte die große MAsse der Waren noch über Eschar verkauft werden.

 

Wein

Kommt wohl zumeist aus Chryseia, Lidralien und Valian.

 

Chryseische Kaufleute vertreiben Wein direkt nach Vesternesse und weltweit eher über lidralische und valianische Händler. Valianer und Lidralier verkaufen ihren Wein komplett selbst.

 

Nutzholz, Felle, Lederwaren, Schafwolle:

Herkunft in der Regel wohl Vesternesse, Waeland und Moravod.

Erstvertrieb über Chryseia und Valian. Von dort weiter an Lidralien und dann weiter nach Eschar.

 

Waren aus KTP:

Entweder über die lange Landstrecke über Aran, Tegarische Steppe, Moravod (Geltin) und dann wohl hauptsächlich Valian und Chryseia bewegt.

Oder über Rawindra und dann die scharidischen Händler dem Rest der Welt zugänglich gemacht.

 

Ansonsten:

Bei valianischen, lidralischen, chryseischen und scharidischen Händlern gehe ich auch von Gesellschaften aus. Entweder Partenreedereien oder gemeinsame Lagerhaushaltung in der Fremde. Dazu denke ich, dass es bei diesen Hochzivilisationen Midgards das Prinzip des Konessements, der Schuldverschreibung und der Darlehen gibt.

(Diese Prinzipen waren den Phöniziern der Antike schon vertraut).

 

Ebenso Vorstellbar sind Kontore in ausländischen Häfen, so habe ich irgendwo mal etwas von einem Chryseia-Viertel zu Geltin gelsen glaube ich.

Auch andere Städt haben im Hafenbereich extra Ausländerviertel. Diese könnten von den großen Handelshäusern dominiert sein, bzw. sich wiederum unterteilen in verschiedene Nationalviertel.

 

Die Stellung Arans im Welthandel hat sich mir noch nicht so erschlossen ..... :dozingoff:

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Meine spontanen Gedanken dazu im Allgemeinen:

 

Exotische Waren, Gewürze etc.:

 

Lidralische, valianische und scharidische Händler beherrschen den Weltmarkt.

 

Lt. Quellenbuch zu Rawindra und zu Nahuatlan besitzen die scharidischen Händler das Hauptwissen über die Routen nach Rawindra und darüber hinaus nach Minangpahit und Nahuatlan.

Das sichert gute Erträge durch Gewürzhandel.

Daneben handeln die Schariden noch mit eigenen Produkten wie z.B. Kaffee und Baumwolle aus Mokkatam.

 

 

Zumindestens westlich von Rawindra. Der Seehandel östlich von Rawindra ist fest in der Hand von minangpahitischen Händlern.

 

 

 

Nutzholz, Felle, Lederwaren, Schafwolle:

Herkunft in der Regel wohl Vesternesse, Waeland und Moravod.

Erstvertrieb über Chryseia und Valian. Von dort weiter an Lidralien und dann weiter nach Eschar.

 

 

Chryse als Grossmacht im Fernhandel? Kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

 

 

Ansonsten:

Bei valianischen, lidralischen, chryseischen und scharidischen Händlern gehe ich auch von Gesellschaften aus. Entweder Partenreedereien oder gemeinsame Lagerhaushaltung in der Fremde. Dazu denke ich, dass es bei diesen Hochzivilisationen Midgards das Prinzip des Konessements, der Schuldverschreibung und der Darlehen gibt.

(Diese Prinzipen waren den Phöniziern der Antike schon vertraut).

 

 

Gesellschaften sind so alt wie der Fernhandel selbst. Wenn sie auch bei primitiveren Kulturen (zb Alba, Waeland, Moravod) nicht auf rechtlicher Basis sondern auf Schwurgemeinschaften beruhen.

 

Vergiss bitte neben den grossen Handelshäusern die Masse der einfachen Fernhändler nicht. Diese verfügen meist über keine eigenen Schiffe/Karawanen/Fuhrwerke da diese zu teuer oder unpraktikabel sind. Sie schliessen sich bei Bedarf einer Karawane an, mieten Fuhrwerke bzw Frachtraum auf Handelsschiffen.

Zur Zeit der Hanse wurde deutlich zwischen Kaufmann (Eigentümer der Waren) und Schiffer (Eigentümer des Schiffes) unterschieden.

Vgl '40 Fässer Pfeifenkraut'.

 

 

Ebenso Vorstellbar sind Kontore in ausländischen Häfen, so habe ich irgendwo mal etwas von einem Chryseia-Viertel zu Geltin gelsen glaube ich.

Auch andere Städt haben im Hafenbereich extra Ausländerviertel. Diese könnten von den großen Handelshäusern dominiert sein, bzw. sich wiederum unterteilen in verschiedene Nationalviertel.

 

Die Stellung Arans im Welthandel hat sich mir noch nicht so erschlossen ..... :dozingoff:

 

Mir hat sich die generelle Stellung Arans und auch das Land selbst noch nicht wirklich erschlossen....

 

Gruss

 

Chaos

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Chryse als Grossmacht im Fernhandel? Kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Der Wohlstand des Landes gründet sich auf dem Fleiß der chryseischen Bauern und Handwerker und auf der Geschäftstüchtigkeit der Händler, die man noch im letzten Winkel MIDGARDS antreffen kann.

Herzliche Grüße,

Triton

 

Damit ziehe ich meinen Einwand zurück und behaupte das Gegenteil.

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  • 3 years later...

N'Abend,

 

hier: http://www.midgard-forum.de/forum/showthread.php?t=22784

 

werden kurz zwei Handelsorganisationen in Anlehnung an die Hanse vorgestellt.

 

Während es sich bei der Gilde der Nordlandfahrer um eine intensive Kooperation zwischen Handelshäusern verschiedener Länder handelt, stellt der Bund der Blauen Welle eine politische Vereinigung einiger mächtiger Hafenstädte dar.

 

Gruß,

Arco

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Hallo Arco,

 

Dein Artikel liest sich nicht schlecht! Vielleicht könntest Du auch einen Artikel derselben Thematik über Handelshäuser in Lidralien schreiben und spezifizieren?

 

Ich wäre gespannt und eine Karte der Küstenstaaten gibt es bereits schon.

 

Ciao,

Lars

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Hallo LarsB,

 

Dein Artikel liest sich nicht schlecht!

 

danke!

 

Vielleicht könntest Du auch einen Artikel derselben Thematik über Handelshäuser in Lidralien schreiben und spezifizieren?

 

Sorry, aber damit kann ich auf absehbare Zeit nicht dienen. Auch wenn die Handelshäuser-Thematik kulturell wohl am besten zu den Küstenstaaten passt. Vielleicht mag jemand anderes...?

 

Gruß,

Arco

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Grundsätzlich wäre das möglich, nur wegen der Arbeiten am QB KüSta würde ich das vllt noch ein wenig zurückstellen, damit sich keine Abweichungen ergeben, aber vielleicht sehe ich das auch ein wenig eng.

 

Ach ja, warum ich eigentlich schreibe: Finde die Idee und die Ausarbeitung sehr gut! :P

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Täuscht mich das, oder war da die Gemeinschaft der Gotlandfahrer das reale Vorbild?

 

Einen Zusammenschluss mehrer Städte kann ich mir auf Midgard schwer vorstellen. Die geographischen Gegebenheiten und die Vernetzung der Städte untereinander (Flüsse) lassen dasEentstehen einer Hanse als Unwahrscheinlich erscheinen, ausserdem ist die Hochzeit der Hanse und der Schiffahrrerbünde nicht mit dem Stand Albas übereinzubringen. Einzig in den Küstenstaaten ist ein Stand erreicht der solche oder ähnliche zusammenschlüsse zulässt (Prokura, doppelte Buchführung usw.)

 

LG

 

Notu

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