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MazeBall

Im Bann der Mumie

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Hi Leute,

 

ich bereite grade das Abenteuer "Im Bann der Mumie" vor, welches mit der 1880-Box mitgeliefert wurde. Dieser Thread soll zur Sammlung von Erfahrungsberichten, Ungereimtheiten im Plot & Ergänzungen dienen und ihr könnt ja schonmal anfangen zu posten, während ich mir die Geschichte in Ruhe durchlese. :P

 

Gruß

Marcell

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Erste Frage: hat jemand Material (Karten, etc.) vom Berliner Völkerkundemuseum um die Zeit gefunden und evtl. ne Internetquelle parat?

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Zweite Frage: hat jemand von euch das Abenteuer noch zusätzlich durch Attentäter aus den Kreisen der Ophiten aufgepeppt? Wann und wie habt ihr diese eingesetzt?

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Leider muß ich beide Fragen mit 'nein' beantworten. Für das Museum habe ich tatsächlich nur die Beschreibungen aus dem Buch verwendet und für meine kaisertreue Gruppe der gehobenen Gesellschaft wären Anschläge auf ihre Gesundheit schon zu 'actionlastig' gewesen. Bei mir sind die Ophiten komplett im Hintergrund geblieben...

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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@mazeball: Versuche es mal hiermit: Landesarchiv Berlin

 

Einige interessante Sachen dabei...Danke für den Link!! :wave:

 

@Odysseus: Wie viel Spielabende habt ihr denn für das Abenteuer gebraucht? Ich könnte mir vorstellen, dass man relativ zügig durch das Szenario marschiert, ich könnte mir aber genausogut vorstellen, dass sich die Spielgruppe gewaltig in so einer großen Stadt wie Berlin verzettelt?!

 

Gruß

Marcell

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@MazeBall

Laut meinen Unterlagen haben wir damals 3 Spielsitzungen (jeweils 8 Stunden) gebraucht. Für unsere Verhältnisse war das richtig fix...

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Hi Leute,

 

ich suche grade im Abenteuer nach Angaben zum Beruf von Marie Delvay, glaube aber nicht, dass da welche gemacht wurden. Als Tochter des Museumsverwalters Ludwig Delvay ist es wohl naheliegend, dass sie ebenfalls über überdurchschnittliche Kenntnisse auf den Gebieten Kunst & Geschichte verfügt (vgl. Archäologie +4, Archivwesen +6, Geschichte +10, Kunstverständnis +10), sie wird andererseits aber wohl kaum wie Scherenberg im Museum für Völkerkunde arbeiten, da es im Abenteuer immer so rüberkommt, als haben die beiden seit seiner Rückkehr keinen (oder kaum) Kontakt gehabt. Ich könnte mir vorstellen, dass M.D. beispielsweise Autorin für eine Kunst/Geschichts-Fachzeitschrift ist oder bei einem Verlag als Journalistin engagiert ist.

 

Was habt ihr aus der Rolle gemacht?

 

Gruß

Marcell

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Ich hatte Marie damals keinen Beruf zugeordnet. Ihre Kenntnisse hat sie von ihrem Vater, welchen sie gerne bei seiner Arbeit begleitet/beobachtet hat. Ansonsten lebt sie nach den Konventionen von 1880, führt für ihren Vater den Haushalt und bereitet sich ansonsten auf ihre Rolle als Gattin von Carl Scherenberg vor...

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Ich hatte Marie damals keinen Beruf zugeordnet. Ihre Kenntnisse hat sie von ihrem Vater, welchen sie gerne bei seiner Arbeit begleitet/beobachtet hat. Ansonsten lebt sie nach den Konventionen von 1880, führt für ihren Vater den Haushalt und bereitet sich ansonsten auf ihre Rolle als Gattin von Carl Scherenberg vor...

 

Auch eine gute Variante und wahrscheinlich logischer als meine. :blush:

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Ich hatte Marie damals keinen Beruf zugeordnet. Ihre Kenntnisse hat sie von ihrem Vater, welchen sie gerne bei seiner Arbeit begleitet/beobachtet hat. Ansonsten lebt sie nach den Konventionen von 1880, führt für ihren Vater den Haushalt und bereitet sich ansonsten auf ihre Rolle als Gattin von Carl Scherenberg vor...

 

Auch eine gute Variante und wahrscheinlich logischer als meine. :blush:

 

Zumindestens aus der Sicht eines spießigen Reaktionärs (also einem normalen Menschen des Jahres 1880) ... ;)

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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@Odysseus:

 

Wie hast du denn die Beschreibung der Statue bei ihrem ersten Auftritt als "schwarzglänzendes Etwas" mit der allgemeinen Beschreibung einer "bemalten Sandsteinstatue" in Einklang gebracht? Gut, es regnet und mit dem Kutscher geht sicher die Phantasie durch, aber ich fände es auch schön, der Statue optisch noch ein bisschen mehr Individualität und auch Bedrohlichkeit einzuhauchen (meine Spieler kennen wandelnde Sandsteinstatuen schon zu Genüge aus Mokattam, aber sicherlich keine, die von einem Dämon beseelt werden!). Wie hast du sie präsentiert?

 

Und was sollen die Aussagen des Pathologen über die parallel verlaufenden tiefen Schnittwunden bei den Opfern? Hat auch er Zusammenhänge gedeutet, wo es nur Zufälle gibt, oder habe ich etwas übersehen? Hat die Statue Wolverine-Klauen?? :D Die Opfer wurden doch zunächst mit dem Schakaldolch aus dem Museum aufgeschlitzt und nach dem Verlust desselben beim Überfall auf Clara Werthauer hat Scherenberg der Statue wahrscheinlich eine andere Waffen (einen weiteren Dolch aus der Vitrine im Museum?) besorgt, oder?

 

Gruß

Marcell

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@Odysseus:

 

Wie hast du denn die Beschreibung der Statue bei ihrem ersten Auftritt als "schwarzglänzendes Etwas" mit der allgemeinen Beschreibung einer "bemalten Sandsteinstatue" in Einklang gebracht? Gut, es regnet und mit dem Kutscher geht sicher die Phantasie durch, aber ich fände es auch schön, der Statue optisch noch ein bisschen mehr Individualität und auch Bedrohlichkeit einzuhauchen (meine Spieler kennen wandelnde Sandsteinstatuen schon zu Genüge aus Mokattam, aber sicherlich keine, die von einem Dämon beseelt werden!). Wie hast du sie präsentiert?

 

Eigentlich wollte ich die Statue damals etwas näher beschreiben (und hatte mir dazu ein, zwei passende Werke aus der Bücherei besorgt), aber meine Gruppe ist zum Schluß so vorangeprescht, daß ich gar nicht mehr zu der Ausarbeitung gekommen bin. So blieb es bei einer groben Beschreibung...

 

Und was sollen die Aussagen des Pathologen über die parallel verlaufenden tiefen Schnittwunden bei den Opfern? Hat auch er Zusammenhänge gedeutet, wo es nur Zufälle gibt, oder habe ich etwas übersehen? Hat die Statue Wolverine-Klauen?? :D Die Opfer wurden doch zunächst mit dem Schakaldolch aus dem Museum aufgeschlitzt und nach dem Verlust desselben beim Überfall auf Clara Werthauer hat Scherenberg der Statue wahrscheinlich eine andere Waffen (einen weiteren Dolch aus der Vitrine im Museum?) besorgt, oder?

 

Meine Spieler haben die (sich wiederholende) Präzision der Einschnitte so gedeutet, daß man es wohl nicht mit einem 'normalen' Täter zu tun hat. Ich habe sie in diesem Glauben unterstützt. Der Gedanke an Krallen kam ihnen auch sofort. Den Dolch haben sie mehr als Operationswerkzeug zur Organentnahme gesehen. Wenn ich das richtig deute, war es auch so.

Mir war allerdings nicht ganz klar, warum Scherenberg den Dolch neben der Leiche vergißt. Ist er beim zweiten Opfer gestört wurden? :dunno:

 

Mit den Dolchen hast du recht - der wahnsinnige Wissenschaftler holt sich im Museum bestimmt Ersatz...

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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@Odysseus:

 

Wie hast du denn die Beschreibung der Statue bei ihrem ersten Auftritt als "schwarzglänzendes Etwas" mit der allgemeinen Beschreibung einer "bemalten Sandsteinstatue" in Einklang gebracht? Gut, es regnet und mit dem Kutscher geht sicher die Phantasie durch, aber ich fände es auch schön, der Statue optisch noch ein bisschen mehr Individualität und auch Bedrohlichkeit einzuhauchen (meine Spieler kennen wandelnde Sandsteinstatuen schon zu Genüge aus Mokattam, aber sicherlich keine, die von einem Dämon beseelt werden!). Wie hast du sie präsentiert?

 

Eigentlich wollte ich die Statue damals etwas näher beschreiben (und hatte mir dazu ein, zwei passende Werke aus der Bücherei besorgt), aber meine Gruppe ist zum Schluß so vorangeprescht, daß ich gar nicht mehr zu der Ausarbeitung gekommen bin. So blieb es bei einer groben Beschreibung...

 

Ich könnte mir halt vorstellen, dass die Spieler von der einleitenden Beschreibung auf eine falsche Fährte gelockt werden, was ich als SL natürlich nach Leibeskräften unterstützen werde! ;) Auf der anderen Seite könnte ich mir aber auch gut vorstellen, dass die Statue bei der Verwandlung tatsächlich eine Art Transformation in eine wesentlich agilere und wendigere Gestalt (a la "Thing" von den "Fanta4") vollzieht. Vielleicht überzieht sich die poröse Oberfläche des Steins ja bei der Besitzergreifung durch den Dämon mit einem schwarzen öligen Film?! Klingt zwar nicht sonderlich überzeugend, aber es lenkt massiv vom Gedanken an eine Statue oder Mumie ab und im Endeffekt werden die Spieler wahrscheinlich eh nicht kapieren, womit sie es zu tun hatten - ausserdem ist es ein geiler Showeffekt! :D

 

 

Und was sollen die Aussagen des Pathologen über die parallel verlaufenden tiefen Schnittwunden bei den Opfern? Hat auch er Zusammenhänge gedeutet, wo es nur Zufälle gibt, oder habe ich etwas übersehen? Hat die Statue Wolverine-Klauen?? :D Die Opfer wurden doch zunächst mit dem Schakaldolch aus dem Museum aufgeschlitzt und nach dem Verlust desselben beim Überfall auf Clara Werthauer hat Scherenberg der Statue wahrscheinlich eine andere Waffen (einen weiteren Dolch aus der Vitrine im Museum?) besorgt, oder?

 

Meine Spieler haben die (sich wiederholende) Präzision der Einschnitte so gedeutet, daß man es wohl nicht mit einem 'normalen' Täter zu tun hat. Ich habe sie in diesem Glauben unterstützt. Der Gedanke an Krallen kam ihnen auch sofort. Den Dolch haben sie mehr als Operationswerkzeug zur Organentnahme gesehen. Wenn ich das richtig deute, war es auch so.

Mir war allerdings nicht ganz klar, warum Scherenberg den Dolch neben der Leiche vergißt. Ist er beim zweiten Opfer gestört wurden? :dunno:

 

Scherenberg vergisst den Dolch nicht. Ich habe es so verstanden, dass Clara Werthauer (die Tänzerin, welche schwer verletzt überlebt) das 2. Opfer war. Bei diesem Angriff war die Mumie zum ersten Mal Regen ausgesetzt und Scherenberg hat die Kontrolle über sie verloren, wodurch sie floh. (s.S.62) Die Idee, dass Scherenberg die Organe entnimmt, nachdem die Statue die Opfer ermordet hat, ist mir so noch gar nicht gekommen. Ich bin irgendwie immer davon ausgegangen, dass die Statue das macht.

 

Ausgehend von Scherenberg müssten ja dann auch dessen Fingerabdrücke (wenn er schlampig ist) bzw. gar keine Fingerabdrücke (wenn an dem Abend nur die Statue den Dolch in der Hand hatte und Scherenberg seine nach dem vorherigen Mord entfernt hat) auf dem Griff zu finden sein.

 

Mit den Dolchen hast du recht - der wahnsinnige Wissenschaftler holt sich im Museum bestimmt Ersatz...

 

Dann ist wohl davon auszugehen, dass sich an der Vitrine Spuren (Fingerabdrücke von Scherenberg) finden lassen, vielleicht sogar Blutreste an einer Dolchklinge?!

 

Gruß

Marcell

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Scherenberg vergisst den Dolch nicht. Ich habe es so verstanden, dass Clara Werthauer (die Tänzerin, welche schwer verletzt überlebt) das 2. Opfer war. Bei diesem Angriff war die Mumie zum ersten Mal Regen ausgesetzt und Scherenberg hat die Kontrolle über sie verloren, wodurch sie floh. (s.S.62)

 

Stimmt. Das hatte ich vergessen...

 

Die Idee, dass Scherenberg die Organe entnimmt, nachdem die Statue die Opfer ermordet hat, ist mir so noch gar nicht gekommen. Ich bin irgendwie immer davon ausgegangen, dass die Statue das macht.

 

Dieses Vorgehen wird auf Seite 64 (Das Ritual) beschrieben. Ich hatte mich also richtig erinnert. :satisfied:

 

 

 

Ausgehend von Scherenberg müssten ja dann auch dessen Fingerabdrücke (wenn er schlampig ist) bzw. gar keine Fingerabdrücke (wenn an dem Abend nur die Statue den Dolch in der Hand hatte und Scherenberg seine nach dem vorherigen Mord entfernt hat) auf dem Griff zu finden sein.

 

Die Untersuchung von Fingerabdrücken beginnt in Europa erst ab 1896. In diesem Abt. spielt das also noch keine Rolle... :notify:

 

Dann ist wohl davon auszugehen, dass sich an der Vitrine Spuren (Fingerabdrücke von Scherenberg) finden lassen, vielleicht sogar Blutreste an einer Dolchklinge?!

 

Fingerabdrücke s.o. ... Ansonsten würde ich sagen, daß Scherenberg zwar verrückt, aber nicht dumm ist. Er wird keine Spuren an der Vitrine hinterlassen und die 'benutzten' Dolche auch nicht wieder zurücklegen. Sollte das Fehlen publik gemacht werden, wird man wohl eher einen Diebstahl von außen vermuten. Scherenberg wird man bestimmt nicht verdächtigen...

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Dieses Vorgehen wird auf Seite 64 (Das Ritual) beschrieben. Ich hatte mich also richtig erinnert. :satisfied:

 

Stimmt, das hatte ich übersehen... :blush:

 

Die Untersuchung von Fingerabdrücken beginnt in Europa erst ab 1896. In diesem Abt. spielt das also noch keine Rolle... :notify:

 

DAS ist mal gut zu wissen! :disturbed:

 

Ansonsten würde ich sagen, daß Scherenberg zwar verrückt, aber nicht dumm ist. Er wird keine Spuren an der Vitrine hinterlassen und die 'benutzten' Dolche auch nicht wieder zurücklegen. Sollte das Fehlen publik gemacht werden, wird man wohl eher einen Diebstahl von außen vermuten. Scherenberg wird man bestimmt nicht verdächtigen...

 

Aufgrund der Infos im Text muss es anders gelaufen sein, schliesslich finden die Spieler die Vitrine, in der nur 3 statt 4 Dolchen ausgestellt werden, nach deiner These ("der wahnsinnige Wissenschaftler holt sich im Museum bestimmt Ersatz") dürften aber nur noch 2 Dolche da sein. Vielleicht hat Scherenberg aber auch nach dem Dolchverlust eine andere weniger auffällige Waffe aufgetrieben (wobei dann unklar bleibt, warum er das nicht direkt getan hat um jeden Verdacht vom Museum abzulenken)?!

 

Zwei weitere Punkte, die ich alles andere als Schlüssig finde sind mir noch aufgefallen:

Zum einen: warum erwähnt eine Zeitung, dass Ludwig Delvay den gefundenen Dolch als "Orientalisch" klassifiziert hat?

1.) Warum sollte sich die Polizei zur Identifizierung einer Tatwaffe an einen Verwalter und nicht an einen Experten, z.B. Scherenberg wenden?

2.) Wie kann Delvay den Dolch identifizieren, aber gleichzeitig nichts von seinem Verschwinden bemerkt haben?

 

Desweiteren muss Scherenberg DOCH selber den Dolch am 2. Tatort verloren haben (vgl. Mahmud's Beobachtung auf S.55) und die Statue hat DOCH Klauen (s.S.63 Die Sansteinstatue). Diese Fakten machen es noch unverständlicher, dass Scherenberg einen antiken Dolch aus seinem eigenen Museum verwendet, anstatt ein Skalpell o.Ä. zu benutzen.

 

Gruß

Marcell

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Aufgrund der Infos im Text muss es anders gelaufen sein, schliesslich finden die Spieler die Vitrine, in der nur 3 statt 4 Dolchen ausgestellt werden, nach deiner These ("der wahnsinnige Wissenschaftler holt sich im Museum bestimmt Ersatz") dürften aber nur noch 2 Dolche da sein.

 

Hmmmm... Wahrscheinlich legt Scherenberg den 'Ersatzdolch' jetzt doch immer wieder zurück in die Vitrine, damit der Verlust nicht auffällt. Das Fehlen eines Dolches konnte er wahrscheinlich noch verbergen, bei mehreren würde dieses aber unweigerlich auffallen. Auf jeden Fall fehlt zu diesen Vorgängen ein Hinweis im Abenteuer...

 

Vielleicht hat Scherenberg aber auch nach dem Dolchverlust eine andere weniger auffällige Waffe aufgetrieben (wobei dann unklar bleibt, warum er das nicht direkt getan hat um jeden Verdacht vom Museum abzulenken)?!

 

Ich bin immer davon ausgegangen, daß Scherenberg genau diese Dolche zum Entfernen der Organe benutzt, weil sie dafür im alten Ägypten geschaffen wurden und somit Teil des Ritual sind. Andere Schneidinstrumente kommen für ihn nicht in Frage...

 

Zum einen: warum erwähnt eine Zeitung, dass Ludwig Delvay den gefundenen Dolch als "Orientalisch" klassifiziert hat?

 

Der Journaliste hielt die korrekte Klassifizierung für den durchschnittlichen Zeitungsleser offensichtlich für zu 'wissenschaftlich' - deshalb ersetzte er sie. Ansonsten wird die Herkunft natürlich erwähnt, weil sie so exotisch ist. Der Schritt zu Ritualmorden im Thiergarten ist da nicht mehr weit...

 

1.) Warum sollte sich die Polizei zur Identifizierung einer Tatwaffe an einen Verwalter und nicht an einen Experten, z.B. Scherenberg wenden?

 

Vielleicht hat Scherenberg ihn vorgeschoben? Möglicherweise kümmert sich Ludwig Delvay auch routinemäßig um alle Anfragen seitens anderer Behörden an das Museum... :dunno:

 

2.) Wie kann Delvay den Dolch identifizieren, aber gleichzeitig nichts von seinem Verschwinden bemerkt haben?

 

DAS habe ich mich allerdings auch schon gefragt. Ihm müßte doch die Ausstellung des Museums vertraut sein. Andererseits gehören die Dolche möglicherweise zu den neuen Gegenständen, welche Scherenberg aus Ägypten mitbrachte und Delvay war nicht an der Klassifizierung/Katalogisierung/Untersuchung beteiligt.

 

Desweiteren muss Scherenberg DOCH selber den Dolch am 2. Tatort verloren haben (vgl. Mahmud's Beobachtung auf S.55) und die Statue hat DOCH Klauen (s.S.63 Die Sansteinstatue). Diese Fakten machen es noch unverständlicher, dass Scherenberg einen antiken Dolch aus seinem eigenen Museum verwendet, anstatt ein Skalpell o.Ä. zu benutzen.

 

Ich gehe davon aus, daß die Statue Klauen hat, da es sogar bei ihren Spielwerten erwähnt wird. ;)

 

Bedeutung der Dolche s.o.

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Ich bin immer davon ausgegangen, daß Scherenberg genau diese Dolche zum Entfernen der Organe benutzt, weil sie dafür im alten Ägypten geschaffen wurden und somit Teil des Ritual sind. Andere Schneidinstrumente kommen für ihn nicht in Frage...

 

Klingt nachvollziehbar. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Scherenberg langsam dämmert, dass die Organentnahmen ihn nicht weiterbringen, wird er wohl logischerweise den Dolch nach dem Angriff auf Wronker wieder in die Vitrine zurücklegen und auch in Zukunft nicht mehr anrühren.

 

 

Zum einen: warum erwähnt eine Zeitung, dass Ludwig Delvay den gefundenen Dolch als "Orientalisch" klassifiziert hat?

 

Der Journaliste hielt die korrekte Klassifizierung für den durchschnittlichen Zeitungsleser offensichtlich für zu 'wissenschaftlich' - deshalb ersetzte er sie. Ansonsten wird die Herkunft natürlich erwähnt, weil sie so exotisch ist. Der Schritt zu Ritualmorden im Thiergarten ist da nicht mehr weit...

 

Du missverstehst mich hier bzw. ich habe mich unklar ausgedrückt. Ich wollte nicht auf den genauen Begriff "orientalisch/arabisch/ägyptisch" hinaus - dazu steht ja genug Info im Abenteuer. Mein Gedanke war: woher weiss die Presse überhaupt von dem Dolch, der sich ja in der Obhut von Komissar von Tresckow befindet (welcher wohl kaum Interesse daran hat, solche Details an die Medien weiterzuleiten)!? Und selbst wenn die Info durchgesickert ist, wie konnte ein Reporter Delvay die Waffe zur Identifizierung zeigen? Gut, vielleicht ist eine Photografie aus dem Polizeirevier hinausgeschmuggelt worden und Delvay konnte die Waffe anhand dieses Photos identifizieren, aber das sind schon ein paar konstruierte Zufälle zu viel für meinen Geschmack! Auf jeden Fall fehlen auch hier eindeutige Infos. :motz:

 

 

1.) Warum sollte sich die Polizei zur Identifizierung einer Tatwaffe an einen Verwalter und nicht an einen Experten, z.B. Scherenberg wenden?

 

Vielleicht hat Scherenberg ihn vorgeschoben? Möglicherweise kümmert sich Ludwig Delvay auch routinemäßig um alle Anfragen seitens anderer Behörden an das Museum... :dunno:

 

Ich fände es plausibel, dass Delvay als Vertretung für den Institusdirektor, der sich ja in England befindet, solche Fragen quasi als Pressesprecher beantwortet.

 

2.) Wie kann Delvay den Dolch identifizieren, aber gleichzeitig nichts von seinem Verschwinden bemerkt haben?

 

DAS habe ich mich allerdings auch schon gefragt. Ihm müßte doch die Ausstellung des Museums vertraut sein. Andererseits gehören die Dolche möglicherweise zu den neuen Gegenständen, welche Scherenberg aus Ägypten mitbrachte und Delvay war nicht an der Klassifizierung/Katalogisierung/Untersuchung beteiligt.

 

Ich denke nicht, dass Scherenberg etwa ausser der Kiste mit der Mumie & der Statue mitgebracht hat. Die Dolche müssen schon vorher im Museum gewesen sein. Die Logik dieses ganzen Punktes hängt für mich daran, ob ein Reporter ihm nur ein Photo des Dolches gezeigt hat, oder ob die Polizei ihn wegen des Original-Dolches vernommen hat. Im ersteren Fall könnte man vermuten, dass er wohl etwas wie "ja, solche Stücke stellen wir auch aus, das ist vermutlich eine arabische Waffe" von sich gibt ohne sich weiter darum zu kümmern und den Verbleib der eigenen Dolche zu prüfen - gerade wenn ein solches Gespräch nur zwischen Tür und Angel stattfand. Im zweiten Fall ist es aber wohl sehr wahrscheinlich, dass entweder die Polizei sich die Dolche zeigen lässt oder Delvay zumindest selber neugierig/gewissenhaft genug ist, um den eigenen Bestand zu prüfen. In diesem Fall müsste das Verschwinden auffallen und der Verdacht direkt auf das Museum und seine Angestellten gelenkt werden.

 

Ich würde die zweite Möglichkeit ausschliessen, da die Polizei bisher keinerlei Bezug zum Museum herstellen konnte, mit der anderen Variante habe ich allerdings auch wie oben erwähnt meine Probleme. Fällt dir noch eine weitere (hoffentlich plausible) Variante ein??

 

 

Ich gehe davon aus, daß die Statue Klauen hat, da es sogar bei ihren Spielwerten erwähnt wird. ;)

 

Genau das wollte ich durch die Blume sagen. ;)

 

Gruß

Marcell

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Klingt nachvollziehbar. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Scherenberg langsam dämmert, dass die Organentnahmen ihn nicht weiterbringen, wird er wohl logischerweise den Dolch nach dem Angriff auf Wronker wieder in die Vitrine zurücklegen und auch in Zukunft nicht mehr anrühren.

 

Da haben wir doch eine gute Erklärung zusammengetragen... :thumbs:

 

Du missverstehst mich hier bzw. ich habe mich unklar ausgedrückt. Ich wollte nicht auf den genauen Begriff "orientalisch/arabisch/ägyptisch" hinaus - dazu steht ja genug Info im Abenteuer. Mein Gedanke war: woher weiss die Presse überhaupt von dem Dolch, der sich ja in der Obhut von Komissar von Tresckow befindet (welcher wohl kaum Interesse daran hat, solche Details an die Medien weiterzuleiten)!? Und selbst wenn die Info durchgesickert ist, wie konnte ein Reporter Delvay die Waffe zur Identifizierung zeigen? Gut, vielleicht ist eine Photografie aus dem Polizeirevier hinausgeschmuggelt worden und Delvay konnte die Waffe anhand dieses Photos identifizieren, aber das sind schon ein paar konstruierte Zufälle zu viel für meinen Geschmack! Auf jeden Fall fehlen auch hier eindeutige Infos. :motz:

 

Oh, das ist einfach. Es haben bestimmt mehrere Reporter Informanten bei der Polizei, welche ihnen von dem Dolch erzählt haben. Auf die gleiche Weise sickert wohl auch durch, daß die Polizei den Dolch im Museum von Völkerkunde hat identifizieren lassen. Ein bißchen Nachbohren förderte dann Delvey als 'Experten' zu Tage, welcher anschließend ausgequetscht wurde. Vielleicht hatte die Polizei ihm ja Stillschweigen auferlegt, aber bei hartnäckigen Leuten nützt das meistens wenig (Spielergruppen gehen ja ähnlich vor) ... ;)

 

Ich fände es plausibel, dass Delvay als Vertretung für den Institusdirektor, der sich ja in England befindet, solche Fragen quasi als Pressesprecher beantwortet.

 

Warum nicht... So many possibilities...

 

Ich denke nicht, dass Scherenberg etwa ausser der Kiste mit der Mumie & der Statue mitgebracht hat. Die Dolche müssen schon vorher im Museum gewesen sein.

 

Worauf beruht diese Annahme?

 

 

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Da haben wir doch eine gute Erklärung zusammengetragen... :thumbs:

:cool:

 

 

Oh, das ist einfach. Es haben bestimmt mehrere Reporter Informanten bei der Polizei, welche ihnen von dem Dolch erzählt haben. Auf die gleiche Weise sickert wohl auch durch, daß die Polizei den Dolch im Museum von Völkerkunde hat identifizieren lassen. Ein bißchen Nachbohren förderte dann Delvey als 'Experten' zu Tage, welcher anschließend ausgequetscht wurde. Vielleicht hatte die Polizei ihm ja Stillschweigen auferlegt, aber bei hartnäckigen Leuten nützt das meistens wenig (Spielergruppen gehen ja ähnlich vor) ... ;)

 

So in etwa habe ich es gestern am ersten Spielabend auch gelöst. Nichtsdestotrotz verwirrt dieser Punkt meine Spielgruppe etwas, wie ich bereits erwartet hatte. :dunno:

 

 

Ich denke nicht, dass Scherenberg etwa ausser der Kiste mit der Mumie & der Statue mitgebracht hat. Die Dolche müssen schon vorher im Museum gewesen sein.

 

Worauf beruht diese Annahme?

 

Ich kann es leider nicht eindeutig belegen, auf S.46 wird erwähnt, dass "die Mumie und diverse andere Gegenstände" auf der Titania nach Hamburg geschmuggelt wurden, was auch einen gegenteiligen Schluss zulässt. Somit bleibt es nur mein Gefühl, da ich Scherenberg's Verhalten immer so verstanden habe, dass er sich direkt nach seiner Rückkehr in seinen Studien vergäbt und keine neuen Exponate ausstellt. Das Ganze wäre auch für meinen Geschmack zeitlich zu knapp und schlicht unklug: er bringt die Dolche frisch mit, stellt sie aus und entwendet nach wenigen Tagen direkt den ersten um seine Mordserie zu starten - das wäre doch völlig Banane: Warum die Dinger erst ausstellen und dann den Verdacht auf das Museum lenken? Hätte er die Dolche aus Ägypten mitgebracht, dann hätte er sie sicherlich verborgen gehalten. Einspruch, euer Ehren?? :lookaround:

 

 

Gruß

Marcell

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So in etwa habe ich es gestern am ersten Spielabend auch gelöst. Nichtsdestotrotz verwirrt dieser Punkt meine Spielgruppe etwas, wie ich bereits erwartet hatte. :dunno:

 

Okay, die Sache ist vielleicht etwas grob als Hinweis. Ich halte die Presse aber immer für ein probates Informationsmittel.

 

 

Ich kann es leider nicht eindeutig belegen, auf S.46 wird erwähnt, dass "die Mumie und diverse andere Gegenstände" auf der Titania nach Hamburg geschmuggelt wurden, was auch einen gegenteiligen Schluss zulässt. Somit bleibt es nur mein Gefühl, da ich Scherenberg's Verhalten immer so verstanden habe, dass er sich direkt nach seiner Rückkehr in seinen Studien vergäbt und keine neuen Exponate ausstellt. Das Ganze wäre auch für meinen Geschmack zeitlich zu knapp und schlicht unklug: er bringt die Dolche frisch mit, stellt sie aus und entwendet nach wenigen Tagen direkt den ersten um seine Mordserie zu starten - das wäre doch völlig Banane: Warum die Dinger erst ausstellen und dann den Verdacht auf das Museum lenken? Hätte er die Dolche aus Ägypten mitgebracht, dann hätte er sie sicherlich verborgen gehalten. Einspruch, euer Ehren?? :lookaround:

 

Kein Einspruch! Wie man es dreht und wendet, die Verwendung des Dolches ist seeeehr ungeschickt, weil er zu den Ausstellungsgegenständen gehört. Dabei ist es egal, ob Scherenberg ihn mitgebracht hat oder er sich schon länger im Museum befindet. Darin sind wir uns einig... :)

 

Es würde mehr Sinn ergeben, wenn Scherenberg ihn aus den Lagerräumen des Museums entwenden würde. Noch besser wäre es, wenn er ihn in seinem Tresor verstecken würde. Dann müßten sich die Charaktere für diesen Hinweis mehr anstrengen.

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Da ich das Abenteuer demnächst wieder leiten werde, habe ich mich erneut eingelesen und ein wenig zeitgeschichtlich recherchiert, um Berlin noch lebendiger und orignalgetreuer darstellen zu können. Dabei sind mir mehrere historische Ungereimtheiten aufgefallen, die vielleicht für andere Spielleiter interessant sein könnten:

 

- Das Museum für Völkerkunde wurde erst 1886 eröffnet, weswegen ich das ganze Setting ins Neue Museum auf der Museumsinsel verfrachtet habe, in welchem sich zu dieser Zeit u.a. eine umfangreiche ägyptische Sammlung befand

- das Kriminalgericht Moabit wurde erst 1902 erbaut - bisher habe ich keinen adäquaten Ersatzschauplatz gefunden und bin für Anregungen dankbar

- der zu Beginn des Abenteuers erwähnte Schauplatz heißt "Krolls Etablissment", nicht "Knolls..."

 

Auch habe ich anknüpfend an meine frühere Diskussion mit Odysseus diesmal Scherenberg mit 3 Dolchen ausgestattet, die er selbst aus Ägypten mitbrachte. Einen davon fand die Polizei bei Opfer Nr.2, die anderen beiden verwahrt der Ägyptologe in seinem Safe.

Edited by MazeBall

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- das Kriminalgericht Moabit wurde erst 1902 erbaut - bisher habe ich keinen adäquaten Ersatzschauplatz gefunden und bin für Anregungen dankbar

 

Hier bietet sich das Alte Kriminalgericht aus dem Jahre 1881 an der Rathenower Straße an.

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Im neuen 'Band für alles Übernatürliche' wird das betreffende Abenteuer neu aufgelegt. Wir haben uns bei der Überarbeitung aber mehr auf die Handlung bzw. deren Erweiterung konzentriert. Ob noch eine zeitlich 'korrekte' Version dabei herauskommen wird, muss man abwarten. :type:

 

 

Best,

 

der Listen-Reiche

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Im neuen 'Band für alles Übernatürliche' wird das betreffende Abenteuer neu aufgelegt. Wir haben uns bei der Überarbeitung aber mehr auf die Handlung bzw. deren Erweiterung konzentriert. Ob noch eine zeitlich 'korrekte' Version dabei herauskommen wird, muss man abwarten. :type:

 

Cool! :thumbs:

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      Art des Abenteuers:                Detektiv(!)-Abenteuer in einem Zug in USA
                                                        (Wiederholung des Abenteuers vom Kloster-CON, eignet sich auch als Fortsetzung zum Dampfwagen-Rennen)

      Vorteilhafte Eigenschaften:   Beherrschen der Landessprache, Ermittlungsgeschick, Mut, Nahkampftauglich, mit Schusswaffen umgehen können
       
      Charaktere die sich besonders eignen: Geheimagent, Arzt, Krankenschwester, Geistliche(r), Kriminalist, Offizier/Soldat, schöne junge Frau (die hat dann eine feste Rolle als Verlobte eines Gouverneurs

      Für andere Charaktere wäre eine passende Vorgeschichte vorab mit dem SL abzustimmen.
      Zu klären ist u.a.:
      Was führt den Charakter nach Fort Humboldt (Am A.... äh. Ende der Welt)? Wie schafft er es an Bord des Armee-Transports zu kommen? 
      Es ist ein reiner Militärtransport der keine Zivilisten mitnimmt die nichts mit der Armee zu tun haben.
      ggf. können Charaktere gestellt werden.
      Beschreibung:  Detektiv-Abenteuer mit Action-Elementen nach dem gleichnamigen Western-Film (in dt. Nevada Pass)
      (Auch wer den Film kennt kann mitspielen - es läuft im Abenteuer sowieso nie, wie im Drehbuch und auch ich werde ein paar Dinge abändern)
       
      Vereinigte Staaten, 1873: In Myrtle City, einem einsamen Rocky-Mountains-Städtchen im Bundesstaat Nevada, macht ein Zug der WASATCH & NEVADA RAILROAD (W. & N. R. R.) mit einem Transport der US Army halt. Dieser ist mit Versorgungsgütern zum Stützpunkt Fort Humboldt unterwegs, da dort die Diphtherie ausgebrochen ist. In Myrtle taucht auch der örtliche Marshal Nathan Pearce auf, welcher im Saloon einen gesuchten Verbrecher und Falschspieler festnimmt. Da dieser für einen Anschlag auf einen Armeetransport verantwortlich sein soll, geht Pearce trotz der Missbilligung durch den leitenden Offizier Major Claremont mit dem Gefangenen an Bord des Zuges, um ihn vor ein Militärgericht zu bringen. 
      Im Zug werden dann verschiedene "Ereignisse" die Handlung in Gang setzen und mehr wäre gespoilert....
      Das Original spielt 1873 - für alle die das Dampfwagen-Rennen gespielt haben, würde ich es im Anschluss daran ansiedeln: 1879)
       
       Spieler/innen: 
      1.
      2. 
      3. 
      4. reserviert für vor Ort-Aushang
      5. reserviert für vor Ort-Aushang
      6. (optional bei hoher Nachfrage)
    • By Serdo
      Die Polizei im viktorianischen Zeitalter hat in unseren Köpfen ein klares Bild: Der unbewaffnete Bobby. Wobei unbewaffnet sich auf schwere (bzw. lethale) Waffen bezieht. Natürlich wirbelt er seinen kurzen Schlagstock beim Streifegehen. Aber das ist ja "eigentlich" keine Waffe, oder?
      Beginnen wir mit dem Namen "Bobby". Dieser kommt von Sir Robert Peel, der 1829 mit dem Metropolitan Act die Londoner Polizei reformierte. Diese Polizisten nannte man Peelers (also die Leute von Sir Robert Peel) oder Bobbies (von Bob, der Koseform von Robert). Die Polizei selbst nannte man "Met" (von Metropolitan). Die Polizei Londons existiert 1880 also schon gut 50 Jahre in dieser Form.
      Das Leben als Bobby:
      Die Bobbies durften nicht wählen, nicht ohne Erlaubnis heiraten, und nicht mit Zivilisten gemeinsam essen. Außerdem mussten sie ihre Uniform (blauer Frack und Zylinder), ab 1863 Bobbyhelm) sowohl im Dienst, wie auch zivil (!) tragen. Um zu unterscheiden, ob ein Bobby im Dienst war oder nicht, gab es "duty armbands".
      http://www.oldpolicecellsmuseum.org.uk/content/history/police_history/early_uniforms
      Zurück zum Schlagstock: In unserer Wahrnehmung des Bobby trägt er einen kurzen Schlagstock (engl.: truncheon), hervorragend geeignet um nicht-lethale Gewalt auszuüben. Heutzutage gibt es ganz klare Vorschriften: Es gibt Körperzonen (Arme, Beine, Rumpf), die geschlagen werden dürfen, ohne Probleme zu bereiten. Ein Schlag auf den Kopf hingegen wird den Bobby eine Untersuchung einbringen, da dort auch ein kurzer Schlagstock bleibende, schwerwiegende Schäden (Schädelbruch mit Gehirnschaden etc.) hervorrufen kann.
      Aber nicht nur kurze Schlagstöcke wurden verwendet. Es gab auch längere, mit dickem Kopf, die eher an einen Baseball-Schläger erinnern (engl.: club).
      https://www.youtube.com/watch?v=8Nu7UwAlqMo
      Aber nicht nur Schlagstöcke fanden Verwendung. Auch kurze Säbel (Cutlass, Hanger) wurden eingesetzt. Ein Handbuch für Drill und Schwertübung für die Metropolitan Police (also die Bobbies) von 1868 zeigt dies sehr gut. Die kurzen Säbel waren stark gekrümmt und hatten im oberen Drittel eine beidseitige Schneide. Sie hatten hervorragende Schnitteigenschaften, auch wenn die meisten nie geschärft wurden (da nicht für den Kriegseinsatz). Um zu verhindern, dass sie im Handgemenge von einem Gegner aus der Scheide gezogen wurden, hatten sie einen Druckknopf auf der linken Seite, der mit dem rechten Daumen des Polizeibeamten gelöst werden konnte. Matt Easton präsentiert einen solchen Säbel: https://www.youtube.com/watch?v=En2k1dNBVdQ
      1884 wurden zwei Constabler getötet und daraufhin wurde der Webley "Bulldog" Revolver (sehr kurzer Lauf) für Nachtpatrouillen getragen, wobei die Polizisten auch darauf verzichten konnten. (Der Webley wurde schon 1882 für die Met beschafft, allerdings nur für Polizisten im Wachdienst für Minister der Regierung.) Generell wurden also Feuerwaffen sehr selten getragen, auch wenn es die ersten Trainings bereits 1867 gab.
      Die typischen Polizeipfeifen, mit denen die Streifenpolizisten ihre Kameraden hinzurufen konnten, wurden erst 1884 eingeführt. Davor wurden hölzerne Ratschen genutzt, die aber nur halb so weit (ca. 450m) zu hören waren.
      Kriminalpolizisten (Detectives) gab es 1880 nur 200, welche heillos überfordert waren. Darum wurden diese 1883 um weitere 600 Detectives aufgestockt.
    • By sarandira
      Spielleiter: 
      Sarandira
      Anzahl der Spieler:
      3-5
      M3/M4/M5
      Midgard 1880
      Grade der Figuren:
      gibt es da nicht
      Voraussichtlicher Beginn:
      Donnerstag nach dem Abendessen (ca. 19:30 h)
      Voraussichtliche Dauer:
      Freitag bis maximal zur Begrüßung/zum Abendessen
      Art des Abenteuers:
      Detektiv-Abenteuer im Stil von Agatha Christie
      Voraussetzung/Vorbedingung:
      Französisch-Kenntnisse zumindest einiger Spielfiguren wären hilfreich. Grundsätzliche Hilfsbereitschaft und Neugier ebenfalls. Die Spieler sollten nicht zu großen Wert auf historische Genauigkeit legen.
      Beschreibung:
      Weihnachten 1880. Wie jedes Jahr hat der Wein- und Champagnerhändler Monsiuer Leblanc einige Freunde, Bekannte oder auch Bekannte von Bekannten eingeladen, die Weihnachtsfeiertage im kleinen Kreis mit ihm und seiner Familie in seinem Landhaus in der Nähe des beschaulichen Dorfes "Forêt-au-cul-du-Monde" zu feiern. Dieses Jahr seid Ihr die Glücklichen und dürft Euch auf beschauliche, weiße Weihnachten freuen.
      Spieler:
      1. Solwac - Clarence
      2. Todd Arkin - H.G. Wells
      3. McSkull - J E Heartcort
      4. Alf04 - Bernadette
      5. Zeno de Medina - Louis Lazare Delaroche
    • By Godrik
      Der Norweger Carl Størmer hat in den 1890er Jahren Leute auf der Straße mit einer Spionagekamera aufgenommen.
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