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Benötige dringend Hilfe beim Leiten, Gruppe wurde übermütig, erfahrene Spieler/SL vor

Hervorgehobene Antworten

Hallo Zusammen,

nachdem ich seit Jahre immer nur ausgewählte Themen von meinem Mann erzählt bekommen habe, musste ich mich bei Euch registrieren und hoffe Ihr könnt mir weiter helfen.

Eigentlich bin ich Player only. Ich habe damals mit M3 angefangen und mich da auch etwas eingelesen, dann kam M4 und jetzt M5 und ich bin regeltechnisch raus bzw. ich kümmere mich nur um die Regeln, die ich für meinen Charakter brauche. Mir reichen die Gesetzesänderungen, Verwaltungsauffassungen und Rechtsprechungen mit denen ich mich von berufswegen befassen muss nämlich vollkommen. Privat möchte ich einfach nur spielen.

Dies vorausgeschickt hatte ich mich unter M3 also vor 10 Jahren?? entschlossen, mal ein Abenteuer für meine Homies zu leiten. Alle hatten Spaß und ich habe angefangen daraus eine Kampagne zu stricken, die wir dann aber irgendwann abbrechen mussten.

Jetzt waren im Moment unsere wechselnden Spielleiter alle im Stress und ich habe (offenbar im Zustand geistiger Umnachtung) gesagt, ich könne ja die Teile der Kampagne von damals für die ich noch die Unterlagen habe leiten, bis der nächste Zeit hatte sich vorzubereiten. Lief auch einigermaßen außer, dass ich für Grad 1 unter M3 konzipiert hatte und jetzt Grad 3 bis 5 unter M5 leite. Okay, gibt es halt mehr NSCs auch wenn das jetzt natürlich die Schwierigkeit mit sich bringt, dass ich die dann alle spielen muss.

Soweit so gut jetzt zum eigentlichen Problem:

Ich hatte damals, nach dem Motto je mehr Wesen die Gruppe neu entdeckt, desto mehr Punkte gibt es, einen bunten Strauss an Wesen, die man in Alba so finden kann zusammen gestellt und die Gruppe entdecken, umgehen oder kämpfen lassen. Aktuell sind wir bei einem albischen Landadeligen gelandet, der einen Neffen aus den Küstenstaaten zu Besuch hat, der einem Strassenräuber, den die Gruppe einige Stunden vorher getroffen hatte aufs Haar glieicht und mit einer Dame aus den Küstenstatten verheiratet ist, die eine Wehrkatze ist.

Achtung: nach meinem Verständnis handelt es sich dabei um Personen, die im Eifer des erotischen Gefechts die Contenance verlieren, sich verwandeln und dann auch schon mal "zuschlagen". Sie sind nicht bösartig, ziehen sich auch sofort zurück, wenn sie merken was passiert ist und tauchen erst wieder auf, wenn sie sich zurück verwandelt haben.

Das passierte dann auch als die Gruppe dort übernachtet hat. Man hat sich entschlossen der Dame nicht auf Dach nachzuklettern sondern, die Angelegenheit durch den Gatten regeln zu lassen und weiter zu schlafen. Soweit so gut.

Bei der Weiterreise wurde der Neffe mitgenommen, den der Thain gerne loswerden wollte und man fragte sich ja auch, was es mit dieser Ähnlichkeit auf sich hat. Unterwegs wurde die Gruppe wieder von dem Straßenräuber belästitgt, während der Neffe im Wald Strauchdiebe aufscheuchen wollte. Danach war alledings klar, dass es sich definitiv um zwei verschiedene Personen handelt.

Am Abend des Tages fand man durch die eingehende Befragung des Neffen heraus, dass dieser vor einigen Monaten vor einem sehr schönen Spiegel seiner Tante fechten geübt hatte und plötzlich den Eindruck gewann dass sein Spiegelbild schwarze Kleidung anhätte, während er selbst eine schwäche für Rosa hat. Der Straßenräuber trägt schwarz. Meine Überlegung war, dass der Gruppe klar ist, dass das noch eine Nummer zu groß für Sie ist und dass man da Hilfe bei erfahrenen Zauberern suchen müsste aber NEIN. Am nächsten Morgen ritt man im gestreckten Galopp zurück zum befestigten Gutshof des Onkels mit der Absicht, die Tante zu befragen und den Spiegel zu zerstören.

Soweit so einfach: Tor zu, Mauer 5m hochf, keiner macht auf, auf Aufforderung den Dwillanpriesters "im Namen der Kirgh öffnet" "Der Thain ist nicht zu sprechen". Tor bleibt zu.

Also schwadroniert der twyneddische Druide. Das es aber im Interesse des Thain läge mit Ihnen zu sprechen, man könne den Fall auch der Kirgh vortragen, wenn man erst in Beonanburgh sei, das müsse der Thain, dann natürlich selber wissen usw. Von oben kam ein Stein, die Litanei wurde fortgesetzt. Schließlich entschloss man sich doch "Jetzt dann ebend alles Weitere der Kirgh zuüberlassen!!!" uns schickte sich an weg zu reiten.

Jetzt muss man dazu sagen, dass die Spieler einen Handelszug begleiten und von 6 Spielern am Donnerstag nur drei mitgespielt haben, so dass dort vor dem Tor nur ein kleiner Teil der Gruppe stand, die am Vortag aufgebrochen war. Ich habe dann beschlossen, dass ich es,als treuer Gefolgsmann meines Thain, nicht zulassen würde, dass drei dahergelaufene Fremde drohen irgendwelche Lügengeschichten bei der Kirgh zu verbreiten und habe den dreien 5 Bewaffnete hinterher geschickt.

Statt zu fliehen entschloss man sich zum Kampf. Nachdem die Dorfbewohner eindeutig auf Seiten der Wachen waren, floh man dann doch. Der Druide fiel vom Pferd und wurde festgenommen, die anderen beiden sind in den Wald geflohen und wollen sich wieder dem Rest der Gruppe anschließen (war jedenfalls die erste Ansage, wir haben aber da Schluss gemacht, wo die Wachen den Druiden gefesselt aufs Pferd geworfen haben und mit sämtlichen Pferden, also auch denen der anderen beiden, zurück zum Dorf reiten)

Was mache ich denn jetzt mit dem Druiden???

Ich will und werde ihn nicht einfach umbringen, das finde ich immer doof. Ich habe da schon Ideen aber da sowohl mein Mann als auch er im Forum aktiv sind, möchte ich hier nicht konkret werden. Ich antworte in dieser Angelegenheit aber gerne auf DMs

Habe ich über reagiert? Was würde die Kirgh denn mit der armen Frau wirklich machen, wenn man sie meldet.

Was macht man in Alba eigentlich mit lästigen Twyneden? Oder Druiden? Nach meinem Kenntnisstand beides tatsächlich Eigenschaften die einem einen Strick um den Hals oder ein warmes Feuer unter den Füssen bescheren - oder?

Der Spieler des Druiden meint, man müsste mit Reise in die Zeit rausfinden was es mit dem Spiegel auf sich hat und diesen auf diese Weise auch aufspüren, sollte er versteckt worden sein. Ich denke nicht, dass das so einfach geht - oder?

Vielen Dank an Alle, die bis hierher gelsen haben. Ich bin für alle Vorschläge und Hinweise zur Regelauslegung dankbar.

Zu Alba kann ich nicht viel beitragen, aber zu Reise in die Zeit. Der Neffe kann vermutlich recht präzise beschreiben, wo sich der Spiegel zum Zeitpunkt des fraglichen Ereignisses befand und wann (also an welchem Tag das war). Es ist also prinzipiell möglich, in die Vergangenheit zu reisen und sich die Spiegelfechterei anzusehen. Aber eben nur genau das: ansehen. Weder könnte der/die Zeitreisende/n den Spiegel untersuchen, noch dem Spiegel nachgehen, falls dieser irgendwo anders hin transportiert worden ist. Und man müsste zunächst in die Burg und den richtigen Raum kommen. Beides erscheint mir angesichts der aktuellen Situation fragwürdig.

Bei Reise in die Zeit sollte sich die Gruppe zunächst einig sein, ob der Zau mit seiner Seele nur in der Zeit oder in Zeit und Raum suchen kann. Das hat Auswirkungen bei der Suche.

Nutze die Suche hier im Forum wegen dieses Aspektes.

  • Ersteller

@Blaues Feuer vielen Dank. Tatsächlich erinnert der Neffe sich nur, dass es "vor ein paar Monaten", weil er der ganzen Angelegenheit nicht soviel Bedeutung zugemessen hat. Dann brauche ich mich mit der Reise in die Zeit also schonmal nicht zu beschäftigen. 😅

Mal davon abgesehen, dass eine Gruppe Grad 3-5 diesen Hammerzauber eigentlich nicht haben dürfte... ?

Letztlich aber: was hat der Druide eigentlich angestellt? An ein Tor geklopft, irgendwas gerufen, und weggerannt. Sowas haben wir in unserer fernen Jugend manchmal auch gemacht. Ich würde als Thaen entsprechend reagieren: der darf ein paar blaue Flecken abkriegen, dann wird er befragt, und je nach Ergebnis, wahrscheinlich weggeschickt mit der Botschaft, bitte nicht mehr zurück zu kommen. Wenn er sehr überzeugend ist, darf er den Spiegel auch einmal anschauen.

Wie Du das Gespräch führst, und welche Informationen der Druide dabei gewinnen kann, hängt auch davon ab, was Deine Story ist, wie die tatsächlichen Hintergründe Deines Spiegels sind, und wie dieser Thaen damit verknüpft ist.

Vor einer Stunde, Gwyness schrieb:

@Blaues Feuer vielen Dank. Tatsächlich erinnert der Neffe sich nur, dass es "vor ein paar Monaten", weil er der ganzen Angelegenheit nicht soviel Bedeutung zugemessen hat. Dann brauche ich mich mit der Reise in die Zeit also schonmal nicht zu beschäftigen. 😅

och, wenn einer der Charaktere den Spruch hat wäre ich da großzügig. Man hat selten Gelegenheit ihn einzusetzen. Vielleicht erinnert der Neffe sich, bei genauem Nachdenken, dass gerade Vollmond war, oder dass an dem Tag es eine bestimmte seltene Mahlzeit gab, ´über die man den Tag erschließen könnte, oder oder. sie können dann ja gerne beobachten, ob da etwas passiert ist. Setzen wir mal den Fall, das Spiegelbild hat sich befreit oder den Neffen ersetzt oder sonst etwas, dann löst dieses Wissen ja nicht das Abenteuer. Es bleibt immer noch, herauszufinden, wer jetzt wer ist, wie der Prozess gegebenenfalls rückgängig gemacht werden kann, ob und wer da ein Interesse daran hatte, wo der Spiegel jetzt ist, ob das wieder passieren kann etc. pp.

Bearbeitet ( von Blaues Feuer)

Wenn noch mehr von diesen Halunken, also den SCs frei sind, dann ist der gefangene Druide doch als lebende Geisel mehr wert als wenn er getötet würde.

Lass die SC teures Lösegeld und ggfs andere Unterpfände leisten, um ihn frei zu bekommen. Und wenn sie keine wirklich handfesten Beweise haben, würde ich den Thain das einfach aussitzen lassen. Und die Gruppe, wenn sie das an die Kirgh oder wen auch immer geben wollen, dürfen die sie gerne einfach nicht ernst nehmen.

  • Ersteller

@Blaues Feuer tatsächlich hat keiner der Charaktere den Zauber. Das soll lt. Spieler alles die Kirgh machen und ich hatte so meine Zweifel, dass die das tun würde, wollte aber wissen, ob das was bringen würde. Was den Verbleib des Spiegels angeht, sollte dieser entfernt worden sein, bringt der Zauber dann ja nichts. Und alles andere werden sie wohl ohne den Zauber rausbringen müssen. Können sie auch.

Welchen Leumund hat die Gruppe denn? Ist da ein Priester oder Ordenskrieger der Kirgh dabei? Stammt einer der Charaktere aus einer angesehenen und einflussreichen Familie? Wenn nein, dann würde zumindest bei mir die Kirgh keinen Finger rühren, wenn ein paar dahergelaufene Nichtse einen Thaen beschuldigen. Im schlimmsten Fall kriegen sie noch eine Strafe wegen übler Nachrede aufgebrummt (das sollte einheimischen Charakteren aber auch bewusst sein).

  • Ersteller
Vor 15 Minuten, Kazzirah schrieb:

Lass die SC teures Lösegeld und ggfs andere Unterpfände leisten, um ihn frei zu bekommen. Und wenn sie keine wirklich handfesten Beweise haben, würde ich den Thain das einfach aussitzen lassen. Und die Gruppe, wenn sie das an die Kirgh oder wen auch immer geben wollen, dürfen die sie gerne einfach nicht ernst nehmen.

@Kazzirah die zwei anderen SC machen sich ja gerade aus dem Staub und viel Lösegeld ist nicht zuholen. Ich habe zwei Ideen wie ich das löse. Für die für mich lustigere müsste ich nur wissen, wie die Haltung der Kirgh zu Werwesen ist. Da die Mc Beons sogar den König stellen dürfen und auch die Mc Aelfins nicht ausgerottet wurden, kann es ja nicht so sein, dass alle Werwesen sofort verbrannt werden.

Hallo Gwyness und willkommen im Forum! wave

Die Gruppe scheint relativ niedriggradig zu sein. Da sind Gedanken, was die Figuren nicht können und als Dienstleistung quasi einkaufen noch nicht so wichtig. Wenn nicht gerade echte Beweise (und der Leumund scheint nicht besonders zu sein), dann werden die NSCs sehr träge sein.

  • Ersteller

@Blaues Feuer es ist ein Priester Dwillans dabei. Die Gruppe hat geholfen eine heilige Vana Staue in ein Kloster bei Hellgarde zu bringen und einen Troll getötet der Hellgarde das Wasser abgegraben hat, um sich einen Forellenteich zu bauen. Also völlig ignorieren oder als Lügner hinstellen wird schwierig wegen des Priesters. Besonders berühmt sind sie aber nicht. Ich bin bis Donnerstag auch davon ausgegangen, dass denen klar ist, dass sie nicht rumrennen und einen Thaen verleugnen können..... Tja.

Und nächsten Donnerstag ist auch die Ermittlerin wieder dabei, die bei der Bergung der Statue Xan geschaut hat. Davor graut mir ehrlich gesagt einbisschen.

Vielleicht solltest du das mit der Kirgh und der Verleumdung deinen Spielern off-game sagen? Man vergisst als moderner Spieler mnachmal, dass man nicht wie heute zur Polizei/Obrigkeit/Kirgh gehen und erstmal wilde Anklagen erheben kann. Du hast Recht, dass der Priester nicht sofort hochkant rausfliegt, aber gerade ihm sollte klar sein, dass es trotzdem erstmal Behauptungen sind, ohne was handfestes.

Vor 20 Minuten, Gwyness schrieb:

@Kazzirah die zwei anderen SC machen sich ja gerade aus dem Staub und viel Lösegeld ist nicht zuholen. Ich habe zwei Ideen wie ich das löse. Für die für mich lustigere müsste ich nur wissen, wie die Haltung der Kirgh zu Werwesen ist. Da die Mc Beons sogar den König stellen dürfen und auch die Mc Aelfins nicht ausgerottet wurden, kann es ja nicht so sein, dass alle Werwesen sofort verbrannt werden.

Wie gesagt, tot ist er dennoch weniger wert.

Zur Glaubwürdigkeit der Gruppe hat @Blaues Feuer schon einiges gesagt.

Der Spieler des Druiden meint, man müsste mit Reise in die Zeit rausfinden was es mit dem Spiegel auf sich hat und diesen auf diese Weise auch aufspüren, sollte er versteckt worden sein. Ich denke nicht, dass das so einfach geht - oder?

Je nach Regelauslegung sehr teuer und wiederholt aufwändig oder nur einmal. So eine einmalige Dienstleistung ist schon meinem Alba mehrere 1000 GS teuer. Und finde erstmal so einen Hochmagier, der sich für sowas niederes in die Provinz begibt....

Und woher weiss die Druidenfigur überhaupt, dass es so einen heftigen Zauber gibt. Zauberkundewurf geschafft? In meinem Alba wäre das nicht Allgmeinwissen.

Fazit. Ein paar Ausländer haben einen Türstreich gemacht und ggfs die Kirche und Thaen unangemessen angerufen...

Dazu ein Kampf.... gab es bleibende Verletzungen?

In meinem Alba sollte sich der Druide hüten, sich als Druide zu outen.

Kleine Gerichtsbarkeit und kleine Strafe....

Ggfs Schuldturm und gut

Bearbeitet ( von Panther)

2 Stunden her, Gwyness schrieb:

Was mache ich denn jetzt mit dem Druiden???

Ich will und werde ihn nicht einfach umbringen, das finde ich immer doof. Ich habe da schon Ideen aber da sowohl mein Mann als auch er im Forum aktiv sind, möchte ich hier nicht konkret werden. Ich antworte in dieser Angelegenheit aber gerne auf DMs

Habe ich über reagiert? Was würde die Kirgh denn mit der armen Frau wirklich machen, wenn man sie meldet.

Ich denke, Du hast nicht überreagiert.

Spieler müssen auch mal Lernen, daß man mit Dreistigkeit und Frechheit nicht immer durchkommt. Denn sonst werden sie mittel- bis langfristig Autoriäten und Machtverhältnisse tendenziell oft in Frage stellen bzw. ignorieren.

Die Charaktere wollen "ihren Druiden" wiederhaben - dabei haben sie sich mit Angriffen auf die Wachen selbst noch tiefer "reingeritten".

Ich denke, dein konkretes Problem ist, daß Du am Tisch den Druidenspieler sitzen hast, der wegen seines festgenommenen Druiden "nichts machen kann", während der Rest der Spieler mit ihren Charakteren auf lange (real-life) Spielzeit versuchen wird, ihn irgendwie rauszuhauen, was im Spiel aber auf dem Weg der "puren Gewalt" nicht realistisch wäre.

Spieltechnisch willst Du vermutlich erreichen, daß alle Spieler mit ihren Charakteren wieder schnell wieder "handlungsfähig" werden, ohne sie dabei einfach so nach ihren Missetaten davonkommen zu lassen, richtig?

Wenn ich dies richtig verstanden habe, bringe ich einmal folgenden Gedankenansatz ins Spiel:

Zweifelsohne werden die entkommenen Charaktere im Wald bzw. die dahinterstehenden Spieler versuchen zu beobachten, was mit ihrem Kumpel und ihren Pferden/Ausrüstung usw. passiert. Präsentiere ihnen doch eine Situation, zu der sie "nicht Nein sagen werden", die aber gleichzeitig nicht viel reale Spielzeit erfordert. Durch diese Situation bringst Du sie in eine Umgebung, in der die Spieler aller Charaktere wieder handeln können, sie sich aber gleichzeitig in einem Umfeld bewegen, wo sie nicht einfach so "davonkommen".

Wie könnte dies aussehen?
Eingangs die nicht unwichtige Anmerkung: Ich stecke derzeit nicht tief in den örtlichen Hintergrund-Details der Region drin, aber ich denke dahingehend kannst Du den Feinschliff nach der Situation selbst anbringen.

Der Druide und die Charaktere haben getönt, man werde alles der "Kirgh" vorlegen usw. Gut. Dann laß die Leute, die den Druiden festgenommen haben, ihn doch beim Wort nehmen. Die Partei der "Druidenbewacher" hat feststellen müssen, daß die Charaktere im Fall der Fälle bereit sind, jedwede legale oder illegale Mittel (z.B. Wachen angreifen) anzuwenden. Darauf reagieren sie entsprechend:
Die in den Wald entflohenen Charaktere beobachten, wie ihre Pferde/Ausrüstung samt dem Druidenkumpel in Richtung des Ortes aufbricht, wo die "Kirgh" Gericht hält. Dort wollen die "Druidenbewacher" den Fall selbst for das Gericht der "Kirgh" bringen, dann wird man schon sehen, wie diese mit Druiden umgeht, die sich im Namen der "Kirgh" anmaßend verhalten. In solchen Fällen drohe, das wisse man ja, die Todesstrafe. Ob diese nun "tatsächlich" gilt, sei dahingestellt. Im Zweifel sind die Charaktere keine Kirchenrechtler... Vorgewarnt, organisieren die "Druidenbewacher" eine Reisegruppe, die so stark ist, daß es den Spielern (mit ihren in den Wald entkommenen Charakteren) augenscheinlich klar wird, daß sie diese Reisegruppe bis zu ihrem Ziel nicht "knacken" können. Die ihrem Kumpel "drohende" Todesstrafe und das Verlangen, ihre Ausrüstung wiederzuerlangen, dürfte unweigerlich dazu führen, daß sie der Reisegruppe der "Druidenbewacher" mehr oder weniger offensichtlich oder verdeckt bis zum Gerichtsort der "Kirgh" folgen.

Und hier kommt der technische Kniff: Das Ausspielen dieser Reise zum Gerichtsort hältst Du sehr kurz. Du ermöglichst den verfolgenden Spielern vielleicht einen Versuch, während der Reise den Druiden zu befreien, doch dieser geht ziemlich schnell und deutlich schief, wobei sich die Verfolger-Kumpels "gerade so" noch ohne zu schwere Verwundungen zurückziehen können. Ihnen sollte dann spätestens aber klar sein: Während der Reise kommen wir nicht dran - vielleicht stehen unsere Chancem am Zielort besser. Das kannst Du vielleicht binnen einer halben Stunde durchziehen.

So kommen sie am Zielort an. Dies ist ein Setting, in dem Du überzeugend für die Spieler "schwierige" oder "problematische" Machtverhältnisse im Vergleich zu ihren eigenen Möglichkeiten darstellen kannst. Du hast also ein überzeugendes Setting/Umgebung geschaffen, sie "nicht einfach davonkommen zu lassen." Du verlierst nicht viel Spielzeit: Die "Kirgh" will die Sache schnell aus der Welt schaffen. Der Prozeß wird sehr zügig anberaumt.

Es sieht bedrohlich aus für den Druiden, dessen Spieler hier selbst schon wieder "mitmachen" kann, indem er sich verteidigen/herausreden muß usw. Das allein reicht aber nicht...
Ab hier kannst Du den technischen Zeitfluß von "Schnelldurchgang" wieder auf "normal" stellen.

Wagen sich nun seine Freunde "als Zeugen" aus der Deckung, um ihn zu unterstützen / nicht im Stich zu lassen?
Versuchen sie abermals, ihn mit Gewalt oder List zu befreien?

Hier sind alle Spieler mit ihren Charakteren bereits wieder zusammen beschäftigt.

Was auch immer sie anstellen, es läuft - erstmal - nicht so wie geplant:

Die "Zeugen" werden gleich mit festgenommen. Ebenso, sollten sie eine "Befreiungsaktion" versuchen.
Das ganze kann man ja spannend gestalten und sollte nicht "vorbestimmt" wirken.

So. Jetzt hast Du Deine ganze Spielerbande "im Griff" und für Dich ist nun spieltechnisch eine überzeugende Gelegenheit, die Charaktergruppe für ihre Frechheit, Anmaßung, Missetaten, whatever, "bezahlen" zu lassen. Dies kannst Du so dosieren, wie es Dir sinnvoll erscheint - die möglichen Abstufungen wären endlos. Ich nehme mal ein paar Beispiele:

Sehr streng - Alle werden zum Tod verurteilt (gulp!):
Hier merken die Spieler, daß sie ihre Charaktere durch deren Verhalten wirklich in die Sch**** geritten haben und daß die Obrigkeit dies nicht durchgehen läßt. Jage ihnen ruhig richtig Angst ein. Nach gesprochenem Urteil aber vor der Hinrichtung gelingt es den Charakteren zusammen irgendwie zu entkommen. Ohne ihre Ausrüstung. Und in der Folge sind sie vogelfrei...

Mittel - die Kirgh erkennt zwar "einen gewissen Punkt" an, den die Charaktere haben. Die Art und Weise, wie sie vorgegangen sind, goutiert die Kirgh aber nicht im geringsten. Daher keine Verurteilung zum Tode, aber etwas anderes, was je nach Deinem Bedarf angemessen "weh tut". Der Druide wird ausgepeitscht, ein Teil der Ausrüstung wird als "Strafzahlung" und für die vielfältigen "Gerichtskosten" einbehalten. Zusätzlich wird vielleicht eine Pilgerreise fällig oder irgendwas. Danach ist die Sache erledigt, die Charaktere sind frei zu gehen und können wieder andere Dinge verfolgen. Aber sie haben ein blaues Auge erhalten - zusammen mit der Erkenntnis, beim "nächsten Mal" nicht so milde davonzukommen.

Milde - die "Kirgh" sagt: "Jaja, ihr habt ja Recht, aber..."
Bei dieser Variante bekommen - teilweise - auch die Gegner der Charaktere im Prozeß ein wenig ab. Die Charaktere gehen zwar "frei" aus der Sache raus, aber... Beim Zusammentreffen beim Dankesgebet mit dem freundlichen Priester im Anschluß bittet dieser die Charaktere um eine Spende zugunsten der "Kirgh", die sich so ihrer Schäfchen angenommen hat. Wie? Nur so wenig? Gottseibeiuns, wringende Hände, gequälter und - besorgter - Blick nach oben. Ist dies ein Zeugnis Eurer Demut und Erkenntlichkeit vor Gottheit X, die Eure Seelen just so wundersam gerettet hat? Der Bischof hat in einem ähnlichen Fall auch schon mal ganz anders entschieden. Nun ja...
Auf nachfolgenden Reisen geraten die Charakere in ein fürchterliches Gewitter, sind vollkommen durchnäßt, alles ist doof. Nahe vor oder hinter ihnen schlägt ein Blitz in einen Baum ein, der umstürzt und sie knapp verfehlt. Puh, das war knapp. Hinter der nächsten Wegbiegung taucht ein Opferstock von Gottheit X auf... Oder das nächste Mal, wenn die Charaktere aus irgendeinem Grund irgendetwas von der Kirgh brauchen: "Ach, seid ihr nicht diejenigen aus dem Prozeß in Y? Gottseibeiuns, wringende Hände, gequälter - und besorgter - Blick nach oben. Gern würde ich helfen, doch ich kann mich kaum um die Schäfchen in meinem Sprengel kümmern. Wäret Ihr bereit zu helfen, dann..."

Bei alledem ist die "Kirgh" gewissermaßen ein Platzhalter für ein geeignetes "disziplinierendes Element".

Francesco di Lardo

Bearbeitet ( von Francesco di Lardo)

  • Ersteller

@Francesco di Lardo wow! Vielen Dank! Ich hatte sowas ähnliches nur ganz anders 😉überlegt. Dann werde ich also meinen zweiten Plan durchführen und muss nur noch überlegen, wieviel Aufwand ich betreiben möchte, da ich ja eigentlich(!) nur Lückenbüsserin bin, bis der nächste SL mit seinen Vorbereitungen fertig ist. Das ist übrigens der Spieler des Druiden. Deshalb kam Donnerstag die Idee auf, dass er das alles insziniert hat, weil er noch nicht fertig ist😂

Vor 21 Minuten, Gwyness schrieb:

@Francesco di Lardo wow! Vielen Dank! Ich hatte sowas ähnliches nur ganz anders 😉überlegt. Dann werde ich also meinen zweiten Plan durchführen und muss nur noch überlegen, wieviel Aufwand ich betreiben möchte, da ich ja eigentlich(!) nur Lückenbüsserin bin, bis der nächste SL mit seinen Vorbereitungen fertig ist.

Hau rein und mach's spannend! Am Ende wollen sie Dich dann gar nicht mehr gehen lassen und Du mußt dafür "büssen", die Lücke gefüllt zu haben. 😉

Francesco di Lardo

idea

Der Druide wurde festgenommen. Der bleibt ein paar Tage zur Ausnüchterung und zur Befragung in der Zelle. Die Befragung kannst du mit ihm spielen.

Die anderen dürfen in der Zeit überlegen, was wohl mit ihm passiert. Damit die Spieler wissen, dass sie keine Harakiri-Akionen versuchen müssen, dürfen sie die Befragung des Druiden gerne mithören.

In der Zwischenzeit können sie noch ein paar Ermittlungen anstellen oder die ein oder andere Begegnung haben, die ihnen weitere Informationen verschafft.

Der Priester (und andere, die es haben) dürfen gern mal auf Landeskunde würfeln, wie sie ihre Chancen bei der Kirgh einschätzen, wenn sie mit (bisher) haltlosen Anschuldigungen da auftauchen. Vielleicht machen sie sich auch erstmal auf die Jagd nach dem Doppelgänger?

Wenn der Druide irgendwann (hoffentlich) einsieht, dass er sich dann in seinen Machtphantasien ein wenig verrannt hat, kann man ihn wieder auf die Straße setzen. Die Pferde bleiben aber hier!

Der Druide hätte bei der Befragung sogar noch die Chance, seine Sorgen wegen des Spiegels zu äußern. Vielleicht interessiert es ja zumindest die Tante, was da mit ihrem Spiegel (angeblich) los ist...

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