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Kazzirah

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Blog Comments posted by Kazzirah

  1. Von den größeren überregionalen Tageszeitungen m.W. nur taz und FR. Jungle World als Wochenzeitschrift ebenfalls. Natürlich entsprechende Medien aus dem Diversity und LGBT*IQ-Umfeld. 

    Überall wo eine entsprechende Policy zur genderneutralen Sprache besteht, gilt diese m.W. diese uneingeschränkt. Bzw. ich kenne keine Ausnahmen. Daher meine Nachfrage weil diese Ausnahme dem Grundgedanken elementar widerspräche.

  2. Kannst du bitte ein paar Belege für deine Wahrnehmung schicken? Ich habe schlicht nix gefunden, was das Cherry-Picking belegen würde. (Jenseits ein paar obskurer Quellen). Ich hab sogar "Mörder*innen" als Beispiel für korrektes Gendern gefunden. 

    Ich bewege mich jetzt seit 30 Jahren in Kreisen, die eher intensiv gendern. Und da ist mir deine These nie untergekommen, Insofern interessiert mich wirklich, inwieweit da mehr hinter ist als deine Beobachtung. 

  3. Hm, deine Beobachtung hat mich wirklich irritiert und ich hab mal geschaut, ob ich irgendwo belastbare Regeln finde, die deine Beobachtung stützt.

    Genderneutrale Sprache ist ja zum Teil auch für den öffentlichen Sprachgebrauch vorgeschrieben und mehrere andere Institutionen haben sich auch drauf verpflichtet. 

    Ebenso gibt es da Empfehlungen der Gesellschaft für Deutsche Sprache. 

    Ich habe nirgendwo Hinweise gefunden, die das auf regulatorischer Ebene stützen könnte.

    Ich hab das auch erstmals hier gelesen. (Jetzt in der Recherche hab ich noch einen Artikel im European gefunden, wo eine nicht näher definierter 'Gendersprechlehrerin' dem Autoren entsprechendes gesagt haben soll.

    Ehrlich gesagt, ich tue mir da sehr schwer mit der Aussage.

  4. Danke für deine Beobachtungen. 

    Ich muss zugeben, dass ich in meinem Umfeld deine Beobachtung 1) nicht wahrnehmen konnte. Wenn das wirklich oft vorkommt, widerspräche es jedenfalls dem Grundgedanken. ich werde da jetzt verstärkt drauf achten.

    2 sehe ich für mich persönlich anders. Wirklich ärgern tun mich mittlerweile eigentlich nur noch Texte, denen als Klausel vorangestellt wird, dass das generische Maskulinum verwendet würde, aber Frauen mitgemeint seien.

  5. @ Eleazar: In der Realität hast du immer volle Klarheit über jede Entscheidungssituation? Bewundernswert! Generell würde ich ja eher behaupten, dass es im Normalfall eher umgekehrt ist, ich habe als Spieler eine viel objektivere Sicht auf die Spielsitaution denn als "Entscheidungsträger" im RL.

    Die Matrix sagt ja nicht, dass man immer korrekt entscheidet, aber man hat ein Hilfsmittel, nach dem man nach aktuellem Kenntnisstand entscheiden kann. Bekommt man neue Fakten, kann das die Matrix natürlich verändern.

    Insofern erkenne ich nicht das Problem in deinem Beispiel.

    a) fehlt mir noch die Einbindung deines Beispiels in die Matrix,

    b) finde ich nicht, dass eine Sortierung in "links oben" bei der Rettung grundsätzlich falsch sein sollte. Aus der subjektiven Sicht der Spieler (und möglicherweise auch der Spielfiguren) war das absolut korrekt.

    Genau für solche Entscheidungen ist die Matrix da!

    Nicht umsonst kommt diese Matrix aus dem militärischen Bereich.

    Und wo ist das Problem, die Entscheidung aus der Metaebene in das Spiel zu überführen. Mal abgesehen davon, dass ich persönlich auch eh wenig Probleme damit hätte, wenn die Spieler auf diese Weise "Ey, wir haben entschieden, Graf Rotzens Intrige zu ignorieren" überführen, können sie natürlich an Hand von Metaentscheidungen das Verhalten ihrer Spielfigur steuern. Der Spieler trifft für seine Figur eine Entscheidung. Er muss so oder so entscheiden, was ihm im Moment wichtiger ist. Die Matrix auf Metaebene anzuwenden ist doch nichts als ein Entscheidungshilfsmittel.

  6. Wenn die Spieler wirklich nicht schaffen sollten, ihre Plotfäden aus der Gruppe links oben rauszukriegen, kann man eventuell dem nachhelfen, indem jeder der Spieler die bekannten Plotfäden je einmal nach gefühlter Dringlichkeit und gefühlter Wichtigkeit durchnummeriert. Dann kann man die Einzelergebnisse mitteln und das entstandenen Doppelranking in die Matrix einsortieren.

     

    Wobei "dringend" normal relativ einfach zuzuordnen ist: Wenn es eine nahe Zeitbegrenzung gibt, nach der das Problem dann hinfällig wird. Danach landen die nämlich autonmatisch im Papierkorb. :)

  7. Ähnliche Mechanismen gibt es ja bei Midgard schon. Teilweise jedoch nur für bestimmte Wettbewerbe in einem Abenteuer definiert. Glücksspiel funktoniert ja z.B. ähnlich, Klettern hat afaik auch eine Würfelfolge.

    Insofern finde ich das nicht völlig fremd für Midgard.

    Mich ärgert ja durchaus auch immer wieder, wenn man soziale Interaktion ausspielen soll, möglichst in direkter Rede. Was dann regelmäßig dazu führt, dass ein an sich nicht der Beredsamkeit befähgter Charakter den NSC mal eben an die Wand labert. Ich finde es aber auch wenig störend, wenn man einen Würfelwurf zur Grundlage macht, wie das Gespräch dann nachher verläuft. Im Gegenteil!

    Es wäre sogar viel einfacher für mich als SL auf den Gesprächsverlauf zu reagieren. Ich weiß dann genauer, wie die Spielfigur ankommt. Alle Beteiligten sind weniger von ihrer Tagesform abhängig. Und, gebt es zu, ihr habt auch Momente, wo ihr wie der Ochs vorm Berg steht, und schlicht nicht die rechten Worte findet, aber sehr wohl, in welcher Richtung die Figur argumentieren würde.

    Dein Vorschlag unterstützt m.E. genau das, dass man einen guten Mittelweg finden kann. Man kann ein Gespräch improvisieren und hat dabei bestimmte Landmarken, wie es verläuft, auch wenn das Gespräch, wie es zwischen Spieler und SL verläuft in der Form vielleicht gar nicht mal im Ansatz normal so weiterverlaufen wäre, wenn es real von den Spielfiguren genau so geführt worden wäre.

    Häufige Würfelwürfe helfen vielleicht dabei, zwischen den Ebenen besser zu abstrahieren. Dass da eben zwei Spieler mit ihren eigenen rhetorischen Mitteln und Wissen reden, nicht wirklich zwei Figuren mit einem gänzlich anderen Background.

  8. Das gute alte Eisenhower-Prinzip. Es schadet eigentlich nie, daran erinnert zu werden. Denn an sich ist die Lösung ja eigentlich trivial, zu trivial, um im Alltag dann wahrgenommen zu werden.

    Danke daher dafür.

    @ Eleazar: ich hatte das jetzt auch nicht so verstanden, dass sich die Spielfiguren hinsetzen und eine Eisenhower-Matrix aufmalen, sondern dass die Spieler (eventuell mit Beratung des SL), gemeinsam eine solche Matrix aufstellen, wenn sie merken, dass sie zu viele Plotfäden verfolgen und sich darob verzetteln.

    Es ist eine Methode der Spieler, aus Sicht der Spielfiguren mag die Matrix gar komplett anders aussehen, da sie eventuell ganz andere Dringlichkeiten empfinden können.

    Eine solche Matrix hilft eben Spielern (und SL), sich auf die für sie wichtigen Plotfäden zu konzentrieren und eventuell eben auch als "nicht wichtig / nicht dringend" eingestufte Plots ganz zu verwerfen.

  9. Visualisierungen können da nur bedingt helfen, denn sie setzen ja auch schon voraus, dass man einen an sich gemeinsamen Vorstellungsraum hat, in den die Visualisierung eingeordnet werden kann. Im Prinzip kann jedes Fakt sehr unterschiedlich interpretiert werden, und wird es wohl auch in aller Regel von allen Beteiligten werden. Deswegen, sie können helfen, aber nur, wenn sie gemeinsam interpretiert werden.

    Relativ einfach ist es noch, über eine konkrete Kampfsituation Einigkeit zu schaffen. Wir hatten in der letzten Runde das Problem, dass gewisse kulturelle Grundkoordinaten nicht im gemeinsamen Vorstellungsraum waren, in den meisten Situationen fiel das nur bedingt auf, aber irgendwann "knallte" es, weil ich das Verhalten meiner Spielfigur aus deren für mich völlig offensichtlichen sozialen Kontext ableitete, während der SL (und die anderen, die schon länger in der Gruppe waren), völlig perplex waren, da die "Adel" in dieser komplett anders definierten. Spannenderweise hatte ich (nach meiner Wahrnehmung) das ziemlich klar in der Charakterbeschreibung dargelegt, was aber eben vom SL, wie ich da dann merkte ganz anders gelesen wurde. Die Szene wurde dann zurückgesetzt, weil sie von völlig falschen gegenseitigen Ansätzen ausgegangen ist.

    Für den gemeinsamen Vorstellungsraum ist m.E. aber gerade das elementar, dass man zumindest ähnliche Vorstellungen über die kulturellen Determinanten hat, in denen sich die Figuren bewegen. Erleichtert wird das, wenn die Spieler aus einem ähnlichen sozio-kulturellen Umfeld kommen, ähnliche Filme sehen, Bücher rezipieren. Denn dann kann über wenige Worte etwas getriggert werden, und dann auch verstanden. Fehlt diese gemeinsame "Vorbildung", besteht immer die Gefahr, dass zwei die gleichen Worte benutzen, aber andere Dinge meinen.

  10. Das Lustige ist ja, dass es einem zumindest früher immer als völlig daneben erklärt wurde, wenn man als SL sich an den Metadiskussionen der Gruppe beteiligt hat, also in dem Sinne, wie du es hier beschrieben hast.

    Ja, das "mit den Spielern reden" halte ich für nachgerade elementar, Metadiskurse helfen, den gemeinsamen Vorstellungsraum zu schaffen und vor allem aufrecht zu erhalten. Nachteil ist, was einem auch immer vorgesetzt wird, dass man eben aus der Simulationstiefe auftaucht, Abstand zur Szene gewinnt. Aber mal ganz ehrlich, das finde ich gut, denn es erinnert uns auch immer daran, dass wir eben nie alles wissen können, was die Spielfigur selbstverständlich weiß.

    Ich glaube, es ist ein Trugschluss, dass Rollenspiel grundsätzlich ohne Austausch zwischen SL und Spielern, häufigem und regelmäßigen, auf Dauer gut funktionieren könne. Insofern stößt einen die Sandbox höchstens unmittelbarer auf diese Notwendigkeit.

  11. Jupp, ist ausverkauft. Gibt's aber zur Not beim ebay oder beim Spiele-Antiquariat.

     

    Und bei den Spielwiesn werden durchaus auch alte Spiele erklärt, es gibt eine große Spielothek, wo man sich beraten lassen kann und die Spiele ausleiht, Erklärbär inklusive. ;)

     

    Also, komm einfach nächstes Jahr vorbei. :D

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