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Mathematische Dungeons

Hervorgehobene Antworten

Soeben, Abd al Rahman schrieb:

Ich find die noch immer cool crosseye

Aber Hornack wohl nicht, oder?

Vor 3 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Ich find die noch immer cool crosseye

Situativ, vor allem im passenden Ambiente ist das definitiv was sehr cooles. Aber dann wissen alle Beteiligten was auf sie zukommt und wollen genau das: Dungeoncrawl um des Dungeoncrawls willen!

Aber das Stadthaus des Bürgermeisters (was formal halt auch ein Dungeon ist), aus dem man ein Opferritual zur Beschwörung eines Erzdämons verhindern soll, da macht so ein Zufallsdungeon einfach keinen Sinn. Da macht es Sinn, wenn man möglichst zielstrebig ans wahrscheinliche Ziel geht und sich nicht durch anderes ablenken lässt.

Vor 10 Minuten, Drachenmann schrieb:

Ok, aber dann doch bitte etwas besser verpackt, nein?

Nö. Muss nicht sein. Manchmal macht sowas echt Laune. Ganz ohne Hintergrund, ganz ohne erzählerische Tiefe. Ich mein, jeder weiß doch wie ein Friedhof aussieht. Oben Grabsteine, unten Zombies und wenn man tiefer gräbt kommt man in den Dungeon der Liche.

Vor 46 Minuten, Panther schrieb:

In einem Kaufabenteuer gibt 2 Zufallsdungeons, wo dem SL gesagt wird, der nächste Raum sieht aufgrund einer Zufallstabelle so aus. Ausgänge, Abzweigungen, Monster, Schätze, Hinweise : alles Zufall

Die so entstehenden Dungeons passen nie in die Spielwelt. Dem Autor und dem Lektorrat schiens egal zu sein.

Der Schluss ist dann, wenn der SL fühlt, das die Gruppe keinen Spass mehr hat.

Sowas törnt mich ja total ab....

Nur für mein Verständnis, steht das echt so im Abenteuer?
"Der Schluss ist dann, wenn der SL fühlt, das die Gruppe keinen Spass mehr hat."
Also wenn, dann ist das doch völlig krank.

Wobei... ich hatte mal einen Dungeon gebaut, den die Gruppe unter Protest abgebrochen hat.
Der war aber auch ganz eindeutig drüber und viel zu psychedelisch.
In der dritten und letzten Session wurde ich gefragt, ob ich Pilze gegessen hätte.

Vor 10 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Nö. Muss nicht sein. Manchmal macht sowas echt Laune. Ganz ohne Hintergrund, ganz ohne erzählerische Tiefe. Ich mein, jeder weiß doch wie ein Friedhof aussieht. Oben Grabsteine, unten Zombies und wenn man tiefer gräbt kommt man in den Dungeon der Liche.

Punkt für dich. Ich sollte mal wieder meinen Glücksritter spielen, der gibt sich begeistert für sowas her.

@Hornack Lingess : Nochmal zum Eingangsthema: Für mich ist ein Dungeon lediglich eine in sich geschlossene Abfolge aus räumlichen Einheiten, in denen sich Begegnungen ereignen und Hinweise gesammelt werden (können). Verändere ich Parameter wie Zielsetzung, Aufbau und Setting, ändere ich dadurch Spielweise und Sinnhaftigkeit.

Das ist jetzt eine Binsenweisheit, aber letztendlich geht es doch genau darum. Du bist irritiert von der immer gleichen Vorgehensweise deiner Gruppe in Dungeons, dann stell vielleicht Alles an deinen bisherigen Dungeons auf den Prüfstand, fang bei Null an bzw. ändere deine Planungs- und Sichtweise. Denn anscheinend hat sich ja das Vorgehen deiner Gruppe bislang als angemessen und zielführend erwiesen, dagegen ist zunächst mal nichts zu sagen. Und Spaß scheinen sie auch zu haben, nur kommt dir das Ganze inzwischen ein wenig eindimensional vor, fast wie eine Zeitschleife.

Meine Idee wäre: Ein Dungeon ist kein Selbstzweck und auch kein Abschluss-Szenario, sondern liegt quasi "auf dem Lösungsweg" innerhalb eines Abenteuers. Dadurch erhält es eine andere Bedeutung, es ist kein Ort für Looting mehr, sondern eine von vielen Aufgaben. In diesem Moment kannst du dafür sorgen, dass Rätsel, Geheimnisse und Begegnungen anders erlebt und angegangen werden und die Gruppe nicht zu einem Haufen von killenden Plünder*innen mutiert. Denn wenn du das Dungeon als Teil eines lebendigen und bevölkerten Settings beschreibst, wird deine Gruppe automatisch auch in die Interaktion kommen und Begegnungen nicht als zwangsläufig gegnerisch ansehen. Und dann wird das systematische Durchsuchen nach Beute von selber an Bedeutung verlieren. Sage und hoffe ich mal so...

Vor einer Stunde, Drachenmann schrieb:

Nur für mein Verständnis, steht das echt so im Abenteuer?
"Der Schluss ist dann, wenn der SL fühlt, das die Gruppe keinen Spass mehr hat."
Also wenn, dann ist das doch völlig krank.

Natürlich etwas in anderen Worten, aber der Tenor war das...., ich war auch platt... und dann noch wiederholt... Ich habe mir dann einmal vor dem Abenteuer die Würfelorgie gegeben und dann das Dungeon aufgemalt und die Spielwelt-Widerspüche korrigiert. Stunden von Arbeit. Den einen Dungeon musste ich dreimal würfeln, bis er halbwegs spielweltlogisch war.

Nettes Kaufabenteuer (480 Seiten über 100 DM VK), wenn man dann doch alles selber vorbereiten muss.

Beim dritten Dungeon in dem Abenteuer (eine Kampagne) immerhin ein Ende-Kriterium, auch wenn ich einmal 187 Räume erwürfeln musste, um es zu erreichen. Bei dem Dungeon hätte ich mehrere Sessions gebraucht. Die anderen beiden haben nur wage Ende-Kriterien, die einige Gruppen dort verhungern lassen können, die nicht auf einige Hinweise achten, die ich als SL auch nicht selbst gefunden hatte bei der Vorbereitung.

Bearbeitet ( von Panther)

Vor 8 Minuten, Panther schrieb:

Natürlich etwas in anderen Worten, aber der Tenor war das...., ich war auch platt... und dann noch wiederholt... Ich habe mir dann einmal vor dem Abenteuer die Würfelorgie gegeben und dann das Dungeon aufgemalt und die Spielwelt-Widerspüche korrigiert. Stunden von Arbeit. Den einen Dungeon musste ich dreimal würfeln, bis er halbwegs spielweltlogisch war.

Nettes Kaufabenteuer, wenn man dann doch alles selber vorbereiten muss.

Das ist ja generell eines meiner Probleme mit sehr vielen Kaufabenteuern. Bis ich fertig bin mit Umarbeiten, habe ich mir zwei eigene Abenteuer gebaut. Und die passen wenigstens zu mir, außerdem kenne ich mich dann besser im Setting aus. Damit urteile ich nicht über die Qualität von Kaufabenteuern, sie und ich sind halt oft nicht kompatibel.

Ich glaube, ähnlich ist das mit Fertig-Dungeons. Die sollen sich verkaufen und sind vielleicht deshalb oft eher stromlinienförmig aufgebaut.

Wobei sich dein Beispiel für mich schon fast wie unverschämt experimentell zusammengeschustert liest.
Andererseits, wenn sich dafür Interessenten finden, hat auch so ein Produkt seine Berechtigung. S. hier:

1 Stunde her, Abd al Rahman schrieb:

Nö. Muss nicht sein. Manchmal macht sowas echt Laune. Ganz ohne Hintergrund, ganz ohne erzählerische Tiefe. Ich mein, jeder weiß doch wie ein Friedhof aussieht. Oben Grabsteine, unten Zombies und wenn man tiefer gräbt kommt man in den Dungeon der Liche.

Wenn sich mit einem solchen Baukasten auf die Schnelle ein Zombie-Alarm zusammen dengeln lässt, ohne groß nachzudenken, warum nicht?

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