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Midgard ohne Gradaufstiege?

Hervorgehobene Antworten

Hallo @Hornack Lingess ,

ich könnte mir sehr gut vorstellen eine Kampagne ohne Gradaufstiege zu spielen, wenn im Vorfeld klar ist, auf wie lange sie angelegt sein soll.
Für mich gehört die personliche Entwicklung des Abenteurers genauso dazu, wie die der Kompetenzen/Fertigkeiten. Bliebe eines der beiden aus, über einen langen Zeitraum aus, hätte ich zwar eine schöne Zeit verbracht, es würde für mich allerdings etwas Belohnendes und damit Entscheidendes fehlen.

Grüße,

Gindelmer

15 Stunden her, Hornack Lingess schrieb:

Welche Kampagnenlänge könntest Du Dir denn vorstellen so zu spielen?

Einen One-Shot. Keine Kampagne. Es wäre für mich eine absolute Notlösung für eine einmalige Gelegenheit, bei der ich sonst gar nicht spielen könnte. Quasi ein Wegwerfcharakter.

Nachtrag: Andersrum habe ich schon mehrere Kampagnen gespielt, in denen Figuren aus Zeitmangel ("Wir müssen doch die Welt retten!") mehrere Abenteuer lang nichts oder fast nichts lernen konnten.

Da war M5 insofern ein Meilenstein, dass die AP, Abwehr und Resistenzen ja trotzdem stiegen. Und in der Regel haben wir es so gemacht, dass die Boni von Fertigkeiten sofort und zwischendurch anstiegen, wenn man den Aufstieg allein mit PPs bezahlen konnte.

Ich habe also nichts dagegen, wenn die Umstände es plausibel machen, dass länger keine Gelegenheit zum Lernen besteht. Aber irgendwann ist damit auch mal gut (so nach dem dritten Spielwochenende).

Bearbeitet ( von Eleazar)
Nachtrag nachgetragen

Mir käme keinerlei Lernen schon sehr komisch vor. Hiesse für mich, man bleibt immer nur in genau 1 Land, vlt. noch 1-2 direkte Nachbarn und hätte vorher schon zigzig Wildnis, Verlies und Stadterlebnisse hinter sich.

Welche Gruppengrösse veranschlagst du denn?

Kein Lernen in einer zig Sitzungen laufenden Runde kann ich mir bei reiner 3er mundanen -Zaubererlos- Gruppe auch schon in Graden unter 20 vorstellen. Bei Zauberern würde ich weit höher erst glücklich werden.

Ob man zig Ferigkeiten mit +14/16/18 kann, empfinde ich als eher marginal wichtig, als Zauberer dann halt weniger davon und diverses nur +12/14.

Wie wäre denn das Erstellen der Figuren auf hohem Grad abgewickelt?

Alles rein mit EP -also 0 PP/Spruchrolle- würde bedeuten, dass ich oben mind.5 Grade aufschlagen würde, als Zauberer weit mehr.

Bearbeitet ( von seamus)

Zeit: 15.4.2026 um 20:05, Hornack Lingess schrieb:

Könntet ihr euch vorstellen, in einer solchen Kampagne zu spielen?

Warum?

Warum nicht?

Das würde mir keinen Spaß machen. Ich habe einen Gutteil des Spielspaßes beim Rollenspiel auch in der Charakterentwicklung. Wenn ich einen neuen Charakter erstelle, dann habe ich meistens eine Grundidee, wen und was ich spielen will. Manchmal aber auch das nicht konkret, sondern ich lasse mich während der (manuellen) Charaktererstellung inspirieren, was ich denn mit den Werten und Charakterklassen und den Begleitumständen, wie z.B. Startpunkt und Setting des Abenteuers, machen kann.

Was ich nie mache, ist mir überlegen, wo mein Charakter "in 10 Jahren" gerne wäre. Wenn ich einen Charakter mit ausführlicherer Hintergrundgeschichte erstelle, dann hat dieser klar Beweggründe, warum er auf Abenteuer auszieht. Und idealerweise kommen die auch irgendwann mal im Spiel zum Tragen, was aber selten passiert. Während der Abenteuer überlege ich mir, wie das Erlebte auf den Charakter wirkt. Ein Nahtoderlebnis und die Rettung durch den Priester der Gruppe können da schon Wendungen im Charakter bewirken, die ich niemals vorab planen könnte => wie im echten Leben. Ich mein, wenn ich in Echt dem Tod nach einem schweren Unfall, einer schweren Krankheit, oder ähnlichem, von der Schippe gesprungen bin, macht das doch was mit mir, oder? Warum also nicht auch mit meinen fiktiven Charakter?

Solche ungeplante und nicht planbaren Wendungen im fiktiven Leben meines Charakters machen mir Spaß. Daraus haben sich schon Charakterklassenwechsel oder Glaubenswechsel ergeben, oder zumindest das Lernen von Fertigkeiten, die man sonst nie gelernt hätte. Z.B. das Lernen von "Zauberkunde" mit einem Krieger, der einfach zu oft von Zauberern aus der zweiten Reihe angegriffen wurde und daher die Fähigkeit lernen wollte, das vorab zu erkennen.

All das wäre bei einem statischen Charakter ohne Lernen während einer Kampagne nicht möglich. Ich denke, das würde mir keinen Spaß machen. Zumal von Anfang an fertig designte Charaktere auf höheren Graden für mich synthetisch wirken. Da habe ich spielerisch keinen so guten Zugang zu. Für ein Con-Abenteuer macht mir sowas viel Spaß. Ich habe damals z.B. auch gerne die Turnierabenteuer auf Cons gespielt, in denen man vorgefertigte Charaktere gespielt hat. Aber eben nicht für eine Kampagne.

  • Ersteller

Warum geht ihr eigentlich davon aus, dass ich meinen Charakter soweit optimieren würde, dass er alles kann, was er jemals in seinem Leben brauchen wird? Ich schätze, mein Grad 10-Charakter, wie ich ihn gerade für die Spiegelkampagne erstellt habe, kann schon genug, um damit Jahrelang zu spielen. Ohne ihn steigern zu müssen. Klar, der hat jede Menge Lücken, aber das ist doch auch reizvoll. Ich brauche keinen Charakter, der alles kann. Ich habe Mitspieler, die mich ergänzen können!

Vor einer Stunde, Hornack Lingess schrieb:

Warum geht ihr eigentlich davon aus, dass ich meinen Charakter soweit optimieren würde, dass er alles kann, was er jemals in seinem Leben brauchen wird? Ich schätze, mein Grad 10-Charakter, wie ich ihn gerade für die Spiegelkampagne erstellt habe, kann schon genug, um damit Jahrelang zu spielen. Ohne ihn steigern zu müssen. Klar, der hat jede Menge Lücken, aber das ist doch auch reizvoll. Ich brauche keinen Charakter, der alles kann. Ich habe Mitspieler, die mich ergänzen können!

Na ja, Du hattest gesagt:

Zeit: 15.4.2026 um 20:05, Hornack Lingess schrieb:

Bedingung: jeder darf sich einen Charakter erschaffen, der alles das kann, was man sich so für den Charakter vorstellt.

Also - das klang jetzt nicht nach dramatischen Lücken. Wenn Du jetzt sagst, dass z.B. die Gruppe abgestimmt erschaffen wird, dann reduziert das den Zielgrad ein wenig... aber ich glaube, da gibt es auch Unterschiede - vielleicht auch je nachdem, wie die Kampagne angekündigt wird und auf welchem Niveau gespielt werden soll.

  • Ersteller
Vor 28 Minuten, Ma Kai schrieb:

Also - das klang jetzt nicht nach dramatischen Lücken. Wenn Du jetzt sagst, dass z.B. die Gruppe abgestimmt erschaffen wird, dann reduziert das den Zielgrad ein wenig... aber ich glaube, da gibt es auch Unterschiede - vielleicht auch je nachdem, wie die Kampagne angekündigt wird und auf welchem Niveau gespielt werden soll.

Das steht ganz am Anfang (Fettdruck ist neu)

Zeit: 15.4.2026 um 20:05, Hornack Lingess schrieb:

Setting wäre eine neue Kampagne.
Bedingung: jeder darf sich einen Charakter erschaffen, der alles das kann, was man sich so für den Charakter vorstellt.
Voraussetzung: auf einen Gradbereich bzw. die ungefähre Höhe des Erfahrungsschatzes einigt man sich als Gruppe.

Da steht nirgends "ich will einen Alleskönner-Superhelden 75. Grades spielen". Das klang z.B. in deiner Vorstellung direkt danach.

Vor 15 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Da steht nirgends "ich will einen Alleskönner-Superhelden 75. Grades spielen". Das klang z.B. in deiner Vorstellung direkt danach.

Das legst Du jetzt vor... "Vorstellung" ist halt etwas unglaublich interpretierbares. Meine Vorstellung von "alles" ist halt schon, dass es nicht wenig ist und insbesondere halt keine großen Lücken lässt, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass man sich als "alles" "vorstellt", was eine Figur auf Grad 1 mitbringt. Wenn Du das aber so breit fasst, dann sagt es wiederum gar nichts aus.

Ich will mich mit Dir gar nicht streiten. Die Aussage "alles das kann, was man sich so für den Charakter vorstellt" ist halt interpretierbar. Es scheint, dass die meisten es eher im höhergradigen Bereich des Spektrums interpretiert haben - wenn schon nicht in Richtung Grad 75, dann doch eher noch nicht auf Grad 10. Aber das kann ja auch sein. Es ist allerdings eventuell etwas relevant für die Diskussion - denn es macht eventuell einen Unterschied, ob man eine Figur spielt, die ziemlich viel kann (also, "alles"... sorry... ?) und deshalb nicht mehr zu lernen braucht, oder ob man eine Figur spielt, die noch merkbare Lücken aufweist (auch dann, wenn sie im Gruppenkontext operiert), was für einige Mitspieler sicher auch dann weniger unangenehm wird, wenn sie die Erwartung haben können, dass sie noch etwas dazu lernen können - was dann wiederum den Kreis zu Deinem Konzept schließt, das genau diese Erwartung ausschließt. Stattdessen hat man in dem Konzept, wenn man sich auf ein "alles" geeinigt hat, das im Gradbereich niedriger liegt, sich dann auf diesem niedrigeren Niveau eingefroren.

Vor 14 Minuten, Abd al Rahman schrieb:

Das wäre für mich so irgendwo um Grad 50 herum.

... es scheint, als wäre das geringfügig höher, als Hornack sich bei der Formulierung vorgestellt hatte... ?

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