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Solwac

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  1. Nein, ich erkenne kein Problem. Wenn beide getrennte Wege gehen möchten, sollen sie es versuchen. Die Würfel werden entscheiden wer Recht hat Getrennte Wege sind aber schon ein Nachteil. Wer legt das fest, dass das grundsätzlich ein Nachteil wäre? Also, ich erkenne im Moment auch nicht das Problem. Für den, der durch die Gegner pflügen will, ist es ein Nachteil.
  2. Nein, ich erkenne kein Problem. Wenn beide getrennte Wege gehen möchten, sollen sie es versuchen. Die Würfel werden entscheiden wer Recht hat Getrennte Wege sind aber schon ein Nachteil.
  3. Wenn das Erwürgen weg fällt, dann haben die Abenteurer sicher mehr Optionen während der (versuchten) Verdauung.
  4. Es geht mir nicht um das Einstellen der Diskussion, nur um das Überdenken der Prämisse. Stell Dir mal eine Runde vor, in der zwei Spieler einen Kämpfer spielen (um vergleichbare Möglichkeiten jenseits der Magie zu haben) und unterschiedliche Vorstellungen haben. Jetzt trifft die Gruppe auf ein paar Gegner und im Hintergrund will der Oberbösewicht fliehen. Der eine Spieler will mit einem coolen Stunt an den Gegnern vorbei (was aber der Beschreibung nach erst mit Akrobatik+18 oder so realistische Chancen auf Erfolg hätte), der andere will relativ "normal" einfach durch die Gegner durch und die Verfolgung aufnehmen. Klar wäre der erste Weg schneller, aber der zweite ist nach den verfügbaren Mitteln der wahrscheinlich erfolgreichere. Was soll der Spielleiter machen? Wird der erste Plan von einer Figur probiert, dann sinken die Chancen für den zweiten Plan. Schildert er die schlechten Chancen, dann fühlt sich der erste Spieler klein gehalten. Und wird der Plan entgegen der Beschreibung einfacher, dann fände ich es schlechten Stil des Spielleiters. Du erkennst das Problem? Der erste Spieler wird immer aus seiner Sicht argumentieren, während der zweite die Situation ganz anders wahrnimmt. Und der Spielleiter (wenn er sich im Vorfeld Gedanken über die Situation gemacht hat, also nicht improvisiert) hat noch einmal eine andere Sicht. Im Idealfall fällt relativ schnell auf, wenn immer ein und derselbe Spieler die extravagante Tour wählen möchte und dies nie oder nur selten klappt. Dann kann man nämlich die unterschiedlichen Vorstellungen besprechen. Aber das klappt halt nicht immer. Solwac
  5. Eine grundlegende These in diesem Strang ist ja, dass ein Spielleiter seine Spieler klein hält und diese dadurch weniger machen könnten. Was aber, wenn die Spieler grundsätzlich mit dem klein gehalten werden einverstanden sind? Grundsätzlich deshalb, weil natürlich im Vorfeld nicht alles berücksichtigt werden kann. In einer längerfristigen Runde kennt man sich aber ja mit der Zeit und kann relatig gut abschätzen, was denn Konsens ist und was nicht. Heute in einigen Beiträgen wurde es erwähnt, ich kenne es aber auch meiner einen Runde, dass langjährige Gewohnheiten (und damit auch ein "das finde ich gut und jenes schlecht) sich nur langsam wandeln. Neue Erfahrungen werden teilweise nur langsam berücksichtigt und zu Änderungen umgesetzt. Ein nicht klein haltender Spielleiter würde also in so einer Runde nicht glücklich, obwohl keiner der Spieler die Kritik so richtig beschreiben kann. Solwac
  6. ein Beitrag in einem Thema wurde beantwortet von Solwac in M4 - Gesetze der Kreaturen
    Das dürfte nur die regeltechnische Entsprechung dafür sein, wie einzelne Abenteurer etwas bewirken können, was sonst nur allgemein als Hilfe durch die Gläubigen, Sa spenden (nicht der gleichnamige Zauber) usw. beschrieben wird. Solwac
  7. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    So ungefähr. Ich habe mir gerade die Struktur nochmal genauer angesehen. Ich glaube so langsam verstehe ich sie, weiß aber noch nicht, ob ich sie gut finde... Zumindest ist die Beschreibung in der Übersicht nicht allzu intuitiv. Kreativecken <-> Ideenschmiede
  8. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    das was früher Bestiarium war heißt es jetzt Gesetze der Kreaturen um es dem Schema im Buch der Gesetze anzupassen Und was ist mit den anderen Bereichen in der Ideenschmiede? Die haben ja (noch) ein Pendant bei den Gesetzen, bzw. umgekehrt.
  9. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    Könnte es daran liegen, dass das Bestiarium zwar bei den Artikeln, nicht aber bei den Unterforen existiert?
  10. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    Inzwischen ist der Artikel veröffentlicht, allerdings in der falschen Kategorie. Solwac Warum? Stimmt doch alles Ne, es sollte ins Bestiarium und nicht zu den Gesetzen der Kreaturen. Schließlich hat es weniger mit Regeln zu tun als mehr mit dem irdischen Vorbild.
  11. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    Aha! Da ist noch einiges zu tun, oder?
  12. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    Inzwischen ist der Artikel veröffentlicht, allerdings in der falschen Kategorie. Solwac
  13. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    Wann werden die Artikel denn veröffentlicht? Automatisch nach einer gewissen Zeit? Die Möglichkeit eine Zeit vorzugeben (wie in der Hilfe angegeben) ist doch wohl nicht freigeschaltet, oder? Solwac
  14. Ein interessanter Link: Boa würgt Beute bis zum letzten Herzschlag Mit Rüstung und/oder Macht über das Selbst kann man dem Würgen einer Riesenschlange oder eines vergleichbaren Wesens sicher eine Zeitlang standhalten. Aber wie lange muss man durchhalten oder anders gefragt, wann ist die Schlange der Meinung Erfolg gehabt zu haben? Interessant finde ich die Info, dass die eine Ratte 20 Minuten lang gewürgt wurde, Rindenhaut oder Marmorhaut würden da nicht reichen und auch Tauchen fällt schwer. Zum anderen könnte man durch Manipulation des Pulses und dem schlaff werden einiger Muskeln die Zeit verkürzen, die unpräparierten Ratten wurden nach nur 10 Minuten losgelassen. Solwac
  15. Damit sind die GFP allerdings für Euch kein Maß mehr für die Mächtigkeit der Figuren, was Euch wohl aber bewusst ist. Allerdings sollte es in diesem Strang eher um die EP bzw. FP gehen und nicht um die damit möglichen GFP. Solwac P.S. Wie kommst Du auf das 10-fache? Ein Lernversuch per Spruchrolle für einen Zauber von 1000 FP Lernkosten kostet 100 FP. Bei Erfolg werden 200 FP (also das Doppelte) gutgeschrieben, sonst die 100.
  16. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    Danke, ich hatte mich zwar falsch ausgedrückt, aber das Editieren des Artikels ändert jetzt auch die Vorschau im Forumsstrang. Das klappte ja mit der alten Version nicht.
  17. Thema von Abd al Rahman wurde von Solwac beantwortet in Neues im Forum
    Kann man irgendwie die CMS-Artikel noch editieren? Wenn ja, wie?
  18. a artikel von Solwac in Artefakte
    Manche Dinge werden vom göttlichen Geist durchdrungen, so auch dieses Netz. Dwyllans Netz ist eigentlich "nur" ein Netz, aber eben ein besonderes. Der Fischer Osmond MacSeal war ein gottesfürchtiger Albai. Nichts konnte seinen Glauben an Dwyllan ersachüttern, nicht die Vidhingfahrt, die bis auf seinen Sohn Dolvin und ihn die gesamte Familie umbrachte, nicht der Hunger, nachdem sein Syre trotz eines schlechten Herbstfangs die vollen Steuern eintrieb und nicht das gekenterte Boot in einem Sturm. So kam es, dass Osmond auf dem Sterbebett neben einem Haufen Schulden nur sein selbstgeknüpftes kleines Fangnetz an Dolvin vererben konnte. Er tat dies mit einem Gebet an Dwyllan auf den Lippen, mit der Bitte um ein besseres Leben für seinen Sohn und seine Nachfahren. Dolvin konnte ohne eigenes Boot keine eigenen Fischzüge unternehmen und musste sich mühsam als einfacher Mann bei Waljagden verdingen. Aber stets ehrte er das Ansehen seines Vaters und das Netz hing an der Wand in seiner kleinen Hütte, direkt über der Dwyllanstatue die jeder Fischer daheim hat. Auch Dolvin ertrug sein Schicksal und betete zu Dwyllan, ganz so wie es ihn sein Vater ihn gelehrt hat. 10 Jahre nach dem Tod seines Vaters sank ein lidralisches Schiff in Sichtweite des Fischerdorfs nach einem Rammstoß eines Wals. Schnell ruderten die Dorfbewohner raus um das Wrack zu bergen. Dolvin nahm dazu das Netz seines Vaters mit, war es doch wesentlich handlicher als die großen Netze für mehrere Leute. Und siehe da, er konnte ein kleines Kästchen bergen. Darin befanden sich einige Edelsteine, die ihm die Tilgung seiner Schulden ermöglichten und ihm die Gründung eines Hausstands und den Kauf eines eigenen Boots erlaubten. Seither gingen Dolvin und später seine Nachfahren mehrmals im Jahr mit diesem Netz auf die Fischjagd, auch nachdem sie es eigentlich nicht mehr nötig hatten. Das Netz ist 3x3 Schritt groß und besteht aus kunstvoll geknoteten Seil. Entlang der äußeren Kante sind grüne und blaue Blätter von Seegras eingewoben, die auch nach längerer Zeit an Land nicht welk werden. Wird dieses Netz von einem gläubigen Albai geworfen, so hat es folgende Eigenschaften: als Fischernetz verdoppelt es den sonst üblichen Fang, einsam auf See ermöglicht es zwei Personen auf jeden Fall ausreichend Fisch zum Überleben als Waffe folgt es den üblichen Regeln (DFR S.208), aber mit folgenden Ausnahmen: Der Werfer erhält erst ab Gw80 des Opfers die WM-4 wegen zu großer Beweglichkeit des Opfers, die Reichweite verdoppelt sich auf 0-10 / 11-14 / 15-20m und das Netz wirkt wie Fesselbann. Insbesondere kann das Opfer sich bei einem schweren Treffer nur mit einem gelungenen Kraftakt befreien. darf es nie auf Hunde, Seehunde oder Verwandte geworfen werden (auch nicht als Fehlwurf), sonst wird Göttliche Strafe mit Zaubern+25 auf den Werfer gewirkt Es gibt Gerüchte, dass nicht nur Osmonds Netz derartige Eigenschaften hätte und dass es auch Boni auf Angriff und Schaden gibt...
  19. Thema von Akeem al Harun wurde von Solwac beantwortet in Das Netz
  20. Ägyptische und Schweizer Archäologen haben ein 1100 Jahre altes Frauengrab entdeckt. Das kann man doch schön als Aufhänger für ein Abenteuer nehmen, dass ein altes Grab nach der Aranischen Mission für eine Bardin zweitverwendet wird. Solwac
  21. Die Nützlichkeit sehe ich nicht als gutes Merkmal an. Denn meist liegt es an der Verwendung und nicht direkt am Artefakt. Eine grobe Sortierung wie im Arkanum und die Verwendung von Suchbegriffen sollte doch reichen. Solwac
  22. Deswegen bist doch unser !
  23. Ich möchte in diesem Strang einige Ideen für einen Stamm im Ikenga-Becken sammeln. Dabei sind einige Punkte bewusst etwas wage gehalten, damit eine mehrfache Nutzung möglich ist. Auch soll eine Übernahme von Ideen für einen anderen Stamm mit einem anderen Totem möglich sein. Entsprechende Punkte müssten dann angepasst werden. Für mich als Spielleiter entwickelt so eine Beschreibung immer dann ein besonderes Leben, wenn NSC mit ihren Eigenheiten es ausfüllen. In nächster Zeit sollen deshalb einige typische Figuren den Weg in die NSC-Datenbank finden. Als Vorlage für meine Ideen dienen verschiedene Dokumentationen im Fernsehen, Erinnerungen an die Fernsehserie Shaka Zulu (auch wenn das von der Kultur nicht so ganz passend ist, Buluga hat eine andere Landschaft und die Bilder sind einfach toll) und Teile des Midgard Quellenmaterials, insbesondere das Buluga-QB. Anmerkungen und Kommentare sind gern gesehen. Auch wenn sie vielleicht nicht meinem Bild entsprechen sollten, so mag das für jeden Leser anders sein. Der weiße Fleck auf der Midgard-Weltkarte kann ja vielfältig für jeden gefüllt werden. Solwac Die Nyusoeto (unsere Gesichter) sind ein Stamm von einigen hundert Menschen, der im Übergang der weiten Ebenen des Regenwalds zu den steilen Hängen des Bergwalds lebt. Der Stamm besteht aus mehreren Sippen, die im Abstand von einigen Wegstunden siedeln und vielfältig durch Verwandtschaft und gemeinsame Feiern verbunden sind. Basis des Lebensunterhalts ist der Regenwald, der sowohl im Etagenanbau als auch zur Jagd genutzt wird. Gegen die vielfältigen Gefahren durch wilde Tiere, giftige Pflanzen und die vielen Geister werden die Nyusoeto durch den mächtigen goldenen Gorilla unterstützt, einem starken Totemgeist. Als Gegenleistung werden Anbetung und einige kannibalische Rituale verlangt. Die Dörfer Jede Sippe besteht aus 4-6 Familien, deren Hütten gemeinsam auf kleinen Lichtungen im Wald liegen. Einer Familie gehört dabei alles, was innerhalb der eigenen Hütten lebt, während das Vieh im gemeinsamen Gehege der gesamten Sippe gehört. Die Hütten bestehen einfach aus kreisförmig angeordneten langen Schößlingen, die in Mannshöhe mit großen Blättern gedeckt sind und von einigen stabilen Pfosten gestützt werden. Im Inneren gibt es eine zentrale Feuerstelle als einziger fester Einrichtung, dazu kommen noch ein paar hängende Körbe für Vorräte und schützenswerten Gegenständen. Geschlafen wird in Hängematten, die nachts an den Pfosten befestigt werden. Während die Feldarbeit die Grundlage für die tägliche Nahrung und die nötigen Werkstoffe darstellt, liefert die Jagd nicht nur Fleisch, sie trainiert auch die Kämpfer. Deshalb dürfen nur die körperlich besten Erwachsenen jagen, alle anderen inklusive der Kinder kümmern sich um die Felder. Soziale Struktur Jeder Familie steht ein Oberhaupt vor, meist (aber nicht ausschließlich) ein Mann. Wichtigste Voraussetzung dabei ist die Fähigkeit, an der Jagd oder einem Kampf teilzunehmen. Bei kurzfristiger Krankheit übernimmt ein anderes Familienmitglied die Funktion, ist der Ausfall längerfristig, dann wird ein neues Oberhaupt gewählt und dem Stamm vorgestellt. Die Sippe wird von einem gewählten Sippenältesten vertreten. Zum Sippenrat gehören neben dem Sippenältesten die Familienoberhäupter und der "Geistermann" an. Letzterer ist der Vertreter des Stammesschamanen bei der Sippe. Neben den bereits genannten Funktionen kann sich aber auch jeder andere Erwachsene bei gemeinsamen Themen zu Wort melden, man kennt sich und weiß um die gegenseitigen Fähigkeiten. Eine besondere Möglichkeit zur Auszeichnung sind dabei Kämpfe, die Jagd oder rituelle Mutproben (s.u.). Die Nachbarn Das Verhältnis der Nyusoeto zu den Nachbarstämmen ist zwiegespalten. Zum einen gibt es regelmäßig gegenseitige Besuche zu feierlichen Anlässen und gelegentliche Heiraten über die Stammesgrenze hinweg. Zum anderen haben die Nyusoeto ein einzigartiges Stammestotem und es kommt immer wieder zu Raubzügen und etwa einmal pro Generation zu einem regelrechten Krieg. Der geringe Handel und der Umgang mit Fremden hängen daher stark von den Visionen des Stammesschamanen ab. Umgekehrt nähern sie sich nur vorsichtig fremden Dörfern (außer bei Raubzügen natürlich), man weiß ja nie, wie sich der andere Stamm heute verhält... Vom Krieg und von der Jagd Traditionelle Waffen für die Jagd sind (Wurf-) Speer, Kurzbogen und Blasrohr. Im Kampf gegen andere Stämme sind Kurzbogen und Blasrohr verpönt, werden sie doch für die Jagd mit Giftpfeilen verwendet. Stattdessen werden die leichten Jagdspeere durch den stabilen Kampfspeer ersetzt. Bei der Feldarbeit werden Hacken und Äxte verwendet, sie dienen auch als Waffen für alle Nicht-Kämpfer und -Jäger. Andere Waffen wie Keulen, Stabkeulen oder auch Schild sind eher selten, sind aber bekannt. Die Nyusoeto kennen zwar Eisen, können es aber nur rudimentär selbst verarbeiten. Waffen aus Eisen werden also nur soweit verwendet, wie man ihrer habhaft werden kann. Die meisten Waffen haben daher Spitzen und Klingen aus Knochen, Stein und gehärtetem Holz. Der Alltag Im Regenwald gibt es kaum ausgeprägte Jahreszeiten, Früchte können ganzjährig geerntet werden und auch sonst gibt es keine prägenden Einschnitte. Daher ist der Alltag relativ gleichmäßig und wird vor allem durch die verschiedenen Feste unterbrochen. Die Feldarbeit wird von etwa der Hälfte der Sippe gemeinsam unternommen, meist am frühen Vormittag. Die Jagd erfolgt in kleinen Grüppchen über den ganzen Tag verteilt. Dazu kommen von Zeit zu Zeit größere Gemeinschaftsarbeiten wie der Bau einer neuen Hütte oder das Fällen eines großen Baums. Ansonsten sitzen die Männer zusammen, rauchen Pfeife, erzählen Geschichten und erledigen kleine Handwerksarbeiten. Die Frauen treffen sich ebenfalls gemeinsam und kochen, erzählen und versorgen die kleinsten Kinder. Größere Kinder und Jugendliche sehen den Erwachsenen zu und üben das Erlernte im Spiel. Feiern und Feste Auch wenn der Alltag relativ eintönig ist, so geben Unfälle, Vergiftungen und ähnliches doch regelmäßig Anlass, die Geister zu besänftigen und den Totem für den gewährten Schutz zu danken. Dies geschieht durch regelmäßige Tänze mit gemeinsamem Gesang im Vollmond. Solche Feiern finden im Rahmen der einzelnen Sippe statt und werden von ihr ausgerichtet. Geburten und Tote werden ebenfalls mit der Sippe gefeiert. Andere Anlässe sind die Initiation von Jugendlichen in den Kreis der Erwachsenen, die Einsetzung eines neuen Häuptlings oder Stammesschamanen, siegreiche Raubzüge oder große Rituale zu Ehren des Totems. Solche Feste finden reihum bei den einzelnen Sippen statt, jeweils mit Vertretern aller Sippen des Stammes und eventuellen Gästen. Regelmäßig vor den großen Festen gibt es statt der normalen Jagd auch einfach nur Mutproben. Dies kann im Bergwald das Einfangen eines Gorillas sein (ohne ihn zu töten) oder besondere Kletterpartien in den Wipfeln der Urwaldriesen. Alle erfolgreichen Teilnehmer werden dann bei der Rückkehr besonders gefeiert. Der goldene Gorilla Normalerweise gehen sich die Nyusoeto und die Gorillas der nahen Berghänge aus dem Weg. Von Zeit zu Zeit aber findet einer der Gorillas den Weg ins Stammesgebiet. Sie werden verehrt und jeglicher Umgang mit ihnen wird vom Schamanen vorgegeben. Manche Gorillas haben statt eines erdfarbenen Fells ein helleres Braun mit goldfarbenem Kopffell. Dies ist immer etwas ganz besonderes, zeigt sich doch der Totemgeist immer in dieser Form. So soll der Stamm vor langer Zeit einmal von einem solchen Gorilla vor der sicheren Vernichtung gerettet worden sein. Andere Stämme in der Umgebung haben große Angst vor der Macht des Gorillas und versuchen sie möglichst zu vertreiben. Kannibalismus Die Nyusoeto trachten mit einigen kannibalistischen Ritualen die Gunst ihres Totem zu erhalten. So werden die Herzen und Gehirne von verstorbenen Häuptlingen und Schamanen rituell verzehrt und das ausgeschabte Knochenmark mit Pflanzenmark vermischt einem Gorilla als Opfer vorgesetzt. Werden auf Raubzügen Gegner getötet, so wird genauso verfahren. Allerdings stehen bei den meisten Raubzügen Beute oder Gefangene im Fokus. Von Zeit zu Zeit zeigt sich aber ein haarloser Affe (Schädelaffe) und fordert ein Opfer. Entweder er erbeutet direkt ein Stammesmitglied oder nach erfolgreicher Vertreibung wird er als Zeichen gesehen, ein Opfer zu suchen. Dann ziehen die Nyusoeto auf Menschenjagd aus. Dies kann aber auch nach anderen schlechten Omen geschehen. Solwac Die Wahl des Häuptlings Es braucht mehrere Voraussetzungen um neuer Häuptling zu werden: Eine Mehrheit im Stammesrat aus Sippenältesten, amtierenden Häuptling und Stammesschamanen Der Sieg im Zweikampf, falls der alte Häuptling nicht freiwillig zurücktritt Das Bestehen einer Prüfung, die vom Schamanen überwacht wird Gerade der letzte Punkt zeigt die große Macht des Schamanen (der selber nicht Häuptling werden kann). Kann er doch durch die Wahl der Prüfung, die natürlich ausreichend rituellen Gepflogenheiten entsprechen muss, Kandidaten behindern oder fördern. Da ein schwacher und vom Schamanen abhängiger Häuptling schlecht für den Stamm ist, würden nur sehr verzweifelte oder machthungrige Schamanen hier gegen den Wohl des Stammes agieren. Es droht schließlich die Entmachtung durch den Stamm oder durch das Totem. Solwac Initiationsriten Einer der wichtigsten Tage im Leben eines Nyusoeto ist die Initiation, die Aufnahme in den Kreis der Erwachsenen. Gefeiert wird im Monat nach Eintritt in die Pubertät, welche durch den Geistermann bestätigt werden muss (es gibt nur selten Zweifel und wenn, dann bei den Jungs). Alle Kinder haben gelernt, was sie für die Feldarbeit und das tägliche Leben brauchen und können nach der Initiation heiraten und eine eigene Familie gründen. Letzteres ist aber nicht so ganz einfach, bedeutet es doch eine verringerte Unterstützung. Die meisten leben ihre ersten Jahre als Erwachsene noch bei der Familie oder wechseln in die Familie des Partners. Vor der Feier sind aber drei Prüfungen zu bestehen: Innerhalb eines Tages müssen zwischen Sonnenauf- und Untergang genug Nahrungsmittel für fünf Tage geerntet und gesammelt werden. Dabei dürfen die gemeinsamen Felder nicht betreten werden, deshalb legen die meisten Jugendlichen rechtzeitig ein eigenes Feld an. Unterstützung oder auch nur gemeinsame Arbeit ist dabei verboten. Es gilt, eine Nacht von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang außerhalb der Dörfer im Freien zu verbringen. Da nur Erwachsene jagen dürfen, bleibt den Initianten nur die Hacke oder alles, was sie in der Nacht als Waffe selber fertigen können. Auch hier ist jede Unterstützung verboten. Die Ahnen testen den Initianten, der vom Schamanen mit Rauschkräutern in Trance versetzt wurde. Hierbei wählen die Ahnen auch diejenigen aus, denen sie in Zukunft Zauber gewähren wollen. Außergewöhnliche Ereignisse während der Prüfungen prägen den Initianten und seine Stellung innerhalb des Stammes nachhaltig. In den meisten Fällen entscheidet sich auch, ob der neue Erwachsene als Jäger aufgenommen wird. Solwac Shabaziwa Shabaziwa ist der Name einer Senke, etwa einen Tagesmarsch nördlich der Nyusoto. Die Senke ist ungefähr 3*5km² groß und bietet einen großen Kontrast zum überquellenden Leben des Dschungels. Der Boden besteht aus Fels und tiefrotem Lehm, welcher einen bestialischen Gestank verströmt. Nur wenige Pflanzen trotzen den Giften in Luft und Boden, Tiere sind ebenfalls selten. Normalerweise ist die Senke mit ätzendem, heißem Wasser gefüllt, in dem blubbernd Blasen aufsteigen. Aber in Abständen von einigen Monaten bis etlichen Jahren leert verschwindet das Wasser und hinterlässt nur ein paar Pfützen. Der noch feuchte Lehm glänzt dann in der Sonne kupferfarben (was der Senke auch den Namen verliehen hat). Die Nyusueto und andere Stämme in der Umgebung des Shabaziwa erfahren durch die Geister von der geleerten Senke und schicken einzelne Sammler dorthin. Ausgerüstet mit Wasser und Nahrung für ein paar Tage und geleitet durch das Totem, suchen diese Sammler im Schlamm nach Edelsteinen und seltenen Mineralien. Auch wenn die verschiedenen Stämme einander bekämpfen, so herrscht in der Senke und der direkten Umgebung Waffenstillstand. Die Geister wachen darüber und es gibt keine Geschichten über Angriffe, die nicht mit dem Tod des Übeltäters durch Geisterhand enden. Die so gewonnenen Edelsteine und Mineralien dienen rituellen Handlungen oder werden vom Stamm gegen andere wertvolle Dinge getauscht. In jedem Fall gehört so etwas immer dem Stamm und keinem einzelnen Menschen. Jeder Sammler wird nur einmal im Leben von den Geistern ausgewählt und von vielen wird berichtet, dass sie sich nach dieser Erfahrung in ihrem Wesen verändert haben. Solwac

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