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Probleme mit dem Midgardforum,.... und dem FireFox
Melde mich nach 22 Stunden Virenscan zurück, zwar nur mit Microsoft Securitiy usw... aber immerhin. Zumindest hat dieses Programm einen Trojaner gefunden, ist ja schon mal was. Irgendwas musste ich einfach tun, sonst hätte ich alternativ irgendein elektronisches Kleingerät brutal ermordet. Der eine oder andere hier kennt mich ja... Für die anderen: Ich bin einer von diesen Leuten, die ihr Mobilfon möglichst hart an die Wand werfen, wenn der Anruf schlecht gelaufen ist. Jetzt geht's aber wieder, ich bin eine Blume auf der Wiese. Erst mal vielen Dank für die Antworten und Hinweise. Die CD werde ich mir bestellen, danke Prados! Den Router habe ich schon mal vom Netz genommen, klar. Nach einem längeren Telefonat mit DiRi, der mich bei einer Art Übersprungshandlung (Baumarktbesuch) erwischt hat, werde ich versuchen, Unity einen neuen Router aus dem Kreuz zu leiern, denn warum soll ich mich damit herumquälen, wenn sie doch anscheinend selber auf ihrer Seite vor Angriffen warnen? Meine Taktik wird sein, dass das Teil eh immer schon gezickt hat und ständig neu startete... sowas kann ich. Punkt 1 und 3 sind also die kleinsten Arbeitsschritte, danke hj! Punkt 2 wird spannend... mal sehen. In diesem Haushalt bin ich der einzige von vier Bewohnern ohne Smartphone... Gestern war ich mit meiner Perle und der jüngeren Tochter Geburtstagsschuhe shoppen, war toll. Anschließend habe ich sie in ein Café entführt und mich langsam und rhetorisch gewieft dem Problem genähert. Ging alles gut. Folgendes habe ich erklärt, ohne zu wissen, ob das wirklich so stimmt: Eine Router-Software ist meistens weniger gut geschützt als ein PC, außerdem hat Unity mit seinen D-Link-Routern da noch so seine ganz eigenen Probleme. Deswegen und weil Hacker ja meistens keine Idioten sind und den einfachsten Weg gehen, setzen sich die kleinen Viren und Trojaner einfach gemütlich in einen Router, dessen Tür geöffnet ist und warten auf Datendurchsatz, statt irgendwelche Firewalls aufzuhebeln. Je nachdem, wie sie programmiert sind, lesen sie entweder von dort aus mit oder fahren als blinde Passagiere mit eintreffenden Daten in den "Bahnhof" PC. Letztendlich geht es darum, sensible persönliche Daten auszulesen und sie zu übermitteln. Vom leergeräumten Konto bis zum Spam-Versand vom eigenen Mail-Account aus ist dabei so ziemlich alles möglich. Auch kann der eigene Router so als Verteiler für diese Schadware dienen, ohne den Umweg über den PC machen zu müssen, d.h. sie fährt einfach von Router zu Router. Dafür, dass die Malware bis jetzt nur auf dem Router sitzt, spricht, dass auf meinem PC nur dann seltsames geschieht, wenn ich über diesen W-LAN-Router in's Netz gehe, beim Netzzugang über meinen USB-Stick ist alles sauber. Die Rückfrage, warum die Alarmmeldung nur auf meinem PC aufgegangen ist, habe ich mit meinen harten Einstellungen bei Firefox und dem zusätzlichen "Adblock Plus" beantwortet. Beide wurden jedoch auch bei mir ausgehebelt, wie die Umleitung auf das wahrscheinlich gefälschte Download-Angebot für einen "Firefox-Player" beweist. Kann ich das so stehen lassen, ohne wie ein Trottel dazustehen? Habe ich an irgendeiner Stelle völligen Stuss von mir gegeben?
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Probleme mit dem Midgardforum,.... und dem FireFox
Lass mal den Laptop durch einen Virenscanner untersuchen, danach dann den Router überprüfen.OK, vielleicht habe ich was verpasst:Der Router hat doch eine reine Durchleitungsfunktion, nein? Was soll ich denn da untersuchen?
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Probleme mit dem Midgardforum,.... und dem FireFox
Lass mal den Laptop durch einen Virenscanner untersuchen, danach dann den Router überprüfen.Müsste ich mir runterladen, hast du eine Empfehlung? Davon abgesehen: Verstehen tu ich es trotzdem nicht...
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Probleme mit dem Midgardforum,.... und dem FireFox
Keine Ahnung, ob ich in diesem Strang richtig bin, aber ich weiß es nicht besser... Folgendes passiert: Ich gehe zweimal mit demselben Laptop und denselben Einstellungen in's Netz. Firefox mit den schärfsten Einstellungen zu Pop-Ups, dazu einen Ad-Blocker. 1. Mit meinem USB-Stick läuft das Forum wunderbar, wenn auch natürlich schneckenlahm. 2. Gehe ich allerdings über den Unity-Router meiner Perle in's Netz, wird mir fast jede Seite zerschossen und als "Betrugsversuch" gemeldet, nicht nur das Midgard-Forum. Alternativ zur Betrugsmeldung werde ich auf eine Seite umgeleitet, die mich zum Download eines "Players" animieren möchte - mit dem Firefox-Logo über den halben Bildschirm. So penetrant in der Werbung kenne ich Firefox nicht, vor allem öffnet ja dieser Browser in eigener Sache immer nur einen neuen Tab und leitet nicht um. Eine Meldung habe ich sicherheitshalber abgesetzt. Ich kann diese Verlinkung damit übergehen, indem ich mich z.B. in meinem Mail-Account schneller einwähle, als ich verlinkt werde, was durchaus sportlich ist. Bin ich erst mal im Mail-Account, ist alles ganz normal. Das traue ich mich aber jetzt nicht mehr, weil ich die Sache nicht verstehe. Cache und Cookies sind schon alle gelöscht. Alle Anwendungen, die ich nicht kenne, habe ich auch schon gnadenlos deinstalliert. Trotzdem... Wie gesagt, dieses Phänomen habe ich nur beim W-LAN-Router, jetzt gerade mit meinem Stick ist alles schnafte... Kann mir jemand erklären, was hier vorgeht?
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FSK18 Abenteuer auf Cons
Wäre das nicht vielleicht ein bißchen viel verlangt? Wobei ich finde, daß in dieser Diskussion hier schon sehr viel nützliche Hilfestellung enthalten ist. Ich glaube, damit sind wir auf dem richtigen Weg. Manchmal frage ich mich wirklich, wofür ich mir mit manchen meiner Beiträge eine derartige Mühe mache... Aber weil du's bist:
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Bizarre Szenen aus dem öffentlichen Nahverkehr 3, oder: Sprachkompetenz, völlig überbewertet?
ein Blog-Eintrag von Drachenmann in Das Leben ist eine wilde See, voller Ungeheuer und dennoch meistens trostlos.Neulich in der S-Bahn, nachmittags. Drei etwa sechzehnjährige Vorstadtprolli-Ischen sitzen beisammen. Eine von ihnen erzählt gerade ein Erlebnis, in dem anscheinend sie und ein befreundeter männlicher Mitmensch eine tragende Rolle spielen: "Aldä, un er dann so: Ey Aldä! Un isch dann so: Was? Un er dann so: Aldä, bis du dumm oder was? Un isch so: Hääh, was wills du Aldä? Un er so: Pffftz! Un isch dann so: Böööh! Un er so: Was dann Aldä? Un isch so: Ey Aldä! Un er dann so: Boah, Aldä, was dann!? Un isch so: Ey Aldä, bis du dumm oder was? Un er so: Ey Aldä!" Und so weiter, und so weiter. Die Spannung steigt, und die ganze Situation ist in ihrer Dramatik kaum noch zu ertragen. Dann endet die Erzählung; die Protagonistin wirft einen bedeutungsschweren Blick in die Runde und meint: "Ey Aldä, voll krass, der Alde!" Stille. Beide Freundinnen schauen sie an wie zwei überfahrene Frösche. Dann rafft sich die eine zu einer Antwort auf: "Ey Aldä, verschdeh isch kein Wort..." Das Schlimme daran ist: Alle drei dürfen irgendwann wählen!
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FSK18 Abenteuer auf Cons
Ich weiß ja nicht... Werbeeffekt, meinst du wirklich? Mir fällt jetzt wirklich kein Con-Besucher ein, dem ein solcher FSK-Vermerk die Wurst vom Teller ziehen könnte. Ich habe die Vermerke ja auch gelesen, und mehr als ein verwundertes Abnicken war bei mir nicht zu holen. Auch habe ich keinen Spieler sagen hören:"Boah geil, FSK-18! Da MUSS ich hin!" Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendein SL meint, mit einer so billigen Methode seine Runde füllen zu müssen / zu können.
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FSK18 Abenteuer auf Cons
Je länger ich den Strang verfolge, umso mehr denke ich auch, dass das Problem vielschichtig ist. Zum einen geht es um die Eindringlichkeit von Schilderungen. Auch ein FSK18-Vermerk ist in meinen Augen kein Freibrief für einen SL oder Mitspieler, sämtliche Grenzen des guten Geschmacks fahren zu lassen. Diesen Anspruch trenne ich von abenteuerwichtigen Hintergründen: Wenn jemand sein Abenteuer z.B. an bestialischen Morden aufhängt, halte ich das für legitim, habe ich auch schon gemacht. Zur Schilderung reichen mir dann aber umschreibende Stichpunkte, ein überbordender Detailreichtum lässt mich eher am Gemütszustand des SL zweifeln. Vor Urzeiten habe ich als Spieler in einer Hausrunde an einem Versatzstück aus einem Fertigabenteuer teilgenommen, ich meine "Unter den Nebelbergen". Prinzipiell harmlos, bis der SL die Orkhöhle schilderte mit allem, was seiner Meinung nach in diversen Verwesungszuständen darin vorzufinden war. Nicht nur ich fand es widerlich und abstoßend. Kommentar des SL:"Orke sind halt so." Ahja, achso? Mag ja sein, aber so in Einzelheiten brauche ich es nicht. Hier hilft keine FSK-Regelung, sondern es ist einfach jeder Mitspieler selbst gefragt. Zum zweiten weist Pyromancer darauf hin, ob eine Abenteuerstruktur denn auch wirklich kindgerecht ist? Auf Breuberg habe ich nach Ewigkeiten mal wieder mein Lieblingsabenteuer angeboten, das zu mehr als 90% aus Recherche, sozialen Kontakten und politischen Hintergründen bestehen kann. Da kann ich einem interessierten Zwölfjährigen schon aus Gründen der Fairness nur sagen: "Ich fürchte, du wirst vor Langeweile sterben!" Klar würde ich mich mit ihm unterhalten und ihm schildern, was ihn erwartet, aber so, wie ich Kinder in diesem Alter kenne... Zum dritten ist ja die Frage, mit welchem Background jemand sein Abenteuer mit einer Altersbeschränkung versieht: Setzt er sich fachlich-fundiert mit kindlicher Wahrnehmung in einem bestimmten Alter auseinander und kommt dann zum Schluss, sein Abenteuer sei nicht kindgerecht aus folgenden Gründen.... Mit anderen Worten: er kommt zu einem pädagogisch begründeten Urteil? Das wäre wahrscheinlich für alle Beteiligten in Ordnung, weil es sauber und nachvollziehbar auch für das betroffene Kind zu erklären wäre. Oder entsteht die Altersbeschränkung aus einer schwammigen Mischung eigener Erinnerungen, Vermutungen, Halbwissen und dem sicher gutgemeinten Wunsch, nichts Schlimmes anrichten zu wollen? Diese Herangehensweise hielte ich für einen schlechten Ratgeber. Allerdings fürchte ich, dass vermutlich genau diese Herangehensweise hinter den meisten FSK-Angaben stehen würde, die aus persönlicher Unsicherheit heraus dann wahrscheinlich auch noch lieber zu hoch als zu niedrig angesetzt werden würden. Deshalb halte ich solche pauschalen FSK-Beschränkungen für sinnlos, schließlich sind die wenigsten von uns Pädagogen. Gerade auf unseren Cons, die ja keine Kinderveranstaltungen mit pädagogischer Begleitung sind, sondern Rollenspielwochenenden, an denen zunehmend Kinder teilnehmen, sollte Zeit und Raum für eine persönliche Auseinandersetzung mit Kindern und ihren Eltern sein. Jeder Zehnjährige, der am Tisch aufschlägt, wird verstehen, wenn der SL sagt: "Ich bin gerade etwas unsicher, ob dieses Abenteuer für Kinder in deinem Alter geeignet ist. Komm, wir gehen mal zusammen zu deinen Eltern und besprechen uns mit ihnen. Wenn es für die in Ordnung ist, bist du uns gern willkommen." Ich kann auch völlig nachvollziehen, wenn jemand aus persönlichen Gründen und im Rahmen eines Cons lieber nicht mit Kindern rollenspielen möchte. Dagegen sollte niemand etwas sagen, die Gründe dafür sind vielfältig und gehen letztendlich niemanden etwas an. Allerdings fände ich es nicht in Ordnung, sich in einem solchen Fall hinter einer FSK-Beschränkung zu verschanzen, wie in der Eingangsfrage befürchtet. Auch eine falsch verstandene (vorgeschobene?) Rücksichtnahme auf eine wie auch immer vorgestellte kindliche Befindlichkeit halte ich dabei für falsch. Denn damit wird das Problem ursächlich auf das betroffene Kind verlagert, das dann natürlich enttäuscht davon ist, nicht alt genug zu sein. Ehrlich wäre ein offener Umgang. Und derselbe Zehnjährige wird durchaus verstehen, wenn ihm der SL sagt: "Ich habe zwei Tage Urlaub, und die möchte ich gerne mit Erwachsenen verbringen. Das ist nicht böse gemeint und geht erst recht nicht gegen dich, aber du bist mir zehn Jahre zu jung." Klar erfordert das Mut und auch die Bereitschaft, im Anschluss mit den Konsequenzen leben zu müssen. Und es sollte auch einfühlsamer dem Kind mitgeteilt werden, als ich es hier schreibe. Aber meiner Erfahrung nach können Kinder mit ehrlicher Aufrichtigkeit sehr gut umgehen, mit verlogenen Scheinargumenten überhaupt nicht. Mein Fazit: FSK-Vermerke auf einem Midgard-Con halte ich für völligen Blödsinn. Auch und weil ich schon selber mal einen angebracht hatte. Hätte ich mir auch sparen können, weil ich an jenem Tag endlich lernte, dass Spannung und Dramatik nicht abhängig sind von Blut, Sex und Crime.
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FSK18 Abenteuer auf Cons
Zunächst mal stimme ich Prados voll und ganz zu. Zweitens habe ich bei dieser Frage sofort einen ganz anderen Gedanken: Ist es denn wirklich erstrebenswert, z.B. eine Vergewaltigung, exzessiven Drogenkonsum oder die Auswirkungen körperlicher Gewalt detailliert zu schildern? Ich halte Detailreichtum an dieser Stelle für recht unpassend, zumal auch die Kampfregeln gerade an dieser Stelle sehr schwammig gehalten sind und sich auf die reine Punkteberechnung beschränken. Auch die Tabellen für kritische Patzer und Treffer sind in ihren Beschreibungen sehr zurückhaltend geschrieben. Von der Spielidee ist eine solche detaillierte Schilderung also m.M.n. so überhaupt nicht nötig, vielleicht auch gar nicht gewollt...
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Schwarze Hexen in Alba - Ein Fall für die Kirgh, für die Magiergilde, den Laird oder den König?
Nicht nur. Sie ist auch u.a. die göttliche Richterin. Ihre Waffe ist das Kurzschwert, ihr Sinnbild der Löwe, ihre Farbe weiß. Sie trägt auch eine Waage. Ihre Anhänger lachen nie, leben in tiefer Trauer und Mitgefühl und sind auch sonst keine Spaßkanonen. Aaaargh, da ist es wieder: "Alle" und "immer"... Ich fand das witzig. Im ersten Absatz triffst Du eine allgemeine Aussage über die Anhänger der Culsu und im nächsten beklagst Du (mit nur ganz geringfügig abweichender Formulierung) die verallgemeinernden Aussagen... (...) Ich hatte mich schon gewundert, dass ich so lange damit durchgekommen bin... Das liegt einfach an der m.M.n. grundverschiedenen Religiosität in den KüSta im Vergleich zu Alba, eingefärbt von meiner persönlichen Wahrnehmung: In den KüSta recht scharfe Trennung nach Gottheiten und Tempeln, ein Ordenskrieger Culsu dient nach meiner Lesart Culsu. E basta. Ein Ordenskrieger Xan oder Irindar dient zwar schwerpunktmäßig seiner speziellen Gottheit, aber dennoch grundsätzlich allen Dheis Albi und der Kirgh. Heiligen- und Reliquienverehrung in den KüSta? Fehlanzeige. In Alba sind Glauben und Religion selbstverständliche Bestandteile des Alltagslebens, die Kirgh ist in meinen Augen nahezu omnipräsent. Kaum ein Tempel ohne Reliquie und/oder örtliche/n Heilige/n als Schutzpatron. In den KüSta sehe ich eher eine entgegengesetzte Sichtweise, i.S. von einer Art Geschäftsmodell: "Ich spende Tin, damit er mich in Ruhe lässt." Oder: "Für meine Absichten der nächsten Zeit wäre eine spirituelle Untertsützung nicht schlecht. Meine Schiffsladung sollte heil ankommen, deshalb spende ich Nothuns einen Teil des Wertes." Dadurch ergibt sich nicht nur eine scharf umgrenzte Anhängerschaft, sondern gleichzeitig auch eine gewisse gesellschaftliche Randstellung von geweihten Culsu-Anhängern, denen sogar mit Unverständnis begegnet wird. Ausnahmen davon dürften Tin und Laran darstellen, zum Großteil aber wegen der massiven Unterstützung aus Valian. Die religiösen Einrichtungen und Bauten Culsus in den KüSta verfallen zusehends, gespendet wird höchstens angesichts des Todes. In Alba gibt es kaum eine bauliche Trennung nach Gottheiten, alle werden als göttliche Geschwister in einem einzigen Tempel verehrt; eine Ausnahme sind vielleicht einzelne Klöster, und auch dort finden sich Andachtsräume, in denen alle Gottheiten ihren Platz haben. Das Konzept Culsu als einzelne Gottheit der Baales Valianis ist einfach nicht besonders populär, und die institutionalisierte Trennung zwischen den Gottheiten schlägt in der Finanzkraft ihrer Anhängerschaften sichtbar durch. Anders in Teilen von Alba: Wenn dort eine ganze religiöse Gruppierung wie etwa Xan-Krieger scheel angeschaut werden, ist das kein Ergebnis gesellschaftlicher Bedingungen, sondern von Verhalten und Auftreten dieser Gruppierung in der Vergangenheit. Ihre soziale Stellung in der Nähe des gesellschaftlichen Zentrums als besonders tiefgläubige Vertreter eines Aspekts sämtlicher Dheis dagegen wird zu keiner Zeit in Frage gestellt. Daraus ergibt sich für mich eine völlig verschiedene Herangehensweise an etwa die Verfolgung von schädlichen Hexen. In den KüSta verläuft sie institutionalisiert, zuständig sind Covendo Mageo und die Vertreter Culsus, teilweise in Konkurrenz. In meinem Alba sind die Zuständigkeiten selten genau definiert und müssen häufig verhandelt werden, dazu kommen eben das kulturelle Gefälle und die verschiedenen gesellschaftlichen Modelle zwischen Süden und Norden. Institutionen und Bürokratie sind viel weniger ausgeprägt, auch daher ist hier viel mehr Platz für Klerus und Volksglauben.
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Wandeln wie der Wind - Wirkungsbereich
@ Hiram: Stimmt eigentlich, an so was hatte ich gar nicht gedacht. Wenn ich jetzt die Ellipse weglasse und die Sache auf eine Battle-Map anwendbar gestalte, lande ich schnell bei einem Rechteck. Man könnte das Rechteck ja immer noch mit zwei Halbkreisen abschließen, am letztendlichen Flächeninhalt ändert das nichts, nur am Zeitaufwand für die Berechnung. Wäre der Druide also um die 60 cm breit, blieben ihm also etwa 1,7 m in der Länge. Auf die Schnelle könnte man auch mit 50 cm Breite und 2 m Länge rechnen... Zum Kriechen auf allen Vieren sollte das reichen. Mit einem EW:Gw wäre das Ding m.M.n. durch, schließlich kennt der Druide ja den Zauber und auch seine eigene Körpergröße. @ Ohgottohgott: Hattest Du das so auch in deinem Beitrag gemeint?
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Wandeln wie der Wind - Wirkungsbereich
Gut, die Zahlen sind übertrieben eingesetzt, aber vom Prinzip her... So ganz bescheuert finde ich die Idee gar nicht, und überschlagen ist es auch recht flott. Jürgens Einwand mit der Schrittlänge ist ja auch nicht aus der Luft gegriffen. Ich selber würde halt nicht so spielen, aber was soll's?
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Wandeln wie der Wind - Wirkungsbereich
... das Feld bewegt sich mit ... Dieses Problem lässt sich doch ganz einfach lösen, indem ich die Fläche nicht als quadratisch annehme, sondern als kreisförmig. Aus der Herleitung eines Kreises in eine Ellipse kann ich dann die Schrittlänge vergrößern, muss allerdings die gleichzeitige Stauchung des Kreises berücksichtigen. So wäre etwa rein rechnerisch einer Figur, die in der Tiefe nicht mehr als 20 cm misst, bei einer Seitswärtsbewegung eine Schrittlänge bzw ein Spagatschritt von mehr als 4 m möglich!
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Einen Raum mit Leben füllen
@ Yon Attan: Vergiss dabei nicht die teileise enorme Größe früherer Bücher und dass mit ihnen ja auch repräsentiert werden konnte. Ein paar hundert bis tausend Bücher fordern schon ihr Volumen, sie werden ja nicht press ins Regal gestopft. Dazu kommen Pergamentsammlungen, zum Teil gerollt. Ich meine, ich hätte mal von der beeindruckenden Bibliothek irgendeines sehr gebildeten Adeligen im 13. Jahrhundert gelesen, das waren dann so tatsächlich um die drei Dutzend Folianten... Was mir dabei einfällt und schon fast OT ist: Als Zwischenschritt zum Letterndruck gab es doch sehr lange Zeit den Seitendruck: Die ganze Buchseite wurde als Negativ in Holz gestochen und dann in den Druckstock gesetzt. Je nach Holzart und Verarbeitung konnten damit Kleinserien von 10 bis 50 Stück Auflage produziert werden, natürlich mit stark abnehmender Druckqualität. Mit einer solchen Auflage könnte schon eine ganze Menge Gildenbibliotheken und auch Privathaushalte abgedeckt und der Buchbesitz mehr und mehr zum Allgemeingut der Wohlhabenden werden, vielleicht sogar zu einer gesellschaftlichen "Notwendigkeit" als Statussymbol. Schließlich hatten analog ja viele bürgerliche Haushalte in Spätmittelalter und Renaissance ihre Hausbücher, aus denen für die ganze Familie und Gäste vorgelesen wurde. Es gab ja schon im Hochmittelalter diverse haupt- und nebenberufliche Autoren von Lyrik und Prosa, ohne maschinelle Vervielfältigung hätten sie das Schreiben ja erst gar nicht anfangen müssen. Kochbücher, Hauswirtschaftsbücher, Lehrbücher und Anleitungen nicht nur für Studenten, Bücher zu Themen wie Buchhaltung, Landwirtschaft, Ingenieurskunst und Mechanik, Alchimie, Medizin und Astronomie... Immer wieder stolpert man doch über die Erwähnung von Sach-, Fach- und Unterhaltungsliteratur... Manchmal glaube ich, das Ausmaß der Buchherstellung wird dann doch stark unterschätzt. Und damit auch die Menge von Büchern, die sich im Umlauf befand. Nachtrag: Ich sehe die Sache trotzdem genau wie du, ein Universitätsprofessor hat vielleicht 20-30 Bücher herumstehen, wenn es hoch kommt. Und davon sind zehn geliehen und nochmal fünf geklaut. 40-50 Bücher entsprechen dem Bestand der Konventsbücherei einer lidralischen Kleinstadt, und bei speziellen Fragen muss eben in die nächste Großstadt gereist werden. Aber ich halte es durchaus für möglich, ab einem gewissen Status der Bewohner in deren Räumen zumindest zwei Bücher zu ganz verschiedenen Themen zu finden.
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Einen Raum mit Leben füllen
Ich finde ja diesen Beitrag von Roumorz extrem gut, weil er dabei zweigleisig vorgeht: Erst weist er den Räumen vom Großen ins Kleine ihre Funktion zu, dabei sieht er schon, ob das ganze Gebäude funktionieren kann. Daraus ergeben sich dann schon viele Hinweise auf die Einrichtung. Wie er und andere schon schreiben: wirkliche Accessoires im Sinn von gekauftem Nippes kommen auch bei mir so gut wie nie vor. Die Möbel der meisten Leute sind nicht zahlreich, dafür aber sehr zweckmäßig und bei steigendem Wohlstand zunehmend hochwertig gestaltet, sowohl in Form als auch in Material. "Die Bauernfamilie sitzt in ihrem Multifunktionsraum um einen fleckigen, uralten Tisch, auf dem immer dann gearbeitet wird, wenn kein Essen draufsteht. Eins der Beine hat der Hund des Urgroßvaters zernagt. Und alle halbe Jahr wird auf ihm die Sau zerteilt. Den Großteil des Raums nimmt die Kochstelle ein, sie haben hier einen Kamin, an dem alle möglichen Werkzeuge hängen. Kessel im Feuer. Rußgeschwärzte, fettige Wände mit uraltem Grobputz. Gesessen wird auf Bänken aus Bohlen und Böcken, nachts dienen sie als Betten. Im Sommer. Im Winter wird im Stall geschlafen, die Tür dahin steht offen, das Schnauben und Scharren des Viehs dringt in den Raum. Es riecht alles in allem schon leicht streng." "Der Esstisch der wohlhabenden Händlerfamilie hat gedrechselte Beine und steht nicht mehr in einer multifunktionalen Küche, sondern in der Stube. Allerdings dient er gleichzeitig als Verhandlungstisch, also steht da auch irgendwo eine Art Buffet mit Zinnkrug, Gläsern und einem hübschen Leuchter; außerdem vielleicht ein Schreibpult, ach ja... außerdem über dem Buffet ein Tellerregal mit vier recht teuren Vorlegeplatten... Licht? Ja, gibt es auch: Auf den zwei Fensterbänken steht je ein Leuchter mit einer Kerze und Reflektor. Vorhänge hat's nicht, die Fenster werden mit Läden verschlossen. An den verputzten Wänden Malereien, die eine Holzvertäfelung vortäuschen." Die Tafel beim adeligen Festbankett besteht aus Böcken mit losen Tischplatten, weil soviele Tische niemand hat und im Rittersaal später noch getanzt wird; hier beeindrucken Tischtücher und Tafelgeschirr. So ein Riesensaal ist ein multifunktionaler Raum, ähnlich wie die Küche der Bauernfamilie, unveränderlich sind hier Decken- und Wandgestaltung sowie der Bodenbelag. Das Leben eines Raums entsteht durch das Leben, das sich in ihm ereignet. Ich taste mich immer vom wichtigsten Möbel i.S. der Raumfunktion vorwärts. Und wenn die Abenteurer tatsächlich mal den Salon eines richtig Reichen betreten, dann ziehe ich auch so dermaßen vom Leder, dass ihnen (hoffentlich) genauso die Luft wegbleibt wie einem Bauern vor 700 Jahren, wenn er es in die Gemächer des französischen Königs geschafft hätte. Dann gibt es natürlich die Kassettendecke, übergroße Bilder mit Goldrahmen, goldene Wandleuchter, vertäfelte Wände und handgemalte Tapeten, Parkett in Fischgrät, schwere Vorhänge aus Brokat usw... Das sind dann aber i.S. von Roumorz Räume, deren Funktion eben in der Repräsentation besteht.
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Schwarze Hexen in Alba - Ein Fall für die Kirgh, für die Magiergilde, den Laird oder den König?
Echt? Finde ich überhaupt nicht, sie sind dafür so gut geeignet wie jeder andere albische Priester. Es kommt ja auch nicht zuletzt auf die Charaktereigenschaften an, die der Betreffende mitbringt. Aber wir werden OT... Können wir uns denn darauf einigen, dass Ausmaß und Nachdruck, mit denen jemand bei der Hexenverfolgung in Alba vorgeht, von vielen Faktoren abhängig sind und nicht nur von einer wie auch immer gearteten Vorgabe der Kirgh, dem Figurentyp und dessen Fertigkeiten? (Regionale Ausprägung, politische Verhältnisse, Unterschiede in der Rechtsprechung, persönliche Sympatien und Rivalitäten, usw...) Dass also pauschal von "der" Hexenverfolgung in Alba, ob jetzt organisiert oder nicht, keine Rede sein kann?
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2014 - Huch ich bin der erste BreubergDanker
- Schwarze Hexen in Alba - Ein Fall für die Kirgh, für die Magiergilde, den Laird oder den König?
Nicht nur. Sie ist auch u.a. die göttliche Richterin. Ihre Waffe ist das Kurzschwert, ihr Sinnbild der Löwe, ihre Farbe weiß. Sie trägt auch eine Waage. Ihre Anhänger lachen nie, leben in tiefer Trauer und Mitgefühl und sind auch sonst keine Spaßkanonen. Aaaargh, da ist es wieder: "Alle" und "immer"... Ich habe mal einen jetzigen Heiligen meines Albas gebaut, der zu seinen Lebzeiten sehr bestimmt aufgetreten ist - inklusive Fluch der Beorns. Jetzt ist er ein Götterbote Ylathors. Dieser Junge ist völlig spaßfrei und das genaue Gegenteil von friedlich oder beschaulich und erfüllt bei mir eine ganz bestimmte Aufgabe: Wenn vom Glauben abgefallene Amtsträger der Kirgh, die sich finsteren Mächten zugewandt haben, gerichtet werden, kommt er und holt ihre Seelen... Andererseits hätte es ein Dorfpriester nun wirklich nicht leicht, wenn er das ganze Jahr nur düster, ernst und schweigsam rummuffeln, nie lachen und auch nicht mit den örtlichen Erzeugern landwirtschaftlicher Güter mal einen heben würde. So ein Dorfpriester muss ja schließlich das ganze Kirchenjahr mit allen Aspekten begehen, und da ist Samhain (Erntedank) sicher wichtiger als Ylathorstid. ... ich meine: wie ist wohl die Reaktion, wenn so ein Jammerlappen bei einer Geburt statt Frohsinn und Zuversicht zu verbreiten vom Ende des Lebens und der Dornenhecke flennt?- Bizarre Szenen aus dem öffentlichen Nahverkehr 2
ein Blog-Eintrag von Drachenmann in Das Leben ist eine wilde See, voller Ungeheuer und dennoch meistens trostlos.Neulich war ich mit Hund und Rad unterwegs, die Nidda runter. Das ist eine Superstrecke, Oskar und ich kamen auf unsere Kosten. In Nied dann in die Bahn gestiegen, zurück in die gruselige Stadt. Im Lastenabteil standen irgendwann drei Räder voreinander, dazu Reisende mit Koffern, aber alle verstanden sich gut. Ein etwa 14-jähriger Junge kraulte Oskar, sein Vater und ich machten Scherze: Ich zum Jungen:"Na, gefällt dir der Hund?" Junge:"Ja, schon. Sieht lustig aus und ist sehr nett!" Vater:"Pass bloß auf, gleich schenkt der Mann ihn dir!" Ich:"Genau, willst du ihn haben?" Vater:"In so ner S-Bahn kriegt man schon schnell überzählige Haustiere los, gell?" Ich:"Jepp, zuhause hatte ich fünfzehn, die meisten sind schon weg..." Vater:"Gibt's dafür Provision vom Tierheim?" Ich:"Ach was, ich mach' das ehrenamtlich, da gibt's eh nicht viel zu holen." Usw, usw. Andere folgen unserem Dialog, zwei Farbige mit schweren Koffern bieten einer älteren Dame einen Sitz an. Sie lehnt lächelnd ab, habe schon den ganzen Tag gesessen. Es war schon verdächtig friedlich. Und tatsächlich: Am Hauptbahnhof geht die Zwischentür zur ersten Klasse auf, eine völlig ungepflegte, struppige Frau um die sechzig schiebt sich heraus und schreit direkt los: "Die VERDAMMTEN SCHEIßRÄDER! Euch ARSCHLÖCHER sollte man alle WÄHREND DER FAHRT AUS DER BAHN WERFEN! Asoziales PACK!" Irritiertes Schweigen, vor allem, weil die Tür überhaupt nicht zugestellt war. Nach einem Moment ich: "Ah, und das sagt die Dame, die ganz bestimmt eine Erste-Klasse-Karte hat?" Sie:"Halt's MAUL mit dem DRECKSKÖTER! VERPISST EUCH DOCH ALLE!" Puh, das sitzt. Die ersten Fahrgäste grinsen. Mittlerweile hat die Bahn gehalten. Die Tür wird von einem aussteigewilligen Mitmenschen geöffnet. Die Alte rammt ihm die Faust in den Rücken, drückt den Überraschten in die geparkten Fahrräder und steigt mit den Worten aus: "Weg da, du PENNER! ICH steige ZUERST aus!" Andächtige Stille herrscht danach, jeder Mitreisende hängt so seinen ganz eigenen Gedanken nach...- Schwarze Hexen in Alba - Ein Fall für die Kirgh, für die Magiergilde, den Laird oder den König?
Naja, du stellst eine ernsthafte Frage, setzt dich mit den Antworten auseinander und pflegst dein Thema.Da setze ich mich doch gern mal einen Moment hin und denke nach... Jepp, Midgard lässt viele Freiheiten! Ich handhabe es so, wie ich es dir oben beschrieben habe: auf keinen Fall pauschal. Es menschelt halt immer und überall... Jaaah, mit dieser Auflistung irdischer Vorbilder bin ich ja immer schon unglücklich. Sie setzt halt Klischee-Phantasien frei, gerade weil sie so dürr ist.Und so wie Alba beschrieben ist, hinkt dieser Vergleich nicht nur auf einem Bein, aber das führt hier zu weit... Laut dem alten QB-Alba 2403 nach der Landung (n.L.) Letztendlich landet ein solcher Vorgang auch bei mir in den Händen der Xan-Leute, wenn alle Stricke reißen.Bei mir ist aber vieles von persönlichen Interessen und Rivalitäten der NSpF durchsetzt, und niemand gibt gern einen rechtlichen Vorgang und damit seine Zuständigkeit ab, bzw seine eigene Inkompetenz zu... Der Begriff Inquisition ist nicht geschützt, soweit ich weiß. Dieser Ansatz gefällt mir sehr gut!Alles kann, nichts muss! Vergiss nicht, die Grenzen sind fließend und die Beurteilung fällt verschieden aus. Eine Hebamme mit Zauberkräften ist noch lange keine schwarze Hexe, wenn Kind oder Mutter die Geburt nicht überleben. Im Dorf. Dieselbe Hebamme in derselben Situation an einem Fürstenhof wird schon ganz anders angesehen...- Schwarze Hexen in Alba - Ein Fall für die Kirgh, für die Magiergilde, den Laird oder den König?
Dieses Zitat stelle ich mal an den Beginn. Genausowenig halte ich es für einen Zufall, dass die Kulturen und Namen Midgards an irdisch-reale angelehnt sind; sie sind lediglich Inspiration, aber keine Blaupause. Deswegen lässt sich m.M.n. nur weniges auf Midgard übertragen, vor allem, weil die Schwierigkeiten ja schon lange vor speziellen Details wie einer Inquisition losgehen. Wenn ich die technischen, kulturellen Entwicklungen und die Gesellschaftsmodelle in Europa zu fast irgendeinem mittelalterlichen Datum vergleiche, lande ich sehr schnell bei der Auffassung, dass es sich eben beim Mittelalter um eine nachträgliche Kategorisierung handelt. Zu jedem Klischee unter der Überschrift "Mittelalter" findet sich in irgendeiner europäischen Region ein genauso wichtiges Gegenbeispiel. "Die" Inquisition gab es m.M.n. genausowenig, und wenn, dann als Mittel und klerikale Institution der Strafprozessordnung. Abhängig von Zeit und Ort trat sie sehr unterschiedlich auf, verfolgte die wechselnden politischen Ziele der römischen Bischöfe genauso wie die eigenen der ebenso wechselnden verantwortlichen Organisationen und Orden. Sie hatte eben kein fest umrissenes Ziel wie etwa die politische Bewegung der Reconquista zur "Befreiung" Spaniens vom "Joch des Kalifats", sondern veränderte sich je nach Region und politischen Bedingungen, entwickelte eigene Ziele und/oder ließ sich vor den Karren spannen. Und gerade im britischen Raum verlief sie wesentlich anders als auf dem europäischen Festland, dazu kommen die Entmachtung Roms und die Gründung der englischen Kirche, die sich schon im 13. Jahrhundert ankündigte, ebenfalls aus politischen Gründen. Also finde ich, weder eine pauschale Einordnung als "quasi irdisch früh- bis hochmittelalterlich" noch der Vergleich der Jagdzeit mit dem Wort "Inquisition" passt zu Alba als Region Midgards. Damit bleibt mir für die Frage nach der erwischten Hexe nur Alba mit seinen ganz eigenen Verhältnissen. Für mich ist Alba ein Land im Umbruch, der sich von Süden nach Norden vollzieht. Im Süden bildet sich langsam eine Feudalgesellschaft mit dem König an der Spitze, mit Lehnswesen, Adel, Freien und Leibeigenen. Ob sich diese Entwicklung fortschrittlich nennen lässt, sei mal so dahingestellt... Sie wird begleitet von einer Verstädterung z.B. in den Boroughs, deren Bewohner ein ganz eigenes bürgerliches Selbstverständnis entwickeln. Im Norden herrscht noch das traditionelle Clanswesen, bestimmt von Sippenzugehörigkeit und gewählten Anführern. Klammer für diese beiden konkurrierenden Gesellschaftsmodelle ist der Glauben, vertreten durch die Kirgh. Sie versucht, in diesem Prozess ihre Machposition zu bewahren, was ihr durch Vergrößerung von Landeigentum, Klostergründungen und Übernahme von politischer Verantwortung in der neu entstehenden Gesellschaftsform auch gelingt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Glauben und Religion der Dheis Albi sich nicht selbst überleben können: Das Tomte ist real, die Götter sind real und ihre Taten zeigen Folgen. Sie zeigen sich in manchen ihrer Anhänger durch übernatürliche Kräfte. Daher befindet sich die Kirgh für mich in einer weitaus besseren Position als jede irdische Religion, die als Basis für den Glauben ja nichts anderes als eine hypothetische Antwort auf die großen Spekulationen und Fragen der Menschen vorweisen kann. Für Deine Hexe bedeutet das aus meiner Sicht: Es ist ein großer Unterschied, wo in welchem kulturellen Umfeld Albas sie aufgegriffen wird. Ich glaube, im eher ländlichen Norden gehen die Leute etwas rustikaler zu Werk und berufen eine Versammlung ein unter dem Vorsitz des gewählten Sippen- oder Clanchefs. Und je nach Herkunft und Auftreten der Hexe kann die ganze Sache mit einem Freispruch enden, weil es schlussendlich egal werden kann, solange sie kranken Menschen und ihrem Vieh geholfen hat - oder aber sie wird aus dem Dorf geworfen, soll sie doch bleiben, wo sie will. Hat sie dem Dorf aber nachweislich geschadet und bringt so gar keine angesehenen Fürsprecher auf, dann wird sie eben gerichtet. Falls im Ort tatsächlich ein Priesteramt besteht, wird der/die Priester/in ebenfalls diesem Clan entstammen, zumindest aber aus der Gegend kommen und ein sehr persönliches Verhältnis zu ihr pflegen. Auch halte ich es für wichtig, welchen Aspekt der Götter er/sie vertritt und ob er/sie vielleicht sogar die eine oder andere Wundertat ausüben kann, dann hat sein Wort größeres Gewicht. Letztendlich denke ich, im Norden wird eine sehr persönliche Sache daraus. Im Süden dagegen wird die Angelegenheit wahrscheinlich sehr schnell politisch. Herkunft, Stand, genauso persönliche Verbindungen und mögliche übergeordnete Motive der Hexe werden allermeistens viel wichtiger als ihre Person. Wie ist das örtliche Verhältnis zwischen Adel und Klerus, konkurrierend oder kooperativ? Wie gut verstehen sich ihre Vertreter persönlich? Wer von beiden ist eigentlich der zuständige Richter, wird der Fall als weltlich oder religiös beurteilt: Auf wessen Grund und Boden hat die Hexe ihren Wohnsitz, und auf wessen leben die Geschädigten? Wollte sich die Hexe persönlich bereichern oder handelte sie aus Motiven des Glaubens heraus? Wem könnte ihre Verurteilung oder ihr Freispruch nützen? Hier sehe ich viel mehr Potenzial dafür, dass sie zum Spielball konkurrierender politischer Kräfte und persönlicher Rivalitäten wird und sie selbst als Person mit ihrem Fall zweitrangig. Eventuell tritt ihre Verhaftung sogar eine solche Lawine los, über die sie als deren Auslöser in Vergessenheit geraten, schlicht und einfach im Kerker verrotten oder sogar ohne Prozess begnadigt werden kann.- 2014 - Huch ich bin der erste BreubergDanker
Mein Con stand ja dieses Jahr ganz im Zeichen von Diotima und Fimolas: Samstag endlich in Moravod weiterspielen, toll war's! ...auch wenn ich zwischenzeitlich kaum noch die Augen aufgekriegt habe; an Abenteuer, Spielleitung oder Mitspielern lag es in keinem Fall! Eher am gemütlichen Zusammensitzen Freitagnacht im Orga-Zimmer. Jedenfalls vielen Dank Vanessa, Alex und Marco für Euer geduldiges Erklären und Eure Nachsicht! Freitag und Sonntag habe ich mal wieder geleitet, mit Diotima und Fimolas am Tisch, was wir uns seit Jahren vornehmen und endlich mal geschafft haben. Vielen Dank nochmal an die Spielergruppe, Ihr wart großartig! Niemand hat die anderen an die Wand gespielt, alle haben sich gegenseitig ausreden lassen, zugehört und inhaltlich geantwortet. Ihr wart sehr konstruktiv, habt als Einheit gehandelt und niemanden übergangen! Auch den taktischen Turbo am Sonntag habt Ihr großartig mitgetragen, Kompliment. Im Ergebnis musste ich nichts drehen oder verbiegen: Den Erfolg habt Ihr Euch ehrlich erspielt, nicht zuletzt weil Ihr am Freitag zwar gemächlich spaziert seid, dabei aber nicht getrödelt habt. Ihr habt nicht über einen "Information-Overload" gemault und abgeschaltet, sondern geduldig weiter gesammelt. Nur dadurch wurde der Durchmarsch am Sonntag möglich, und was Ihr zunächst für ein diffuses Gefühl gehalten habt, war in Wirklichkeit das Ergebnis Eurer konsequenten Recherche. Dazu hat entscheidend Eure Bereitschaft beigetragen, Euch auf die Schilderungen und Situationen einzulassen. Eure Aktionen und Rückmeldungen haben es mir sehr einfach gemacht, die Handlung glaubhaft aufzubauen. Zu keiner Minute war da ein Bruch in Eurer Entwicklung von passiven Auftragnehmern zu aktiven Faktoren. Last but not least ein Dank an Fingal, den kosmopolitischen Xans-Mann! Weltoffen, undogmatisch aber an entscheidender Stelle konsequent, ein kompetenter Diener des Herrschaftsgottes auch fern der Heimat! Danke an die Orga für den reibungslosen Ablauf! Beim nächsten Mal hätte ich gern genau diese Zimmerbelegung wieder! Niemand hat geschnarcht, niemand hat genervt. Xardas, Dein Weckservice am Samstag war sehr cool, Gastros unter sich halt... Das Essen war wie immer so lala, das Buffet am Samstagabend kein Highlight, aber akzeptabel und in der Menge ausreichend. Ein Kritikpunkt am JuHe-Personal: Schon am Freitagabend waren Seife oder Handtuch in manchen Toiletten aus, naja. Schade. Dass dann aber am Sonntagmorgen dann auch noch das Toilettenpapier im Trakt zur 103 aus war, muss nun wirklich nicht sein! Es macht mir keinen Spaß, noch vor dem resten Kaffee schlaftrunken und mit Handtuch, Duschzeug und Kleidung unterm Arm erst mal eine funktionsbereite Toilette suchen zu müssen... Eine Klorunde vor Ende der Tagschicht am Samstagnachmittag könnte helfen...- Carpe Diem; Freitag und Sonntag
Thema von Drachenmann wurde von Drachenmann beantwortet in BreubergCon Abenteuervorankündigungs Archiv@ Diotima und Fimolas: Ist doch super, weiß ich bescheid. Damit steht endgültig fest, dass wir auch den Sonntag brauchen. Ginge natürlich auch zackiger, dann müssten wir allerdings auf sämtliches Rollenspiel verzichten und die Sache rein taktisch angehen. Und ich glaube, das will keiner von uns... Es wird auch so schon ein straffes Programm.- Carpe Diem; Freitag und Sonntag
Thema von Drachenmann wurde von Drachenmann beantwortet in BreubergCon Abenteuervorankündigungs ArchivDanke der Nachfrage, freut mich sehr. Für meine nächste Teilnahme an einem Con nehme ich mir den Samstag vor, versprochen. Aber jetzt ist erst mal Breuberg angesagt...- Carpe Diem; Freitag und Sonntag
Thema von Drachenmann wurde von Drachenmann beantwortet in BreubergCon Abenteuervorankündigungs ArchivDu wirst das Abenteuer bestimmt nochmal anbieten? Ach, ich denke schon.Mir gefällt's... - Schwarze Hexen in Alba - Ein Fall für die Kirgh, für die Magiergilde, den Laird oder den König?