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  1. Letzte Stunde

  2. Da lag ich dann ja mit meiner Vermutung richtig, daß ich Dich nicht ganz verstanden hatte. Also, Du läßt schon Deine Figur in direkter wörtlicher Rede sprechen (also "Ich will jetzt sofort mehr Bier bekommen!" anstatt "Meine Figur fordert, daß sie jetzt sofort mehr Bier bekommen will."). Ob Deine Figur ihr Bier sofort bekommt, hängt aber - einzig - vom Würfelwurf ab, nicht von dem, was sie gesagt hat? Sollte ich Dich jetzt richtig verstanden haben, stellt sich mir aber folgende Frage: Woher wissen dann die anderen Spieler überhaupt, daß Deine Figur eigentlich vulgär ist? Francesco di Lardo
  3. Ich habe nie gesagt, dass ich nicht wörtlich rede. Ich habe gesagt, dass meine wörtliche Rede keinen Einfluss auf meinen Wurf haben soll. Die Figur ist vulgär. So wie ich mir jemanden vom Volk vorstelle. Wenn ich meine Sprache zügle hat das nichts mit Befindlichkeiten zu tun. Ich möchte z.B. einen jungen Spieler nicht mit derber Vulgärsprache konfrontieren. Ebenso Mitspieler, die mit sowas aus anderen Gründen ein Problem haben.
  4. Das könnte ich sicher überzeugend: Segelohren, Hakennase, keine Haare. Aber da ich für mein Gesicht nichts kann, fände ich es ziemlich blöde, wenn meine Figur mit Aussehen 80 Konsequenzen für mein Gesicht tragen müsste. Andersrum bekommt meine Figur auch keinen Bonus für körperliche Attribute, die ich mir als Spieler erarbeitet habe. Auch nicht bei sozialen Fertigkeiten wie Verführen. Ich halte übrigens nichts von der Kategorisierung in extravertiert und introvertiert. Das ist im ersten Fall oft ein Euphemismus. Für mich passt in diesem Zusammenhang eher "laute" und "leise" Spieler. Und viel zu oft wird "laut" fälschlicherweise als besser oder belohnenswerter empfunden. Wirklich gute Spielleiterinnen zeichnen sich dadurch aus, die Lauten einzufangen und den Leisen ihren Raum zu geben.
  5. Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe: Abhängig von den Befindlichkeiten der gerade anwesenden Spieler paßt Du dein Spieler-Vokabular für Deine Figur an, die man aber ohnehin nie sprechen hört, weil Du das, was sie sagen würde, würfelst? Also, angenommen, da wäre ein sehr sensibler Spieler im Raum, der vielleicht aus Überzeugung auf Kraftausdrücke verzichtet, dann würdest Du für Deine mit Brandschatzung und Raubmord drohende Ork-Figur gegenüber dem Spielleiter dessen Kommunikationsintention benennen (überspitzt): "Der verhaltensoriginelle Humanoide ermutigt die Bauer*In, seine Anregungen positiv aufzugreifen, weil sich alternativ ein Verhaltensraum eröffnen könnte, der Vorkommisse innovativer Eigentumsumverteilung, thermischer Umgestaltung nahegelegener Wohnräume, sowie sensorisch einzigartige wie einmalige Erfahrungen als Entfaltungsmöglichkeit mit einschließt." Dann erfolgt Dein Würfelwurf, der darüber entscheidet, ob der Ork es schafft, dies im imaginierten Klartext rüberzubringen? Francesco di Lardo
  6. Heute

  7. Thema von Abd al Rahman wurde von Stephan beantwortet in Spielsituationen
    Ich verstehe diesen Post nicht. Unter anderem enthält er einige für mich nicht nachvollziehbare Gedankensprünge. Ob die vorgebrachten Argumente das Würfeln überflüssig machen, entscheidet der SL. Der Spieler kann das nicht wissen. Z.B. könnte die Wache ja schon vorher instruiert worden sein, dass sie bei Gerüchten über einen Anschlag gegen den Laird, diesen sofort informieren soll (dann würde die Spielfigur ohne Wurf zum Laird vorgelassen) oder die Wache könnte Teil der Verschwörung sein (dann würde die Spielfigur ohne Wurf abgewiesen). Wenn beides nicht zutrifft, dann würde ggf. ein Wurf auf Beredsamkeit fällig, mit einem Malus, wenn die Spielerfigur keine weiteren Details herausrücken möchte. Wieso die Entscheidung des Spielers, die Wache über den Anschlag zu informieren, zu einer Sicherheit führen soll, vorgelassen zu werden, erschließt sich mir nicht. Allerdings nimmst du das im letzten Abschnitt ja auch wieder nicht an, da ansonsten der Würfelwurf mit einer 1 nicht erklärbar wäre. Ich interpretiere jedenfalls einen kritischen Fehler so, dass die Spielfigur beim Anwenden der Fähigkeit einen Fehler gemacht hat. Da die von dir genannten Konsequenzen 1 und 3 unabhängig von dem sind, was die Spielfigur tut, wären sie bei mir keine möglichen Konsequenzen eines kritischen Fehlers. Falls ich z.B. festgelegt habe, dass die Wache von den Verschwörern bereits so unterwandert wurde, dass jede zweite eingeweiht ist (ein jetzt eher unwahrscheinliches Szenario) und die Spielfiguren durch ihr Vorgehen nichts getan haben, um diese Chance zu beeinflussen (z.B. Warten bis eine als besonders treu bekannte Wache Dienst hat), dann gehört die Wache halt mit 50% Wahrscheinlichkeit zu den Verschwörern. Das würde ich dann ggf. auswürfeln, bevor ich das Gespräch abwickle. Im einen Fall braucht, wie bereits gesagt, gar nicht mehr auf Beredsamkeit gewürfelt zu werden, im anderen eben doch.
  8. Das habe ich nicht gesagt. @Solwac hat es verstanden. Damit das was Matrix beschreibt funktioniert, muss mehr Energie aus dem System herausgeholt werden, wie reingesteckt wird. Das System muss eine Effizienz von über 100% haben. Ich hab kein Problem wenn wissenschaftlicher Quatsch erzählt wird, ich halte es nur für ziemlich schlampig, wenn das ohne Not passiert.
  9. Warum behauptest du dann, Energieeffizienz sei "mehr Energie rausgeholt als reingesteckt"?
  10. Es gibt keine solche Technologie. Das ist immer ein Nullsummenspiel.
  11. Abgesehen von Wärempumpen: bei welcher Technologie holt man mehr Energie raus, als man reinsteckt?
  12. Das ist ein guter Einwand gegen Deine These. Ich spiele eine Figur, die nicht gerade sozial kompatibel in ihrem Wortschatz und Art zu argumentieren nach heutigen Maßstäben ist. Je nach Teilnehmer in der Runde passe ich mein Vokabular an. Das geht wunderbar, weil entscheidend ist immer der Würfelwurf, nicht meine wörtliche Rede.
  13. "Ihr" ist lustig in dem Zusammenhang. 1skaldir ist einer der eher wenigen Rollenspieler, die körperlich in Form sind. Charmant ist er außerdem.
  14. Das klingt wahrlich düster. Vielleicht solltet ihr besser eine Horde Orcs darstellen? 😉 Francesco di Lardo
  15. Nicht vermeintliche Benachteiligung, reale Benachteiligung. Habe ich halt schon so erlebt. Wenn man sich als eher introvertierte Person am Spieltisch bloßgestellt fühlt, ist das einfach nicht angenehm. Das ist eine ganz andere Situation. Abgesehen davon ist der Unterschied zwischen Grad 8 und Grad 10 jetzt nicht unbedingt substanziell. Wenn du aber mit einer Grad 7 Figur (nach M4, nach M5 etwa Grad 14) im selben Abenteuer mit einer anderen Figur spielst, die denselben Charaktertyp hat, aber Grad 13 ist (nach M4, nach M5 etwa Grad 33), dann ist das schon komisch. In dem speziellen Abenteuer war das vor allem deswegen kein Problem, weil wir beide Heiler waren und ohne meinen Grad 7 Heiler der Grad 13 Heiler hops gegangen wäre (er ist halt größere Risiken eingegangen) und zum anderen der Spieler große Teile des Abenteuers (leider) nicht anwesend war.
  16. Ich glaube nicht, dass Matrix sich an Thermodymik hält...
  17. Das muss man nicht durchrechnen. Das bedeutet „mehr Energie rausgeholt als reingesteckt“
  18. Ich habe es nie durchgerechnet (Energieeffizienz des Menschen), aber gewundert habe ich mich schon.
  19. Da ich noch nicht wirklich etwas zum Thema an sich hier gesagt habe, kann ich folgende Platitüde beisteuern: Auch mit M6 wird es eine Midgard-Community geben. Sie wird nicht deckungsgleich sein, mit der bisherigen Midgard-Community. Allerdings kommen viele von uns in ein Alter, wo wir uns von dem einen oder anderen Weggefährten verabschieden müssen. () Soll heißen: die Zusammensetzung der Midgard-Community ändert sich so oder so. Ob es unter den neuen Voraussetzungen auch in Zukunft dieselbe Zahl an Midgard-Cons geben wird? Also ob sich auch die Aktivitäten der Midgard-Community in Zukunft so fortsetzen werden, wie bisher? Nun, das wird die Zeit zeigen.
  20. Dann machen wir doch mal den "Reality Check" umgekehrt im Hinblick auf das Ausspielen sozialer Fertigkeiten. Die durchschnittliche "Realität" sieht doch so aus, dass eine Gruppe nerdiger, gerne alter weißer Männer um die 50, an einem Tisch sitzt und mit aus ihrer Sicht eloquenten Worten Beredsamkeit oder Verführen ausspielt, die besonders im letzten Falle bei realen Frauen unangenehme Gefühle auslösen oder übergriffig ankommen. Zumindest kommt es so bei mir an, wenn ich am Tisch sitze. Bestenfalls ist es nur Fremdschämen. Und wenn man nun noch die realen Attraktivitätswerte der Jungs hinzunimmt, denn Hey, der real introvertierte Spieler bekommt ja auch Abzüge, wenn er nicht vernünftig vorträgt, dann müssten in der Realität WM -8 bis -12 erfolgen, statt Zuschläge. Wie gesagt, nur der "Realitätscheck". Wenn man also den tatsächlichen realen Wert des Ausspielens heranzieht, dann kann man tatsächlich den Spielern auch einen Besenstiel in die Hand drücken, um den Schwertkampf zu simulieren oder die Kletterroute an der Couch nachstellen. Das ist nicht "unrealistischer" in der Umsetzung als die hehren Worte, die angeblich einen Zuschlag rechtfertigen und vorallem bei Nichtvortrag einen Abzug bei fehlendem Vortrag. Das "Niveau" ist vergleichbar. Oh und ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass soziale Fertigkeiten ausgespielt gehören, körperliche aber nicht, wenn man sich den durchschnittlichen Rollenspieler anschaut. Und witzig, dass du @Blaues Feuer aufs LARP verweist, wo du den LARP Gedanken durch das Ausspielen hereingebracht hat.
  21. Nein, ich kann eben NICHT am Spieltisch sitzend real darstellen, wie und auf welche Art mein Charakter im Dialog jemanden versucht zu belügen. Ich könnte aber real darstellen, wie ich eine Tür eintrete. Damit werde ich per se gegenüber jemandem benachteiligt, der sehr eloquent ist, aber keine Tür eintreten kann, wenn die Spielleitung darauf besteht, dass ich einen Dialog real darstellen soll.
  22. Ja, ich bin mir aber sicher, dass sie das nur einmal machen wollen würde. Sie müssen mir ihr Leben anvertrauen und werden dafür auch noch von mir "gewertet". Das ist fast schlimmer als mich anzusprechen, wenn ich noch keinen Kaffee hatte.
  23. Würdest Du in Deiner Rollenspielrunde jede Überlebensfertigkeit mit Absicherung und Ersthelfer-Anwesenheit ausspielen lassen, angenommen, der Rest der Spieler würde sich das wünschen? Francesco di Lardo
  24. Nicht notwendigerweise: Vielleicht warten andere nur ab, bis die Beta-Tester sich lange genug mit den Schwierigkeiten herumgeschlagen haben, die Probleme behoben sind und steigen dann ein, wenn das Produkt ausgereift ist. Die Zahl der Erlebnisse ist identisch - das eine ist aber weitaus entspannter, als das andere. Ferner ist die Zahl von Erlebnissen kein Selbstzweck: Auf schlechte oder mäßige Erlebnisse kann man getrost verzichten. Und wozu sollte man ein angenehmes laufendes Erlebnis abbrechen oder aufgeben, nur um einem neuen Erlebnis mit ungewissem Qualität nachzujagen? Aber es ist ja alles gut: Du bist augenscheinlich zufrieden. Und ich bin es auch. Francesco di Lardo
  25. Ich verweise auf meinen Beitrag oben auf Seite 1
  26. Thema von jul wurde von Broendil beantwortet in Midgard Cons
    ☒ Angemeldet (vor 2 Wochen) für Mi - So. ☒ Vorfreude schon aktiviert ☐ Warten auf Bestätigung ☐ Abenteuer überlegen, zusammenstellen und aktualisieren ☐ Charaktere aktualisieren ☐ Anreisen ☐ Spaß haben ☐ Schnee erleben?
  27. Naja. Ich glaube es ist - gerade in Zeiten des Internets - wo es zu allem Informationen gibt, keine allzugroße Herausforderung herauszufinden, was die Grundregel-Produkte eines Rollenspiels sind. Das kann man auch heute noch Interessierten zutrauen. Davon ab ist es völlig richtig, daß man von einem System, was eine fette Regalwand zu bieten hat, nicht alles gelesen haben muß. Selbst als absoluter Fan des betreffenden Systems wirst Du faktisch diese fette Regalwand auch nach zig Jahren wahrscheinlich nur zu einem Bruchteil genutzt haben, sofern Du alles erworben hast. Allerdings spricht das Vorhandensein der fetten Regalwand eher für als gegen das Rollenspielsystem: Es gab und gibt viele Systeme. Nur wenige haben es geschafft, über viele Jahre oder Jahrzehnte nach und nach ihre Regalwand zu füllen. Dies schaffen in der Tendenz weniger Systeme, die Schrott sind, sondern eher solche, die sich in der Sicht der Spieler, SLs und Autoren bewährt haben oder ansprechend sind. Was freilich nicht heißt, es gäbe keine tollen Systeme, die nie über ihr Grundregelwerk hinausgewachsen wären. Qualität, der richtige Augenblick, Marketing- und Vertriebsmacht und auch Glück spielen alle eine Rolle. Francesco di Lardo

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