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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
Ich finde die Diskussion müßig. Wenn in einer Kampagne ständig unerwartet Gegner hervorspringen, die alle Mitglieder der Gruppe sofort in Nahkampfreichweite haben, und es sonst keine interessanten Herausforderungen gibt, dann fühlt man sich als Zauberer blöd. Muss man erst langwierige Recherchen in der Magiergilde anstellen, Spionagetätigkeiten durchführen, die sich am Besten mit Zauberauge, Sehen von Verborgenem und Hören der Geister lösen lassen, um dann am Ende noch einen Kampf mit einem einzelnen Bettler zu absolvieren, so fühlt sich der Nordlandbarabar blöd. Die Aufgabe von Spielleitern ist es, in die Kampagne eine Mixtur einzubauen, die alle Spielfiguren anspricht. Das Regelsystem kann dabei bestenfalls unterstützend wirken.
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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
Das biologische Geschlecht kann man sich nicht aussuchen, den gespielten Abenteurertyp schon. Daher halte ich den Vergleich am Ende für völlig unsinnig. Wenn sich jemand entschieden hat KEINEN Kämpfer zu spielen, dann ist die Klage darüber, dass man beim Kampf nicht so effektiv ist, schon skuril. Klingt für mich etwa so sinnvoll, wie wenn jemand, der sich entschieden hat, im Sommer barfuß, mit freiem Oberkörper und schlabriger kurzer Hose rumzulaufen, sich darüber beschwert, nicht ins 3-Sterne-Restaurant reingelassen zu werden. Die meisten deiner Beispiele aus der Literatur sagen mir nichts, aber nehmen wir Gandalf, der vermutlich jedem ein Begriff ist. Der ist ja zur Mitte des ersten Buches vom HDR Teil einer Gemeinschaft, deren Ziel man mit dem Ziel einer Abenteurergruppe aus einem Rollenspiel vergleichen könnte. Dabei ist er der Übervater, der allen anderen den Weg weist. Umgekehrt gibt es in der Gruppe 4 Mitglieder, die erst mal lange Zeit nur mitgeführt werden und dabei bestenfalls nicht unangenehm auffallen (wie etwa Pippin in Moria). Erst im Laufe der Geschichte gewinnen sie an Profil, was eigentlich erst dadurch möglich wird, dass sie zeitweilig oder dauerhaft von der Gruppe getrennt werden und der Übervater zeitweise aus dem Spiel ist. Diese Konstellation mag im Roman funktionieren. Ich bin aber ziemlich sicher, dass die wenigsten Spieler das in der Spielpraxis so erleben wollen.
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Wer sollte gegen Wen kämpfen (aka Wer sollte in die "erste" Reihe)?
Das ist für mich die falsche Frage. Die richtige Frage wäre für mich in diesem Fall: "Wieso spielen wir ein so bescheuertes System, wo Zauberer besser/effektiver kämpfen können als Kämpfer?"
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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
Es ist generell nicht erlaubt, dass Spielerfiguren als Lehrmeister für andere Spielerfiguren auftreten. Das hat vermutlich weder spielweltlogische Gründe noch drückt es den Wunsch des Regelautors aus, die Spieler klein zu halten, sondern soll dafür sorgen, dass die Fertigkeiten der Spielerfiguren sich signifikant unterscheiden. Wenn es zu M4 erlaubt gewesen sein sollte, diese Regel durch den Umweg über eine Spruchrolle auszuhebeln (was ich nicht weiß), so hat der Regelautor vermutlich mit M5 diese Lücke einfach geschlossen.
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Beschleunigen und Handgemenge
Ich frage mich gerade, wie sich der Zauber Beschleunigen auf die Aktionen im Handgemenge auswirkt. Kann also ein beschleunigter Abenteurer zweimal pro Runde versuchen, ein Handgemenge einzuleiten, bzw. falls er schon im Handgemenge ist, zweimal pro Runde versuchen, jemanden festzuhalten oder sich aus dem Handgemenge zu lösen? Wenn er selbst festgehalten wird, kann er dann zweimal pro Runde versuchen, sich zu befreien? Gefordert wird jeweils ein EW:Raufen/Ringen, während der Text von Beschleunigen von zweimaligem "angreifen" spricht. Die Frage ist also, ob die genannten Aktionen als Angriffe zählen. Dafür spricht, dass der Angriffsbonus auf den Erfolgswert für Raufen angewendet wird.
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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
Von M3 nach M4 kam das Thaumagral hinzu, das nach meiner Erinnerung Berührungszauber potenziell gefährlicher macht, jedenfalls für manche Abenteurertypen. Aber bestimmt hat es bei jedem Wechsel der Edition irgendwelche Situationen gegeben, die für irgendwelche Figurenkonzepte jetzt schlechter funktioniert haben. Wenn man das nicht will, muss man die Regeln wohl einfrieren. Den einzigen Zusammenhang zwischen diesem Lamento und dem Thema dieses Stranges, den ich erkennen kann, ist allerdings, dass es zeigt, dass es immer jemanden gibt, der sich benachteiligt/klein gehalten fühlt.
- Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
Die Dämonen, die mit Hellebarden kämpfen, haben nach meiner Erinnerung meistens einen schlechten Angriffswert. Gezielter Hieb: ich spiele ja nach M4 und setze die Regel zum gezielten Hieb nicht ein, daher bin ich da nicht so firm. Habe eben aber die Regel dazu im M5-Kodex nicht gefunden. Hat es der überhaupt nach M5 geschafft? Wenn ja, dann würde ich die Kombination Freischlag nach AdB + gezielter Hieb als Regelungslücke ansehen. Es ist ziemlich offensichtlich, dass der zweite WW:Abwehr dazu dienen soll, die Effektivität des gezielten Hiebs einzuschränken. Wenn das durch die Freischlag-Regel umgangen würde, der gezielte Hieb aso immer die richtige Wahl wäre, dann hätte das in der Beschreibung zum AdB erwähnt werden müssen.
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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
Das Thema dieses Strangs ist ja wohl 'Kleinhalten von Spielern durch den Spielleiter' und nicht 'Kleinhalten von Spielern bestimmter Charakterklassen durch den Regelautor'. Daher scheint mir die Diskussion hier themenfremd. Abgesehen davon handelt es sich doch um eine recht eigenwillige Sicht der Dinge. 'von Version zu Version' impliziert ja wohl, dass mindestens 3 Versionen betrachtet werden. Nun sind von M3 nach M4 nach meiner Erinnerung mit Feuerlanze und Steinkugel zwei recht effektive Kampfzauber hinzugekommen , die es übrigens auch in M5 noch gibt, und die ich auch nicht als 'böse' klassifizieren würde.
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Spieler kleinhalten - Woher kommt das?
Das ist in meinen Augen ein entscheidender Punkt. Es gibt halt auch den umgekehrten Effekt: Ein Spruch/ein Artefakt wird zur Universallösung für jedes Problem. Das mag für kurze Zeit auch befriedigend sein, wird aber schnell langweilig. Kleine Anekdote dazu: Mein Bruder, der eigentlich in anderen Systemen unterwegs war, spielte vor vielen Jahren mal in meiner damaligen Midgard-Gruppe als Ersatz für einen ausgefallenen Spieler mit. Sein Kommentar hinterher (sinngemäß): "Midgard ist langweilig. Man kann ja alle Probleme mit 'Austreibung des Bösen' aus der Welt schaffen." Das hatte natürlich auch mit dem damaligen Setting zu tun und würde ich aus meiner nun langjährigen Erfahrung nicht bejahen. Trotzdem halte ich den Spruch für einen sehr häufig einzusetzenden Spruch. Und gerade in solchen Fällen, halte ich es für völlig legitim, wenn der Spielleiter (oder die Gruppe als Ganzes) nach Regelungen sucht, die die Spieler dazu zwingt, ihre Probleme mit neuen, kreativeren oder auch einfach nur spannenderen Mitteln zu lösen.
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Des Zaubermeisters Erben
Inzwischen hat eine helfende Hand aus meiner Familie die passenden Bilder erzeugt, die ich mit ihrer Zustimmung der Allgemeinheit zur Verfügung stellen darf. Beim Bild des Wichtels ist die Blume nur für den Größenvergleich da. Sie passt eigentlich nicht zur ersten Begegnung. Außerdem noch ein paar Hinweise, die beim Spielen aufgefallen sind: Die Magiertürme haben einen bedauerlichen Mangel an sanitären Einrichtungen. Es wird mehrfach von Kellern der Magiertürme gesprochen (z.B. Balthasars Weinkeller). Einen solchen gibt es nicht. Kann es auch nicht, wenn man nicht annimmt, dass die Türme sich bei der Landung tief ins Erdreich bohren und dann später einen Krater hinterlassen. Das Abenteuer lebt stark von den ersten Begegnungen, die die Spielerfiguren mit den Magiern haben. Ich empfehle die Spielerfiguren ohne Pferde unterwegs sein zu lassen. Ansonsten wird diese Begegnung von der Frage, wo die Pferde unterzubringen sind, 'gestört'.
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Würfeln oder spielen?
Ich verstehe diesen Post nicht. Unter anderem enthält er einige für mich nicht nachvollziehbare Gedankensprünge. Ob die vorgebrachten Argumente das Würfeln überflüssig machen, entscheidet der SL. Der Spieler kann das nicht wissen. Z.B. könnte die Wache ja schon vorher instruiert worden sein, dass sie bei Gerüchten über einen Anschlag gegen den Laird, diesen sofort informieren soll (dann würde die Spielfigur ohne Wurf zum Laird vorgelassen) oder die Wache könnte Teil der Verschwörung sein (dann würde die Spielfigur ohne Wurf abgewiesen). Wenn beides nicht zutrifft, dann würde ggf. ein Wurf auf Beredsamkeit fällig, mit einem Malus, wenn die Spielerfigur keine weiteren Details herausrücken möchte. Wieso die Entscheidung des Spielers, die Wache über den Anschlag zu informieren, zu einer Sicherheit führen soll, vorgelassen zu werden, erschließt sich mir nicht. Allerdings nimmst du das im letzten Abschnitt ja auch wieder nicht an, da ansonsten der Würfelwurf mit einer 1 nicht erklärbar wäre. Ich interpretiere jedenfalls einen kritischen Fehler so, dass die Spielfigur beim Anwenden der Fähigkeit einen Fehler gemacht hat. Da die von dir genannten Konsequenzen 1 und 3 unabhängig von dem sind, was die Spielfigur tut, wären sie bei mir keine möglichen Konsequenzen eines kritischen Fehlers. Falls ich z.B. festgelegt habe, dass die Wache von den Verschwörern bereits so unterwandert wurde, dass jede zweite eingeweiht ist (ein jetzt eher unwahrscheinliches Szenario) und die Spielfiguren durch ihr Vorgehen nichts getan haben, um diese Chance zu beeinflussen (z.B. Warten bis eine als besonders treu bekannte Wache Dienst hat), dann gehört die Wache halt mit 50% Wahrscheinlichkeit zu den Verschwörern. Das würde ich dann ggf. auswürfeln, bevor ich das Gespräch abwickle. Im einen Fall braucht, wie bereits gesagt, gar nicht mehr auf Beredsamkeit gewürfelt zu werden, im anderen eben doch.
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Würfeln oder spielen?
Ich denke nicht, dass sich das auf dich bezog.. Ich erinnere mich, schon vor Jahren auf ganz ähnliche Argumente ganz ähnlich reagiert zu haben. Wollte mich ja eigentlich diesmal auch zurückhalten.
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Würfeln oder spielen?
Ob man nun sagt, dass der eine Vorteile hat, oder der andere Nachteile, ist in meinen Augen nicht so entscheidend. Für mich bedeutet die Fertigkeit 'Beredsamkeit' nicht, sich Argumente auszudenken, mit der man jemanden von etwas überzeugen kann, sondern die Fähigkeit, diese Argumente so vorzutragen, dass der Gegenüber sie überzeugend findet, also z.B. kleine Schwachstellen übersieht. Den wichtigsten Grund dafür hat dabba nach meiner Erinnerung schon benannt: Je nachdem, welches Argument benutzt wird, wird sich das zukünftige Verhalten der Nichtspielerfigur ändern. Nehmen wir in der Situation mit der Wache die folgenden beiden Argumente an a) Es droht ein Anschlag auf den Laird b) Ich erzähle überall in der Stadt herum, dass du ein Schlappschwanz bist Vielleicht ist der SL ja der Meinung, dass beide Argumente mit gleicher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen. Aber je nachdem, welches Argument du wählst, wird die Wache ihr zukünftiges Verhalten anpassen. Im Fall a) erzählt sie das eventuell beim Feierabendbier den Kollegen, so dass die Verschwörer auch bald wissen, dass ihr Plan entdeckt wurde. Im Fall b) lauert die Wache dir eventuell demnächst mit ein paar Kumpels auf, um dir eine Abreibung zu verpassen. Ich kann doch als SL nicht für dich entscheiden, welches Risiko du eingehen willst. Nichtspielerfiguren, die ihr Verhalten nicht anpassen, wenn die Spielerfiguren mit ihnen interagieren, wären doch reichlich platt. Als weiteren Punkt füge ich noch hinzu, dass ich den Spieler in seinen Möglichkeiten beschneide, wenn ich mir die Argumente für ihn ausdenke. Vielleicht fallen mir als SL ja nur total schlechte Argumente ein, so dass ich einen hohen Malus auf den EW:Beredsamkeit vergebe. Wenn ich die Argumente vom Spieler einfordere, gebe ich ihm die Chance, ein Argument zu finden, auf das ich nie gekommen wäre, was natürlich eine bessere Modifikation des EW nach sich ziehen kann. Tatsächlich passiert mir das häufig. Finde ich immer wieder toll, was die Spieler sich so ausdenken. Nach meiner Erinnerung an vergangene Diskussionen hier im Forum wollen viele Spieler im Rollenspiel eine 'Leistung' erbringen. Manche sogar so sehr, dass sie meinen, die müsse in einer aufwändigen Buchführung (aka EP) gemessen werden. Ich weiß jetzt nicht, zu welcher Fraktion du da gehörst. Ich selber habe mich vom Leistungsgedanken schon lange verabschiedet. Trotzdem finde ich es nicht unangemessen, die Leistung zu verlangen, sich einen Plan auszudenken, wie eine bestimmte soziale Interaktion ungefähr ablaufen soll.