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LvD: Sinn von Nebenfiguren - Encounter Management?

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

Michael Massberg hat im Discord einiges über Nebenfiguren und Encounter Management gesagt:

Die Besonderheiten (oder besonderen Fähigkeit, wenn du so willst) sind unabhängig der Kompetenz. Ein Wesen mit Kompetenz 1 kann durchaus drei Besonderheiten haben und eines mit Kompetenz 10 nur eine oder gar keine.

Das ist auch ein Grund, warum wir vom Begriff "Gefährlichkeit" weg sind, weil manche Besonderheiten ein Wesen durchaus (sehr) gefährlicher machen – aber nicht zwingend kompetenter. 🙂"

M6 hat kein Encounter-Management, weil es auch nicht diese Art Spiel ist.

M6-Nebenfiguren sind nicht dazu da, eine passende Herausforderung zu bieten, sondern sie stimmig in der gemeinsam erzählten Geschichte zu sein; und das unterstützt das vereinfachte System.

Es gibt für M6 nur kein System für garantierte passende Herausforderungen, also im Sinne von „Für eine Gruppe mit drei Spielfiguren von durchschnittlich Grad X Stelle Gegner mit einer aufsummierten Kompetenz Y zusammen“.

M6 ist kein System für „encounter balancing“, das meinte ich. 🙂

M6 ist ein klassenloses System, in dem sich eine Spielfigur in eine Richtungen, auch komplett nicht-kämpferisch entwickeln kann. Der Grad einer Figur sagt wenig über ihre Fähigkeit aus, sich im Kampf zu behaupten. Das muss man sehr individuell betrachten. __Ein Beispiel:__ In einer Testrunde hat mein Hexer (Grad 15, Zaubern +17) mit einem gut gewählten Zauber und Würfelglück die todlose elfische Zauberin (*Kompetenz* 6, Bonus +14) mit einem Fingerschnippen ausgeschaltet. Hätten es aber die beiden mit Schwerter bewaffnete Skelette (*Kompetenz* 2) es bis zu ihm geschafft, sein Überleben wäre Glücksspiel gewesen (11 LP, Schutz 1 und *Reflexe* +9 hätten auf *Angriff* +10 und 1W6+2 Schaden getroffen).

Diese Aussagen haben mich dann doch etwas verstört.

Nebenfiguren sind also nicht für passende Herausforderungen zu verwenden.

Für was sind Nebenfiguren denn dann da? Um die Geschichte der Spielfiguren hübsch zu machen?

Ein Nebenfigur-Drache soll nicht gefährlich bis tödlich für die Gruppe sein? Hmm....

Kann es sein, dass hier auch mitspielt:

  1. Der Tod von Spielfiguren ist in M-LvD nicht erwünscht

  2. Das Scheitern von Spielfiguren ist in M-LvD nicht angestrebt. (Stichpunkt: Fail Forward)

zu 1: wenn ich von einer 100m Klippe auf Erdboden falle, dann habe ich 0 LP und noch 1W6+2 Kampfrunden zu leben. Wenn ich da einen Heilung zwischendurch bekomme von 1 LP, dann habe den Sprung überlebt.

zu 2: Wenn NSC-Encounter nicht für passende Herausforderungen da sind, dann können die ja wohl eigentlich nie gewinnen, oder wie?

Auf jeden Fall denke ich hier, einen DEUTLICHEN Unterschied zu M1-M5 zu sehen.

Was sind eure Gedanken dazu?

Meine Meinung dazu ist, dass ich Nebenfiguren so verwende, wie ich das in meinem Abenteuer brauche, mir vollkommen wurscht, was sich dazu jemand anderes gedacht hat. Ich glaube es geht hier eher darum, dass in den offiziellen Publikationen Nebenfiguren immer nur eher rudimentär dargestellt werden. Gefährlichkeit + 1-2 Specials. Fertig. So wie es auch im Lun Abenteuer war. Also keine NSpF mit einer Seite Detailausarbeitung, weil sie Grad 32 sind.

Für mich passt das. Ich kann damit schlank arbeiten und gezielt Fleisch an die Knochen bringen, wenn ich das brauche. Aber was weiss ich denn vorher, mit wem meiner Spieler ein Scharmützel anfangen wollen. Da hilft die Vereinfachung kollosal.

Ich glaube der Rest deiner Befürchtung ist überinterpretiert und hat für die Spielpraxis keine große Relevanz.

Ich habe mich mein Leben lang nicht sklavisch an Regelwerke gehalten, weiß nicht mal, was in den 20 DMGs steht, die ich im Schrank habe (OK, es sind weniger), warum sollte ich jetzt anfangen, mich mit sowas verrückt zu machen.

Ach und wenn bei mir jemand 100 Meter abstürzt und ich unbedingt möchte, dass er tot ist, ist er tot. Ich würde mir das als SL aber ehrlich gesagt tausend Mal überlegen, ob ich und wir das als Gruppe so wollen. Und wenn wir so nicht spielen wollen, fängt eben ein Ast zufällig seinen Sturz ab und er überlebt wie durch ein Wunder. Da wäre mir auch egal, was im Buch steht, weil darum geht es in dem Moment nicht.

Bearbeitet ( von Wyndor)

Link zum ersten zitierten Discord-Posting: https://discord.com/channels/690106245352652903/855792520536391680/1550115910428139652

Ansonsten reißt du hier wild Zitate aus dem Zusammenhang, paarst sie mit (absichtlichen?) Missverständnissen, um dann zu einem Schluß zu kommen, der in der ganzen Diskussion niemals aufkam.

Was @Michael M geschrieben hat, ist, dass es kein Encounter-Balancing-System geben wird, anhand dessen man eine gradmässig zur Gruppe passende kämpferische Herausforderung erstellen kann. D&D zum Beispiel hat dieses System im DMG (Spielleiterhandbuch) ganz explizit anhand des Herausforderungsgrades beschrieben. Es gibt Online-Tools wie z.B. Kobold Plus Fight Club - The first rule of Kobold Fight Club is 'Yip Yip!' mit denen man (angeblich) perfekt einschätzen kann, welches Monster sich für welche Abenteurergruppe als einfache / normale oder tödliche Herausforderung eignet.

Einen solchen Encounter-Builder gab es meines Wissens auch nicht für M1-M5. Also gibt es hier keinerlei Unterschied zu M6.

Hornack

Vor 21 Minuten, Panther schrieb:

Was sind eure Gedanken dazu?

Du interpretierst das nicht richtig. Was @Michael M meint ist, dass eine Stadtwache nicht Plötzlich Grad 20 ist, weil die Gruppe Grad 20 ist. Die Stadtwache ist der Grad, den sie in dieser Welt typischerweise hat.

Umgekehrt ist ein Drache nicht Grad 1, weil die Gruppe Grad 1 hat.

Also im Prinzip so, wie es auch M5 gemacht hat.

Hatte bspw. ich auch gar nicht erbeten/erwartet, sondern eine Nachfrage gestellt bzgl. Hilfestellung a la Gefährlichkeit in vorM6.

Die gibt es nicht.

Wenn man in vorM6 mit Kampfvollpfosten unterwegs ist, hilft so etwas natürlich auch nicht wirklich.

Bearbeitet ( von seamus)

Vor 5 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Einen solchen Encounter-Builder gab es meines Wissens auch nicht für M1-M5. Also gibt es hier keinerlei Unterschied zu M6.

Das nicht, aber anhand der Gefährlichkeit konnte man Gegner einschätzen. Nicht um Gegner der Gruppe anzupassen, sondern um den passenden Gegner zu wählen. Das heißt die Geschichte entsprechend anzupassen.

Vor 7 Minuten, seamus schrieb:

Hatte bspw. ich auch gar nicht erbeten/erwartet, sondern eine Nachfrage gestellt bzgl. Hilfestellung a la Gefährlichkeit in vorM6.

Die gibt es nicht.

Wenn man in vorM6 mit Kampfvollpfosten unterwegs ist, hilft so etwas natürlich auch nicht wirklich.

Im PTG gab es die Gefährlichkeit noch. Das war der Modifikator für die Nebenfiguren, um ihre Werte zu ermitteln (1-10). Anscheinend wurde das in "Kompetenz" umbenannt. Das ist somit das von Dir gesuchte Mittel.

Schnellstarter, S. 2:

Kompetenz: Bestimmt auf einer Skala von 1 bis 10, wie erfahren (und gefährlich) eine Nebenfigur ist.

Des weiteren empfehle ich S.38 des Schnellstarters. Dort werden die Details der Kompetenz detailiert erklärt.

Bearbeitet ( von Hornack Lingess)

Es gilt außerdem zu bedenken, dass es bei Midgard 3-6 keine Gradbasierten Werte für Angriffe gibt wie z.B. bei D&D, wo die Werte nur durch Eigenschaftenveränderungen oder den stufenbasierten Übungsbonus ansteigen. Bei Midgard (3-6) kann man ab Grad 1 alle EP rein in Waffen stecken, wenn man das möchte. Deswegen gibt es keine klare Definition, wie stark Spielfiguren in welchem Grad sein können. Bei D&D ist das sehr einfach zu reproduzieren.

  • Ersteller
Vor 1 Minute, Hornack Lingess schrieb:

Link zum ersten zitierten Discord-Posting: https://discord.com/channels/690106245352652903/855792520536391680/1550115910428139652

Ansonsten reißt du hier wild Zitate aus dem Zusammenhang, paarst sie mit (absichtlichen?) Missverständnissen,

Ich hatte überhaupt nicht das Ziel etwas absichtlich anders darzustellen!

Was ist denn aus dem Zusammenhang gerissen, wo fehlt denn, was, um den Zusammenhang zu verstehen, welchen denn? Denn zu meiner Überschrift? Was ist denn missverständlich?

Vor 1 Minute, Hornack Lingess schrieb:

um dann zu einem Schluß zu kommen, der in der ganzen Diskussion niemals aufkam.

Ich bin dabei nicht zu einem SCHLUß gekommen, kann ich gar nicht da ich nur 100% kopiert habe.

Vor 1 Minute, Hornack Lingess schrieb:

Was @Michael M geschrieben hat, ist, dass es kein Encounter-Balancing-System geben wird, anhand dessen man eine gradmässig zur Gruppe passende kämpferische Herausforderung erstellen kann.

D&D zum Beispiel hat dieses System im DMG (Spielleiterhandbuch) ganz explizit anhand des Herausforderungsgrades beschrieben. Es gibt Online-Tools wie z.B. Kobold Plus Fight Club - The first rule of Kobold Fight Club is 'Yip Yip!' mit denen man (angeblich) perfekt einschätzen kann, welches Monster sich für welche Abenteurergruppe als einfache / normale oder tödliche Herausforderung eignet.

Vor 1 Minute, Hornack Lingess schrieb:

Einen solchen Encounter-Builder gab es meines Wissens auch nicht für M1-M5. Also gibt es hier keinerlei Unterschied zu M6.

Hornack

Natürlich gibt es ein Enconter - Balancing System.... in

M2: Gefährlichkeit von NSF
M4: LKOD4 S. 262ff und S. 314 ff - Auch bei S, 380: Fortsgechrittene EP-Vergabe.... EP-Vergabe spielt bei M4 in den Gefährlichtswert einer Figur (S oder NS) ein. Gf = EP * AP/10
M5 : Das Manual S.4ff und insb S. 16 ff sowie BEST S. 36ff - auf S. 39ff wird auf "Gefährlichkeit eingegangen"

Ich selbst fahre mit der der Gefährlichkeitsberechnung von SC und NSC seit Jahrzehnten sehr gut und denke, fundiert sagen zu können, damit bei Miidgard ein passendes Encounter-Management für passende Herausforderungen an der Hand zu haben.

  • Ersteller
Vor 10 Minuten, Hornack Lingess schrieb:

Im PTG gab es die Gefährlichkeit noch. Das war der Modifikator für die Nebenfiguren, um ihre Werte zu ermitteln (1-10). Anscheinend wurde das in "Kompetenz" umbenannt. Das ist somit das von Dir gesuchte Mittel.

Schnellstarter, S. 2:

Kompetenz: Bestimmt auf einer Skala von 1 bis 10, wie erfahren (und gefährlich) eine Nebenfigur ist.

Des weiteren empfehle ich S.26 des Schnellstarters. Dort werden die Details der Kompetenz detailiert erklärt.

Auf S. 26 sehe ich nur Vorteile / Nachteile??? Auf 38 steht

Jede Nebenfigur wird durch einen besonderen Wert charakterisiert: ihre Kompetenz. Diese wird auf einer Skala von 1 bis 10 gemessen. Je höher der Wert, desto kompetenter ist die Nebenfigur.

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