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Im Auftrag der Ehre

Hervorgehobene Antworten

Hallo an die SL-Kollegen,

ich bereite gerade "Im Auftrag der Ehre" vom DDD-Verlag vor und stecke komplett fest. ☹️

In Skadre Huldre erfährt die Gruppe etwas über "Schatten der Heiligen Steine". Was und wo das genau ist, ist ja explizit unbekannt. ("Die verschwommene Ortsangabe stellt einen letzten kleinen Test dar, ob die Abenteurer auch würdig und somit fähig sind in den Augen der Kjulldren, das Schwert zu bergen.")

Dann geht es plötzlich auf der nächsten Seite weiter, wie die Gruppe nach Friedborg fährt ... und dort dann beiläufig von Olafur Sigurtson entscheidende Information bekommt.

Aber warum sollte die Gruppe nach Friedborg anhand der Informationen, die sie in Skadre Huldre erfahren können?

Viele Grüße, LO

Hi,

einige Möglichkeiten:

Ein Lied eines Skalden - mit einer netten Szene in einem waelischen Langhaus;

Die Prophezeihung einer Spaekona - z.B. bei einer Feier in einem Langhaus;

EIner der Spieler hat eine EIngebung / Traum - langweilig;

Wenn die Abenteurer herumfragen, könnte jemand auf Olafur Sigurtson verweisen;

Hier gibt es Material zu den Kjulldren: https://www.midgard-forum.de/forum/articles.html/spielwelt/schauplatzbeschreibungen/die-kjulldren-hexer-aus-waeland-r1700/

Vielleicht wäre auch ein netter Hinweis hilfreich, dass in Friedborg ein Kjulldre enttarnt und feierlich umgebracht wurde.

usw.

Hoffe, das hilft

Leif

Bearbeitet ( von Leif Johannson)

  • Ersteller

Danke für die Antwort.

Es geht mir auch nicht nur darum, dass man sich da irgendwas aus den Fingern saugen kann.

Aber warum wird da in dem fertigen Abenteuer nichts mitgeliefert? Das wird doch seit 15 Jahren schon gespielt, und jede Gruppe hängt doch da dran fest. @Fimolas @droll

Beziehst du dich auf S.43-45?
Der Abschnitt Schädelspalter gibt doch einige Anhatspunkte und für mich liest sich das Ganze so, dass eine Gruppe normalerweise diese "Begegnung mit einem Gott" durchspielen soll -ausser sie hat halt ausgesprochen tolle Ideen bzw. einen extrem guten Draht in die Naturgefilde oder zu den Veidaren.

Auf S.44 wird auch explizit der Hintergrund des Orts erwähnt:"Hiermit ist das Tal der Hängenden Steine gemeint, in dem die verschiedenen Namrur (Sippen) der Veidaren zweimal im Jahr den Göttern bzw. Geistern huldigen und das große Stammesthing abhalten"
&"Letztlich war es der Wurf der Runenstäbchen, der ihm die endgültige Gewissheit gab, dass die Abenteurer auserkoren sind, einen wichtigen Part in Kjulls göttlichem Plan zu spielen. Er fasste deshalb den Entschluss, auch den Abenteurern die Gelegenheit zu geben, Schädelspalter den Waelingern zurück zubringen..."

  • Ersteller
Vor einer Stunde, seamus schrieb:

Beziehst du dich auf S.43-45?
Der Abschnitt Schädelspalter gibt doch einige Anhatspunkte und für mich liest sich das Ganze so, dass eine Gruppe normalerweise diese "Begegnung mit einem Gott" durchspielen soll -ausser sie hat halt ausgesprochen tolle Ideen bzw. einen extrem guten Draht in die Naturgefilde oder zu den Veidaren.

Auf S.44 wird auch explizit der Hintergrund des Orts erwähnt:"Hiermit ist das Tal der Hängenden Steine gemeint, in dem die verschiedenen Namrur (Sippen) der Veidaren zweimal im Jahr den Göttern bzw. Geistern huldigen und das große Stammesthing abhalten"
&"Letztlich war es der Wurf der Runenstäbchen, der ihm die endgültige Gewissheit gab, dass die Abenteurer auserkoren sind, einen wichtigen Part in Kjulls göttlichem Plan zu spielen. Er fasste deshalb den Entschluss, auch den Abenteurern die Gelegenheit zu geben, Schädelspalter den Waelingern zurück zubringen..."

Das ist SL-Info. "Der Spielleitung sei an dieser Stelle verraten...". Von "Kjull" erfahren sie nur den Namen des Ortes, aber es gibt in Skadre Huldre sonst nichts weiter dazu zu erfahren.

Und "der Wurf der Runenstäbchen" gibt Kjetil Hinweise, nicht der Gruppe.

Die Abenteurer erfahren erst in Friedborg von Olafur weiteres dazu. Es gibt aber keinerlei Motivation, einfach so mal nach Friedborg zu fahren. dunno

  • Ersteller

Aber gut, ich lasse einfach Landeskunde würfeln und spiele ihnen den Hinweis mit den Veidaren und einer möglichen heiligen Stätte namens "Tal der Hängenden Steine" zu. Folke weiß dann, dass man am geschicktesten über Friedborg fährt... und weiter geht's ...

Ich versteh da dein Problem nur, wenn die Gruppe diese Gottbegegnung "vergeigt" oder gar nicht bekommt.

Ansonsten ists für mich recht geradlinig:
Gottbegegnung gibt Infos über die heilige Kultstätte der Veidaren. Diesen Ort kann man dann sogar schon in Skadre Hulde grob bei Veidaren (oder mit -WM bei anderen und Landeskunde) rausfinden.
Ein Blick auf die Karte eröffnet wiederum, dass ein sehr guter Reiseweg via Friedborg führt, da ja recht weit nördlich davon. Abenteurer werden dann sicherlich dort und in Isarjud versuchen genauere Infos zu erhalten, wäre meine Vermtung

Bearbeitet ( von seamus)

  • Ersteller

Hmm, dann hab ich das wohl falsch verstanden mit der weiteren Info zu der Kultstätte der Veidaren. Ich verstand es so, dass es eine Info für den SL ist; es steht nirgends, woher die Gruppe es erfahren kann.

Die Begegnung mit Kjetil fand statt und sie haben sich auch Schädelspalter gewünscht 😬 soweit hat das schon alles geklappt. Aber hier erfahren sie ja nur von dem ominösen Ort "Schatten der Heiligen Steine". dunno

Ja genau, und in den SLinfos steht doch drin, was es damit auf sich hat

Somit müssten die Abenteurer doch dich mit Nachfragen piesacken, was dieses Stättenbezeichnung wohl bedeutet und ggf.dafür rumfragen oder einen Weisen/Seher aufsuchen.

Ich kenn mich mit Waeland und ihren 3-4 "Stämmen" nicht wirklich aus, ausser das die sich nicht soo grün miteinander sind.
Ich würde mich da als Spieler*) an Weise/Seher wenden, und sofern die Veidaren ihre heiligen Stätten nicht ultageheim halten, müsste da doch irgendeinem was klingeln (je nach Wissen und Zugehörigkeit per Landeskunde/Zauberkunde WM-8-+0).
Da es sicherlich nicht nur 1 Steine-Stätte gibt, wäre dann sicherlich noch ein bisserl weitere Nachforschung nötig.

*) in Cthulhu/1880 würde sowas nach ausgiebieger Bibliotheks bzw.Wissenschaftlerkontakte-Recherche schreien;-)
Schatten von heiligen Steinen -besondere Felsformationen/Edelsteine im Rahmen kultischer Handlungen?

Bearbeitet ( von seamus)

  • 3 Monate später...

Moin!
Ich möchte nun das Abenteuer für meine Truppe Waelinger vorbereiten (nachdem ich es als Spieler bereits "genossen" habe).

Bereits beim Spielen als auch jetzt in der Vorbereitung, gibt es für mich eine schwer zu händelnde Voraussetzung.
Nämlich, die Tat der Entführung des godrischen Ghodi aus der Stadt Isgard. Laut QB Waeland (S. 21 - Isgard) zieht eine Gewalttat automatisch die Friedlosigkeit nach sich. Im Abenteuer wird so getan, als sei es ein Kavaliersdelikt. Das beißt sich meines Erachtens gewaltig! Aus meinem Verständnis würde die Godren dem Täter entsprechend motiviert nachsetzen.
Ob das Vorhalten einer Waffe und Drohen damit, nicht als Gewalt gesehen würde, wage ich zu bezweifeln.

Weiter stört mich, dass der Jarl von Skarde Huldre den Friedlosenbann verhängte und dies leichtfertig (meines Erachtens) für "nur" eine Beleidigung, ohne dass ein Thing darüber entschied. Das ist ebenfalls nicht den Traditionen entsprechend und würde ich als Kompetenzüberschreitung ansehen.
Und wenn Hjalti friedlos wäre, so wäre es "strafbar" diesem zu helfen. Zumindest in den Bereichen, in denen der Friedlosenbann gilt. Hier also der Herrschaftsbereich des Jarls von Skarde Huldre.

Wie seid Ihr mit diesem Problem umgegangen oder habt Ihr es nicht als Problem empfunden.

Ich finde, hier wird mir zu großzügig über das QB hinweggegangen.

Grüße
E.

PS: Das Asvargr einen Streitwagen hat ist auch ziemlicher Unfug, laut QB reitet er auf seinem Sturmroß, den Streitwagen hat Vidar. Da scheint mir doch die irdische Mythologie mit dem Midgard Kanon (mal wieder leider) durcheinandergeraten zu sein. Lese ich leider häufiger in diesen Abenteuern. 😣

Bearbeitet ( von Einherjar)

Vor 4 Minuten, Einherjar schrieb:

Moin!
Ich möchte nun das Abenteuer für meine Truppe Waelinger vorbereiten (nachdem ich es als Spieler bereits "genossen" habe).

Bereits beim Spielen als auch jetzt in der Vorbereitung, gibt es für mich eine schwer zu händelnde Voraussetzung.
Nämlich, die Tat der Entführung des godrischen Ghodi aus der Stadt Isgard. Laut QB Waeland (S. 21 - Isgard) zieht eine Gewalttat automatisch die Friedlosigkeit nach sich. Im Abenteuer wird so getan, als sei es ein Kavaliersdelikt. Das beißt sich meines Erachtens gewaltig! Aus meinem Verständnis würde die Godren dem Täter entsprechend motiviert nachsetzen.
Ob das Vorhalten einer Waffe und Drohen damit, nicht als Gewalt gesehen würde, wage ich zu bezweifeln.

Wie seid Ihr mit diesem Problem umgegangen oder habt Ihr es nicht als Problem empfunden.

Grüße
E.

PS: Das Asvargr einen Streitwagen hat ist auch ziemlicher Unfug, laut QB reitet er auf seinem Sturmroß, den Streitwagen hat Vidar. Da scheint mir doch die irdische Mythologie mit dem Midgard Kanon (mal wieder leider) durcheinandergeraten zu sein. Lese ich leider häufiger in diesen Abenteuern. 😣

Ich kenne das Abenteuer nicht, doch ist mir die altnordische Kultur nicht ganz fremd.

Vielleicht kann man an dem "Automatismus" der Friedlosigkeit schrauben.

Ich denke, historisch würde es normalerweise erst einmal eines Thingbeschlusses bedürfen, um die Friedlosigkeit zu erklären. Hierfür müßte natürlich erst einmal ein Thing anberaumt und der Angeklagte zu diesem Thing geladen werden. Wenn der Geladene dort nicht erscheint, so gilt dies als Schuldeingeständnis. Um auf dem Thing die Gefahr zu vermindern, nicht "übergebügelt" zu werden, würde es zudem nicht schaden, wenn der Geladene dort mit einer größeren Gefolgschaft zu erscheinen - nur um sicherzugehen...

Jemanden friedlos zu erklären ist ferner so ziemlich das härteste Urteil, daß ein Thing fällen kann. Als Vogelfreier kann der Betroffene von jedem erschlagen werden, ohne dafür mit Sühneforderungen der betreffenden Sippe rechnen zu müssen. Geht man vom Grundgedanken aus, daß der Einzelne ohnehin nicht "überlebensfähig" ist, sondern nur im Schutze und der Gemeinschaft der Sippe im harten Lebensalltag bestehen kann, bedeutet dies letztlich nichts anderes als Verbannung mit allen Konsequenzen.

Darüber hinaus ist das nordische Recht in erster Linie ein Schadenersatz-Recht. Vor diesem Grundgedanken käme ich auf die Idee, vor einer Friedloserklärung ggf. erst einmal ein Wergeld festzusetzen (wobei ich - wie gesagt - die Zusammenhänge des Abenteuers nicht kenne). Für die Zahlung desselben ist zunächst der Verurteilte zuständig, doch wenn er dies nicht kann, dann eben dessen Sippe. Erfolgt die Wergeldzahlung nicht, ist natürlich die Frage, ob diese durch jene "durchsetzbar" ist, dem sie zusteht. Wenn nein, mag jener dann den Kürzeren ziehen. Wenn ja, dann könnte der Verurteilte per Thingbeschluß seine Freiheit verlieren und müßte als Unfreier im Dienst des Gläubigers seine Schuld (nach vorherigen Einzugs und Verwertung allen Eigentums) seine Schuld (ohne Zinszahlungen) abarbeiten, bevor er sie wiedergewinnen könnte. Oder es könnte seitens der Gläubiger-Sippe gegenüber der Schuldner-Sippe ggf. zu einer Fehde kommen, was man jedoch für gewöhnlich vermeiden würde wegen der unabsehbaren Folgen von Blutrache, Gegenblutrache usw. usf.

Fazit:
Ich würde am "Automatismus" ansetzen und damit als Spielleiter erst einmal Zeit gewinnen. Wenn es zu einer wie immer gearteten "Verhandlung" kommt, wäre erst einmal der Sachverhalt zu klären, insbesondere, was für ein "Schaden" eigentlich entstanden ist. Dieser wäre dann ggf. über ein Wergeld zu begleichen. Wenn dies geschieht, dann gäbe es auch keinen Anlaß mehr für eine Friedloserklärung.

@Francesco di Lardo Ja, diese Handhabung ist mir auch geläufig und auch das QB seht eher Wergelder als derart drakonische Strafen vor. Daher ist es im Abenteuer meines Erachtens hemmungslos überzogen, die Friedlosigkeit für eine Beleidigung auszusprechen, zumal nicht von einem Thing gefällt, sonder nur von einem Jarl.

Die Friedlosigkeit für eine Gewalttat in Isgard ist laut QB genau so vorgesehen, da es ein Heiligtum Fjörgynns ist.

Dies wird von den Autoren aber hart ignoriert.

Bearbeitet ( von Einherjar)

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